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Transgender und Partnerschaft

13. Juni 2008 um 9:57

Ich bin seit meiner frühesten Kindheit von Frauen und und allem was so zu Ihnen gehört fasziniert.Ich habe dann als kleiner Junge bereits heimlich begonnen mir weibliche Kleidungsstücke zuerst von meiner Schwester und meiner Mutter anzuziehen.Besonders Feinstrumpfhosen hatten einen besondern Stellenwert.
Ich dachte mir dies sei nur eine vorübergehende Phase meines Lebens und verschwindet einfach wieder.So war es natürlich nicht und es wurden die Zeiten in denen ich es ausleben wollte eher mehr. Ich hatte zu dieser Zeit auch psychische Probleme damit da ich mich als anders empfand und auch in gewisser weise dafür
hasste.Auch mit der ersten Freundin verschwand mein verlangen nach verkleidung so wie ich meinte nicht.Ich hatte auch noch nie mit jemanden darüber sprechen können.So lebte ich es jahrelang heimlich in den eigenen Wänden aus.
Als ich dann meine Frau kennenlernte wollte ich es vor Ihr nicht mehrverheimlichen
und habe Ihr davon erzählt.Sie hat es leider nicht sehr gut aufgenommen und wollte
eigentlich nicht genauer mit mir darüber reden.Wir haben später dann gehairatet
Hausgebaut und 2 Kinder bekommen und das Thema war nur am Rande vorhanden.
Manchmal hatte ich den Eindruck sie bringt mir gegenüber auch Verständnis auf das waren für mich sehr schöne Augenblicke.Vor vier Jahren habe ich dann einmal ein fotoshooting als Frau bei einem professionellen Fotografen der selbst Transgender ist gemacht.Es war unglaublich toll sich mal fotografiern zu lassen und mal mit einer verwständnisvollen Person zu sprechen. Meine Frau wusste davon,sie meinte ich solle es machen ,später hatte ich deswegen leider wieder eher eine Krisenzeit.
So ist es die letzten Jahre gleich gelaufen ,ich machte jährlich einen Tag für mich und unsere Ehe war deswegen immer ein auf und ab.Ich hoffe bis heute das ich mit meiner Frau einmal vernüftig darüber reden kann und ich das Gefühl habe das sie mich und meine Bedürfnisse auch versteht.Ich weis jetzt das ich nur glücklich sein kann wenn ich mich akzeptiere so wie ich bin .Mir ist natürlich vollkommen klar daß es für eine Frau nicht so einfach ist es zu verstehen wenn Ihr Mann so eine veranlagung hat.Ich weis ja auch nicht warum dies enstanden ist .
Mich würde Eure Meinung vor allem der Frauen dazu interressiern wie Ihr dazu stehen würdet wenn Euer Mann das hätte.
Ich bin weder schwul noch abartig veranlagt es ist einfach ein Teil von mir.
Ich liebe meine Frau und meine Kinder sehr und ich hoffe daß unsere Beziehung dadurch in Zukunft nicht leidet.

Vielen Dank für Eure Antworten

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13. Juni 2008 um 10:14

Also...
... ich kann als Frau nur dazu sagen, wenn mein Freund so eine Veranlagung hätte, wäre ich auch erst mal befremdet und würde das vermutlich ablehnen. Zumindest erst mal.

Es ist eben einfach so, dass von einem Mann erwartet wird, dass er sich auch wie ein Mann verhält, er soll sich zwar für die Frau interessieren, aber nicht für sich selbst als Frau. Ich denke, als Frau sieht man sich in der Beziehung selbst in Frage gestellt, wenn der Mann sich gern als Frau verkleidet.

Vielleicht ist die heutige Gesellschaft auch noch nicht soweit, derlei Dinge einfach als gegeben hinzunehmen. Wenn es anderen passiert, dann sagt man zwar: Ist doch okay, jeder so, wie er mag. Aber wenn es einem selbst passiert, merkt man, dass man doch weniger Toleranz aufbringen kann als gedacht. Deiner Frau geht es vermutlich genauso. Auf der einen Seite bemüht sie sich, Dich zu verstehen. Auf der anderen Seite geht es ihr aber gegen den Strich - sie wünscht sich einen "normalen" Mann ohne dieses Bedürfnis, weil sie einfach nicht weiß, wie sie es verstehen soll.

Es sieht für mich so aus, als hättet ihr noch nie wirklich ein klärendes, offenes Gespräch führen können. Vielleicht solltest Du ihr einfach mal einen Brief schreiben, in dem Du ihr Deine Situation und Deine Gefühle offen schilderst, ihr sagst, was Du Dir wünschst, aber auch danach fragst, wie es ihr geht und was sie gern möchte.

LG

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13. Juni 2008 um 14:39
In Antwort auf tyche26

Also...
... ich kann als Frau nur dazu sagen, wenn mein Freund so eine Veranlagung hätte, wäre ich auch erst mal befremdet und würde das vermutlich ablehnen. Zumindest erst mal.

Es ist eben einfach so, dass von einem Mann erwartet wird, dass er sich auch wie ein Mann verhält, er soll sich zwar für die Frau interessieren, aber nicht für sich selbst als Frau. Ich denke, als Frau sieht man sich in der Beziehung selbst in Frage gestellt, wenn der Mann sich gern als Frau verkleidet.

Vielleicht ist die heutige Gesellschaft auch noch nicht soweit, derlei Dinge einfach als gegeben hinzunehmen. Wenn es anderen passiert, dann sagt man zwar: Ist doch okay, jeder so, wie er mag. Aber wenn es einem selbst passiert, merkt man, dass man doch weniger Toleranz aufbringen kann als gedacht. Deiner Frau geht es vermutlich genauso. Auf der einen Seite bemüht sie sich, Dich zu verstehen. Auf der anderen Seite geht es ihr aber gegen den Strich - sie wünscht sich einen "normalen" Mann ohne dieses Bedürfnis, weil sie einfach nicht weiß, wie sie es verstehen soll.

Es sieht für mich so aus, als hättet ihr noch nie wirklich ein klärendes, offenes Gespräch führen können. Vielleicht solltest Du ihr einfach mal einen Brief schreiben, in dem Du ihr Deine Situation und Deine Gefühle offen schilderst, ihr sagst, was Du Dir wünschst, aber auch danach fragst, wie es ihr geht und was sie gern möchte.

LG

Kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen,
ich würde vermutlich auch für einen Moment zurückweichen. Ich bin aber so veranlagt, dass
ich sehr offen bin und wenn ich dann etwas ver-
stehe und nachvollziehen kann ich auch damit leben kann. Wenn das deine einzigen "Neigungen"
sind, dann finde ich das nicht schlimm bzw. ich
könnte damit leben. Ich denke auch, es gilt mit
deiner Frau nochmal zu reden, auch ihre Vorstellungen nochmal zu hören unter Umständen auch mit einem Fachmann, Fachfrau um es besser zu verstehen. Es gibt eben viel Schwarzweiß-Denken und das macht es nicht einfacher und so aufgeschlossen, wie alles zu
sein scheint, ist es eben nicht. Die Beschränkungen und Verurteilungen in den Köpfen sind leider da.
Lieben Gruß
Melike

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16. Juni 2008 um 12:44
In Antwort auf melike13

Kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen,
ich würde vermutlich auch für einen Moment zurückweichen. Ich bin aber so veranlagt, dass
ich sehr offen bin und wenn ich dann etwas ver-
stehe und nachvollziehen kann ich auch damit leben kann. Wenn das deine einzigen "Neigungen"
sind, dann finde ich das nicht schlimm bzw. ich
könnte damit leben. Ich denke auch, es gilt mit
deiner Frau nochmal zu reden, auch ihre Vorstellungen nochmal zu hören unter Umständen auch mit einem Fachmann, Fachfrau um es besser zu verstehen. Es gibt eben viel Schwarzweiß-Denken und das macht es nicht einfacher und so aufgeschlossen, wie alles zu
sein scheint, ist es eben nicht. Die Beschränkungen und Verurteilungen in den Köpfen sind leider da.
Lieben Gruß
Melike

Danke
Vielen Dank Melike und Tyche26 für Eure Antworten.
Habe aufgrund Eurer Antworten dieses Wochenende wieder mal den Versuch unternommen mit meiner Frau darüber zu reden.Ich muß sagen es war ein sehr konstruktives Gespräch und ich hatte den Eindruck wir sind uns wieder etwas näher gekommen.
Ich darf auf keinen Fall meine Frau mit meinen Wünschen überfordern und das Thema nicht zum alltäglichen Gespräch werden lassen.Es kommt sicher auch auf das richtige Maß an. Es tut jedenfalls gut zu hören daß Ihr am Anfang auch skeptisch sein würdet aber Verständnis besteht.Ich hoffe das auch unsere Beziehung mit dem Thema auf einen Punkt kommt wo beide damit glücklich sein können.
Liebe Grüße

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