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Sorgerecht / Aufenthaltsbestimmungsrecht im Wechselmodell - Umzug

28. März um 12:51 Letzte Antwort: 28. März um 23:43

Hallo,

ich bin ein bisschen am Verzweifeln, weil mir im Freundes und Bekanntenkreis niemand wirklich einen Rat geben kann. Vielleicht helfen mir Eure Erfahrungsberichte, um ein Bild zu bekommen, was mir bevorsteht. Ich kenne niemanden mit dem gleichen Problem und erhoffe mir hier Hilfe.

Kurz zu den Rahmenbedingungen:

Der Kindesvater und ich führen mit unseren beiden Kindern das Wechselmodell (gerichtl. Entscheidung auf Antrag des Vaters). Die Kinder möchten es nicht mehr, aber leider haben sie keine Entscheidungsvollmacht lt. Jugendamt - selbst später mit 12 Jahren nicht - die Entscheidung wird IMMER von den Eltern getroffen. Also wird sich an dem Umgangsrecht Wechselmodell nichts ändern.

Der Kindesvater und ich leben in unterschiedlichen Landkreisen (30 min Entfernung). Die Schule besuchen die Kinder in meinem Landkreis.

Nun werde ich noch in diesem Jahr meinen neuen Partner heiraten; ein Kinderwunsch für ein gemeinsames Kind ist auch vorhanden und ich möchte auch zu ihm ziehen. Auch die Kinder fühlen sich bei ihm/uns unglaublich wohl und würden auch gerne umziehen. Mein neuer Partner wohnt im gleichen Landkreis wie der Kindesvater (ebenfalls 30 min Entfernung).

Ich benötige für den Umzug mit den Kindern in einen anderen Landkreis die Zustimmung des Vaters.

Nun meine Fragen:

1. Was bedeutet es für uns, wenn er dem Umzug nicht zustimmt? Was könnte aus seiner Sicht (abgesehen vom Stolz) dagegen sprechen?

2. Ist es möglich, dass ich den Wohnsitz behalten muss und mir kein neues Leben aufbauen darf?

3. Die Kinder dürften im Falle eines Umzugs in den anderen Landkreis nicht mehr die Schule im alten Landkreis besuchen. D.h. ein Schulwechsel ginge mit einher. Mit meinen Kindern habe ich darüber bereits gesprochen - sie wären damit einverstanden; sie sind sehr offene und aufgeschlossene Kinder und haben zudem bereits Bezugskinder und Hobbies im neuen Ort / Schule.
Kann der Kindesvater darauf bestehen, dass die Kinder dann in seinem Ort die Schule besuchen? Oder haben die Kinder ein Mitbestimmungsrecht?

Vielen Dank für Eure Antworten, falls Ihr ähnliche Herausforderungen erlebt habt.

Am liebsten wären mir Ratschläge von Eltern, die sich auch solchen Situationen stellen mussten. (Ähnliche Gefühlswelt usw.) Jede Perspektive hilft mir hier.

Danke, ein schönes Wochenende und bleibt schön gesund,

eine liebende Mama, deren Herz wöchentlich zerbricht... und sehr tapfer für ihre Kinder ist...





 

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28. März um 14:21
Beste Antwort
In Antwort auf mutterliebe

Hallo,

ich bin ein bisschen am Verzweifeln, weil mir im Freundes und Bekanntenkreis niemand wirklich einen Rat geben kann. Vielleicht helfen mir Eure Erfahrungsberichte, um ein Bild zu bekommen, was mir bevorsteht. Ich kenne niemanden mit dem gleichen Problem und erhoffe mir hier Hilfe.

Kurz zu den Rahmenbedingungen:

Der Kindesvater und ich führen mit unseren beiden Kindern das Wechselmodell (gerichtl. Entscheidung auf Antrag des Vaters). Die Kinder möchten es nicht mehr, aber leider haben sie keine Entscheidungsvollmacht lt. Jugendamt - selbst später mit 12 Jahren nicht - die Entscheidung wird IMMER von den Eltern getroffen. Also wird sich an dem Umgangsrecht Wechselmodell nichts ändern.

Der Kindesvater und ich leben in unterschiedlichen Landkreisen (30 min Entfernung). Die Schule besuchen die Kinder in meinem Landkreis.

Nun werde ich noch in diesem Jahr meinen neuen Partner heiraten; ein Kinderwunsch für ein gemeinsames Kind ist auch vorhanden und ich möchte auch zu ihm ziehen. Auch die Kinder fühlen sich bei ihm/uns unglaublich wohl und würden auch gerne umziehen. Mein neuer Partner wohnt im gleichen Landkreis wie der Kindesvater (ebenfalls 30 min Entfernung).

Ich benötige für den Umzug mit den Kindern in einen anderen Landkreis die Zustimmung des Vaters.

Nun meine Fragen:

1. Was bedeutet es für uns, wenn er dem Umzug nicht zustimmt? Was könnte aus seiner Sicht (abgesehen vom Stolz) dagegen sprechen?

2. Ist es möglich, dass ich den Wohnsitz behalten muss und mir kein neues Leben aufbauen darf?

3. Die Kinder dürften im Falle eines Umzugs in den anderen Landkreis nicht mehr die Schule im alten Landkreis besuchen. D.h. ein Schulwechsel ginge mit einher. Mit meinen Kindern habe ich darüber bereits gesprochen - sie wären damit einverstanden; sie sind sehr offene und aufgeschlossene Kinder und haben zudem bereits Bezugskinder und Hobbies im neuen Ort / Schule.
Kann der Kindesvater darauf bestehen, dass die Kinder dann in seinem Ort die Schule besuchen? Oder haben die Kinder ein Mitbestimmungsrecht?

Vielen Dank für Eure Antworten, falls Ihr ähnliche Herausforderungen erlebt habt.

Am liebsten wären mir Ratschläge von Eltern, die sich auch solchen Situationen stellen mussten. (Ähnliche Gefühlswelt usw.) Jede Perspektive hilft mir hier.

Danke, ein schönes Wochenende und bleibt schön gesund,

eine liebende Mama, deren Herz wöchentlich zerbricht... und sehr tapfer für ihre Kinder ist...





 

Warum zieht er nicht zu dir? Versteh ich nicht. Problem gelöst. Deine Kinder bleiben im gewohnten Umfeld. 

Warum heiraten? Warum noch ein Kind? Du bekommst es doch mit dem ersten Mann schon nicht gebacken, eine vernünftige Lösung zu finden? Ich würde es so lassen, wie es ist. Ein Scherbenhaufen reicht doch. 

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28. März um 13:16
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Hallo, ich denke das er einen Umzug nur verhindern kann wenn es für ihn Nachteile haette. Für ihn und seinen Umgang mit den Kindern ändert sich ja nichts. So wie du es schilderst, hört sich das doch sehr positiv an für die Kinder. Ich bin auch vor drei Jahren mit drei Kinder zu meinem neuen Partner gezogen. Mein ex Mann hatte nie etwas dagegen. Wir haben guten Kontakt, die Kinder sind jedes 2. Wochende bei ihm. Er kann sie auch sonst jederzeit sehen. Wechselmodell halte ich persönlich für Kinder schwierig. Meine möchten das nicht. Ich bin immer dafür sowas ohne Anwalt zu regeln. Frag ihn doch einfach, er wird doch wissen das du einen neuen Partner hast. LG und alles  Gute 

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28. März um 14:21
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In Antwort auf mutterliebe

Hallo,

ich bin ein bisschen am Verzweifeln, weil mir im Freundes und Bekanntenkreis niemand wirklich einen Rat geben kann. Vielleicht helfen mir Eure Erfahrungsberichte, um ein Bild zu bekommen, was mir bevorsteht. Ich kenne niemanden mit dem gleichen Problem und erhoffe mir hier Hilfe.

Kurz zu den Rahmenbedingungen:

Der Kindesvater und ich führen mit unseren beiden Kindern das Wechselmodell (gerichtl. Entscheidung auf Antrag des Vaters). Die Kinder möchten es nicht mehr, aber leider haben sie keine Entscheidungsvollmacht lt. Jugendamt - selbst später mit 12 Jahren nicht - die Entscheidung wird IMMER von den Eltern getroffen. Also wird sich an dem Umgangsrecht Wechselmodell nichts ändern.

Der Kindesvater und ich leben in unterschiedlichen Landkreisen (30 min Entfernung). Die Schule besuchen die Kinder in meinem Landkreis.

Nun werde ich noch in diesem Jahr meinen neuen Partner heiraten; ein Kinderwunsch für ein gemeinsames Kind ist auch vorhanden und ich möchte auch zu ihm ziehen. Auch die Kinder fühlen sich bei ihm/uns unglaublich wohl und würden auch gerne umziehen. Mein neuer Partner wohnt im gleichen Landkreis wie der Kindesvater (ebenfalls 30 min Entfernung).

Ich benötige für den Umzug mit den Kindern in einen anderen Landkreis die Zustimmung des Vaters.

Nun meine Fragen:

1. Was bedeutet es für uns, wenn er dem Umzug nicht zustimmt? Was könnte aus seiner Sicht (abgesehen vom Stolz) dagegen sprechen?

2. Ist es möglich, dass ich den Wohnsitz behalten muss und mir kein neues Leben aufbauen darf?

3. Die Kinder dürften im Falle eines Umzugs in den anderen Landkreis nicht mehr die Schule im alten Landkreis besuchen. D.h. ein Schulwechsel ginge mit einher. Mit meinen Kindern habe ich darüber bereits gesprochen - sie wären damit einverstanden; sie sind sehr offene und aufgeschlossene Kinder und haben zudem bereits Bezugskinder und Hobbies im neuen Ort / Schule.
Kann der Kindesvater darauf bestehen, dass die Kinder dann in seinem Ort die Schule besuchen? Oder haben die Kinder ein Mitbestimmungsrecht?

Vielen Dank für Eure Antworten, falls Ihr ähnliche Herausforderungen erlebt habt.

Am liebsten wären mir Ratschläge von Eltern, die sich auch solchen Situationen stellen mussten. (Ähnliche Gefühlswelt usw.) Jede Perspektive hilft mir hier.

Danke, ein schönes Wochenende und bleibt schön gesund,

eine liebende Mama, deren Herz wöchentlich zerbricht... und sehr tapfer für ihre Kinder ist...





 

Warum zieht er nicht zu dir? Versteh ich nicht. Problem gelöst. Deine Kinder bleiben im gewohnten Umfeld. 

Warum heiraten? Warum noch ein Kind? Du bekommst es doch mit dem ersten Mann schon nicht gebacken, eine vernünftige Lösung zu finden? Ich würde es so lassen, wie es ist. Ein Scherbenhaufen reicht doch. 

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28. März um 16:14
In Antwort auf joie_18825562

Warum zieht er nicht zu dir? Versteh ich nicht. Problem gelöst. Deine Kinder bleiben im gewohnten Umfeld. 

Warum heiraten? Warum noch ein Kind? Du bekommst es doch mit dem ersten Mann schon nicht gebacken, eine vernünftige Lösung zu finden? Ich würde es so lassen, wie es ist. Ein Scherbenhaufen reicht doch. 

Servus Lebkuacha,

Heiraten ist nun einmal voll schön, also muss geheiratet werden...

Ich kann als Scheidungskind nur allen Geschiedenen dazu raten, sich nicht um die Kinder zu streiten. Das ist extrem uncool und bringt niemanden weiter.

Freundliche Grüße allerseits,
Christoph

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28. März um 23:43
In Antwort auf joie_18825562

Warum zieht er nicht zu dir? Versteh ich nicht. Problem gelöst. Deine Kinder bleiben im gewohnten Umfeld. 

Warum heiraten? Warum noch ein Kind? Du bekommst es doch mit dem ersten Mann schon nicht gebacken, eine vernünftige Lösung zu finden? Ich würde es so lassen, wie es ist. Ein Scherbenhaufen reicht doch. 

Danke für den Perspektivenwechsel!

Tatsächlich haben wir alle Deine Vorschläge unlängst in Erwägung gezogen und uns für den "steinigeren" Weg entschieden.

Der Scherbenhaufen kommt nicht von ungefähr.

 

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