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Suizidgefahr- was soll ich tun?

12. April 2015 um 23:20

Hallo erstmal,
Also, hier geht es nicht um mich, sondern um einen sehr guten Freund von mir. Gestern Abend hat er den Entschluss gefasst, sich das Leben nehmen zu wollen. Ich war bei ihm, habe mit ihm geredet und war natürlich unglaublich traurig, aber irgendwie auch distanziert. An seinem Entschluss kann ich ja nichts ändern. Aber er sollte wissen, dass er mich damit sehr traurig machen würde.
Auf jeden Fall sind Tränen geflossen und als ich mich auf den Rückweg gemacht habe- sein Bruder war auch mit dabei- ist er nach 5 Minuten doch wieder zu uns gelaufen und wollte mit mir reden.
Er hat mir einfach eine sch*eiß angst gemacht und später am abend "bye bye" geschrieben. Und am heutigen Morgen kam: ich habe es doch nicht gemacht.
Jetzt bin ich natürlich ziemlich enttäuscht und sauer auf ihn- was er nicht versteht.
Kann mir jemand von euch helfen? War von hier jemand in ähnlicher Situation? Wie würdet ihr reagieren und mit der Person ungehen?

Lg Saskia

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12. April 2015 um 23:50

Hilf ihm
Alle Zeichen deuten eigentlich nur darauf hin das er Aufmerksamkeit sucht. Als Freund solltest du sie ihm echt geben. Tu so als ob du echt darüber erschüttert wärst das er sich das Leben nehmen will, auch wenn du eigentlich weist das dies nicht stimmt, steh ihm zur Seite. Er soll eine Trauerphase ruhig durchmachen. Du wirst sehen das solche Aktionen eigentlich nur die Freundschaft mehr zusammenschweißt als je zuvor.

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13. April 2015 um 8:03

Hallo sasse94,
wer sich umbringen will, wird das tun, Möglichkeiten gibt es genug. Wenn jemand also so einen Schritt ankündigt, geht man zur Polizei und meldet den Vorfall. Die kümmern sich dann darum.

Eher schwach hingegen finde ich es, mit einem schlechten Gefühl nach Hause zu laufen, nichts weiter zu tun und anschließend mittels eines kurzen Postings hier die Forengemeinde verrückt zu machen.

Falls DU Hilfe in diesem Forum suchst, erlaube ich mir den Hinweis, dass dein Freund sie offensichtlich dringender braucht. Dein schlechtes Gefühl hast du zurecht und du weißt auch warum. Und dass dein Kumpel sich am nächsten Morgen mit einem "Ätsch-Bätsch, ich hab es doch nicht getan" bei dir meldet, wäre für mich ausreichender Grund, diese sogenannte Freundschaft sofort zu beenden.

Freundliche Grüße,
Christoph

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13. April 2015 um 9:31
In Antwort auf py158

Hallo sasse94,
wer sich umbringen will, wird das tun, Möglichkeiten gibt es genug. Wenn jemand also so einen Schritt ankündigt, geht man zur Polizei und meldet den Vorfall. Die kümmern sich dann darum.

Eher schwach hingegen finde ich es, mit einem schlechten Gefühl nach Hause zu laufen, nichts weiter zu tun und anschließend mittels eines kurzen Postings hier die Forengemeinde verrückt zu machen.

Falls DU Hilfe in diesem Forum suchst, erlaube ich mir den Hinweis, dass dein Freund sie offensichtlich dringender braucht. Dein schlechtes Gefühl hast du zurecht und du weißt auch warum. Und dass dein Kumpel sich am nächsten Morgen mit einem "Ätsch-Bätsch, ich hab es doch nicht getan" bei dir meldet, wäre für mich ausreichender Grund, diese sogenannte Freundschaft sofort zu beenden.

Freundliche Grüße,
Christoph

^^
ja, wenn man schon bei Freunden um Hilfe bettelt, hat man es gefälligst auch zu tun, statt sich in der Nacht doch dagegen zu entscheiden und am nächsten Morgen auch noch Bescheid zu geben, dass man die Nacht überstanden hat ^^

Meine Güte, wenn ich den Thread so lese, dann frage ich mich manchmal echt, wie man als Betroffener noch den Mut finden soll, über die eigenen Probleme mit Menschen in seiner Umgebung zu sprechen.
Die sollen einem dann entweder die Bullen auf den Hals hetzen, die nehmen einen dann mit in eine Klinik, dann geht das Ganze vor einen Richter, der (üblicher Weise nach Aktenlage, ohne mit den Betroffenen auch nur zu sprechen) entscheidet, ob man zwangsentmündigt wird und in der Klinik bleiben muss (ich würde so etwas keinem EX-"Freund" je vergessen) oder sie sollen halt die "Freundschaft" beenden, wenn man sich erdreistet, ihnen mitzuteilen, dass man eine ewig lange Nacht lang einen Kampf gegen die Todessehnsucht gekämpft und für diese Nacht gewonnen hat.
Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.

Dabei hätte es vielleicht gereicht, einfach in dieser Nacht nicht allein sein zu müssen.

Ja, ich weiss auch, dass es Menschen gibt, die Suizid-Androhungen nutzen, um andere emotional zu erpressen. Nur ist das Bitte kein Grund, so zu tun, als gäbe es nicht Menschen mit "echter" Todessehnsucht, die wirklich dagegen ankämpfen müssen. Wer sich nicht vorstellen kann, wie das ist, sollte jeden Abend auf Knien den Göttern dafür danken.
Nur kann man sich Bitte so annähernd vernünftig verhalten, wie bei jeder anderen Krankheit auch. Ob der Betroffene jetzt körperliche oder seelische Schmerzen hat. Bei körperlichen Schmerzen würde auch keiner die Pollente rufen, sondern mit demjenigen in die Notaufnahme des Krankenhauses fahren oder ihn zum Arzt begleiten oder den Krankenwagen rufen oder demjenigen zumindest genau das eindringlich raten, oder?

Genau wegen solchen (Pardon) dämlichen Kommentaren trauen sich Menschen mit "echten" Problemen mit Depressionen und Todessehnsucht nämlich verdammt selten, mit Menschen in ihrer Umgebung über ihre Probleme zu sprechen und machen lieber bis zum Finale ein grosses Geheimnis daraus. Wer will schon solche Reaktionen erleben, wenn man schon am Boden ist und / oder in der "will nur Aufmerksamkeit" - Schublade landen.

Nein, die Freunde, Bekannten, Verwandten eines Menschen mit Todessehnsucht sind keine Psychologen, keine Psychiater, keine Psychotherapeuten, sie sind für diese Situationen nicht ausgebildet. Sie sollen sich auch nicht erpressen lassen und sie sollen nicht die nächsten 999 Nächte an der Seite des Betroffenen wachen. Aber einfach mal für jemanden da sein, dem es gerade echt sch*** geht, sollte ja wohl drin sein.

Ansonsten kann und sollte man vorgehen, wie bei jeder körperlichen Krankheit auch: dem Betroffenen raten, einen Arzt aufzusuchen. Im einfachsten Falle die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses mit psych. Abteilung - es besteht Lebensgefahr, also hat man jedes Recht dazu. Grundsätzlich ist jeder Arzt, auch z.B. der behandelnde Hausarzt zuständig, die nächste Klinik wäre jedoch wesentlich sinnvoller. So lange der Betroffene da freiwillig hingeht und auch den Eindruck macht, als wäre er geistig nicht völlig weg, winkt dem dann auch kein Zwangsentmündigungs-Verfahren.

Wenn der Betreffende sich aber nicht helfen lässt und ärztliche Behandlung zurück weist, DANN sollte man sich distanzieren. Doch wenn man es hinbekommt, wäre es einen Ticken zivilisierter, sich nicht von vorn herein wie ein @rschloch zu verhalten.

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13. April 2015 um 9:52

Versteh ich das richtig?
sein bruder und du seid bei ihm gewesen, er kündigt euch an, sich das leben nehmen zu wollen und ihr geht beide einfach nach hause???
nicht wirklich, oder?

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13. April 2015 um 10:09

Da
Hast du etwas falsch verstanden. Ich bin in unseren Wald, weil er dort oft hingeht. Gerade auch mit seinen Hunden und ich hatte einfach das Gefühl, er würde da an einem Baum hängen. War zum Glück nicht so.
Ee kam dann nach 10 minuten mit seinem Bruder und hat mir den Entschluss mitgeteilt, dass er schon alles vorbereitet habe und sich an dem Baum unter dem wir saßen heute Nacht das Leben nehmen wird.
Danach habe ich bestimmt ne stunde mit ihm geredet und mich von ihm verabschiedet, meinstdu ich hhätte mit ansehen können, wie er sich vor mir aufhängt?!
Bin dann in Richtung heim gelaufen und er kam dann doch hinter mir her...

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13. April 2015 um 10:29

Ich habe
ihm lediglich gesagt, ich wäre traurig, wenn er gehen würde.

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13. April 2015 um 10:39
In Antwort auf sasse94

Da
Hast du etwas falsch verstanden. Ich bin in unseren Wald, weil er dort oft hingeht. Gerade auch mit seinen Hunden und ich hatte einfach das Gefühl, er würde da an einem Baum hängen. War zum Glück nicht so.
Ee kam dann nach 10 minuten mit seinem Bruder und hat mir den Entschluss mitgeteilt, dass er schon alles vorbereitet habe und sich an dem Baum unter dem wir saßen heute Nacht das Leben nehmen wird.
Danach habe ich bestimmt ne stunde mit ihm geredet und mich von ihm verabschiedet, meinstdu ich hhätte mit ansehen können, wie er sich vor mir aufhängt?!
Bin dann in Richtung heim gelaufen und er kam dann doch hinter mir her...

Meinst Du...
... er hätte es getan, wenn Du dabei bist?!? Na bestimmt nicht!

Meinst Du nicht, es hätte ihm geholfen, einfach in dieser Nacht mal nicht allein sein zu müssen? Oder ist das für einen "sehr guten Freund", der schon den Mut zusammen rafft, solche Probleme mit anderen zu besprechen, vielleicht zu viel verlangt?

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13. April 2015 um 12:28

Der Typ braucht Hilfe. Nicht von dir, aber von professionellen Stellen. Selbstmord ist strafbar. Bei einer solchen Drohung darfst (musst) du die Polizi anrufen.

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13. April 2015 um 12:50
In Antwort auf 4q

Der Typ braucht Hilfe. Nicht von dir, aber von professionellen Stellen. Selbstmord ist strafbar. Bei einer solchen Drohung darfst (musst) du die Polizi anrufen.

Ich habe schon mal die Polizei angerufen,
weil ich Jemanden für selbstmordgefährdet hielt.

Die Polizei kam auch, sah, dass der Selbstmörder in spe noch quicklebendig war und schickte ihm ein paar Tage später eine Rechnung für den Polizei-Einsatz.

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13. April 2015 um 13:11

/signed
ich kenne ein paar mehr, die das durch haben, dass irgend ein mehr oder minder wohlmeinender "Freund" da die Polizei gerufen hat. Einige bis zur Zwangsentmündigung. Die, die noch lebten, hatten panische Angst, sich je wieder an irgend wen um Hilfe zu wenden, wenn die Todes-Sehn-Sucht zu stark wurde. Die sassen zitternd vor Angst neben mir und trauten sich noch nicht einmal mehr, dem Arzt / Therapeuten (!) gegenüber offen über ihren Zustand und ihre Probleme zu sprechen. Sprich: Für die war auf Jahre jede Therapiemöglichkeit schlicht vorbei.
Fällt mir schwer, das "besser" zu finden.

Abgesehen davon: eine Zwangseinweisung würde, könnte und wollte ich niemandem je verzeihen.

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13. April 2015 um 13:34

Hallo
---Jetzt bin ich natürlich ziemlich enttäuscht und sauer auf ihn- was er nicht versteht. ---

Erst sagt er das er es macht und denn doch nicht, so ein Arsch

Ich bin der Meinung jeder sollte über sein Leben selbst entscheiden, selbst über sein ab/Leben.

Wer sein Leben nicht zu schätzen weiß hat es eh nicht verdient.
Gibt so viele schwer und todkranke Menschen die alles dafür geben würde weiter leben zu können, daher hab ich keinerlei Mitleid für Selbstmörder.

Frage mal Eltern was sie von einem Menschen halten der kerngesund ist und Selbstmord begeht, während ihr Kind todkrank ist und sie wirklich alles dafür tun würden das es weiter leben könnte.

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13. April 2015 um 13:52

Hallo
Nicht direkt, wer aber Selbstmord begehen will wird als unzurechnungsfähig eingestuft, kommt denn in eine Psychiatrie bis er/sie wieder als zurechnungsfähig gilt.

Wobei das im ermessen des behandelnden Psychiaters liegt, da gibt es Leute die so gerne mal für viele Jahre oder sogar für immer in einen Psychiatrie "Verschwinden".

Zu dem ist es moralisch echt das letzte wie einige Selbstmord begehen, wie z.b. sich vor den Zug zu werfen, kam gerade letztens ein Beitrag zu einem Bahnfahrer der danach seinen Job nicht mehr ausüben konnte und schlimme Albträume hatte wo er noch sah wie der Körper des Selbstmörders von seinem Zug zermatscht wurde.
Noch schlimmer sind jene die andere mitnehmen, wie Geisterfahrer z.b.

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13. April 2015 um 13:56

Nein, an dem Punkt differenziere ich nicht mehr
ich kenne mich mit Todessehnsucht, die so übermächtig ist, dass man nicht mehr weiss, wie man dagegen ankommen soll, einfach zu gut aus. Es ist für mich zu real, dass mir selbst genau das passieren könnte.

Jemand, der nicht (noch) dagegen ankämpft, spricht das anderen gegenüber auch nicht an, oder? Welche Differenzierung also? Wenn jemand das Thema anspricht, anderen davon erzählt, dann gibt es nur die zwei Möglichkeiten: es ist wirklich diese unseelige, verdammte emotionale Erpressung - oder es ist jemand, der gerade dagegen ankämpft und nicht mehr weiss, wie er / sie den Kampf noch gewinnen soll. Ist der Kampf entschieden, hält man die Klappe und hängt sich nicht noch blöde Diskussionen an den Hals.

Da "in die Klapse" zu gehen, ist ein verdammt schwerer Schritt, der oft schon an sich Unterstützung braucht. So einfach, wie Gesunde (bei jeder Art psych. Probleme) hier immer das "muss man sich helfen lassen" daher plappern, habe ich das nie erlebt. Deswegen *kann* ich beim besten Willen bei jemandem, der das erst einmal ablehnt, auch nie von "für keine Hilfsangebote offen" sprechen.
Ich würde es jedem in dieser Situation raten - aber ich würde davon ausgehen, dass meine Hilfe, die ich in dieser Situation leisten kann und sollte, primär darin besteht, demjenigen begreiflich zu machen, dass man eben ins Krankenhaus gehen sollte, wenn man so unglaublich starke (seelische) Schmerzen hat und / oder so sehr leidet und / oder so ein starkes "taubes" Gefühl hat und / oder... und bestimmt nicht davon, dass derjenige "für keine Hilfsangebote offen ist", wenn er die ersten Sätze oder auch die ersten Stunden die Möglichkeit, zu so einem "Irrenarzt" zu gehen, ablehnt oder kategorisch ablehnt.

Na klar fühlt man sich da als Angehöriger / Freund überfordert - man ist für solche Situationen nicht ausgebildet und noch dazu persönlich involviert. Aber was ist denn die Alternative? Soll sich jemand, der vor schierer Verzweiflung nicht mehr aus noch ein weiss, erst einmal Gedanken machen, ob er denjenigen, mit dem er es schafft, über seine Probleme sprechen zu können, jetzt nicht überfordert?
Ja, die meisten Menschen sind auch völlig überfordert, wenn sie beispielsweise Zeuge eines schweren Verkehrsunfalls werden und dort erste Hilfe leisten müssen. Ganz sicher. Aber es ist ein Notfall und da hat die persönliche Überforderung ganz klassisch Pech gehabt und zählt nicht, da kann man nicht die Bullen rufen und zurücktreten. Da muss man erst helfen und sich ggf. dann die Seele aus dem Leib ko***, wenn die akute Gefahr vorbei ist.
Menschen gegenüber, die man als Freund bezeichnet, hat man in einem Notfall (und nur dann) meiner Meinung nach auch Verpflichtungen, die über die eigenen Grenzen hinausgehen können.

Du sagst selbst, dass das ein "empfindlicher Grauzonenbereich" ist mit den Zwangseinweisungen - ja, ist es. Nur "es ist niemals schön" - ist die Untertreibung des Jahrhunderts. Zudem sind den wenigsten, die auf diese Art "helfen" wollen, die Konsequenzen für die Betroffenen klar. Und eben diese Konsequenzen für die Betroffenen sind das, wo ich sage: wenn das jemand macht, weil er die Konsequenzen nicht kennt und / oder mit der Situation überfordert ist, dann ist das ein Grund - aber keine Entschuldigung.

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13. April 2015 um 13:59

Ja
und für diese Zeit ist man faktisch entmündigt, auch wenn es nicht so heisst. Ja es ist zeitlich begrenzt. Eine Hölle, aber hey, nur zeitlich begrenzt. Prima.

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13. April 2015 um 14:08

Nein
die wenigsten würden den Ort zeigen. Was nicht heisst, dass jemand, der den Ort zeigt, nicht suizidgefährdet ist. Das kann keiner von uns hier beurteilen.

Einige aber sprechen schon davon, wie genau sie es tun wollen, das ist gar nicht ungewöhnlich.

Warum man mit einer Person X über ein schweres Problem sprechen kann, mit Person Y aber nicht, ist jetzt keine ernst gemeinte Frage, oder?
Ich könnte mit meiner Schwester über gar kein wirklich wichtiges Problem sprechen, noch nicht mal über welche, die längst nicht sooo schwer sind wie akute Todessehnsucht. Auch wenn sie vielleicht grundsätzlich davon weiss, würde ich jedes tiefergehende Gespräch abblocken. Mit einigen anderen Personen kann ich das aber schon. Das sagt jetzt was?

Oh der Herr hat sich erdreistet, eine andere Person in Panik zu versetzen. Schlimm, schlimm. Echte Verzweiflung kennst Du wohl nicht? Oder warum weisst Du nicht, dass ein Mensch, der völlig verzweifelt ist und / oder sonst irgendwie völlig am Boden nur in Ausnahmefällen sich noch "richtig und korrekt" verhält? Stimmt, wenn man voll am @rsch ist, benimmt man sich anderen gegenüber nicht nach Knigge. Das Recht dazu hat ein jeder Mensch in Notfällen, so lange es nicht ausgenutzt wird und die "Notfälle" nicht zum Normalzustand werden.

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13. April 2015 um 14:37

Richtig.
Da hast du recht der Richter muss es anordnen, allerdings vertraut der Richter dabei ja voll auf die aussage und Einschätzung des behandelnden Psychiaters.

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13. April 2015 um 14:41

Ja
ganz leicht. "Er geht da immer mit seinen Hunden hin" - mannnnnnnnnnn muss das schwer sein, dass man da jemanden mit hin lotst ^^ Vermutlich ist der Bruder da schon zig mal mit gegangen.

Schön, wenn Du findest, dass das ein angemessener Umgang mit einer lebensbedrohlichen Krankheit ist, dann mach das so.
Wenn Du glauben kannst, dass die tollen Therapeuten da helfen, beneide ich Dich darum.
Wenn Du die Illusion hast, da kann man als Betroffener eben einfach hingehen, sollst Du sie von mir aus behalten.
Klingt hart, aber so ist es.

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13. April 2015 um 14:58

Es ist anders, ...
... wenn aus eigener Entscheidung, eigener Überzeugung und in einer Position hingeht, wo man die Entscheidungen noch selbst treffen kann und darf, wenn man sich den Ärzten und Pflegern gegenüber öffnen kann - und wenn man ohne Oscar-reife Vorstellung die *Möglichkeit* hat, auch wieder zu gehen (ob man es macht oder nicht, aber das Wissen, nicht eingesperrt zu sein, sondern sich entscheiden zu können, ist wichtig) - dann hat man zumindest den Vorteil, vor allen anderen Problemen erst einmal geschützt und abgeschirmt zu sein und sich auf sich und die Heilung konzentrieren zu können, Menschen, die einen verstehen und mit denen man sich austauschen kann (allein die Bindung zu den anderen Patienten ist oft sehr tiefgehend und oft hilfreich) und die Chance, eine Therapie zu erwischen, die tatsächlich eine ist und nicht nur auf dem Papier bzw. nach Meinung der Ärzte.

Aber bei einer Zwangseinweisung hat man wesentlich weniger Entscheidungsfreiheit als ein Sträfling im Knast und diese einschneidende Erfahrung macht man in einer Situation wo Hoffnung alles ist, was einen noch festhält.
Ich will nicht bestreiten, dass es Menschen gibt, die genau das gerettet hat und denen genau das geholfen hat - aber das kann niemals den Horror rechtfertigen, den die anderen erfahren, denen es zudem alles andere als geholfen hat.

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13. April 2015 um 15:34

^^
Nein, ich habe noch nie einen Suizidversuch angekündigt und ich ziehe mich grundsätzlich zurück und blocke alle Kontakte, wenn es mir nicht gut geht, ich lege überhaupt keinen Wert auf "Händchen halten".
Es ist einem guten Bekannten von mir trotzdem einmal aufgefallen, weil er die Anzeichen erkannte hat (u.a. eben das Blocken aller Kontakte und seines Versuches, mich zu erreichen) er hat darauf hin die Bullen zu mir geschickt, musste mir aber kein Händchen halten, denn von da an war er mein Ex - Bekannter. Ich hätte aber auch so nicht zugelassen, dass er Händchen halten kommt. Deswegen habe ich ihn ja geblockt.
Aufmerksamkeit und Mitleid ist das wirklich absolut aller Letzte, was ich in dieser Situation ertrage oder mir gar wünsche.
Also halt mal schön die Luft an mit Deinen Unterstellungen.
Doch würde ich nicht von mir auf andere schliessen, anderen mag Aufmerksamkeit und Anteilnahme in dieser Situation sehr helfen. Etwas, was "wir alle wollen" gibt es da aber nicht.

Nein, ich bin ganz sicher nicht der Mittelpunkt der Erde, ob es mir gut geht oder nicht. Ich halte mich auch nicht dafür.
Aber ein FREUND, dem es richtig schlecht geht, wäre für MICH kurzzeitig der Mittelpunkt der Erde, ja. Bedingungslos. Dieses Recht hat für mich jeder Freund und zwar absolut.
Von "ständig" war bei mir übrigens nie die Rede, im Gegenteil.

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13. April 2015 um 15:45
In Antwort auf avarrassterne

^^
Nein, ich habe noch nie einen Suizidversuch angekündigt und ich ziehe mich grundsätzlich zurück und blocke alle Kontakte, wenn es mir nicht gut geht, ich lege überhaupt keinen Wert auf "Händchen halten".
Es ist einem guten Bekannten von mir trotzdem einmal aufgefallen, weil er die Anzeichen erkannte hat (u.a. eben das Blocken aller Kontakte und seines Versuches, mich zu erreichen) er hat darauf hin die Bullen zu mir geschickt, musste mir aber kein Händchen halten, denn von da an war er mein Ex - Bekannter. Ich hätte aber auch so nicht zugelassen, dass er Händchen halten kommt. Deswegen habe ich ihn ja geblockt.
Aufmerksamkeit und Mitleid ist das wirklich absolut aller Letzte, was ich in dieser Situation ertrage oder mir gar wünsche.
Also halt mal schön die Luft an mit Deinen Unterstellungen.
Doch würde ich nicht von mir auf andere schliessen, anderen mag Aufmerksamkeit und Anteilnahme in dieser Situation sehr helfen. Etwas, was "wir alle wollen" gibt es da aber nicht.

Nein, ich bin ganz sicher nicht der Mittelpunkt der Erde, ob es mir gut geht oder nicht. Ich halte mich auch nicht dafür.
Aber ein FREUND, dem es richtig schlecht geht, wäre für MICH kurzzeitig der Mittelpunkt der Erde, ja. Bedingungslos. Dieses Recht hat für mich jeder Freund und zwar absolut.
Von "ständig" war bei mir übrigens nie die Rede, im Gegenteil.

P.S.
da ich inzwischen schon länger verheiratet bin, weiss mein Mann natürlich Bescheid, wenn ich wieder einen depressiven Schub habe und die Todessehnsucht zurück kommt.
Aber er käme nie auf die Idee, da "Händchen zu halten" und Mitleid zu versprühen und mich mit Aufmerksamkeit zu ertränken.
Aber ja, er ist dann tatsächlich für mich da (so wie ich völlig selbstverständlich für ihn da bin, wenn er krank ist - und zwar in der Form wie ER es dann braucht und nicht so, wie ICH es da toll fände) und in diesem Falle kann er akzeptieren, dass ich mich für diese Zeit emotional und räumlich soweit zurück ziehe, wie das in einer Familie mit einer gemeinsamen Wohnung (oder notfalls für eine Woche wo anders, wo ich allein sein kann) möglich ist.

Das ist für ihn ganz sicher alles andere als toll, aber so, dass er es unmöglich bzw. absolut schrecklich findet, mit einem kranken Menschen zusammen zu leben, ganz sicher auch nicht.

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13. April 2015 um 16:22

Weil...
es einen Unterschied macht, ob man sich mit einem klaren Kopf bewusst dazu entschliesst oder Wahrnehmung und Beurteilung durch manche Ereignisse oder Krankheiten so weit getrübt sind, dass man die Entscheidung unter falschen Voraussetzungen trifft.

Ich finde es ein absolutes menschliches Grundrecht, selbst zu entscheiden, wann der Zeitpunkt ist, zu gehen. Aber hier geht es um jemanden, der augenscheinlich bei einem Freund bzw. einer Freundin (oder was er so dafür hielt) Hilfe in einer verzweifelten Situation gesucht hat.

Mit anderen Worten: Ich würde das Rennpferd auch nicht einschläfern lassen, wenn es noch Interesse für die Umgebung hat, mit Appetit frisst und zwar hinkt, das aber heilbar ist - dann würde ich investieren, was nötig ist, damit die Heilung erfolgen kann.

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13. April 2015 um 21:11

Weil ich das auch geschrieben habe?!?
mehr als einmal, dass entweder ernst ist ODER emotionale Erpressung. Weiss ich nicht. Natürlich kenne ich letzters auch. Und ich finde es widerlich. Nur daraus auf alle zu schliessen, die sich mit so einer Thematik an andere wenden, finde ich genauso widerlich. Es gibt genug, wo es wirklich ein verzweifelter Schrei nach Hilfe ist - an einen von den wenigen, mit denen sie überhaupt noch reden KÖNNEN. Gehört meistens zu den Symptomen an sich, dass man da eben nicht mal schnell zum Arzt marschieren KANN.

Denen, die wirklich Hilfe brauchen, wird mit genau solchen Aussagen der Mut genommen, wenigstens *irgendwem* davon zu erzählen, wenn sie es nicht allein zum Arzt schaffen. Und eine Tatsache ist: es sind verdammt viele, die es nicht zum Doc schaffen.
Aber jeder, der sich in seiner Not irgend wem offenbart, kann "Dank" solcher Überzeugungen und gern und weit verbreiteter Meinungen, ziemlich sicher damit rechnen, in dieser Schublade zu landen - das ist in dieser Situation absolut worst case.
Und DESWEGEN habe ich in diesem Thread so viel geschrieben. Weil ich ganz genau weiss (von mir und vielen, vielen anderen Betroffenen, die ich in x Jahren Therapie und Aktivität im Internet kennen gelernt habe) - wie schwer es ist, überhaupt darüber zu reden und sich Hilfe zu suchen, auch ohne dass man riskiert mit Anlauf gegen eine sch*** Wand zu rennen und alles noch schlimmer zu machen, wenn man sich offenbart.

Ja, es ist für jeden Freund, für jeden Angehörigen schwerer, als wenn jemand ankommt und sagt "Du, ich brauche Hilfe, ich habe mir das Bein verletzt, ich kann nicht mehr auftreten" - gar nicht vergleichbar - und doch das gleiche: jemand ist KRANK und braucht Hilfe. Wenn es ernst ist. Wenn es eine emotionale Erpressung ist, kann man denjenigen getrost von der Liste der Personen streichen, mit denen man je wieder ein Wort wechseln möchte. WENN!

Aber ich finde tatsächlich, einen "sehr guten Freund" in so einer Nacht einfach mal nicht allein zu lassen, ist keineswegs zu viel verlangt. Dass das nicht zur Gewohnheit werden soll, habe ich schon in meinem aller ersten Beitrag hier geschrieben. Aber es war ja nie die Rede davon, dass das das zigste Mal oder auch "nur" das zweite oder dritte Mal war.
Wenn ein "sehr guter Freund" einmal meine Hilfe braucht, lasse ich alles stehen und liegen - völlig disskussionslos. Das hat mit "immer verfügbar sein" nicht das geringste zu tun.

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14. April 2015 um 7:44

Und DER wos meistens sagt, will nur AUFMERKSMKEIT.
ja, welch Wunder. Wer würde sich auch noch trauen, sich jemandem anzuvertrauen, wenn es ernst ist, wohl wissend, dass man damit dann genau in dieser Schublade landet?
Was bleibt denen noch, ausser es zu verstecken und mit keinem darüber zu reden, bis es eben vorbei ist?

Wir haben alle Internet dieser Tage. Jeder, der das irgendwann mal bei google eintippt, sieht tausende solcher "Weisheiten" von unzähligen Leutz eingetippt. In jedem verdammten Thread zu dem Thema in jedem verdammten Forum steht dieser dämliche Satz, auch wenn immerhin noch viele "meistens" dazu schreiben - und spätestens da weiss man: wegen diesen dämlichen minderbemittelten Idioten, die Suizidankündigungen als emotionale Erpressung nutzen, können die, bei denen es ernst ist und die Unterstützung, vielleicht auch von Freunden, von der Familie oder von sonst *irgend wem* brauchen könnten, sich im Grunde niemandem mehr anvertrauen. Denn in dieser Situation in dieser Schublade zu landen, ist buchstäblich TÖDLICH.

Und das ist einfach nur noch SCH***.

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14. April 2015 um 9:36

Wie ich schon sagte
ich will (und werde) nicht bestreiten, dass es Menschen gibt, die genau das gerettet hat.

Ja klar ist man "ausser sich", man kann Situationen, Erinnerungen, Personen (die eigene Person inklusive) nicht mehr sinnvoll beurteilen, weil alles unglaublich verzerrt ist - und die Zukunft schon gar nicht. Jegliche Wahrnehmung, jegliche Bewertung, jegliche Einschätzung sind massiv verzerrt - und ebenso jede Empfindung, jegliche Emotion. Das gehört alles dazu, ist Ursache und Wirkung in einem. Das kann ich Dir seitenlang beschreiben

Ich bin selbst aber nur denen begegnet, für die es ein Horror war, der es ihnen u.a. (!) auf lange Zeit danach noch unmöglich gemacht hat, offen über ihre Probleme mit den behandelnden Ärzten (!!!) (und genau so mit anderen Menschen, Freunden, Familie, ...) zu sprechen, aus Angst, dass sich mit einem falschen Wort dieser Horror wiederholt, weil sie wieder als so gefährdet eingestuft werden, dass sie das Recht verlieren, selbst entscheiden zu können.

Mir selbst würde es den Rest geben, wenn ich in einer Situation, wo Hoffnung alles ist, was ich noch habe, das Gefühl hätte, völlig ausgeliefert zu sein, nicht mehr entscheiden zu können und zu dürfen. Eingesperrt zu sein, Gefangen. Wie im Knast - nur mit noch weniger Freiheit. Das würde ich schon im "Normalzustand" kaum ertragen, aber in einer Situation, wo ich -Pardon- voll am @rsch bin, wäre es der letzte Funken am Pulverfass.

Auch die (indirekten) Erfahrungen von minamondschein beschreiben das als absoluten Horror.

Und ich bin immer noch nicht der Meinung, dass die Personen, die es gerettet hat, den Horror rechtfertigen, den die, die ich kennen gelernt habe, erleben mussten.

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14. April 2015 um 10:27
In Antwort auf avarrassterne

Und DER wos meistens sagt, will nur AUFMERKSMKEIT.
ja, welch Wunder. Wer würde sich auch noch trauen, sich jemandem anzuvertrauen, wenn es ernst ist, wohl wissend, dass man damit dann genau in dieser Schublade landet?
Was bleibt denen noch, ausser es zu verstecken und mit keinem darüber zu reden, bis es eben vorbei ist?

Wir haben alle Internet dieser Tage. Jeder, der das irgendwann mal bei google eintippt, sieht tausende solcher "Weisheiten" von unzähligen Leutz eingetippt. In jedem verdammten Thread zu dem Thema in jedem verdammten Forum steht dieser dämliche Satz, auch wenn immerhin noch viele "meistens" dazu schreiben - und spätestens da weiss man: wegen diesen dämlichen minderbemittelten Idioten, die Suizidankündigungen als emotionale Erpressung nutzen, können die, bei denen es ernst ist und die Unterstützung, vielleicht auch von Freunden, von der Familie oder von sonst *irgend wem* brauchen könnten, sich im Grunde niemandem mehr anvertrauen. Denn in dieser Situation in dieser Schublade zu landen, ist buchstäblich TÖDLICH.

Und das ist einfach nur noch SCH***.

Hallo avarrassterne,
magst du vielleicht wieder etwas runterkommen? Ich habe verstanden, dass du meinen gestrigen Kommentar als arschlocheskes Verhalten gedeutet hast und deine Angst, man könne sich bald niemandem mehr anvertrauen ohne befürchten zu müssen, in der Klapse zu landen oder sonstige Zwänge erleben zu müssen nehme ich durchaus ernst.

ABER: die TE (welche sich übrigens auch seit gestern nicht gemeldet hat) nahm von ihrem Freund die Todesdrohung, Todessehnsucht, Todes-jetztbald-Nachricht entgegen (nenne es, wie du möchtest) und ging danach nach Hause. Sollte es um seelischen Beistand gehen, wie du völlig zu Recht ausführst, müsste die TE nach meinem Verständnis so lange bei ihrem Freund bleiben, bis die seelische Krise überwunden ist. Statt dessen sitzt sie zuhause, hat ein schlechtes Gefühl und schreibt mal im Forum, was sie jetzt machen soll. Ich hingegen (als Mod) kriege dann nachrichten von Usern hier, ich möge bitte tätig werden.

Ja was denn bitte? Diejenige, die etwas tun hätte können, die TE nämlich, hat genau nichts gemacht (außer das Forum mit ihrer Fragestellung aufzuschrecken und danach - vermutlich aus Scham in der Versenkung zu verschwinden). Derjenige, um den es geht, der Selbstmordkandidat nämlich, ist hier mit keiner Silbe zu Wort gekommen und ich, der doofe Mod, werde sicher keine Internetwache aktivieren, wenn ich noch nicht einmal weiß, um wen es überhaupt geht. Das soll jetzt nicht anzeigen, dass dort, wo andere Leute ein Herz haben, bei mir ein Eisklotz sitzt, sondern entspricht einfach nur den Tatsachen.

Und die minderbemittelten Idioten, die Suizidankündigungen zur emotionalen Erpressung benutzen, sind für mich einfach nur das letzte und kommen in meinem Ansehen nur ganz kurz vor den Kinderschändern, aber das wäre eine andere Geschichte.

Freundliche Grüße,
Christoph

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14. April 2015 um 11:39
In Antwort auf py158

Hallo avarrassterne,
magst du vielleicht wieder etwas runterkommen? Ich habe verstanden, dass du meinen gestrigen Kommentar als arschlocheskes Verhalten gedeutet hast und deine Angst, man könne sich bald niemandem mehr anvertrauen ohne befürchten zu müssen, in der Klapse zu landen oder sonstige Zwänge erleben zu müssen nehme ich durchaus ernst.

ABER: die TE (welche sich übrigens auch seit gestern nicht gemeldet hat) nahm von ihrem Freund die Todesdrohung, Todessehnsucht, Todes-jetztbald-Nachricht entgegen (nenne es, wie du möchtest) und ging danach nach Hause. Sollte es um seelischen Beistand gehen, wie du völlig zu Recht ausführst, müsste die TE nach meinem Verständnis so lange bei ihrem Freund bleiben, bis die seelische Krise überwunden ist. Statt dessen sitzt sie zuhause, hat ein schlechtes Gefühl und schreibt mal im Forum, was sie jetzt machen soll. Ich hingegen (als Mod) kriege dann nachrichten von Usern hier, ich möge bitte tätig werden.

Ja was denn bitte? Diejenige, die etwas tun hätte können, die TE nämlich, hat genau nichts gemacht (außer das Forum mit ihrer Fragestellung aufzuschrecken und danach - vermutlich aus Scham in der Versenkung zu verschwinden). Derjenige, um den es geht, der Selbstmordkandidat nämlich, ist hier mit keiner Silbe zu Wort gekommen und ich, der doofe Mod, werde sicher keine Internetwache aktivieren, wenn ich noch nicht einmal weiß, um wen es überhaupt geht. Das soll jetzt nicht anzeigen, dass dort, wo andere Leute ein Herz haben, bei mir ein Eisklotz sitzt, sondern entspricht einfach nur den Tatsachen.

Und die minderbemittelten Idioten, die Suizidankündigungen zur emotionalen Erpressung benutzen, sind für mich einfach nur das letzte und kommen in meinem Ansehen nur ganz kurz vor den Kinderschändern, aber das wäre eine andere Geschichte.

Freundliche Grüße,
Christoph

Moin py
ich wüsste jetzt auch nicht, was Du als Mod tun könntest.

Das in diesem speziellen Falle nur die TE etwas tun konnte, weiss ich auch.
ABER: Hut ab vor den Zuständigen hier im gofem - die google - SEO vom gofem ist hammergut. Diese Threads stehen für jeden, der diese Themen googelt, noch in paar Monaten auf den ersten 5 Seiten - und deswegen geht es für mich hier um das Grundsätzliche und längst nicht nur um die TE.

Ja, ich sollte mal wieder runter kommen, ich weiss. Aber genau dieser unseelige Satz "wer es ankündigt, der macht es eh nie" ist etwas, worüber jeder, der ihn schreibt, meiner Meinung nach Bitte noch einmal ganz genau nachdenken sollte.
Zwangseinweisungen sind auch so ein Thema, wo die meisten, die da eben die Polizei anrufen würden oder das mal eben leichthin in einem Forum raten, noch nicht einmal wissen, was das für Konsequenzen hat. Die kontroverse Diskussion darüber mag ein Thema für sich sein, aber da die TE sich augenscheinlich eh nicht mehr für den Thread interessiert, hatte ich jetzt keine übermässigen Schmerzen, dass das etwas OT ausgeufert ist, als es einmal aufkam und diskutiert wurde.

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14. April 2015 um 18:30

^^
nein, ich sprach keine Sekunde davon, dass Laien den kompletten Karren aus dem Dreck ziehen sollen. Lediglich davon, dass ich es nicht für zu viel verlangt halte, "einen sehr guten Freund" einmalig in so einer Nacht nicht allein zu lassen. Davon ist noch lange kein Karren aus dem Dreck und eine OP am offenen Herzen ist das auch nicht.

"Statt sich in eine Therapie zu begeben, ließen sie es zu, dass sich ihr Zustand fortwährend verschlechterte." - Du weisst nicht, wovon Du sprichst. nfc.

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