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Suche einen Rat

14. April 2017 um 14:18

Hallo, ich denke schon seit Tagen über etwas nach und komme zu keinem Ergebnis, deshalb wende ich mich heute an euch.

Es ist eigentlich eine sehr lange Geschichte, die ich hier jetzt nicht komplett erzählen möchte, deshalb versuche ich es mit einer Kurzfassung

Vor 16 Jahren lebte ich eine Zeit getrennt von meinem Ehemann und lernte jemanden kennen. Wir waren einige Monate zusammen und ich wurde in der Zeit schwanger von diesem Mann. Es kamen viele Dinge zusammen und letztendlich trennten wir uns und kurze Zeit später kam ich wieder mit meinem Mann zusammen.
Ich verschwieg die Schwangerschaft nicht und er wollte mich trotzdem zurück. Einige Monate später wurde mein Sohn geboren.

Es wurde nie verschwiegen, dass mein damaliger Mann nicht Erzeuger des Kindes war, der Erzeuger erfuhr von meinem Sohn und auch die Familie wußte Bescheid. Als mein Sohn in die Schule kam, erfuhr auch er, dass sein Papa nicht sein Erzeuger ist.

Irgendwann verlor ich den anderen Mann aus verschiedenen Gründen aus den Augen.

So die Jahre vergingen und es kam irgendwann zur Scheidung von meinem Mann. 3 Jahre später heiratete ich wieder.

So jetzt zum eigentlichen, vor kurzem googelte ich den Namen des Erzeugers meines Sohnes und fand eine Todesanzeige von ihm, aufgegeben von seiner Schwester.
Er ist allerdings schon vor 3 Jahren verstorben.

Dort sind einige Angaben, unter anderem auch die Adresse der Schwester. Und jetzt überlege ich hin und her, ob ich der Schwester einen Brief schreiben soll, dass ihr Bruder einen Sohn mit mir hat, denn ich gehe davon aus, dass sie das nicht weiß.

Was meint ihr, wäre das gut oder sollte man das lieber lassen?

Mit meinem Sohn habe ich schon gesprochen und ihm von der Anzeige erzählt. Meinem jetzigen Mann auch aber der hat keinen richtigen Bezug zu der ganzen Sache.

Ich bin so ratlos, ob ich diesen Brief nun schreiben sollte oder nicht und wäre sehr dankbar, was Außenstehende dazu denken und raten.

Es ist irelevant über die ganze Geschichte zu diskutieren, dass wäre auch zu umfangreich. Es geht nur um den Brief.

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14. April 2017 um 14:33

Du nennst den Mann "Erzeuger", du brauchtest Google, um zu erfahren, dass er verstorben ist, du hattest nie eine Beziehung zu seiner Familie. Warum jetzt? Du weißt wahrscheinlich nicht, wie seine Schwester mit seinem Tod umgeht. Ich würde sie nicht damit belasten. 

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14. April 2017 um 14:38
In Antwort auf targi2

Du nennst den Mann "Erzeuger", du brauchtest Google, um zu erfahren, dass er verstorben ist, du hattest nie eine Beziehung zu seiner Familie. Warum jetzt? Du weißt wahrscheinlich nicht, wie seine Schwester mit seinem Tod umgeht. Ich würde sie nicht damit belasten. 

Sicherlich hast du recht mit warum jetzt.
Aber vielleicht will mein Sohn irgendwann mehr von seinem Leben wissen.
Vielleicht das ich dann mehr Antworten habe.

Ich weiß auch nicht wirklich was richtig und falsch ist im Moment.

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14. April 2017 um 14:55
In Antwort auf uiea

Sicherlich hast du recht mit warum jetzt.
Aber vielleicht will mein Sohn irgendwann mehr von seinem Leben wissen.
Vielleicht das ich dann mehr Antworten habe.

Ich weiß auch nicht wirklich was richtig und falsch ist im Moment.

ich glaube, dass Du im Interesse Deines Sohnes handeln solltest.

Vielleicht ist jetzt sein Interesse noch nicht geweckt an der 'eigenen Geschichte', aber diese Zeit wird irgendwann kommen denke ich.

Es geht ja nicht um Erbansprüche, es geht nur ums Recht auf das Wissen 'wo komme ich her?', also alle seine Wurzeln und nicht nur die Hälfte davon.

Kann doch sein, daß sich sein Leben dadurch bereichert, wer weiß das schon so genau?
Und falls Du mit der Kontaktaufnahme auf den Bauch fällst, so hast es wenigstens versucht.

meine Meinung.

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14. April 2017 um 14:56

Erst jetzt, weil ich erst jetzt von seinem Tod erfahren habe. Ich habe schon in den Jahren zuvor immer mal nachgeforscht aber nie etwas gefunden.
Erst vor einigen Tagen.

Natürlich kann ich die Familie in Ruhe lassen, ich will damit nichts böses.
Aber vielleicht wüßte die Schwester ja auch gerne, dass da noch etwas von ihrem Bruder ist.

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14. April 2017 um 15:00
In Antwort auf michaelmoore2

ich glaube, dass Du im Interesse Deines Sohnes handeln solltest.

Vielleicht ist jetzt sein Interesse noch nicht geweckt an der 'eigenen Geschichte', aber diese Zeit wird irgendwann kommen denke ich.

Es geht ja nicht um Erbansprüche, es geht nur ums Recht auf das Wissen 'wo komme ich her?', also alle seine Wurzeln und nicht nur die Hälfte davon.

Kann doch sein, daß sich sein Leben dadurch bereichert, wer weiß das schon so genau?
Und falls Du mit der Kontaktaufnahme auf den Bauch fällst, so hast es wenigstens versucht.

meine Meinung.

Genau das ist es, was mich so darüber nachdenken läßt. Genau das was du schreibst.

Ich will auf keinen Fall etwas fordern oder Ansprüche stellen, das liegt mir absolut fern.
Der Gedanke kam mir gar nicht als ich darüber nachdachte, der Schwester zu schreiben.

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14. April 2017 um 15:06
In Antwort auf uiea

Genau das ist es, was mich so darüber nachdenken läßt. Genau das was du schreibst.

Ich will auf keinen Fall etwas fordern oder Ansprüche stellen, das liegt mir absolut fern.
Der Gedanke kam mir gar nicht als ich darüber nachdachte, der Schwester zu schreiben.

also wenn ich die Schwester wäre-
ich würde Dir antworten
 

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14. April 2017 um 15:10
In Antwort auf michaelmoore2

also wenn ich die Schwester wäre-
ich würde Dir antworten
 

...und was?
Ich weiß eigentlich eine doofe Frage aber bissl Angst davor, was ich da ins rollen bringe hab ich schon.

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14. April 2017 um 15:25

was?
z.B.: 'verschwinde aus meinem Leben'
oder
'ich habe einen Neffen? Das freut mich sehr! Wann kann ich ihn sehen?'
^_^
ich bin doch nicht die Schwester

Angst vor der eigenen Courage?

wie schon angedeutet:
wenn Du es nicht versuchst, wirst Du es nie wissen...

viel Glück!


btw:
falls es tatsächlich nicht klappen sollte, kann es Dein Sohn auch selbst irgendwann mal versuchen.
Die Zeit verändert Blickwinkel.

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14. April 2017 um 15:26

Ich finde, du solltest deine eigenen Bedürfnisse oder die deines Sohnes hier zurückstellen. Seine Schwester hat ihren Bruder verloren. Auch wenn du keine Ansprüche stellst, wird sie unter Druck gesetzt, wenn plötzlich eine Fremde auftaucht und ihr einen Neffen präsentiert. Btw. stellst du doch Ansprüche, immerhin siehst du sie als Bindeglied zwischen deinem Sohn und dem verstorbenen "Erzeuger" und perspektivisch denkst du schon, dass dein Sohn zu ihr in Kontakt tritt.

Wenn dein Sohn nach seinen Wurzeln sucht, wäre es gut gewesen, zu Lebzeiten des Erzeugers Kontakt zu halten und eventuell auch Kontakt zu seiner Familie aufzubauen.Das ist aber, sicher aus guten Gründen, nicht geschehen. Das ist schade, aber nicht zu ändern und ich würde damit nicht die Familie belasten.

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14. April 2017 um 15:32
In Antwort auf michaelmoore2

was?
z.B.: 'verschwinde aus meinem Leben'
oder
'ich habe einen Neffen? Das freut mich sehr! Wann kann ich ihn sehen?'
^_^
ich bin doch nicht die Schwester

Angst vor der eigenen Courage?

wie schon angedeutet:
wenn Du es nicht versuchst, wirst Du es nie wissen...

viel Glück!


btw:
falls es tatsächlich nicht klappen sollte, kann es Dein Sohn auch selbst irgendwann mal versuchen.
Die Zeit verändert Blickwinkel.

Ja schon Angst vor der eigenen  Courage.

Vielen Dank für deinen Rat.

Eine Frage hätte ich da noch. Ich hatte überlegt, der Schwester halbanonym zu schreiben, also zwar mit meinem Vornamen zu unterschreiben und eine Emailadresse auf die man nicht auf mich komplett zurück schließen kann. Weil ich kenne sie nunmal nicht, nur aus Erzählungen ihres Bruders aber das liegt schon so lange zurück. Ich bin da immer sehr vorsichtig. Ist das jetzt falsch oder nicht?

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14. April 2017 um 15:38
In Antwort auf targi2

Ich finde, du solltest deine eigenen Bedürfnisse oder die deines Sohnes hier zurückstellen. Seine Schwester hat ihren Bruder verloren. Auch wenn du keine Ansprüche stellst, wird sie unter Druck gesetzt, wenn plötzlich eine Fremde auftaucht und ihr einen Neffen präsentiert. Btw. stellst du doch Ansprüche, immerhin siehst du sie als Bindeglied zwischen deinem Sohn und dem verstorbenen "Erzeuger" und perspektivisch denkst du schon, dass dein Sohn zu ihr in Kontakt tritt.

Wenn dein Sohn nach seinen Wurzeln sucht, wäre es gut gewesen, zu Lebzeiten des Erzeugers Kontakt zu halten und eventuell auch Kontakt zu seiner Familie aufzubauen.Das ist aber, sicher aus guten Gründen, nicht geschehen. Das ist schade, aber nicht zu ändern und ich würde damit nicht die Familie belasten.

Ja sie hat ihren Bruder verloren aber die Anzeige ist schon drei Jahre alt. Also ist sein Tod nicht mehr ganz frisch.
Das es keinen Kontakt mehr gab lag nicht nur an mir. Als ich ihn damals kennen lernte hatte er auch keinen Kontakt zu seiner Familie (Kinder, Schwester) nur zu seinem Vater sporadisch. Der ist aber schon sehr lange verstorben.

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14. April 2017 um 15:44

Mein Sohn ist mit einem Papa, nur nicht sein biologischer, aufgewachsen. Und das Verhältnis ist trotz unserer Scheidung immer noch sehr gut und innig. Die beiden sehen sich regelmäßig.
Mein Sohn weiß Bescheid aber er hat nie Fragen dazu gestellt.

Ich konnte mich nie wehren gegen einen Kontakt, weil nie einer statt fand von keiner Seite..Ich hätte es aber auch keinem von beiden verwehrt.
 

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14. April 2017 um 15:54

Jetzt nicht aber vielleicht später wenn er erwachsen ist. Wir können wenn er es will offen darüber reden. er hat aber nie Fragen gestellt. Ich hab mich auch immer darüber gewundert.

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14. April 2017 um 16:01

Er hätte ja oder sogar beide gedurft. Dem stand nichts im Weg von meiner Seite jedenfalls. Was es bringen soll, gute Frage? Ich weiß es ja nicht.Es ist nur momentan in meinem Kopf.

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14. April 2017 um 16:09

Das zu erklären ist etwas schwierig. Er war sehr unstet. Ich hatte manchmal Adressen, wenn ich dann aber nachforschte war sie schon nicht mehr aktuell. Nach der letzten Adresse die ich hatte fand ich nichts mehr und auch eine Anfrage brachte nichts.
Ich hab auch immer wieder mal gegoogelt. Fand aber nichts, bis vor einigen Tagen. Die Meldung ist drei Jahre alt. Warum ich das nicht eher fand weiß ich nicht

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14. April 2017 um 16:11
In Antwort auf uiea

Hallo, ich denke schon seit Tagen über etwas nach und komme zu keinem Ergebnis, deshalb wende ich mich heute an euch.

Es ist eigentlich eine sehr lange Geschichte, die ich hier jetzt nicht komplett erzählen möchte, deshalb versuche ich es mit einer Kurzfassung

Vor 16 Jahren lebte ich eine Zeit getrennt von meinem Ehemann und lernte jemanden kennen. Wir waren einige Monate zusammen und ich wurde in der Zeit schwanger von diesem Mann. Es kamen viele Dinge zusammen und letztendlich trennten wir uns und kurze Zeit später kam ich wieder mit meinem Mann zusammen.
Ich verschwieg die Schwangerschaft nicht und er wollte mich trotzdem zurück. Einige Monate später wurde mein Sohn geboren.

Es wurde nie verschwiegen, dass mein damaliger Mann nicht Erzeuger des Kindes war, der Erzeuger erfuhr von meinem Sohn und auch die Familie wußte Bescheid. Als mein Sohn in die Schule kam, erfuhr auch er, dass sein Papa nicht sein Erzeuger ist.

Irgendwann verlor ich den anderen Mann aus verschiedenen Gründen aus den Augen.

So die Jahre vergingen und es kam irgendwann zur Scheidung von meinem Mann. 3 Jahre später heiratete ich wieder.

So jetzt zum eigentlichen, vor kurzem googelte ich den Namen des Erzeugers meines Sohnes und fand eine Todesanzeige von ihm, aufgegeben von seiner Schwester.
Er ist allerdings schon vor 3 Jahren verstorben.

Dort sind einige Angaben, unter anderem auch die Adresse der Schwester. Und jetzt überlege ich hin und her, ob ich der Schwester einen Brief schreiben soll, dass ihr Bruder einen Sohn mit mir hat, denn ich gehe davon aus, dass sie das nicht weiß.

Was meint ihr, wäre das gut oder sollte man das lieber lassen?

Mit meinem Sohn habe ich schon gesprochen und ihm von der Anzeige erzählt. Meinem jetzigen Mann auch aber der hat keinen richtigen Bezug zu der ganzen Sache.

Ich bin so ratlos, ob ich diesen Brief nun schreiben sollte oder nicht und wäre sehr dankbar, was Außenstehende dazu denken und raten.

Es ist irelevant über die ganze Geschichte zu diskutieren, dass wäre auch zu umfangreich. Es geht nur um den Brief.

Also auch wenn jetzt alle auf mich eindreschen, aber Dein Sohn ist erbberechtigt. Und ich finde es absolut falsch, diese Erbberechtigung einfach zu ignorieren. Der Verstorbene wusste von seinem Sohn und damit hat Dein Sohn rechtlich und moralisch völlig legitim ein Anrecht auf seinen Erbteil. Mindestens aber den Pflichtteil. Wenn die Schwester auch von Deinem Sohn wusste und ihn verschwiegen hat, ha sie sich sogar strafbar gemacht.

Ich finde Du bist Deinem Sohn schuldig, das einzufordern!

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14. April 2017 um 16:19
In Antwort auf 6rama9

Also auch wenn jetzt alle auf mich eindreschen, aber Dein Sohn ist erbberechtigt. Und ich finde es absolut falsch, diese Erbberechtigung einfach zu ignorieren. Der Verstorbene wusste von seinem Sohn und damit hat Dein Sohn rechtlich und moralisch völlig legitim ein Anrecht auf seinen Erbteil. Mindestens aber den Pflichtteil. Wenn die Schwester auch von Deinem Sohn wusste und ihn verschwiegen hat, ha sie sich sogar strafbar gemacht.

Ich finde Du bist Deinem Sohn schuldig, das einzufordern!

Im Grunde hast du recht aber da gibt es ein großes ABER. Ich möchte jetzt nicht alles über den Mann erzählen. Wir sind nicht im bösen auseinander gegegangen. Er zog viel um, mal arbeitete er, mal nicht. Er war ein guter Mensch lebte aber oft in den Tag hinein. Besitztümer hatte er nicht und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich da die letzten Jahre was geändert hat.
Zudem hatte er noch Kinder aus einer geschiedenen Ehe. Und aus bestimmten Gründen gehe ich davon aus, dass er die letzten Jahre seines Lebens auch nicht mehr sehr gesund war.

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14. April 2017 um 16:20

Ja, wenn es ums Erbe geht, sind manche bereit, für 2,50 Euro ihre gesamte Moral über Bord zu werfen. Ganze Familien zerbrechen an lächerlich kleinen Erbsummen. Allein schon deswegen wird das ganze eine enorme Belastung für die Schwester. Sie kann sich nämlich nie sicher sein, ob nicht doch jemand wie 6rama9 dahintersteckt, die nur schauen will, ob es was zu holen gibt.

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14. April 2017 um 16:23
In Antwort auf targi2

Ja, wenn es ums Erbe geht, sind manche bereit, für 2,50 Euro ihre gesamte Moral über Bord zu werfen. Ganze Familien zerbrechen an lächerlich kleinen Erbsummen. Allein schon deswegen wird das ganze eine enorme Belastung für die Schwester. Sie kann sich nämlich nie sicher sein, ob nicht doch jemand wie 6rama9 dahintersteckt, die nur schauen will, ob es was zu holen gibt.

Ich will doch gar nichts und mein Sohn ist auch kein materiell eingestellter Mensch. Soweit ich das beurteilen kann ist er bis jetzt ganz normal glücklich aufgewachsen.

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14. April 2017 um 16:24

Der Lebenswandel meines Sohnes ist völlig normal. Er ist ein ganz normaler 16jähriger Teenager.

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14. April 2017 um 16:26
In Antwort auf uiea

Ja schon Angst vor der eigenen  Courage.

Vielen Dank für deinen Rat.

Eine Frage hätte ich da noch. Ich hatte überlegt, der Schwester halbanonym zu schreiben, also zwar mit meinem Vornamen zu unterschreiben und eine Emailadresse auf die man nicht auf mich komplett zurück schließen kann. Weil ich kenne sie nunmal nicht, nur aus Erzählungen ihres Bruders aber das liegt schon so lange zurück. Ich bin da immer sehr vorsichtig. Ist das jetzt falsch oder nicht?

und wieder ist es Deine Angst die Dich daran hindert mit offenen Karten zu spielen
Was hast Du nach so langer Zeit noch zu verlieren bzw. zu fürchten?

Du hast doch ihre Adresse auch, was soll das also.
Kannst ihr doch Deine 'Bedenken' gleich dazuschreiben
vll. lacht Ihr irgendwann mal drüber.

Wenn Du der Schwester das genau so schilderst wie hier- das kann sie doch nicht als persönlichen Angriff deuten?
Die Vergangenheit ist nicht änderbar, das weiß doch jeder.

Wenn sie keinen Kontakt will, wird sie es schon sagen.
Wenn sie einigermaßen differenziert ist, wird sie mit ihrer Familie darüber reden, könnte doch sein daß es noch andere Verwandte gibt die den Bub kennenlernen wollen.
Vielleicht gibst noch eine Oma oder einen Opa?


Ich kann das nur von meiner Warte aus sehen, deshalb ein Hinweis:
allein mütterlicherseits sind wir 30 Cousins und Cousinen, alle bis auf einen kenne ich, der lebt irgendwo im mittleren Westen der USA. Leider hat er auch den Kontakt zu seinen Geschwistern abgebrochen.
Betrachtet man die Familien dieser 30 mit Kindern, Onkel und Tanten, komme ich auf 131 Personen, von denen ich 125 persönlich kenne.


Ob Deine Vorsicht falsch ist oder nicht, darüber steht mir kein Urteil zu.

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14. April 2017 um 16:26
In Antwort auf uiea

Hallo, ich denke schon seit Tagen über etwas nach und komme zu keinem Ergebnis, deshalb wende ich mich heute an euch.

Es ist eigentlich eine sehr lange Geschichte, die ich hier jetzt nicht komplett erzählen möchte, deshalb versuche ich es mit einer Kurzfassung

Vor 16 Jahren lebte ich eine Zeit getrennt von meinem Ehemann und lernte jemanden kennen. Wir waren einige Monate zusammen und ich wurde in der Zeit schwanger von diesem Mann. Es kamen viele Dinge zusammen und letztendlich trennten wir uns und kurze Zeit später kam ich wieder mit meinem Mann zusammen.
Ich verschwieg die Schwangerschaft nicht und er wollte mich trotzdem zurück. Einige Monate später wurde mein Sohn geboren.

Es wurde nie verschwiegen, dass mein damaliger Mann nicht Erzeuger des Kindes war, der Erzeuger erfuhr von meinem Sohn und auch die Familie wußte Bescheid. Als mein Sohn in die Schule kam, erfuhr auch er, dass sein Papa nicht sein Erzeuger ist.

Irgendwann verlor ich den anderen Mann aus verschiedenen Gründen aus den Augen.

So die Jahre vergingen und es kam irgendwann zur Scheidung von meinem Mann. 3 Jahre später heiratete ich wieder.

So jetzt zum eigentlichen, vor kurzem googelte ich den Namen des Erzeugers meines Sohnes und fand eine Todesanzeige von ihm, aufgegeben von seiner Schwester.
Er ist allerdings schon vor 3 Jahren verstorben.

Dort sind einige Angaben, unter anderem auch die Adresse der Schwester. Und jetzt überlege ich hin und her, ob ich der Schwester einen Brief schreiben soll, dass ihr Bruder einen Sohn mit mir hat, denn ich gehe davon aus, dass sie das nicht weiß.

Was meint ihr, wäre das gut oder sollte man das lieber lassen?

Mit meinem Sohn habe ich schon gesprochen und ihm von der Anzeige erzählt. Meinem jetzigen Mann auch aber der hat keinen richtigen Bezug zu der ganzen Sache.

Ich bin so ratlos, ob ich diesen Brief nun schreiben sollte oder nicht und wäre sehr dankbar, was Außenstehende dazu denken und raten.

Es ist irelevant über die ganze Geschichte zu diskutieren, dass wäre auch zu umfangreich. Es geht nur um den Brief.

..ich würde der Schwester allerdings auch gute Gründe dafür nennen, weshalb ich ihr den Neffen nicht verschweigen möchte.

Da braucht es Fingerspitzengefühl, damit nicht etwa falscher Verdacht aufkommmt ( von wegen Erbschaft o. dergl.).
Du wirst ja dann vielleicht erfahren, ob sie nicht sogar von ihrem neffen weiß. Es kann gut sein, dass sie sich sehr über Euren Kontakt freut. Mich würde es jedenfalls sehr freuen, wenn ich die Tante wäre.

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14. April 2017 um 16:32
In Antwort auf michaelmoore2

und wieder ist es Deine Angst die Dich daran hindert mit offenen Karten zu spielen
Was hast Du nach so langer Zeit noch zu verlieren bzw. zu fürchten?

Du hast doch ihre Adresse auch, was soll das also.
Kannst ihr doch Deine 'Bedenken' gleich dazuschreiben
vll. lacht Ihr irgendwann mal drüber.

Wenn Du der Schwester das genau so schilderst wie hier- das kann sie doch nicht als persönlichen Angriff deuten?
Die Vergangenheit ist nicht änderbar, das weiß doch jeder.

Wenn sie keinen Kontakt will, wird sie es schon sagen.
Wenn sie einigermaßen differenziert ist, wird sie mit ihrer Familie darüber reden, könnte doch sein daß es noch andere Verwandte gibt die den Bub kennenlernen wollen.
Vielleicht gibst noch eine Oma oder einen Opa?


Ich kann das nur von meiner Warte aus sehen, deshalb ein Hinweis:
allein mütterlicherseits sind wir 30 Cousins und Cousinen, alle bis auf einen kenne ich, der lebt irgendwo im mittleren Westen der USA. Leider hat er auch den Kontakt zu seinen Geschwistern abgebrochen.
Betrachtet man die Familien dieser 30 mit Kindern, Onkel und Tanten, komme ich auf 131 Personen, von denen ich 125 persönlich kenne.


Ob Deine Vorsicht falsch ist oder nicht, darüber steht mir kein Urteil zu.

Was ich über seine Familie weiß, weiß ich nur aus seinen Erzählungen. Nur seinen Vater hab ich einmal kennen gelernt und der war damals schon Ende 70. Die Mutter lebte nicht mehr und auch der Vater ist schon einige Jahre tot.
Eine Schwester ohne Kinder, sie war damals ja auch schon über 40.
Und Kinder aus einer Ehe hatte er, drei. Die waren schon erwachsen und er hatte keinen Kontakt zu ihnen.
Er war 14 Jahre älter als ich.
 

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14. April 2017 um 16:35
In Antwort auf targi2

Ja, wenn es ums Erbe geht, sind manche bereit, für 2,50 Euro ihre gesamte Moral über Bord zu werfen. Ganze Familien zerbrechen an lächerlich kleinen Erbsummen. Allein schon deswegen wird das ganze eine enorme Belastung für die Schwester. Sie kann sich nämlich nie sicher sein, ob nicht doch jemand wie 6rama9 dahintersteckt, die nur schauen will, ob es was zu holen gibt.

Moral: "aus kultureller und religiöser Erfahrung gebildetes Regel-, Normen- und Wertesystem, das in einer Gesellschaft als Verhaltensmaßstab betrachtet wird."

Nach meinem Rechts- und Moralempfinden steht dem Sohn der TE zu, was ihm gesetzlich zusteht. Ich verstehe daher Deinen Punkt nicht. Was hat das mit o.g. Definition des Moralbegriffes zu tun, sein Recht in Anspruch zu nehmen? Findest Du, das Kind hat kein Anrecht auf sein Erbe, weil es den Vater nie gesehen hat? Dann hast Du ein anderes Moralempfinden als der Gesetzgeber, der findet nämlich, dass das Kind sehr wohl einen verbrieften Anspruch darauf hat. Würde das Kind nicht bei seiner Mutter aufwachsen, sondern zB unter staatlicher Fürsorge, wäre der Fürsorgeverantwortliche sogar gesetzlich dazu verpflichtet, das Erbe einzufordern.

Und natürlich ist Erben immer eine Belastung. Vor allem, falls sich die Schwester unehrlich bereichert hat (was ich mal nicht unterstellen will). Ich würde mich an Stelle der TE auf jeden Fall an das zuständige Nachlassgericht im letzten Wohnort des Verstorbenen wenden und zumindest Informationen zu dem Erbfall einholen. Dann kann die TE immer noch entscheiden, ob die das Erbe einfordert. Wenn der Sohn 16 Jahre ist, kann er auch durchaus in diese Entscheidung einbezogen werden.

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14. April 2017 um 16:53

Die Kommentare zeigen mir gut auf, welchen Stein ich da ins rollen bringen könnte. Deshalb bin ich auch so unsicher.

 

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14. April 2017 um 16:56
In Antwort auf 6rama9

Moral: "aus kultureller und religiöser Erfahrung gebildetes Regel-, Normen- und Wertesystem, das in einer Gesellschaft als Verhaltensmaßstab betrachtet wird."

Nach meinem Rechts- und Moralempfinden steht dem Sohn der TE zu, was ihm gesetzlich zusteht. Ich verstehe daher Deinen Punkt nicht. Was hat das mit o.g. Definition des Moralbegriffes zu tun, sein Recht in Anspruch zu nehmen? Findest Du, das Kind hat kein Anrecht auf sein Erbe, weil es den Vater nie gesehen hat? Dann hast Du ein anderes Moralempfinden als der Gesetzgeber, der findet nämlich, dass das Kind sehr wohl einen verbrieften Anspruch darauf hat. Würde das Kind nicht bei seiner Mutter aufwachsen, sondern zB unter staatlicher Fürsorge, wäre der Fürsorgeverantwortliche sogar gesetzlich dazu verpflichtet, das Erbe einzufordern.

Und natürlich ist Erben immer eine Belastung. Vor allem, falls sich die Schwester unehrlich bereichert hat (was ich mal nicht unterstellen will). Ich würde mich an Stelle der TE auf jeden Fall an das zuständige Nachlassgericht im letzten Wohnort des Verstorbenen wenden und zumindest Informationen zu dem Erbfall einholen. Dann kann die TE immer noch entscheiden, ob die das Erbe einfordert. Wenn der Sohn 16 Jahre ist, kann er auch durchaus in diese Entscheidung einbezogen werden.

Wie sollte ich denn einen Beweis das er der biologische Vater ist nachweisen. Kann ich doch nicht mehr.
Es geht mir doch nicht ums erben.

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14. April 2017 um 17:08

Ich versteh deine Kommentare nicht. Ich habe nie gelogen, nichts verschwiegen und nichts verhindert..

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14. April 2017 um 18:04
In Antwort auf uiea

Wie sollte ich denn einen Beweis das er der biologische Vater ist nachweisen. Kann ich doch nicht mehr.
Es geht mir doch nicht ums erben.

Ich weiß dass es Dir nicht darum geht und wenn die Vaterschaft nie publik gemacht wurde, würde ich auch davon absehen.

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15. April 2017 um 14:11

Danke an alle, die mir  ihre ehrliche Meinung zu meinem Problem geschrieben haben. Ich muß das alles noch eine Weile überdenken.

An dejavu, wenn dein Leben bisher komplikationslos verlief, Herzlichen Glückwunsch. Wenn du nie Fehler machst, toll. Aber bei manchen ist das nicht so.
Ich mag Fehler gemacht haben in der Geschichte.Kann sein aber trotzdem bereue ich nichts. Ich habe einen wunderbaren Sohn. Die Zeit mit seinem biologischen Vater wird mir immer als eine gute und besondere in Erinnerung bleiben.
Deine Vorwürfe bedeuten mir nichts, weil du die ganze Geschichte gar nicht kennst.

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17. April 2017 um 12:29
In Antwort auf uiea

Hallo, ich denke schon seit Tagen über etwas nach und komme zu keinem Ergebnis, deshalb wende ich mich heute an euch.

Es ist eigentlich eine sehr lange Geschichte, die ich hier jetzt nicht komplett erzählen möchte, deshalb versuche ich es mit einer Kurzfassung

Vor 16 Jahren lebte ich eine Zeit getrennt von meinem Ehemann und lernte jemanden kennen. Wir waren einige Monate zusammen und ich wurde in der Zeit schwanger von diesem Mann. Es kamen viele Dinge zusammen und letztendlich trennten wir uns und kurze Zeit später kam ich wieder mit meinem Mann zusammen.
Ich verschwieg die Schwangerschaft nicht und er wollte mich trotzdem zurück. Einige Monate später wurde mein Sohn geboren.

Es wurde nie verschwiegen, dass mein damaliger Mann nicht Erzeuger des Kindes war, der Erzeuger erfuhr von meinem Sohn und auch die Familie wußte Bescheid. Als mein Sohn in die Schule kam, erfuhr auch er, dass sein Papa nicht sein Erzeuger ist.

Irgendwann verlor ich den anderen Mann aus verschiedenen Gründen aus den Augen.

So die Jahre vergingen und es kam irgendwann zur Scheidung von meinem Mann. 3 Jahre später heiratete ich wieder.

So jetzt zum eigentlichen, vor kurzem googelte ich den Namen des Erzeugers meines Sohnes und fand eine Todesanzeige von ihm, aufgegeben von seiner Schwester.
Er ist allerdings schon vor 3 Jahren verstorben.

Dort sind einige Angaben, unter anderem auch die Adresse der Schwester. Und jetzt überlege ich hin und her, ob ich der Schwester einen Brief schreiben soll, dass ihr Bruder einen Sohn mit mir hat, denn ich gehe davon aus, dass sie das nicht weiß.

Was meint ihr, wäre das gut oder sollte man das lieber lassen?

Mit meinem Sohn habe ich schon gesprochen und ihm von der Anzeige erzählt. Meinem jetzigen Mann auch aber der hat keinen richtigen Bezug zu der ganzen Sache.

Ich bin so ratlos, ob ich diesen Brief nun schreiben sollte oder nicht und wäre sehr dankbar, was Außenstehende dazu denken und raten.

Es ist irelevant über die ganze Geschichte zu diskutieren, dass wäre auch zu umfangreich. Es geht nur um den Brief.

Einen Brief hab ich jetzt fertig. Ob ich ihn je abschicke weiß ich nicht. Angst hab ich immer noch davor.

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18. April 2017 um 13:02

Ja mein Exmann war und ist für meinen Sohn immer ein prima Vater (gewesen). Ich denke, dass ist vielleicht auch ein Grund, dass er nie nah dem anderen gefragt hat.
Wäre mein Ex nicht so gewesen, wäre die Frage vielleicht schon bei ihm aufgetaucht.

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18. April 2017 um 13:36

Zu deinen Frage, ja er wußte das.
Ich denke schon das mein Sohn erbberechtigt war aber 1. will ich bzw.auch mein Sohn nichts, 2. Ist mir klar wenn sich im Leben seines Erzeugern nicht gravierend was geändert hat, sowieso nichts zu erben dagewesen. 3. Gibt es keinen Nachweis, Vaterschaftstest, dass er sein leiblicher Vater ist. Nur mein Wort und der andere Vater der das bestätigen könnte lebt nunmal nicht mehr.
Mein Sohn sagt, dass ist ihm alles fremd und er weiß jetzt noch nicht ob er später vielleicht doch mal Kontakt möchte.

Mein Sohn ist mit meinem Exmann als Vater aufgewachsen. Der hat ihn nie spüren lassen, dass er ihn nicht wie ein Vater liebt. Bis heute ist das so.
Warum der biologische Vater sich nie mehr gemeldet hat weiß ich nicht.

Worum es mir geht weiß ich selber nicht wirklich. Nicht um Geld auf jedenfalls.
Der Gedanke zur Kontaktaufnahme kam mir mit lesen der Anzeige. Aber ich weiß nicht ob das richtig ist oder nicht.

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19. April 2017 um 14:15

wer für ''klare Verhältnisse'' steht, wird selbstverständlich dafür Sorge tragen, dass es auch später keine nicht mehr nachvollziehbaren ''Geheimnisse'' gibt.


Das gilt aber auch für die Schwester des Verstorbenen, da auch sie sehr interessiert sein dürfte daran, wer eigentlich alles zu 'ihrer' Familie gehört.

Es geht nicht immer nur ums ''Erben'' - immerhin könnte auch sein, dass es - außer viele Schulden - gar nix gibt ?  Und wat nu?

Nein - Verhältnisse der Familie müssen klar und überschaubar sein, weil man es seiner Familie einfach schuldig ist - egal wie der Sohn heute noch darüber denkt - es könnte ihm später womöglich auch mal helfen, zu wissen, woher er stammt ...

Aber das sollten erwachsene Menschen eigentlich wissen.

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