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Stil des Partners?

Letzte Nachricht: 14. Januar 2009 um 11:36
14.01.09 um 10:48

Hallo,

mich würde mal interessieren, wie Ihr damit umgeht, wenn sich der Partner oder die Partnerin vom Stil in eine Richtung bewegt, die Euch eigentlich nicht zusagt? Man will den anderen ja nicht auf die eigene Linie zwingen, jeder sollte sich entfalten dürfen. Aber wie kann man jemandem vorsichtig beibringen, dass einem die Richtung gar nicht zusagt?

(Ausgedachte) Beispiele:

- Er läuft mit Ende 20 immer noch im Schlabberlook rum und fühlt sich wohl dabei. Sie meint, er soll endlich erwachsen werden.

- Sie überdeckt ihre mit der Zeit auftretenden Alterserscheinungen durch immer mehr Make-Up.

- Er läuft nur noch in Designerklamotten rum. Sie findet das ungemütlich und abgehoben.

- Seit findet ihre neue Kurzhaarfrisur viel praktischer, er findet das überhaupt nicht attraktiv.

- Er interessiert sich auf einmal für Mode, lässt sich Strähnchen machen und sieht aus wie aus einer Modewerbung. Sie findet das unmännlich und abturnend.

- Sie tauscht Jeans, T-Shirts und Turnschuhe gegen Kostüme und Designerblusen. Man ist ja nicht mehr 14. Ihm hat Ihr jugendlicher Look aber besser gefallen.

- Er möchte sich nicht von seinen langen Haaren und den Metal-Shirts trennen. Sie meint, er muss endlich mal erwachsen werden.

- Sie tauscht ihre leichten Parfüms gegen immer schwerere Düfte aus. Ihm gefällt das ganz und gar nicht.

Beliebig fortsetzbar. Wie geht Ihr damit um?

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14.01.09 um 11:36

Die Freiheit lassen, damit man sich wohlfühlt
Also, mein Mann muss beruflich jeden Tag Anzug und Krawatte tragen. Er hasst Krawatten und Hemden und mag auch keine Knöpfe. Mir gefällt das zwar, er sieht im Anzug gut aus, finde ich. Aber ich habe Verständnis, dass er dann in seiner Freizeit eher bequeme Klamotten trägt. Wir verdienen beide ganz gut, sind aber beide nicht so auf Klamotten fixiert.

Ginge es nach ihm, bräuchte er nicht mehr als ein paar Schlappen, eine Jeans und ein paar T-Shirts. Es gab auch schon Fälle, wo ich sagte: Großer, wir gehen auf eine Hochzeit, das und das KANNST du da nicht anziehen, ich bitte dich. Da hat er sich dann grummelnd umgezogen, weil er einsah, dass man da auch einigermaßen schick angezogen sein soltle, schon aus Respekt dem Brautpaar gegenüber. - Aber sonst? Mir ist es lieber, er hat ein ausgeleiertes T-Shirt und eine verwaschene Jeans an und fühlt sich wohl, als dass er wie aus dem Katalog daherkommt und "schick" (was auch immer das sein soll) aussieht, aber schlechte Laune hat.

Gerade Männer können einem auch echt leid tun - seit Jahrzehnten fällt der Modeindustrie nichts anderes ein als Fliegen und Krawatten, die "Mann" dann zu festlichen Anlässen tragen muss. Wenn einer das nicht mag, sieht er ganz schön alt aus. Wir Frauen haben da mehr Möglichkeiten, und jede kann ihren Stil finden und trotzdem festlich aussehen. Meiner sagt, die Krawatten engen ihn am Hals ein, er fühle sich da total unwohl. Er hat nicht mal zu unserer eigenen Hochzeit eine getragen - wir haben das elegant umschifft und mittelalterliche Sachen angehabt, er ganz cool in schwarzer Lederhose mit weißem Schnürhemd (ohne Knöpfe!!!) und schwarzer Weste. Er war DER Hingucker, und er fühlte sich wohl. DAS war die Hauptsache. Eine Krawatte tragen zu müssen, hätte ihm den Tag schon halb verhagelt. Er sagt, das sei Dienstkleidung für ihn, und es fiele ihm nicht ein, den schönsten Tag seines Lebens in Dienstkleidung zu feiern, von einem Schlosser verlange man das schließlich auch nicht. Das Argument kann ich nachvollziehen.

Also, mein Fazit: Leben lassen. Wenn einer nicht grade nackt durch die Gegend läuft oder meint, er müsse sich jetzt einen Bart bis zu den Knieen wachsen lassen - bittesehr.

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