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Forum / Liebe & Beziehung

Traum: Partner betrügen

Letzte Nachricht: 15. Januar 2005 um 18:43
C
carmen_12551354
29.12.04 um 5:24

Ich habe mal eine Frage: ist es euch schon mal passiert, dass ihr in eurem Traum den Partner betrogen habt?

Ich lebe seit einem Jahr in einer festen Beziehung (Fernbeziehung) und bin sehr glücklich mit ihm. Trotzdem ist es mir schon ein paar mal hintereinander passiert, dass ich geträumt habe, ihn zu betrügen. Ich habe mir bisher noch keinen einzigen Gedanken im Wachzustand gemacht, dass mir je ein anderer Mann gefallen würde oder mir auch nur ansatzweise vorgestellt, dass ich mit einem anderen Mann in körperlichen Kontakt treten wollen würde!.
Daher bin ich jedesmal absolut entsetzt, wenn ich aufgewacht bin, denn ich kann mir nie im Leben vorstellen, soetwas zu machen. Erstens wäre das absolut gegen meine moralischen Vorstellungen und Prinzipien und würde mich eher trennen, bevor ich betrügen würde. Also kann ich sehr sicher von mir behaupten, dass ich das niemals machen würde! Dennoch träume ich davon, ihn mit - mir unbekannten Männern - zu betrügen (dabei ist nicht unbedingt das sexuelle Fremdgehen gemeint, sondern mitunter das Küssen anderer). Jedoch wache ich immer entsetzt auf, egal ob es nur Küssen oder sexuelle Handlungen sind.

Vielleicht kann mir jemand dazu helfen und kennt die psychologischen Hintergründe dazu Danke schon mal im Voraus für jeden Ansatz.

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H
helmut_12550923
29.12.04 um 8:52

Deine moralischen Vorstellungen und ...
Prinzipien sind das Gerüst, auf dem Du ruhst und dass Dir Halt und Sicherheit gibt. Von dieser Warte agierst Du im bewußten Teil Deines Lebens oder versuchst es zumindest.

Dann gibt es da aber wohl noch ein paar Wünsche, Bedürfnisse und Sehnsüchte in Dir, die zu diesen Prinzipien nicht passen, die aber nichtsdestotrotz da sind und auch beachtet werden möchten.

Und schwupps tauchen diese Bedürfnisse dort auf, wo Du es nicht steuern kannst.

Die Kunst ist jetzt, sich zum einen diese Bedürfnisse einzugestehen (versuch mal, sie auf Dauer zu negieren; sie werden immer wieder einen Weg in Deinem Inneren finden, sich bemerkbar zu machen) und zum anderen einen Umgang damit zu finden.

In Deinem Fall hieße sie auszuleben, dass Du an dem Gerüst kratzen würdest, auf dem Du ruhst.
Ich glaube, dass dieser Umstand einen großen Teil unserer Probleme ausmacht. Nicht alles, was der eine Teil in uns möchte, darf oder kann ich oder erlaubt der andere Teil. Und so ist Leben häufig eine Auseinandersetzung mit den beiden unterschiedlich farbigen Ratgebern auf unserer Schulter.

LG

Larsen

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C
carmen_12551354
29.12.04 um 14:11
In Antwort auf helmut_12550923

Deine moralischen Vorstellungen und ...
Prinzipien sind das Gerüst, auf dem Du ruhst und dass Dir Halt und Sicherheit gibt. Von dieser Warte agierst Du im bewußten Teil Deines Lebens oder versuchst es zumindest.

Dann gibt es da aber wohl noch ein paar Wünsche, Bedürfnisse und Sehnsüchte in Dir, die zu diesen Prinzipien nicht passen, die aber nichtsdestotrotz da sind und auch beachtet werden möchten.

Und schwupps tauchen diese Bedürfnisse dort auf, wo Du es nicht steuern kannst.

Die Kunst ist jetzt, sich zum einen diese Bedürfnisse einzugestehen (versuch mal, sie auf Dauer zu negieren; sie werden immer wieder einen Weg in Deinem Inneren finden, sich bemerkbar zu machen) und zum anderen einen Umgang damit zu finden.

In Deinem Fall hieße sie auszuleben, dass Du an dem Gerüst kratzen würdest, auf dem Du ruhst.
Ich glaube, dass dieser Umstand einen großen Teil unserer Probleme ausmacht. Nicht alles, was der eine Teil in uns möchte, darf oder kann ich oder erlaubt der andere Teil. Und so ist Leben häufig eine Auseinandersetzung mit den beiden unterschiedlich farbigen Ratgebern auf unserer Schulter.

LG

Larsen

Wunsch und Unterbewusstsein
Danke für deinen Beitrag, du hast mir mit der ausführlichen Antwort schon mal sehr weitergeholfen.
Mir ist natürlich klar, dass mir mein Unterbewusstsein damit ein Signal senden will. Doch: trotz meiner Moral- und Wertvorstellungen habe ich gar nicht den Wunsch, einen anderen Mann zu lieben. Sind Wünsche und Unterbewusstsein so konträr? Normalerweise sollte man sich auch im Wachzustand annähernd über seine Bedürfnisse klar sein. Aber dieser Traum mit anderen Männern entspricht nicht mal ansatzweise meinen Bedürfnissen. Wie kann ich das also interpretieren? Vielleicht hat jemand einen Tipp...

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N
nerina_12332928
29.12.04 um 16:10

Schmunzel,
mir ist das auch schon passiert, mit bekannten Typen und völlig unbekannten. Da waren ein paar Kracher dabei, jedenfalls bei den bekannten, da würde ich nieeeee auf die Idee kommen. Aber irgendwas muß sich da in meinem Kopf abgespielt haben. Verstehe das echt nicht. Es gab natürlich auch "traumatische" Begegnungen mit Sahneschnitten, klar, da versteh ich das aber manches ist schon kurios! Gebe da nicht all zu viel drauf. Bin nämlich sehr verknallt und dazu noch schwanger.

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H
helmut_12550923
14.01.05 um 19:07
In Antwort auf carmen_12551354

Wunsch und Unterbewusstsein
Danke für deinen Beitrag, du hast mir mit der ausführlichen Antwort schon mal sehr weitergeholfen.
Mir ist natürlich klar, dass mir mein Unterbewusstsein damit ein Signal senden will. Doch: trotz meiner Moral- und Wertvorstellungen habe ich gar nicht den Wunsch, einen anderen Mann zu lieben. Sind Wünsche und Unterbewusstsein so konträr? Normalerweise sollte man sich auch im Wachzustand annähernd über seine Bedürfnisse klar sein. Aber dieser Traum mit anderen Männern entspricht nicht mal ansatzweise meinen Bedürfnissen. Wie kann ich das also interpretieren? Vielleicht hat jemand einen Tipp...

Tja, es ist ...
manchmal schon ein komisches Zusammenspiel zwischen bewußten und unterbewußten Kräften.

Ich hab mich auch nach langen Jahren gefragt, wie ich es geschafft hab, bestimmte Bedürfnisse in mir so zu verschließen, dass ich deren Nicht-Befriedigung gar nicht als schlimm oder unangenehm erlebt habe.

Irgendwie wußte ich immer, dass diese Bedürfnisse da waren und irgendwie hab ich es geschafft, sie lange in mir wegzusperren.
Nur dann kommt auf einmal jemand, der ohne davon Kenntnis zu besitzen, genau diese Türe aufstößt und schwupps war mein Leben von einem Tag auf den anderen nicht mehr das gleiche, denn als die Türe erst mal offen war, brach sich dieses Bedürfnis mit Macht Bahn nach oben.

Ich kann heute in der Nachbetrachtung den Verlauf beschreiben und mir ist vieles klar geworden, aber so wirklich verstehen tu ich nicht, wie es mir gelungen ist, diese Türe über so viele Jahre verschlossen zu halten.

Aus der Erfahrung würde ich sagen, dass Du es richtig machst, wenn Du Dich intensiv mit den Signalen Deines Unterbewußtseins auseinandersetzt. Ich wünschte mir, ich hätte es auch schon etwas früher getan.

Einen lieben Gruß

Larsen

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J
janene_12645599
15.01.05 um 9:02
In Antwort auf carmen_12551354

Wunsch und Unterbewusstsein
Danke für deinen Beitrag, du hast mir mit der ausführlichen Antwort schon mal sehr weitergeholfen.
Mir ist natürlich klar, dass mir mein Unterbewusstsein damit ein Signal senden will. Doch: trotz meiner Moral- und Wertvorstellungen habe ich gar nicht den Wunsch, einen anderen Mann zu lieben. Sind Wünsche und Unterbewusstsein so konträr? Normalerweise sollte man sich auch im Wachzustand annähernd über seine Bedürfnisse klar sein. Aber dieser Traum mit anderen Männern entspricht nicht mal ansatzweise meinen Bedürfnissen. Wie kann ich das also interpretieren? Vielleicht hat jemand einen Tipp...

Da du deine bedürfnisse...
... sehr stark unterdrückst( noch keinen EINZIGEN gedanken gemacht ob dir JEH ein anderer mann gefallen könnte) müssen sie sehr *laut* werden( träume von sex mit anderen) um wahrgenommen werden zu können.
und das heisst nicht das irgendwo in dir TATSÄCHLICH dieser wunsch schlummert. aber viell. das bedürfniss auch andere männer attraktiv finden zu *dürfen* ( o.ä.)


sparkling

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W
winnie_12164884
15.01.05 um 14:45
In Antwort auf helmut_12550923

Tja, es ist ...
manchmal schon ein komisches Zusammenspiel zwischen bewußten und unterbewußten Kräften.

Ich hab mich auch nach langen Jahren gefragt, wie ich es geschafft hab, bestimmte Bedürfnisse in mir so zu verschließen, dass ich deren Nicht-Befriedigung gar nicht als schlimm oder unangenehm erlebt habe.

Irgendwie wußte ich immer, dass diese Bedürfnisse da waren und irgendwie hab ich es geschafft, sie lange in mir wegzusperren.
Nur dann kommt auf einmal jemand, der ohne davon Kenntnis zu besitzen, genau diese Türe aufstößt und schwupps war mein Leben von einem Tag auf den anderen nicht mehr das gleiche, denn als die Türe erst mal offen war, brach sich dieses Bedürfnis mit Macht Bahn nach oben.

Ich kann heute in der Nachbetrachtung den Verlauf beschreiben und mir ist vieles klar geworden, aber so wirklich verstehen tu ich nicht, wie es mir gelungen ist, diese Türe über so viele Jahre verschlossen zu halten.

Aus der Erfahrung würde ich sagen, dass Du es richtig machst, wenn Du Dich intensiv mit den Signalen Deines Unterbewußtseins auseinandersetzt. Ich wünschte mir, ich hätte es auch schon etwas früher getan.

Einen lieben Gruß

Larsen

oh man
exakt genau das hätte ich auch schreiben können.

ich kann mich eigentlich nur wundern, wie sowas funktioniert, dass es funktioniert vor allem, dieses bedürfnisse-unter-verschluss-halten ohne was zu *merken*, ohne etwas zu vermissen auch ...

"von einen tag auf den anderen, mit aller macht" - als wäre man ne tickende zeitbombe. zumindest sehr unberechenbar.

denke gerade an das, was sparkling schrieb, dass man sich erlauben dürfen muss *g* alles zu fühlen ... finde das sehr wichtig. sonst drückt man eine sprungfeder herunter, die sich irgendwann wieder gerade biegen will.

liebe samstagliche grüße

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E
eryn_12735428
15.01.05 um 18:43


mann mann... ich hab mich in dem text sehr wiederfinden können, ich bin auch ein jahr mit meinem freund zusammen und vor einiger zeit hatte ich auch 2 oder 3 mal solche träume. allerdings war es in meinen träumen immer der gleiche - mein ex *g*

ich habe lange drüber nachgedacht, warum ich so von ihm träume, denn ich will ganz bestimmt nichts mehr von ihm. wirklich WISSEN tue ich bis jetzt nicht, warum ich das geträumt habe, allerdings glaube ich, bei mir die erklärung dafür darin gefunden habe, dass ich ihn noch sehr mag (nicht liebe oder so) und ihm vor allen dingen vertraue. in den träumen ging es vor allem um vertrauen und er hat mir immer (auch oder besonders in der zeit) sehr viel geholfen und mich vor einigem schlimmen bewahrt. so war es irgendwo glaub ich, für mich eine art des ausdrucks darüber, wie sehr ich mich ihm verbunden fühle... (hört sich komisch an, in meinen gedanken klingts logischer als hier)

du hast jedoch von unbekannten geträumt, also kommt das nicht in frage... hmm... ich denke, dass deine träume wirklich darauf hindeuten, dass du es zulassen sollst, andere attraktiv zu finden (wie sparkling schon sagte) und dass es in deiner phantasie auch andere geben darf als deinen freund... denn gedanken sind schließlich frei und man sollte sie auch nicht einsperren, denke ich.

aber ich meine, dass eigentlich nur du wissen könntest, warum du es wirklich geträumt hast, weil nur du deine ganze situation und gedankenwelt kennst...

lg sunseeker

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