Forum / Liebe & Beziehung

Switch von Fernbeziehung zu "normaler" Beziehung-Wird das noch was?

28. Oktober um 11:03 Letzte Antwort: 2. November um 11:12

Hallo ihr da draußen,

mir liegt da was auf dem Herzen, was ich gerne hier in diesem anonymen Rahmen thematisieren möchte. Ich freue mich über alle konstruktiven Ratschläge/Meinungsäußerungen!

Es geht um Folgendes: Ich führe seit nunmehr 2 1/2 Jahren eine Fernbeziehung (120 km) mit einem sehr lieben Mann. Wir waren beide nie der Typ Mensch für eine Fernbeziehung, aber wo die Liebe eben hinführt... Wir haben es dann drauf ankommen lassen und dabei doch recht zeitig festgestellt, dass die Fernbeziehung uns in unserer damaligen Situation doch gut getan hat. Ich bin alleinerziehende Mutter einer 8-Jährigen und unter der Woche bin ich mit arbeiten gehen, Haushalt, Termine etc. doch recht eingespannt. Da bin ich dann abends froh, wenn ich endlich auf meine Couch komme und endlich Ruhe um mich herum einkehrt. Mein Freund hat dies genauso empfunden. Doch seit ca. einem dreiviertel Jahr, hat sich das Ganze gewandelt. Wir haben beschlossen, dass so gut die Fernbeziehung anfänglich für uns war, wir nun doch den nächsten Schritt zusammen wagen wollen und zusammen ziehen wollen. Die gemeinsame Entscheidung ist aufgrund verschiedener Faktoren schon auf meinen Wohnort gefallen. Er selbst strebt schon seit einigen Jahren eine berufliche Veränderung an, ich habe seit 2 Jahren einen sehr guten Arbeitsplatz mit Zukunftsperspektive. Nun zu folgendem Problem:

Ich habe ihn kennengelernt, da war er schon beruflich sehr unglücklich, was sich auch darin zeigte, dass er sehr klammerte und von mir erwartete, dass ich ihm die Erholungsphasen am Wochenende biete. Wollte ich bereits sonntags nach Hause fahren kamen Sätze wie "ach, bitte blieb noch eine Nacht, mir geht es immer viel besser, wenn du da bist und dann muss ich noch nicht an die Arbeit denken". Oftmals habe ich mich dann doch umentschieden und bin dann eben noch geblieben, auch wenn es am nächsten Morgen Stress für mich bedeutete. Dazu kam noch, dass er dadurch bereits Schlafstörungen hatte und wenn er nachts wach wurde, mich dann mit wach gemacht hat, damit er nicht alleine "leidet". Das hat sich aber mittlerweile geändert, weil ich es frühzeitig angesprochen habe, dass das so nicht geht.

Nun sind 2 1/2 Jahre vergangen und in dieser Zeit hat er rein gar keinen Versuch unternommen, aus dieser für ihn so belastenden Situation rauszukommen. Dazu kommt noch, dass er anfänglich sagte, dass er selbst mit 40 gerne Vater wäre und auch heiraten wollen würde. Nun ist sein jüngerer Bruder mittlerweile verheiratet und sie erwarten ein Kind. Er freut sich für sie, aber man merkt, dass ihm das auch einen Stich versetzt. Er selbst sagt, dass er das Gefühl habe, dass er gerade selbst nicht weiter kommt, auf der Stelle tritt. Ich habe das erste Jahr viel Verständnis gezeigt für seine Situation. Ich bin selbst ein sehr sicherheitsliebender Mensch und weiß selbst, wie schwer es ist, wenn man so gestrickt ist, sich aus seiner Komfortzone zu bewegen... ABER ich habe mich selbst in den letzten Jahren weiterentwickelt und Dinge in meinem Leben gewagt, die ich mich vor einigen Jahren niemals getraut hätte. Mit dem Ergebnis, dass es mir jetzt in vielerlei Hinsicht besser geht. Ich weiß selbst, dass man da nur selbst raus kommt und deshalb bin ich auch mittlerweile an einem Punkt, wo ich verzweifle. Denn ich befürchte so langsam, dass er da nicht in die Pötte kommt und noch länger drin verweilt. Was auch bedeutet, dass unsere Entwicklung innerhalb der Beziehung nun schon seit einer Weile stagniert. Und das wirkt sich mittlerweile auch auf viele Dinge aus. Ich habe mittlerweile nicht mehr bloß Verständnis, sondern sage ihm auch ganz klar, dass wenn er unglücklich ist und eine Veränderung wünscht, dass nur er es ändern und angehen kann. Und, dass ich diesen Zustand so auch nicht mehr ewig gewillt bin mitzutragen. Denn er bremst uns damit auch aus und ich verliere immer mehr das Vertrauen darin, dass wir nächtes Jahr endlich zusammen leben werden. Er selbst sagt, dass er es weiß, dass er da was ändern muss, endlich tätig werden muss, aber es passiert nichts. Er informiert sich noch nicht einmal, was er denn überhaupt für Möglichkeiten hat. Und ich merke einfach, dass mich das immer mehr belastet und mich auch irgendwo "abturnt". Unser Sexleben ist in den letzten Monaten ziemlich eingeschlafen und das, obwohl wir uns nur jedes Wochenende sehen. Mir fehlt gerade einfach eine gewisse "Männlichkeit" und ein "Dinge in die Hand nehmen". Stattdessen wird er immer depressiver, schläft wochenends sehr viel, die Schlafprobleme werden immer schlimmer und mittlerweile wirkt sich der ganze Stress auch schon körperlich aus, er hat ständig Magenprobleme und Kopfschmerzen. Ich frage mich, wie das weitergehen soll und merke einfach, dass das auch mittlerweile viel macht mit meiner Gefühlswelt....

Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn mir jemand einen Ratschlag geben könnte, oder einfach mal seine neutrale Einschätzung dazu kund tut.

Lieben Dank im Voraus!

Butterfly

 

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28. Oktober um 11:41

Ich weiß leider keinen Rat für dich, die Situation ist beklemmend, ich kann sein Verhalten auch nicht nachvollziehen und erlebe das häufig dass manche Männer ins Nichtstun verfallen, wie in einer Depression. Ich würde empfehlen eine Therapie zu machen. Du kannst nichts machen. Aber auch das muss er selbst wollen. 

Warum ihm der Mut und Veränderungswille fehlt weißt du wahrscheinlich auch nicht?  Er müsste sich neu bewerben, das in der Corona Krise. In welcher Branche arbeitet er? 

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28. Oktober um 12:58
In Antwort auf butterfly8788

Hallo ihr da draußen,

mir liegt da was auf dem Herzen, was ich gerne hier in diesem anonymen Rahmen thematisieren möchte. Ich freue mich über alle konstruktiven Ratschläge/Meinungsäußerungen!

Es geht um Folgendes: Ich führe seit nunmehr 2 1/2 Jahren eine Fernbeziehung (120 km) mit einem sehr lieben Mann. Wir waren beide nie der Typ Mensch für eine Fernbeziehung, aber wo die Liebe eben hinführt... Wir haben es dann drauf ankommen lassen und dabei doch recht zeitig festgestellt, dass die Fernbeziehung uns in unserer damaligen Situation doch gut getan hat. Ich bin alleinerziehende Mutter einer 8-Jährigen und unter der Woche bin ich mit arbeiten gehen, Haushalt, Termine etc. doch recht eingespannt. Da bin ich dann abends froh, wenn ich endlich auf meine Couch komme und endlich Ruhe um mich herum einkehrt. Mein Freund hat dies genauso empfunden. Doch seit ca. einem dreiviertel Jahr, hat sich das Ganze gewandelt. Wir haben beschlossen, dass so gut die Fernbeziehung anfänglich für uns war, wir nun doch den nächsten Schritt zusammen wagen wollen und zusammen ziehen wollen. Die gemeinsame Entscheidung ist aufgrund verschiedener Faktoren schon auf meinen Wohnort gefallen. Er selbst strebt schon seit einigen Jahren eine berufliche Veränderung an, ich habe seit 2 Jahren einen sehr guten Arbeitsplatz mit Zukunftsperspektive. Nun zu folgendem Problem:

Ich habe ihn kennengelernt, da war er schon beruflich sehr unglücklich, was sich auch darin zeigte, dass er sehr klammerte und von mir erwartete, dass ich ihm die Erholungsphasen am Wochenende biete. Wollte ich bereits sonntags nach Hause fahren kamen Sätze wie "ach, bitte blieb noch eine Nacht, mir geht es immer viel besser, wenn du da bist und dann muss ich noch nicht an die Arbeit denken". Oftmals habe ich mich dann doch umentschieden und bin dann eben noch geblieben, auch wenn es am nächsten Morgen Stress für mich bedeutete. Dazu kam noch, dass er dadurch bereits Schlafstörungen hatte und wenn er nachts wach wurde, mich dann mit wach gemacht hat, damit er nicht alleine "leidet". Das hat sich aber mittlerweile geändert, weil ich es frühzeitig angesprochen habe, dass das so nicht geht.

Nun sind 2 1/2 Jahre vergangen und in dieser Zeit hat er rein gar keinen Versuch unternommen, aus dieser für ihn so belastenden Situation rauszukommen. Dazu kommt noch, dass er anfänglich sagte, dass er selbst mit 40 gerne Vater wäre und auch heiraten wollen würde. Nun ist sein jüngerer Bruder mittlerweile verheiratet und sie erwarten ein Kind. Er freut sich für sie, aber man merkt, dass ihm das auch einen Stich versetzt. Er selbst sagt, dass er das Gefühl habe, dass er gerade selbst nicht weiter kommt, auf der Stelle tritt. Ich habe das erste Jahr viel Verständnis gezeigt für seine Situation. Ich bin selbst ein sehr sicherheitsliebender Mensch und weiß selbst, wie schwer es ist, wenn man so gestrickt ist, sich aus seiner Komfortzone zu bewegen... ABER ich habe mich selbst in den letzten Jahren weiterentwickelt und Dinge in meinem Leben gewagt, die ich mich vor einigen Jahren niemals getraut hätte. Mit dem Ergebnis, dass es mir jetzt in vielerlei Hinsicht besser geht. Ich weiß selbst, dass man da nur selbst raus kommt und deshalb bin ich auch mittlerweile an einem Punkt, wo ich verzweifle. Denn ich befürchte so langsam, dass er da nicht in die Pötte kommt und noch länger drin verweilt. Was auch bedeutet, dass unsere Entwicklung innerhalb der Beziehung nun schon seit einer Weile stagniert. Und das wirkt sich mittlerweile auch auf viele Dinge aus. Ich habe mittlerweile nicht mehr bloß Verständnis, sondern sage ihm auch ganz klar, dass wenn er unglücklich ist und eine Veränderung wünscht, dass nur er es ändern und angehen kann. Und, dass ich diesen Zustand so auch nicht mehr ewig gewillt bin mitzutragen. Denn er bremst uns damit auch aus und ich verliere immer mehr das Vertrauen darin, dass wir nächtes Jahr endlich zusammen leben werden. Er selbst sagt, dass er es weiß, dass er da was ändern muss, endlich tätig werden muss, aber es passiert nichts. Er informiert sich noch nicht einmal, was er denn überhaupt für Möglichkeiten hat. Und ich merke einfach, dass mich das immer mehr belastet und mich auch irgendwo "abturnt". Unser Sexleben ist in den letzten Monaten ziemlich eingeschlafen und das, obwohl wir uns nur jedes Wochenende sehen. Mir fehlt gerade einfach eine gewisse "Männlichkeit" und ein "Dinge in die Hand nehmen". Stattdessen wird er immer depressiver, schläft wochenends sehr viel, die Schlafprobleme werden immer schlimmer und mittlerweile wirkt sich der ganze Stress auch schon körperlich aus, er hat ständig Magenprobleme und Kopfschmerzen. Ich frage mich, wie das weitergehen soll und merke einfach, dass das auch mittlerweile viel macht mit meiner Gefühlswelt....

Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn mir jemand einen Ratschlag geben könnte, oder einfach mal seine neutrale Einschätzung dazu kund tut.

Lieben Dank im Voraus!

Butterfly

 

Und was möchte er machen wenn er zu dir zieht?
Was du beschreibst klingt sehr antriebslos, da passen Umzüge und neuen Job suchen nicht rein.
Aber er müsste ja schon den Arbeitsmarkt in deiner Umgebung beobachten um zu sehen was dort geht und evtl auch die Spreu vom Weizen zu trennen. Arbeitgeber die auffallend oft suchen für den gleichen Posten, demnach eine hohe Fluktuation haben, sind dann wieder Stellen mit Frustpotential. Die gilt es zu vermeiden. Das geht nur durch Beobachtung des Arbeitsmarktes. Dafür gibt es genug Portale.

Ob seine Antriebslosigkeit von seinem Frust kommt oder sein Charakter so ist, kannst du bisher auch nicht klären? Bei letztem wäre das offensichtlich nix für dich, aus deiner Sicht n Waschlappen.

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28. Oktober um 13:45
In Antwort auf adele123456789

Und was möchte er machen wenn er zu dir zieht?
Was du beschreibst klingt sehr antriebslos, da passen Umzüge und neuen Job suchen nicht rein.
Aber er müsste ja schon den Arbeitsmarkt in deiner Umgebung beobachten um zu sehen was dort geht und evtl auch die Spreu vom Weizen zu trennen. Arbeitgeber die auffallend oft suchen für den gleichen Posten, demnach eine hohe Fluktuation haben, sind dann wieder Stellen mit Frustpotential. Die gilt es zu vermeiden. Das geht nur durch Beobachtung des Arbeitsmarktes. Dafür gibt es genug Portale.

Ob seine Antriebslosigkeit von seinem Frust kommt oder sein Charakter so ist, kannst du bisher auch nicht klären? Bei letztem wäre das offensichtlich nix für dich, aus deiner Sicht n Waschlappen.

Eben, genau das wünsche ich mir seit einem Jahr von ihm. Aber nichts passiert. Er hatte letztes Jahr mal die Anwandlung und hat eine Bewerbung geschrieben. Einfach um zu sehen, ob er das noch kann nach all den Jahren. Hat er super gelöst, nur eben nichts weiter damit angefangen... Und auf dem Jobmarkt schaut er sich auch nicht um. Er überlegt auch schon seit längerem, ob er nicht ganz die Branche wechselt. Sein Job macht ihm generell nach all den vielen Jahren keinen Spaß mehr und stresst ihn mittlerweile über die Maße...

Ich hatte ihm Anfang des Jahres gesagt, dass ich mir wünsche, dass wir nächtes Jahr endlich den nächsten Schritt gehen in unserer Beziehung. Er sagt, das würde er auch wollen. Er sagt generell sehr viel, aber nichts kommt dabei heraus. Es ist mittlerweile so, dass ich mich frage, ob er überhaupt wirklich zu uns ziehen möchte... Er liebt die Stadt in der er lebt... Aber das habe ich auch schonmal angesprochen. Klar, würde er seine Stadt lieben, aber für uns würde er her ziehen, zumindest übergangsweise mit mir, bis meine Tochter etwas älter ist. Ich bin mittlerweile an dem Punkt, dass ich immer weniger daran glaube, dass wir nächstes Jahr zusammen ziehen werden...

Und noch zu deiner Frage im letzten Absatz. Er ist sehr gewissenhaft und leistet in der Firma viel. Krank ist er auch nie. Macht Überstunden ohne Ende. Antriebslos habe ich ihn nicht kennengelernt. Aber er ist prinzipiell eher negativ eingestellt und unvorhersehbare Dinge die über ihn herein brechen, verunsichern ihn sehr und bringen ihn direkt ins Schwanken. Eine Art mit der ich schwer zurecht komme, da ich eher optimistisch bin und er mich mit seiner Art oftmals runterzieht...

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28. Oktober um 22:44

Bevor er direkt in einen Burnout oder gar eine Depression hineinrauscht, wäre der Gedanke, zum Arzt zu gehen,  nicht falsch.

Davon abgesehen höre ich aus deiner Beschreibung heraus, daß du immer weniger an Euch, bzw. ihn glaubst. Wenn das stimmt, versuche dich langsam zu lösen.

Freundliche Grüße,

Pi


 

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29. Oktober um 13:27
In Antwort auf pi-choo

Bevor er direkt in einen Burnout oder gar eine Depression hineinrauscht, wäre der Gedanke, zum Arzt zu gehen,  nicht falsch.

Davon abgesehen höre ich aus deiner Beschreibung heraus, daß du immer weniger an Euch, bzw. ihn glaubst. Wenn das stimmt, versuche dich langsam zu lösen.

Freundliche Grüße,

Pi


 

Hallo Pi,

danke für deine Nachricht!

Ja, ich denke auch, dass es darauf hinauslaufen wird. Irgendwann wird er bei einem Arzt vorstellig werden müssen...

Und zu deiner Auffassung bzgl. meiner geschriebenen Worte- ich denke du hast Recht. Wobei mich dieser Gedanke auch sehr traurig stimmt. Er ist ein toller Mann und absolut liebenswürdig im Umgang mit meiner Tochter. Ich habe immer gesagt, dass ich nie wieder so jemanden wie ihn finde, der so ein Händchen hat für meine Tochter. Es würde ihr das Herz brechen und ihm auch...

Grüße dich zurück,

butterfly

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29. Oktober um 16:15

Hab von den Ausgangsvoraussetzungen eine ähnliche Situation und auch der Mann ist in manchem etwas ähnlich. Er hat ein gewisses Maß an präemptiver Melancholik, dh er ist manchmal jetzt schon am Seufzen, wenn er dran denkt,  dass er umziehen wird müssen, aber das scheint gerade eine Methode der Bewältigung zu sein... solange ich mir das nicht als "Schuld" übernehme, dass er das wegen mir/ uns macht, soll er halt seufzen.

Das mit dem "ich hätte vielleicht lieber was anderes und deshalb muss ich rumseufzen" versuche ich nicht mehr an mich ranzulassen. Das ist ja auch unsexy ehrlich gesagt. Mach was oder lass es. Hier wartet das Gold, du weißt es.


Ich glaube wir tun gut daran, das Thema nicht allzu oft anzusprechen... und ehrlicherweise, wenns noch Dinge zu klären gibt, idealerweise vor Wohungskündigung und Jobkündigung noch klären. So möchtest du ja auch nicht mit ihm zusammen ziehen, oder? Warum willst du denn zusammen ziehen?

Wir sind noch nicht so lange zusammen wie ihr und durch mein Kind kommt ein umziehen für mich derzeit nicht in Frage. Das ist jetzt halt "Pech", eine Sache, die nicht ganz so aalglatt geht wie alle 999 anderen, die super laufen. 

Was für mich allerdings nicht ginge, wenn er mich in meiner Entwicklung einbremsen würde oder gar Abmachungen sabotieren würde. Ich kann mir aus vielen Gründen nicht erlauben, einfach so eine Nacht länger zu bleiben, auch wenn's mir gefallen würde. Außer Gedankenspielereien gibts da nur absolute Zurückhaltung und Verständnis, eher noch Aufmunterung, dass wir uns eh bald wieder sehen. Ein schlechtes Gewissen hatte ich in diesem Zusammenhang noch nie. 



 

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2. November um 7:43

Kurzes Update: Ich habe am Wochenende ein sehr intensives Gespräch geführt mit meinem Freund. War sehr emotional, viele Tränen sind geflossen und er kam endlich mal aus sich raus. Er zeigte mir die Tage, dass er nun tätig wird und hat sich sogar bei X*ng angemeldet. Möchte wohl nun aus seiner Komfortzone raus kommen, weil er gemerkt hat, dass bereits viel kaputt gegangen ist nachdem er nun seit über einem Jahr davon redet, aber keine Taten folgen lässt. Was mein Vertrauen in seine wirklichen Absichten bzgl. unserer Beziehung unterbewusst angefangen hat zu reduzieren... 

Er hat mir im Zuge dieses intensiven Gesprächs erzählt, dass seine Ex ihm damals auch schon vorgeworfen habe nicht aus dem Quark zu kommen. Sie wollte da wohl auch schon länger mit ihm eine eigene Wohnung kaufen. Als es dann nach Jahren endlich so weit war, hat sie die Beziehung beendet... 

Nach diesen sehr intensiven Gesprächen am Wochenende hatte ich das starke Gefühl, dass wir beide neuen Antrieb verspürt haben und wieder mehr Nähe möglich war. Und dann passierte gestern der Supergau-ich schickte mir in seinem Einverständnis ein Bild über WA und dabei stolperte ich über ein Chat mit einer Frau. Er schrieb ihr darin, dass er immer wieder an sie denken müsse und ob sie mal telefonieren wollen, was sie dann wohl auch getan haben. Seither hätten sie wieder keinen Kontakt. Das schlimme für mich ist, dass er mit dieser Frau bereits letzten Sommer geschrieben hat und genau gesehen hat, wie sehr mich das verletzt. Er hatte mir zugesagt, den Kontakt zu löschen und es zukünftig zu lassen. Am Anfang unserer Beziehung war er noch eine Weile bei Lovoo angemeldet...All so Sachen kommen nun hoch und ich fühle mich betrogen und tief verletzt. Ihm tat es schrecklich Leid. Er weinte und war selbst ehrlich betroffen, das habe ich gespürt. Aber trotzdem, ich fühle mich seither mies, kränklich und möchte mich am liebsten verkriechen... Ich weiß einfach nicht, was ich darüber denken soll... Mein Herz tut weh und mein Bauch ist wie zu... 

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2. November um 8:24

Warum hat er die Unterhaltung und Telefonnummer bisher nicht gelöscht? 

Ich habe mich um die Chats und Kontakte meines Partners nie bemüht, weil auf meine Kontakte direkt oder indirekt stets Aufmerksamkeit gerichtet war. Dadurch entwickelte ich jedoch den Anspruch jeden meiner Kontakte zu hinterlegen, zu behalten und abzuspeichern. Was ich damit sagen möchte ist, hast du dich ihm gegenüber bereits zu Beginn misstrauisch verhalten, ihn subtil unter Kontrolle gesetzt - hat er ggf. deshalb diesen Kontakt bisher nicht gelöscht? 

Mich würde die Vergangenheit nicht interessieren, ich würde mich auf die Gegenwart konzentrieren und sehen wie es sich jetzt weiter entwickelt. Zeigt er dir ggü. Motivation, Interesse und Initiative würde ich die Vergangenheit ruhen lassen. Was mich viel mehr stören würde ist seine Passivität und damit einhergehender sein Pessimismus.- Darauf kannst du nicht aufbauen, völlig unabhängig davon mit wievielen Frauen er Kontakte pflegt.

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2. November um 10:33
In Antwort auf sonnenwind4

Warum hat er die Unterhaltung und Telefonnummer bisher nicht gelöscht? 

Ich habe mich um die Chats und Kontakte meines Partners nie bemüht, weil auf meine Kontakte direkt oder indirekt stets Aufmerksamkeit gerichtet war. Dadurch entwickelte ich jedoch den Anspruch jeden meiner Kontakte zu hinterlegen, zu behalten und abzuspeichern. Was ich damit sagen möchte ist, hast du dich ihm gegenüber bereits zu Beginn misstrauisch verhalten, ihn subtil unter Kontrolle gesetzt - hat er ggf. deshalb diesen Kontakt bisher nicht gelöscht? 

Mich würde die Vergangenheit nicht interessieren, ich würde mich auf die Gegenwart konzentrieren und sehen wie es sich jetzt weiter entwickelt. Zeigt er dir ggü. Motivation, Interesse und Initiative würde ich die Vergangenheit ruhen lassen. Was mich viel mehr stören würde ist seine Passivität und damit einhergehender sein Pessimismus.- Darauf kannst du nicht aufbauen, völlig unabhängig davon mit wievielen Frauen er Kontakte pflegt.

Danke für deine Nachricht!

Um deine Frage zu beantworten: Nein, ich war zu Beginn unserer Beziehung nie misstrauisch oder eifersüchtig. Ganz im Gegenteil. Er hat schon immer gern schönen Frauen hinterher gesehen und blöde Sprüche ausgetauscht wenn er mit seinen Jungs unterwegs war. Da wurde eben "geschmarrt" und das war vollkommen okay für mich, da ich selbst auch nicht blind bin für attraktive Menschen. Ich habe ihm zu 100% vertraut. Angefangen misstrauisch zu werden war, als er innerhalb unserer Beziehung noch bei einer Dateing App angemeldet war und als er bereits letztes Jahr diesen Kontakt hatte zu dieser besagten Frau. Er hätte sie damals wohl gelöscht gehabt, also den Kontakt. Aber er hatte ihren Chatverlauf noch archiviert und als er dann sein neues Handy bekam und sein messenger dort eingerichtet hat, hätte er wieder ihre Statusmeldungen gesehen... 

 

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2. November um 11:12
In Antwort auf butterfly8788

Danke für deine Nachricht!

Um deine Frage zu beantworten: Nein, ich war zu Beginn unserer Beziehung nie misstrauisch oder eifersüchtig. Ganz im Gegenteil. Er hat schon immer gern schönen Frauen hinterher gesehen und blöde Sprüche ausgetauscht wenn er mit seinen Jungs unterwegs war. Da wurde eben "geschmarrt" und das war vollkommen okay für mich, da ich selbst auch nicht blind bin für attraktive Menschen. Ich habe ihm zu 100% vertraut. Angefangen misstrauisch zu werden war, als er innerhalb unserer Beziehung noch bei einer Dateing App angemeldet war und als er bereits letztes Jahr diesen Kontakt hatte zu dieser besagten Frau. Er hätte sie damals wohl gelöscht gehabt, also den Kontakt. Aber er hatte ihren Chatverlauf noch archiviert und als er dann sein neues Handy bekam und sein messenger dort eingerichtet hat, hätte er wieder ihre Statusmeldungen gesehen... 

 

Das liest sich nun nach einer Ausrede. Nach meinen vielen Begegnungen nun mit Liierten die sich als Single ausgeben oder auf der Suche nach einem sonsrwie gearteten Kick habe ich große Vorurteile bezüglich eines solches Verhaltens wie das deines Freundes entwickelt. 

Ich denke vielmehr, dass seine Passivität und seine Trägheit eurer Beziehung gegenüber genau mit diesem seinem Verhalten begründet wird. Ich würde einen kurzen Prozess machen und das Ganze beenden. Sorry, wenn dir das nun nicht hilfreich erscheint. Ich habe selbst ein paar Jahre Lebenszeit verschwendet mit  vielen Bemühungen und Anstrengungen, diesen Aufwand würde ich niemals wieder auf mich nehmen. 
 

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