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Soll/Kann ich mich wirklich trennen?

27. Januar 2015 um 14:53

Hallo zusammen,
ich bin momentan in einer ziemlich schwierigen Phase. Ich weiß nicht mehr was richtig und was falsch ist. Nun muss/will ich aber eine Entscheidung treffen, da ich sonst irgendwann einfach nicht mehr kann. Versuche mal, dass alles in Worte zu fassen...

Bin 28 Jahre alt und seit fast 12 Jahren (also seit ich 16 bin) mit meinem Mann zusammen, wir sind seit 4 Jahren verheiratet. Er war mein erster Freund, der erste Mann, mit dem ich geschlafen habe und ich habe mir nie etwas anderes gewünscht, als mit ihm zusammen zu sein, mit ihm alt zu werden, irgendwann ein Häuschen zu besitzen, Kinder zu haben.

Mein Wunsch nach Kindern war von Anfang an da, da er sich vor ein paar Jahren selbstständig gemacht hat und wir vor einem Jahr in unser Haus gezogen sind und somit die finanzielle Lage etwas unüberschaubar war, waren wir vernünftig und sind übereingekommen, dass wir erst mal warten, bis das Haus fertig ist und dann sehen wir weiter. Mein Mann trägt zusätzlich zu seiner Selbstständigkeit noch Verantwortung in Vereinen, ist also sehr eingespannt.

Vor ca. einem Jahr bin ich an einen Punkt gekommen, an dem ich gemerkt habe, dass irgendwie alles nicht mehr so ist wie früher. Klar, dass man nach 11 Jahren nicht mehr frisch verliebt ist, wie anfangs, dass die Prioritäten mehr auf Verlässlichkeit, Geborgenheit etc. liegen, überhaupt keine Frage. Aber mir hat was gefehlt, auch Zärtlichkeit, Sex, wobei ich meinen Mann momentan auch gar nicht anziehend finde.

Wir hatten in den letzten Jahren, vor allem während der Zeit des Hausbaus überhaupt keine Zeit für uns, bzw. haben wir uns diese nicht genommen. Wir haben beide unser Ding gemacht, ich arbeite auch Vollzeit, man sieht sich nur abends und am Wochenende, wenn dort nicht auch noch irgendwelche Termine anstehen.

Dazu kommt, dass ich mich in dieser Zeit sehr verändert habe. Prinzipiell zum Guten. Früher war ich immer das Anhängsel meines Mannes, hatte wenig Selbstvertrauen, war schüchtern, hatte keinen eigenen Freundeskreis. Mittlerweile unternehme ich gerne etwas allein, habe Freundschaften aufgebaut, traue mir Dinge zu, bin viel aufgeschlossener. Fühle mich total wohl so.

Allerdings hat dies auch dazu geführt, dass ich Männern gegenüber offener geworden bin und dadurch, dass mir in unserer Beziehung etwas fehlte, habe ich geflirtet. Eigentlich immer ungefährlich, mit Worten oder Blicken.

Mitten in dieser Phase habe ich Gefallen am besten Freund meines Mannes gefunden, habe auch ihn angeflirtet. Und irgendwie, ich schüttle immer noch innerlich den Kopf, wenn ich daran denke, wie das alles zu Stande gekommen ist, kam das bei meinem Gegenüber total an und dann kam es zu einer ersten gemeinsamen Nacht.
Ich war hinterher komplett verwirrt, konnte das alles nicht einordnen. Und verwundert, ich hatte absolut kein schlechtes Gewissen, weil es mir so gut getan hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich IMMER der Überzeugung, dass schon echt viel dazu gehören muss, damit einem so etwas passiert. Mittlerweile glaube ich, dass sich niemand davon freisprechen kann. Da schaltet irgendwas ab. Also bitte keine Fremgehen geht gar nicht-Kommentare Mir ist bewusst, dass das absolut unfair ist, aber ändern kann ich es nun eh nicht mehr.

Jedenfalls ging es so weiter, dass die Anziehung zwischen mir und dem besten Freund meines Mannes nicht nachgelassen hat und es immer wieder Situationen gab, wo was zwischen uns war. Nicht immer bis zum äußersten, aber einfach geküsst, geredet, total vertraut. Zuerst habe ich gedacht, ich könnte das ohne Gefühle. Mein jetziger Stand ist, ich bin total verliebt und komme, da wir uns ständig sehen, auch nicht im Geringsten von ihm los. Träume von ihm, er ist mein erster Gedanke nach dem Aufwachen, mein letzter vor dem Einschlafen.

Zwischendurch gab es eine Phase (ca. 6 Monate) wo kaum etwas zwischen uns war und er mich auch immer abgeblockt hat. Nur wenn er betrunken war, hat er mich heimlich kurz in irgendeiner Ecke geküsst, berührt. Vor ein paar Wochen war wieder mehr zwischen uns, aber er war auch wieder sehr betrunken und sagt mir das auch ständig, dass er wenn er nüchtern ist, halt vernünftig sei und er sich betrunken auch gar nicht immer an alles erinnern könnte. Das treibt mich immer in den Wahnsinn, weil die Chemie auch nüchtern einfach SO zwischen uns stimmt (können auch einfach ne Nacht durchquatschen über Gott und die Welt) und ich, da es ja auch immer wieder passiert, schon glaube, dass da auch von seiner Seite mehr ist (es sei denn, ich bin so vernebelt und rede mir das komplett nur ein...). Aber mehr, als dass er mir sagt, dass er mich mag, kriege ich nicht aus ihm heraus. Klar die Angst dahinter, dass er seinen besten Freund verliert, wenn alles herauskommt. Das verstehe ich auch. Und er ist auch sehr darauf bedacht, was die anderen Leute denken, hat Angst um seinen Ruf. Aber ich kann nicht aufhören, mich darum zu bemühen. Und vergesse mein Wohlergehen teilweise dabei, weil ich so happy bin, wenn ich Zeit mit ihm verbringen darf und dann ein paar Tage später wieder ein Punkt kommt, wo er so abweisend zu mir ist, dass ich vor Liebeskummer fast eingehe, nur noch heule. Und dann lass ich mich wieder drauf ein, nur um keine Chance zu verpassen

Für mich ist es mittlerweile aber so, dass ich immer mehr mit dem Gedanken spiele, mich von meinen Mann zu trennen und daher schon gerne Klarheit hätte, ob ich mit dem anderen dann doch eine Chance hätte. Aber mir ist auch klar, dass ich mich nicht erst absichern kann, ob das mit dem anderen was wird und mich dann erst trennen. Von daher ist die Trennung eigentlich schon mein Hauptproblem, wobei ich schon glaube, dass es mir helfen wird.

Ich fühle mich generell zuhause auch einfach eingeengt, mir fällt die Decke auf den Kopf. Habe zwischendurch auch schon ein Gespräch mit meinem Mann gehabt, dass ich mir meiner Gefühle nicht mehr sicher bin. Das hat ihn ziemlich geschockt, seiner Meinung nach ist auch alles in Ordnung und immer, wenn ich das Gespräch mal suche, gibt er mir das Gefühl, dass das alles an mir liegt und ich alles unnötig kompliziert mache. Aber ich habe das jetzt wirklich mehrfach versucht, wie schon gesagt, geht das jetzt schon seit ca. einem Jahr so und ich war auch echt gewillt zu kämpfen, habe aber momentan das Gefühl, dass mich die Kraft und der Wille langsam aber sicher verlässt. Fühle mich nur noch leer.

Problem ist auch, dass er so gerne Kinder möchte jetzt, das kommt für mich aber momentan überhaupt nicht in Frage. Er lässt mich das aber immer, immer wieder spüren. Manchmal denke ich, wenn ein Kind unterwegs wäre, dann wüsste ich genau, was zu tun ist. Aber ich glaube nicht, dass ein Kind etwas verändert. Eher wird es die Probleme noch verschlimmern. Habe das meinem Mann auch immer wieder versucht, zu erklären, dass sich dann alles um das Kind dreht, man noch weniger Zeit zu zweit hat, so ein Kind auch Arbeit macht. Er sieht das immer unter dem Aspekt, er kann dann mit dem Kind spielen, macht dann auch mal eher Feierabend (), fährt auch mal gern in den Urlaub, weil er dem Kind was zeigen kann (mit mir allein fährt er nicht gern, liebe mit Freunden, kann sich auch meistens nicht richtig entspannen)

Habe meinem Mann auch gesagt, dass mir alles etwas viel wird, die Arbeit, das Haus. Er ist sehr unselbstständig, hat noch nie allein gewohnt. Habe gedacht, er würde vielleicht auch einen Vorschlag machen, was er ändern könnte, letztendlich kam dann aber dabei herum, dass für ihn alles gut so ist, wie es ist, dass er eine Frau braucht, die ihm den Rücken frei hält, ohne mich würde er das alles gar nicht schaffen können. Und wenn mir das zu viel sei, müsste ich vielleicht weniger arbeiten.

Habe ihm dann auch mal den Vorschlag gemacht, getrennte Schlafzimmer, nur mal eine Zeit lang. Da ist er regelrecht ausgerastet, das geht gar nicht für ihn.

Er möchte auch sonst mit niemandem über unsere Probleme reden, meint, dass er, wenn er Probleme hatte, die schon immer nur mit mir besprochen hat... Und dass wir das alles doch wohl unter uns klären könnten.

Die Affäre zu gestehen, darüber habe ich logischerweise schon nachgedacht, aber das kommt absolut nicht in Frage. Sowohl meinem Mann als auch seinem besten Freund würde das den Boden unter den Füßen wegreißen. Wäre es irgendjemand anders, ich glaube, ich hätte es schon gestanden, einfach, um Klarheit zu haben.

Trotzdem ich mich schon ganz oft mit dem Thema Trennung befasst habe, habe ich solche Angst davor, eine Entscheidung zu bereuen. Ich weiß, dass es so nicht mehr lange so weiter geht. Ich bin sehr oft einfach nur durch die Anwesenheit meines Mannes genervt, klar auch, weil ich meistens den anderen im Kopf habe.

Ich liebe unser Haus, meinen Heimatort, fühle mich total wohl dort, gibt man so etwas einfach auf? Und erst der ganze finanzielle Aspekt.

Wie werden unsere gemeinsamen Freunde reagieren, muss ich mich jahrelang für meinen Entschluss schämen, mich rechtfertigen, kann keine gemeinsamen Veranstaltungen mehr besuchen?

Ich kann mich auf meinen Mann 100%ig verlassen, vertraue ihm, werde ich das Gefühl jemals wieder mit jemandem haben?

Muss ich nicht vielleicht vernünftig sein, auch aus Angst, irgendwann allein da zu stehen?

Er will Kinder, irgendwann will ich das auch, aber finde ich wieder einen Mann, der das auch will und das, bevor meine biologische Uhr abgelaufen ist?

Kann ich meinem Mann das einfach antun, ist das zu egoistisch von mir? Er bemüht sich schon, ist immer lieb zu mir (bei dem Gedanken kommen mir echt die Tränen), hat er genug Leute um sich, die ihn auffangen können?

Ich will den besten Freund meines Mannes, aber selbst wenn er auch mehr für mich fühlt, wird er sich trotz einer Trennung jemals auf mehr einlassen?

Ich hoffe, das ist jetzt nicht alles komplett durcheinander, wobei das meinen Seelenzustand absolut widerspiegeln würde

Bin für hilfreiche Antworten sehr dankbar.

Eure verzweifelte Ela

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27. Januar 2015 um 15:29

Auf was wartest du?
eigentlich hast du doch deine Entscheidung schon gefällt. Du willst dich trennen, weil du unzufrieden bist und auf keinen Fall die nächsten 50 Jahre so weiter machen möchtest. Dann trenn dich. Ja, so eine Trennung wird Probleme mit sich bringen, die DANN gelöst werden müssen.... aber wenn du alles so weiter laufen lässt, löst du dein JETZIGES Problem deiner Unzufriedenheit nicht.

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27. Januar 2015 um 19:05

Geht mir ähnlich...
Ich bin zwar erst 16 Jahre alt, aber bin seit 2 Jahren in einer festen Beziehung. Ich finde den besten Freund meines Freundes auch sehr anziehend... zu sehr.. Obwohl es eigentlich keinen Grund dazu gibt, überhaupt auf andere Männer zu schauen. Es läuft alles super, doch ich denke, dass ich einfach noch zu jung bin und noch viel mehr ausprobieren möchte. Auch wenn ich nicht weiß, ob ich jemals wieder so einen tollen Mann finde. Die Fragen die dir im Kopf schwirren habe ich auch. Und daher große Angst wirklich Schluss zu machen..

Du bist nicht alleine :/

Auf deine Fragen habe ich selber keine Antworten.

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29. Januar 2015 um 8:09

Ich kann dich verstehen!
Hallo Ela!
Ich kenne aber deine Situation nur zu gut! Auch ich habe mich in den Freund meines Mannes verliebt, nur mit dem Unterschied, dass ich bereits verheiratet war/bin und Kinder habe. Der Freund meines Mannes ebenfalls. Wir waren also beide eigentlich in einer"gefestigten und glücklichen" Beziehung. Hätte man annehmen sollen!.....
Unsere Beziehung ging über zwei Jahre, die intensivsten Jahre meines Lebens, Dann flog es auf und alles wurde anders.
Ich habe noch eine ganze Weile heimlich Kontakt zu IHM gehabt, doch das ist jetzt auch vorbei.
Was ist mir geblieben?
Ich bin unglücklich mit meinem Mann, doch wir sind eine Familie! (Wenn die Kids nicht wären, wären wir nicht mehr zusammen). Ich bin innerlich sehr, sehr, sehr traurig. Mein Herz gehört dem Freund meines Mannes. Doch der hält einen riesen Abstand zu mir.
Ich versuche einfach, für mich, mit der Situation klar zu kommen, stark zu sein. Irgendwie geht es.....
Aber! Wenn ich die Möglichkeit hätte, die Zeit zurück zu drehen, hätte ich die Chance genutzt und ein neues Leben mit IHM angefangen!!! Denn diese Überlegungen waren bei uns beiden da. Doch genauso auch die Zweifel, wie du sie beschreibst, ist es richtig? wie geht es dann weiter? was sagen Freunde und Familie? Eben.....was ist richtig- was ist falsch?.....
Wie oft haben wir diesen Spruch nicht gesagt.....
Wir haben uns für die Familie entschieden und doch habe ich das Gefühl es nicht richtig gemacht zu haben.

Raten kann ich dir nichts. Ich kann dir nur erzählen, wie es mir ergangen ist. Ich hoffe, du findest deinen Weg!
Und! Du bist mit deinem Problem nicht allein!

Viele Grüße

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29. Januar 2015 um 20:02

...
puhh , viel Text...

ich würde lieber die Reissleine ziehen als da eine ewigkeit mit jemanden zusammen sein, mit dem ich nicht zusammen sein will...

wie gesagt meine Meinung , das Leben ist einfach viel zu schön und auch ziemlich kurz um sich damit rumzuärgern...

wenn du schreibst das Ihr früher keine Kinder wolltet (verstehe nicht warum , Kinder sind NICHT teuer) jetzt aber schon , das sieht mehr danach aus , das man da was kitten will , aber willst du mit jemanden zusammen sein , nur wegen Kindern...

ich persönlich bin eher dafür " lieber ein ende mit schrecken als ein schrecken ohne ende"

denk aber dran , ist egal wer was sagt , zum schluss must du die entscheidung treffen , die kann dir keiner abnehmen und auch mit den Folgen wirst du leben müssen...

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1. Februar 2015 um 21:34

Bin in der gleichen Situation - nur auf der anderen Seite
Hallo,
ich durchlebe gerade die andere Seite, d.h. meine Frau denkt darüber nach mich zu verlassen.

Objektiv betrachtet haben wir ein ziemlich perfektes Leben. Wir verdienen beide sehr gut, haben vor 2,5 Jahren ein Traumhaus gebaut, haben einen großen gemeinsamen Freundeskreis, guten Sex, Falls ich nicht den Job angenommen hätte, hätten wir wohl jetzt bereits ein Kind. Waren auch gerade 3 Wochen mit dem Rucksack in Mittelamerika und haben 24Std am Tag miteinander verbracht die beste gemeinsame Zeit seit langem.

Meine Frau (11 Jahre zusammen, 6 Jahre verheiratet, keine Kinder) hat mir heute am Telefon mitgeteilt, dass Sie Zweifel hat an unserer Beziehung und Sie am letzten Freitag bei einem Psychotherapeuten war erstes Kennenlerngespräch.
Mir ist seit dem Telefonat schlecht und ich kann nicht klar denken - völlige Hilflosigkeit wie ich mit der Situation umgehen soll und die Angst meine Frau zu verlieren manifestieren sich in meinen Gedanken. Ich liebe Sie über alles und kann mir kein Leben ohne Sie vorstellen Sie ist nicht nur meine Frau und mein bester Freund, sondern auch (Achtung kitschig) auch meine Seelenverwandte.

Falls sich jemand wundert warum Sie mir das am Telefon gesagt hat:
Ich arbeite seit zwei Jahren ca. 450km weit weg und wir sehen uns seitdem meist nur am Wochenende. Dieses Wochenende war ich sogar gar nicht zu Hause, aber irgendwas war komisch am Telefon gestern Abend und ich habe Sie direkt heute Morgen angerufen und darauf angesprochen und Sie hat mir alles erzählt. Seit ~ 1,5 Jahren plagen Sie bereits Zweifel, welche stärker wurden.
Den Job habe ich hauptsächlich angenommen aufgrund des Gehalts, da Sie sich seit dem Hausbau immer wieder finanzielle Sorgen macht. Sie sagte auch, dass Sie sich nicht sicher ist, ob der Bau unseres gemeinsames Traums, ein Fehler war (Immobilität, Verpflichtungen,).

Sie weiß nicht was ihr in unserer Beziehung fehlt, oder was sie will -> dies möchte Sie in den Therapiesitzungen herausfinden. Hört sich für mich nach heftiger Midlife Crisis an (sie wird demnächst 36) Ich fahre am Donnerstagabend nach Hause zu uns und habe keine Ahnung wie ich mich gegenüber ihr verhalten soll. Darf ich ihr sagen, dass ich Sie liebe, oder setze ich Sie damit unter Druck? Braucht sie mehr Freiraum, oder soll ich mich genauso verhalten wie immer?

Perfektes Timing: morgen habe ich meinen 38sten Geburtstag

Sie deutete immer wieder an, dass Sie sich verändert habe, seit ich weg bin sie ist vor Allem selbstbewusster geworden. Nebenbei hat sie 20kg abgenommen und hat Ihren Kleidungsstil geändert sehr zum positiven Ich merke schon, dass Sie für andere Männer attraktiver ist und habe Sie heute auch gefragt, ob ein anderer Mann im Spiel wäre sie verneinte.

Ich werde alles dafür tun um unsere Ehe zu retten, aber ich bin davon überzeugt, dass ich nichts bewirken kann, solange Sie nicht weiß was sie will. Ich habe ihr mitgeteilt, dass ich für eine Paartherapie aufgeschlossen bin und dass ich ihr Zeit geben will, dass Sie ihre Fragen beantworten kann - aber ich kann nicht ewig mit diesem Zustand leben. Auf der anderen Seite möchte ich nicht, dass Sie nur aus Gewohnheit mit mir zusammen bleibt, sondern ich möchte wie jeder andere auch geliebt werden.

Ich möchte nicht mit meinen Eltern, oder gemeinsamen Freunden darüber sprechen, da keiner unparteiisch ist. Evtl. werde ich einen Freund kontaktieren, der seine Frau nach 20 Jahren verlassen hat und ihn fragen, was er sich gewünscht hätte in der Phase dass sich die Trennung anbahnte
Oder ich suche mir auch noch einen Therapeuten.

Keine Ahnung wie ich die nächsten Tage überstehen soll wahrscheinlich werde ich noch mehr arbeiten um meine Gedanken zu betäuben.
Was habe ich falsch gemacht, bzw. was kann ich ändern, z.B. meinen Job kündigen und wieder jeden Abend zu Hause sein (wobei sie auch ~ 3 Nächte pro Woche auf Dienstreise ist).

Ich hoffe inständig, dass es noch eine Chance für unsere Beziehung gibt alles andere lässt sich anpassen

Gruss
Alex

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2. Februar 2015 um 5:57

Update
Ihr lieben,
erst schon einmal vielen Dank für die Antworten.

Ein kleines Update:

Mir geht es absolut dreckig momentan... Zu dem privaten "Stress" kommt derzeit dazu, dass ich auf der Arbeit auch ziemlich viel zu tun habe und eigentlich top funktionieren müsste, aber die Konzentration ist echt null...

Versuche gerade, Abstand zum Freund meines Mannes zu halten und irgendwie taucht dieser alle paar Tage bei uns auf... Und jedes Mal, wenn ich ihn nun sehe, fangen meine Hände an zu zittern. Bin ihm gegenüber kurz angebunden, er versucht immer wieder, mich anzusprechen, fragt mich Dinge "ganz normal", aber ich kann ihm nicht einmal in die Augen sehen... Ist schrecklich. Denke schon, dass er merkt, dass es mir nicht gut geht, aber er wenn wir dann mal alleine sind kurz, ist ihm das auch total unangenehm, aber...

Möchte wie gesagt, echt erstmal versuchen, dass da ne gewisse Distanz ist...

Denke seitdem ich mir alles von der Seele geschrieben habe hier, viel über Trennung nach oder zumindest darüber, dass ich das Thema getrennte Schlafzimmer nochmal anspreche, wobei mein mann da ja immer so dermaßen gereizt drauf reagiert, dass ich eigentlich nen Schritt weiterdenken muss und evtl zu meinen Eltern gehe für eine Zeit... Aber habe einfach tierisch Angst davor, dass mein Mann dann einfach nur in ein Loch fällt. Klar, er hat auch zur Not seine Eltern, die wohnen auch nebenan... Er hat momentan auch gesundheitliche Probleme, mit seinem Magen und meinte schon, ob ich ihm dabei helfe, falls er seine Ernährung umstellen muss... Und er beginnt mit Planung unseres 5. Hochzeitstages, seines 30. Geburtstages... macht mich fertig, echt. Er merkt auch glaube ich schon, dass ich ihm gegenüber kurz angebunden bin. habe auch am Wochenende wieder einmal festgestellt, dass ich mich so wohl fühle, wenn er nicht daheim ist. Er war auf einem Lehrgang, sobald rr morgens aus dem Haus War, habe ich quasi innerlich aufgeatmet, konnte machen, was ich wollte, mußte nicht um 1 das mittagessen bereit haben etc. Und sobald ich sein auto ankommen sah, hat mich das total in Stress versetztund ich war genervt...

Eigentlich möchte ich mich, bevor das alles evtl in die Brüche geht, eine Beratung bei einer Familienanwältin machen, da ich mir auch um meine zukünftige finanzielle Situation Gedanken mache. Vielleicht nehme ich das erstmal in angriff...

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