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Trauer und Einsamkeit

14. Oktober 2010 um 21:24

Hallo,

ich möchte mir einfach mal etwas von der Seele schreiben und lese auch gerne ähnliche Erfahrungen.
Nach 8 Jahren sitze ich manchmal immer noch Abend in meinem Zimmer und denke an meine Mutter, die an Brustkrebs gestorben ist und kann einfach nur noch heulen.
Weil ich ihr nie sagen kann, dass ich doch noch das Abitur geschafft habe und weil ich so viele mit ihr teilen wollen würde.

Eigendlich dachte ich, dass es eine Zeit gibt, ab der die Trauer vorbei ist und man nicht mehr so eine Leere in seinem Leben hat.
Sobald mein Freund nicht bei mir ist, ist diese Leere aber wieder da und ich vermisse sie.
Ich leben mittlerweile bei meinen Großeltern, die neue Freundin meines Vaters (ca. die 5.) ist bei ihm eingezogen und ich hasse sie, aus mehrern Gründen. Ihn oder sie zu verstehen habe ich aufgegeben.
Meinen Großvater (Vater meiner Mutter,nicht den bei dem ich wohne) habe ich um Geld gebeten, da ich jetzt eine privater Hochschule besuche und selbst durch die Ausbidungsvergütung knapp bei Kasse bin. Statt mir gerne zu helfen verweist er auf seine gekürzte Rente (er geht 3 mal im Jahr in Urlaub) und kann selbst nachdem ich ihm eine Broschüre, über meine BA geschickt habe sich weder freuen, noch die richtige Bezeichnung schreiben. (Er wohnt 600km weiter weg und wir haben zum Glück nur Briefkontakt).
Die Mutter meiner Mutter unterstützt mich zum Glück gerne. Sie wohnt auch 600km weit weg, aber ich bin froh, dass unser Verhältnis besser geworden ist.

Manchmal fällt es mir so schwer, nur einen Abend die Woche ohne meinen Freund zu verbringen und fühle mich dann so einsam, wie damals mit 12, als ich mich fast jeden Abend in den Schlaf heulte.

Werden solche Gefühle von Einsamkeit jemals vorbei sein?
Wie soll das werde, wenn mein Freund mal weiter weg arbeitet und wir uns weniger sehen...
Habt ihr Erfahrungen damit?

lg

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14. Oktober 2010 um 21:33


Wie sieht es mit Freunden aus? Baue dein Leben doch nicht auf deinen Freund. Wenn das mal wegbricht, hast du nichts mehr.

Vertrau auf dich, kauf dir ein Buch über das Thema. Leider kenne ich keins, aber vllt ein anderer hier

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14. Oktober 2010 um 21:33

Hallo kleine Maus
ich hab zwar - glücklicherweise - noch nicht Erfahrungen in der Form, doch hab ich auch schon Familienmitglieder verloren und vor dem Tag, wo mir das passiert, was du gerade durchlebst, graut mir unendlich. Seine Mutter mit 12 Jahren zu verlieren ist sicher mit das Schlimmste, was man erleben kann, zumal zu diesem Zeitpunkt noch mitten in der Entwicklung ist, ich denke, das wird ein Grund bei dir sein, warum du das nicht verarbeiten kannst. Der Schmerz des Verlustes wird wohl nie verschwinden, aber ich denke, du wirst einen WEg finden müssen, damit umzugehen. Vielleicht hast du noch eine Freundin, mit der du dich treffen kannst, wenn dein Freund nicht da ist. Ich finde es schön, dass du dein Leben lebst, auch wenn es schwierig ist, vor allem finanziell. Ich denke, spätestens, wenn du eine kleine Familie hast, wird es sich zumindest ein wenig legen. Versuche dich an der zeit zu erfreuen, die ihr hattet. Versuch nicht nur zu trauern, das wird sie nicht wollen, du hast 12 wunderbare Jahre mit ihr erlebt, geh ich zumindest mal davon aus, wenn du so vermisst, erinner dich an all die schönen Dinge, die ihr erlebt habt. Und na ja, dein Opa, ich kenn ihn zwar nicht, aber es ist eine Tatsache, dass viele Menschen mit dem Tod des Kindes nicht umgehen können, jeder verarbeitet es anders, der eine besser , der andere schlechter. Es ist von der Natur nicht vorgegeben, dass Kinder vor den Eltern gehen und viele verkraften das nie. ich hoffe, dass ich dir vielleicht ein klein wenig helfen konnte, wenn du einfach reden bzw. schreiben willst, dann mail mir einfach. Vielleicht schreibst du auch Tagebuch, so was kann helfen, wirklich

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14. Oktober 2010 um 21:40
In Antwort auf weyman


Wie sieht es mit Freunden aus? Baue dein Leben doch nicht auf deinen Freund. Wenn das mal wegbricht, hast du nichts mehr.

Vertrau auf dich, kauf dir ein Buch über das Thema. Leider kenne ich keins, aber vllt ein anderer hier


Hallo,

wenn ich so zurück blicke, dann sind meine besten Freundinnen immer gekommen und gegangen. Eine war mir immer besonders wichtig und mit der wollte ich viel Zeit verbringen und blos nie nach Hause, weil da eh keiner auf mich wartete (mein Vater meinte sein Leben fängt jetzt an und wir sind ja schon groß(habe noch eine kleine Schwester)).
Meine letzte beste Freundin, wohnt mittlerweile 600km weiter bei ihrem Freund. Eigendlich wollten wir uns treffen, aber ich bin das hinterhertelefonieren leid und deshalb lasse ich es auch.
Eine ist schwanger, die ander fand es blöd, dass ich nicht mehr jedes Wochenende weg gehen will und meldete sich auch nicht mehr etc. ...

Da sieht es also gerade schlecht aus.
Ich arbeite gerade immer bis 18 Uhr, habe also gerade nicht so viele Hobbys bei denen ich jemanden kennenlernen könnte und irgendwie bin ich auch nicht mehr so motiviert dazu.
Irgendwann hat man das Gefühl, die wollen einen alle nicht!

lg

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14. Oktober 2010 um 21:57
In Antwort auf alisia_12841431


Hallo,

wenn ich so zurück blicke, dann sind meine besten Freundinnen immer gekommen und gegangen. Eine war mir immer besonders wichtig und mit der wollte ich viel Zeit verbringen und blos nie nach Hause, weil da eh keiner auf mich wartete (mein Vater meinte sein Leben fängt jetzt an und wir sind ja schon groß(habe noch eine kleine Schwester)).
Meine letzte beste Freundin, wohnt mittlerweile 600km weiter bei ihrem Freund. Eigendlich wollten wir uns treffen, aber ich bin das hinterhertelefonieren leid und deshalb lasse ich es auch.
Eine ist schwanger, die ander fand es blöd, dass ich nicht mehr jedes Wochenende weg gehen will und meldete sich auch nicht mehr etc. ...

Da sieht es also gerade schlecht aus.
Ich arbeite gerade immer bis 18 Uhr, habe also gerade nicht so viele Hobbys bei denen ich jemanden kennenlernen könnte und irgendwie bin ich auch nicht mehr so motiviert dazu.
Irgendwann hat man das Gefühl, die wollen einen alle nicht!

lg

Nichts einreden
das darfst du nicht denken, der Tip mit dem Psychologen ist glaub gar nicht so schlecht, zumindest könntest du es mal vortragen und wenn es ein guter Psychologe ist, kann er dir zumindest Wege aufzeigen, wie du damit umgehen kannst.
ich denke ja nach wie vor, dass Schreiben auch schon hilft, eben hier im Forum oder in nem Chat, wo man einige Leute kennenlernen könnte, wenn auch nur virtuell. Zumindest dann, wenn dein Freund nicht da ist. Mir hilft es ein wenig, wie gesagt, ich habe den nicht den Verlust wie du hinter mir, fühl mich aber auch oft genug allein, sozusagen geteiltes Leid, da meine Familie und Freunde auch um die 500 km alle weg wohnen. Und somit schreib ich abend mit dem ein oder anderen und nun bin ich eben auch hier im Forum gelandet

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15. Oktober 2010 um 14:09
In Antwort auf dory_11848470

Nichts einreden
das darfst du nicht denken, der Tip mit dem Psychologen ist glaub gar nicht so schlecht, zumindest könntest du es mal vortragen und wenn es ein guter Psychologe ist, kann er dir zumindest Wege aufzeigen, wie du damit umgehen kannst.
ich denke ja nach wie vor, dass Schreiben auch schon hilft, eben hier im Forum oder in nem Chat, wo man einige Leute kennenlernen könnte, wenn auch nur virtuell. Zumindest dann, wenn dein Freund nicht da ist. Mir hilft es ein wenig, wie gesagt, ich habe den nicht den Verlust wie du hinter mir, fühl mich aber auch oft genug allein, sozusagen geteiltes Leid, da meine Familie und Freunde auch um die 500 km alle weg wohnen. Und somit schreib ich abend mit dem ein oder anderen und nun bin ich eben auch hier im Forum gelandet


Hallo,

ich hatte mir das mal kurz überlegt, aber so weit ich weiß sind Psychologen sehr teuer und als Studentin hat man da auch nicht unbedingt die Nerven dafür...
Ich habe drei mal mit Psychologen oder Familientherapeuten geredet, weil die Situation in meiner Familie einfach so schlecht war/ist und ich damit nicht klar kam.
Entweder hieß es dann, sie müsste mal mit meinem Vater reden (in der Kur) der darauf keine Lust hatte...oder er wüsste nicht genau, was er mir raten solle...

Ich hab mich eben irgendwie durchgewurstelt, aber ich kann mir wirklich eine bessere Familiensituation vorstellen..daher finde ich auch nicht viele Vorbilder etc. in meiner Familie.

lg

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15. Oktober 2010 um 16:31
In Antwort auf alisia_12841431


Hallo,

ich hatte mir das mal kurz überlegt, aber so weit ich weiß sind Psychologen sehr teuer und als Studentin hat man da auch nicht unbedingt die Nerven dafür...
Ich habe drei mal mit Psychologen oder Familientherapeuten geredet, weil die Situation in meiner Familie einfach so schlecht war/ist und ich damit nicht klar kam.
Entweder hieß es dann, sie müsste mal mit meinem Vater reden (in der Kur) der darauf keine Lust hatte...oder er wüsste nicht genau, was er mir raten solle...

Ich hab mich eben irgendwie durchgewurstelt, aber ich kann mir wirklich eine bessere Familiensituation vorstellen..daher finde ich auch nicht viele Vorbilder etc. in meiner Familie.

lg

Hi
ich weiß ja nicht, wie alt du warst, als du schon mal mit so nem Familientherapeuten gesprochen hast. Mittlerweile bist du erwachsen und musst dein ganz eigenes Leben leben, irgendwann wirst du ne kleine Familie haben, dann musst du fit sein. WEgen den Kosten, du wirst doch sicher ne Hausärztin haben, berede das zuerst mit ihr, dann bekommst du von ihr ne Überweisung und suchst dir nen Therapeuten, versuchs einfach noch mal, könntest dort ja gleich angeben, dass mit deinem Vater nicht zu rechnen ist, geht doch wirklich darum, für dich einen Weg zu finden, wie DU damit umgehen kannst, irgend ne Möglichkeit, das erst einmal zu verarbeiten. Ich denke, wenn du das schaffst, sieht alles ander auch nicht mehr ganz so schlimm aus

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26. Oktober 2010 um 9:24
In Antwort auf dory_11848470

Hi
ich weiß ja nicht, wie alt du warst, als du schon mal mit so nem Familientherapeuten gesprochen hast. Mittlerweile bist du erwachsen und musst dein ganz eigenes Leben leben, irgendwann wirst du ne kleine Familie haben, dann musst du fit sein. WEgen den Kosten, du wirst doch sicher ne Hausärztin haben, berede das zuerst mit ihr, dann bekommst du von ihr ne Überweisung und suchst dir nen Therapeuten, versuchs einfach noch mal, könntest dort ja gleich angeben, dass mit deinem Vater nicht zu rechnen ist, geht doch wirklich darum, für dich einen Weg zu finden, wie DU damit umgehen kannst, irgend ne Möglichkeit, das erst einmal zu verarbeiten. Ich denke, wenn du das schaffst, sieht alles ander auch nicht mehr ganz so schlimm aus

Ich kann dich voll und ganz verstehen
Das mit deiner Mama tut mir wirklich ganz schrecklich leid.
Ich habe mit 7 Jahren meinen Daddy verloren. Er ist an Lungenkrebs gestorben, das ist mitlerweile 13 jahre her. Ich weine mich auch heute noch oft in den schlaf.. viele meiner "freunde" sagen,dass ich übertreibem,dass doch bald mal schluss sein muss, doch das ist nicht so leicht.
ich konnte mich damals nicht mehr von ihm verabschieden. meine beiden schwestern durften noch einmal zu ihm, mir wurde aber nicht erzählt, dass er in den nächsten tagen sterben wird. es war wie ein faustschlag ins gesicht, als meine mama eines morgens zu mir sagte: du weißt,dass papa ganz doll krank war, heute nacht ist er gestorben, ich war bei ihm"

ich würde mir auch gerne einen psychologen zu rate ziehen, damit ich vielleicht lerne irgendwann damit umzugehen, weils nicht sein kann,dass wenn ich auch nur ein bild von ihm sehe, ich zusammenbreche vor weinen. jedoch kann ich das alles nicht bezahlen. geht das so leicht mit einer überweisung?
würde mich über eine antwort freuen

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26. Oktober 2010 um 12:41
In Antwort auf geena_12554115

Ich kann dich voll und ganz verstehen
Das mit deiner Mama tut mir wirklich ganz schrecklich leid.
Ich habe mit 7 Jahren meinen Daddy verloren. Er ist an Lungenkrebs gestorben, das ist mitlerweile 13 jahre her. Ich weine mich auch heute noch oft in den schlaf.. viele meiner "freunde" sagen,dass ich übertreibem,dass doch bald mal schluss sein muss, doch das ist nicht so leicht.
ich konnte mich damals nicht mehr von ihm verabschieden. meine beiden schwestern durften noch einmal zu ihm, mir wurde aber nicht erzählt, dass er in den nächsten tagen sterben wird. es war wie ein faustschlag ins gesicht, als meine mama eines morgens zu mir sagte: du weißt,dass papa ganz doll krank war, heute nacht ist er gestorben, ich war bei ihm"

ich würde mir auch gerne einen psychologen zu rate ziehen, damit ich vielleicht lerne irgendwann damit umzugehen, weils nicht sein kann,dass wenn ich auch nur ein bild von ihm sehe, ich zusammenbreche vor weinen. jedoch kann ich das alles nicht bezahlen. geht das so leicht mit einer überweisung?
würde mich über eine antwort freuen


Ich war schon immer ein Papa-Kind. Und als mein Papa vor 11/2 Jahren gestorben ist war ich bei ihm. Das war das schrecklichste war mir je passiert ist. Jeder sagt immer er wartet auf den Tag an dem es nicht mehr so schmerzlich ist an den Verstorbenen zu denken. Aber ich bin froh das ich diese Gefühle einfach nicht vergessen kann. Wie mein papa gerochen hat, wie er ausgesehen hat, wie er gelacht hat. Ich kann mich noch an jede kleinste Pore und an jede kleinste Falte erinnern. Dieser Schmerz überkommt mich jedes mal wenn ich nur eine Tochter mit ihrem Vater auf der Straße sehe. Und ich wünsche mir das ich diesen Schmerz nie vergessen werde. Er erinnert mich an meinen Vater der für mich der wunderbarste Mensch auf der Welt war.

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