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Tochter meines Partners ist ein Stressfaktor

20. Februar um 21:53 Letzte Antwort: 22. Februar um 17:15

Hallo an Alle, 

eines vorneweg: Ich möchte bitte NICHT hören, dass ich selbst Schuld bin auf Grund der Konstellation, die ich gleich beschreibe. Ich weiß, wie seltsam das ist und solche Nachrichten bringen mich nicht weiter. 

Meine (kurzgefasste) Geschichte: Meine Eltern haben sich getrennt, da war ich 11. Meine Mutter ist psychisch krank und hat es auf ihre Art sehr gut verstanden mich schon als Kind sehr zu manipulieren. Mit 12 bin ich zu ihr gezogen, ab dann musste ich mich um sie kümmern und enorm auf mich selbst aufpassen weil meine Mutter einfach alles andere als eine Traummutter war. Einen Monat nach meinem 17. Geburtstag bin ich bei ihr raus, wiederum eine Woche später in eine eigene Wohnung und das zwei Jahre vor dem Abitur. Ich musste also schon sehr früh auf mich selbst aufpassen, Geld verdienen und ein Leben leben, das andere einige Jahre später anfangen zu leben. 

Ich habe einen Freund der über 20 Jahre älter ist als ich. Ich habe nicht danach gesucht. Als wir uns kennen lernten war ich einfach froh, dass da mal ein junger Mann ist der nicht so kindisch tickt wie andere in meinem Alter und in den ich mich sehr schnell verliebt habe. Als ich erfuhr wie alt er ist war mir das schon egal, meine Gefühle waren von Anfang an sehr stark. Der Haken: Er hat eine 16-jährige Tochter, seine Tochter und ich sind also nur zwölf Jahre auseinander. 

Mir ist klar, dass man mit 16 nicht so reif sein kann, wie ich es zu dem Zeitpunkt schon war. Was mir bitter aufstößt ist ihr ganz enormer Egoismus. Sie hat schon gekifft und geklaut, "weil sie es halt cool fand", wenn man ihr gesagt hat, dass das auch für die Eltern nicht so toll ist, dann kommt der Satz: "Eltern haben Kinder, da müssen sie durch - ist mir doch egal. Ich mach mein Ding." Sie nimmt sich was sie will - wirklich mit ALLEN MITTELN. Mein Freund greift da nur so halbherzig ein aus Angst, dass sie dann sagt, dass sie eben zu ihrer Mutter geht. 

Ich habe auch - das gebe ich offen zu - ein Eifersuchtsproblem, weil ich schon deutlich spüre, dass ich eben "nur" die Partnerin bin und wenn die Tochter da ist, dann bekommt sie natürlich mehr Aufmerksamkeit. Das ist für mich schon sehr sehr schwer manchmal, aber ich verstehe das natürlich und sage nichts. 
Was mich stresst ist, dass ich Werte habe und gefühlt all diese Werte aufgeben muss. Ich konnte noch nie - und kann es bis heute nicht - gut mit egoistischen Menschen umgehen und ich bin einfach ganz wie mein Sternzeichen "Jungfrau" perfektionistisch und habe ein krasses Problem mit Menschen, die sich so verhalten wie sie. 

In einem Leben ohne diese Konstellation würde ich diesem Mädchen keinerlei Aufmerksamkeit schenken, weil mir dieses Verhalten gegen alles geht, wofür ich stehe. 

Die Zeit, in der sie da ist, kostet mich sehr viel Kraft. Meinem Partner zu liebe mache ich "gute Miene zum bösen Spiel", fühle mich aber nicht wohl und bin schon krass auf einem Grundlevel gestresst, sodass mich dann schon Kleinigkeiten von seiner Tochter ganz extrem aufregen, was ich aber natürlich nicht so nach außen zeigen kann, wie ich es gerne möchte. Ich fresse es also in mich rein. Denn wenn ich mal vorsichtig mit meinem Partner rede, dann sagt er, dass ich mir das alles nicht so zu Herzen nehmen soll und nimmt es gar nicht so richtig ernst und versteht es nicht. 

Mein größtes Problem: Mir geht die Kraft aus. Ich kann nicht mehr. Ich möchte diese Zeit zu dritt eigentlich nicht, habe aber Angst auf Abstand zu gehen, weil ich meinen Partner damit verletze. Er hat unglaublich schlechte Efahrungen mit Exfreundinnen und ist in dem Punkt auch eher ängstlich und daher schnell blockierend und man kann gar nicht richtig über die eigenen Bedürfnisse reden. Wenn es um "seine Prinzessin" geht, ist es noch schlimmer. 

Ich weiß nicht mehr weiter. Manchmal überlege ich, wegen seiner Tochter, die Beziehung zu beenden. Verwerfe den Gedanken aber direkt wieder, weil es in den zweisamen Momenten wirklich eine tolle Beziehung ist. 

Ich bin gerade sehr am Ende. 

Herzliche Grüße und danke fürs Durchhalten und Durchlesen! 

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20. Februar um 22:22

Die Tochter ist ein Teenager. Sie rebelliert.

Das ist bei jedem Kind unterschiedlich stark ausgeprägt und ein wichtiger Teil der Abnabelungsphase von den Eltern.

Für sein Tochter ist es bestimmt auch nicht super, wenn Papa mit so einem jungen Hüpfer ankommt. Schon mal an ihre Situation gedacht?

Du musst lernen damit umzugehen. Lies Bücher, nimm an onlinekursen Teil, bei denen es um das Thema Teenager/Pubertät geht.

Du kannst nur Teil der Familie sein, wenn du dich darauf einlässt und akzeptierst, dass das kein Wunschkonzert, sondern Menschen mit unterschiedlichen Charakteren, Verhaltensweisen und Fehlern sind.

Deine Eifersucht gibt wohl sein übriges dazu, warum du so eine Abwehrhaltung ihr gegenüber hast.

Bist du vielleicht auch etwas eifersüchtig, weil sie das hat, was du nie hattest?

Eine liebevolle Familie, Rückhalt und die Chance sich gesund zu entwickeln, während du schon früh in eine nicht altersgerechte Rolle gezwungen wurdest ?

Du musst an dir arbeiten. Vielleicht wäre eine Therapie sinnvoll um deine Abneigung zu ergründen. Ich glaube, da steckt mehr dahinter, als das (normale) Verhalten der Teenietochter.

Wenn du dafür keinen Platz in deinem Leben hast, solltest du wirklich über eine Trennung nachdenken. Denn seine Tochter ist Teil seines Lebens und wird bis zu seinem Tod zu ihm gehören.

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20. Februar um 22:56

Ich behaupte ja immer, wenn man jemand wirklich liebt, liebt man auch deren Kinder! Sind sie ja ein Teil vom dem Menschen, den man liebt! 

Etwas anderes ist es, wenn man zuwenig aufmerksamkeit hat, und deshalb einen Partner hat, weil man Aufmerksamkeit benötigt. Dann ist so eine Tochter, die natürlich mit 16 den Vater zu 100% beansprucht, ein Dorn im Auge. 

Viele verwechseln Liebe damit, jemand fürs eigene Ego zu benötigen. 

Liebe ist stehts selbstlos, und kennt keine Eifersucht, oder Angst, jemand anders köntne mehr Zeit abbekommen. Da Liebe davon lebt, dass man jemand liebt! Und dass vergeht nicht, nur weil man in der zweiten Reihe sitzt! 

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20. Februar um 22:59

So macht es mich bei Menschen die ich wirklich liebe total glücklich, wenn ich sehe, die haben Freunde, die sich ebenfalls darum kümmern, dass es der Person gut geht. 

Ganz anders, wenn ich jemand nur benötige, um mich gut zu fühlen. 
Dann finde ich solche Menschen ständig nervtötend, da sie mir Zeit steheln, 
dich ich benötige, um mein Ego aufzutanken. 

Wenn ich zum Beispiel in Begleitung einer wunderschönen Frau bin, und 
ich mein Ego damit auflade, dass ich so eine hübsche Frau an meiner Seite habe, 
dann hab ich plötzlich extrem Mühe, wenn Freunde von dieser Frau auch da sind, 
und ich nicht die Nummer eins bin. Kratz dann am Ego! 

Hat aber wie gesagt mit Liebe nichts zu tun! 

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21. Februar um 8:14
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Die Tochter ist ein Teenager. Sie rebelliert.

Das ist bei jedem Kind unterschiedlich stark ausgeprägt und ein wichtiger Teil der Abnabelungsphase von den Eltern.

Für sein Tochter ist es bestimmt auch nicht super, wenn Papa mit so einem jungen Hüpfer ankommt. Schon mal an ihre Situation gedacht?

Du musst lernen damit umzugehen. Lies Bücher, nimm an onlinekursen Teil, bei denen es um das Thema Teenager/Pubertät geht.

Du kannst nur Teil der Familie sein, wenn du dich darauf einlässt und akzeptierst, dass das kein Wunschkonzert, sondern Menschen mit unterschiedlichen Charakteren, Verhaltensweisen und Fehlern sind.

Deine Eifersucht gibt wohl sein übriges dazu, warum du so eine Abwehrhaltung ihr gegenüber hast.

Bist du vielleicht auch etwas eifersüchtig, weil sie das hat, was du nie hattest?

Eine liebevolle Familie, Rückhalt und die Chance sich gesund zu entwickeln, während du schon früh in eine nicht altersgerechte Rolle gezwungen wurdest ?

Du musst an dir arbeiten. Vielleicht wäre eine Therapie sinnvoll um deine Abneigung zu ergründen. Ich glaube, da steckt mehr dahinter, als das (normale) Verhalten der Teenietochter.

Wenn du dafür keinen Platz in deinem Leben hast, solltest du wirklich über eine Trennung nachdenken. Denn seine Tochter ist Teil seines Lebens und wird bis zu seinem Tod zu ihm gehören.

Danke fürs Durchlesen und Antworten!

Naja so richtig liebevoll ist ihre Familie nicht. Ihre Mutter ist extrem wankelmütig und die Trennung ihrer Eltern hat ihre Kindheit überschattet. 

In Therapie gehe ich bereits. 🙂

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21. Februar um 8:22
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So macht es mich bei Menschen die ich wirklich liebe total glücklich, wenn ich sehe, die haben Freunde, die sich ebenfalls darum kümmern, dass es der Person gut geht. 

Ganz anders, wenn ich jemand nur benötige, um mich gut zu fühlen. 
Dann finde ich solche Menschen ständig nervtötend, da sie mir Zeit steheln, 
dich ich benötige, um mein Ego aufzutanken. 

Wenn ich zum Beispiel in Begleitung einer wunderschönen Frau bin, und 
ich mein Ego damit auflade, dass ich so eine hübsche Frau an meiner Seite habe, 
dann hab ich plötzlich extrem Mühe, wenn Freunde von dieser Frau auch da sind, 
und ich nicht die Nummer eins bin. Kratz dann am Ego! 

Hat aber wie gesagt mit Liebe nichts zu tun! 

Ich liebe diesen Mann! Selbstlos, denn wir geben uns gegenseitig unglaublich viel, nicht auf auf emotionaler Ebene, auch im Alltag.
Es geht mir da auch nicht um mein Ego, denn ich muss ehrlich sagen, dass ich im Grunde relativ selbstbewusst bin. 
Ich hab seine Tochter schon auch lieb und mache unglaublich viel für sie. Aber wenn das als selbstverständlich angenommen wird und man in vielen Situationen behandelt wird wie eine Person zweiter Klasse, dann ist das nicht einfach. 

Und wenn ich dann sage, dass ich es gut finde, wenn sie mal einen Dämpfer bekommt, damit sie einfach mal merkt, dass das Leben kein Wunschkonzert ist, dann sagt auch der Papa "Ja, da hast du Recht." 

Ihre große Schwester (in meinem Alter) hat sich übrigens aus genau den Gründen, die ich oben beschreiben habe fast vollständig von ihr zurück gezogen und sich schon einige Male bei mir bedankt, dass ich das "egoistische Verhalten" aushalte. Wenn es mir hier nur um mein Ego ginge, dann wäre diese Beziehung sicher schon lange vorbei. 

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21. Februar um 8:26

Dein Verhalten, das Aufgeben von Werten und das 
"Meinem Partner zu liebe mache ich gute Miene zum bösen Spiel"
muss SOFORT aufhören!

Wenn Du Dich nicht wohlfühlst, dann muss das Dein Partner wissen!
Ihr müsst dann gemeinsam einen Weg finden, das Problem anzugehen. Nur allein wirst Du es nicht in den Griff bekommen und es wird sich auch nicht aussitzen lassen.
Die Tochter wird Dich so nie akzeptieren/respektieren, wenn es nicht von Deinem Partner und Dir eingefordert wird. Dazu gehört ein gemeinsames Vorgehen.
 

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21. Februar um 10:53
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Hallo an Alle, 

eines vorneweg: Ich möchte bitte NICHT hören, dass ich selbst Schuld bin auf Grund der Konstellation, die ich gleich beschreibe. Ich weiß, wie seltsam das ist und solche Nachrichten bringen mich nicht weiter. 

Meine (kurzgefasste) Geschichte: Meine Eltern haben sich getrennt, da war ich 11. Meine Mutter ist psychisch krank und hat es auf ihre Art sehr gut verstanden mich schon als Kind sehr zu manipulieren. Mit 12 bin ich zu ihr gezogen, ab dann musste ich mich um sie kümmern und enorm auf mich selbst aufpassen weil meine Mutter einfach alles andere als eine Traummutter war. Einen Monat nach meinem 17. Geburtstag bin ich bei ihr raus, wiederum eine Woche später in eine eigene Wohnung und das zwei Jahre vor dem Abitur. Ich musste also schon sehr früh auf mich selbst aufpassen, Geld verdienen und ein Leben leben, das andere einige Jahre später anfangen zu leben. 

Ich habe einen Freund der über 20 Jahre älter ist als ich. Ich habe nicht danach gesucht. Als wir uns kennen lernten war ich einfach froh, dass da mal ein junger Mann ist der nicht so kindisch tickt wie andere in meinem Alter und in den ich mich sehr schnell verliebt habe. Als ich erfuhr wie alt er ist war mir das schon egal, meine Gefühle waren von Anfang an sehr stark. Der Haken: Er hat eine 16-jährige Tochter, seine Tochter und ich sind also nur zwölf Jahre auseinander. 

Mir ist klar, dass man mit 16 nicht so reif sein kann, wie ich es zu dem Zeitpunkt schon war. Was mir bitter aufstößt ist ihr ganz enormer Egoismus. Sie hat schon gekifft und geklaut, "weil sie es halt cool fand", wenn man ihr gesagt hat, dass das auch für die Eltern nicht so toll ist, dann kommt der Satz: "Eltern haben Kinder, da müssen sie durch - ist mir doch egal. Ich mach mein Ding." Sie nimmt sich was sie will - wirklich mit ALLEN MITTELN. Mein Freund greift da nur so halbherzig ein aus Angst, dass sie dann sagt, dass sie eben zu ihrer Mutter geht. 

Ich habe auch - das gebe ich offen zu - ein Eifersuchtsproblem, weil ich schon deutlich spüre, dass ich eben "nur" die Partnerin bin und wenn die Tochter da ist, dann bekommt sie natürlich mehr Aufmerksamkeit. Das ist für mich schon sehr sehr schwer manchmal, aber ich verstehe das natürlich und sage nichts. 
Was mich stresst ist, dass ich Werte habe und gefühlt all diese Werte aufgeben muss. Ich konnte noch nie - und kann es bis heute nicht - gut mit egoistischen Menschen umgehen und ich bin einfach ganz wie mein Sternzeichen "Jungfrau" perfektionistisch und habe ein krasses Problem mit Menschen, die sich so verhalten wie sie. 

In einem Leben ohne diese Konstellation würde ich diesem Mädchen keinerlei Aufmerksamkeit schenken, weil mir dieses Verhalten gegen alles geht, wofür ich stehe. 

Die Zeit, in der sie da ist, kostet mich sehr viel Kraft. Meinem Partner zu liebe mache ich "gute Miene zum bösen Spiel", fühle mich aber nicht wohl und bin schon krass auf einem Grundlevel gestresst, sodass mich dann schon Kleinigkeiten von seiner Tochter ganz extrem aufregen, was ich aber natürlich nicht so nach außen zeigen kann, wie ich es gerne möchte. Ich fresse es also in mich rein. Denn wenn ich mal vorsichtig mit meinem Partner rede, dann sagt er, dass ich mir das alles nicht so zu Herzen nehmen soll und nimmt es gar nicht so richtig ernst und versteht es nicht. 

Mein größtes Problem: Mir geht die Kraft aus. Ich kann nicht mehr. Ich möchte diese Zeit zu dritt eigentlich nicht, habe aber Angst auf Abstand zu gehen, weil ich meinen Partner damit verletze. Er hat unglaublich schlechte Efahrungen mit Exfreundinnen und ist in dem Punkt auch eher ängstlich und daher schnell blockierend und man kann gar nicht richtig über die eigenen Bedürfnisse reden. Wenn es um "seine Prinzessin" geht, ist es noch schlimmer. 

Ich weiß nicht mehr weiter. Manchmal überlege ich, wegen seiner Tochter, die Beziehung zu beenden. Verwerfe den Gedanken aber direkt wieder, weil es in den zweisamen Momenten wirklich eine tolle Beziehung ist. 

Ich bin gerade sehr am Ende. 

Herzliche Grüße und danke fürs Durchhalten und Durchlesen! 

Hallo, ich glaube, dass immer dann, wenn da ein Konkurrenzdenken aufkommt zwischen Partner und Kind, das Ego des Partners nicht stimmt. Als erwachsener Mensch sollte mir klar sein, dass ein Teenie viel mehr braucht und dass Eltern viel mehr geben müssen, als du vielleicht ahnst. Du stehst als Partnerin an einer ganz anderen Stelle, die Zeit gemeinsam mit seinem Kind ist begrenzt, sie zieht irgendwann aus und das wars dann einfach...Stelle dich nie zwischen die beiden oder gibt ihm das Gefühl, es gibt nur entweder dich oder Kind, denn dann ist alles verloren. Guckt dass ihr die Zeiten gut taktet...Papa- Tochter Zeiten ganz alleine und dann auch Partnerzeiten...am besten zu dritt einen Plan machen und viel reden...Und arbeite an deinem Selbstwertgefühl, du bist nicht nur so viel wert, wie dein Partner Zeit investiert. Hat er weniger Zeit ist das kein Zeichen von du bist es nicht wert. Sei selbstbewusst. Du hast eine Rolle in seinem Leben und die behältst du auch...

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21. Februar um 12:39

Ehrlich, wenn ich lese, man müsste sich von einem Teenie alles gefallen lassen nur weil er eben ein Teenie ist, stellen sich mir die Nackenhaare auf! Meine Tochter ist genauso alt, hat aber trotz anstrengender Phasen weder gekifft noch geklaut. Und ja, ich bin mir sicher 

Ich denke das Problem ist dein Partner. Er nimmt dich nicht ernst. Er wiegelt dich ab und schwurbelt zwar "du hast Recht", kommt aber nicht in die Gänge, mal was zu ändern. Für ihn passt ja alles, denn DU hast ja das Problem und DU lässt alle deine Werte unter den Tisch fallen.

Hast du eine Möglichkeit woanders unterzukommen, wenn sie da ist? Dann tu das, und sag ihm und ihr klipp und klar warum. Verlange dass er ihr Grenzen setzt und diese auch durchsetzt, sonst musst du Konsequenzen ziehen. Oder du beißt noch zwei bis zehn Jahre die Zähne zusammen, bis die Prinzessin ausgezogen ist.

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21. Februar um 13:07
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Ehrlich, wenn ich lese, man müsste sich von einem Teenie alles gefallen lassen nur weil er eben ein Teenie ist, stellen sich mir die Nackenhaare auf! Meine Tochter ist genauso alt, hat aber trotz anstrengender Phasen weder gekifft noch geklaut. Und ja, ich bin mir sicher 

Ich denke das Problem ist dein Partner. Er nimmt dich nicht ernst. Er wiegelt dich ab und schwurbelt zwar "du hast Recht", kommt aber nicht in die Gänge, mal was zu ändern. Für ihn passt ja alles, denn DU hast ja das Problem und DU lässt alle deine Werte unter den Tisch fallen.

Hast du eine Möglichkeit woanders unterzukommen, wenn sie da ist? Dann tu das, und sag ihm und ihr klipp und klar warum. Verlange dass er ihr Grenzen setzt und diese auch durchsetzt, sonst musst du Konsequenzen ziehen. Oder du beißt noch zwei bis zehn Jahre die Zähne zusammen, bis die Prinzessin ausgezogen ist.

Monasmama, na da wäre ich ja gespannt wie du als Mama reagierst, wenn sich ein Partner der nicht Elternteil des Kindes ist in deine Erziehung einmischt und dir sagt, was du zu tun hast und was dein Kind darf und was nicht...Als Eltern steht man immer immer immer zu seinem Kind, erst recht wenn es abrutscht sollte er sich wohl noch mehr ums Kind kümmern, als um eine Diva von Frau, die Aufmerksamkeit will und nicht zurückstecken kann. Ich bin seit 12 Jahren alleinerziehend, genau aus dem Grund, weil mein Kind mir wichtiger ist als jeder Partner, der dazu kommt. wenn ich jemanden habe, dann getrennt vom Kind, jeder bekommt seinen Raum, aber ganz sicher zieht hier niemand ein und mir, was mein Kind muss oder nicht darf...so weit kommt es niemals. Das zerstört so oft massiv die Bindung zum Kind, wenn man den Kids sagt, sorry du bist nur Nummer zwei, meine Liebe ist mir wichtiger...schlimm 

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21. Februar um 13:30
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Monasmama, na da wäre ich ja gespannt wie du als Mama reagierst, wenn sich ein Partner der nicht Elternteil des Kindes ist in deine Erziehung einmischt und dir sagt, was du zu tun hast und was dein Kind darf und was nicht...Als Eltern steht man immer immer immer zu seinem Kind, erst recht wenn es abrutscht sollte er sich wohl noch mehr ums Kind kümmern, als um eine Diva von Frau, die Aufmerksamkeit will und nicht zurückstecken kann. Ich bin seit 12 Jahren alleinerziehend, genau aus dem Grund, weil mein Kind mir wichtiger ist als jeder Partner, der dazu kommt. wenn ich jemanden habe, dann getrennt vom Kind, jeder bekommt seinen Raum, aber ganz sicher zieht hier niemand ein und mir, was mein Kind muss oder nicht darf...so weit kommt es niemals. Das zerstört so oft massiv die Bindung zum Kind, wenn man den Kids sagt, sorry du bist nur Nummer zwei, meine Liebe ist mir wichtiger...schlimm 

Aber zu seinem Kind stehen heißt für mich nicht, dass man jedes Verhalten und jegliche Taten (Klauen, Kiffen) durchgehen lassen muss.
 In dem Alter brauchen doch gerade rebellierende Jugendliche klare Grenzen und auch mal klare Ansagen - Liebevoll, aber bestimmt.

Ich würde mich auch stets für meinen Sohn einsetzen, auch wenn er später als Teenie schwierige Phasen durchmacht. Aber alles einfach so hinnehmen werde ich ganz sicher nicht.

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21. Februar um 13:54

Wie äußert sich denn der Egoismus der Tochter? Ich lese aus deinen Beiträgen, dass er sich gegen alle richtet, aber bekommst du besonders viel davon ab?

Dass dein Partner nachgibt und seine Tochter nicht verärgern möchte, ist ein bekanntes Phänomen. Liest man hier ständig. Ich kann das teilweise auch nachvollziehen. Bei Patchworkfamilien stehen Eltern(teile) vor der Herausforderung, allen gerecht zu werden und die Kinder unter der Trennung/der neuen Partnerschaft nicht leiden zu lassen.

In eurem Fall gibt es zudem eine labile Mutter. Deinem Partner ist es deshalb wahrscheinlich besonders wichtig, seiner Tochter zu zeigen "Bei mir wirst du geliebt. Hier bist du sicher." Und weiß nicht, wie er das anders zeigen soll, als besonders nachgiebig zu sein und über alles hinwegzusehen. 

Du bist in einer schwierigen Situation. Oft wird vom neuen Partner erwartet, dass er das fremde Kind akzeptiert und sich einbringt, aber bitte nicht in die Erziehung einmischt. Das ist auch verständlich. Du kannst die Tochter ja nicht nach deinen Vorstellung formen, bis sie dir genehm ist (das sollten auch Eltern niemals machen). Aber wenn du wirklich gar nichts zu melden hast, bleibst du immer außen vor. Da kann dann auch keine Bindung zwischen dir und der Tochter entstehen. 

Die Frage ist: Wünschst du dir ein besseres Verhältnis zu der Tochter oder ist sie dir in erster Linie lästig? Von der Antwort hängt nämlich ab, wie du weiter vorgehen sollst.  

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21. Februar um 14:00
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Monasmama, na da wäre ich ja gespannt wie du als Mama reagierst, wenn sich ein Partner der nicht Elternteil des Kindes ist in deine Erziehung einmischt und dir sagt, was du zu tun hast und was dein Kind darf und was nicht...Als Eltern steht man immer immer immer zu seinem Kind, erst recht wenn es abrutscht sollte er sich wohl noch mehr ums Kind kümmern, als um eine Diva von Frau, die Aufmerksamkeit will und nicht zurückstecken kann. Ich bin seit 12 Jahren alleinerziehend, genau aus dem Grund, weil mein Kind mir wichtiger ist als jeder Partner, der dazu kommt. wenn ich jemanden habe, dann getrennt vom Kind, jeder bekommt seinen Raum, aber ganz sicher zieht hier niemand ein und mir, was mein Kind muss oder nicht darf...so weit kommt es niemals. Das zerstört so oft massiv die Bindung zum Kind, wenn man den Kids sagt, sorry du bist nur Nummer zwei, meine Liebe ist mir wichtiger...schlimm 

An welcher Stelle hab ich gesagt, mein Kind ist Nummer zwei? Was wirklich schlimm ist, sind die Unterstellungen. Nichts für ungut, aber bei manchen verstehe ich warum sie allein wohnen 

Wenn sich mein Kind verhält wie ein Rotzlöffel, dann weise ICH es in seine Schranken und warte nicht darauf, bis es mein Partner tut. Erziehung ist für mich ein bisschen mehr, als auf dem Kind herumzuglucken und mein eigenes Leben komplett auf Null zu fahren, bis es auszieht. Und mich dann wahrscheinlich zu wundern, dass ich kein eigenes Leben mehr habe.

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21. Februar um 14:03
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Wie äußert sich denn der Egoismus der Tochter? Ich lese aus deinen Beiträgen, dass er sich gegen alle richtet, aber bekommst du besonders viel davon ab?

Dass dein Partner nachgibt und seine Tochter nicht verärgern möchte, ist ein bekanntes Phänomen. Liest man hier ständig. Ich kann das teilweise auch nachvollziehen. Bei Patchworkfamilien stehen Eltern(teile) vor der Herausforderung, allen gerecht zu werden und die Kinder unter der Trennung/der neuen Partnerschaft nicht leiden zu lassen.

In eurem Fall gibt es zudem eine labile Mutter. Deinem Partner ist es deshalb wahrscheinlich besonders wichtig, seiner Tochter zu zeigen "Bei mir wirst du geliebt. Hier bist du sicher." Und weiß nicht, wie er das anders zeigen soll, als besonders nachgiebig zu sein und über alles hinwegzusehen. 

Du bist in einer schwierigen Situation. Oft wird vom neuen Partner erwartet, dass er das fremde Kind akzeptiert und sich einbringt, aber bitte nicht in die Erziehung einmischt. Das ist auch verständlich. Du kannst die Tochter ja nicht nach deinen Vorstellung formen, bis sie dir genehm ist (das sollten auch Eltern niemals machen). Aber wenn du wirklich gar nichts zu melden hast, bleibst du immer außen vor. Da kann dann auch keine Bindung zwischen dir und der Tochter entstehen. 

Die Frage ist: Wünschst du dir ein besseres Verhältnis zu der Tochter oder ist sie dir in erster Linie lästig? Von der Antwort hängt nämlich ab, wie du weiter vorgehen sollst.  

"Bei Patchworkfamilien stehen Eltern(teile) vor der Herausforderung, allen gerecht zu werden und die Kinder unter der Trennung/der neuen Partnerschaft nicht leiden zu lassen."

Diese Herausforderung stellen sich aber alle Eltern, nicht nur Patchworkfamillien 
Und man kann dieser Herausforderung alle Kinder gleich zu behandeln schon aus physikalischen Gründen nicht gerecht werden. Ich spreche von der Zeit, die automatisch Ungerechtigkeit in die Beziehung fliessen lässt. 

Ist nämlich normal, dass man beim 3 Kind weniger Fehler macht, weniger ängstlich ist, wie beim ersten! Also erzieht man schon anders, nur aufgrund der Tatsache, dass man mehr Erfahrung hat. So dürfen die jüngsten oft viel mehr, als das Erstgeborene. 

Ist gegenüber dem ersten Kind natürlich ungerecht! Kann aber niemand was dafür! Die Welt ist eben nicht gerecht! 

Ungerechtigkeit ist auch kein Problem, solange man merkt, die Eltern geben sich Mühe, alle gleich zu behandeln! Die Mühe ist es, die man spüren möchte, und nicht die Gerechtigkeit! Denn wenn sich jemand um mich bemüht, fühle ich mich geliebt! Viel mehr, als jemand der total Gerecht ist, aber sich nicht bemüht. 

Und ich denke, dass ist auch beim TE so. 
Sie merkt, dass die Bemühungen des Partners ihr gengenüber nachlasen, und dass kränkt sie! 

Ungerechtigkeit kann man etragen, aber dass sich jemand nicht bemüht, lässt darauf deuten, dass man wertlos ist, und dass verletzt, nicht die Ungerechtigkeit. 
Denn die findet man überall, immer wieder! 

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21. Februar um 14:11
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Hallo an Alle, 

eines vorneweg: Ich möchte bitte NICHT hören, dass ich selbst Schuld bin auf Grund der Konstellation, die ich gleich beschreibe. Ich weiß, wie seltsam das ist und solche Nachrichten bringen mich nicht weiter. 

Meine (kurzgefasste) Geschichte: Meine Eltern haben sich getrennt, da war ich 11. Meine Mutter ist psychisch krank und hat es auf ihre Art sehr gut verstanden mich schon als Kind sehr zu manipulieren. Mit 12 bin ich zu ihr gezogen, ab dann musste ich mich um sie kümmern und enorm auf mich selbst aufpassen weil meine Mutter einfach alles andere als eine Traummutter war. Einen Monat nach meinem 17. Geburtstag bin ich bei ihr raus, wiederum eine Woche später in eine eigene Wohnung und das zwei Jahre vor dem Abitur. Ich musste also schon sehr früh auf mich selbst aufpassen, Geld verdienen und ein Leben leben, das andere einige Jahre später anfangen zu leben. 

Ich habe einen Freund der über 20 Jahre älter ist als ich. Ich habe nicht danach gesucht. Als wir uns kennen lernten war ich einfach froh, dass da mal ein junger Mann ist der nicht so kindisch tickt wie andere in meinem Alter und in den ich mich sehr schnell verliebt habe. Als ich erfuhr wie alt er ist war mir das schon egal, meine Gefühle waren von Anfang an sehr stark. Der Haken: Er hat eine 16-jährige Tochter, seine Tochter und ich sind also nur zwölf Jahre auseinander. 

Mir ist klar, dass man mit 16 nicht so reif sein kann, wie ich es zu dem Zeitpunkt schon war. Was mir bitter aufstößt ist ihr ganz enormer Egoismus. Sie hat schon gekifft und geklaut, "weil sie es halt cool fand", wenn man ihr gesagt hat, dass das auch für die Eltern nicht so toll ist, dann kommt der Satz: "Eltern haben Kinder, da müssen sie durch - ist mir doch egal. Ich mach mein Ding." Sie nimmt sich was sie will - wirklich mit ALLEN MITTELN. Mein Freund greift da nur so halbherzig ein aus Angst, dass sie dann sagt, dass sie eben zu ihrer Mutter geht. 

Ich habe auch - das gebe ich offen zu - ein Eifersuchtsproblem, weil ich schon deutlich spüre, dass ich eben "nur" die Partnerin bin und wenn die Tochter da ist, dann bekommt sie natürlich mehr Aufmerksamkeit. Das ist für mich schon sehr sehr schwer manchmal, aber ich verstehe das natürlich und sage nichts. 
Was mich stresst ist, dass ich Werte habe und gefühlt all diese Werte aufgeben muss. Ich konnte noch nie - und kann es bis heute nicht - gut mit egoistischen Menschen umgehen und ich bin einfach ganz wie mein Sternzeichen "Jungfrau" perfektionistisch und habe ein krasses Problem mit Menschen, die sich so verhalten wie sie. 

In einem Leben ohne diese Konstellation würde ich diesem Mädchen keinerlei Aufmerksamkeit schenken, weil mir dieses Verhalten gegen alles geht, wofür ich stehe. 

Die Zeit, in der sie da ist, kostet mich sehr viel Kraft. Meinem Partner zu liebe mache ich "gute Miene zum bösen Spiel", fühle mich aber nicht wohl und bin schon krass auf einem Grundlevel gestresst, sodass mich dann schon Kleinigkeiten von seiner Tochter ganz extrem aufregen, was ich aber natürlich nicht so nach außen zeigen kann, wie ich es gerne möchte. Ich fresse es also in mich rein. Denn wenn ich mal vorsichtig mit meinem Partner rede, dann sagt er, dass ich mir das alles nicht so zu Herzen nehmen soll und nimmt es gar nicht so richtig ernst und versteht es nicht. 

Mein größtes Problem: Mir geht die Kraft aus. Ich kann nicht mehr. Ich möchte diese Zeit zu dritt eigentlich nicht, habe aber Angst auf Abstand zu gehen, weil ich meinen Partner damit verletze. Er hat unglaublich schlechte Efahrungen mit Exfreundinnen und ist in dem Punkt auch eher ängstlich und daher schnell blockierend und man kann gar nicht richtig über die eigenen Bedürfnisse reden. Wenn es um "seine Prinzessin" geht, ist es noch schlimmer. 

Ich weiß nicht mehr weiter. Manchmal überlege ich, wegen seiner Tochter, die Beziehung zu beenden. Verwerfe den Gedanken aber direkt wieder, weil es in den zweisamen Momenten wirklich eine tolle Beziehung ist. 

Ich bin gerade sehr am Ende. 

Herzliche Grüße und danke fürs Durchhalten und Durchlesen! 

Hallo Userin,

Du solltest gehen und das weißt du auch. Mir kommt es so vor, als würdest du nur nach einer Rechtfertigung suchen, damit du in einer nicht funtionierenden Beziehung bleiben kannst. Und nein, eure Beziehung funktioniert nicht.

Freundliche Grüße, Christoph

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22. Februar um 12:19

Hallo an Alle, tausend Dank fürs Antworten. 

Vorneweg: Gehen ist für mich keine Option. Ich liebe diesen Mann - aus tiefstem Herzen. 

Bevor ich zum Thema komme: Ist es normal, dass einem, wenn man etwas im Forum schreibt einige private Nachrichten geschickt werden mit irgendwelchen okkulten spirituellen, höchst Dubiosen Inhalten? 

Nun zum Thema: 
Im Grunde möchte ich ein besseres Verhältnis zu ihr, habe ihr auch gesagt, dass ich gerne mit ihr reden möchte. Werde das nun so gestalten, dass ich ihr sage: Will sie meine Unterstützung braucht sie mein Vertrauen. Das bekommt sie aber eben nur, wenn sie sich entsprechend vertrauenswürdiger verhält. Will sie das nicht, dann werde ich mich in den Zeiten, in denen sie da ist, so gut es geht zurück ziehen und dann aber auch wirklich meine Grenzen und meine Werte aufzeigen und nicht mehr alles schlucken, nur weil es ihr gerade so passt. 

Ich merke aber auch, dass ich durch meine eigene Frühreife nicht erwarten darf, dass es normal ist mit sechzehn schon irgendwie erwachsen und reifer zu sein, als manch andere. 

Herzlichen Dank euch allen und genießt die frühlingshaften Temperaturen! 


 

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22. Februar um 12:33
In Antwort auf

"Bei Patchworkfamilien stehen Eltern(teile) vor der Herausforderung, allen gerecht zu werden und die Kinder unter der Trennung/der neuen Partnerschaft nicht leiden zu lassen."

Diese Herausforderung stellen sich aber alle Eltern, nicht nur Patchworkfamillien 
Und man kann dieser Herausforderung alle Kinder gleich zu behandeln schon aus physikalischen Gründen nicht gerecht werden. Ich spreche von der Zeit, die automatisch Ungerechtigkeit in die Beziehung fliessen lässt. 

Ist nämlich normal, dass man beim 3 Kind weniger Fehler macht, weniger ängstlich ist, wie beim ersten! Also erzieht man schon anders, nur aufgrund der Tatsache, dass man mehr Erfahrung hat. So dürfen die jüngsten oft viel mehr, als das Erstgeborene. 

Ist gegenüber dem ersten Kind natürlich ungerecht! Kann aber niemand was dafür! Die Welt ist eben nicht gerecht! 

Ungerechtigkeit ist auch kein Problem, solange man merkt, die Eltern geben sich Mühe, alle gleich zu behandeln! Die Mühe ist es, die man spüren möchte, und nicht die Gerechtigkeit! Denn wenn sich jemand um mich bemüht, fühle ich mich geliebt! Viel mehr, als jemand der total Gerecht ist, aber sich nicht bemüht. 

Und ich denke, dass ist auch beim TE so. 
Sie merkt, dass die Bemühungen des Partners ihr gengenüber nachlasen, und dass kränkt sie! 

Ungerechtigkeit kann man etragen, aber dass sich jemand nicht bemüht, lässt darauf deuten, dass man wertlos ist, und dass verletzt, nicht die Ungerechtigkeit. 
Denn die findet man überall, immer wieder! 

Ich finde deinen Beitrag auf Kinder bezogen super gelungen, dennoch ist Patchwork eine ganz andere Herausforderung, als wenn man gemeinsame Kinder hat, und keine aus verherigen Beziehungen bestehen.

Ich sehe das auch immer wieder im Bekanntenkreis, das ist alles andere als lustig. Generell bin ich der Meinung, dass Männer weniger Probleme damit haben, dass eine Frau bereits Kinder mitbringt. Bei Frauen hingegen ist das oft anders. Ich habe hier schon die haarsträubendsten Dinge gelesen (ich meine jetzt nicht die TE), vor allem der finanzielle Aspekt spielt da oft eine Rolle, oder gemeinsame Wochenenden.
Da mutieren Frauen oft wirklich zu schrecklichen Personen die neidisch sind, dass das Kind Unterhalt vom Vater bekommt und dass, (oh, wie schrecklich) Papa auch mal sein Kind mit nach Hause bringt. Sowas gibt es eben in einer Beziehung in der man gemeinsame Kinder hat, nicht.

Das Thema ist sehr komplex, man könnte wohl ewig darüber schreiben.

 

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22. Februar um 13:14
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Hallo an Alle, 

eines vorneweg: Ich möchte bitte NICHT hören, dass ich selbst Schuld bin auf Grund der Konstellation, die ich gleich beschreibe. Ich weiß, wie seltsam das ist und solche Nachrichten bringen mich nicht weiter. 

Meine (kurzgefasste) Geschichte: Meine Eltern haben sich getrennt, da war ich 11. Meine Mutter ist psychisch krank und hat es auf ihre Art sehr gut verstanden mich schon als Kind sehr zu manipulieren. Mit 12 bin ich zu ihr gezogen, ab dann musste ich mich um sie kümmern und enorm auf mich selbst aufpassen weil meine Mutter einfach alles andere als eine Traummutter war. Einen Monat nach meinem 17. Geburtstag bin ich bei ihr raus, wiederum eine Woche später in eine eigene Wohnung und das zwei Jahre vor dem Abitur. Ich musste also schon sehr früh auf mich selbst aufpassen, Geld verdienen und ein Leben leben, das andere einige Jahre später anfangen zu leben. 

Ich habe einen Freund der über 20 Jahre älter ist als ich. Ich habe nicht danach gesucht. Als wir uns kennen lernten war ich einfach froh, dass da mal ein junger Mann ist der nicht so kindisch tickt wie andere in meinem Alter und in den ich mich sehr schnell verliebt habe. Als ich erfuhr wie alt er ist war mir das schon egal, meine Gefühle waren von Anfang an sehr stark. Der Haken: Er hat eine 16-jährige Tochter, seine Tochter und ich sind also nur zwölf Jahre auseinander. 

Mir ist klar, dass man mit 16 nicht so reif sein kann, wie ich es zu dem Zeitpunkt schon war. Was mir bitter aufstößt ist ihr ganz enormer Egoismus. Sie hat schon gekifft und geklaut, "weil sie es halt cool fand", wenn man ihr gesagt hat, dass das auch für die Eltern nicht so toll ist, dann kommt der Satz: "Eltern haben Kinder, da müssen sie durch - ist mir doch egal. Ich mach mein Ding." Sie nimmt sich was sie will - wirklich mit ALLEN MITTELN. Mein Freund greift da nur so halbherzig ein aus Angst, dass sie dann sagt, dass sie eben zu ihrer Mutter geht. 

Ich habe auch - das gebe ich offen zu - ein Eifersuchtsproblem, weil ich schon deutlich spüre, dass ich eben "nur" die Partnerin bin und wenn die Tochter da ist, dann bekommt sie natürlich mehr Aufmerksamkeit. Das ist für mich schon sehr sehr schwer manchmal, aber ich verstehe das natürlich und sage nichts. 
Was mich stresst ist, dass ich Werte habe und gefühlt all diese Werte aufgeben muss. Ich konnte noch nie - und kann es bis heute nicht - gut mit egoistischen Menschen umgehen und ich bin einfach ganz wie mein Sternzeichen "Jungfrau" perfektionistisch und habe ein krasses Problem mit Menschen, die sich so verhalten wie sie. 

In einem Leben ohne diese Konstellation würde ich diesem Mädchen keinerlei Aufmerksamkeit schenken, weil mir dieses Verhalten gegen alles geht, wofür ich stehe. 

Die Zeit, in der sie da ist, kostet mich sehr viel Kraft. Meinem Partner zu liebe mache ich "gute Miene zum bösen Spiel", fühle mich aber nicht wohl und bin schon krass auf einem Grundlevel gestresst, sodass mich dann schon Kleinigkeiten von seiner Tochter ganz extrem aufregen, was ich aber natürlich nicht so nach außen zeigen kann, wie ich es gerne möchte. Ich fresse es also in mich rein. Denn wenn ich mal vorsichtig mit meinem Partner rede, dann sagt er, dass ich mir das alles nicht so zu Herzen nehmen soll und nimmt es gar nicht so richtig ernst und versteht es nicht. 

Mein größtes Problem: Mir geht die Kraft aus. Ich kann nicht mehr. Ich möchte diese Zeit zu dritt eigentlich nicht, habe aber Angst auf Abstand zu gehen, weil ich meinen Partner damit verletze. Er hat unglaublich schlechte Efahrungen mit Exfreundinnen und ist in dem Punkt auch eher ängstlich und daher schnell blockierend und man kann gar nicht richtig über die eigenen Bedürfnisse reden. Wenn es um "seine Prinzessin" geht, ist es noch schlimmer. 

Ich weiß nicht mehr weiter. Manchmal überlege ich, wegen seiner Tochter, die Beziehung zu beenden. Verwerfe den Gedanken aber direkt wieder, weil es in den zweisamen Momenten wirklich eine tolle Beziehung ist. 

Ich bin gerade sehr am Ende. 

Herzliche Grüße und danke fürs Durchhalten und Durchlesen! 

Ich denke auch, dass du selbst vielleicht eine Therapie machen könntest. Bei dem Mädchen kannst du ja nicht viel tun, du bist schließlich nicht die Mutter und solltest dich in die Erziehung nicht einmischen. Durch eine Therapie könntest du aber eventuell lernen besser damit umzugehen. 
Ich kann nämlich schon verstehen, dass es dir schwer fällt das mit anzusehen. Und ich denke du hast schon selber gut erkannt warum ihr verhalten dich so aufregt und sagst ja auch, dass du dich zurückhältst, weil du kopfmäßig weißt, dass dein Verhalten auf deinen eigenen Erfahrungen beruhen. Eventuell könntest du die Therapie auch mit deinem Freund zusammen machen, damit es bei euch nicht auseinanderfällt. Im Endeffekt kann man nur hoffen, dass es besser wird, wenn sie erwachsen ist. Aber die Erziehung kannst du deinem Freund und seiner Ex ja nicht abnehmen.

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22. Februar um 17:15
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Hallo an Alle, tausend Dank fürs Antworten. 

Vorneweg: Gehen ist für mich keine Option. Ich liebe diesen Mann - aus tiefstem Herzen. 

Bevor ich zum Thema komme: Ist es normal, dass einem, wenn man etwas im Forum schreibt einige private Nachrichten geschickt werden mit irgendwelchen okkulten spirituellen, höchst Dubiosen Inhalten? 

Nun zum Thema: 
Im Grunde möchte ich ein besseres Verhältnis zu ihr, habe ihr auch gesagt, dass ich gerne mit ihr reden möchte. Werde das nun so gestalten, dass ich ihr sage: Will sie meine Unterstützung braucht sie mein Vertrauen. Das bekommt sie aber eben nur, wenn sie sich entsprechend vertrauenswürdiger verhält. Will sie das nicht, dann werde ich mich in den Zeiten, in denen sie da ist, so gut es geht zurück ziehen und dann aber auch wirklich meine Grenzen und meine Werte aufzeigen und nicht mehr alles schlucken, nur weil es ihr gerade so passt. 

Ich merke aber auch, dass ich durch meine eigene Frühreife nicht erwarten darf, dass es normal ist mit sechzehn schon irgendwie erwachsen und reifer zu sein, als manch andere. 

Herzlichen Dank euch allen und genießt die frühlingshaften Temperaturen! 


 

Werde das nun so gestalten, dass ich ihr sage: Will sie meine Unterstützung braucht sie mein Vertrauen. Das bekommt sie aber eben nur, wenn sie sich entsprechend vertrauenswürdiger verhält.


Das empfinde ich als sehr barsch. Da hätte ich dir als bockige 16-jährige, die womöglich auch noch mit der Familienkonstellation zu kämpfen hat, einen Vogel gezeigt. 

Ich verstehe deinen Ansatz, aber wenn du es diplomatischer drehst, kommst du wahrscheinlich weiter. 

 

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