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Stiefkinder

3. April 2015 um 23:29

Hallo.
Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll!
Kann eine Beziehung mit einem Mann, den man von Herzen liebt, funktionieren, wenn man mit seinen Kindern einfach nicht klar kommt?????
Die Geschichte:
Ich bin 48, geschieden, 3 erwachsene (mit Stolz wohlgelungene) Söhne (18+22+24), die noch bei mir leben.
Seit 2 Jahren führe ich eine Beziehung mit getrennten Häusern mit einem alleinerziehenden Vater, seine Kinder sind jetzt 7 + 10 und 13. Diese Kinder sind so verwöhnt wie ich es noch nie erlebt habe, totale Stubenhocker, wollen nie raus, hängen nur vor PC oder TV, verplempern ihre ganze Kindheit vor irgendeiner dieser Kisten. Die beiden Großen haben ADHS, von der Jüngsten gibt es noch keine Diagnose, meiner Meinung nach hat sie es aber genauso. Die Kinder pendeln zwischen Psychotherapie und Jugendamt (Sozialarbeiter und Erziehungsbeistand), zwischen Erogtherapie und allen möglichen Psychiatern. Kurz gesagt: es sind 3 absolute Problemkinder, zum Teil bedingt durch die Trennung: die selber psychisch kranke Mutter war über Nacht verschwunden und hat sich monatelang nicht gemeldet. Zum Teil wohl auch durch den Einfluß ihrer Krankheit (Borderline) vor der Trennung.
Am Anfang unserer Beziehung war ich noch voller Hoffnung und Hingabe, wollte den vieren ein harmonisches Familienleben zeigen und geben, soweit es aufgrund der getrennten Wohnungen möglich war. Nachdem ich vor 7 Monaten meine Arbeit verlor, habe ich mich angeboten, nachmittags "Tagesmutter" für die Kinder zu sein, da sie bis dahin abwechselnd von den beiden Omas und einer Tante, alle weit über 60 Jahre, betreut wurden. Ich fand und finde diesen ständigen WEchsel sehr schlimm für die Kinder, vor allem, weil die Omas aus pädagogischer Sicht das Schlimmste sind, was ihnen passieren kann, weil sie ihnen alles erlauben und für sie tun.... definitiv zuviel des Guten.
Jedenfalls habe ich die Nachmittags-Betreuung mit allem Drum und Dran (Hausaufgaben, Essen, Haushalt, Einkäufe, Termine usw.) über eine halbes Jahr lang gemacht und bin dabei fast zerbrochen. Die Kinder sind das Selbstsüchtigste, das ich je gesehen habe. Ich konnte nichts recht machen! Angefangen vom Essen bzw. Kochen bis falsche Anordnung der Kissen auf der Couch. Sie hatten immer etwas zu kritisieren. Selbst wenn ich schon heulend in der Küche stand, weil sie wieder mal so auf mir rumgetrampelt sind, kam noch einer rein und hat über den komischen Geruch aus dem Backofen gelästert. Es verging keine Woche, in der ich nicht mind. 1x heulend aus dem Haus gegangen bin.
Die Beziehung zu meinem Freund, dem Vater, hat auch immer mehr darunter gelitten. Zwar gings dabei nicht immer um die Kinder bzw. deren Verhalten, aber wir entfremdeten uns immer mehr. Ich verstand, dass er zwischen 2 Fronten stand, und es sehr schwer hatte mit all seinen Problemen als alleinerziehender vollzeit arbeitender Vater, einer psychisch kranken Ex, die immer wieder dazwischen funkte, sehr anstrengenden Kindern, einen harten JOb.... er war bzw. ist nicht zu beneiden.
Naja, vor 3 Wochen hats mal wieder gekracht zwischen uns und ich hab die Beziehung beendet... incl. der Kinderbetreuung. Es hat mir das Herz zerrissen, aber ich konnte einfach nicht mehr.
Seit dem ich jetzt seine Kinder nicht mehr "an der Backe habe", ist mir eine Riesenlast von der Schulter gefallen. Ich merke erst jetzt im Nachhinein, wie sehr mich das alles belastet hat. Wir haben wieder (oder immer noch) intensiven Kontakt, sehen uns regelmäßig, aber bis jetzt immer ohne Kinder, also nur, wenn sie schon im Bett sind. Es ist z.Zt. so ein Zwischending, nicht zusammen aber auch nicht getrennt.
Wenn wir ohne die Kinder zusammen sind, ist die Welt in Ordnung. Wir zwei verstehen und super, alles läuft so schön und harmonisch.
Aber ich weiß nicht, wie das langfristig funktionieren soll. Eine Beziehung, bei der die Kinder ausgeschlossen sind, bedeutet dann, nur Treffen am Abend, bei ihm zuhause. Keine Unternehmungen, nichts ausser Haus.(Es gibt keine Wochenenden bei der Mutter, die Kids wollen keinen Kontakt zu ihr)
Einfach laufen lassen und genießen, denk ich mir zwar immer wieder. Das nehmen, was gut tut. Und weg lassen, was schadet.
Kann das funktionieren?
Was soll ich tun?
Ich liebe den Mann, aber mit den Kindern komme ich einfach nicht klar.
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende?
Die Kinder werden immer da sein.... und zwar noch eine sehr lange Zeit!

Helft mir, gebt mir einen Rat. Bitte.

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6. April 2015 um 15:03

Hmmm
also ein Baum der krum gewachsen ist den bekommst du auch nicht wieder gerade...

entweder ihr geht zusammen oder ihr trennt euch...

wenn ich es wäre, wenn zusammen dann nur unter der Bedingung das die Kinder dann auch auf dich hören , sorry aber ich halte nichts davon das man den Kindern alles erlauben und durchgehen lassen sollte...also antiauritäre Erziehung NEIN danke...
Kinder müssen es einfach lernen und wenn nicht von den Eltern von wem sonst....

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8. April 2015 um 22:32

Du hast die Kinder erzogen, die Du in die Welt gesetzt hast
und dafür bestimmt schon "Opfer" gebracht. mit 48 Jahren sollte man sich das nicht noch einmal geben müssen. Es tut mir leid Dir das so zu sagen, aber für Deinen Seelenfrieden wäre es besser sich von dem Mann zu trennen, falls Du Dir eine friedliche Zukunft für Dich selber vorstellst.
Du hast es versucht - es hat nicht funktioniert - Mag sein Du liebst den Mann, mag sein er oder/ und die Kinder tun Dir vielleicht sogar ein bisschen leid.
Wie steht er denn dazu ? Was tut denn gut in dieser Beziehung ? Also eigentlich siehst Du es doch ziemlich realistisch, oder ?
Falls Du Gefühle und Sex trennen kannst und der Sex gut tut, dann lass es so laufen, aber das ist ja dann keine Beziehung, sondern eben ne Bettgeschichte.

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9. April 2015 um 11:23
In Antwort auf pallu_11975509

Du hast die Kinder erzogen, die Du in die Welt gesetzt hast
und dafür bestimmt schon "Opfer" gebracht. mit 48 Jahren sollte man sich das nicht noch einmal geben müssen. Es tut mir leid Dir das so zu sagen, aber für Deinen Seelenfrieden wäre es besser sich von dem Mann zu trennen, falls Du Dir eine friedliche Zukunft für Dich selber vorstellst.
Du hast es versucht - es hat nicht funktioniert - Mag sein Du liebst den Mann, mag sein er oder/ und die Kinder tun Dir vielleicht sogar ein bisschen leid.
Wie steht er denn dazu ? Was tut denn gut in dieser Beziehung ? Also eigentlich siehst Du es doch ziemlich realistisch, oder ?
Falls Du Gefühle und Sex trennen kannst und der Sex gut tut, dann lass es so laufen, aber das ist ja dann keine Beziehung, sondern eben ne Bettgeschichte.

Stiefkinder
Danke für deine Ehrlichkeit. Ich seh es genauso: eigentlich wäre jetzt die Zeit im Leben, wieder MEIN Leben zu leben und es nicht weiter von Kindern, noch dazu nicht eigene, bestimmen zu lassen. Aber ich hab mich darauf eingelassen,weil ich grundsätzlich Kinder mag... jedoch wußte ich da nicht, WIE diese Kinder sind.
Momentan sind wird "Freunde mit gewissen Extras"
Die Kinder halten wir total raus, wir sehen uns nur, wenn sie im Bett sind, so ca. 2 - 3x die Woche. Und auch wenn es absolut nicht erfüllend ist und nix mit einer Beziehung zu tun hat, komme ich mit dieser Situation 1000x besser zurecht als mit allem vorher: lieber weniger gemeinsame Zeit, diese aber dafür schön. Es geht auch nicht nur um Sex... eher im Gegenteil. Aber es ist gut so... und deshalb werd ich es jetzt einfach so laufen lassen und genießen. Endlich hab ich auch wieder mehr Zeit für mich, für Hobbys und Sport, für Freundinnen und Nix-Tun.... und somit bin ich jetzt wieder dran im Leben!
Mal sehen, wie lang das funktioniert.
Mein Ex sieht das so: er weiß, dass seine Kinder sehr schwierig sind (wie sehr, dass kann er gar nicht ermessen, da er es nicht anders kennt) und meine anders sind... darauf pocht er auch ständig: dass man mit ADHS-Kindern anderns anders... feinfühliger sein muss.
Und er steht zu ihnen. Es sind seine Kinder, es gibt ihn nur im 4er-Pack und er hat schon öfters erwähnt, dass sie immer an 1. Stelle werden für ihn! Ist nicht schön zu hören, dass man als Freundin, die alles für ihn und seine Kinder tut, immer nur Platz 4 sein wird.
Aber wie gesagt, ich hab jetzt einen Weg gefunden, mit dem ich (vorläufig) leben kann.
Und wer weiß, vielleicht läuft mir ja der Traumprinz noch übern WEg, und dann hat mein "Ex" verloren.

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9. April 2015 um 11:34
In Antwort auf joerg2525

Hmmm
also ein Baum der krum gewachsen ist den bekommst du auch nicht wieder gerade...

entweder ihr geht zusammen oder ihr trennt euch...

wenn ich es wäre, wenn zusammen dann nur unter der Bedingung das die Kinder dann auch auf dich hören , sorry aber ich halte nichts davon das man den Kindern alles erlauben und durchgehen lassen sollte...also antiauritäre Erziehung NEIN danke...
Kinder müssen es einfach lernen und wenn nicht von den Eltern von wem sonst....

Stiekinder
Bei diesen Kindern ist erziehungsmäßig sooooo viel schief gelaufen.. ich frag mich manchmal, ob die Eltern diese Kinder überhaupt in irgendeiner Weise erzogen haben.... oder nur alles gewähren liesen.
Sie werden nicht auf mich hören.... sie hören ja nicht mal auf ihren Vater! Und ich bin auch nicht bereit, die Suppe, die er und seine Ex sich eingebrockt haben, auszulöffeln. Ich wär schon zufrieden gewesen, wenn ich mit ihnen nur klar komme. Aber selbst das ist ja nicht möglich, weil sie soooo rücksichtlos, schonungslos, kompromislos sind: wenn sie etwas wollen..oder nicht wollen, ist das so.... und alle um sie herum haben sich danach zu richten. Um ihren Kopf durchzusetzen gehen sie über Leichen.
Nein, seit ich den Kontakt zu ihnen eingestellt hab, blühe ich auf. WEnn ich für meine Jungs etwas koche, sitzen alle am Tisch und essen mit Genuß... nicht wie bei den Stiefkindern, wo egal was auf dem Tisch stand und wie sehr ich mich bemüht hab immer jemand die Nase hoch gezogen und gemotzt hat.
Ich muss diese ständigen Demütigungen und Erniedrigungen nicht mehr über mich ergehen lassen.

Diese Kinder sind sowas von "verbockt".... ich denk nciht, dass man sie noch soweit umerziehen kann, dass sie sich im Leben zurecht finden. Aber: nicht mein Problem!

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9. April 2015 um 14:01

AHDS
vielleicht lehne ich mich jetzt zu weit aus dem Fenster, aber wenn die Mutter psychisch krank ist, dann werden sie vielleicht da ne Störung mit geerbt haben. Ihnen fehlt vor allem die Erdung und die Mutterbindung. AHDS Kinder brauchen vor allem eins feste Strukturen und Regeln, und Verlässlichkeit. Das Elternteil entschuldigt dann vieles, weil es sich ja auch keinen Rat weiss und leider geraten Kinder halt nicht immer so wie man sich das vorstellt. Nur, Du bist ja nicht für sie verantwortlich, es sind vor allem seine Kinder und wenn er es nicht schafft- ich mein das jetzt wirklich so, wie soll er es denn überhaupt schaffen können, wenn er voll berufstätig ist ? Man ist aber nicht für jedermanns Schicksal verantwortlich.

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