Home / Forum / Liebe & Beziehung / Todesstrafe und Folter - das ist nur gerecht!

Todesstrafe und Folter - das ist nur gerecht!

16. Juni 2015 um 8:04 Letzte Antwort: 17. Juni 2015 um 14:10

Eine lebenslange Haft, mit anschließender Sicherheitsverwahrung, ist vielen Deutschen noch zu mild: "Wir brauchen hier, wie auch in anderen Ländern, die Todesstrafe!", sagen sie. - "Nein!", sagen Andere, "kein Mensch hat das Recht, Andere zu töten! Es darf nicht sein, dass Richter `Gott` spielen und über Leben und Tod eines Menschen entscheiden!" Auch gibt es Menschen, die dafür sind, Täter zu foltern, wenn es um das Leben der einzelnen Ofer geht: "Wie du mir, so ich dir! Auge um Auge, Zahn um Zahn! Umsonst wird keiner gefoltert ...!"

Als es noch keinen "genetischen Fingerabdruck" gab, wurden in vielen Teilen der USA, tausende von unschuldigen Menschen hingerichtet, "weil es keine Zweifel" gab.

Meine Frage an Euch: Sollte man die Todesstrafe und die Folter in Deutschland einführen, wenn es "zu 100 Prozent sicher!" ist, dass jene Person(en) ebenfalls getötet hat/haben? Sollte man Straftäter foltern, um das Leben der Opfer nicht zu gefährden? Oder sagt Ihr: "Die Gesetze in Deutschland, sind ausreichend, bei uns ist alles BESTENS geregelt!"

Vielen Dank für Eure Meinungen!

lib

Mehr lesen

16. Juni 2015 um 11:41

Todesstrafe...
...ist in keinem einzigen hypothetischen Fall als vertretbar zu bewerten.
Folter nur in solch unrealistischen und abwegigen Situationen, dass es in der Realität niemals dazu kommen würde (z.B.: Man nimmt einen Mann gefangen, von dem man zu 100% weiß, dass er eine Bombe irgendwo in einer Stadt versteckt hat, von der man zu 100% weiß, dass sie in der nächsten Stunde hochgehen und 1000 Menschen töten wird - und dann wäre es immer noch fragwürdig, ob man deshalb foltern darf).

Warum?
Es bringt niemandem was. Es stimmt schon: Auge um Auge lässt die ganze Welt erblinden. Rache ist nichts erleichterndes, nichts heilendes, nichts, dass einem ein besseres Gefühl gibt. Es vergiftet die eigene Seele hinterrücks und heimlich.
Wenn man jemanden hinrichtet, weil dieser jemand jemanden ermordet oder sogar zu Tode gequält hat (und man sich da zu 100% sicher ist), dann bringt der Tod dessen weder das Opfer zurück, noch macht es irgendetwas wieder gut. Es bringt nur: Rache und Vergeltung. Und damit begibt man sich genau auf diesselbe Stufe mit dem Täter. Er hat zwar "angefangen" - aber auf seine Stufe begibt man sich trotzdem, wenn man sich von Hass, Vergeltung und Rache antreiben lässt.

In einer Welt ohne Gesetze würde das nämlich so aussehen: "A tötet B". "Familie von B tötet A. " "Familie von A tötet Familie von B." Und so geht das immer weiter, es ist ihnen egal, wer "angefangen" hat. So funktionieren Menschen nun mal - und eine moralisch korrekte Welt kann niemals damit funktionieren, dass man sich den Methoden der schlechtesten unter ihnen bedient.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
16. Juni 2015 um 16:32

Schon die Frage zeigt,
dass dir die Prinzipien der europäischen Rechtsordnung seit dem 2. Weltkrieg nicht geläufig sind. Die Grundzüge der Aufklärung offenbar ebenfalls nicht. Und Ethik ebenfalls nicht.

Genauso könntest du fragen "Mein Geld ist grad kanpp, können wir bitte die Gesetze so ändern, dass Bankraub legal ist und ich 3 Tage vor dem Ersten noch was einkaufen kann?"

Todesstrafe = nicht erlaubt
Folter = nicht erlaubt
Bankraub = nicht erlaubt
Körperverletzung = nicht erlaubt
usw. usw.

Warum also fragst du danach etwas zu legalisieren, was verboten ist, nur weil es dir praktischer oder angemessener erscheint? Todesstrafe und Folter sind abgeschafft und das ist wahrhaft sehr gut so. Solltest du Zweifel haben, denk einfach nochmal kurz nach.

Freundliche Grüße,
Christoph

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
16. Juni 2015 um 20:04

Ich wäre unbedingt dafür
Bin mir zwar nicht ganz sicher, wie Du das mit der Folter meinst.
(Wir kitzeln jemanden so lange, bis er gesteht oder eher "Bei Ladendiebstahl, zwanzig Hiebe auf den Blanken"?)

Aber die Todesstrafe sollten wir unbedingt wieder einführen, allerdings nicht für Banalitäten wie Mord und Totschlag, sondern für Verbrechen, die uns allen, also der Allgemeinheit (Fast hätte ich "Volk" geschrieben) schaden.

Steuerhinterziehung wäre so ein Fall, statt ein Jährchen im Gefängnis zu übernachten und tagsüber mit kleinen Kindern spielen: KOPF AB!

Oder man könnte auch zum Schutz der Allgemeinheit über die Präventivtötung betrunkener Autofahrer nachdenken, die fahren sich eh irgendwann tot und nehmen dabei womöglich noch uschuldige Dritte mit ins Grab Warum also nicht jene, die mit mehr als 1,6 Promille im Auto erwischt werden, direkt am Straßenrand erschießen?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
16. Juni 2015 um 22:13

Reine Neugier
Du glaubst wirklich, dass der Durchschnittsmörder seine Tat bereut und unter der Schuld leidet?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
16. Juni 2015 um 22:36

Keine Todesstrafe
sondern einfach keine laschen Strafen mehr, sondern härtere Stafen!
Zum Beispiel bei Tierquälerei, da kriegt man kaum eine Strafe, ist nicht mal erwähnenswert.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
16. Juni 2015 um 23:46

THC-Legalisierung, Todesstrafe... welches Thema kommt als nächstes?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Juni 2015 um 0:01
In Antwort auf 4q

THC-Legalisierung, Todesstrafe... welches Thema kommt als nächstes?

Ich könnte mit gut eine Debatte
über die Kriminalitätsrate minderjähriger Vampire, die als WIrtschaftsflüchtlinge vom Mars kommen, vorstellen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Juni 2015 um 0:12

Das habe ich doch falsch verstanden?
Die Katholische KIrche ist für 100 Millionen Tote im Mittelalter verantwortlich?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Juni 2015 um 0:19


Nein, ernsthaft, der normale Verbrecher bereut nicht die Tat, sondern höchstens, dass er erwischt wurde.

Es ist anscheinend wohl auch so, dass ein Häftling nach zwei bis drei Jahren Haft auch keinen Bezug mehr zu seiner Tat hat. Er kann dann wohl emotional keinen Zusammenhang mehr zwischen seiner Haft (Strafe) und ihrer Ursache (Verbrechen) herstellen.

Ansonsten, in Ordnung, lassen wir die Autofahrer leben!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Juni 2015 um 4:50

@py
Es geht hier nicht darum, ob in Deutschland Todesstrafe und Folter verboten sind, sondern darum, ob so manche Menschen, hier, in Deutschland, Todesstrafe und Folter gerne HÄTTEN, und davon gibt es (leider), nicht wenige!

lib

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Juni 2015 um 6:29

@Ich habe vor einigen Wochen
an einer Diskussion "Todesstrafe - pro und kontra" teilgenommen und es hat sich bestätigt, was ich vermutet hatte: Mindestens 80 Prozent waren (sind), für die Todesstrafe. Sie gehörte in Deutschland eingeführt, weil "es so nicht mehr weitergehen kann ...!" Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

lib

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Juni 2015 um 7:28

30jährier Krieg
ja, da kommen insgesamt so 15 bis 20 Millionen Tote zusammen.

Aber im Mittelalter lebten in ganz Europa gerade mal etwa 30 bis 40 Millionen Menschen.

Und bei der Inquisition wäre ich auch vorsichtig, da kann man ausnahmsweise die Zahlen ganz gut nachvollziehen, weil die Jungs ziemlich penibel Buch geführt haben. Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, gab es in der gesamten Zeit der spanischen Inquistion nicht mal ganz Tausend Todesurteil.
Da waren die "weltlichen" Gerichte weitaus fleißiger.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Juni 2015 um 7:30

Nicht nur
man meuchelte sich im Klerus auch fröhlich in der Hierarchie nach oben, aber ich glaube, die Anzahl der abgemurksten Kardinäle lag noch unter der Millionenmarke.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Juni 2015 um 9:10

Es gibt eine Talk Show im WDR, mit dem Namen "Domian".
Ich sah mir diese Talk Show öfter an. Und in irgendeiner Sendung, zum Thema: "Neo-Nazis", fragte der Moderator, also Domian, warum denn der Anrufer für Hitler sei. Und der Neo-Nazi sagte: "Weil mir Freunde gesagt haben, dass Hitler gut war!" ER selber kannte Hitler zwar nicht, aber seine Freunde.

lib

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Juni 2015 um 11:17
In Antwort auf bellis0815


Nein, ernsthaft, der normale Verbrecher bereut nicht die Tat, sondern höchstens, dass er erwischt wurde.

Es ist anscheinend wohl auch so, dass ein Häftling nach zwei bis drei Jahren Haft auch keinen Bezug mehr zu seiner Tat hat. Er kann dann wohl emotional keinen Zusammenhang mehr zwischen seiner Haft (Strafe) und ihrer Ursache (Verbrechen) herstellen.

Ansonsten, in Ordnung, lassen wir die Autofahrer leben!

Hallo bellis0815,
was du da von dir gibst, ist ein so dermaßen zum Himmel schreiender Unfug, dass es einem normal verdrahteten Menschen einfach nur die Zehennägel aufrollt. Du hast NULLINGER Ahnung von Verbrechen und der Auseinandersetzung damit. Schwingst du dich dazu auf, die Todesstrafe für alles mögliche zu fordern? Das kannst du nur deshalb, weil die dir Erfahrung fehlt, dass andere, und zwar dir überlegene Menschen dich auf gesetzlicher Grundlage in den Dreck treten können, und zwar nicht weil du etwas angestellt hättest, sondern einfach nur weil du da bist. Man nennt solche Gesellschaftssysteme Diktaturen oder Faschismus. Wobei der Faschismus auch in Demokratien gedeihen kann, wie deine unreflektierte, faschistoide Schreibe zeigt.

Dringender erscheint es mir, dich zum (nochmaligen) Nachdenken aufzufordern über das was du da geschrieben hast, die Straftäter denken schon nach über ihre Strafen und ihre Taten, da mach dir mal keine Gedanken!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Juni 2015 um 11:42

In Ermangelung
eines Like Buttons sage ich mal: LIKE!!!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Juni 2015 um 12:37
In Antwort auf lightinblack

@Ich habe vor einigen Wochen
an einer Diskussion "Todesstrafe - pro und kontra" teilgenommen und es hat sich bestätigt, was ich vermutet hatte: Mindestens 80 Prozent waren (sind), für die Todesstrafe. Sie gehörte in Deutschland eingeführt, weil "es so nicht mehr weitergehen kann ...!" Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

lib

>> "Mindestens 80 Prozent waren (sind), für die Todesstrafe."

Lügen mit Statistik.

Wahrscheinlich aus einer "repräsentativen" Befragung.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Juni 2015 um 14:07
In Antwort auf py158

Hallo bellis0815,
was du da von dir gibst, ist ein so dermaßen zum Himmel schreiender Unfug, dass es einem normal verdrahteten Menschen einfach nur die Zehennägel aufrollt. Du hast NULLINGER Ahnung von Verbrechen und der Auseinandersetzung damit. Schwingst du dich dazu auf, die Todesstrafe für alles mögliche zu fordern? Das kannst du nur deshalb, weil die dir Erfahrung fehlt, dass andere, und zwar dir überlegene Menschen dich auf gesetzlicher Grundlage in den Dreck treten können, und zwar nicht weil du etwas angestellt hättest, sondern einfach nur weil du da bist. Man nennt solche Gesellschaftssysteme Diktaturen oder Faschismus. Wobei der Faschismus auch in Demokratien gedeihen kann, wie deine unreflektierte, faschistoide Schreibe zeigt.

Dringender erscheint es mir, dich zum (nochmaligen) Nachdenken aufzufordern über das was du da geschrieben hast, die Straftäter denken schon nach über ihre Strafen und ihre Taten, da mach dir mal keine Gedanken!

Puh - Starker Tobak
Wo fange ich an, vielleicht erst mal dieses, dass mir nämlich die Erfahrung, von Menschen auf gesetzlicher und auch auf ungesetzlicher Basis in den Dreck getreten zu werden, durchaus nicht fremd ist. Alles schon erlebt.
Das ist einer der Gründe, warum ich mit Verbrechern nur sehr wenig Mitleid empfinde und für ihre Ausreden kaum Verständnis.

Ja, Verbrecher denken über ihre Taten und auch über die Strafen nach, aber realisieren sie tatsächlich, dass das, was sie tun falsch und böse ist? Eher nein, kaum ein Verbrecher wird von sich ernsthaft sagen, er sei ein böser Mensch, er wird immer Gründe und Ausreden finden, warum er "DAS" tun musste, warum er gar keine andere Wahl hatte oder warum das doch gar nicht so schlimm war.

Lange Haftstrafen stellen kein probates MIttel dar, einen Verbrecher zurück auf den rechten Weg zu führen. Der Erziehungs- oder Lerneffekt, den die Strafe haben könnte, wird durch die Länge der Strafe und den resultierenden Abstand zur Tat wieder zunichte gemacht. Das ist inzwischen eigentlich relativ bekannt. Im Grunde bräuchte man ein ganz anderes Strafsystem, vielleicht irgendwas, in dem der Täter eine Art von "sinnvoller", tatangemessener Wiedergutmachung zu leisten hätte, keine Ahnung.

Im Gegensatz dazu hat die Todesstrafe einen Vorteil, eine echt geringe Rückfallquote.
Gäbe es eine Möglichkeit, ein Fehlurteil 100%ig auszuschließen, könnte ich mich vielleicht sogar tatsächlich damit anfreunden.
Näh, auch dann nicht.

PS: Was genau meinst Du mit Faschist?
Habe mal bei Wiki geguckt, scheinbar tut man sich bei der Definition doch etwas schwer. Bis ich zu dem Satz offene terroristische Diktatur der am meisten reaktionären, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des Finanzkapitals kam, bin ich davon ausgegangen, ich könnte tatsächlich einer sein. Das hat mich dann aber vom Gegenteil überzeugt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
17. Juni 2015 um 14:10

Ne Du, nix Urlaub
Hast Du mal so eine Standardzelle tatsächlich gesehen?
Fürchterlich, da würde ich drin verrückt werden.
(Äh, NOCH verrückter...)

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Teste die neusten Trends!
experts-club