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Thema Ehrlichkeit, Beziehung, Treue

16. Januar 2011 um 23:05

Hallo Zusammen

Ich reiss mal hier ne Grundsatzdiskusion vom Zaun; ich bitte hier, auf Schlagwortattacken und Prinzipienbrüllerei zu verzichten. Der Thread ist durchaus ernst gemeint.

Die Frage, welche ich mir gerade im Bezug auf Beziehungen stelle, ist die Rolle der Ehrlichkeit und Offenheit. Es werden aber auch Artverwandte Sachen in Betracht kommen, wie zum Beispiel Egiosmus, Besitzansprüche, Utopische Vorstellungen etc. Bitte lest es doch mal und sendet mir eure Gedanken; es wäre mir wirklich sehr wichtig.

Zur ersten Frage, ganz generell und am Anfang: Wie hoch schätzt ihr die Bedeutung von Ehrlichkeit und Offenheit, vor allem in Beziehungen, ein?

Mir persönlich ist Ehrlichkeit wichtig. Vor allem wenn man es im Zusammenhang mit Beziehungen zwischen Menschen betrachtet (vorerst ganz allgemein). Viele werden mir jetzt irgenwelche moralischen Zwangsvorstellungen vorwerfen. Dem ist aber nicht so. Ich versuche jetzt möglichst ohne Bezug auf meine Person weiter zu argumentieren. Der Mensch hat ja ein natürliches Bedürfnis nach Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit; ebenfalls nach ruhigen Verhältnissen (der Mensch ist ein Gewohnheitstier). Ich denke, das vor allem die ersten zwei Sachen gleichzeitig ein Befürfnis nach Ehrlichkeit und Offenheit erzeugen, denn man fühlt sich in zwischenmenschlichem Kontakt ja wohl, wenn man dem Gegenüber Vertrauen kann, wenn man sich auf diese Person verlassen kann. Ganz klar, es sollen damit keine traditionellen Verhaltensweisen oder ähniches als Notwendig hingestellt werden (z.B. die monogame Beziehung; das kann ja anders sein, so lange das ehrlich abläuft).

Das ist eigentlich der "Nutzen" im kleinen. Aber es geht wahrscheinlich weit darüber hinaus. Ganz ehlrich, wie viele von euch waren von der Verlogenheit von gewissen Leuten schon mal ganz gehörig angepisst? Oder wie viele haben sich schon aufgeregt, weil sie mal wieder eine Geschichte gehört oder erlebt haben, die gerade wegen all den passierten Unehrlichkeiten und Lügen geradezu wiederwärtig waren? In diesen Momenten, wer hat nicht ein Bedürfnis nach mehr Erlichkeit verspürt?

Nun der Zusammenhang zur untreue. Untreue wird ja eigentlich wegen der fehlenden Ehrlichkeit so genannt und nicht wegen dem sexuell stattfinden Akt (oder wo auch immer die Grenze gezogen wird). Jeder findet es nicht gerade toll, wenn der Partner untreu ist, oder? Man wünscht sich zumindest im vornherein ganz klare Verhältnisse; wenn es dann eine offene Beziehung wird, dann ist ja auch alles tip top. Oder sehe ich das vielleicht falsch?

Ich hätte noch einges anderes zu fragen, will es aber vorerst unterlassen, da sonst sicher gar niemand mehr das ganze Zeugs liest und sich noch die Mühe nehmen will, zu antworten .

Fragen und Meinungen sind erwünscht, welche mir unter Umständen helfen, euern Standpunkt zu verstehen.

Grüsse
Challenger

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16. Januar 2011 um 23:18

Ohne Ehrlichkeit kein Vertrauen,
da hast du Recht.

Aber man muss auch immer überlegen, in welchem Maße Ehrlichkeit einer Beziehung gut tut.

Wenn ich es mir recht überlege, gibt es einige Dinge, die ich über meinen Partner weiß, aber desbezüglich lieber unwissend geblieben wäre .

Aber das kommt meistens nur durch zu viel Fragerei. Was beispielsweise die Vergangenheit meines Partners angeht, bin ich froh, die wichtigen Dinge zu wissen (lange Beziehungen, besondere Erlebnisse), möchte aber natürlich nicht alles wissen. Oft liest man hier im Forum, dass Menschen unglücklich sind, weil sie zu viel gefragt haben und die Ehrlichkeit des Partners nicht ertragen können ...

Wenn ich mit meinem Partner über den Vorabend rede, an dem ich mit meinen Freundinnen unterwegs war, und er fragt mich (was er manchmal gerne tut) ob ich angemacht wurde, sage ich lieber "nö" bevor ich ihm lang und breit erkläre, dass da an der Bar doch ein netter Typ war mit dem ich mich unterhalten habe. Und warum? Weil es meinem Freund nur Sorgen bereiten würde. Ist natürlich nicht bei jedem so, aber meiner ist gerne mal eifersüchtig, und da sage ich ihm die unwichtigen (!) Dinge auch mal nicht. Aber nur, wenn ich mir auch sicher bin, keine Grenze überschritten zu haben, nur wenn es wirklich nicht von Bedeutung war.

Dementsprechend steht Ehrlichkeit in einer Beziehung an einer der obersten Stellen, aber hin und wieder sollte man abwägen, ob man nicht ein, zwei unbedeutende Geheimnisse haben darf.

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17. Januar 2011 um 0:04

Haben das ähnlich
Meine Beziehung (wird bald 4 Jahre alt) sieht genau so aus. Mit einigen Sachen, welche ich gehört habe, hatte ich anfangs auch mühe. Aber: es hat mir schlussendlich geholfen, eine klarere Sicht zu erhalten. Mal ehrlich: wieviele kennen gewisse Stereotypen nur "vom hörensagen" und sind dann ganz erstaunt, wenn Sie jemanden (wie den eigenen Partner finden), welcher so gar nicht ins gemachte Bild passt? Interessante Frage oder?

Auch was sachlichkeit anbelangt bin ich vollständig einverstanden. Das ist per se die Basis eines jeden vernünftigen Gespräches. Danke für die Antwort.

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17. Januar 2011 um 0:10
In Antwort auf diesonne4

Ohne Ehrlichkeit kein Vertrauen,
da hast du Recht.

Aber man muss auch immer überlegen, in welchem Maße Ehrlichkeit einer Beziehung gut tut.

Wenn ich es mir recht überlege, gibt es einige Dinge, die ich über meinen Partner weiß, aber desbezüglich lieber unwissend geblieben wäre .

Aber das kommt meistens nur durch zu viel Fragerei. Was beispielsweise die Vergangenheit meines Partners angeht, bin ich froh, die wichtigen Dinge zu wissen (lange Beziehungen, besondere Erlebnisse), möchte aber natürlich nicht alles wissen. Oft liest man hier im Forum, dass Menschen unglücklich sind, weil sie zu viel gefragt haben und die Ehrlichkeit des Partners nicht ertragen können ...

Wenn ich mit meinem Partner über den Vorabend rede, an dem ich mit meinen Freundinnen unterwegs war, und er fragt mich (was er manchmal gerne tut) ob ich angemacht wurde, sage ich lieber "nö" bevor ich ihm lang und breit erkläre, dass da an der Bar doch ein netter Typ war mit dem ich mich unterhalten habe. Und warum? Weil es meinem Freund nur Sorgen bereiten würde. Ist natürlich nicht bei jedem so, aber meiner ist gerne mal eifersüchtig, und da sage ich ihm die unwichtigen (!) Dinge auch mal nicht. Aber nur, wenn ich mir auch sicher bin, keine Grenze überschritten zu haben, nur wenn es wirklich nicht von Bedeutung war.

Dementsprechend steht Ehrlichkeit in einer Beziehung an einer der obersten Stellen, aber hin und wieder sollte man abwägen, ob man nicht ein, zwei unbedeutende Geheimnisse haben darf.

Eine kleine weitere Frage
Zum Mass der Ehrlichkeit: ich weiss nicht, ob hier die Frage richtig gestellt ist. In wiefern der Beziehung? Es stellt sich wohl eher die Frage nach den beteiligten Menschen, der Einfluss auf die Beziehung ist dann nur ein Produkt.

Zur Wahrheit: die Wahrheit kann nicht verletzten, Gegebenheiten nichts ändern. Die Wahrheit erhebt nur den Selbstanspruch. Was wir daraus machen, ist die zweite Frage, ob wir damit klarkommen eine Frage der Selbswahrnehmung und der Erwartungshaltung. Klar, entäuschte Erwartungen sind immer etwas unschönes, sowie auch die Erkentniss, mit der Selbstwahrnehmung ein wenig zu positiv ins Feld gefahren zu sein. Aber: was aus so sachen resultieren kann, ist oft am Ende schädlicher, als das "Verdauen" der Wahrheit am Anfang. So habe ich es zumindest schon erlebt. Deshalb könnte es durchaus besser sein, seine Ansprüche und Vorstellungen schon an einem früheren Punkt mal ein wenig anzupassen. Hier sind wir dann am Punkte Egoismus (in einer weiter Form) angelangt.

Oder liege ich hier falsch?

Viele Grüsse
Challenger85

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17. Januar 2011 um 0:27
In Antwort auf diesonne4

Ohne Ehrlichkeit kein Vertrauen,
da hast du Recht.

Aber man muss auch immer überlegen, in welchem Maße Ehrlichkeit einer Beziehung gut tut.

Wenn ich es mir recht überlege, gibt es einige Dinge, die ich über meinen Partner weiß, aber desbezüglich lieber unwissend geblieben wäre .

Aber das kommt meistens nur durch zu viel Fragerei. Was beispielsweise die Vergangenheit meines Partners angeht, bin ich froh, die wichtigen Dinge zu wissen (lange Beziehungen, besondere Erlebnisse), möchte aber natürlich nicht alles wissen. Oft liest man hier im Forum, dass Menschen unglücklich sind, weil sie zu viel gefragt haben und die Ehrlichkeit des Partners nicht ertragen können ...

Wenn ich mit meinem Partner über den Vorabend rede, an dem ich mit meinen Freundinnen unterwegs war, und er fragt mich (was er manchmal gerne tut) ob ich angemacht wurde, sage ich lieber "nö" bevor ich ihm lang und breit erkläre, dass da an der Bar doch ein netter Typ war mit dem ich mich unterhalten habe. Und warum? Weil es meinem Freund nur Sorgen bereiten würde. Ist natürlich nicht bei jedem so, aber meiner ist gerne mal eifersüchtig, und da sage ich ihm die unwichtigen (!) Dinge auch mal nicht. Aber nur, wenn ich mir auch sicher bin, keine Grenze überschritten zu haben, nur wenn es wirklich nicht von Bedeutung war.

Dementsprechend steht Ehrlichkeit in einer Beziehung an einer der obersten Stellen, aber hin und wieder sollte man abwägen, ob man nicht ein, zwei unbedeutende Geheimnisse haben darf.

...
Also ich könnte keine Beziehung zu jemandem führen, dem ich nicht ganz normal erzählen kann, mit wem ich nun rede, oder wen ich nun nett finde oder wer mich nett findet oder auch anmacht (heißt ja nicht, dass ich darauf eingehe).

Wenn mir selbst mein Partner nicht glaubt, dass ich schon nen guten Grund hab, mit ihm zusammenzusein, und sich lieber bei jeder Kleinigkeit gleich in die Hosen macht und an meiner Entscheidung zweifelt... wer soll es dann tun?

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17. Januar 2011 um 0:35

Ehrlichkeit...
interessanter Thread - sehr philosophisch!
Ich war auch immer der Meinung, dass Ehrlichkeit und Treue das Wichtigste sind. Inzwischen habe ich festgestellt, dass Ehrlichkeit ohne Offenheit gar nichts bringt, weil mein Partner z.B. mir einige Dinge nicht ehrlich sagen will weil er dazu nicht offen genug ist. Dies wiederum ist ein Resultat von Egoismus, weil er meine Reaktion auf gewisse Dinge meint vorhersehen zu können und sich das nicht antun möchte...Andere Dinge sagt er nicht ehrlich, weil er zu verklemmt ist, find ich auch egoistisch!
Ich weiß zwar, dass ich ihm vertrauen kann, dass er treu ist, aber wie gesagt, viele wichtige Gespräche und auch unsere sexuelle Beziehung leiden darunter dass die Offenheit fehlt, was wiederum dazu geführt hat, dass ich das mit der Treue in dem Sinne etwas anders sehe - ich bin zwar treu, habe aber die Versuchung gespürt... Da nichts passiert ist, habe ich es übrigens verschwiegen.
Für mich bedeutet übrigens der sexuelle Akt die Untreue, nicht das Verschweigen desselben, denn schließlich habe ich mich für die monogame Beziehung entschieden und das Fremdgehen würde das alles in Frage stellen.
Ich denke inzwischen, wenn der Mann einmal fremd gegangen ist, geschützten Verkehr hatte und es emotional nichts bedeutet hat, wollte ich das lieber nicht wissen. Käme es öfter vor, in dieser Weise, würde ich eine Eheberatung machen und sehen was zu retten ist.
Viel schlimmer finde ich es, wenn sich der Partner in ne andere Frau VERLIEBT, ohne das körperlich was läuft, denn das hat doch eine weit größere Bedeutung für unsere Beziehung!

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17. Januar 2011 um 1:11
In Antwort auf hannah853

Ehrlichkeit...
interessanter Thread - sehr philosophisch!
Ich war auch immer der Meinung, dass Ehrlichkeit und Treue das Wichtigste sind. Inzwischen habe ich festgestellt, dass Ehrlichkeit ohne Offenheit gar nichts bringt, weil mein Partner z.B. mir einige Dinge nicht ehrlich sagen will weil er dazu nicht offen genug ist. Dies wiederum ist ein Resultat von Egoismus, weil er meine Reaktion auf gewisse Dinge meint vorhersehen zu können und sich das nicht antun möchte...Andere Dinge sagt er nicht ehrlich, weil er zu verklemmt ist, find ich auch egoistisch!
Ich weiß zwar, dass ich ihm vertrauen kann, dass er treu ist, aber wie gesagt, viele wichtige Gespräche und auch unsere sexuelle Beziehung leiden darunter dass die Offenheit fehlt, was wiederum dazu geführt hat, dass ich das mit der Treue in dem Sinne etwas anders sehe - ich bin zwar treu, habe aber die Versuchung gespürt... Da nichts passiert ist, habe ich es übrigens verschwiegen.
Für mich bedeutet übrigens der sexuelle Akt die Untreue, nicht das Verschweigen desselben, denn schließlich habe ich mich für die monogame Beziehung entschieden und das Fremdgehen würde das alles in Frage stellen.
Ich denke inzwischen, wenn der Mann einmal fremd gegangen ist, geschützten Verkehr hatte und es emotional nichts bedeutet hat, wollte ich das lieber nicht wissen. Käme es öfter vor, in dieser Weise, würde ich eine Eheberatung machen und sehen was zu retten ist.
Viel schlimmer finde ich es, wenn sich der Partner in ne andere Frau VERLIEBT, ohne das körperlich was läuft, denn das hat doch eine weit größere Bedeutung für unsere Beziehung!

Ehrlichkeit
Wegen Philosophisch: Viele Fragen, welche wir Menschen uns im alltag stellen, sind nunmal philosophisch.

Ich gebe Dir zu den grössten Teilen recht. Im letzten Abschnitt muss ich vehement widersprechen.

Wegen dem "einmailigen" fremdgehen. Ich unterscheide da zwischen Affäre und ONS. Weil: wenn wir mal alles, was eben unserer falschen Selbstwahrnehmung heraus resultiert mal raus nehmen: Wer kann schon von sich behaupten, dass so ein ONS bei gegebenen Umständen trotz laufender (gut oder schlecht, ganz egal) Beziehung nicht doch passieren kann? Moralisten tendieren dazu, das zu behaupten. Die sind einfach noch nie in die Lage gekommen, davon betroffen zu sein.

Ist mir gerade letztends fast passiert: betrunken, aufnem Fest, Freundin weg. Ja, dann mit einer netten, hübschen Dame ins Gespräch gekommen (jedenfalls kam Sie mir damals so vor, hab Sie nich mehr gesehn und nichts mehr gehört inzwischen). War die erste, welche mein philosophieren sexy rüberkam (damit hätte ich nie gerechnet... Kommt auch wahrscheinlich nie mehr vor). Dann, von null auf Hundert, hab ich Ihre hand auf meinem Hintern und der bezeichnende Blick obendrauf. Natürlich, sofort verlegen "ähmm, ich geh jetzt" gelallt und ab, Kollegen suchen und nach hause. Aber: hätt ich noch n paar mehr Drinks drin gehabt, oder sonst wie Krise geschoben? Kann ich dafür garantieren? Nein, wohl eher nicht.

Jetzt zum Punkt: klar, ich hätte es meiner Freundin gesagt und auch sehr geschätzt, es zu wissen, wenn ihr das passiert wäre. Warum? Ganz einfach. Es zeigt, dass auch der Partner erstens Mut hat, die Beziehung schätzt und mir als Partner gegenüber Loyal ist. Mir ist das wichtig. Und auch, dass da durchaus etwas selbstkritisches dabei ist.

Jetzt noch zu meinem vehementesten Widerspruch: bitte nicht verliebtsein und Liebe vermischen! Man kann jemanden lieben, sich aber trotzdem in jemanden verlieben. Zu sagen, dass wenn nur die Bindung gegenüber dem Partner gross genug ist, sich nichts rein hormonelles (was verliebt sein nu mal is) abspielen kann finde ich falsch. Das sind zwei unterschiedliche Ebenen. Ich kann doch mit meiner Beziehung sehr zufrieden sein, und dann, wenn ich jemanden sehen, hals über kopf, auf den ersten Blick, etwas für diese Person empfinden. Was aber der nächste Schritt wäre, wie ich damit umgehen. Wenn ich natürlich dann die Nähe zu der betreffenden Person mit allen Risiken auch noch suche, müsste ich mir wieder die Frage nach der Ehrlichkeit stellen (mit dem Partner mal ernsthaft reden anstatt den Kopf in den Sand zu stecken). Dann wären wir schon wieder bei der Ausgangsfrage.

Wie siehst Du das?

Viele Grüsse
Challenger85

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17. Januar 2011 um 1:32
In Antwort auf challenger85

Ehrlichkeit
Wegen Philosophisch: Viele Fragen, welche wir Menschen uns im alltag stellen, sind nunmal philosophisch.

Ich gebe Dir zu den grössten Teilen recht. Im letzten Abschnitt muss ich vehement widersprechen.

Wegen dem "einmailigen" fremdgehen. Ich unterscheide da zwischen Affäre und ONS. Weil: wenn wir mal alles, was eben unserer falschen Selbstwahrnehmung heraus resultiert mal raus nehmen: Wer kann schon von sich behaupten, dass so ein ONS bei gegebenen Umständen trotz laufender (gut oder schlecht, ganz egal) Beziehung nicht doch passieren kann? Moralisten tendieren dazu, das zu behaupten. Die sind einfach noch nie in die Lage gekommen, davon betroffen zu sein.

Ist mir gerade letztends fast passiert: betrunken, aufnem Fest, Freundin weg. Ja, dann mit einer netten, hübschen Dame ins Gespräch gekommen (jedenfalls kam Sie mir damals so vor, hab Sie nich mehr gesehn und nichts mehr gehört inzwischen). War die erste, welche mein philosophieren sexy rüberkam (damit hätte ich nie gerechnet... Kommt auch wahrscheinlich nie mehr vor). Dann, von null auf Hundert, hab ich Ihre hand auf meinem Hintern und der bezeichnende Blick obendrauf. Natürlich, sofort verlegen "ähmm, ich geh jetzt" gelallt und ab, Kollegen suchen und nach hause. Aber: hätt ich noch n paar mehr Drinks drin gehabt, oder sonst wie Krise geschoben? Kann ich dafür garantieren? Nein, wohl eher nicht.

Jetzt zum Punkt: klar, ich hätte es meiner Freundin gesagt und auch sehr geschätzt, es zu wissen, wenn ihr das passiert wäre. Warum? Ganz einfach. Es zeigt, dass auch der Partner erstens Mut hat, die Beziehung schätzt und mir als Partner gegenüber Loyal ist. Mir ist das wichtig. Und auch, dass da durchaus etwas selbstkritisches dabei ist.

Jetzt noch zu meinem vehementesten Widerspruch: bitte nicht verliebtsein und Liebe vermischen! Man kann jemanden lieben, sich aber trotzdem in jemanden verlieben. Zu sagen, dass wenn nur die Bindung gegenüber dem Partner gross genug ist, sich nichts rein hormonelles (was verliebt sein nu mal is) abspielen kann finde ich falsch. Das sind zwei unterschiedliche Ebenen. Ich kann doch mit meiner Beziehung sehr zufrieden sein, und dann, wenn ich jemanden sehen, hals über kopf, auf den ersten Blick, etwas für diese Person empfinden. Was aber der nächste Schritt wäre, wie ich damit umgehen. Wenn ich natürlich dann die Nähe zu der betreffenden Person mit allen Risiken auch noch suche, müsste ich mir wieder die Frage nach der Ehrlichkeit stellen (mit dem Partner mal ernsthaft reden anstatt den Kopf in den Sand zu stecken). Dann wären wir schon wieder bei der Ausgangsfrage.

Wie siehst Du das?

Viele Grüsse
Challenger85

Oh ja, philosophieren IST sexy
Find ich wirklich! mit meinem Mann geht das leider nicht, ist eher der pragmatische Typ... Es sei denn, man könnte über Autos pholosophieren

Naja.

Also, ich würde das mit dem ONS trotzdem nicht wissen wollen, weil mich das mehr belasten würde als es verdient hätte. Das kann man aber ja individuell mit dem Partner absprechen... Manchmal kann Ehrlichkeit wirklich schaden!
Und ob ich es meinem Partner sagen könnte weiß ich auch nicht, weil er immer gesagt hat: Fremdgehen = Beziehungsaus!
also, was machst du dann? Hat NIX bedeutet aber zerstört ALLES?

Und nein, ich verwchsle nicht Verliebtheit mit Liebe, ich kenne den Unterschied. Ich weiß auch, was du meinst und klar kommt es dann darauf an wie man damit umgeht.
Aber ich persönlich finde, das Gefühl der Verliebtheit ist eines der emotionalsten und fesselnsten und aufregensten und auch zugleich gefählichsten, es ist besser als jeder multiple Orgasmus, denn es erfüllt einen ganz, man kann nichts anderes denken, jede kleinste Geste, ein Blick, eine nette SMS bedeutet plötzlich das größte Glück! Zum Einen ist dann da der Wunsch, dieses Gefühl wieder für sich zu haben, ausleben zu dürfen... Da braucht es ja nicht mal Körperkontakt! Und wenn die eigene Beziehung schlecht läuft, viel Streit, oder distanziert, schwierig, wenig körperliche Nähe und Befriedigung - dann ist das doch für diese Beziehung viel gefährlicher als ein ONS???

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17. Januar 2011 um 9:27

Nur mal so:
Wer meint, die Wahrheit könne einen Menschen nicht verletzen, der hat sie noch nie um die Ohren gehauen bekommen.

Was versteht man unter Wahrheit? Es gibt Fakten und unterschiedliche Arten der Wahrnehmung derselben.

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17. Januar 2011 um 9:35
In Antwort auf esterya1

...
Also ich könnte keine Beziehung zu jemandem führen, dem ich nicht ganz normal erzählen kann, mit wem ich nun rede, oder wen ich nun nett finde oder wer mich nett findet oder auch anmacht (heißt ja nicht, dass ich darauf eingehe).

Wenn mir selbst mein Partner nicht glaubt, dass ich schon nen guten Grund hab, mit ihm zusammenzusein, und sich lieber bei jeder Kleinigkeit gleich in die Hosen macht und an meiner Entscheidung zweifelt... wer soll es dann tun?

Und ich könnte keine Beziehung führen....
...mit jemandem der haarklein ALLES über mich weiß, vor dem ich keine Geheimnisse habe .

Außerdem ging es mir nicht darum, dass mein Partner "sich in die Hosen macht und an seiner Entscheidung zweifelt". Es ist eher eine Art Revierverhalten, dass er ein bisschen schnippig wird wenn er mitkriegt, ich werde angemacht. Und ich finde das toll, er liebt mich und hat Selbstbewusstsein, trotzdem zeigt er hin und wieder: Die gehört mir! Muss ja nicht jeder mögen.
Ein Mann, dem es völlig egal ist, ob mich an einem Abend 10 Männer anmachen, der nur dazu sagt "Jo, mach doch", nein, da würde mir was fehlen. Aber da bin ich anscheinend anders als du.

Ich bin froh, nicht alles über meinen Partner zu wissen und bin froh, dass er nicht alles über mich weiß. Fertig.

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17. Januar 2011 um 10:19

Die Wahrheit wird überbewertet
denn mit einem "Zuviel" davon, beginnen erst Probleme, die ansonsten nicht auftauchen würden.

Um Missverständnissen vorzubeugen: ja, Ehrlichkeit ist wichtig, in jeder zwischenmenschlichen Beziehung.
Allerdings ist die Frage, wie Ehrlichkeit definiert wird.
Ist es wirklich notwendig und nötig, stets brutal ehrlich zu sein?
Und wenn ja, wer kann das? Muss man der Kollegin ins Gesicht sagen, wie schlecht sie heute Morgen aussieht und der besten Freundin, dass man die neue Handtasche grottenhässlich findet? Sicher nicht, da werden die meisten zustimmen. Das bedeutet im Umkehrschluss aber, dass man schon gelogen hat

Jeder weiß, dass Ehrlichkeit nicht immer angebracht ist, aber niemand gibt es gerne zu. Besser noch, kaum einer möchte WIRKLICH ständig damit konfrontiert werden.

Die Wahrheit ist also, dass die Ehrlichkeit eine verdammt subjektive Sache ist. Sowohl in dem, was wir sagen, als auch in dem, was wir hören wollen.

An dieser Stelle möchte ich mir kein Urteil darüber anmaßen, wer Recht hat und wer nicht - wie gesagt: es ist subjektiv. Was der Eine als Lüge betrachtet, empfindet der Andere als angenehmes "Nichtwissen". Insofern ist dies ein interessanter Thread, der Denkanstöße vermittelt, jedoch unmöglich zu einem Konsens führen kann.

In Beziehungen hat Ehrlichkeit sicher einen anderen Status als unter Kollegen oder Bekannten, aber da geht es auch darum, zu wissen, wie der Mensch tickt, mit dem man das Leben teilt und daher ist auch seine Vergangenheit wichtig. Natürlich möchte man existentielle DInge wissen: hat der andere Kinder, Schulden, Ex-Frauen oder eine Haftstrafe verbüßt. Lügen in solchen Bereichen sind nicht entschuldbar, weil sie quasi das eigene Leben betreffen - zumindest in dem Moment, wenn aus zwei "Ich" ein "Wir" werden soll.
Aber mal ehrlich:
Wenn man abends mal ohne Partner ausgeht, ein bisschen flirtet und vielleicht die ein oder andere Nummer bekommt - und dies Null interessant findet, weil man genau weiß, dass man den Partner liebt und nicht betrügen will - solte man es ihm sagen? Nein. Da wirft man die Nummern in den Papierkorb, genießt den Umstand und hält die Klappe. Warum sollte man es ihm erzählen??
Damit er weiß, wieviele Chancen man noch hat?? Kinderkram - in der Regel schürt man nur Misstrauen und Angst und in Folge gibt es Krach, wenn man allein ausgehen möchte.

Ehrlichkeit ist wichtig, aber im Sinne von "ehrlich sagen" , nicht im Sinne von "wir haben keine Geheimnisse" voreinander."

Das Thema Treue habe ich bewusst ausgeklammert, denn darüber wird zu viel schwadroniert und diskutiert.
In echten, ehrlichen Beziehungen ist das kein Thema sondern eine Selbstverständlichkeit.
Und sollte es anders sein, ist die Beziehung Mist - so einfach ist das. Da gibt es kein Herumgequatsche.

LG, Werbegeschenk

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17. Januar 2011 um 10:20
In Antwort auf diesonne4

Und ich könnte keine Beziehung führen....
...mit jemandem der haarklein ALLES über mich weiß, vor dem ich keine Geheimnisse habe .

Außerdem ging es mir nicht darum, dass mein Partner "sich in die Hosen macht und an seiner Entscheidung zweifelt". Es ist eher eine Art Revierverhalten, dass er ein bisschen schnippig wird wenn er mitkriegt, ich werde angemacht. Und ich finde das toll, er liebt mich und hat Selbstbewusstsein, trotzdem zeigt er hin und wieder: Die gehört mir! Muss ja nicht jeder mögen.
Ein Mann, dem es völlig egal ist, ob mich an einem Abend 10 Männer anmachen, der nur dazu sagt "Jo, mach doch", nein, da würde mir was fehlen. Aber da bin ich anscheinend anders als du.

Ich bin froh, nicht alles über meinen Partner zu wissen und bin froh, dass er nicht alles über mich weiß. Fertig.

...
Meine Aussage bedeutet auch nicht, dass jemand automatisch jede Kleinigkeit von mir wissen MUSS - aber ich habe keine Lust, mir überlegen zu müssen, welche Fakten ich nun nennen darf und was nicht, ohne dass es Stress gibt.

Es ist ein Unterschied, ob es einem egal ist, ob seine Frau häufig angemacht wird, oder ob er stolz darauf ist, so eine begehrte Freundin zu haben und sich deshalb zu freuen, dass SIE zu ihm gehört.
Man kann die Situation sowohl positiv als auch negativ auslegen - und in meinen Augen spricht eine negative Auslegung für mich einfach von wenig Selbstbewusstsein (sonst bräuchte man keine Angst vor Konkurrenz haben), was ich dann wieder unattraktiv finde.

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17. Januar 2011 um 10:26
In Antwort auf werbegeschenk

Die Wahrheit wird überbewertet
denn mit einem "Zuviel" davon, beginnen erst Probleme, die ansonsten nicht auftauchen würden.

Um Missverständnissen vorzubeugen: ja, Ehrlichkeit ist wichtig, in jeder zwischenmenschlichen Beziehung.
Allerdings ist die Frage, wie Ehrlichkeit definiert wird.
Ist es wirklich notwendig und nötig, stets brutal ehrlich zu sein?
Und wenn ja, wer kann das? Muss man der Kollegin ins Gesicht sagen, wie schlecht sie heute Morgen aussieht und der besten Freundin, dass man die neue Handtasche grottenhässlich findet? Sicher nicht, da werden die meisten zustimmen. Das bedeutet im Umkehrschluss aber, dass man schon gelogen hat

Jeder weiß, dass Ehrlichkeit nicht immer angebracht ist, aber niemand gibt es gerne zu. Besser noch, kaum einer möchte WIRKLICH ständig damit konfrontiert werden.

Die Wahrheit ist also, dass die Ehrlichkeit eine verdammt subjektive Sache ist. Sowohl in dem, was wir sagen, als auch in dem, was wir hören wollen.

An dieser Stelle möchte ich mir kein Urteil darüber anmaßen, wer Recht hat und wer nicht - wie gesagt: es ist subjektiv. Was der Eine als Lüge betrachtet, empfindet der Andere als angenehmes "Nichtwissen". Insofern ist dies ein interessanter Thread, der Denkanstöße vermittelt, jedoch unmöglich zu einem Konsens führen kann.

In Beziehungen hat Ehrlichkeit sicher einen anderen Status als unter Kollegen oder Bekannten, aber da geht es auch darum, zu wissen, wie der Mensch tickt, mit dem man das Leben teilt und daher ist auch seine Vergangenheit wichtig. Natürlich möchte man existentielle DInge wissen: hat der andere Kinder, Schulden, Ex-Frauen oder eine Haftstrafe verbüßt. Lügen in solchen Bereichen sind nicht entschuldbar, weil sie quasi das eigene Leben betreffen - zumindest in dem Moment, wenn aus zwei "Ich" ein "Wir" werden soll.
Aber mal ehrlich:
Wenn man abends mal ohne Partner ausgeht, ein bisschen flirtet und vielleicht die ein oder andere Nummer bekommt - und dies Null interessant findet, weil man genau weiß, dass man den Partner liebt und nicht betrügen will - solte man es ihm sagen? Nein. Da wirft man die Nummern in den Papierkorb, genießt den Umstand und hält die Klappe. Warum sollte man es ihm erzählen??
Damit er weiß, wieviele Chancen man noch hat?? Kinderkram - in der Regel schürt man nur Misstrauen und Angst und in Folge gibt es Krach, wenn man allein ausgehen möchte.

Ehrlichkeit ist wichtig, aber im Sinne von "ehrlich sagen" , nicht im Sinne von "wir haben keine Geheimnisse" voreinander."

Das Thema Treue habe ich bewusst ausgeklammert, denn darüber wird zu viel schwadroniert und diskutiert.
In echten, ehrlichen Beziehungen ist das kein Thema sondern eine Selbstverständlichkeit.
Und sollte es anders sein, ist die Beziehung Mist - so einfach ist das. Da gibt es kein Herumgequatsche.

LG, Werbegeschenk

...
"Warum sollte man es ihm erzählen??
Damit er weiß, wieviele Chancen man noch hat?? Kinderkram - in der Regel schürt man nur Misstrauen und Angst und in Folge gibt es Krach, wenn man allein ausgehen möchte."

Dann sind die Leute aber durch die Bank "in der Regel" mit einem ordentlichen Defizit an Selbstwertgefühl ausgestattet.

Ich würde es erzählen, weil sich mein Freund drüber freut, dass er eine Freundin hat, die auch bei anderen Männern gut ankommt, weil er einfach weiss, dass mich das null interessiert und ich zu ihm stehe und keinen Grund hat, etwas anderes anzunehmen.

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17. Januar 2011 um 10:33

...
Ungefragt würden mich solche Kommentare zu nem fetten Hintern auch stören - aber wenn ich eine Frage stelle (zb ob ich nun zugenommen habe - seh ich meistens ja eh selber), erwarte ich mir auch ne ehrliche Antwort, sonst brauch ich doch gar nicht erst zu fragen.
Ich will selbstverständlich wissen, ob ich z.B. figurtechnisch dabei bin, Grenzen zu überschreiten... am besten früh genug. Und wenn ich dabei bin, zuzunehmen, und mein Freund sagt mir auf meine diesbezügliche Frage hin, dass es nun echt nicht noch mehr werden muss, ist mir das doch lieber, als wenn er die längste Zeit nichts sagt und ich davon ausgehe, es ist alles OK, während meine Attraktivität für ihn dahinschwindet, bis ich mal über 20kg zu viel habe - nachträglich ist das doch viel mehr Arbeit und weniger motivierend (besonders viel Eigeninitiative in der Richtung hab ich nicht), als wenn ich das gleich gewusst hätte.
Ich seh das einfach pragmatisch und verstehe nicht, was einem derartige Sensibilität da bringen soll.

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17. Januar 2011 um 10:39

...
Ich meine, mich interessiert es null, mit den Typen auch was anzufangen. Natürlich ist es für das eigene Ego schön, wenn man gut ankommt - welcher Mensch mag Anerkennung nicht (und damit mein ich nicht "Geile Titten - lass f***en gehen" - das wäre mir auch unangenehm)?
Und genauso ist es für meinen Freund eben auch ein positives Statuszeichen, wenn er weiß, seine Frau könnte genug andere haben, will aber trotzdem nur ihn.
Auch für mich wäre sexuelle Treue (wenn sie mir denn wichtig wäre) nur dann etwas wert, wenn der Partner überhaupt auch andere Optionen hat. Wenn er nur treu ist, weil ihn sonst eh niemand will, geb ich auf diese Treue nicht gerade viel.

Wenn es etwas Belangloses ist, erzähle ich es nicht, aber wenn ich mich gut unterhalten habe oder mich irgendwas genervt hat, erzähle ich das schon, wenn ich zb. danach gefragt werden, wie mein Tag war.

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17. Januar 2011 um 10:54
In Antwort auf esterya1

...
Meine Aussage bedeutet auch nicht, dass jemand automatisch jede Kleinigkeit von mir wissen MUSS - aber ich habe keine Lust, mir überlegen zu müssen, welche Fakten ich nun nennen darf und was nicht, ohne dass es Stress gibt.

Es ist ein Unterschied, ob es einem egal ist, ob seine Frau häufig angemacht wird, oder ob er stolz darauf ist, so eine begehrte Freundin zu haben und sich deshalb zu freuen, dass SIE zu ihm gehört.
Man kann die Situation sowohl positiv als auch negativ auslegen - und in meinen Augen spricht eine negative Auslegung für mich einfach von wenig Selbstbewusstsein (sonst bräuchte man keine Angst vor Konkurrenz haben), was ich dann wieder unattraktiv finde.

Gut...
.. dann ist das bei dir halt anders.
Mich würde es nicht glücklich machen, wenn mich jemand anmacht und mein Freund kommt dazu und meint: "Super, ich bin stolz, dass meine Freundin angemacht wird!"

Dann lieber mein Partner, der seinen Arm um mich legt und zeigt, was Sache ist. Und dann auch mal einen Spruch loslässt, ich mag diese Männlichkeit nunmal.

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17. Januar 2011 um 11:16

Ich hab doch eben geschrieben..
..wenn mein Partner DAZUKOMMT. Also wenn er dabei ist, wenn ich angemacht werde, finde ich es angenehm, wenn er zeigt, dass ich seine Freundin bin.

Aber wieso muss ich ihm jedes mal davon erzählen, dass ich angemacht wurde, wenn ich mit meinen Mädels unterwegs war? Nö, finde ich unnötig.

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17. Januar 2011 um 12:29

Ich vermeide es bewusst....
....weil ich nicht wüsste, WIESO ich es ihm erzählen sollte? Wem bringt das was? Ich hab doch auch eine Privatsphäre, ich kann doch auch mit Leuten reden, ohne alles meinem Freund zu erzählen^^.... Wieso sollte ich meinem Partner auf seine Frage hin sagen "Ja ich hab gestern mit einem erzählt, der sah echt super aus und war total unterhaltsam!" ?
Was für ein Gefühl gibt das meinem Freund? Dass ich andere interessant finde?

Die Pflicht, meinem Partner jede Kleinigkeit zu erzählen, nur weil er nach unnötigen Dingen fragt, wäre mir zu blöd. Das würde mir das Gefühl geben, dass es nur noch ein WIR gibt und kein ICH mehr.

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17. Januar 2011 um 12:40

Nichts, was irritieren müsste
Zum ersten Abschnitt: Ich wollte nur den im vornherein aufkommenden Gegenwind in diese Richtung wegnehmen (moralische Zwangsvorstellung und so). Wie gesagt, ich versuche einfach, die Sachen möglichst neutral und objektiv (so gut wie möglich zu schildern) ohne irgendwelche ansprüche an Diffuse "Moral" zu stellen. Das wäre ein Thema für sich,d as viele viele Seiten füllen würde.
Mich irritieren Leute, welche mit dem moralzwangargument auffahren gleichermassen. Ich wollte nur ein gewisses Niveau in der Diskussion haben; bis jetzt sieht es ja gut aus.

Offene Beziehungen: auch das geht, sobald man es mit den Argumenten von Selbswertgefühl und auch offener Lustauslebung ohne kompromisse sieht, über das hinaus, was ich bereits genannt habe. Glücklicherweise entwickelt sich der Thread gut, und es gibt durchaus Leute, welche hier interesse an solchen sachen haben. Kann man in diesem Falle ausbauen.

Im letzten Abschnitt kommst Du auf Respekt zu sprechen: eines Deiner Kernanliegen nehme ich an. Gilt auch für mich, aber eben, aus den gleichen Gründen hab ich das hier noch nicht genannt.

Viele Grüsse
Challenger85

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17. Januar 2011 um 14:50
In Antwort auf diesonne4

Ich vermeide es bewusst....
....weil ich nicht wüsste, WIESO ich es ihm erzählen sollte? Wem bringt das was? Ich hab doch auch eine Privatsphäre, ich kann doch auch mit Leuten reden, ohne alles meinem Freund zu erzählen^^.... Wieso sollte ich meinem Partner auf seine Frage hin sagen "Ja ich hab gestern mit einem erzählt, der sah echt super aus und war total unterhaltsam!" ?
Was für ein Gefühl gibt das meinem Freund? Dass ich andere interessant finde?

Die Pflicht, meinem Partner jede Kleinigkeit zu erzählen, nur weil er nach unnötigen Dingen fragt, wäre mir zu blöd. Das würde mir das Gefühl geben, dass es nur noch ein WIR gibt und kein ICH mehr.

...
Ich spreche ja auch nicht von Pflicht... klar entscheide ich selber, was ich für relevant halte und was nicht - was ich einfach möchte ist ein Freund, dem ich alles erzählen KANN (nicht muss), ohne dass es Stress gibt.

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17. Januar 2011 um 15:19
In Antwort auf esterya1

...
Ich spreche ja auch nicht von Pflicht... klar entscheide ich selber, was ich für relevant halte und was nicht - was ich einfach möchte ist ein Freund, dem ich alles erzählen KANN (nicht muss), ohne dass es Stress gibt.

Dann ist es also...
...für dich wie du sagst keine pflicht, deinem freund alle fragen zu beantworten oder wahrheitsgemäß zu beantworten.
also wird es sicher situationen geben, in denen du eben das tust, sonst würdest du nicht so darüber sprechen..

außerdem habe ich nie von stress gesprochen. mir ging es um "sorgen", z.b. wenn ich, wie ich schonmal gesagt habe, ihm erzähle dass ich am vorabend mit einem netten typen geflirtet habe, der absolut mein typ war, dann vermittelt ihm das, dass ich mich womöglich für andere männer interessiere. völlig unabhängig davon, dass er mir vertraut und ich treu bin, impliziert es eben mein interesse an anderen männern.
und das KÖNNTE ihn verletzen. deshalb erzähle ich sowas lieber nicht, bevor er zu viel reininterpretiert und sich sorgen macht. und ich denke die möglichkeit, jemand anderer könnte dem partner besser gefallen, als man selbst, die gibt es immer. damit daraus keine sorge wird, habe ich meine privatsphäre.

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17. Januar 2011 um 15:21

Dem würde ich mich anschließen...
ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass esterya ihrem partner ausnahmslos ALLES erzählen kann, ohne dass es stress gibt/ er sich sorgen macht.
dann wäre sie ihm nämlich gleichgültig.

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