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Sollte der Ehemann mit zur Ehefrau halten?

5. November 2020 um 16:59 Letzte Antwort: 26. November 2020 um 9:57

Hallo zusammen,

ich muss mich einfach mal "ausweinen". Heute war die Beerdigung von meiner Schwiegermutter unter Coronabedingungen. Leider viel der "Leichenschmaus" in der Gaststätte ja aus. Mein Schwiegervater hatte daraufhin unvernünftiger Weise trotzdem Brötchen vorbereitet, falls Gäste zu ihm kommen wollten. Mein Mann und ich (wir haben eine 3 Monate alte Tochter, die heute bei meiner Mama geblieben ist) hatten von vorn herein gesagt wir gehen auf keinen Fall nach der Beerdigung zu meinem Schwievater (aus Sicherheitsgründen). Nun plötzlich nach der Beerdigung wollte mein Mann unbesingt noch mit zu seinem Vater (ebenso 8 weitere Leute)... und das auf engstem Raum. Ich hatte daraufhin gesagt, dass ich keinesfalls aus Schutz für unsere Tochter mit hingehe. Daraufhin ist er alleine hin und ich bin nach Hause. Habe mich sooooooo geärgert.

Nun meine Frage ...hätte mein Mann nicht zu mir halten sollen und mit seiner Frau mitgehen? Zum einen aus Vernunft und auch zum Schutz???

VIELEN Dank für eure Meinung!!!!
 

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5. November 2020 um 17:10

Seine Mutter wurde beerdigt und sein Vater ist in Trauer... auch in Trauer. Erwarte da bitte keine sachlichen Entscheidungen.

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5. November 2020 um 17:59

Ich sehe das tatsächlich ähnlich.. es waren zwar mehr Haushalte als derzeit eigtl zugelassen, aber es hat trotzdem die 10 Personen nicht überschritten... Ich finde viel mehr du hättest zu deinem Mann halten müssen.. seine Mutter ist gestorben.. ich weiß nicht wie dein Verhältnis zu deinen Eltern ist, aber für viele Menschen bricht erstmal eine Welt zusammen, wenn ein Elternteil stirbt. Wenn er das in dem Moment gebraucht hat und keiner der Anwesenden klare Symptome oder gar einen positiven Test hat, ist es zwar okay, wenn du sagst du möchtest in der derzeitigen Situation nicht mit... aber ihm vorzuhalten, dass er bei seinem Vater sein und trauern möchte ist echt nicht schön.. da blutet mir das Herz.. Was eure Tochter angeht versuch dich nicht verrückt zu machen, aus derzeitiger Sicht ist dein Schwiegervater mehr gefährdet als sie...! Selbst bei kleinen Babys sind die Verläufe bisher in den meisten Fällen absolut harmlos genauso wie bei Kindern im Allgemeinen.. solange eure Tochter nichts hat was sie zur Risikogruppe macht besteht wirklich kein Grund so eine Angst zu haben. Falls du sie stillst stärkt das ihr Immunsystem noch zusätzlich..  Versuch dich in seine Lage zu versetzen.. wo würdest du sein wollen, wenn deine Mutter stirbt und dein Vater vermutlich am Ende mit seiner Kraft ist.. und wie würdest du es finden würde dein Mann dir deshalb Vorwürfe machen?  Ich könnte meinen Vater oder meine Mutter in so einer Situation jedenfalls auch nicht alleine lassen.. Corona hin oder her... 

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5. November 2020 um 18:03
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Hallo zusammen,

ich muss mich einfach mal "ausweinen". Heute war die Beerdigung von meiner Schwiegermutter unter Coronabedingungen. Leider viel der "Leichenschmaus" in der Gaststätte ja aus. Mein Schwiegervater hatte daraufhin unvernünftiger Weise trotzdem Brötchen vorbereitet, falls Gäste zu ihm kommen wollten. Mein Mann und ich (wir haben eine 3 Monate alte Tochter, die heute bei meiner Mama geblieben ist) hatten von vorn herein gesagt wir gehen auf keinen Fall nach der Beerdigung zu meinem Schwievater (aus Sicherheitsgründen). Nun plötzlich nach der Beerdigung wollte mein Mann unbesingt noch mit zu seinem Vater (ebenso 8 weitere Leute)... und das auf engstem Raum. Ich hatte daraufhin gesagt, dass ich keinesfalls aus Schutz für unsere Tochter mit hingehe. Daraufhin ist er alleine hin und ich bin nach Hause. Habe mich sooooooo geärgert.

Nun meine Frage ...hätte mein Mann nicht zu mir halten sollen und mit seiner Frau mitgehen? Zum einen aus Vernunft und auch zum Schutz???

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Ja, es ist unvernünftig aber seine Mutter ist tot und er wollte seinen Vater warscheinlich nicht damit alleine lassen. Sein Verhalten ist daher menschlich gesehen trotzdem verständlich. 

Ich hoffe du warst selbst noch nicht in seiner Situation, dann würdest du es aber ggf verstehen.

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5. November 2020 um 18:25

Absolut unverständlich das Verhalten deines Mannes.

Wir hatten das hier auch vor ein paar Wochen und ich bin froh, dass mein Mann vernünftig ist  und nicht so leichtsinnig handelt.

Da war es sogar draussen und trotzdem war ihm die Gesundheit unseres Würmchens wichtiger, so wie es sich gehört.

Getrauert wurde trotzdem und zwar zu Zweit.

Der Vater war ja nicht alleine und dein Mann hätte einfach nach den Gästen gehen können.

Für so etwas dummes, leichtsinniges habe ich kein Verständnis. Ich habe in dem Krankenhaus , in dem ich arbeite Säuglinge gesehen, die wegen Covid beatmet werden müssen ( Ja, es sind nur 2% der infizierten Säuglinge aber möchte man, dass es das eigene ist?)

Ich kann dich verstehen und wäre auch sauer und würde ihn erstmal auf Distanz halten, um eine Ansteckung zu vermeiden.
 

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5. November 2020 um 19:03
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Absolut unverständlich das Verhalten deines Mannes.

Wir hatten das hier auch vor ein paar Wochen und ich bin froh, dass mein Mann vernünftig ist  und nicht so leichtsinnig handelt.

Da war es sogar draussen und trotzdem war ihm die Gesundheit unseres Würmchens wichtiger, so wie es sich gehört.

Getrauert wurde trotzdem und zwar zu Zweit.

Der Vater war ja nicht alleine und dein Mann hätte einfach nach den Gästen gehen können.

Für so etwas dummes, leichtsinniges habe ich kein Verständnis. Ich habe in dem Krankenhaus , in dem ich arbeite Säuglinge gesehen, die wegen Covid beatmet werden müssen ( Ja, es sind nur 2% der infizierten Säuglinge aber möchte man, dass es das eigene ist?)

Ich kann dich verstehen und wäre auch sauer und würde ihn erstmal auf Distanz halten, um eine Ansteckung zu vermeiden.
 

Stell dir mal vor du würdest nun morgen einen Anruf kriegen, dein Mann ist tödlich verunfallt. Du bringst die Beerdigung hinter dich und bist ansonsten die ganze Zeit komplett alleine in eurem Haus.

Ich kannte 2 Leute im Umfeld die sich nach dem Tod des Partners das Leben genommen haben, eine Dritte hatte drüber nachgedacht. 

Leben deine Eltern noch? Schonmal einen Ehemann beerdigt? 

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5. November 2020 um 19:55

Ich finde das auch unvernünftig, aber so sind ja Viele in diesen Zeiten. Corona= leichte Grippe usw. dabei wird immer deutlicher, dass es auch irreversible Langzeitfolgen gibt, selbst bei leichtem Verlauf. Viele Leute sind sich über die Gefährlichkeit und Unberechenbarkeit dieses Virus nicht im Klaren oder denken, ihr "Mut" wird Corona schon besiegen. Ich hoffe, es hat keine bösen Folgen für Euch.

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5. November 2020 um 20:05
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Hallo zusammen,

ich muss mich einfach mal "ausweinen". Heute war die Beerdigung von meiner Schwiegermutter unter Coronabedingungen. Leider viel der "Leichenschmaus" in der Gaststätte ja aus. Mein Schwiegervater hatte daraufhin unvernünftiger Weise trotzdem Brötchen vorbereitet, falls Gäste zu ihm kommen wollten. Mein Mann und ich (wir haben eine 3 Monate alte Tochter, die heute bei meiner Mama geblieben ist) hatten von vorn herein gesagt wir gehen auf keinen Fall nach der Beerdigung zu meinem Schwievater (aus Sicherheitsgründen). Nun plötzlich nach der Beerdigung wollte mein Mann unbesingt noch mit zu seinem Vater (ebenso 8 weitere Leute)... und das auf engstem Raum. Ich hatte daraufhin gesagt, dass ich keinesfalls aus Schutz für unsere Tochter mit hingehe. Daraufhin ist er alleine hin und ich bin nach Hause. Habe mich sooooooo geärgert.

Nun meine Frage ...hätte mein Mann nicht zu mir halten sollen und mit seiner Frau mitgehen? Zum einen aus Vernunft und auch zum Schutz???

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Sehr zwiespältig. 

Auf der einen Seite kann ich deinen Mann verstehen. Die Mutter ist gestorben und er wollte seinem Vater beistehen. 

Auf der anderen Seite kann ich auch dich verstehen. 

Corona der unsichtbare Feind. 
Auch wenn es noch viele Leugner gibt finde ich diese Pandemie höchst gefährlich. 
Unsere Nachbarin verstarb letzte Woche an dieser Krankheit. 
Mein Mann hat Vorerkrankungen und würde eine Ansteckung mit dem Virus vermutlich nicht überleben. 
Deshalb bleibe ich auch auf Abstand. Egal was kommt. 

Ich würde deinem Ehemann auch dazu raten vorsichtiger zu sein. 
 

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5. November 2020 um 20:22
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Hallo zusammen,

ich muss mich einfach mal "ausweinen". Heute war die Beerdigung von meiner Schwiegermutter unter Coronabedingungen. Leider viel der "Leichenschmaus" in der Gaststätte ja aus. Mein Schwiegervater hatte daraufhin unvernünftiger Weise trotzdem Brötchen vorbereitet, falls Gäste zu ihm kommen wollten. Mein Mann und ich (wir haben eine 3 Monate alte Tochter, die heute bei meiner Mama geblieben ist) hatten von vorn herein gesagt wir gehen auf keinen Fall nach der Beerdigung zu meinem Schwievater (aus Sicherheitsgründen). Nun plötzlich nach der Beerdigung wollte mein Mann unbesingt noch mit zu seinem Vater (ebenso 8 weitere Leute)... und das auf engstem Raum. Ich hatte daraufhin gesagt, dass ich keinesfalls aus Schutz für unsere Tochter mit hingehe. Daraufhin ist er alleine hin und ich bin nach Hause. Habe mich sooooooo geärgert.

Nun meine Frage ...hätte mein Mann nicht zu mir halten sollen und mit seiner Frau mitgehen? Zum einen aus Vernunft und auch zum Schutz???

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Natürlich zu seinem Vater! Seine Frau ist gestorben und der kann wird völlig aufgelöst sein. Vielleicht braucht er auch Hilfe mit den Gästen. 

das du so eine Frage stellst, ist beschämend 

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5. November 2020 um 20:48
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Hallo zusammen,

ich muss mich einfach mal "ausweinen". Heute war die Beerdigung von meiner Schwiegermutter unter Coronabedingungen. Leider viel der "Leichenschmaus" in der Gaststätte ja aus. Mein Schwiegervater hatte daraufhin unvernünftiger Weise trotzdem Brötchen vorbereitet, falls Gäste zu ihm kommen wollten. Mein Mann und ich (wir haben eine 3 Monate alte Tochter, die heute bei meiner Mama geblieben ist) hatten von vorn herein gesagt wir gehen auf keinen Fall nach der Beerdigung zu meinem Schwievater (aus Sicherheitsgründen). Nun plötzlich nach der Beerdigung wollte mein Mann unbesingt noch mit zu seinem Vater (ebenso 8 weitere Leute)... und das auf engstem Raum. Ich hatte daraufhin gesagt, dass ich keinesfalls aus Schutz für unsere Tochter mit hingehe. Daraufhin ist er alleine hin und ich bin nach Hause. Habe mich sooooooo geärgert.

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Meiner Meinung nach hat dein Mann richtig gehandelt als er zu seinem Vater ging. 
Immerhin handelte es sich ja nicht um irgendeine Party sondern um das Begräbnis. 
Da sollte es selbstverständlich sein das der Sohn seinem Vater beisteht. 

Die Angst vor Corona kann ich durchaus nachvollziehen. Aber würde die Leute in anderen Bereichen wie zum Beispiel shoppen gehen etwas umdenken wäre es wohl nicht so schlimm. 

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5. November 2020 um 21:24

Du als Ehefrau solltest dich schämen, überhaupt so eine Frage zu stellen.

Seine Mutter ist gestorben.
Kannst du dir überhaupt vorstellen, was für ein schmerz das ist!

 

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5. November 2020 um 21:31

Heul doch nicht 

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5. November 2020 um 21:41

Heulen ist mein Hobby!

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6. November 2020 um 9:13
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Hallo zusammen,

ich muss mich einfach mal "ausweinen". Heute war die Beerdigung von meiner Schwiegermutter unter Coronabedingungen. Leider viel der "Leichenschmaus" in der Gaststätte ja aus. Mein Schwiegervater hatte daraufhin unvernünftiger Weise trotzdem Brötchen vorbereitet, falls Gäste zu ihm kommen wollten. Mein Mann und ich (wir haben eine 3 Monate alte Tochter, die heute bei meiner Mama geblieben ist) hatten von vorn herein gesagt wir gehen auf keinen Fall nach der Beerdigung zu meinem Schwievater (aus Sicherheitsgründen). Nun plötzlich nach der Beerdigung wollte mein Mann unbesingt noch mit zu seinem Vater (ebenso 8 weitere Leute)... und das auf engstem Raum. Ich hatte daraufhin gesagt, dass ich keinesfalls aus Schutz für unsere Tochter mit hingehe. Daraufhin ist er alleine hin und ich bin nach Hause. Habe mich sooooooo geärgert.

Nun meine Frage ...hätte mein Mann nicht zu mir halten sollen und mit seiner Frau mitgehen? Zum einen aus Vernunft und auch zum Schutz???

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Meine Meinung dazu ist eindeutig. Im Rahmen der Umstände und des Anlasses und der Risikoabwägung hinsichtlich einer möglichen Infektion (dein Baby ist kein Risikopatien?) hättest du zu deinem Mann halten müssen. 

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6. November 2020 um 10:27

Meine Güte, die Mutter deines Mannes ist verstorben!!!
Corona hin oder her, dein Mann und dein Schwiegervater sind in Trauer!!!
Ich hätte nicht anders gehandelt und ich finde, du hast dich falsch verhalten.

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6. November 2020 um 10:49
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Hallo zusammen,

ich muss mich einfach mal "ausweinen". Heute war die Beerdigung von meiner Schwiegermutter unter Coronabedingungen. Leider viel der "Leichenschmaus" in der Gaststätte ja aus. Mein Schwiegervater hatte daraufhin unvernünftiger Weise trotzdem Brötchen vorbereitet, falls Gäste zu ihm kommen wollten. Mein Mann und ich (wir haben eine 3 Monate alte Tochter, die heute bei meiner Mama geblieben ist) hatten von vorn herein gesagt wir gehen auf keinen Fall nach der Beerdigung zu meinem Schwievater (aus Sicherheitsgründen). Nun plötzlich nach der Beerdigung wollte mein Mann unbesingt noch mit zu seinem Vater (ebenso 8 weitere Leute)... und das auf engstem Raum. Ich hatte daraufhin gesagt, dass ich keinesfalls aus Schutz für unsere Tochter mit hingehe. Daraufhin ist er alleine hin und ich bin nach Hause. Habe mich sooooooo geärgert.

Nun meine Frage ...hätte mein Mann nicht zu mir halten sollen und mit seiner Frau mitgehen? Zum einen aus Vernunft und auch zum Schutz???

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Also es kommt darauf an, aus welcher Richtung man die Geschichte betrachtet:
Aus Sicht des Ehemannes und des Witwers könnte es sein, das du jetzt herzlos erschienen bist, weil du in der Trauer nicht zeigst das du zu ihm hälst.

Aus deiner eigenen Sicht würde ich vermuten, das du ohnehin ein recht distanziertes Verhältniss zu deinen Schwiegereltern hast und deshalb keinen großen Wert drauf legst.

Aus der Ferne betrachtet:
Corona ist streitbar, die Sitte des "Leichenschmauses" ist streitbar.
Es gibt keine abgeschlossene Studie über Corona und die Distanzregeln sind eine reine Vorsichtsmaßnahme. Man weiß nur in etwa, wie sich das Virus überträgt-man weiß aber auch, das wir schon Zeiten hatten, wo wir in einem Jahr mehr Influenza-Tote hatten, ohne das da irgendein Hahn nach gekräht hätte.

Der Leichenschmaus ist auch streitbar. Es kostet den Hinterbliebenen zusätzlich Geld und kann sich belastend auswirken. In alten Zeiten verspeiste man , was der Verstorbene übrig gelassen hat. Je nachdem wie wohlhabend der Verstorbene war, lohnte es sich an einem Leichenschmaus teil zunehmen oder eben nicht.
Heute ist es eher der Versuch, das Leben trotz des Todes eines nahestehenden Menschen, in normale lebenswerte Bahnen zurück zu führen.Einige deuten den Leichenschmaus auch als "Feier".
Ich finde es sollte jedem selbst freistehen, an dieser Sitte festzuhalten.

Ich selbst habe nie am Leichenschmaus teilgenommen, auch nicht wenn ein geliebter Mensch verstorben war.

Ich kann aber absolut versteht, wenn dein Mann nun versucht seinem Vater beizustehen.

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6. November 2020 um 11:32

Schon erstaunlich, welche soziale Sprengkraft diesem Virus innewohnt... Auch mir erscheint die Fragestellung der TE unverständlich. Der Mann hat seine Mutter, der Schwiegervater seine Frau verloren. Der logische Platz wäre in diesem Fall neben dem Schwiegervater. Wo denn sonst?

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6. November 2020 um 11:32

Ich meine so was wie Beerdigung eigener Eltern darf nicht verpasst werden. Das wärs.

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6. November 2020 um 11:47

Er wollte eben bei seinem Vater sein. Das iat denke ich kein Drama wert.

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6. November 2020 um 12:02

Kann man das ganze etwas differenzierter sehen? Hört doch bitte mal auf mit dem whataboutism (nach Grippetoten kräht kein Hahn) oder anderen geistreichen Argumenten "der Mann hat seine Mutter verloren, deshalb muss er ..."

Auch wenn man in einer Ausnahmesituation ist, und das ist man in vielerlei Hinsicht derzeit, kann ja die verschiedenen Wichtigkeiten einmal postulieren:

Bedürfnis nach Gemeinschaft
Bedürfnis nach Trauer
Bedürfnis nach Gesundheit und leiblicher Unversehrtheit

Eine Spaltaxt daraus zu machen, ob der Mann zur Frau halten muss, ist schon mal wirkich die falschester aller Fragestellungen, denn darum gehts doch überhaupt nicht.

Es sollte wohl abgewogen werden, ob man die an sich widersprüchlichen Bedürfnisse (Gemeinschaft versus Gesundheit) unter einen Hut bringen kann. Das Zaubewort heißt wohl "Zeit", also sich mehr Zeit nehmen für Dinge.

So könnte man im Vorfeld klären, mit dem Vater, dass man von einem Zusammensein im großen Kreis absieht, aber gerne etwas gemeinsame Zeit verbringen würde, um die Trauer gemeinsam zu bewältigen. Wieso muss es genau dieser Tag in dieser Stunde sein? Ist dann wieder "geschlossen"? Will man das schnellst möglich hinter sich bringen? 

Man könnte den Vater unterstützen, etwas zu planen in dieser Hinsicht. Physisch nahe Angehörige können sich etwas flexibler darum arrangieren als Menschen, die von weiter weg angereist kommen. Spaziergänge sind nicht verboten oder abgesagt und auch das Ansteckungsrisiko ist äußerst gering.

Auch wenn diese Gelegenheit verpasst wurde, mit Besonnenheit und Austarieren der Bedürfnisse zu agieren, kann man das noch zum Thema machen, die nächste Gelegenheit für derlei Dinge kommt (leider) bestimmt. So gut wie möglich vorwurfsfrei.

Von meiner Seite herzliches Beileid an die Threadschreiberin. Und vielleicht etwas runterkommen vom Groll, denn in Zeit der Trauer ist Groll und Streit noch zerstörerischer als ohnehin schon.


 

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6. November 2020 um 12:26

Unter Trauer reagiert man leider nicht immer rational. Solange das ein Einzelfall bleibt und nicht grundsätzlich getroffene Absprachen missachtet werden, würde ich keine Frage der Loyalität du vs Schwiegervater draus machen.

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6. November 2020 um 13:29
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Hallo zusammen,

ich muss mich einfach mal "ausweinen". Heute war die Beerdigung von meiner Schwiegermutter unter Coronabedingungen. Leider viel der "Leichenschmaus" in der Gaststätte ja aus. Mein Schwiegervater hatte daraufhin unvernünftiger Weise trotzdem Brötchen vorbereitet, falls Gäste zu ihm kommen wollten. Mein Mann und ich (wir haben eine 3 Monate alte Tochter, die heute bei meiner Mama geblieben ist) hatten von vorn herein gesagt wir gehen auf keinen Fall nach der Beerdigung zu meinem Schwievater (aus Sicherheitsgründen). Nun plötzlich nach der Beerdigung wollte mein Mann unbesingt noch mit zu seinem Vater (ebenso 8 weitere Leute)... und das auf engstem Raum. Ich hatte daraufhin gesagt, dass ich keinesfalls aus Schutz für unsere Tochter mit hingehe. Daraufhin ist er alleine hin und ich bin nach Hause. Habe mich sooooooo geärgert.

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Eine Beerdigung ist auf einen Seite ein Ausnahmefall und da fällt es schwer Rational zu Denken und zu Handeln. 
Lass hier "fünfe" gerade sein

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8. November 2020 um 16:45
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Hallo zusammen,

ich muss mich einfach mal "ausweinen". Heute war die Beerdigung von meiner Schwiegermutter unter Coronabedingungen. Leider viel der "Leichenschmaus" in der Gaststätte ja aus. Mein Schwiegervater hatte daraufhin unvernünftiger Weise trotzdem Brötchen vorbereitet, falls Gäste zu ihm kommen wollten. Mein Mann und ich (wir haben eine 3 Monate alte Tochter, die heute bei meiner Mama geblieben ist) hatten von vorn herein gesagt wir gehen auf keinen Fall nach der Beerdigung zu meinem Schwievater (aus Sicherheitsgründen). Nun plötzlich nach der Beerdigung wollte mein Mann unbesingt noch mit zu seinem Vater (ebenso 8 weitere Leute)... und das auf engstem Raum. Ich hatte daraufhin gesagt, dass ich keinesfalls aus Schutz für unsere Tochter mit hingehe. Daraufhin ist er alleine hin und ich bin nach Hause. Habe mich sooooooo geärgert.

Nun meine Frage ...hätte mein Mann nicht zu mir halten sollen und mit seiner Frau mitgehen? Zum einen aus Vernunft und auch zum Schutz???

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Ihr geht zusammen alle auf ner Beerdigung aber anschliessend soll der Witwer alleine bleiben mit seiner Trauer ?? Du bist ja eine. Sein Papa brauch jetzt Menschen um sich herum. Es sind keine 100 Mann anwesend 

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9. November 2020 um 13:52
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Hallo zusammen,

ich muss mich einfach mal "ausweinen". Heute war die Beerdigung von meiner Schwiegermutter unter Coronabedingungen. Leider viel der "Leichenschmaus" in der Gaststätte ja aus. Mein Schwiegervater hatte daraufhin unvernünftiger Weise trotzdem Brötchen vorbereitet, falls Gäste zu ihm kommen wollten. Mein Mann und ich (wir haben eine 3 Monate alte Tochter, die heute bei meiner Mama geblieben ist) hatten von vorn herein gesagt wir gehen auf keinen Fall nach der Beerdigung zu meinem Schwievater (aus Sicherheitsgründen). Nun plötzlich nach der Beerdigung wollte mein Mann unbesingt noch mit zu seinem Vater (ebenso 8 weitere Leute)... und das auf engstem Raum. Ich hatte daraufhin gesagt, dass ich keinesfalls aus Schutz für unsere Tochter mit hingehe. Daraufhin ist er alleine hin und ich bin nach Hause. Habe mich sooooooo geärgert.

Nun meine Frage ...hätte mein Mann nicht zu mir halten sollen und mit seiner Frau mitgehen? Zum einen aus Vernunft und auch zum Schutz???

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Was ist das für eine Frage? Seine Mutter wurde beerdigt und er wollte noch seinem Vater beistehen. 

Dagegen ist Corona wirklich scheißegal. Ich finde dich extrem egoistisch. Wenn du nicht mitgehen willst, okay (obwohl ich selbst das grenzwertig finde in dieser Situation), aber dass du auch noch sauer auf deinen Mann bist, der gerade erst seine Mutter beerdigt hat, finde ich unter aller Kanone.

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10. November 2020 um 23:01
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Hallo zusammen,

ich muss mich einfach mal "ausweinen". Heute war die Beerdigung von meiner Schwiegermutter unter Coronabedingungen. Leider viel der "Leichenschmaus" in der Gaststätte ja aus. Mein Schwiegervater hatte daraufhin unvernünftiger Weise trotzdem Brötchen vorbereitet, falls Gäste zu ihm kommen wollten. Mein Mann und ich (wir haben eine 3 Monate alte Tochter, die heute bei meiner Mama geblieben ist) hatten von vorn herein gesagt wir gehen auf keinen Fall nach der Beerdigung zu meinem Schwievater (aus Sicherheitsgründen). Nun plötzlich nach der Beerdigung wollte mein Mann unbesingt noch mit zu seinem Vater (ebenso 8 weitere Leute)... und das auf engstem Raum. Ich hatte daraufhin gesagt, dass ich keinesfalls aus Schutz für unsere Tochter mit hingehe. Daraufhin ist er alleine hin und ich bin nach Hause. Habe mich sooooooo geärgert.

Nun meine Frage ...hätte mein Mann nicht zu mir halten sollen und mit seiner Frau mitgehen? Zum einen aus Vernunft und auch zum Schutz???

VIELEN Dank für eure Meinung!!!!
 

Du bekommst gerade ganz schön eins auf den Deckel hier. Aber ich kann Dir auch nicht viel anderes sagen, als dass Deine Wut unnötig war. Kein Corona der Welt könnte mich davon abbringen, in so einer Situation für meine Familie da zu sein. Dass Du dein Kind schützen willst, ist völlig ok, da hast Du schon richtig gehandelt mit Deinem Gang nach Hause. Aber trauern und verarbeiten, gerade mit der nahen Verwandtschaft, ist sehr wichtig. Erst recht an so einem Tag. Vertraue ein wenig auf Deinen Mann, dass er Corona im Hinterkopf behält und auf euch aufpasst. 😊 Nimm ihn in den Arm und sei für ihn da. Seine Mutter zur verlieren ist schon schwer genug. Habt euch lieb! ❤
 

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11. November 2020 um 7:32

Klar, gegen eine Beerdigung stinkt Corona natürlich ab. Bis man's hat 

Dass man den Vater nicht allein lässt, ist menschlich. Dass ihn 8 Mann GLEICHZEITIG nicht alleine lassen können, ist unter den derzeitigen Umständen bescheuert!

Warum kommen diese Leute nicht einzeln oder zu zweit? Da hat doch auch der Vater mehr davon.

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11. November 2020 um 8:31

Ja und mal überlegt, dass es nicht umsonst diese Maßnahmen gibt? Der Sohn hätte sich genauso gut auch später um den Vater kümmern können.
Was ist, wenn einer dort in der Trauergesellschaft den Virus hat und alle ansteckt? Wär das besser? Dann müssten zumindest erstmal alle in Quarantäne, wenn nicht gar Schlimmeres bzw.je nach Krankheitsverlauf.

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11. November 2020 um 22:26

Echt traurig, dass du deinem Mann dafür Vorwürfe machst. 

Bei dir wäre es es wahrscheinlich was anderes, wenn dein Vater um deine Mutter trauert und du ihm beistehen willst 

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12. November 2020 um 19:47
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Klar, gegen eine Beerdigung stinkt Corona natürlich ab. Bis man's hat 

Dass man den Vater nicht allein lässt, ist menschlich. Dass ihn 8 Mann GLEICHZEITIG nicht alleine lassen können, ist unter den derzeitigen Umständen bescheuert!

Warum kommen diese Leute nicht einzeln oder zu zweit? Da hat doch auch der Vater mehr davon.

Letzteres stimmt wäre eine gute Möglichkeit gewesen.. hätte allerdings der Erste Corona gehabt wäre es für alle anderen Besucher vermutlich auch zu spät.. 

Ich bin absolut für die Maßnahmen aber ganz ehrlich? Einkaufen geht man auch weiter und tut mir leid, aber da hält fast niemand den Abstand ein, alle grapschen die Einkaufswagen an, U-Bahn und Bus sind auch nicht besser.. es gibt zich gefährlichere Situationen.. und es kann doch echt nicht der Ernst von einigen hier sein, dass man die psychische Gesundheit komplett hinten über fallen lässt..
Je nachdem wie der Vater drauf ist nach der Beerdigung knüpft er sich dann am nächsten Ast auf und davon hat man dann was? In Berlin muss jetzt ein neues Frauenhaus aufgemacht werden, weil durch die Corona-Maßnahmen die häusliche Gewalt zunimmt... weil nicht alle Menschen so gut mit Isolation zurechtkommen...
Ich finde man sollte immer abwägen.. aber Corona über alles zu stellen, wenn man nicht explizit zur Risikogruppe gehört ist auch falsch. Dann dürften Kinder auch nicht mehr in die Schule gehen, Menschen nicht mehr zum Arzt, wenn sie krank sind und diese ganze Beerdigung hätte gar nicht stattfinden dürfen...
Mein Vater zb hat Alzheimer.. ich kann mich gar nicht von ihm fernhalten.. und so wie sich das hier liest finden ein paar Menschen hier, dass man die Maßnahmen über alles stellen sollte.. am Besten sperrt man die Senioren in Pflegeheimen dann auch wieder ein, damit sie bloss nichts kriegen, wenn dabei dann in der Zeit fünf Menschen alleine sterben müssen, weil es keine Sterbebegleitung mehr gibt was macht das schon... *Vorsicht Ironie*!! Die Maßnahmen wo es geht gerne, bitte und zum Schutz aller, ABER einen trauernden Menschen alleine zu lassen wegen Corona ist grausam! 10 Besucher auf einmal müssen definitiv nicht sein, DAS ist richtig.. aber jeder der hier Corona über Menschlichkeit stellt hat meiner Ansicht nach genauso wenig im Kopf bzw eher im Herzen, wie die ganzen Querdenker und Coronaleugner.. beide Extreme sind nicht sinnvoll... ich finde es erschreckend wie wenig Menschlichkeit bei vielen übrig bleibt durch die Maßnahmen..
Da wird der alten Dame mit Rollator nicht Mal mehr geholfen, weil man ja Abstand halten muss, soll sie doch zusehen wie sie klar kommt.. sowas und ähnliches sieht man heute leider viel zu oft...
Ich werde trotzdem weiter helfen, wenn es nötig ist, Trost geben wo jemand am Boden liegt und bei allem Anderen halte ich dann auch gerne Abstand! 

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12. November 2020 um 21:11
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Letzteres stimmt wäre eine gute Möglichkeit gewesen.. hätte allerdings der Erste Corona gehabt wäre es für alle anderen Besucher vermutlich auch zu spät.. 

Ich bin absolut für die Maßnahmen aber ganz ehrlich? Einkaufen geht man auch weiter und tut mir leid, aber da hält fast niemand den Abstand ein, alle grapschen die Einkaufswagen an, U-Bahn und Bus sind auch nicht besser.. es gibt zich gefährlichere Situationen.. und es kann doch echt nicht der Ernst von einigen hier sein, dass man die psychische Gesundheit komplett hinten über fallen lässt..
Je nachdem wie der Vater drauf ist nach der Beerdigung knüpft er sich dann am nächsten Ast auf und davon hat man dann was? In Berlin muss jetzt ein neues Frauenhaus aufgemacht werden, weil durch die Corona-Maßnahmen die häusliche Gewalt zunimmt... weil nicht alle Menschen so gut mit Isolation zurechtkommen...
Ich finde man sollte immer abwägen.. aber Corona über alles zu stellen, wenn man nicht explizit zur Risikogruppe gehört ist auch falsch. Dann dürften Kinder auch nicht mehr in die Schule gehen, Menschen nicht mehr zum Arzt, wenn sie krank sind und diese ganze Beerdigung hätte gar nicht stattfinden dürfen...
Mein Vater zb hat Alzheimer.. ich kann mich gar nicht von ihm fernhalten.. und so wie sich das hier liest finden ein paar Menschen hier, dass man die Maßnahmen über alles stellen sollte.. am Besten sperrt man die Senioren in Pflegeheimen dann auch wieder ein, damit sie bloss nichts kriegen, wenn dabei dann in der Zeit fünf Menschen alleine sterben müssen, weil es keine Sterbebegleitung mehr gibt was macht das schon... *Vorsicht Ironie*!! Die Maßnahmen wo es geht gerne, bitte und zum Schutz aller, ABER einen trauernden Menschen alleine zu lassen wegen Corona ist grausam! 10 Besucher auf einmal müssen definitiv nicht sein, DAS ist richtig.. aber jeder der hier Corona über Menschlichkeit stellt hat meiner Ansicht nach genauso wenig im Kopf bzw eher im Herzen, wie die ganzen Querdenker und Coronaleugner.. beide Extreme sind nicht sinnvoll... ich finde es erschreckend wie wenig Menschlichkeit bei vielen übrig bleibt durch die Maßnahmen..
Da wird der alten Dame mit Rollator nicht Mal mehr geholfen, weil man ja Abstand halten muss, soll sie doch zusehen wie sie klar kommt.. sowas und ähnliches sieht man heute leider viel zu oft...
Ich werde trotzdem weiter helfen, wenn es nötig ist, Trost geben wo jemand am Boden liegt und bei allem Anderen halte ich dann auch gerne Abstand! 

Der Vater hatte nach der Beerdigung ja Menschen um sich herum. Ausserdem, hätte man das auch aufteilen können, 2 Haushalte über mehrere Tage verteilt wäre eine Möglichkeit gewesen.

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12. November 2020 um 22:40

Kann man so sehen oder auch nicht. Bei mir sind lediglich die Großeltern bis auf eins alle schon gestorben, ein jüngerer Verwandter noch.... Ich finde, man sollte auf Beerdigungen nicht immer alles so dramatisch machen, das macht auch nichts mehr rückgängig. Der "Geist" des Toten sitzt schon längst auf irgendeiner Wolke. Wenn die Leute so übertrieben trauern, finde ich das auch irgendwo unreif. Man muss jederzeit damit rechnen, dass ein Angehöriger stirbt. Und dann kann man den Tod auch besser verkraften. Und muss auch nicht in diesen Zeiten auf engem Raum aufeinander hocken. Sind harte Worte für einige, aber ich habe den Eindruck, dass Leute sich über Trauer selbst auch irgendwie wichtig machen wollen,,, seht her, wie sehr ich trauere usw. Bloß wie gesagt, der Tote wird dadurch auch nicht mehr lebendig.

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12. November 2020 um 23:30
In Antwort auf

Kann man so sehen oder auch nicht. Bei mir sind lediglich die Großeltern bis auf eins alle schon gestorben, ein jüngerer Verwandter noch.... Ich finde, man sollte auf Beerdigungen nicht immer alles so dramatisch machen, das macht auch nichts mehr rückgängig. Der "Geist" des Toten sitzt schon längst auf irgendeiner Wolke. Wenn die Leute so übertrieben trauern, finde ich das auch irgendwo unreif. Man muss jederzeit damit rechnen, dass ein Angehöriger stirbt. Und dann kann man den Tod auch besser verkraften. Und muss auch nicht in diesen Zeiten auf engem Raum aufeinander hocken. Sind harte Worte für einige, aber ich habe den Eindruck, dass Leute sich über Trauer selbst auch irgendwie wichtig machen wollen,,, seht her, wie sehr ich trauere usw. Bloß wie gesagt, der Tote wird dadurch auch nicht mehr lebendig.

Naja, aber gerade das Bedürfnis nach Trauer in einer Gemeinschaft ist in unserem Kulturkreis schon sehr stark. Die psychische Gesundheit ist genau so wichtig wie die körperliche Gesundheit. Es geht da immerhin um die Mutter/Ehefrau, die nahestehendste Person überhaupt. 

Unreif finde ich eher die Ansicht, Emotionen und Bedürfnisse unterdrücken zu müssen, den harten und gefassten raushängen zu lassen. 

und unreif finde ich, darüber zu streiten, zu wem man halten muss im Falle von Meinungsverschiedenheiten. Das bringt einen tiefen Riss in die Beziehung.

Wie gesagt, man kann in solchen Zeiten etwas mit zeitlicher Ausdehnung helfen. Spaziergänge, "gestaffelte" Kondulenzbesuche. Ein lieber Brief kann auch trösten, telefonieren, videotelefonieren, schafft Verbundenheit,  auch in Trennung. 

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13. November 2020 um 8:22

Sehr spannender Thread, weil es bis auf ein paar Ausnahmen zwei absolut konträre Lager gibt. Mit für sich betrachtet jeweils nachvollziehbaren Argumenten, wobei jede Seite ihre Argumentation als unantastbar wahrnimmt. Alles beinflusst durch die grundsätzliche Haltung zum Umgang mit dem Coronavirus. 

Es ist das gute Recht der TE, sich über ihren Mann zu ärgern, sich um das Wohl des Kindes zu sorgen. Das finde ich absolut nachvollziehbar. Und es ist das gute Recht des Mannes, seinem Vater in dieser besonders schwierigen Phase beizustehen, gemeinsam Abschied zu nehmen, zu trauern. Auch das finde ich absolut nachvollziehbar. Beides zusammen lässt sich eben nicht vereinen. So ist das manchmal im Leben. Entweder wächst eine Partnerschaft daran, oder es ist passt eben nicht. 






 

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13. November 2020 um 8:46

Hab' Deinen Beitrag als erster geliked, weil er eigentlich ganz ausgewogen war und auch konstruktive Vorschläge gemacht hat.

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13. November 2020 um 8:52
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Ich sehe das tatsächlich ähnlich.. es waren zwar mehr Haushalte als derzeit eigtl zugelassen, aber es hat trotzdem die 10 Personen nicht überschritten... Ich finde viel mehr du hättest zu deinem Mann halten müssen.. seine Mutter ist gestorben.. ich weiß nicht wie dein Verhältnis zu deinen Eltern ist, aber für viele Menschen bricht erstmal eine Welt zusammen, wenn ein Elternteil stirbt. Wenn er das in dem Moment gebraucht hat und keiner der Anwesenden klare Symptome oder gar einen positiven Test hat, ist es zwar okay, wenn du sagst du möchtest in der derzeitigen Situation nicht mit... aber ihm vorzuhalten, dass er bei seinem Vater sein und trauern möchte ist echt nicht schön.. da blutet mir das Herz.. Was eure Tochter angeht versuch dich nicht verrückt zu machen, aus derzeitiger Sicht ist dein Schwiegervater mehr gefährdet als sie...! Selbst bei kleinen Babys sind die Verläufe bisher in den meisten Fällen absolut harmlos genauso wie bei Kindern im Allgemeinen.. solange eure Tochter nichts hat was sie zur Risikogruppe macht besteht wirklich kein Grund so eine Angst zu haben. Falls du sie stillst stärkt das ihr Immunsystem noch zusätzlich..  Versuch dich in seine Lage zu versetzen.. wo würdest du sein wollen, wenn deine Mutter stirbt und dein Vater vermutlich am Ende mit seiner Kraft ist.. und wie würdest du es finden würde dein Mann dir deshalb Vorwürfe machen?  Ich könnte meinen Vater oder meine Mutter in so einer Situation jedenfalls auch nicht alleine lassen.. Corona hin oder her... 

Da schließe ich mich an.
Diese völlig übertriebene Angst ist einfach nicht mehr nachzuvollziehen.
Es sei denn, einer von euch gehört zu einer besonders gefährdeten Personengruppe, für die aber im übrigen auch die Grippe und andere Infektionskrankheiten, Salmonellen etc gefährlich wären 

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13. November 2020 um 8:52
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Absolut unverständlich das Verhalten deines Mannes.

Wir hatten das hier auch vor ein paar Wochen und ich bin froh, dass mein Mann vernünftig ist  und nicht so leichtsinnig handelt.

Da war es sogar draussen und trotzdem war ihm die Gesundheit unseres Würmchens wichtiger, so wie es sich gehört.

Getrauert wurde trotzdem und zwar zu Zweit.

Der Vater war ja nicht alleine und dein Mann hätte einfach nach den Gästen gehen können.

Für so etwas dummes, leichtsinniges habe ich kein Verständnis. Ich habe in dem Krankenhaus , in dem ich arbeite Säuglinge gesehen, die wegen Covid beatmet werden müssen ( Ja, es sind nur 2% der infizierten Säuglinge aber möchte man, dass es das eigene ist?)

Ich kann dich verstehen und wäre auch sauer und würde ihn erstmal auf Distanz halten, um eine Ansteckung zu vermeiden.
 

Ist das tatsächlich dein Ernst?

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13. November 2020 um 11:39
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Da schließe ich mich an.
Diese völlig übertriebene Angst ist einfach nicht mehr nachzuvollziehen.
Es sei denn, einer von euch gehört zu einer besonders gefährdeten Personengruppe, für die aber im übrigen auch die Grippe und andere Infektionskrankheiten, Salmonellen etc gefährlich wären 

Übertriebene Angst würde ich das nicht nennen, zumal wir jetzt nicht den Sommer, sondern den Winter und damit Vitaminmangel, gestresstes Immunsystem usw. vor uns haben. Infektionszahlen heute auf neuem Rekordhoch. Und der Virus selber ist sicher keine Kindergeburtstag- auch Leistungssportler in den besten Jahren sind schon dran eingegangen oder haben Langzeitfolgen. Dass sich der Mann dazu hat hinreißen lassen, kann ich schon nachvollziehen, auch wenn er vorher was anderes versprochen hat. Nun hängt eben der Haussegen schief. Aber wer das alles liest und sich in einer ähnlichen Situation befindet, kann sich vielleicht besser drauf vorbereiten.

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14. November 2020 um 20:39
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Kann man so sehen oder auch nicht. Bei mir sind lediglich die Großeltern bis auf eins alle schon gestorben, ein jüngerer Verwandter noch.... Ich finde, man sollte auf Beerdigungen nicht immer alles so dramatisch machen, das macht auch nichts mehr rückgängig. Der "Geist" des Toten sitzt schon längst auf irgendeiner Wolke. Wenn die Leute so übertrieben trauern, finde ich das auch irgendwo unreif. Man muss jederzeit damit rechnen, dass ein Angehöriger stirbt. Und dann kann man den Tod auch besser verkraften. Und muss auch nicht in diesen Zeiten auf engem Raum aufeinander hocken. Sind harte Worte für einige, aber ich habe den Eindruck, dass Leute sich über Trauer selbst auch irgendwie wichtig machen wollen,,, seht her, wie sehr ich trauere usw. Bloß wie gesagt, der Tote wird dadurch auch nicht mehr lebendig.

Selten so einen Mist gelesen! Und deshalb werde ich auch nicht freundlich bleiben! Was denkst Du, warum die Leute trauern?? Eben WEIL sie wissen, dass der oder die Verstorbene nicht mehr zurückkommt. So etwas nennt man "jemanden vermissen, den man gerne hatte oder gar geliebt hat.". Dein vorletzter Satz ist der schlimmste! Knall so einen Stuss mal einer trauernden Witwe an den Kopf! 

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22. November 2020 um 17:12
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Selten so einen Mist gelesen! Und deshalb werde ich auch nicht freundlich bleiben! Was denkst Du, warum die Leute trauern?? Eben WEIL sie wissen, dass der oder die Verstorbene nicht mehr zurückkommt. So etwas nennt man "jemanden vermissen, den man gerne hatte oder gar geliebt hat.". Dein vorletzter Satz ist der schlimmste! Knall so einen Stuss mal einer trauernden Witwe an den Kopf! 

Das war etwas provokant, gebe ich zu. Ich finde trotzdem, dass man auch in der Trauer versuchen sollte, seine Gefühle einigermaßen unter Kontrolle zu halten... ist nun mal der natürliche Gang der Dinge.

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26. November 2020 um 9:28

Und weshalb ist es erstrebenswert, seine Gefühle unter Kontrolle zu halten? Vielleicht ist das Ausleben der Gefühle genau ein wichtiger Faktor für die Heilung des Seelenschmerzes. Wer seine Gefühle immer kontrollieren will, diese vielleicht sogar gegen seine Natur unterdrückt, wird irgendwann daran zerbrechen. Und zudem: Nicht alle Menschen sind verstandesorientiert oder verkopft, manche sind gefühlsbetonter als andere. Und das ist auch genau richtig so! 

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26. November 2020 um 9:57

Du hast Angst und fühlst dich verraten.
Hat dein Kind denn irgendwelche schwerer Vorerkrankungen, dass es da Grund zu Sorge gäbe?

Wenn nicht, bin ich auf der Seite des vollen Veständnisses für deinen Mann.
Seine Mutter ist tot. Er und sein Vater trauern. Das ist schon schwer genug und muss nicht noch erschwert werden, indem man sich gegenseitig im Stich lässt, wegen der Idee, jemand könnte unbemerkt Corona haben und dann auch noch die anderen anstecken.

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