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Total verzweifelt - Mann ist in keinster Weise konfliktfähig

28. März 2015 um 18:52 Letzte Antwort: 30. März 2015 um 13:19

Was ich hier beschreibe, läuft seit Anfang unserer Beziehung schon so, spitzte sich aber nun im Laufe der Jahre so zu, dass es unerträglich geworden ist für unser Zusammenleben.

Die meiste Zeit des Tages streiten mein Mann und ich uns, weil ich versuche, Konfliktthemen anzusprechen und er unter allen Umständen versucht, diesen Themen aus dem Weg zu gehen, geschweige denn, etwas einzusehen.

Ob ich lieb und mit Engelszungen zu ihm spreche, ihn anschreie, ihn motiviere, ihn beleidige, ihn belohne, ironisch bin, unter Tränen bettle und flehe um ein vernünftiges Gespräch, ich habe wirklich über die Jahre alles versucht - mit meinem Latein bin ich mittlerweile längst am Ende und ich weiß EINFACH NICHT, was ich noch tun soll.
Er war immer in seinem Leben vor unserer Beziehung ein Ja-Sager, ist Konflikten so weit es ging aus dem Weg gegangen, hat Leuten nach dem Mund geredet, ist in sämtliche Ärsche gekrochen und hat seine Meinung für sich behalten, nur um bloß niemals mit jemandem aneinander zu geraten oder sich rechtfertigen zu müssen.

Wir haben ein kleines Baby und manchmal habe ich das Gefühl, ich kann gleich beide für den Kindergarten anmelden, denn entweder er schreit mich an und beleidigt wie ein Schulkind (zurück) oder er wird ironisch, zickt und läuft aus dem Raum mit den Worten "Nö, mit dir red' ich nicht ..., für mich machen Diskussionen keinen Sinn ... ich habe keinen Bock zu streiten/mich rechtfertigen zu müssen ..."

Und unsere Streitigkeiten nehmen einfach kein Ende. Wie soll man an Problemen arbeiten, wenn man nicht einmal darüber reden kann?
Wir können ja nicht harmonischer werden, wenn er die offensichtlichen Fehler, die er macht, nicht einsieht und nur gesprächig wird, wenn es um meine Fehler geht.

Mit einer Paarberatung als Medium habe ich es auch schon versucht, die meinte nur Männer sind halt anders und ich sollte meine Erwartungen an eine Beziehung herunterschrauben.
WAS soll oder kann ich bitte noch ansatzweise tun, um ein vernünftiges Konfliktgespräch mit ihm führen zu können??

Vielen Dank für Lösungsvorschläge. Ich bin für alles offen, denn ich weiß einfach nicht mehr weiter ...

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28. März 2015 um 22:52

Vielleicht hab ich es falsch formuliert?? ....
Ne ne, ich glaube, das Problem ist nicht richtig angekommen. Es geht darum, dass wir nicht an unseren Problemen arbeiten können, egal welcher Art, weil er einfach nicht diskutieren will. Auch nicht auf konstruktive Art und Weise. Ich sagte ja, ich habe alles versucht. Auch mehrfach die ganze "ich fühle mich ..., ich wünsche mir von dir ..."- Nummer. Er kann nicht nachvollziehen, wie ich nicht über alles einfach hinweg sehen kann und das Negative ignorieren und verdrängen kann, so wie er. Klar, es gibt Dinge, über die man nicht reden muss, aber doch einiges was man besprechen muss, wenn es in einer Beziehung nicht läuft. Und das will er nicht akzeptieren.

Und es spielt keine Rolle, um welche Themen es sich handelt - alles was ihn animieren könnte, sich rechtfertigen zu müssen, alles, wobei er zugeben müsste, es nicht richtig zu machen, blockt er völlig ab. Hingegen wenn er mal was sagt, findet er bei jeder Kleinigkeit, die er falsch macht, einen Grund, weshalb ICH es verursacht haben soll. Ich wäre Schuld an allem Möglichen, warum er sich nicht korrekt verhält - wie gesagt, wenn es um MEINE Fehler geht, kann er auf einmal reden. Aber einsehen will er nichts.

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28. März 2015 um 22:52

Vielleicht hab ich es falsch formuliert?? ....
Ne ne, ich glaube, das Problem ist nicht richtig angekommen. Es geht darum, dass wir nicht an unseren Problemen arbeiten können, egal welcher Art, weil er einfach nicht diskutieren will. Auch nicht auf konstruktive Art und Weise. Ich sagte ja, ich habe alles versucht. Auch mehrfach die ganze "ich fühle mich ..., ich wünsche mir von dir ..."- Nummer. Er kann nicht nachvollziehen, wie ich nicht über alles einfach hinweg sehen kann und das Negative ignorieren und verdrängen kann, so wie er. Klar, es gibt Dinge, über die man nicht reden muss, aber doch einiges was man besprechen muss, wenn es in einer Beziehung nicht läuft. Und das will er nicht akzeptieren.

Und es spielt keine Rolle, um welche Themen es sich handelt - alles was ihn animieren könnte, sich rechtfertigen zu müssen, alles, wobei er zugeben müsste, es nicht richtig zu machen, blockt er völlig ab. Hingegen wenn er mal was sagt, findet er bei jeder Kleinigkeit, die er falsch macht, einen Grund, weshalb ICH es verursacht haben soll. Ich wäre Schuld an allem Möglichen, warum er sich nicht korrekt verhält - wie gesagt, wenn es um MEINE Fehler geht, kann er auf einmal reden. Aber einsehen will er nichts.

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28. März 2015 um 23:37

Ich glaube ....
.... das ist genau das Problem, wenn man Außenstehende fragt, die einen nicht kennen. Aber ich weiß mir keinen anderen Rat mehr. Ich bin wohl der letzte Mensch, der zickig oder sonstiges ist. Ich möchte Harmonie in der Beziehung und besprechen, was nicht richtig läuft. Meine Fehler gleichermaßen wie seine. Aber wenn es um seine geht, blockt er völlig ab. Er will nichts einsehen, auch wenn ich den kleinlichsten Weg gehe und mit zarter Stimme versuche es in Watte zu packen. Ich will nichts beeinflussen, kein Querulant sein, will nicht, dass er sich schlecht fühlt. Er soll lediglich für seine Fehler gerade stehen und bereit sein, etwas zu ändern. Schließlich muss er in seiner Rolle als Ehemann und Vater Verantwortung übernehmen können. Dazu gehört auch, sich Fehler einzugestehen und daran zu arbeiten. Aber er sieht es nicht ein.
Was heißt ständig? Ständig ist es ja nur, weil wir niemals zu einer Lösung kommen und es so nicht weiter geht. Kein einziges Mal äußert er sich einsichtig, warum sollten die Fehler nur bei mir liegen? Ganz im Gegenteil. Ich bin diejenige, die immer alles für ihn getan hat und nicht umgekehrt.

Man kann mir ja kaum erzählen, ich soll alles schlucken, ignorieren und ach die Welt wird schon von selbst besser werden. Wenn man will, dass es richtig läuft, muss man eben an dem arbeiten, was nicht läuft. Und darüber muss man erstmal reden. Oder nicht?

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29. März 2015 um 0:22

Hm ...
Hui, ne Aufzählung seiner Fehler ohne es aussehen zu lassen, als würde ich nur das Problem bei ihm sehen?
Das spielt kaum eine Rolle bei dem Problem, dass er nicht drüber sprechen kann. Aber die hauptsächlichen Themen sind wahrscheinlich, dass er in keinster Weise seinen Verantwortungen nachkommt - nicht im Haushalt, nicht bei der Jobsuche, nicht seinen sozialen Kontakten gegenüber, nicht finanziell (sprich Rechnungen zu zahlen etc), nicht mir als Ehepartner gegenüber; er am liebsten den ganzen Tag vor dem Fernseher verschwenden würde und sein Leben regungslos an sich vorbei ziehen lassen will; und dass er alles für selbstverständlich nimmt, was ich in der ganzen Beziehung für ihn getan habe - und das waren Brocken, bei denen viele längst nicht mehr mitgemacht hätten.
Reicht das als Thematik? Das hat ja irgendwie nichts mit der mangelnden Konfliktfähigkeit zu tun oder was man dagegen tun kann ... Denn ich will ein vernünftiges Gespräch auf Augenhöhe zustande bekommen, bei dem beide Seiten sich äußern und einigen können. Aber soweit kommt es einfach nicht! ...

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29. März 2015 um 21:07

Jetzt werde ich endlich richtig verstanden
Okay, ich danke herzlich für die Beiträge. Ganz besonders mathilda und cefeu. Ich schätze, in euren Worten steckt viel Wahrheit. Werde mir diese Ratschläge zu Herzen nehmen.

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29. März 2015 um 22:20
In Antwort auf fannie_12948519

Hm ...
Hui, ne Aufzählung seiner Fehler ohne es aussehen zu lassen, als würde ich nur das Problem bei ihm sehen?
Das spielt kaum eine Rolle bei dem Problem, dass er nicht drüber sprechen kann. Aber die hauptsächlichen Themen sind wahrscheinlich, dass er in keinster Weise seinen Verantwortungen nachkommt - nicht im Haushalt, nicht bei der Jobsuche, nicht seinen sozialen Kontakten gegenüber, nicht finanziell (sprich Rechnungen zu zahlen etc), nicht mir als Ehepartner gegenüber; er am liebsten den ganzen Tag vor dem Fernseher verschwenden würde und sein Leben regungslos an sich vorbei ziehen lassen will; und dass er alles für selbstverständlich nimmt, was ich in der ganzen Beziehung für ihn getan habe - und das waren Brocken, bei denen viele längst nicht mehr mitgemacht hätten.
Reicht das als Thematik? Das hat ja irgendwie nichts mit der mangelnden Konfliktfähigkeit zu tun oder was man dagegen tun kann ... Denn ich will ein vernünftiges Gespräch auf Augenhöhe zustande bekommen, bei dem beide Seiten sich äußern und einigen können. Aber soweit kommt es einfach nicht! ...

Wow,
du scheinst ja ne richtige Psycho dampf Ramme zu sein! Dein Mann tut mir ja schon fast leid.

Ich kann dir nur Raten zum Psychologen zu gehen, du benötigst dringend hilfe!!

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29. März 2015 um 23:07
In Antwort auf clyde_12561285

Wow,
du scheinst ja ne richtige Psycho dampf Ramme zu sein! Dein Mann tut mir ja schon fast leid.

Ich kann dir nur Raten zum Psychologen zu gehen, du benötigst dringend hilfe!!


Waaaaaaas aber sonst geht's? Hast du EIN Wort von dem gelesen, was ich geschrieben habe? Pf, gut, dass es auch Menschen hier gibt, die versuchen, auf konstruktive Art zu helfen.

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29. März 2015 um 23:30
In Antwort auf fannie_12948519


Waaaaaaas aber sonst geht's? Hast du EIN Wort von dem gelesen, was ich geschrieben habe? Pf, gut, dass es auch Menschen hier gibt, die versuchen, auf konstruktive Art zu helfen.

Na ich habe alles gelesen,
und ich bin sprachlos.
Du hast nicht ansatzweise versucht deinen Mann zu verstehen, er soll einfach nur funktionieren, so wie du es willst.
Respekt hast du überhaupt nicht vor ihm (ok, den hat er vor sich selber schließlich auch nicht, oder nicht mehr), und daher zählen seine Argumente, fals er welche haben sollte ohne hin nicht, in deinen Augen. Würde mich nicht wundern wenn du ihm sogar eingeredet hättest, daß er nichts kann und nichts ist.

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30. März 2015 um 8:34
In Antwort auf clyde_12561285

Na ich habe alles gelesen,
und ich bin sprachlos.
Du hast nicht ansatzweise versucht deinen Mann zu verstehen, er soll einfach nur funktionieren, so wie du es willst.
Respekt hast du überhaupt nicht vor ihm (ok, den hat er vor sich selber schließlich auch nicht, oder nicht mehr), und daher zählen seine Argumente, fals er welche haben sollte ohne hin nicht, in deinen Augen. Würde mich nicht wundern wenn du ihm sogar eingeredet hättest, daß er nichts kann und nichts ist.


Ein Menschenkenner

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30. März 2015 um 9:46

Also ganz ehrlich. ..
So kann doch nicht eine Ehe funktionieren!!! Wenn einer ständig von den Problemen wegläuft und nicht mal Versucht das Problem zu Lösen. Also ich würde höchstens Versuchen mit Ihm paar mal zu reden und wenn ich keine Besserung sehe, ganz ehrlich in den Arsch treten und gehen...weil wenn die Eltern sich streiten und es einfach nicht funktioniert sollte man sich Trenn....Weil wenn einer ständig sich um die Ehe bemüht ist doch Sinnlos ehrlich! Naja jeder hat eigene Meinung und das ist meine!

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30. März 2015 um 10:53

Hm...
"Er war immer in seinem Leben vor unserer Beziehung ein Ja-Sager, ist Konflikten so weit es ging aus dem Weg gegangen, hat Leuten nach dem Mund geredet, ist in sämtliche Ärsche gekrochen und hat seine Meinung für sich behalten, nur um bloß niemals mit jemandem aneinander zu geraten oder sich rechtfertigen zu müssen. "

und jetzt soll er ein ganz anderer Mensch werden? Versteh mich nicht falsch, mir ist schon klar, dass nicht Du Eure Probleme im Alleingang lösen sollst und alle anfallenden Aufgaben gleich mit - aber genauso wenig kannst Du seinen Charakter, seine Lebenssicht, seine Grundeinstellungen ändern - oder erwarten, dass er sie für Dich ändert. Ob man "Ja-Sager" jetzt mag und toll findet, ist das eine - aber zu erwarten, dass sich der Partner für einen selbst grundlegend ändert, etwas ganz anderes. Das kann nur er selbst entscheiden, ob er es ändern *möchte* (und daran habe ich nach Deiner Beschreibung so meine Zweifel), dann müsste er es tun und das wäre laaaaaaaaaaaaaaaangwierig und ziemlich hässlich - ohne Garantie, dass es auch klappt. Ja, auch wenn er es nur "hier und da ein bißchen" ändert.

Die andere Seite ist das Thema "am liebsten das ganze Leben vor dem TV an sich vorbeiziehen lassen", das Gefühl, überfordert zu sein (und damit eine erkennbare aggresive Reaktion auf alle "zusätzlichen" Anforderungen und Ansprüche, insbesondere (!), wenn man sehr wohl weiss, dass sie berechtigt sind) - ich schliesse mich mathilda an, dass können definitiv Anzeichen für Depression / Burnout sein (sofern man das nach den paar Bruchstückchen an "Information" sagen kann).

Wenn Ihr 3 Jahre lang mit seiner Grundhaltung zu Konflikten klar gekommen seid - muss sich ja jetzt irgend etwas geändert haben. Was denn? Es gibt plötzlich mehr Konflikte? Warum? Ok, ein Baby sorgt schon dafür, aber auch das hat wieder Hintergründe, da ist das ... emotionale "Grundstresslevel" (ja, ich weiss, wie blöde das klingt) höher. Dann könnt Ihr auch da ansetzen, kümmert Euch mehr darum, Euch (aktiv) zu entspannen, auszugleichen.

Wie auch immer - Ihr braucht Strategien, mit aktiven Konflikten in Not- und Ausnahmesituationen umzugehen. Aber da können vielleicht wirklich nur Psychologen helfen. Auch diese Hilfe muss *er* aber auch wollen.
Vielleicht geht es, wenn er Konflikte nicht "Nase-an-Nase" austrägt, sondern z.B. asynchron und schriftlich? Aber auch dafür müsste er die eigenen Verdrängungsmechanismen, die bei ihm so übermächtig sind, in Angriff nehmen und da bin ich wieder bei dem Punkt, mit dem ich angefangen habe...

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30. März 2015 um 11:08

Stimmt,
nachdem ihr hier jeder nach dem Mund geredet hat, wollte ich mal ganz klar und in wenigen Worten den Blick von einer anderen Seite ermöglichen.

Sie befinden sich beide in einem Teufelskreis und beide müssen (wenn sie wirklich ihre Partnerschaft retten wollen) erstmal ihre Fehler ein sehen und verstehen und manchmal sind dafür auch klare Worte notwendig, ob ich jetzt ein Arsch bin oder nicht ist ja für ihre Partnerschaft nicht von belangen.

Es wäre auch wichtig, das sie ihre Erwartungen sehr sehr stark herunter fahren.
(es könnte für die beiden Sinn machen, mal darüber zu sprechen den Assitrainer (Fernseher) raus zu schmeißen.

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30. März 2015 um 13:19

Heißt
<<Das Universum besteht zu 99,999999999999345451990001 % aus Nichts>>

somit ist das Nichts größer als das seiende und damit mehr als alles was ist. Also ist das Nichts alles oder fast alles.

Wir sollten uns also viel mehr aus dem Nichts bedienen, das ist ausreichend für alle vorhanden.
Also nehme ich mir heute schon mal nichts vor ...
Und heute Abend werde ich nichts essen.

ohhhh das geht nicht lange gut

Aber nichts zu erwarten ist immer gut, dann wird man zumindest nicht enttäuscht sondern eher überrascht.

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