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Stehe an einer kreuzung und weiss nicht weiter

27. September 2004 um 9:56

hallo ihr lieben,

ich bin ja hier auch schon seit ca. 2 jahren in diesem forum mit dabei, aber das ist das erste mal, dass ich gerne einen rat haben möchte.

ich bin 33 und lebe seit über einem jahr mit meinem freund zusammen. die beziehung läuft sehr gut und ich könnte mir keinen besseren partner wie ihn vorstellen.

vor 2 jahren habe ich meinen job verloren, weil meine firma schliessen musste. ich habe in diesem unternehmen mehr als 10 jahre gearbeitet und dies zu verkraften war nicht leicht. finanziell war ich abgesichert, da ich in einer auffanggesellschaft war und mein gehalt weiter bekommen habe. in der zeit als ich zu hause war, habe ich mein bwl-fernstudium beendet und mich dann fleissig beworben. doch leider war das nicht so leicht wie ich dachte. ich habe dann doch 8 monate gesucht bis ich einen job hatte. in dieser zeit ging es mir natürlich nicht so besonders. die absagen haben mir sehr zu schaffen gemacht. mein freund hat mir sehr untersützt in dieser zeit. ich habe immer sehr viel zeit und energie in meine karriere gesteckt (siehe fernstudium neben vollzeitarbeit)

tja, und jetzt habe ich seit 9 monaten einen tollen job. eigentlich genau das was ich machen wollte. aber der druck hier ist sehr sehr groß und mein chef leider ein ziemlicher a****. sieht nur die fehler, verlangt zum teil unmögliches, setzt einen dauernd unter druck und schieb alle arbeit von sich. irgendwie bin ich diesen nicht immer gewachsen und ich frage mich zu ersten mal, ob der preis für die karriere und das geld nicht zu hoch ist, denn das ganze wirkt sich natürlich auch auf meine beziehung aus. ich weiss, dass es in anderen firmen auch nicht besser ist und ich frage mich echt, ob dies wirklich das ist, was ich will.

jetzt habe ich festgestellt, dass ich mich immer mehr nach geborgenheit, sicherheit und vielleicht auch nach einer familie sehne. wer mich hier vielleicht kennt, weiss, dass ich niiiiiiiiiiiie heiraten wollte und niiiiiiiiiiie kinder wollte. ich weiss nicht, ob ich es wirklich will oder ob dies nur eine flucht ist. oder zeigen zeigen mir meine sehnsüchte, was ich wirklich will?? ich weiss es nicht! ich hätte mir vor einem jahr nicht vorstellen können hausfrau und mutter zu sein, jetzt finde ich den gedanken gar nicht mehr so schlimm, im gegenteil. mein freund steht kinder offen gegenüber. er wäre ein toller papi, keine frage.

bin echt ratlos! ich, die karrierefrau, macht sich solche gedanken! ich fass es nicht! wer kennt diese situation und kann mir vielleicht ein paar denkanstösse geben??

danke und liebe grüße

tigerle

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27. September 2004 um 10:03

Älter geworden
Hi Tigerle

Ich denke, Du hast in den letzten Monaten viel durhgemacht. Du bist aber auch älter geworden, hast andere Perspektiven im Leben gesehen. Es ist sehr gut möglich, dass Du jetzt deine Meinung bezüglich Familie die Meinung geändert hast. Meiner Stiefmutter ging das z.B. auch so. Erst voll die Karrierefrau, und plötzlich, keiner hätte es je gedacht, wollte sie Heiraten und ein Kind. Jetzt sind es zwei, und dind super süss Was ich damit sagen will, wenn Dir Deine Gefühle (und vor allem Dein Bauch!) sagen, du sollst darüber nachdenken, dann mach das. Und sei offen dem ganzen Gegenüber.

Ich denke nicht, dass es nur die Situation mit dem Job ist, die Dich si denken lässt. Denn von irgendwo her kommt der Gedanke ja

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27. September 2004 um 10:23

Hi Tigerle
Erst einmal möchte ich dir etwas Mut machen.
Lass diesen Ar*** doch erzählen , was er will. Du hast eine lieben Freund zu Hause. Ich denke er kann dich am Abend etwas aufbauen. Und dann wieder rinn in die Firme mit dem Gedanken "leck mich ..."
Eben hatte ich im Tread Traumberufe auch festgestellt ständig unter Stress gewesen zu sein.
Da gibt es dann Prioritäten und es kann nur heißen " Augen zu und durch". Das du dir Familie wünscht und ein (oder auch zwei) Kind finde ich sehr schön. Da rennst du bei mir offene Türen ein. Was schöneres kann es gar nicht geben. Wir hatten ja gerade wieder ein Enkelwochenende.
Wenn es wie du schreibst die Versorgung gesichert ist, lass es doch einfach auf dich zu kommen. Sozusagen, lass die Natur entscheiden, wann du zu Hause bleibst.
Unsere Tochter kam sehr schnell, war ja auch ungeplant. Den Sohn wollten wir bewußt, da haben wir zwei Jahre konstruiert.
Das du nun Geborgenheit suchst, auch Kinder wünscht ist, verzeih mir ein Ausdruck deiner weiblichen Seele. Lass sie unbedingt heraus.
Man kann ja einige Jahre später wieder einen Einstieg versuchen.

Ein lieber Rat von dem "blöden" Teddy

Liebe Grüße

Teddy

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27. September 2004 um 10:48

Hmmm...
...danke für den langen beitrag.

der grund warum ich bis jetzt keine kinder wollte, war vorallem der aspekt der unabhängigkeit, besonders finanziell. man hat mehr freiheiten, keine frage. auch die verantwortung hat mich bis jetzt immer abgeschreckt.

sicher ist es eine leistung eine familie zuversorgen. meine mutter war auch "nur" hausfrau und stets und ständig auf achse.

ansehen zu verlieren, davor habe ich sicher keine angst, denn mein titel bleibt mir ja kleiner scherz!! ne, das ist sicher nicht der grund. ich denke, die arbeit im büro und die arbeit zu hause, ist einfach nicht mit einander zu vergleichen. hier habe ich einen leistungs- und termindruck ohne ende, es zählt nur das ergebnis! wenn die leitung nicht bringe, verliere ich meinen job. die arbeit zu hause hat keinen feierabend, das ist mir klar und gehört viel dazu den tag zu organisieren. aber ich denke, dem bin ich gewachsen.

werde mal mit meinem schatz in ruhe reden...aber da renne ich wahrscheinlich offene türen ein!

gruß, tigerle

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27. September 2004 um 10:53

Beides geht leider nicht...
danke für deinen beitrag!

beides geht leider nicht. ich bin oft auch über nacht weg und kann nie sagen, wann ich feierabend habe.

hmm, habe mich gegen mutter und hausfrau immer sehr gewehrt. finde meine gedanken etwas befremdlich.

liebe grüße

tigerle

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27. September 2004 um 10:54
In Antwort auf jonny_12159999

Hi Tigerle
Erst einmal möchte ich dir etwas Mut machen.
Lass diesen Ar*** doch erzählen , was er will. Du hast eine lieben Freund zu Hause. Ich denke er kann dich am Abend etwas aufbauen. Und dann wieder rinn in die Firme mit dem Gedanken "leck mich ..."
Eben hatte ich im Tread Traumberufe auch festgestellt ständig unter Stress gewesen zu sein.
Da gibt es dann Prioritäten und es kann nur heißen " Augen zu und durch". Das du dir Familie wünscht und ein (oder auch zwei) Kind finde ich sehr schön. Da rennst du bei mir offene Türen ein. Was schöneres kann es gar nicht geben. Wir hatten ja gerade wieder ein Enkelwochenende.
Wenn es wie du schreibst die Versorgung gesichert ist, lass es doch einfach auf dich zu kommen. Sozusagen, lass die Natur entscheiden, wann du zu Hause bleibst.
Unsere Tochter kam sehr schnell, war ja auch ungeplant. Den Sohn wollten wir bewußt, da haben wir zwei Jahre konstruiert.
Das du nun Geborgenheit suchst, auch Kinder wünscht ist, verzeih mir ein Ausdruck deiner weiblichen Seele. Lass sie unbedingt heraus.
Man kann ja einige Jahre später wieder einen Einstieg versuchen.

Ein lieber Rat von dem "blöden" Teddy

Liebe Grüße

Teddy

Danke für deinen rat.
tja, die weibliche seele meines freundes wünscht sich die schon lange!

gruß

tigerle

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27. September 2004 um 10:57

Neuer Job und dann vielleicht Kinder?
Ich glaube nicht, dass der Kinderwunsch wirklich nur eine Flucht ist.
Er tritt jetzt vielleicht durch die Umstände erst zu Tage.
Warum solltest du deine Einstellung zu Familie und Kindern nicht ändern dürfen?
Vielleicht hast du in beruflicher Hinsicht inzwischen einiges erreicht, so dass ganz neue Bedürfnisse in dir geweckt werden, das ist doch ganz natürlich.

So wie du dich beschreibst, glaube ich jedoch nicht, dass du in der Rolle der Hausfrau und Mutter voll aufgehen wirst, dein Bedürfnis nach beruflicher Bestätigung will sicher auch befriedigt werden.

Wenn ich das richtig herauslese, ist dein vorrangiges Problem, dass du mit deinem Job nicht glücklich bist. Verständlich, nach dem was du erzählst.
Musst wohl einen hohen Preis für deinen guten Verdienst bezahlen.
Ich glaube schon, dass es Chefs gibt, die keine A****'s sind, wo die Arbeit zu bewältigen ist und du nicht unter Dauerdruck stehst.
Es gibt sicher Firmen, in denen du Spass an der Arbeit hättest und zufrieden mit deiner Leistung sein könntest.
Vielleicht müßtest du finanzielle Einbußen hinnehmen, aber ich glaube, du erkennst gerade selbst, dass es dir darauf nicht wirklich ankommt.

Deshalb mein Rat: Schau dich erst mal nach einem Job um, der dich zufrieden macht und geh erst dann die Familienplanung an, vielleicht kannst du so beides wunderbar miteinander verbinden

Grüße
Tricia
















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27. September 2004 um 11:43
In Antwort auf finn_12670569

Neuer Job und dann vielleicht Kinder?
Ich glaube nicht, dass der Kinderwunsch wirklich nur eine Flucht ist.
Er tritt jetzt vielleicht durch die Umstände erst zu Tage.
Warum solltest du deine Einstellung zu Familie und Kindern nicht ändern dürfen?
Vielleicht hast du in beruflicher Hinsicht inzwischen einiges erreicht, so dass ganz neue Bedürfnisse in dir geweckt werden, das ist doch ganz natürlich.

So wie du dich beschreibst, glaube ich jedoch nicht, dass du in der Rolle der Hausfrau und Mutter voll aufgehen wirst, dein Bedürfnis nach beruflicher Bestätigung will sicher auch befriedigt werden.

Wenn ich das richtig herauslese, ist dein vorrangiges Problem, dass du mit deinem Job nicht glücklich bist. Verständlich, nach dem was du erzählst.
Musst wohl einen hohen Preis für deinen guten Verdienst bezahlen.
Ich glaube schon, dass es Chefs gibt, die keine A****'s sind, wo die Arbeit zu bewältigen ist und du nicht unter Dauerdruck stehst.
Es gibt sicher Firmen, in denen du Spass an der Arbeit hättest und zufrieden mit deiner Leistung sein könntest.
Vielleicht müßtest du finanzielle Einbußen hinnehmen, aber ich glaube, du erkennst gerade selbst, dass es dir darauf nicht wirklich ankommt.

Deshalb mein Rat: Schau dich erst mal nach einem Job um, der dich zufrieden macht und geh erst dann die Familienplanung an, vielleicht kannst du so beides wunderbar miteinander verbinden

Grüße
Tricia
















Hört sich nicht schlecht an...
...diese lösung!

ich hatte eh schon vor mich mal wieder auf dem markt umzuschauen. meine ausgangslage ist auf jeden fall diesmal besser. finanzielle einbußen scheue ich nicht mehr...habe gemerkt, dass geldverdienen echt nicht alles ist. wir leben gerade echt sehr gut und haben doch im monat ein ganz ordentliches einkommen und müssen sicher nicht sparen....aber wie gesagt, der preis ist vielleicht echt zu hoch!

würde gerne beides miteinander verbinden!

liebe grüße und danke

tigerle

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27. September 2004 um 11:45

Vieles was du beschreibst...
...kommt mir bekannt vor. ja, dieses gedankenspiel hat echt seinen schrecken verloren und kommt mir mehr und mehr wie eine neue herausforderung vor.

danke und auch liebe grüße

tigerle

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27. September 2004 um 11:47
In Antwort auf niu_12253528

Älter geworden
Hi Tigerle

Ich denke, Du hast in den letzten Monaten viel durhgemacht. Du bist aber auch älter geworden, hast andere Perspektiven im Leben gesehen. Es ist sehr gut möglich, dass Du jetzt deine Meinung bezüglich Familie die Meinung geändert hast. Meiner Stiefmutter ging das z.B. auch so. Erst voll die Karrierefrau, und plötzlich, keiner hätte es je gedacht, wollte sie Heiraten und ein Kind. Jetzt sind es zwei, und dind super süss Was ich damit sagen will, wenn Dir Deine Gefühle (und vor allem Dein Bauch!) sagen, du sollst darüber nachdenken, dann mach das. Und sei offen dem ganzen Gegenüber.

Ich denke nicht, dass es nur die Situation mit dem Job ist, die Dich si denken lässt. Denn von irgendwo her kommt der Gedanke ja

Danke!
anscheinend ändern sich echt die prioritäten wenn man älter wird!

liebe grüße

tigerle

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27. September 2004 um 12:10

Beides verbinden?
ich bin 4Jahre jünger als Du. Im Moment möchte ich keine Kinder, aber in Zukunft würde ich gerne Beruf und Kinder miteinander verbinden.
Das auschließliche Hausfrauen- und Mutterleben ist nichts für mich, aber ich wäre bereit, beruflich kürzer zu treten.

Wenn du vorher wirklich beruflich engagiert warst, kann es vorkommen, daß Du nach der ersten Glücksphase in einen tiefes Loch fällst, nur dann ist eine Umstellung schwieriger als ein normaler Berufswechsel. Ich habe das bei einigen beruflich vorher erfolgreichen Frauen erlebt.
Es muß natülich nicht bei dir so sein.

Also wieso nicht beides?
Wie weiter untern gesagt, könntest Du dir ja einen Job suchen, in dem es etwas ruhiger zugeht.
In wie weit wäre denn Dein Partner bereit, die erziehung partnerschaftlich tu gestalten?
Ich kenne ein Paar, daß hat sich den erziehungsurlaub geteilt und es funktioniert wunderbar.

Du mußt ja nicht von einem Extrem ins andere fallen. es gibt auch zwischenlösungen, zwischen absoluter Karrierefrau und klassischer Rollenteilung.

LG

wolkenschaf

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27. September 2004 um 12:51

Ich kann Dich gut verstehen,
dass man froh ist,nach langem Suchen was zu finden....

Und dass man nicht jeden Preis zahlen will, wenn das Klima so schlecht ist und das Private und die Gesundheit tangiert.

Ich weiss nicht,inwieweit Du was ändern könntest mit Gesprächen oder Betriebsrat,damit das nicht in einer MObbinggeschichte endet ..und einfach,damit Du für Dich einen Weg finden wirst.
Den Chef kannst Du nicht ändern, die Abteilung wechseln, wäre das möglich?

Und still und leise vertraulich weiter bewerben und was anderes suchen.
Auch wenns schwerfällt.
Nur auf Dauer,ich wäre auch nicht bereit,jeden Preis zu zahlen für berufliches Fortkommen.
Irgendwo ist Schicht im Kessel

LG

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27. September 2004 um 15:32
In Antwort auf lita_11889024

Beides verbinden?
ich bin 4Jahre jünger als Du. Im Moment möchte ich keine Kinder, aber in Zukunft würde ich gerne Beruf und Kinder miteinander verbinden.
Das auschließliche Hausfrauen- und Mutterleben ist nichts für mich, aber ich wäre bereit, beruflich kürzer zu treten.

Wenn du vorher wirklich beruflich engagiert warst, kann es vorkommen, daß Du nach der ersten Glücksphase in einen tiefes Loch fällst, nur dann ist eine Umstellung schwieriger als ein normaler Berufswechsel. Ich habe das bei einigen beruflich vorher erfolgreichen Frauen erlebt.
Es muß natülich nicht bei dir so sein.

Also wieso nicht beides?
Wie weiter untern gesagt, könntest Du dir ja einen Job suchen, in dem es etwas ruhiger zugeht.
In wie weit wäre denn Dein Partner bereit, die erziehung partnerschaftlich tu gestalten?
Ich kenne ein Paar, daß hat sich den erziehungsurlaub geteilt und es funktioniert wunderbar.

Du mußt ja nicht von einem Extrem ins andere fallen. es gibt auch zwischenlösungen, zwischen absoluter Karrierefrau und klassischer Rollenteilung.

LG

wolkenschaf

Ich denke auch...
...so eine art zwischending wäre nicht schlecht: karrierehausfrau

mein partner hat sich sogar schon in seiner firma erkundigt wie das mit dem erziehungsurlaub aussieht. er würde das sofort machen. er würde sogar komplett hausmann werden...da wir beide fast gleich viel verdienen wäre es vom finanziellen her beides möglich.

liebe grüße

tigerle

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27. September 2004 um 16:02
In Antwort auf jaana_11887320

Ich denke auch...
...so eine art zwischending wäre nicht schlecht: karrierehausfrau

mein partner hat sich sogar schon in seiner firma erkundigt wie das mit dem erziehungsurlaub aussieht. er würde das sofort machen. er würde sogar komplett hausmann werden...da wir beide fast gleich viel verdienen wäre es vom finanziellen her beides möglich.

liebe grüße

tigerle

Na das
hört sich doch gar nicht schlecht an

Auch wenn es in D schwer ist Kind und Beruf (Ich schreibe absichtlich nicht Karriere, denn eine Riesenkarriere ist mit Kind meiner Meinung nach für BEIDE Partner nicht drin). unter einen Hut zu kriegen, machbar ist es vor allem wenn der Partner mitzieht.

Ich wünsche Dir alles Gute für die anstehende Entscheidung.
falls Du mal ein paar Erfahrungsberichte von berufstätige Müttern lesen möchtest, guck mal zu http://www.fast-4ward.de/base/show_cat.php?c=8

LG

wolkenschaf (die auf die Kinderfrage auch noch keine wirkliche Antwort hat)

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27. September 2004 um 16:08
In Antwort auf BrunhildeP

Ich kann Dich gut verstehen,
dass man froh ist,nach langem Suchen was zu finden....

Und dass man nicht jeden Preis zahlen will, wenn das Klima so schlecht ist und das Private und die Gesundheit tangiert.

Ich weiss nicht,inwieweit Du was ändern könntest mit Gesprächen oder Betriebsrat,damit das nicht in einer MObbinggeschichte endet ..und einfach,damit Du für Dich einen Weg finden wirst.
Den Chef kannst Du nicht ändern, die Abteilung wechseln, wäre das möglich?

Und still und leise vertraulich weiter bewerben und was anderes suchen.
Auch wenns schwerfällt.
Nur auf Dauer,ich wäre auch nicht bereit,jeden Preis zu zahlen für berufliches Fortkommen.
Irgendwo ist Schicht im Kessel

LG

Tja....
betriebsrat gibt es keinen und andere abteilung geht auch nicht. mein chef ist allerdings 60 geworden. ich habe ja die hoffnung, dass er vielleicht in 1-2 jahren in ruhestand geht...aber das ist auch noch eine lange zeit!

ja, man sagt sich, dass man jetzt endlichen einen echt guten job hat, aber irgendwann fragt man sich auch, was man bereit ist alles zu investieren. ja, geht so langsam auf die gesundheit: kein abschalten, schlafstörungen, selbstzweifel, depressive stimmungen, usw. versuche schon das ganze mit bachblüten und johanniskraut in den griff zu bekommen.

liebe grüße

tigerle

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27. September 2004 um 16:43

Hallo kleine ente
das sind gedanken, die mir auch durch den kopf gehen: ob flucht oder wirklicher wunsch.

es ist weniger der anstrengende alltag der mich nervt (das wird als hausfrau und mutter auch nichts anders) es ist mehr der preis den ich zahle für diesen druck. es zählt nur leistung, leistung, leistung. als hausfrau hat man sicherlich sehr sehr viele pflichten, aber der leistungsdruck und termindruch ist nicht so wie im berufsleben.

ich sehe keine miracoli-familie vor mir, sondern mehr volle windeln, wache nächte und schmutzige kinderklamotten. ich denke, dass ich einschätzen kann, was es bedeutet ein kind zu haben. in meinem bekanntekreis gibt es einige die kinder bekommen haben in den letzten jahren.

ich war fast ein jahr zu hause, da ich keinen job hatte und habe den haushalt geschmissen. in dieser zeit kam ich mir irgendwie ziemlich nutzlos vor, weil ich arbeiten wollte um jeden preis. jetzt habe ich einen echt gut bezahlten job, brauche nicht aufs geld achten. ich gehöre zu den frauen, die in schicken hosenanzügen rumlaufen und in einer männerdomäne ihren platz so langsam erkämpft haben. ich habe letzte woche ein großes event organisiert und alles hörte auch mein kommando was ich damit sagen will ist, ich habe mein ziel erreicht! aber irgendwie habe ich das gefühl, das kann nicht alles sein. verstehst du was ich meine?

ich habe mich in den letzten 3 jahren sehr verändert. vor 3 jahren wollte ich noch nicht einmal mit jemadem zusammenziehen, jetzt lebe ich seit über einem jahr mit meinem freund zusammen und möchte es nicht mehr anders. vielleicht ist das jetzt der nächste schritt.

danke für deinen beitrag

liebe grüße

tigerle




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27. September 2004 um 17:26

Erst einmal...
...vielen lieben danke für deinen beitrag!! echt klasse!!

sicher ist man als hausfrau und mutter ständig im einsatz, aber es gäbe auch noch einen vater zu diesem kind! er würde sogar einen teil des erziehungsurlaubes übernehmen oder sogar ganz zu hause bleiben. ich stehe also zu hause nicht alleine da. auch jetzt hilft mein schatz in allen bereichen bzw. mir schmeissen den haushalt wirklich gemeinsam.

nein, also die umgebung ist sicherlich nicht schuld an meinen gedanken. ich fühle mich nicht ausgeschlossen oder isoliert. es sind auch keine direkten freundinnen betroffen. im gegenteil: meine beste freundin will keine kinder.

wie gesagt, ich will ja nicht vom berufsleben in die isolation des hausfrauendaseins. ich frage mich halt, ob es wirklich das richtige ist ALLE energie in den beruf zu stecken. es gibt ja auch zwischenlösungen.

tja, ob es wirklich die familie ist, nach der ich mich sehne oder doch etwas anderes...das ist noch die frage. ich denke aber, dass ich schon weiss, auf was ich mich einlassen würde, wenn ich mich für eine familie entscheiden würde.

werde jetzt mal nach hause gehen und mit meinem schatz reden!

liebe grüße

tigerle

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27. September 2004 um 18:09

Mit dem Partner sprechen....
...hört sich für mich nach der sinnvollsten Alternative an.
Selbst wenn Du bei ihm "offene Türen" einrennst, wird er Dich doch am besten kennen und einschätzen können, ob es nur eine "Phase" ist oder doch nicht?

Die Möglichkeit besteht, dass Du wirklich nur fliehst vor beruflichem Stress. Ob das wirklich so ist, kannst nur Du selbst beantworten. Wenn nicht, würde ich einfach mal ganz platt vermuten: Deine biologische Uhr tickt. Du bist 33 Jahre alt, hast eine gesicherte Beziehung, einen ultralieben Freund, bist entgegen Deiner eigenen Erwartung sogar mit ihm zusammengezogen.

Was kommt als nächstes??? Natürlich ein Kind, das ist der Lauf der Dinge. Wenn ein Pärchen gut harmoniert - voll normal.

Du musst überlegen, ob dieser Wunsch ehrlich ist. Wenn ja - nichts wie rin inne Betten.... ;-D

Ich habe schon mit 23 Jahren meinen ersten Sohn bekommen - er war ein Unfall, aber ich bereue ihn keineswegs. Vielleicht ein wenig früh, aber naja - thats Life. Zwei Jahre später haben wir seinen Bruder nachgelegt, um zwei Einzelkinder zu vermeiden.
Wenn alles gesichert ist - was hält Dich davon ab?

Mal davon ab:
kinder und Beruf unter einen Hut zu bringen ist nicht einfach - ich arbeite seit zweieinhalb Jahren in Teilzeit, das ginge nicht ohne die Hilfe meines Mannes.

Was Du auch überlegen musst: (wenn du Kind und Beruf - beides willst?)

Schaffst Du es, arbeiten zu gehen, wenn dein heissgeliebtes Kind mit vierzig Fieber im bett zu hause liegt und nach Mamma weint?

Schaffst du es, arbeiten zu gehen, wenn dein Kind mit Allergieanfall im Krankenhaus liegt?

Schaffst Du es, arbeiten zu gehen, wenn Dein Kind stolz eine Musikschulaufführung hat?

Schaffst Du es, arbeiten zu gehen, wenn dein Kind gerade vom Baum gefallen ist und sich einen Arm gebrochen hat?

Schaffst Du es, arbeiten zu gehen, wenn die Möglichkeit besteht, dass Dein Kind ausgerechnet dann seine ersten Schritte läuft?
Sein erstes Wort spricht?

Schaffst Du es, das Kind bei Papa zu lassen, wenn ihr Euch gerade fürchterlich gestritten habt, und Du mit dem Erziehungsstil deines Freundes/Mannes überhaupt nicht einverstanden bist?
und so weiter und so weiter...

All das musst Du einkalkulieren.
Wenn dann immer noch ja - Du weisst ja Bescheid...

Liebe Grüsse und Daumendrück

Princesschen

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27. September 2004 um 18:35

Flucht aus dem Arbeitsleben
Hallo Tigerle,

du kommst im Augenblick beruflich nicht so gut klar und suchst nach einem Ausweg.
Eigentlich typisch Frau, sich dann darauf besinnen, dass man ja ein Kind bekommen könnte und dann den Mann arbeiten lassen könnte...

Würde dir deine neue Arbeit supergut gefallen, dann wäre der Kinderwunsch gar nicht vorhanden. So verstehe ich dich zumindest.

Der Kinderwunsch ist also aus der Not heraus geboren.

Als Mann hat man i.d.R. diese Alternative nicht, wenn man im Job nicht klar kommt. Da heisst es weiter knechten, denn schliesslich muss ja ggf. auch noch Frau und Kind versorgt werden.

Mir tun ein wenig die Männer leid....

Gruss
Atzeline


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27. September 2004 um 19:39
In Antwort auf preeti_12106580

Flucht aus dem Arbeitsleben
Hallo Tigerle,

du kommst im Augenblick beruflich nicht so gut klar und suchst nach einem Ausweg.
Eigentlich typisch Frau, sich dann darauf besinnen, dass man ja ein Kind bekommen könnte und dann den Mann arbeiten lassen könnte...

Würde dir deine neue Arbeit supergut gefallen, dann wäre der Kinderwunsch gar nicht vorhanden. So verstehe ich dich zumindest.

Der Kinderwunsch ist also aus der Not heraus geboren.

Als Mann hat man i.d.R. diese Alternative nicht, wenn man im Job nicht klar kommt. Da heisst es weiter knechten, denn schliesslich muss ja ggf. auch noch Frau und Kind versorgt werden.

Mir tun ein wenig die Männer leid....

Gruss
Atzeline


Ist im Falle von Tigerle...
...vielleicht ein bischen weit hergeholt.

Solche Frauen gibt es, aber ob das "typisch" ist?
Klingt nach Schublade.

Gruß
Tricia

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27. September 2004 um 20:09
In Antwort auf preeti_12106580

Flucht aus dem Arbeitsleben
Hallo Tigerle,

du kommst im Augenblick beruflich nicht so gut klar und suchst nach einem Ausweg.
Eigentlich typisch Frau, sich dann darauf besinnen, dass man ja ein Kind bekommen könnte und dann den Mann arbeiten lassen könnte...

Würde dir deine neue Arbeit supergut gefallen, dann wäre der Kinderwunsch gar nicht vorhanden. So verstehe ich dich zumindest.

Der Kinderwunsch ist also aus der Not heraus geboren.

Als Mann hat man i.d.R. diese Alternative nicht, wenn man im Job nicht klar kommt. Da heisst es weiter knechten, denn schliesslich muss ja ggf. auch noch Frau und Kind versorgt werden.

Mir tun ein wenig die Männer leid....

Gruss
Atzeline


Nene...
...so ganz stimmt das auch nicht!

ich bin an einem punkt in meinen berufsleben angelangt, wo ich sagen kann, dass ich einiges geschafft habe. ich habe eine gute position und verdiene echt sehr gut. und da frage ich mich jetzt halt: ist das alles??? was soll ich noch erreichen? ist es das wert, noch mehr energie und kraft in den beruf zu stecken. klar, hat auch mein nerviger chef einen anteil daran. aber wegen dem bekomme ich sicher kein kind.....dann hätte ich es schon in der zeit bekommen können als ich eh zu hause war.

und wenn du weiter unten gelesen hast: mein freund ist bereit zu hause zu bleiben, da ich nicht nur hausfrau und mutter sein will. mein freund hat also die möglichkeit zu sagen, dass er lieber zu hause sein möchte. da wir beide gleich gut verdienen, ist es in diesem fall auch kein problem! also nicht gleich alles klischees herholen

gruß, tigerle

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27. September 2004 um 21:25

Hmmmmmmmmmmmmmmmm,
so ein wenig muß ich schon schmunzeln, wenn ich Deinen Beitrag hier lese...

Andererseits sind mir in Deiner Argumentation so einige Ungereimtheiten aufgefallen, so daß ich mir alberne "ja, ja-Kommentare" mal verkneife.

Eine ähnliche Situation (aber nicht gleich!) wie bei Dir sehe ich seit Jahren bei meiner besten Freundin - und so 100%ig schlüssig bin ich noch immer nicht, wie ich das alles beurteilen soll.

Du hast hier immer (noch vor ganz kurzer Zeit!) im Brustton der Überzeugung davon gesprochen, daß es NIE für Dich in Frage käme, zu heiraten und daß Du NIE Kinder willst.
Du hast auch mehrfach erwähnt, wie glücklich Du bist, daß Dein Partner ebenso denkt.

Jetzt ist plötzlich alles anders? Bei Deinem Partner rennst Du offene Türen ein? Und gaaaaaanz zufällig fällt Deine geänderte Einstellung (und das ja nun wirklich um 180 Grad) mit Unzufriedenheit im Job zusammen?
Und Dein karrierebewußter Partner ist bereit, den Erziehungsurlaub zu übernehmen?

Meine beste Freundin hatte immer die gleiche Einstellung - bis sie einen neuen Mann kennenlernte, der eine ganz traditionelle Einstellung hat und gleich mit dem Nest-, also Hausbau begann, nachdem die Beziehung eine kurze Weile lief.
In der Hausbauphase drosselte sie ihren Job auf eine halbe Stelle (auf Wunsch ihres Freundes), um sich dem Eigenheim zu widmen.

Obwohl es in der Beziehung immer mal wieder Höhen und Tiefen gab, machte er ihr irgendwann einen Heiratsantrag und sie nahm an.
Plötzlich sollte auch sofort ein Kind her, sie war nicht mehr die jüngste und sein "gerne eins haben wollen" in Kombination mit "biologischer Uhr" haben auch da für Zustimmung gesorgt.

Zwei Jahre hintereinander Fehlgeburten, Wiedereinstieg in einen Vollzeitjob hat nicht geklappt, ihr Mann wurde nörgelig, weil das Geld ständig knapp war und sie "nichts tut" (de facto falsch, sie hat viel um die Ohren, aber eben nicht mehr Vollzeit in einem Büro und alles andere zählte plötzlich nicht mehr).

Die Beziehung stand mehrfach kurz vor dem Aus und dann war sie wieder schwanger.

Sie hat sich durch die Schwangerschaft gelitten, konnte keinem einzigen Tag etwas positives abgewinnen.
Ihr Mann, der das Kind unbedingt wollte und sie soooooo sehr unterstützen wollte (versprechen übrigens alle, halten nur sehr wenige) hat sie mit ihren Schmerzen, Ängsten und Zweifeln komplett allein gelassen. Und sie hat sich da immer weiter reingesteigert...

Als das Kind da war, verschärfte sich das Drama zunehmend!
Sie hatte sich überhaupt nicht mit dem auseinandergesetzt, was sie erwartete, hat gemeint, das müsse alles von alleine laufen, hat sich weder auf Schwangerschaft, noch Geburt, noch die Zeit mit dem Baby vorbereitet (weil sie im innersten auch nicht WIRKLICH wollte) und das Chaos nahm seinen Lauf...

Schreckliche Geburt, weil völig verspannt, dann Kaiserschnitt, anschließend nicht stillen können, weil verspannt und überfordert, danach ein dauer-schreiendes Kind, weil es die ganzen Spannungen und Ängste mitbekam. Daraufhin wurde jede Möglichkeit genutzt, das Kind abzugeben, um sich weiterhin nicht damit auseinandersetzen zu müssen.

Meine Freundin, die immer eher ein häuslicher Typ war, wurde plötzlich zur Partylöwin und hatte dauernd Angst, etwas zu verpassen, merkte auf einmal, was man mit Kind alles nicht mehr spontan machen kann, usw.

Ihr Mann warf mit großkotzigen Sprüchen zum Thema Kind um sich, hatte aber praktisch nie Zeit, sich darum zu kümmern (frei nach dem Motto: einer muß ja das Geld verdienen und die ganze Arbeit machen).
Dazu gibts wieder Streß ums Geld, weil sie ja nun gar kein Einkommen mehr hat!

Inzwischen hat sich alles halbwegs eingependelt, so daß man sagen könnte, es war vielleicht doch die richtige Entscheidung, das Kind zu bekommen.

Aber meine Freundin ist nunmal keine Frau, die immer Kinder wollte und hadert noch immer mit vielen Dingen.
Das Kind kam ab dem 3. Lebensmonat zwei Vormittage die Woche zu einer Tagesmutter und meine Freundin arbeitet auf selbständiger Basis mit mir zusammen.
Tja, und nun?
Entweder ist sie krank oder das Kind ist krank und soll dann nicht zur Tagesmutter (mütterlicher Instinkt, das macht man dann nicht gerne). Heute habe ich gehört, die Tagesmutter lege teilweise eine ordinäre Sprache an den Tag, das wäre wohl doch alles so nicht das richtige.

Jetzt steckt sie in dem üblichen mütterlichen Dilemma: Sie ist eh keine Bilderbuchmami und würde auch gerne wieder arbeiten, aber es geht laufend aus verschiedenen Gründen nicht!
Sie hat Panik, zuhause zu versauern, glaubt bis heute noch, als Fulltimemutter würde man geistig verblöden, setzt aber doch das Kind vor alles andere.
Es fehlt das Geld, aber woher einen Kinder-kompatiblen Job nehmen, wenn es selbst bei relativ freier Zeiteinteilung momentan nicht machbarist? usw.

Ich denke, man muß sich bewußt machen, daß die Verantwortung für ein Kind sehr viel größer ist, als für jeden Job der Welt. Hier gehts schließlich um ein Menschenleben...

Willst Du die Verantwortung für Leben, Gesundheit, Bildung, Probleme,... übernehmen?
Bist Du Dir darüber im Klaren, daß es in erster Linie immer DEIN Kind sein wird, falls Dein Partner doch keinen Erziehungsurlaub nehmen will oder ihr Euch irgendwann trennt? Oder werden dann evtl. Egotrips beider Eltern auf dem Rücken des Kindes ausgetragen?
Welcher Job steht Dir in Aussicht, den Du (oder auch Dein Mann) bei einer derartigen Qualifikation halbtags ausüben kannst?

Ich habe seit ein paar Jahren die Unterschiede vor Augen, zwischen Menschen, die sich wirklich ein Kind gewünscht haben und eben meiner Freundin, für die es der Wunsch ihres Mannes und ein Ausweg aus ihrer beruflichen Situation waren.

Ich mag noch immer nicht beurteilen, ob ihre Entscheidung gut und richtig war.

Du hast ja noch Zeit, Deine Entscheidung zu überdenken, tief in Dich zu horchen, ob es wirklich Dein sehnlichster Wunsch ist, schwanger zu sein, ein Kind zu gebären, es großzuziehen, durch Trotzphasen, schulische Schwierigkeiten und pubertäre Depressionen zu geleiten.
Wenn das wirklich so ist, freue ich mich für Dich und wünsche Dir alles Gute!
Du wärst nicht die einzige, die sich das anders überlegt und mit ihrer Entscheidung dann auch glücklich wird.

Wenn das nicht so ist, wünsche ich Dir, daß Du Dich nicht selber zu etwas überredest, was Du niemals wirklich wolltest, denn dann wird eines Tages Dein Kind das Opfer sein.

Liebe Grüße, harter Kern

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27. September 2004 um 21:48
In Antwort auf megan_12750002

Hmmmmmmmmmmmmmmmm,
so ein wenig muß ich schon schmunzeln, wenn ich Deinen Beitrag hier lese...

Andererseits sind mir in Deiner Argumentation so einige Ungereimtheiten aufgefallen, so daß ich mir alberne "ja, ja-Kommentare" mal verkneife.

Eine ähnliche Situation (aber nicht gleich!) wie bei Dir sehe ich seit Jahren bei meiner besten Freundin - und so 100%ig schlüssig bin ich noch immer nicht, wie ich das alles beurteilen soll.

Du hast hier immer (noch vor ganz kurzer Zeit!) im Brustton der Überzeugung davon gesprochen, daß es NIE für Dich in Frage käme, zu heiraten und daß Du NIE Kinder willst.
Du hast auch mehrfach erwähnt, wie glücklich Du bist, daß Dein Partner ebenso denkt.

Jetzt ist plötzlich alles anders? Bei Deinem Partner rennst Du offene Türen ein? Und gaaaaaanz zufällig fällt Deine geänderte Einstellung (und das ja nun wirklich um 180 Grad) mit Unzufriedenheit im Job zusammen?
Und Dein karrierebewußter Partner ist bereit, den Erziehungsurlaub zu übernehmen?

Meine beste Freundin hatte immer die gleiche Einstellung - bis sie einen neuen Mann kennenlernte, der eine ganz traditionelle Einstellung hat und gleich mit dem Nest-, also Hausbau begann, nachdem die Beziehung eine kurze Weile lief.
In der Hausbauphase drosselte sie ihren Job auf eine halbe Stelle (auf Wunsch ihres Freundes), um sich dem Eigenheim zu widmen.

Obwohl es in der Beziehung immer mal wieder Höhen und Tiefen gab, machte er ihr irgendwann einen Heiratsantrag und sie nahm an.
Plötzlich sollte auch sofort ein Kind her, sie war nicht mehr die jüngste und sein "gerne eins haben wollen" in Kombination mit "biologischer Uhr" haben auch da für Zustimmung gesorgt.

Zwei Jahre hintereinander Fehlgeburten, Wiedereinstieg in einen Vollzeitjob hat nicht geklappt, ihr Mann wurde nörgelig, weil das Geld ständig knapp war und sie "nichts tut" (de facto falsch, sie hat viel um die Ohren, aber eben nicht mehr Vollzeit in einem Büro und alles andere zählte plötzlich nicht mehr).

Die Beziehung stand mehrfach kurz vor dem Aus und dann war sie wieder schwanger.

Sie hat sich durch die Schwangerschaft gelitten, konnte keinem einzigen Tag etwas positives abgewinnen.
Ihr Mann, der das Kind unbedingt wollte und sie soooooo sehr unterstützen wollte (versprechen übrigens alle, halten nur sehr wenige) hat sie mit ihren Schmerzen, Ängsten und Zweifeln komplett allein gelassen. Und sie hat sich da immer weiter reingesteigert...

Als das Kind da war, verschärfte sich das Drama zunehmend!
Sie hatte sich überhaupt nicht mit dem auseinandergesetzt, was sie erwartete, hat gemeint, das müsse alles von alleine laufen, hat sich weder auf Schwangerschaft, noch Geburt, noch die Zeit mit dem Baby vorbereitet (weil sie im innersten auch nicht WIRKLICH wollte) und das Chaos nahm seinen Lauf...

Schreckliche Geburt, weil völig verspannt, dann Kaiserschnitt, anschließend nicht stillen können, weil verspannt und überfordert, danach ein dauer-schreiendes Kind, weil es die ganzen Spannungen und Ängste mitbekam. Daraufhin wurde jede Möglichkeit genutzt, das Kind abzugeben, um sich weiterhin nicht damit auseinandersetzen zu müssen.

Meine Freundin, die immer eher ein häuslicher Typ war, wurde plötzlich zur Partylöwin und hatte dauernd Angst, etwas zu verpassen, merkte auf einmal, was man mit Kind alles nicht mehr spontan machen kann, usw.

Ihr Mann warf mit großkotzigen Sprüchen zum Thema Kind um sich, hatte aber praktisch nie Zeit, sich darum zu kümmern (frei nach dem Motto: einer muß ja das Geld verdienen und die ganze Arbeit machen).
Dazu gibts wieder Streß ums Geld, weil sie ja nun gar kein Einkommen mehr hat!

Inzwischen hat sich alles halbwegs eingependelt, so daß man sagen könnte, es war vielleicht doch die richtige Entscheidung, das Kind zu bekommen.

Aber meine Freundin ist nunmal keine Frau, die immer Kinder wollte und hadert noch immer mit vielen Dingen.
Das Kind kam ab dem 3. Lebensmonat zwei Vormittage die Woche zu einer Tagesmutter und meine Freundin arbeitet auf selbständiger Basis mit mir zusammen.
Tja, und nun?
Entweder ist sie krank oder das Kind ist krank und soll dann nicht zur Tagesmutter (mütterlicher Instinkt, das macht man dann nicht gerne). Heute habe ich gehört, die Tagesmutter lege teilweise eine ordinäre Sprache an den Tag, das wäre wohl doch alles so nicht das richtige.

Jetzt steckt sie in dem üblichen mütterlichen Dilemma: Sie ist eh keine Bilderbuchmami und würde auch gerne wieder arbeiten, aber es geht laufend aus verschiedenen Gründen nicht!
Sie hat Panik, zuhause zu versauern, glaubt bis heute noch, als Fulltimemutter würde man geistig verblöden, setzt aber doch das Kind vor alles andere.
Es fehlt das Geld, aber woher einen Kinder-kompatiblen Job nehmen, wenn es selbst bei relativ freier Zeiteinteilung momentan nicht machbarist? usw.

Ich denke, man muß sich bewußt machen, daß die Verantwortung für ein Kind sehr viel größer ist, als für jeden Job der Welt. Hier gehts schließlich um ein Menschenleben...

Willst Du die Verantwortung für Leben, Gesundheit, Bildung, Probleme,... übernehmen?
Bist Du Dir darüber im Klaren, daß es in erster Linie immer DEIN Kind sein wird, falls Dein Partner doch keinen Erziehungsurlaub nehmen will oder ihr Euch irgendwann trennt? Oder werden dann evtl. Egotrips beider Eltern auf dem Rücken des Kindes ausgetragen?
Welcher Job steht Dir in Aussicht, den Du (oder auch Dein Mann) bei einer derartigen Qualifikation halbtags ausüben kannst?

Ich habe seit ein paar Jahren die Unterschiede vor Augen, zwischen Menschen, die sich wirklich ein Kind gewünscht haben und eben meiner Freundin, für die es der Wunsch ihres Mannes und ein Ausweg aus ihrer beruflichen Situation waren.

Ich mag noch immer nicht beurteilen, ob ihre Entscheidung gut und richtig war.

Du hast ja noch Zeit, Deine Entscheidung zu überdenken, tief in Dich zu horchen, ob es wirklich Dein sehnlichster Wunsch ist, schwanger zu sein, ein Kind zu gebären, es großzuziehen, durch Trotzphasen, schulische Schwierigkeiten und pubertäre Depressionen zu geleiten.
Wenn das wirklich so ist, freue ich mich für Dich und wünsche Dir alles Gute!
Du wärst nicht die einzige, die sich das anders überlegt und mit ihrer Entscheidung dann auch glücklich wird.

Wenn das nicht so ist, wünsche ich Dir, daß Du Dich nicht selber zu etwas überredest, was Du niemals wirklich wolltest, denn dann wird eines Tages Dein Kind das Opfer sein.

Liebe Grüße, harter Kern

Wollte
nach meinem ohnehin endlos-Beitrag noch etwas anmerken:

Wenn Du denkst, der Druck und der Streß würden mit Kinder in irgendeiner Art und Weise weniger, liegst Du übrigens komplett falsch. "ggg"

Von eine Hausfrau und Mutter werden nämlich ganz andere Dinge erwartet, als von einer Vollzeit berufstätigen Partnerin!

Du wirst Dich mit Mutter und Schwiegermutter über die Ernährung des Babies streiten, diese Personen werden zwar das Baby dauernd haben wollen, aber verteufeln mitunter jegliche Modernität (wozu ein Kindersitz? Du hattest auch keinen und lebst noch!), Deine Schwiegermutter wird Dich vor versammelter Familie angreifen, weil Du es nicht immer schaffst, Deinen Haushalt hygienisch einwandfrei zu halten und weil Dein Mann sich mal sein Essen selbst aufwärmen mußte oder etwas aus der Dose vorgesetzt bekam.

Dein Mann erwartet, daß Du Dich um jeglichen Papierkram kümmerst und die Getränkekisten selber schleppst, weil Du doch jetzt "jede Menge Zeit" hast.
Mit der gleichen Argumentation drücken Dir etwa 100 andere Personen und Institutionen Aufgaben aufs Auge!

Du gerätst in Streß, weil Du das Kind zum 3. Geburtstag in den Kindergarten schicken und Deinen alten Job wieder übernehmen wolltest, Dein Kind braucht aber noch immer eine Windel und spricht vielleicht undeutlich - so nimmt der Kindergarten es nicht, aber der Job wartet und ist sonst endgültig weg!

Die Schule zitiert Dich zum Gespräch, weil Dein Kind ein drittes Mal keinen Bleistift dabei hatte.

Dein Kind sucht sich Hobbies aus, zu dem es regelmäßig gefahren werden muß.

...

Ich könnte die Aufzählung immer weiter fortführen, macht aber wenig Sinn.
Es ist nur faktisch so, daß ich, bei allem Selbstbewußtsein, das ich habe, schon teilweise unter zermürbenden Diskussionen mit Leuten, die alles besser wußten, gelitten habe und mir sehr oft einen schönen 8-Stunden-Tag im Büro mit anschließendem Feierabend gewünscht habe und noch wünsche.
Denn selbst, wenn ich den jetzt irgendwann haben werde, kommt die ganze Zeit für die Kinder noch obendrauf - Feierabend ist praktisch nie!

Nächsten Monat geht mein größter Wunsch in Erfüllung: Ich werde nach knapp einem Jahr (!) das erste mal wieder ein Wochenende mit meinem Freund für uns allein haben, mit nur einem einzigen Termin und einem ganzen langen Tag ohne Tanzaufführung, Handballspiel, Reitturnier, Kinderprogramm im Fernsehen,... Statt dessen einen Tag wandern in der Rhön und anschließend Therme und Sauna! Freu...
(Das ganze klappt nur, weil ein beruflicher Termin ausgefallen ist.)

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27. September 2004 um 22:54

Es stehen hier....
eine masse guter beiträge drin, die dich doch sehr zum denken und besonders zum nachdenken anregen sollten.

so ganz ist für mich nicht rüber gekommen, wie dein sinneswandel plötzlich kam. ich kann das nicht nur auf arbeitsstress schieben, denn den haben viele. und menschen, die nicht mit kindern umgehen können/wollen, und auch mit familie nix im sinn haben, kommen nicht auf solche gedanken. also muß da wohl noch was anderes sein....

also, viel bleibt nicht mehr zum schreiben, vielen meiner vorredner/-innen kann ich mich nur anschließen. aber um die sache etwas bunter zu machen erzähl ich mal von mir, und damit von einer anderen sicht aus.

ich wollte keine kinder, genau so wie mein damaliger freund. aber irgendwann - hupps - war ich doch schwanger. ich habe ernstlich über eine abtreibung geredet (obwohl ich doch wusste, das ich das nie machen werde), ich habe mich echt mies gefühlt. was sollte ich mit einem kind anfangen, wo mein leben doch so schön lustig und unkompliziert war ? einen lieben freund, immer auf achse, keine verantwortung, viel geld, reichlich freizeit, einen guten job, machen was immer ich will, ohne rücksicht. und dann das !
ok, mir war von anfang an klar, das ich mich nicht gegen das kind entscheide, trotz reden. sonst hätte ich mich gegen "mich" entschieden. letztendlich habe ich versucht das beste daraus zu machen. ich dachte mir irgendwann dreht sich so gut wie jedes leben, und man geht eine andere richtung. das war eben der punkt, an dem sich mein leben drehen sollte. kurz vor der geburt hat mein freund sich gedacht, das er dann doch keine lust auf diese "drehung" hat, und ist sich selbst verwirklichen gegangen . oder so was in der richtung. er ist auf jeden fall wech, und ward seit dem nicht mehr gesehen.

allein ist nicht so wirklich lustig, aber auch nicht wirklich schlimm. es kommt auf die einstellung an, und auf den willen. ich weiß was ich kann, und das mache ich auch. dazu muß ich aber sagen, das ich eine super liebe mutter habe, die mir sehr geholfen hat, sowohl vom ab-und-zu tatkräftigem helfen wie besonders vom reden, also dem seelischen aufbauen.

ich geh nun - und nur durch die unterstützung meiner mutter - wieder full-time arbeiten. musste mich entscheiden, ob ich die leiter etwas hochkletter - was mir leider noch mehr zeit mit meiner tochter nimmt - oder lieber sozialhilfeempfänger werde. ich habe mich für die arbeit entschieden, aber nicht wegen meinem ego, und auch nicht wegen langeweile - die hatte ich nicht. ich habe es einzig des geldes wegen gestartet.

und meine meinung: wenn du niemanden hast, der dich konstant unterstützt, dann wird die belastung mit job und kind leicht zuviel. das können dir bestimmt viele hier bestätigen, die das selbst jeden tag mitmachen (müssen). es kommt ein punkt, an dem du nicht mehr gefragt wirst oder entscheiden kannst ob du möchtest oder nicht. du musst. und es würde sehr an mir nagen, wenn ich mein kind in meiner arbeitszeit abgeben müsste, und nicht in der familie, also in liebevollen händen wüsste. es ist so schon schwer genug, die fehlende zeit frisst mir manchmal ein loch in die seele. aber ich weiß, das es ihr rundherum gut geht, und das ist wichtiger als mein ego, meine muttergefühle. ist sie krank, dann sitzt jemand an ihrem bett und liest vor, tröstet und misst fieber. jemand, der sie liebt. ansonsten könnte ich mich ja gar nicht auf die arbeit konzentrieren. und kinder sind nun mal mehr krank als man urlaub hat. außerdem gibt es da noch die schulzeit mit wochenlangen ferien. das kannst du nicht alles als arbeitsmensch mit abfeiern.
laß die von betroffenen müttern mal erklären, wie schwer es ist, sobald man auf ganztageskindergartenplätze und tagesmütter angewiesen ist. hätte ich diese möglichkeit mit meiner mama nicht gehabt, ich wäre auf sozialhilfe gegangen.

so etwas sollte man erst mal alles gedanklich durchspielen. wenn man eine möglichkeit hat, sich zu entscheiden. steine kommen noch genug, so oder so.

aber ein kind sollte nie eine "ablenkung" vom alltäglichen trott sein.

von nie-kinder-haben-wollen bin ich umgeschwenkt auf mutter-sein, und das sehr, sehr gern. vom ewig-unterwegs-sein bin ich umgeschwenkt auf das verantwortung-tragen. und von an-mich-denken bin ich zum an-sie-denken gegangen. aber - es hat mich, bis auf ein paar wochen startschwierigkeiten am anfang der schwangerschaft - keine überwindung gekostet. ich habe es gerne getan, und immer mit allen schwierigkeiten, die kommen könnten, vor augen. bis heute habe ich nicht das gefühl, irgend etwas aufgegeben oder eingetauscht zu haben. früher bin ich in die stadt gegangen, um mir mal was schönes zu kaufen. heute mach ich das auch noch, aber oft komm ich statt mit einem pulli für mich mit einem rock fürs kind nach hause . mein leben ist "mehr" geworden. auch mehr arbeit. aber noch mal, das funktioniert bei mir nur so gut durch meine mutter. sonst würde ich auch schon manchmal ziemlich in den seilen hängen.

wenn du wirklich nicht "flüchten" willst, und dich sowohl deines freundes wie deiner gefühle sicher bist, dann überlege noch ein bisschen, und dann - denke ich - steht der sache nix mehr im weg.

aber als "ersatz", um der plöden arbeit aus dem weg zu gehen, da ist das die schlechteste möglichkeit. da würde ich doch eher kündigen, und erst mal ein paar monate zuhause bleiben, um luft zu holen. um mich dann voller elan wieder ins arbeitsleben zu stürzen.
wenn du dich gut verkaufst, dann wirst du bestimmt was neues finden. und ein paar monate ruhe würden dir vielleicht entgegen kommen. das geld wird ja nicht mehr, gerade wenn kinder da sind. und am anfang deines mutterseins würdest du auch nicht arbeiten gehen. also wäre eine vorübergehende arbeitslosigkeit kein großes problem, zumindest preiswerter als ein neues familienmitglied. und du könntest dir deiner sache sicherer sein.

alles gute, wie immer du dich (oder besser, ihr euch) entscheidest,
andrea

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28. September 2004 um 8:44
In Antwort auf megan_12750002

Hmmmmmmmmmmmmmmmm,
so ein wenig muß ich schon schmunzeln, wenn ich Deinen Beitrag hier lese...

Andererseits sind mir in Deiner Argumentation so einige Ungereimtheiten aufgefallen, so daß ich mir alberne "ja, ja-Kommentare" mal verkneife.

Eine ähnliche Situation (aber nicht gleich!) wie bei Dir sehe ich seit Jahren bei meiner besten Freundin - und so 100%ig schlüssig bin ich noch immer nicht, wie ich das alles beurteilen soll.

Du hast hier immer (noch vor ganz kurzer Zeit!) im Brustton der Überzeugung davon gesprochen, daß es NIE für Dich in Frage käme, zu heiraten und daß Du NIE Kinder willst.
Du hast auch mehrfach erwähnt, wie glücklich Du bist, daß Dein Partner ebenso denkt.

Jetzt ist plötzlich alles anders? Bei Deinem Partner rennst Du offene Türen ein? Und gaaaaaanz zufällig fällt Deine geänderte Einstellung (und das ja nun wirklich um 180 Grad) mit Unzufriedenheit im Job zusammen?
Und Dein karrierebewußter Partner ist bereit, den Erziehungsurlaub zu übernehmen?

Meine beste Freundin hatte immer die gleiche Einstellung - bis sie einen neuen Mann kennenlernte, der eine ganz traditionelle Einstellung hat und gleich mit dem Nest-, also Hausbau begann, nachdem die Beziehung eine kurze Weile lief.
In der Hausbauphase drosselte sie ihren Job auf eine halbe Stelle (auf Wunsch ihres Freundes), um sich dem Eigenheim zu widmen.

Obwohl es in der Beziehung immer mal wieder Höhen und Tiefen gab, machte er ihr irgendwann einen Heiratsantrag und sie nahm an.
Plötzlich sollte auch sofort ein Kind her, sie war nicht mehr die jüngste und sein "gerne eins haben wollen" in Kombination mit "biologischer Uhr" haben auch da für Zustimmung gesorgt.

Zwei Jahre hintereinander Fehlgeburten, Wiedereinstieg in einen Vollzeitjob hat nicht geklappt, ihr Mann wurde nörgelig, weil das Geld ständig knapp war und sie "nichts tut" (de facto falsch, sie hat viel um die Ohren, aber eben nicht mehr Vollzeit in einem Büro und alles andere zählte plötzlich nicht mehr).

Die Beziehung stand mehrfach kurz vor dem Aus und dann war sie wieder schwanger.

Sie hat sich durch die Schwangerschaft gelitten, konnte keinem einzigen Tag etwas positives abgewinnen.
Ihr Mann, der das Kind unbedingt wollte und sie soooooo sehr unterstützen wollte (versprechen übrigens alle, halten nur sehr wenige) hat sie mit ihren Schmerzen, Ängsten und Zweifeln komplett allein gelassen. Und sie hat sich da immer weiter reingesteigert...

Als das Kind da war, verschärfte sich das Drama zunehmend!
Sie hatte sich überhaupt nicht mit dem auseinandergesetzt, was sie erwartete, hat gemeint, das müsse alles von alleine laufen, hat sich weder auf Schwangerschaft, noch Geburt, noch die Zeit mit dem Baby vorbereitet (weil sie im innersten auch nicht WIRKLICH wollte) und das Chaos nahm seinen Lauf...

Schreckliche Geburt, weil völig verspannt, dann Kaiserschnitt, anschließend nicht stillen können, weil verspannt und überfordert, danach ein dauer-schreiendes Kind, weil es die ganzen Spannungen und Ängste mitbekam. Daraufhin wurde jede Möglichkeit genutzt, das Kind abzugeben, um sich weiterhin nicht damit auseinandersetzen zu müssen.

Meine Freundin, die immer eher ein häuslicher Typ war, wurde plötzlich zur Partylöwin und hatte dauernd Angst, etwas zu verpassen, merkte auf einmal, was man mit Kind alles nicht mehr spontan machen kann, usw.

Ihr Mann warf mit großkotzigen Sprüchen zum Thema Kind um sich, hatte aber praktisch nie Zeit, sich darum zu kümmern (frei nach dem Motto: einer muß ja das Geld verdienen und die ganze Arbeit machen).
Dazu gibts wieder Streß ums Geld, weil sie ja nun gar kein Einkommen mehr hat!

Inzwischen hat sich alles halbwegs eingependelt, so daß man sagen könnte, es war vielleicht doch die richtige Entscheidung, das Kind zu bekommen.

Aber meine Freundin ist nunmal keine Frau, die immer Kinder wollte und hadert noch immer mit vielen Dingen.
Das Kind kam ab dem 3. Lebensmonat zwei Vormittage die Woche zu einer Tagesmutter und meine Freundin arbeitet auf selbständiger Basis mit mir zusammen.
Tja, und nun?
Entweder ist sie krank oder das Kind ist krank und soll dann nicht zur Tagesmutter (mütterlicher Instinkt, das macht man dann nicht gerne). Heute habe ich gehört, die Tagesmutter lege teilweise eine ordinäre Sprache an den Tag, das wäre wohl doch alles so nicht das richtige.

Jetzt steckt sie in dem üblichen mütterlichen Dilemma: Sie ist eh keine Bilderbuchmami und würde auch gerne wieder arbeiten, aber es geht laufend aus verschiedenen Gründen nicht!
Sie hat Panik, zuhause zu versauern, glaubt bis heute noch, als Fulltimemutter würde man geistig verblöden, setzt aber doch das Kind vor alles andere.
Es fehlt das Geld, aber woher einen Kinder-kompatiblen Job nehmen, wenn es selbst bei relativ freier Zeiteinteilung momentan nicht machbarist? usw.

Ich denke, man muß sich bewußt machen, daß die Verantwortung für ein Kind sehr viel größer ist, als für jeden Job der Welt. Hier gehts schließlich um ein Menschenleben...

Willst Du die Verantwortung für Leben, Gesundheit, Bildung, Probleme,... übernehmen?
Bist Du Dir darüber im Klaren, daß es in erster Linie immer DEIN Kind sein wird, falls Dein Partner doch keinen Erziehungsurlaub nehmen will oder ihr Euch irgendwann trennt? Oder werden dann evtl. Egotrips beider Eltern auf dem Rücken des Kindes ausgetragen?
Welcher Job steht Dir in Aussicht, den Du (oder auch Dein Mann) bei einer derartigen Qualifikation halbtags ausüben kannst?

Ich habe seit ein paar Jahren die Unterschiede vor Augen, zwischen Menschen, die sich wirklich ein Kind gewünscht haben und eben meiner Freundin, für die es der Wunsch ihres Mannes und ein Ausweg aus ihrer beruflichen Situation waren.

Ich mag noch immer nicht beurteilen, ob ihre Entscheidung gut und richtig war.

Du hast ja noch Zeit, Deine Entscheidung zu überdenken, tief in Dich zu horchen, ob es wirklich Dein sehnlichster Wunsch ist, schwanger zu sein, ein Kind zu gebären, es großzuziehen, durch Trotzphasen, schulische Schwierigkeiten und pubertäre Depressionen zu geleiten.
Wenn das wirklich so ist, freue ich mich für Dich und wünsche Dir alles Gute!
Du wärst nicht die einzige, die sich das anders überlegt und mit ihrer Entscheidung dann auch glücklich wird.

Wenn das nicht so ist, wünsche ich Dir, daß Du Dich nicht selber zu etwas überredest, was Du niemals wirklich wolltest, denn dann wird eines Tages Dein Kind das Opfer sein.

Liebe Grüße, harter Kern

Danke für deinen beitrag...
...doch welche ungereimtheiten sind dir aufgefallen??

ich denke weder deine situation noch die deiner freundin lässt sich richtig mit meiner vergleichen.

ich habe noch nie etwas in meinem leben getan, um anderen einen gefallen zu tun. das mal gleich am anfang.

ja, ich habe hier vor einiger zeit noch geschrieben, dass ich nie kinder will....aber wie schon geschrieben, bin ich jetzt an einem punkt wo ich mich frage ob das alles war/ist. sicherlich hat es mit meinem nervigen chef zu tun, aber das ist nicht alles. es ist eben auch der leistungdruck. ich habe nicht geschrieben, dass der druck weniger wird. er ist anders als mutter und hausfrau. sicher hat man seine termine, aber die zeiteinteilung ist doch eine andere. ich kenne hier in meinem betrieb junge mütter und auch im bekanntenkreis. ich habe leider keine zeit mich morgens mit anderen müttern zum sektfrühstück zu treffen oder mittags mit kind einen einkaufsbummel zu machen. mütter machen auch mal sowas!! wie auch schon geschrieben, ich weiss auch, dass es als mutter keinen feierabend gibt. aber es geht hier um liebe, familie und wärme.....in meinem beruf geht es um zahlen, leistung, termine und umsätze. bis vor kurzem fand ich das alles auch noch sehr spannend und erfüllend, aber jetzt???

woher dieser wandel genau kommt: ich stehe halt gerade an besagter kreuzung: weiter sehr viel energie, nerven und kraft in den beruf stecken oder die energie in etwas anderes stecken z.b. kind und familie.

mein freund hat mir gestern abend erzählt, dass es bei ihnen sehr gute möglichkeiten gibt halbtags oder auch von zu hause aus zu arbeiten und das auf einem hohen niveau. den job den ich jetzt mache, kann ich nicht halbtags machen, da ich auch oft unterwegs bin. aber in meiner abteilung gibt es 4 frauen die kinder haben, die ganz verschiedene arbeitsmodelle haben: 5 halbe tag in der woche, heimarbeit oder einen vollen tag in der woche. leider sind diese arbeiten nicht so anspruchsvoll (meist datenpflege). es würde aber vielleicht noch andere dinge geben, die ich von zu hause aus machen könnte z.b. artikelschreiben für unsere kundenzeitung (habe ich auch schon teilweise gemacht) und mein partner ist bereit einen teil des erziehungsurlaubes zu übernehemen. also hier gäbe es viele verschiedene möglichkeiten.

ich habe übringes nie geschrieben, dass mein freund nicht seinen beruf für ein kind eintauschen würde. ich habe am anfang meinem freund klar gemacht, dass ich keine kinder will. er meinte damals, dass dies schon ein traum von ihm wäre, aber dass er diesen wunsch nie über die partnerschaft stellen würde und mich nie zu etwas überreden würde, was ich nicht will.

ich habe gestern mit ihm gesprochen und für ihn ist es das wichtigste, dass ich nur das mache, was ich auch wirklich will. wenn ich mich für ein kind entscheiden würde, würde er sich natürlich sehr freuen. wenn nicht, dann ist es für ihn auch ok.

alles was ich bis jetzt in meinem leben getan habe, habe ich mit voller überzeugung getan. ich habe neben einem vollzeitjob im vertrieb ein komplettes bwl-studium abends und am wochenende durchgezogen und das mit einem doch sehr guten abschluss. in diesen jahren war nicht viel mit freizeit, weggehen oder anderen dingen. ich habe tagsüber gearbeitet und abends an meiner dipl.-arbeit gebastelt. heute frage ich mich manchmal wie ich das gemacht habe....aber du siehst, es ging.

auch ja und wegen egotrips. ich bin jetzt 33, habe mich sicherlich in alle richtungen ausgelebt. war viel unterwegs, bin viel verreist....jetzt frage ich mich eben, ob das alles ist.

klar, werde ich noch viel darüber nachdenken....ist keine leichte entscheidung. aber ich weiss, dass ich einen partner habe, der mich in allem unterstützt!

liebe grüße

tigerle

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28. September 2004 um 9:02
In Antwort auf sora_11879443

Es stehen hier....
eine masse guter beiträge drin, die dich doch sehr zum denken und besonders zum nachdenken anregen sollten.

so ganz ist für mich nicht rüber gekommen, wie dein sinneswandel plötzlich kam. ich kann das nicht nur auf arbeitsstress schieben, denn den haben viele. und menschen, die nicht mit kindern umgehen können/wollen, und auch mit familie nix im sinn haben, kommen nicht auf solche gedanken. also muß da wohl noch was anderes sein....

also, viel bleibt nicht mehr zum schreiben, vielen meiner vorredner/-innen kann ich mich nur anschließen. aber um die sache etwas bunter zu machen erzähl ich mal von mir, und damit von einer anderen sicht aus.

ich wollte keine kinder, genau so wie mein damaliger freund. aber irgendwann - hupps - war ich doch schwanger. ich habe ernstlich über eine abtreibung geredet (obwohl ich doch wusste, das ich das nie machen werde), ich habe mich echt mies gefühlt. was sollte ich mit einem kind anfangen, wo mein leben doch so schön lustig und unkompliziert war ? einen lieben freund, immer auf achse, keine verantwortung, viel geld, reichlich freizeit, einen guten job, machen was immer ich will, ohne rücksicht. und dann das !
ok, mir war von anfang an klar, das ich mich nicht gegen das kind entscheide, trotz reden. sonst hätte ich mich gegen "mich" entschieden. letztendlich habe ich versucht das beste daraus zu machen. ich dachte mir irgendwann dreht sich so gut wie jedes leben, und man geht eine andere richtung. das war eben der punkt, an dem sich mein leben drehen sollte. kurz vor der geburt hat mein freund sich gedacht, das er dann doch keine lust auf diese "drehung" hat, und ist sich selbst verwirklichen gegangen . oder so was in der richtung. er ist auf jeden fall wech, und ward seit dem nicht mehr gesehen.

allein ist nicht so wirklich lustig, aber auch nicht wirklich schlimm. es kommt auf die einstellung an, und auf den willen. ich weiß was ich kann, und das mache ich auch. dazu muß ich aber sagen, das ich eine super liebe mutter habe, die mir sehr geholfen hat, sowohl vom ab-und-zu tatkräftigem helfen wie besonders vom reden, also dem seelischen aufbauen.

ich geh nun - und nur durch die unterstützung meiner mutter - wieder full-time arbeiten. musste mich entscheiden, ob ich die leiter etwas hochkletter - was mir leider noch mehr zeit mit meiner tochter nimmt - oder lieber sozialhilfeempfänger werde. ich habe mich für die arbeit entschieden, aber nicht wegen meinem ego, und auch nicht wegen langeweile - die hatte ich nicht. ich habe es einzig des geldes wegen gestartet.

und meine meinung: wenn du niemanden hast, der dich konstant unterstützt, dann wird die belastung mit job und kind leicht zuviel. das können dir bestimmt viele hier bestätigen, die das selbst jeden tag mitmachen (müssen). es kommt ein punkt, an dem du nicht mehr gefragt wirst oder entscheiden kannst ob du möchtest oder nicht. du musst. und es würde sehr an mir nagen, wenn ich mein kind in meiner arbeitszeit abgeben müsste, und nicht in der familie, also in liebevollen händen wüsste. es ist so schon schwer genug, die fehlende zeit frisst mir manchmal ein loch in die seele. aber ich weiß, das es ihr rundherum gut geht, und das ist wichtiger als mein ego, meine muttergefühle. ist sie krank, dann sitzt jemand an ihrem bett und liest vor, tröstet und misst fieber. jemand, der sie liebt. ansonsten könnte ich mich ja gar nicht auf die arbeit konzentrieren. und kinder sind nun mal mehr krank als man urlaub hat. außerdem gibt es da noch die schulzeit mit wochenlangen ferien. das kannst du nicht alles als arbeitsmensch mit abfeiern.
laß die von betroffenen müttern mal erklären, wie schwer es ist, sobald man auf ganztageskindergartenplätze und tagesmütter angewiesen ist. hätte ich diese möglichkeit mit meiner mama nicht gehabt, ich wäre auf sozialhilfe gegangen.

so etwas sollte man erst mal alles gedanklich durchspielen. wenn man eine möglichkeit hat, sich zu entscheiden. steine kommen noch genug, so oder so.

aber ein kind sollte nie eine "ablenkung" vom alltäglichen trott sein.

von nie-kinder-haben-wollen bin ich umgeschwenkt auf mutter-sein, und das sehr, sehr gern. vom ewig-unterwegs-sein bin ich umgeschwenkt auf das verantwortung-tragen. und von an-mich-denken bin ich zum an-sie-denken gegangen. aber - es hat mich, bis auf ein paar wochen startschwierigkeiten am anfang der schwangerschaft - keine überwindung gekostet. ich habe es gerne getan, und immer mit allen schwierigkeiten, die kommen könnten, vor augen. bis heute habe ich nicht das gefühl, irgend etwas aufgegeben oder eingetauscht zu haben. früher bin ich in die stadt gegangen, um mir mal was schönes zu kaufen. heute mach ich das auch noch, aber oft komm ich statt mit einem pulli für mich mit einem rock fürs kind nach hause . mein leben ist "mehr" geworden. auch mehr arbeit. aber noch mal, das funktioniert bei mir nur so gut durch meine mutter. sonst würde ich auch schon manchmal ziemlich in den seilen hängen.

wenn du wirklich nicht "flüchten" willst, und dich sowohl deines freundes wie deiner gefühle sicher bist, dann überlege noch ein bisschen, und dann - denke ich - steht der sache nix mehr im weg.

aber als "ersatz", um der plöden arbeit aus dem weg zu gehen, da ist das die schlechteste möglichkeit. da würde ich doch eher kündigen, und erst mal ein paar monate zuhause bleiben, um luft zu holen. um mich dann voller elan wieder ins arbeitsleben zu stürzen.
wenn du dich gut verkaufst, dann wirst du bestimmt was neues finden. und ein paar monate ruhe würden dir vielleicht entgegen kommen. das geld wird ja nicht mehr, gerade wenn kinder da sind. und am anfang deines mutterseins würdest du auch nicht arbeiten gehen. also wäre eine vorübergehende arbeitslosigkeit kein großes problem, zumindest preiswerter als ein neues familienmitglied. und du könntest dir deiner sache sicherer sein.

alles gute, wie immer du dich (oder besser, ihr euch) entscheidest,
andrea

Danke!
deinen beitrag fand ich sehr interessant.

klar, dass ein kind kein ersatz ist. wie gesagt, wenn ich was mache, dann aus voller überzeugung!

werde noch ein bisschen in mich gehen!!

gruß, tigerle

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28. September 2004 um 9:13
In Antwort auf jaana_11887320

Danke für deinen beitrag...
...doch welche ungereimtheiten sind dir aufgefallen??

ich denke weder deine situation noch die deiner freundin lässt sich richtig mit meiner vergleichen.

ich habe noch nie etwas in meinem leben getan, um anderen einen gefallen zu tun. das mal gleich am anfang.

ja, ich habe hier vor einiger zeit noch geschrieben, dass ich nie kinder will....aber wie schon geschrieben, bin ich jetzt an einem punkt wo ich mich frage ob das alles war/ist. sicherlich hat es mit meinem nervigen chef zu tun, aber das ist nicht alles. es ist eben auch der leistungdruck. ich habe nicht geschrieben, dass der druck weniger wird. er ist anders als mutter und hausfrau. sicher hat man seine termine, aber die zeiteinteilung ist doch eine andere. ich kenne hier in meinem betrieb junge mütter und auch im bekanntenkreis. ich habe leider keine zeit mich morgens mit anderen müttern zum sektfrühstück zu treffen oder mittags mit kind einen einkaufsbummel zu machen. mütter machen auch mal sowas!! wie auch schon geschrieben, ich weiss auch, dass es als mutter keinen feierabend gibt. aber es geht hier um liebe, familie und wärme.....in meinem beruf geht es um zahlen, leistung, termine und umsätze. bis vor kurzem fand ich das alles auch noch sehr spannend und erfüllend, aber jetzt???

woher dieser wandel genau kommt: ich stehe halt gerade an besagter kreuzung: weiter sehr viel energie, nerven und kraft in den beruf stecken oder die energie in etwas anderes stecken z.b. kind und familie.

mein freund hat mir gestern abend erzählt, dass es bei ihnen sehr gute möglichkeiten gibt halbtags oder auch von zu hause aus zu arbeiten und das auf einem hohen niveau. den job den ich jetzt mache, kann ich nicht halbtags machen, da ich auch oft unterwegs bin. aber in meiner abteilung gibt es 4 frauen die kinder haben, die ganz verschiedene arbeitsmodelle haben: 5 halbe tag in der woche, heimarbeit oder einen vollen tag in der woche. leider sind diese arbeiten nicht so anspruchsvoll (meist datenpflege). es würde aber vielleicht noch andere dinge geben, die ich von zu hause aus machen könnte z.b. artikelschreiben für unsere kundenzeitung (habe ich auch schon teilweise gemacht) und mein partner ist bereit einen teil des erziehungsurlaubes zu übernehemen. also hier gäbe es viele verschiedene möglichkeiten.

ich habe übringes nie geschrieben, dass mein freund nicht seinen beruf für ein kind eintauschen würde. ich habe am anfang meinem freund klar gemacht, dass ich keine kinder will. er meinte damals, dass dies schon ein traum von ihm wäre, aber dass er diesen wunsch nie über die partnerschaft stellen würde und mich nie zu etwas überreden würde, was ich nicht will.

ich habe gestern mit ihm gesprochen und für ihn ist es das wichtigste, dass ich nur das mache, was ich auch wirklich will. wenn ich mich für ein kind entscheiden würde, würde er sich natürlich sehr freuen. wenn nicht, dann ist es für ihn auch ok.

alles was ich bis jetzt in meinem leben getan habe, habe ich mit voller überzeugung getan. ich habe neben einem vollzeitjob im vertrieb ein komplettes bwl-studium abends und am wochenende durchgezogen und das mit einem doch sehr guten abschluss. in diesen jahren war nicht viel mit freizeit, weggehen oder anderen dingen. ich habe tagsüber gearbeitet und abends an meiner dipl.-arbeit gebastelt. heute frage ich mich manchmal wie ich das gemacht habe....aber du siehst, es ging.

auch ja und wegen egotrips. ich bin jetzt 33, habe mich sicherlich in alle richtungen ausgelebt. war viel unterwegs, bin viel verreist....jetzt frage ich mich eben, ob das alles ist.

klar, werde ich noch viel darüber nachdenken....ist keine leichte entscheidung. aber ich weiss, dass ich einen partner habe, der mich in allem unterstützt!

liebe grüße

tigerle

Hm,
mit anderen Müttern zum SEKTfrühstück getroffen habe ich mich noch nie im Leben. Wenn mal vormittags, dann um den Kindern soziale Kontakte zu ermöglichen.
Und Shopping mit Kindern ist eher Streß als Spaß. Das macht man, weil das Kind ne neue Hose braucht o.ä., freiwillig eigentlich weniger...

Derartige Aktivitäten erfordern dann auch wieder, die Bügelwäsche auf den späten Abend zu verschieben usw.

Aber abgesehen davon scheint es bei Euch doch ganz gute Möglichkeite zu geben.
Abstriche im Job bleiben sicher nicht aus, aber wenn bei Euch diplomierte Mitarbeiter auch mit anspruchsloseren und weniger aufwändigen Arbeiten betreut werden (ist leider eher eine Seltenheit, weil Datenpflege ja z.B. weit kostengünstiger von einem Studenten oder jemandem mit geringerer Qualifikation erledigt werden kann), dann hört sich das alles ganz gut an!

Wenn ein Kind wirklich Dein Wunsch ist, kann ich Dir nur noch wünschen, daß Dein Freund nicht dem "Versorger-Flash" zum Opfer fällt und hoffe, daß alles gut klappt.

Hatte übrigens geschrieben, daß ich Eure Geschichten nur für ansatzweise vergleichbar halte, in den Punkten "Unzufriedenheit im Job" und "Partner, der deutlich sagt, daß es sein Wunsch wäre, ein Kind zu haben".
Dazu eben die, anscheinend unvermeidliche, biologische Uhr.

Und natürlich ist die Zeit mit Kind (ebenso wie die, im Job!) nicht immer nur Streß, sondern zu einem großen Teil auch sehr schön.
Ich hab auch etwa 4 Jahre mit Kind/Kindern, Studium, arbeiten,... hinter mir, aber ich habe diese Zeit nicht sonderlich gut gefunden, weder für mich, noch für meine Familie.

Ich bin etliche Jahre überwiegend gerne Vollzeitmutter gewesen und habe mich bewußt dafür entschieden.
Jetzt sind meine Kinder auf einem guten Weg, denke ich und ich freue mich auch wieder auf andere Herausforderungen. Auch, wenn ich dann nicht mehr ab und zu morgens hier im Netz hängen kann...

Liebe Grüße, harter Kern

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28. September 2004 um 9:18
In Antwort auf megan_12750002

Wollte
nach meinem ohnehin endlos-Beitrag noch etwas anmerken:

Wenn Du denkst, der Druck und der Streß würden mit Kinder in irgendeiner Art und Weise weniger, liegst Du übrigens komplett falsch. "ggg"

Von eine Hausfrau und Mutter werden nämlich ganz andere Dinge erwartet, als von einer Vollzeit berufstätigen Partnerin!

Du wirst Dich mit Mutter und Schwiegermutter über die Ernährung des Babies streiten, diese Personen werden zwar das Baby dauernd haben wollen, aber verteufeln mitunter jegliche Modernität (wozu ein Kindersitz? Du hattest auch keinen und lebst noch!), Deine Schwiegermutter wird Dich vor versammelter Familie angreifen, weil Du es nicht immer schaffst, Deinen Haushalt hygienisch einwandfrei zu halten und weil Dein Mann sich mal sein Essen selbst aufwärmen mußte oder etwas aus der Dose vorgesetzt bekam.

Dein Mann erwartet, daß Du Dich um jeglichen Papierkram kümmerst und die Getränkekisten selber schleppst, weil Du doch jetzt "jede Menge Zeit" hast.
Mit der gleichen Argumentation drücken Dir etwa 100 andere Personen und Institutionen Aufgaben aufs Auge!

Du gerätst in Streß, weil Du das Kind zum 3. Geburtstag in den Kindergarten schicken und Deinen alten Job wieder übernehmen wolltest, Dein Kind braucht aber noch immer eine Windel und spricht vielleicht undeutlich - so nimmt der Kindergarten es nicht, aber der Job wartet und ist sonst endgültig weg!

Die Schule zitiert Dich zum Gespräch, weil Dein Kind ein drittes Mal keinen Bleistift dabei hatte.

Dein Kind sucht sich Hobbies aus, zu dem es regelmäßig gefahren werden muß.

...

Ich könnte die Aufzählung immer weiter fortführen, macht aber wenig Sinn.
Es ist nur faktisch so, daß ich, bei allem Selbstbewußtsein, das ich habe, schon teilweise unter zermürbenden Diskussionen mit Leuten, die alles besser wußten, gelitten habe und mir sehr oft einen schönen 8-Stunden-Tag im Büro mit anschließendem Feierabend gewünscht habe und noch wünsche.
Denn selbst, wenn ich den jetzt irgendwann haben werde, kommt die ganze Zeit für die Kinder noch obendrauf - Feierabend ist praktisch nie!

Nächsten Monat geht mein größter Wunsch in Erfüllung: Ich werde nach knapp einem Jahr (!) das erste mal wieder ein Wochenende mit meinem Freund für uns allein haben, mit nur einem einzigen Termin und einem ganzen langen Tag ohne Tanzaufführung, Handballspiel, Reitturnier, Kinderprogramm im Fernsehen,... Statt dessen einen Tag wandern in der Rhön und anschließend Therme und Sauna! Freu...
(Das ganze klappt nur, weil ein beruflicher Termin ausgefallen ist.)

Noch was zu arbeitsteilung...
...mein schatz würde auch, wenn ich zu hause bin, mich tatkräftig unterstützen. tut er jetzt auch!

du kennst meine mutter und schwiegermutter nicht

ach und zu den anderen problemen: kennst du das gefühl, dass du von heute auf morgen ein neues aufgaben gebiet im beruf bekommen hast, von dem du keine ahnung hast und morgen in einer sitzung mit nur männern rede und antwort stehen musst? dass du ein 2tägiges event für 300 leute organisieren musst mit einladungen, rahmenprogramm, unterlagen, vortagstechnik, partnerausstellung, 30 vorträgen, essen und trinken, plakaten, werbegeschenken, usw. und du für den reibungslosen ablauf verantwortlich bist und an 10 stellen gleichzeitig sein sollst, weil dort ein tisch fehlt, die garderobe nicht besetzt ist, der künstler noch nicht da ist,
ein beamer nicht tut, ein vortrag fehlt, usw..... das ist mein job und damit weiss ich, was probleme sind und was es heisst zu organisieren!

liebe grüße

tigerle

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28. September 2004 um 9:25
In Antwort auf megan_12750002

Hm,
mit anderen Müttern zum SEKTfrühstück getroffen habe ich mich noch nie im Leben. Wenn mal vormittags, dann um den Kindern soziale Kontakte zu ermöglichen.
Und Shopping mit Kindern ist eher Streß als Spaß. Das macht man, weil das Kind ne neue Hose braucht o.ä., freiwillig eigentlich weniger...

Derartige Aktivitäten erfordern dann auch wieder, die Bügelwäsche auf den späten Abend zu verschieben usw.

Aber abgesehen davon scheint es bei Euch doch ganz gute Möglichkeite zu geben.
Abstriche im Job bleiben sicher nicht aus, aber wenn bei Euch diplomierte Mitarbeiter auch mit anspruchsloseren und weniger aufwändigen Arbeiten betreut werden (ist leider eher eine Seltenheit, weil Datenpflege ja z.B. weit kostengünstiger von einem Studenten oder jemandem mit geringerer Qualifikation erledigt werden kann), dann hört sich das alles ganz gut an!

Wenn ein Kind wirklich Dein Wunsch ist, kann ich Dir nur noch wünschen, daß Dein Freund nicht dem "Versorger-Flash" zum Opfer fällt und hoffe, daß alles gut klappt.

Hatte übrigens geschrieben, daß ich Eure Geschichten nur für ansatzweise vergleichbar halte, in den Punkten "Unzufriedenheit im Job" und "Partner, der deutlich sagt, daß es sein Wunsch wäre, ein Kind zu haben".
Dazu eben die, anscheinend unvermeidliche, biologische Uhr.

Und natürlich ist die Zeit mit Kind (ebenso wie die, im Job!) nicht immer nur Streß, sondern zu einem großen Teil auch sehr schön.
Ich hab auch etwa 4 Jahre mit Kind/Kindern, Studium, arbeiten,... hinter mir, aber ich habe diese Zeit nicht sonderlich gut gefunden, weder für mich, noch für meine Familie.

Ich bin etliche Jahre überwiegend gerne Vollzeitmutter gewesen und habe mich bewußt dafür entschieden.
Jetzt sind meine Kinder auf einem guten Weg, denke ich und ich freue mich auch wieder auf andere Herausforderungen. Auch, wenn ich dann nicht mehr ab und zu morgens hier im Netz hängen kann...

Liebe Grüße, harter Kern

Sorry...
...ich bügle gerade nur abends zwischen 21 und 23 uhr, weil ich tagsüber nicht kann. nur das zum tagsablauf.

siehste das meine ich: auch die zeit mit kind ist nicht nur stress und probleme, sonst würde keiner kinder bekommen. hier wird immer aufgezählt, welche probleme es gibt mit kind! wie wenn ich jetzt keine hätte: mein beruf lässt mich manchmal nicht schlafen, weil ich nicht weiss wie manches problem lösen soll, weil hundert dinge gleichzeitig fertig sein sollen.

ich denke, ich/wir werde/n den richtigen weg finden

gruß, tigerle

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28. September 2004 um 9:27

Jaja...
...ich weiss, kinder sind nur stress und probleme

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28. September 2004 um 9:30
In Antwort auf jaana_11887320

Noch was zu arbeitsteilung...
...mein schatz würde auch, wenn ich zu hause bin, mich tatkräftig unterstützen. tut er jetzt auch!

du kennst meine mutter und schwiegermutter nicht

ach und zu den anderen problemen: kennst du das gefühl, dass du von heute auf morgen ein neues aufgaben gebiet im beruf bekommen hast, von dem du keine ahnung hast und morgen in einer sitzung mit nur männern rede und antwort stehen musst? dass du ein 2tägiges event für 300 leute organisieren musst mit einladungen, rahmenprogramm, unterlagen, vortagstechnik, partnerausstellung, 30 vorträgen, essen und trinken, plakaten, werbegeschenken, usw. und du für den reibungslosen ablauf verantwortlich bist und an 10 stellen gleichzeitig sein sollst, weil dort ein tisch fehlt, die garderobe nicht besetzt ist, der künstler noch nicht da ist,
ein beamer nicht tut, ein vortrag fehlt, usw..... das ist mein job und damit weiss ich, was probleme sind und was es heisst zu organisieren!

liebe grüße

tigerle

Yep,
ich kenne beide Seiten - und daher auch den Unterschied, wie befriedigend es ist, wenn berufliche Dinge gut gelaufen sind, es dafür Anerkennung und Kohle gibt - und wie ärgerlich es oft ist, daß ein ähnlicher Tagesablauf mit Kindern selbstverständlich ist und überhaupt nicht gewürdigt wird und stattdessen noch blöde Kommentare (immer gerne von kinderlosen Menschen) kommen, warum man nicht dieses und jenes AUCH NOCH machen würde! "ggg"

Wenn Deine Mutter und Schwiegermutter anders sind, als alle, die ich kenne, kann man Dich wirklich nur beglückwünschen!

Ich drücke Dir die Daumen, daß alles planmäßig klappt!

Liebe Grüße, harter Kern

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28. September 2004 um 11:16

Hallo kleine ente,
das gespräch mit meinem schatz war ok.

ich habe ihn nur etwas aus der bahn geworfen und er war auch sehr überrascht, dass ich mir darüber auf einmal so viele gedanken mache. aber er freut sich sehr, dass ich nun doch auch eine familie in erwägung ziehe. wir werden sehen, wie es weiter geht....bevor ich ein kind in die welt setze, müsste ja erst noch ein anderer schritt folgen

liebe grüße

tigerle

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28. September 2004 um 17:05
In Antwort auf jaana_11887320

Danke!
deinen beitrag fand ich sehr interessant.

klar, dass ein kind kein ersatz ist. wie gesagt, wenn ich was mache, dann aus voller überzeugung!

werde noch ein bisschen in mich gehen!!

gruß, tigerle

Ich denke...
du wirst genau das richtige für dich (und für dein leben) entscheiden. für irgend welche spontan-aktionen liest du dich zu besonnen.

in allen jahren ändert sich der mensch. wenn nicht, würde das leben schnell langweilig. wir wachsen, sammeln erfahrungen, weiten unseren horizont, - und ändernauch mal unsere meinungen. manches mal eben sehr schnell, und bei einem anderen thema nur schwerfällig und langsam. vielleicht hat dich das "schnelle" erkennen deiner anderen bedürfnisse auch nur erschrocken.

ich habe mit 14 niemals geglaubt, das ich mal so verdammt alt wie z.b. 30 werden könnte. da ist das leben doch schon lange zu ende, und man ist grau und eingefallen - dachte ich

ich habe meine damalige prognose um einiges getoppt . und mache auch gerne weiter....

alles gute dir, andrea

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28. September 2004 um 17:42

Es stehen zwei Entscheidungen an
Hallo Tigerle,

es stehen zwei Entscheidungen an:

1) Willst du bei dieser Firma bleiben ja oder nein.

2) Willst du eine Familie ja oder nein.

zu 2)

2. Lässt sich relativ leicht beantworten: Hör auf dein Gefühl. Sagt es innerlich <<ja ich will>> ohne ein <<aber>> in deinem Herzen?

1. Lässt sich eigentlich auch leicht beantworten, jedoch bei der Arbeitsmarktlage muss man mitunter Dinge hinnehmen, die einem eigentlich gegen den Strich gehen:
Aus meiner Sicht hast du in der Firma keine Chance. (+) Der Frust/Stress/die Aggressionen aus deiner Firma werden sich früher oder später auf dein und in dein Privatleben übertragen, ob du willst oder nicht....
Du solltest dich schleunigst (aus sicherer Position) um eine neue Stelle bewerben. Deine Chancen sind besser als du denkst! Vielleicht gibt es ja auch eine andere Alternative zu einer abhängigen Beschäftigung...

Wenn du möchtest, dass ich dir ein bisschen mehr erzähle zu meinen Erfahrungen, dann lass es mich wissen.

Viele Grüße sendet dir

der Sonnensaurier

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29. September 2004 um 8:14
In Antwort auf sonnensaurier

Es stehen zwei Entscheidungen an
Hallo Tigerle,

es stehen zwei Entscheidungen an:

1) Willst du bei dieser Firma bleiben ja oder nein.

2) Willst du eine Familie ja oder nein.

zu 2)

2. Lässt sich relativ leicht beantworten: Hör auf dein Gefühl. Sagt es innerlich <<ja ich will>> ohne ein <<aber>> in deinem Herzen?

1. Lässt sich eigentlich auch leicht beantworten, jedoch bei der Arbeitsmarktlage muss man mitunter Dinge hinnehmen, die einem eigentlich gegen den Strich gehen:
Aus meiner Sicht hast du in der Firma keine Chance. (+) Der Frust/Stress/die Aggressionen aus deiner Firma werden sich früher oder später auf dein und in dein Privatleben übertragen, ob du willst oder nicht....
Du solltest dich schleunigst (aus sicherer Position) um eine neue Stelle bewerben. Deine Chancen sind besser als du denkst! Vielleicht gibt es ja auch eine andere Alternative zu einer abhängigen Beschäftigung...

Wenn du möchtest, dass ich dir ein bisschen mehr erzähle zu meinen Erfahrungen, dann lass es mich wissen.

Viele Grüße sendet dir

der Sonnensaurier

Hmmm..
..ob meine chancen so gut sind, weiss ich nicht. bevor ich diese stelle hier hatte, brauchte ich 8 monate und 67 bewerbungen. jobs für meinen beruf gibt es nicht sooo häufig, wobei ich am ende natürlich sehr viele kompromisse eingegangen wäre.

das beantworten der beiden fragen wir noch etwas zeit in anspruch nehmen.

aber erzähl was du für erfahrungen gemacht hast. bin interessiert

gruß, tigerle

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29. September 2004 um 9:22
In Antwort auf jaana_11887320

Hallo kleine ente
das sind gedanken, die mir auch durch den kopf gehen: ob flucht oder wirklicher wunsch.

es ist weniger der anstrengende alltag der mich nervt (das wird als hausfrau und mutter auch nichts anders) es ist mehr der preis den ich zahle für diesen druck. es zählt nur leistung, leistung, leistung. als hausfrau hat man sicherlich sehr sehr viele pflichten, aber der leistungsdruck und termindruch ist nicht so wie im berufsleben.

ich sehe keine miracoli-familie vor mir, sondern mehr volle windeln, wache nächte und schmutzige kinderklamotten. ich denke, dass ich einschätzen kann, was es bedeutet ein kind zu haben. in meinem bekanntekreis gibt es einige die kinder bekommen haben in den letzten jahren.

ich war fast ein jahr zu hause, da ich keinen job hatte und habe den haushalt geschmissen. in dieser zeit kam ich mir irgendwie ziemlich nutzlos vor, weil ich arbeiten wollte um jeden preis. jetzt habe ich einen echt gut bezahlten job, brauche nicht aufs geld achten. ich gehöre zu den frauen, die in schicken hosenanzügen rumlaufen und in einer männerdomäne ihren platz so langsam erkämpft haben. ich habe letzte woche ein großes event organisiert und alles hörte auch mein kommando was ich damit sagen will ist, ich habe mein ziel erreicht! aber irgendwie habe ich das gefühl, das kann nicht alles sein. verstehst du was ich meine?

ich habe mich in den letzten 3 jahren sehr verändert. vor 3 jahren wollte ich noch nicht einmal mit jemadem zusammenziehen, jetzt lebe ich seit über einem jahr mit meinem freund zusammen und möchte es nicht mehr anders. vielleicht ist das jetzt der nächste schritt.

danke für deinen beitrag

liebe grüße

tigerle




Hallo Tigerle
deine Situation kommt mir irgendwie bekannt vor, wenn auch schon sehr lange her...
Also, mir ging es vor vielen Jahren genau so wie Dir. Ich ging mit Bauchweh zur Arbeit und kam mit Magenschmerzen nach Hause. Ich war damals 28, habe einige Jahre im Beruf gestanden wollte die Flinte eigentlich nicht wegen eines blöden Chefs ins Korn werfen. Mein damaliger Freund und jetziger Mann stand genau so zumir wie es Deiner zu tun scheint.Von ihm kam der Vorschlag einer "Familienpause". Ich hatte ähnliche Gedanken wie Du jetzt: Ein Baby soll schließlich kein Ersatz sein. Ich habe mir nur nicht diese Gedanken gemacht, was mir mit Baby alles fehlen wird, sondern eher vorgestellt, was es alles Neues zu erleben gibt. Ich wurde schwanger, wir haben uns beide riesig auf das Baby gefreut und ich fand es ganz toll, so viel Zeit für mich, meinen Bauch und die Geburtsvorbereitung zu haben. Plötzlich änderte sich meine Sichtweise nämlich wirklich, viele mir bisher wichtige Sachen waren plötzlich erst mal zweitrangig. Mein Freund und ich haben geheiratet, er arbeitete, ich versorgte unser Kind. Natürlich fehlte mir manchmal eine kleine Portion aus meinem alten Leben. Hatte ich dann ein kleines Stück davon zurück, weil ich z.B. mit Freundinnen über ein verlängertes E weg war, dann freute ich mich jedesmal wieder auf mein Familienleben. Dann kam das 2. Kind, alles war genau so aufregend und spannend, ich hatte viel Zeit für meine Kinder, weil ich ja nicht arbeiten musste. Bin mittlerweile 38, meine Kids sind 6 und 10 Jahre alt, alt genug, dass Mama sich nun wieder mit Eifer in die Arbeit stürzen kann.
Ich denke, alles im Leben hat seine Zeit. Optimal ist es, wenn es einem so gut geht, dass man sich die Zeit dafür nehmen kann.
Viele von den Beiträgen scheinen Kinderlosen Schreibern zu entspringen. Eine Frau mit Kind oder Familie mit Kind muss nicht zwangsläufig alt und grau durch ständige Entbehrungen und völlig freudlos sein. Für mich war es damals die genau richtige Entscheidung, mich für einige Zeit aus dem Beruf zu verabschieden. Heute habe ich viele neue Kollegen, einen anderen Chef und, durch die Kids, andere Lebensschwerpunkte. Und ich weiss, dass es vielen anderen Frauen genau so geht.
Ich wünsche Dir, dass Du genau so viel Glück finden wirst.
Liebe Grüße, die Wuschelige.

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29. September 2004 um 9:28

Hi Tigerle,
deine Situation kommt mir irgendwie bekannt vor, wenn auch schon sehr lange her...
Also, mir ging es vor vielen Jahren genau so wie Dir. Ich ging mit Bauchweh zur Arbeit und kam mit Magenschmerzen nach Hause. Ich war damals 28, habe einige Jahre im Beruf gestanden wollte die Flinte eigentlich nicht wegen eines blöden Chefs ins Korn werfen. Mein damaliger Freund und jetziger Mann stand genau so zumir wie es Deiner zu tun scheint.Von ihm kam der Vorschlag einer "Familienpause". Ich hatte ähnliche Gedanken wie Du jetzt: Ein Baby soll schließlich kein Ersatz sein. Ich habe mir nur nicht diese Gedanken gemacht, was mir mit Baby alles fehlen wird, sondern eher vorgestellt, was es alles Neues zu erleben gibt. Ich wurde schwanger, wir haben uns beide riesig auf das Baby gefreut und ich fand es ganz toll, so viel Zeit für mich, meinen Bauch und die Geburtsvorbereitung zu haben. Plötzlich änderte sich meine Sichtweise nämlich wirklich, viele mir bisher wichtige Sachen waren plötzlich erst mal zweitrangig. Mein Freund und ich haben geheiratet, er arbeitete, ich versorgte unser Kind. Natürlich fehlte mir manchmal eine kleine Portion aus meinem alten Leben. Hatte ich dann ein kleines Stück davon zurück, weil ich z.B. mit Freundinnen über ein verlängertes E weg war, dann freute ich mich jedesmal wieder auf mein Familienleben. Dann kam das 2. Kind, alles war genau so aufregend und spannend, ich hatte viel Zeit für meine Kinder, weil ich ja nicht arbeiten musste. Bin mittlerweile 38, meine Kids sind 6 und 10 Jahre alt, alt genug, dass Mama sich nun wieder mit Eifer in die Arbeit stürzen kann.
Ich denke, alles im Leben hat seine Zeit. Optimal ist es, wenn es einem so gut geht, dass man sich die Zeit dafür nehmen kann.
Viele von den Beiträgen scheinen Kinderlosen Schreibern zu entspringen. Eine Frau mit Kind oder Familie mit Kind muss nicht zwangsläufig alt und grau durch ständige Entbehrungen und völlig freudlos sein. Für mich war es damals die genau richtige Entscheidung, mich für einige Zeit aus dem Beruf zu verabschieden. Heute habe ich viele neue Kollegen, einen anderen Chef und, durch die Kids, andere Lebensschwerpunkte. Und ich weiss, dass es vielen anderen Frauen genau so geht.
Ich wünsche Dir, dass Du genau so viel Glück finden wirst.
Liebe Grüße, die Wuschelige.

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29. September 2004 um 10:45
In Antwort auf eszti_12705134

Hi Tigerle,
deine Situation kommt mir irgendwie bekannt vor, wenn auch schon sehr lange her...
Also, mir ging es vor vielen Jahren genau so wie Dir. Ich ging mit Bauchweh zur Arbeit und kam mit Magenschmerzen nach Hause. Ich war damals 28, habe einige Jahre im Beruf gestanden wollte die Flinte eigentlich nicht wegen eines blöden Chefs ins Korn werfen. Mein damaliger Freund und jetziger Mann stand genau so zumir wie es Deiner zu tun scheint.Von ihm kam der Vorschlag einer "Familienpause". Ich hatte ähnliche Gedanken wie Du jetzt: Ein Baby soll schließlich kein Ersatz sein. Ich habe mir nur nicht diese Gedanken gemacht, was mir mit Baby alles fehlen wird, sondern eher vorgestellt, was es alles Neues zu erleben gibt. Ich wurde schwanger, wir haben uns beide riesig auf das Baby gefreut und ich fand es ganz toll, so viel Zeit für mich, meinen Bauch und die Geburtsvorbereitung zu haben. Plötzlich änderte sich meine Sichtweise nämlich wirklich, viele mir bisher wichtige Sachen waren plötzlich erst mal zweitrangig. Mein Freund und ich haben geheiratet, er arbeitete, ich versorgte unser Kind. Natürlich fehlte mir manchmal eine kleine Portion aus meinem alten Leben. Hatte ich dann ein kleines Stück davon zurück, weil ich z.B. mit Freundinnen über ein verlängertes E weg war, dann freute ich mich jedesmal wieder auf mein Familienleben. Dann kam das 2. Kind, alles war genau so aufregend und spannend, ich hatte viel Zeit für meine Kinder, weil ich ja nicht arbeiten musste. Bin mittlerweile 38, meine Kids sind 6 und 10 Jahre alt, alt genug, dass Mama sich nun wieder mit Eifer in die Arbeit stürzen kann.
Ich denke, alles im Leben hat seine Zeit. Optimal ist es, wenn es einem so gut geht, dass man sich die Zeit dafür nehmen kann.
Viele von den Beiträgen scheinen Kinderlosen Schreibern zu entspringen. Eine Frau mit Kind oder Familie mit Kind muss nicht zwangsläufig alt und grau durch ständige Entbehrungen und völlig freudlos sein. Für mich war es damals die genau richtige Entscheidung, mich für einige Zeit aus dem Beruf zu verabschieden. Heute habe ich viele neue Kollegen, einen anderen Chef und, durch die Kids, andere Lebensschwerpunkte. Und ich weiss, dass es vielen anderen Frauen genau so geht.
Ich wünsche Dir, dass Du genau so viel Glück finden wirst.
Liebe Grüße, die Wuschelige.

Hört sich...
...nach genau meiner situaition an

ich komme immer mehr in die richtung, dass es jetzt dann zeit für etwas anderes als nur beruf ist! da ich weiss, dass mein schatz mich in allem unterstützen würde, ist die auch kein problem. er ist nicht der typ der sich vor arbeiten drück, im gegenteil. als ich zu hause war, hat er mir trotzdem in vielem geholfen. über das finanzielle brauchen wir uns auch keine gedanken machen.

danke für deinen beitrag

liebe grüße

tigerle


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29. September 2004 um 19:52

Vorsicht
Hallo Tigerle,

werde versuchen, mich kurz zu fassen, denn alle Bedenken und Horrorszenarien zum Thema Kinder sind hier ja schon in erschreckender Länge skizziert worden, so dass einem ja richtig schlecht werden kann, wenn man sich selbst überlegt sich fortzupflanzen.

Wie auch immer - Eure Voraussetzungen sind gut, Geld spielt keine Rolle und Du hättest in Deinem Freund eine großartige Unterstützung. Super! Was mich verhalten stimmt, ist die Tatsache, dass Dein Wunsch oder Deine Idee in einer Phase kommt, in der Deine berufliche Situation frustrierend und unbefriedigend ist.

VORSICHT! Ich würde Dir raten, es Dir so richtig gut zu überlegen, denn Du suchst nach einer Fluchtmöglichkeit, die Dich ohne schlechtes Gewissen und Verantwortung gehen lässt. Im Normalfall würdest Du jetzt aus Deiner Position heraus einen anderen Job suchen, doch nochmal die Erniedrigung und Ablehnung zu erfahren, die Du nach so vielen erfolglosen Bewerbungen so gut kennst, lässt Dich sicher verzweifeln. Also - welche Möglichkeiten gibt es noch? Auswandern - viel zu aufwändig. Selbständigkeit - viel zu unsicher. Aaaah ja, Familie - das geht doch irgendwie... Muss man nicht mal viel für machen, frau wird einfach schwanger und dann los.

Uuups, von wegen kurz fassen... ...

Also, ich denke, Du solltest Dir noch Zeit lassen. Und das mit der biologischen Uhr - na ja, solange es geht, geht es, oder? Und du kannst auch in zwei Jahren noch schwanger werden oder in drei oder sogar in vier und noch mit vierzig, auch wenn Du das dann vielleicht gar nicht mehr willst. Aber ich rate Dir, zuerst mit Dir selbst im Reinen zu sein, eine zufriedenstellende berufliche Situation zu schaffen und Dich erst dann zu fragen, ob Du wirklich Kinder willst. Dann ist es authentisch und dann können Dich auch die ganzen Jammergeschichten hier nicht davon abbringen. Aber Flucht macht keinen Sinn und ich denke, Du weißt ganz genau, dass es eine wäre, wenn Du jetzt plötzlich alles hinschmeißt, was Du Dir erarbeitet hast.

Mach's nicht!

Liebe Grüße
Deine Laura

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29. September 2004 um 22:51

Sorry aber.........
jeder träumt immer.... auch immer von dem was er nicht hat......
hast du dann familie und bis hausfrau ,kommen wieder fragen ,ach warum habe ich studiert usw..........
lass dir zeit

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30. September 2004 um 8:18
In Antwort auf sandie_12719106

Sorry aber.........
jeder träumt immer.... auch immer von dem was er nicht hat......
hast du dann familie und bis hausfrau ,kommen wieder fragen ,ach warum habe ich studiert usw..........
lass dir zeit

Auch sorry...
...aber habe ich irgendwo geschrieben, dass ich für die nächsten 20 jahre hausfrau sein will? ich weiss, dass mich dies nicht ausfüllen würde. ich sehe eine schwangerschaft und ein kind als berufliche pause an. da ich einen partner habe, der mich voll unterstützt und der auch halbtags arbeiten würde und es auch kann, ist dies kein problem.

mein studium ist also nicht verloren!

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30. September 2004 um 8:28
In Antwort auf tabby_12824284

Vorsicht
Hallo Tigerle,

werde versuchen, mich kurz zu fassen, denn alle Bedenken und Horrorszenarien zum Thema Kinder sind hier ja schon in erschreckender Länge skizziert worden, so dass einem ja richtig schlecht werden kann, wenn man sich selbst überlegt sich fortzupflanzen.

Wie auch immer - Eure Voraussetzungen sind gut, Geld spielt keine Rolle und Du hättest in Deinem Freund eine großartige Unterstützung. Super! Was mich verhalten stimmt, ist die Tatsache, dass Dein Wunsch oder Deine Idee in einer Phase kommt, in der Deine berufliche Situation frustrierend und unbefriedigend ist.

VORSICHT! Ich würde Dir raten, es Dir so richtig gut zu überlegen, denn Du suchst nach einer Fluchtmöglichkeit, die Dich ohne schlechtes Gewissen und Verantwortung gehen lässt. Im Normalfall würdest Du jetzt aus Deiner Position heraus einen anderen Job suchen, doch nochmal die Erniedrigung und Ablehnung zu erfahren, die Du nach so vielen erfolglosen Bewerbungen so gut kennst, lässt Dich sicher verzweifeln. Also - welche Möglichkeiten gibt es noch? Auswandern - viel zu aufwändig. Selbständigkeit - viel zu unsicher. Aaaah ja, Familie - das geht doch irgendwie... Muss man nicht mal viel für machen, frau wird einfach schwanger und dann los.

Uuups, von wegen kurz fassen... ...

Also, ich denke, Du solltest Dir noch Zeit lassen. Und das mit der biologischen Uhr - na ja, solange es geht, geht es, oder? Und du kannst auch in zwei Jahren noch schwanger werden oder in drei oder sogar in vier und noch mit vierzig, auch wenn Du das dann vielleicht gar nicht mehr willst. Aber ich rate Dir, zuerst mit Dir selbst im Reinen zu sein, eine zufriedenstellende berufliche Situation zu schaffen und Dich erst dann zu fragen, ob Du wirklich Kinder willst. Dann ist es authentisch und dann können Dich auch die ganzen Jammergeschichten hier nicht davon abbringen. Aber Flucht macht keinen Sinn und ich denke, Du weißt ganz genau, dass es eine wäre, wenn Du jetzt plötzlich alles hinschmeißt, was Du Dir erarbeitet hast.

Mach's nicht!

Liebe Grüße
Deine Laura

Sicher...
...sind das gedanken die ich mir mache...ob nun flucht oder nicht.

ich habe jetzt mehrmals mit meinem freund gesprochen und wir haben viele möglichkeiten durchgespielt. ein kind ist nicht das ende des berufslebens, sondern für mich nur eine pause. wir haben einige möglichkeiten wie wir das regeln können.

ich hatte letztes jahr auch ein unbefriedigende situation....war zu hause und auf jobsuche. da haben viele gemeint, dass dies doch der richtige zeitpunkt wäre für ein kind....aber da war ich, mein freund und auch die beziehung noch nicht so weit. jetzt, 1,5 jahre später sind wir uns einig.

mit mir selbst bin ich im reinen....ich habe nur gemerkt, dass karriere nicht alles ist! ich habe viele möglichkeiten durch gespielt. selbst wenn ich jetzt den traumjob angeboten bekomme würde, würde ich dankend ablehnen.

und wenn ich jetzt plane schwanger zu werden, heisst dies ja nicht, dass ich es morgen bin

liebe grüß

tigerle

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30. September 2004 um 18:12
In Antwort auf jaana_11887320

Hmmm..
..ob meine chancen so gut sind, weiss ich nicht. bevor ich diese stelle hier hatte, brauchte ich 8 monate und 67 bewerbungen. jobs für meinen beruf gibt es nicht sooo häufig, wobei ich am ende natürlich sehr viele kompromisse eingegangen wäre.

das beantworten der beiden fragen wir noch etwas zeit in anspruch nehmen.

aber erzähl was du für erfahrungen gemacht hast. bin interessiert

gruß, tigerle

Hallo Tigerle,
ich hinterlasse dir eine "persönliche Nachricht".

Grüße,

Sonnensaurier

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30. September 2004 um 23:08

Ich denke...
dass du auf dein herz hören solltest. wenn du eine familie gründen willst, dann mach es doch einfach.
auch wenn es vorher deine meinung war nie zu heiraten und nie kinder zu bekommen, jetzt sagt dir dein gefühl eben was anderes.

wäre ja schlim wenn man ein ganzes leben nur eine meinung hätte.

ich hab z.b. nach meiner scheidung gesagt, ich heirate nieee mehr wieder. nach 8 monaten war ich wieder verheiratet. und hab es nicht bereut.

der druck im arbeitsleben wird immer schlimmer, es ist wirklich so, dass man sich die frage stellt, ob man das noch länger durchhalten kann.

aber im grunde genommen, weisst du eh schon, wofür du dich entscheiden wirst.

viel kraft wünscht dir
maya

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4. Oktober 2004 um 18:12
In Antwort auf sonnensaurier

Hallo Tigerle,
ich hinterlasse dir eine "persönliche Nachricht".

Grüße,

Sonnensaurier

...
Hallo Tigerle,

anscheinend hat das mit der persönlichen Nachricht nicht geklappt. Verstehe nicht, warum - muss wohl an meinem Rechner liegen.

Nur soviel:

Wenn ein Chef so mit dir umgeht, wie deiner es tut, scheint er dich nur zum Abarbeiten div. Arbeiten haben zu wollen. Aber mehr scheint er nicht mit dir vorzuhaben, sprich, da scheint keine Entwicklungschance für dich zu sein.

Wenn er unkonkret unzufrieden ist kann das heißen, dass du es ihm nie recht machen kannst. Andernfalls verrauchst du deine ganze Energie. Auch in diesem Sinne hast du keine Chance, glücklich in deinem Beruf/Job zu werden.

Viele Grüße,

der Sonnensaurier

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4. Oktober 2004 um 19:48
In Antwort auf sonnensaurier

...
Hallo Tigerle,

anscheinend hat das mit der persönlichen Nachricht nicht geklappt. Verstehe nicht, warum - muss wohl an meinem Rechner liegen.

Nur soviel:

Wenn ein Chef so mit dir umgeht, wie deiner es tut, scheint er dich nur zum Abarbeiten div. Arbeiten haben zu wollen. Aber mehr scheint er nicht mit dir vorzuhaben, sprich, da scheint keine Entwicklungschance für dich zu sein.

Wenn er unkonkret unzufrieden ist kann das heißen, dass du es ihm nie recht machen kannst. Andernfalls verrauchst du deine ganze Energie. Auch in diesem Sinne hast du keine Chance, glücklich in deinem Beruf/Job zu werden.

Viele Grüße,

der Sonnensaurier

Doch....
das mit der privaten nachricht hat geklappt und ich dir auch zurück geschrieben!

du liegt mit der einschätzung meines cheffes falsch. mehr morgen

gruß

tigerle

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5. Oktober 2004 um 9:04
In Antwort auf jaana_11887320

Doch....
das mit der privaten nachricht hat geklappt und ich dir auch zurück geschrieben!

du liegt mit der einschätzung meines cheffes falsch. mehr morgen

gruß

tigerle

Alsooo
ich habe hier in meinen postausgang geschaut...da ist tatsächlich keine nachricht im postausgang.

nein, mein cheffe hat sichelich interesse daran mich zu fördern...darum geht es nicht. er ist ein mensch der 150% von jedem will, damit er mit seiner abteilung auch vor anderen gut dasteht. er delegiert fast alles und wenn es fehler gibt, dann steht er nicht zu seinen mitarbeitern. aber das alleine ist es nicht...hier im unternehmen herrscht allgemein ein sehr sehr hoher druck. ich kenne das so nicht. ich kann mich über meine bezahlung nicht beklagen, aber die frage ist halt, ob es das alles wert ist. ich möchte nicht karriere machen um jeden preis!

liebe grüße

tigerle

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6. Oktober 2004 um 15:01

Liebes tiegerle
Kinder sollte man schon aus überzeugung haben. nun was dein problem betrifft wegen dem job. würdest du auch ein kind wollen wen alles in deinem job super toll wäre auch der chef? wenn du diese frage mit ja beantworten kannst, dann ist ein kind der richtige weg. übrigens kann man auch arbeiten gehen wenn man kinder hat, muss ja nicht unbedingt eine hundert prozent stelle sein.

gruss lin

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6. Oktober 2004 um 15:25
In Antwort auf lindaria

Liebes tiegerle
Kinder sollte man schon aus überzeugung haben. nun was dein problem betrifft wegen dem job. würdest du auch ein kind wollen wen alles in deinem job super toll wäre auch der chef? wenn du diese frage mit ja beantworten kannst, dann ist ein kind der richtige weg. übrigens kann man auch arbeiten gehen wenn man kinder hat, muss ja nicht unbedingt eine hundert prozent stelle sein.

gruss lin

Danke...
wenn du weiter unten liest, ist ein kind für mich nur eine pause im bezug aufs arbeiten (siehe arbeitsteilung mit meinem freund)...wer von uns beiden dann wieder 100% arbeiten geht, das werden wir sehen.

ich habe mit meinen freund beschlossen, dass ich die pille auf jeden fall bis ende des jahres nehme....bis dahin werde ich sehen wie sich der kinderwunsch weiter entwickelt, wie es beruflich bei mir läuft und wie unsere konkrete planung aussieht. so überstürzen wir nichts!

gruß

tigerle

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