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Soll ich wieder Kontakt zu meinem Vater aufnehmen???

17. März 2009 um 23:07

Die Verhältnisse in meiner Familie waren schon immer kaputt. Meine Eltern haben mich nicht gerade gut behandelt, abgesehen davon, dass sie mich nie richtig geschlagen, oder missbraucht haben, oder sowas. Auch zu essen hatte ich immer. Aber was ich meine, ist eher Gewalt verbaler Natur.

Vor allem mein Vater hat sich einiges geleistet.
Schon immer hat er mich und meinen Bruder für jeden Mist extrem angeschrien, so, dass wir geheult haben und Angst hatten, auch, wenn wir gar nichts dafür konnten, weswegen er seinen Wutanfall hatte. Das ging von einer Tapete, die nicht an der Wand kleben wollte beim Renovieren, die er dann meinem Bruder entgegenschmiss und völlig ausrastete, bis dazu, dass er, als ich mit 14 kurz bei ihm wohnte, weil meine Mutter mich rausgeschmissen hatte, mir, weil ihm irgendwas , was rein gar nichts damit zu tun hatte, nicht passte, sagte, ICH sei schuld daran, dass meine Eltern sich hätten scheiden lassen! Natürlich habe ich auch in diesem Alter längst gewusst, dass so ein Schwachsinn nicht stimmen kann, weswegen ich echt fassungslos war, und mich fragte, was er für ein Ars*hloch sein muss, dass er mir sowas sagen kann.
Als er noch bei uns gewohnt hatte, hat er sich nie für die schulischen Erfolge seiner Kinder interessiert. Als ich dann bei ihm wohnte, fing er an, meine Hausaufgaben zu kontrollieren, und sich über Sachen aufzuregen, dass ich nicht mit einem blauen Stift geschrieben hatte! Ich war damals 14! Und dann kam er auf einmal an, als wäre ich gerade aus dem Kindergarten! Auch hat er bei einem Deutschaufsatz, einer Hausaufgabe von mir, gesagt, ich meine geschrien, das sei ja "grottenschlecht"! Nie hatte ich Probleme in diesem Fach.
Meine Hausaufgaben habe ich auch regelmäßig in der Schule vorgetragen, und nie hat ein Lehrer etwas annähernd vergleichbares gesagt! Und ich war auf einem Gymnasium.
Er ist wegen jeder Kleinigkeit ausgerastet; einmal habe ich mein Stifteetui geschlossen auf dem Küchentisch liegen lassen. Er befahl mir, es wegzuräumen. Als ich fragte, ob ich das nach der Sendung machen könne, die ich gerade sah, schrie er mich an, ich mache das JETZT.
Als ich einmal sauer auf ihn war, weil er mal wieder so rumgeschrien hatte, ging ich zur Anlage im Wohnzimmer (worin ich schlafen musste!), setzte mir die Kopfhörer auf, und machte mir laute Musik an, die er nicht leiden konnte. Er rannte mir hinterher, setzte sich neben mich auf mein Reisebett, und riss das Kabel des Kopfhörers aus der Anlage, und sah mich mit hochgezogenen Stirnfalten an. Ich steckte es wieder rein, obwohl ich schon Angst hatte. Er riss es wieder raus,stellte sich hin, hob seine Hand, und schrie"Ich klatsch dich durch die Wand!!!!!!!!!!!!!!!!!"
Er tat es nicht, aber ich hatte total Angst.
Um ihn wütend zu machen, reichte schon ein "falscher" Blick, oder eine Geste, die ihn anscheinend provozierte, dass er sofort befahl:"Mach die Steilfalten weg!!!!!!!!!", oder man solle aufhören zu "heulen".ZB. am Küchentisch, wenn ich so lange weiteressen musste, bis mir übel wurde, weil es ihm nicht reichte, wenn ich satt war, weil ich ihm zu "mager" war. Heulend musste ich essen! Er zwang mich dazu.
Einmal war mir morgens beim Aufstehen etwas schlecht, wäre es nach mir gegangen, hätte ich nichts gegessen. Da ich aber wusste, was mir das eingebracht hätte, machte ich mir eine Schüssel Müsli und ein Glas Milch. Ich konnte mir kaum ein paar Löffel reinwürgen, da sagte ich, dass mir schlecht war, und ich nicht mehr könne. Mein Vater wollte das nicht zulassen, und nachdem ich wiederholt hatte, dass mir schlecht war, schlug er auf den Tisch, dass das Geschirr hochsprang, und schrie:"Du trinkst jetzt deine Milch!!!!!!!!!!!"
Ich musste es tun, und mir war kotzübel. Wir fuhren danach mit dem Auto weg, und als ich ausstieg, musste ich mich sofort übergeben.
(Eine Idiotin, mit der wir da waren, fragte mich, ob ich Bulimie hätte )

Jedenfalls packte ich irgendwann nachts heimlich meine Sachen, und flüchtete zurück zu meiner Mutter.
Ich hatte dann ein halbes Jahr keinen Kontakt zu meinem Vater, bis wir uns auf einer Familienfeier wieder annäherten, und es sich danach langsam wieder einpendelte. Wir hatten aber nie darüber gesprochen, was gewesen war.
Als ich irgendwann mal mit meinem ersten Freund da war (mit ca. 16), hatte ich ein umgedrehtes Kreuz an einer Halskette um. Das war nichts neues. Er hatte sich aber schon negativ darüber geäußert, dass unsere Mutter meinem Bruder und mir erlaubt hatte, schwarze Kerzen zu besitzen, um unsere Zimmer damit zu dekorieren. Auch hatte er mir gesagt, wie scheiße es aussähe, wenn ich schwarzen Lidschatten trug. Jedenfalls dachte ich, er hätte sich wieder eingekriegt, und einigermaßen im Griff, bis er ganz plötzlich mitten im Gespräch in Gegenwart meines Freundes und seiner eigenen Freundin am Kaffeetisch fragte, ob er mir die "Scheiße mal vom Hals reißen"solle.
Ich sagte noch irgendwas und ging heulend aus dem Raum, mein Freund mir hinterher, und tröstete mich, bis die Freundin meines Vaters kam, und meinte, wir könnten da nicht einfach in diesem Zimmer bleiben! Also holte mein Freund noch meine Tasche und wir gingen.

Wieder längere Zeit kein Kontakt.
Irgendwann wieder. Zwischendurch hat er aber auch positive Dinge getan.
Kurz bevor ich bei ihm "eingezogen wurde", war er für mich da, wenn ich mit meiner Mutter Probleme hatte, und war total sensibel und verständnisvoll. Ich fühlte mich ihm nahe, weil er ja auch in den vergangenen Jahren Probleme mit meiner Mutter gehabt hatte. Deswegen war ich auch so erschrocken, weil ich immer dachte, dass er sich gebessert hätte.
Als mich meine Mutter mit 15 in die Klapsmühle brachte, weil ich versucht hatte, mich umzubringen, hat mein Vater mich zu Weihnachten abgeholt, und mich aufgenommen,weil ich sonst in der Klapse hätte bleiben müssen, bei den echt gestörten Kalibern.....
Auch hat er mir beim Auszug aus der Wohnung meines Exfreundes geholfen, der nach unserer Verlobung und 3 1/2 Jahren Beziehung mit einer anderen gef*ckt, und mich wie ein benutztes Taschentuch weggeschmissen hatte, als ich 19 war.

Danach hatte ich zwar unregelmäßig, aber wieder guten Kontakt zu meinem Vater.
Bis ich die Schule verlassen wollte, und er mich dazu drängte, mir bei meinen Bewerbungen zu "helfen".
Er meckerte ständig an meinem Stil rum, und benutzte selber ein totales Schwachmatendeutsch, das ich dann in meine Bewerbungen einfließen lassen sollte, und regte sich schon wieder auf.

Da ich sah, wohin das führte, und völlig meine Bewerbungen versaute, versuchte ich, mich eben nicht mehr so oft zu melden, bis er irgendwann darauf bestand, dass ich ihm jede Woche zwei Bewerbungen zeigen sollte, damit er mir noch Unterhalt zahlt! Ich sah in der Situation keine andere Möglichkeit, als dem zuzustimmen, und als er mich nach dem nächsten Treffen nach Hause fuhr, meinte er, ich sei so still, woraufhin ich ganz normal sagte:"Was soll ich denn sagen?"
Er regte sich darüber auf, und fing an, sich total an diesem einen Satz hochzuziehen, als hätte ich gerade etwas ganz unmögliches getan! Er steigerte sich total rein und egal, was ich sagte, es wurde immer alles noch schlimmer.
Als ich sagte, dass ich gerade das Gefühl hätte, dass alles, was ich sagte, anscheinend falsch sei, schrie er nur :"Ja!!!!!!!!!!!!!!"
Dass er nebenbei immer schneller fuhr sei nebenbei erwähnt.
Irgendwann sagte ich was, was ich heute nicht mehr weiß, und plötzlich spielte er total verrückt. Mein Oberkörper wurde durch die Fahrt mehrfach vor und zurück geschleudert,
bis die Vollbremsung erfolgte. Mein Vater drosch so heftig auf das Lenkrad ein, dass das Handschuhfach des neuen Wagens aufflog. Ich dachte, der schlägt mich gleich tot.
Er schrie mich völlig verrückt und laut an, ob ich wolle, dass er sich umbringt!
Ich musste ihm tatsächlich noch antworten, und ihm unter völlig aufgelöstem Heulen sagen, dass ich ihn doch lieb habe! ich war sowas von fertig.
Wir standen da schon auf meiner Straße, und er zwang mich, noch vor dem Haus, noch 5 Minuten lang, mit ihm zu reden, in meinem Zustand.
Ich hatte Angst, dass er aufgrund irgendetwas, das ich sagte, mit mir gegen irgendeinen Baum fährt.
(Als ich 14 war, hatte er mir mal wie beiläufig gesagt, dass er mal versucht habe, sich mit einem Schal zu erdrosseln, weswegen ich in den kontaktfreien Phasen immer meine Angst verdrängen musste, dass er sich umbringt!)
Als er mich endlich gehen ließ, konnte ich mich schon an der Haustür nicht mehr beherrschen, nicht laut zu heulen. In meinem Zimmer angekommen, brach ich dann zusammen.

Einmal traf ich ihn noch, um meine Bewerbung auszudrucken, weil ich keinen Computer hatte, und irgendwie Arbeit finden musste. Ich verstellte mich da, und tat alles, damit er erst gar keinen Grund finden konnte, wieder zu eskalieren. Es klappte.
Danach habe ich jeglichen Kontakt zu ihm verweigert, bis er aufhörte, mir Unterhalt zu zahlen. Ich wartete einen Monat, bis wieder nichts auf dem Konto war, dann schrieb ich ihm teils unter Tränen einen langen Brief. Ich weiß nicht mehr genau, was, aber es brachte nichts. Er schrieb mir u.a. zurück, dass er für mich ja ein Goldesel sei, und setzte seine Position mit der eines Chefs und meine mit der einer Angestellten gleich, die ja auch nicht verlangen könne, dass ihr Chef sie für nichts bezahle.

Es waren sehr lange Briefe. Ich hatte mir zunächst Randnotizen gemacht, weil ich nochmal zurückschreiben wollte. Das wurde aber ein übler Wirrwarr, und es war mir die Mühe einfach nicht mehr wert. Ich wollte nicht mehr das minderwertige Blag sein, mit dem er so umspringen konnte. Er hatte sich ja kein Mal geändert, wenn ich es gehofft hatte, und ich war nun erwachsen, und erlaubte ihm nicht mehr, so mit mir umzuspringen!

Ich hätte rechtliche Schritte gegen ihn einleiten können, wegen des Unterhalts, aber ich habe es nicht gemacht. Ich wollte ihn einfach nie wieder sehen, und ihn mal sehen lassen, was für ein Scheiß das mit dem "Goldesel" ist, und fertig. Auch, wenn ich echt kaum wusste, wovon ich leben sollte, da ich nur noch 150 Euro im Monat von meiner Mutter bekommen hatte.
Das ist jetzt ein gutes Jahr her. Meine "berufliche" Situation hat sich nicht geändert, ich lebe immer noch von sehr wenig Geld, und bin un im 5. Monat schwanger.

Ich habe überlegt, ob ich meinem Vater sagen soll, dass er Opa wird, aber es wühlt mich jedesmal total auf, wenn ich über die ganze Scheiße nachdenke, außerdem zahlt er mir noch immer keinen Cent! Ich kann mir momentan solchen Stress nicht erlauben, da es meinem Baby schadet. Daher hatte ich diesen Gedanken verworfen.

Vor kurzem habe ich mit meinem Bruder gesprochen, der mich fragte, ob er unserem Vater von meiner Schwangerschaft erzählen dürfe. Ich sagte ihm, was ich gerade geschrieben habe.
Dann wurde ich durch meinen Bruder zum Geburtstag meines Vaters, der am 29.März ist, eingeladen.
Durch einen Zufall ging ich letztens bei meinen Großeltern ans Telefon, und hatte meinen Vater dran.
Um es kurz zu machen, wir haben uns dann relativ normal unterhalten, es geht ihm wohl nicht gut; er hat eine attestierte Depression. Er sagte mir so Sachen, wie, dass er jeden Tag an mich denke, und verstehen könne, wenn ich keinen Bock auf ihn gehabt hätte, etc.
Ich habe ihm aber weder gesagt, ob ich zu seinem Geburtstag komme, noch, dass ich schwanger bin.
Ich will mir echt keinen überflüssigen Stress antun aus Rücksicht auf mein ungeborenes Kind.
Ich will aber auch nicht irgendwann in der Zeitung lesen, dass mein Vater tot ist, und keinen Kontakt mehr zu ihm gehabt haben.
Einen Brief hatte ich ihm ja schon geschrieben, aber es ist nicht zu klären.
Auch entschuldigen will er sich nicht, für irgendetwas, das ich hier geschrieben habe, was mir die Sache ungemein erleichtern hätte können.
(Er hat mich vor Jahren mal gefragt, ob er auf Knien angekrochen kommen soll!)

Ich weiß echt nicht, was ich machen soll.
Eigentlich war ich mir sicher, dass mich dieser Mann nun entgültig mal kreuzweise kann. Als ich mit ihm telefoniert hatte, dachte ich, ich gehe zu seinem Geburtstag.
Vor ein paar Tagen kamen die alten Hassgefühle wieder hoch, und ich dachte, auf gar keinen Fall!
Der 29. März rückt nun immer näher, und die Zeit rennt mir weg.
Niemand in meiner Umgebung kann mir helfen.

Was würdet ihr tun?
Versuchen, es zu klären, auch wenn das Stress bedeutet (den ich mir gerade nicht erlauben kann)? Warten, bis das Baby da ist, und es dann versuchen?
Es dann einfach tot zu schweigen, kommt schon mal nicht infrage, dafür hat er mir eindeutig zuviel angetan!
Oder soll ich mir das lieber ganz sparen?

Bitte schreibt einfach irgendwas, fühle mich gerade total hilflos!

LG



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18. März 2009 um 0:44

Danke für deine schnelle Antwort,
aber ich habe keine Angst, es ihm zu sagen, dass ich schwanger bin, sondern ich weiß nicht, ob ich überhaupt Kontakt zu ihm will, nach allem, was er mir angetan hat!
Ich kann nicht damit umgehen, dass er auch mal gutes getan hat, und, dass er eben mein Vater ist, es reißt mich hin und her. Weil er andererseits so ein Ars*hloch ist.
Einerseits hasse ich ihn, andererseits will ich nicht, dass er eines Tages einfach tot ist, und dann habe ich keine Wahl mehr.
Scheinbar passiert so eine Scheiße leider immer wieder, er ändert sein Verhalten nicht, und das verbiete ich ihm, weil das Maß mehr als voll ist.
Es hat ja nie funktioniert.
Dazu kommt noch, dass er mir das Leben schwer macht, indem er seinen Unterhaltszahlungen, zu denen er gesetzlich verpflichtet ist, nicht nachkommt. Und es ist schon nett von mir, dass ich ihn deswegen nicht anzeige. Soll ich ihn dafür belohnen? Ich könnte das Geld gerade jetzt gebrauchen. Seitdem er nicht mehr zahlt, konnte ich, zB. auch nicht mehr in Discotheken gehen, oder mir mal was schönes kaufen,etc. Ich habe immer am Ende des Geldes noch sehr viel Monat übrig, und ich muss auch bald Sachen für das Baby kaufen, und muss Behörden anbetteln gehen, da ich kein Geld verdienen kann.
Das macht mich sehr wütend.
Ich weiß einfach nicht, ob es mir möglich ist, mir den Stress freiwillig anzutun, ohne ständig Aggressionen unterdrücken zu müssen.

Ich danke dir aber auf jeden Fall, dass du dir die mühe gemacht hast, meinen langen Beitrag zu lesen.

LG

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18. März 2009 um 2:07

Das finde ich schon etwas hilfreicher
Meinst du, ich sollte es jetzt wagen, mit ihm zu reden, oder ihm einen Brief schreiben
Das ist echt nicht leicht für mich, ich musste schon heulen, als ich meinen Thread erstellt habe.
Und dieser psychische Stress wirkt sich ja negativ auf die Entwicklung meines Babys aus, das will ich auf keinen Fall aufs Spiel setzen!
Ich habe Angst, dass ich wieder enttäuscht werde, und alle Mühe dann umsonst war.

Sicher ist es auch schön, einen netten Opa zu haben für mein Kind, aber eben einen netten! Da habe ich auch Bedenken, weil ich weiß, wie sein Verhalten mir als Kind geschadet hat!
Das kann ich nicht zulassen, dass er sich in Gegenwart meines Kindes so verausgabt, aber ich habe ja keine Kontrolle über ihn.

Ich finde nicht, dass mich irgendeine Schuld trifft für das, was er gemacht hat, vor allem nicht als Kind. Ich konnte es ihm einfach nicht recht machen, und ich habe auch keine Lust, ihm in den Popo zu kriechen.

Was meinst du?

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18. März 2009 um 3:13
In Antwort auf bosse_12496773

Das finde ich schon etwas hilfreicher
Meinst du, ich sollte es jetzt wagen, mit ihm zu reden, oder ihm einen Brief schreiben
Das ist echt nicht leicht für mich, ich musste schon heulen, als ich meinen Thread erstellt habe.
Und dieser psychische Stress wirkt sich ja negativ auf die Entwicklung meines Babys aus, das will ich auf keinen Fall aufs Spiel setzen!
Ich habe Angst, dass ich wieder enttäuscht werde, und alle Mühe dann umsonst war.

Sicher ist es auch schön, einen netten Opa zu haben für mein Kind, aber eben einen netten! Da habe ich auch Bedenken, weil ich weiß, wie sein Verhalten mir als Kind geschadet hat!
Das kann ich nicht zulassen, dass er sich in Gegenwart meines Kindes so verausgabt, aber ich habe ja keine Kontrolle über ihn.

Ich finde nicht, dass mich irgendeine Schuld trifft für das, was er gemacht hat, vor allem nicht als Kind. Ich konnte es ihm einfach nicht recht machen, und ich habe auch keine Lust, ihm in den Popo zu kriechen.

Was meinst du?

Hallo du liebe
Du hast überhaupt nix falsch gemacht!!!!!!!! Dein Vater ist krank und sollte sich ernsthaft mal behandeln lassen. Ich würde ihm gar nix sagen und ihm auch nicht hinterher laufen. Und auf seinen Geburtstag würde ich erst recht nicht gehen. Dein Vater hat dich jahrelang nur tyrannisiert, dich bedroht, dir ANGST gemacht und dich seelisch total verletzt! Willst du dir das wirklcih antuen? Kannst du diesen Menschen überhaupt noch VATER nennen!? Ich würde ihm deutlich zeigen, wie du sein Verhalten findest, indem du ihn ignorierst. Streich ihn aus deinem Leben! Du brauchst ihn NICHT!!! Sobald er weiß, dass du schwanger bist, würde er sich wieder von vorne kommen mit so "guten" Ratschlägen und Hilfen! Er ist dein Vater und die Eltern haben sich gottverdammtnochmal um ihre KINDER zu Kümmern und nicht ANDERSRUM! Du bist ihm nichts schuldig. ER hat sich verdammt noch mal nicht so verhalten wie es sich einem Kind gegenüber gehört. Wenn dein Kind geboren ist und du es erziehst, meinste nicht dein Vater mischt sich dann wieder in alles ein? Dann steht er ständig vor der Tür und kritisiert an dir rum. Nachher erzählt er dir noch, dass ja aus dem Kind auch nix wird, du sollest ja mal dich anschauen! Nein bitte, sei so gut , bewahre dich vor ihm und lös dich ein für alle mal! Verschließ die Tür und sag dir immer wieder, dass es das nicht wert ist! DU brauchst dich für nichts zu entschuldigen, er ist der TÄTER. WUndern verheilen, aber die seelischen Narben wirst du nie mehr los!


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18. März 2009 um 12:15

Er braucht selbst Hilfe
Dein Vater ist depressiv und cholerisch. Es ist gut Distanz zu ihm zu halten, da sonst jeder der sich gerade in seiner näheren Umgebung befindet seinen Hass abbekommt.

Er scheint große Probleme mit sich zu haben. Daher ist ein distanzierter Umgang zu empfehlen.
Ich hätte Dir ohnehin geraten keinen Unterhalt mehr anzunehmen um nicht von ihm abhängig zu sein. Du kannst ja arbeiten und Dein Geld schon selbst verdienen. Daher ist das mit dem Baby kein guter Zeitpunkt. Es ist jetzt jedoch nun mal da.
Darf man fragen ob es einen Vater dazu gibt der dazu steht?
Finde es jedoch gut dass er sich psychisch behandeln lässt.

Abstand zu ihm ist wichtig - schließt jedoch einen gepflegten Kontakt bei dem Du die Spielregeln bestimmst nicht aus, um in Zukunft weiterhin miteinander zu tun haben zu können. Auf ihn als helfenden Vater kannst Du momentan nicht zählen.

Ich würde an Deiner Stelle noch vor der Geburt Kontakt zu ihm aufnehmen. Dann hat er Gelenheit in dieser neuen Lage Reaktion zu zeigen. Eine Chance. Manchmal verändern sich Eltern ja wenn sie ihre Enkel sehen und alles wird anders.

Also ich rate Dir daher dazu zwar mit ihm Kontakt aufzunehmen, jedoch immer Distanz zu ihm zu wahren und nicht zu nah mit ihm zu werden. Zuvor hast Du wegen des Unterhaltes keine Distanz wahren können denke ich. Jetzt kannst Du jedoch selbstbestimmt das Verhältnis und die Nähe bestimmen die Dir angenehm ist und kannst Dich jetzt auch wehren.

Wenn er wieder einen Anfall bekommt oder respektlos wird, dann musst Du ihn in die Schranken weisen und Dich wehren. Dadurch lernst Du auch. Du brauchst den Kontakt auch um etwas abzuarbeiten und Dich abzunahbeln. Wenn Du den Kontakt einfach nur abbrichst, dann fehlt ein Entwicklungsschritt. Nämlich die Selbstbehauptung und das lernen desselben. Nur dann kannst Du Dich auch gegenüber anderen Menschen im Leben wehren - nämlich wenn Du es an Deinem Vater ausgeübt und gelernt hast. Sonst wirst Du immer wieder Opfer solcher Menschen in Deinem Umfeld und suchst Dir auch solche Männer früher oder später zum Vater.

Wichtig ist jedoch: Wenn er sich nicht zurecht weisen lässt und auf Deine Grenzsetzung eingeht und Rücksicht nimmt, dann kannst Du auf jeden Fall auch den Kontakt abbrechen. Dieser Zwischenschritt - nämlich erst einmal sich zu wehren, ohne dass ein Abhängigkeitsverhältnis besteht - ist erst mal wichtig. Wenn dies scheitert kannst du immer noch den Kontakt abbrechen.

Du musst ihm klar machen, dass wenn er einen Umgang mit Dir haben will, dieser respektvoll vonstatten gehen muss und er keine Sonderrechte bei Dir hat. am besten ist es keine Projekte wie Bewerbungen etc. mit ihm abzuhandeln und auch keine Hilfe erst mal von ihm in Anspruch zu nehmen auch wenn er sie anbietet. Erst mal muss das Verhältnis des respektvollen umgangs geklärt werden. Wenn das eine zeit lang gut geht, kann man über hilfe nachdenken. Ich bin gegenüber der Hilfe von seiner Seite her deshalb kritisch, weil er sich momentan mit seiner Krankheit selbst keine Hilfe sein kann. Daher ist er der falsche Ansprechpartner bei problemen. Er braucht selbst Hilfe.
Daher ist es gut wenn Du einen Partner hast auf den Du Dich verlassen kannst, der Dir Geborgenheit auf Dauer geben kann, so dass Du nicht auf Deinen Vater angewiesen bist.

Du bist noch sehr jung und das ist alles sehr hart. Allerdings sehe ich wegen dem Kontakt und so keine Gefahr für das Baby im Bauch. Da haben andere Babies schon anderes im Bauch miterleben müssen. Es kann eher schädlich sein wenn das Verhältnis ungeklärt ist und er auch noch eine Phase verpasst die unwiederbringlich ist: Nämlich die Geburt des Enkels. Wir wissen nicht wie er reagieren wird - kann sein dass das auch versöhnend und entspannend auf ihn wirken kann, also positiv auf Euer Verhältnis.


Ich wünsche Dir viel Kraft

Lieben Gruß

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18. März 2009 um 12:31


liebe heenie,

deine geschichte hat mich sehr bewegt.....

wie wäre es, wenn du diesen thread ausdruckst und ihm schickst?

ich denke mal, auf dauer wird das nicht klappen, dass du ihn aus deinem leben streichst. er ist immerhin dein vater, und ich kann rauslesen dass du ihn auch irgendwo liebst.

vielleicht ist es einfach nicht der richtige zeitpunkt, jetzt wo du schwanger bist. vielleicht wartest du, bis dein baby auf der welt ist, und erklärst ihm dann in einem brief oder so wie du fühlst. und vor allem, dass du dich echt nicht belasten wolltest etc....

niemand kann von dir verlangen, dass du jetzt als schwangere an einen geburtstag gehst, der dich total aus der bahn werfen könnte

viel glück wünsch ich dir.....und alles liebe

LG

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18. März 2009 um 12:41
In Antwort auf lmadan_12956066

Hallo du liebe
Du hast überhaupt nix falsch gemacht!!!!!!!! Dein Vater ist krank und sollte sich ernsthaft mal behandeln lassen. Ich würde ihm gar nix sagen und ihm auch nicht hinterher laufen. Und auf seinen Geburtstag würde ich erst recht nicht gehen. Dein Vater hat dich jahrelang nur tyrannisiert, dich bedroht, dir ANGST gemacht und dich seelisch total verletzt! Willst du dir das wirklcih antuen? Kannst du diesen Menschen überhaupt noch VATER nennen!? Ich würde ihm deutlich zeigen, wie du sein Verhalten findest, indem du ihn ignorierst. Streich ihn aus deinem Leben! Du brauchst ihn NICHT!!! Sobald er weiß, dass du schwanger bist, würde er sich wieder von vorne kommen mit so "guten" Ratschlägen und Hilfen! Er ist dein Vater und die Eltern haben sich gottverdammtnochmal um ihre KINDER zu Kümmern und nicht ANDERSRUM! Du bist ihm nichts schuldig. ER hat sich verdammt noch mal nicht so verhalten wie es sich einem Kind gegenüber gehört. Wenn dein Kind geboren ist und du es erziehst, meinste nicht dein Vater mischt sich dann wieder in alles ein? Dann steht er ständig vor der Tür und kritisiert an dir rum. Nachher erzählt er dir noch, dass ja aus dem Kind auch nix wird, du sollest ja mal dich anschauen! Nein bitte, sei so gut , bewahre dich vor ihm und lös dich ein für alle mal! Verschließ die Tür und sag dir immer wieder, dass es das nicht wert ist! DU brauchst dich für nichts zu entschuldigen, er ist der TÄTER. WUndern verheilen, aber die seelischen Narben wirst du nie mehr los!


Hallo Rayuna,
danke für deine Antwort, sie spricht mir schon sehr aus der Seele und spiegelt auf jeden Fall wider, was der eine Teil von mir denkt.
Das habe ich ja bis jetzt auch so beibehalten, es ist nur echt schwer; andere Verwandte, denen ich zumindest das letzte, was mein Vater gerissen hat, erzählt habe, wollen mir da auch reinquatschen. Ich dachte, ich sehe das vielleicht nicht mehr objektiv, durch deren "gute" Ratschläge, da sie meine Geschichte zumindest zum Teil kennen.

Ich finde ja auch, dass man sich wegen dem Titel "Vater" nicht erlauben kann, was meiner da alles verbrochen hat.
Du hast das schon sehr gut erkannt.

Ich werd auf jeden Fall weiter darüber nachdenken, und hoffe, dass ich weitere Antworten bekomme.

LG Heenie

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18. März 2009 um 12:43

Hallo Heenie1,
ich kenne das nur ist es meine Mutter. Ich würde Dir raten Ihm einen Brief zu scheiben in dem du dir alles von der Seele redest,damt er sieht was er falsch gemacht, wie Du dich die ganzen Jahre gefühlt hast und welche Angst Du vor Ihm hast. Und natürlich auch das Du Schwanger ist. Brief deshalb damit er Zeit hat darüber nach zu denken und danach sollte ER sich bei Dir melden. Und wenn keine Einsicht seiner Seite kommt ,würde ich den Kontakt ganz abbrechen. Ich denke Elten dürfen sich auch nicht alles erlauben und wenn Du Dich jedesmal "verstellen"musst damit eine Treffen "normal" abläuft kanns das doch auch nicht sein.

Lg

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18. März 2009 um 18:06
In Antwort auf hagir_12670786


liebe heenie,

deine geschichte hat mich sehr bewegt.....

wie wäre es, wenn du diesen thread ausdruckst und ihm schickst?

ich denke mal, auf dauer wird das nicht klappen, dass du ihn aus deinem leben streichst. er ist immerhin dein vater, und ich kann rauslesen dass du ihn auch irgendwo liebst.

vielleicht ist es einfach nicht der richtige zeitpunkt, jetzt wo du schwanger bist. vielleicht wartest du, bis dein baby auf der welt ist, und erklärst ihm dann in einem brief oder so wie du fühlst. und vor allem, dass du dich echt nicht belasten wolltest etc....

niemand kann von dir verlangen, dass du jetzt als schwangere an einen geburtstag gehst, der dich total aus der bahn werfen könnte

viel glück wünsch ich dir.....und alles liebe

LG

Vielen Dank,
eventuell wäre das ja was, ihm den Thread zu schicken.
Glaube mittlerweile, ich gehe nicht hin zum Geburtstag.

Ich fand deinen Beitrag schon hilfreich, irgendwie hat er, glaube ich, bestätigt, was ich selber dachte.

LG

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18. März 2009 um 18:11
In Antwort auf tia_12573577

Hallo Heenie1,
ich kenne das nur ist es meine Mutter. Ich würde Dir raten Ihm einen Brief zu scheiben in dem du dir alles von der Seele redest,damt er sieht was er falsch gemacht, wie Du dich die ganzen Jahre gefühlt hast und welche Angst Du vor Ihm hast. Und natürlich auch das Du Schwanger ist. Brief deshalb damit er Zeit hat darüber nach zu denken und danach sollte ER sich bei Dir melden. Und wenn keine Einsicht seiner Seite kommt ,würde ich den Kontakt ganz abbrechen. Ich denke Elten dürfen sich auch nicht alles erlauben und wenn Du Dich jedesmal "verstellen"musst damit eine Treffen "normal" abläuft kanns das doch auch nicht sein.

Lg

Das hört sich schon vernünftig an...
mit dem Brief. Vielleicht kann ich ihm ja erstmal ausrichten lassen, dass ich schwanger bin, mein Bruder sieht ihn ja. Dann kann er sich denken, dass Gelassenheit jetzt für mein Baby wichtig ist.
Aber ihn anschreiben möchte ich lieber, wenn meine Belastung nicht mehr meinem Baby schaden kann.

Danke dir für die Antwort, LG

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18. März 2009 um 18:35

Wow ,
als ich deinen Beitrag zu Ende gelesen hatte, habe ich mich schon etwas gewundert; da ich dachte, dass die Version, die ich erlebt habe nicht so schlimm ist, wie deine.
Mann, das ist echt krass, was dein Vater mit dir gemacht hat.

Vor allem, dein Kind zu beleidigen, was er ja getan hat, muss wirklich hart gewesen sein. Davor habe ich auch etwas Angst, dass mein Vater zu meinem Kind je irgendetwas sagen könnte, das es zum Weinen bringen könnte, oder eine abfällige Bemerkung über es macht. Da, muss ich sagen, wäre bei mir dann endgültig Feierabend, und ich befürchte, dass ich es so weit kommen lasse, wenn mein Vater jemals Opa spielen darf.

Auch, was er sonst mit dir gemacht hat, stelle ich mir sehr traumatisierend vor. Ich schätze, es ist besser für dich, dass es nun vorbei ist. Auch, wenn es schwer ist.

Bei dir scheint es sich ja nicht gelohnt zu haben, dass du es versucht hast.
Ich schätze, wenn ich mich überhaupt je wieder bei ihm melde, dann wenn mein Baby da ist, vorher kostet mich und das Kleine es zuviel Nerven.
Es ist wohl besser, mich nun auf andere Dinge zu konzentrieren. Ich habe ja noch genug vorzubereiten .

Freut mich ja, dass du auch schwanger bist! Ich hoffe, bei euch ist soweit alles OK. Es ist ja bald soweit!
Ich wünsche dir für deine weitere SS alles Gute, und für alles, was danach kommt!

Dein Beitrag hat mir sehr geholfen; ich fühle mich jetzt verstanden, und, auch wenn mir das wirklich leid tut, was du durchgemacht hast, war es gut, zu hören, dass es auch jemand anderem so ähnlich geht, wie mir.

Danke für deine Geschichte und deine lieben Worte!

Lg

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18. März 2009 um 18:53
In Antwort auf rainer_12481667

Er braucht selbst Hilfe
Dein Vater ist depressiv und cholerisch. Es ist gut Distanz zu ihm zu halten, da sonst jeder der sich gerade in seiner näheren Umgebung befindet seinen Hass abbekommt.

Er scheint große Probleme mit sich zu haben. Daher ist ein distanzierter Umgang zu empfehlen.
Ich hätte Dir ohnehin geraten keinen Unterhalt mehr anzunehmen um nicht von ihm abhängig zu sein. Du kannst ja arbeiten und Dein Geld schon selbst verdienen. Daher ist das mit dem Baby kein guter Zeitpunkt. Es ist jetzt jedoch nun mal da.
Darf man fragen ob es einen Vater dazu gibt der dazu steht?
Finde es jedoch gut dass er sich psychisch behandeln lässt.

Abstand zu ihm ist wichtig - schließt jedoch einen gepflegten Kontakt bei dem Du die Spielregeln bestimmst nicht aus, um in Zukunft weiterhin miteinander zu tun haben zu können. Auf ihn als helfenden Vater kannst Du momentan nicht zählen.

Ich würde an Deiner Stelle noch vor der Geburt Kontakt zu ihm aufnehmen. Dann hat er Gelenheit in dieser neuen Lage Reaktion zu zeigen. Eine Chance. Manchmal verändern sich Eltern ja wenn sie ihre Enkel sehen und alles wird anders.

Also ich rate Dir daher dazu zwar mit ihm Kontakt aufzunehmen, jedoch immer Distanz zu ihm zu wahren und nicht zu nah mit ihm zu werden. Zuvor hast Du wegen des Unterhaltes keine Distanz wahren können denke ich. Jetzt kannst Du jedoch selbstbestimmt das Verhältnis und die Nähe bestimmen die Dir angenehm ist und kannst Dich jetzt auch wehren.

Wenn er wieder einen Anfall bekommt oder respektlos wird, dann musst Du ihn in die Schranken weisen und Dich wehren. Dadurch lernst Du auch. Du brauchst den Kontakt auch um etwas abzuarbeiten und Dich abzunahbeln. Wenn Du den Kontakt einfach nur abbrichst, dann fehlt ein Entwicklungsschritt. Nämlich die Selbstbehauptung und das lernen desselben. Nur dann kannst Du Dich auch gegenüber anderen Menschen im Leben wehren - nämlich wenn Du es an Deinem Vater ausgeübt und gelernt hast. Sonst wirst Du immer wieder Opfer solcher Menschen in Deinem Umfeld und suchst Dir auch solche Männer früher oder später zum Vater.

Wichtig ist jedoch: Wenn er sich nicht zurecht weisen lässt und auf Deine Grenzsetzung eingeht und Rücksicht nimmt, dann kannst Du auf jeden Fall auch den Kontakt abbrechen. Dieser Zwischenschritt - nämlich erst einmal sich zu wehren, ohne dass ein Abhängigkeitsverhältnis besteht - ist erst mal wichtig. Wenn dies scheitert kannst du immer noch den Kontakt abbrechen.

Du musst ihm klar machen, dass wenn er einen Umgang mit Dir haben will, dieser respektvoll vonstatten gehen muss und er keine Sonderrechte bei Dir hat. am besten ist es keine Projekte wie Bewerbungen etc. mit ihm abzuhandeln und auch keine Hilfe erst mal von ihm in Anspruch zu nehmen auch wenn er sie anbietet. Erst mal muss das Verhältnis des respektvollen umgangs geklärt werden. Wenn das eine zeit lang gut geht, kann man über hilfe nachdenken. Ich bin gegenüber der Hilfe von seiner Seite her deshalb kritisch, weil er sich momentan mit seiner Krankheit selbst keine Hilfe sein kann. Daher ist er der falsche Ansprechpartner bei problemen. Er braucht selbst Hilfe.
Daher ist es gut wenn Du einen Partner hast auf den Du Dich verlassen kannst, der Dir Geborgenheit auf Dauer geben kann, so dass Du nicht auf Deinen Vater angewiesen bist.

Du bist noch sehr jung und das ist alles sehr hart. Allerdings sehe ich wegen dem Kontakt und so keine Gefahr für das Baby im Bauch. Da haben andere Babies schon anderes im Bauch miterleben müssen. Es kann eher schädlich sein wenn das Verhältnis ungeklärt ist und er auch noch eine Phase verpasst die unwiederbringlich ist: Nämlich die Geburt des Enkels. Wir wissen nicht wie er reagieren wird - kann sein dass das auch versöhnend und entspannend auf ihn wirken kann, also positiv auf Euer Verhältnis.


Ich wünsche Dir viel Kraft

Lieben Gruß

Danke, menschmeier!
Sehr sachliche Antwort, an der ich mich auch orientieren kann.
Ich glaube aber trotzdem, es wäre besser, mir JETZT ein mögliches Drama zu ersparen; es ist tatsächlich erwiesen, dass solch psychischer Stress sich negativ auf die geistige, bzw. psychische Entwicklung ungeborener Babys auswirkt. Stress habe ich so auch schon mehr als genug.

Ich bin mit dem Papa meines Babys zusammen, er ist eigentlich auch lieb zu mir. Momentan gibt es aber öfter mal Streit, und unsere Beziehung ist noch nicht so gefestigt.
Auch die finanzielle Situation bedarf noch Klärung, was mich zusätzlich belastet, da ich Angst habe, dass nicht alles klappt, bevor das Baby kommt.
Auch eine neue Wohnung benötigen wir, und ich habe noch nicht mal Bescheid bekommen, wann wir von den Ämtern aus umziehen dürfen. Ich bin schon im 5. Monat und dann gibt es ja noch Kündigungsfristen, etc.
Da habe ich, glaube ich, schon genug um die Ohren, das ist nur, was unmittelbar mit den Formalitäten der SS zu tun hat.

Aber einen distanzierten Kontakt in Zukunft ziehe ich in Erwägung, kann schon sein Gutes haben. Da stimme ich dir zu.
Mal sehen, ob ER es mir nicht unmöglich macht.........

LG

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18. März 2009 um 18:56
In Antwort auf bosse_12496773

Danke, menschmeier!
Sehr sachliche Antwort, an der ich mich auch orientieren kann.
Ich glaube aber trotzdem, es wäre besser, mir JETZT ein mögliches Drama zu ersparen; es ist tatsächlich erwiesen, dass solch psychischer Stress sich negativ auf die geistige, bzw. psychische Entwicklung ungeborener Babys auswirkt. Stress habe ich so auch schon mehr als genug.

Ich bin mit dem Papa meines Babys zusammen, er ist eigentlich auch lieb zu mir. Momentan gibt es aber öfter mal Streit, und unsere Beziehung ist noch nicht so gefestigt.
Auch die finanzielle Situation bedarf noch Klärung, was mich zusätzlich belastet, da ich Angst habe, dass nicht alles klappt, bevor das Baby kommt.
Auch eine neue Wohnung benötigen wir, und ich habe noch nicht mal Bescheid bekommen, wann wir von den Ämtern aus umziehen dürfen. Ich bin schon im 5. Monat und dann gibt es ja noch Kündigungsfristen, etc.
Da habe ich, glaube ich, schon genug um die Ohren, das ist nur, was unmittelbar mit den Formalitäten der SS zu tun hat.

Aber einen distanzierten Kontakt in Zukunft ziehe ich in Erwägung, kann schon sein Gutes haben. Da stimme ich dir zu.
Mal sehen, ob ER es mir nicht unmöglich macht.........

LG

Ach so,.....
in Behandlung scheint er erst seit kurzem zu sein, aber es wurde höchste Zeit .
Ich hoffe, er bleibt da auch schön, kann ja nur ein Gewinn für alle sein.

LG

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18. März 2009 um 20:08

Hallo Seldarius,
ich glaube, du hast Recht mit deinem Beitrag.
Jetzt ich & Baby. Später vielleicht wieder er.

Über einen Besuch bei einem Psychologen habe ich schon öfter aus mehreren Beweggründen nachgedacht, jedoch habe ich nach meinem Suizidversuch mit 15 schlechte Erfahrung mit solchen Leuten gemacht.

Ich wurde damals gezwungen, zu einem Kinderpsychologen zu gehen, bei dem ich in einer Gruppe Gleichaltriger vor einer PÄDAGOGIN saß. Man sollte dann erzählen, was man innerhalb einer Woche so erlebt hat; das nannten die dann Gruppentherapie!
Keiner hat sich dort wirklich geöffnet, oder sowas. Auch hat die Pädagogin hat die ganze Zeit über fast nichts gesagt, und sich stattdessen nur unverschämterweise, während man redete, die ganze Zeit Notizen über einen gemacht, über die man nie aufgeklärt wurde, nicht mal die Herren "Erziehungsberechtigten".
Auch haben die mit mir einen IQ-Test durchgeführt, ohne zu sagen, dass es einer war; das habe ich viel später durch Zufall erfahren!
Das ganze musste ich 1 1/2 Jahre mitmachen, sonst hätte man mich gar nicht aus der Irrenanstalt gelassen.

Seitdem bin ich persönlich von "Psychologen" bedient.
Die haben nur in meinem Privatleben geschnüffelt, und meine Zeit verschwendet.

Aber an sich ist das nicht die verkehrteste Idee, wenn man vernünftige Leute findet.

Über die Finanzierung und weitere Möglichkeiten meiner Lebensplanung habe ich mich beraten lassen. Die Weichen sind gestellt. Leider muss ich ständig warten, bis ich Rückmeldung von Behörden bekomme.

LG

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18. März 2009 um 20:09
In Antwort auf bosse_12496773

Ach so,.....
in Behandlung scheint er erst seit kurzem zu sein, aber es wurde höchste Zeit .
Ich hoffe, er bleibt da auch schön, kann ja nur ein Gewinn für alle sein.

LG

Ich wünsche Dir viiiiiiel viel Kraft für alles
Schön dass Du mit dem Kindsvater zusammen bist. Kümmere Dich erst mal um DICH und DEIN Leben.

Vergiss den Geburtstag von ihm. Aber ich fände es dennoch wichtig dass er Bescheid wissen sollte dass Du Mutter wirst. Denn die Geburt Deines Kindes ist eine einmalige Sache die auch unwiederbringlich ist für Großeltern.

Manchmal trifft man solche nicht wieder gut zu machenden Entscheidungen die man Jahre später vielleicht erst bereit.

Wenn nicht, dann auch nicht schlimm.

Liebe Grüße

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18. März 2009 um 20:31
In Antwort auf bosse_12496773

Das finde ich schon etwas hilfreicher
Meinst du, ich sollte es jetzt wagen, mit ihm zu reden, oder ihm einen Brief schreiben
Das ist echt nicht leicht für mich, ich musste schon heulen, als ich meinen Thread erstellt habe.
Und dieser psychische Stress wirkt sich ja negativ auf die Entwicklung meines Babys aus, das will ich auf keinen Fall aufs Spiel setzen!
Ich habe Angst, dass ich wieder enttäuscht werde, und alle Mühe dann umsonst war.

Sicher ist es auch schön, einen netten Opa zu haben für mein Kind, aber eben einen netten! Da habe ich auch Bedenken, weil ich weiß, wie sein Verhalten mir als Kind geschadet hat!
Das kann ich nicht zulassen, dass er sich in Gegenwart meines Kindes so verausgabt, aber ich habe ja keine Kontrolle über ihn.

Ich finde nicht, dass mich irgendeine Schuld trifft für das, was er gemacht hat, vor allem nicht als Kind. Ich konnte es ihm einfach nicht recht machen, und ich habe auch keine Lust, ihm in den Popo zu kriechen.

Was meinst du?

Oh je!
Das tut mir ehrlich leid ,was Du alles mitmachen mußtest!

Also Ich würde nicht hin gehen,grade weil Du schwanger bist & Dich sicher aufregen wirst!

Die Idee mitm Brief finde Ich wesentlich besser!
Da kannst Du Dir alles von der Seele schreiben,
was meist besser geht als es zu sagen,
und er kann dann darauf reagieren!

Wenn er es sich danach nicht bei Dir meldet,
ist es zwar schlimm für Dich & tut weh!

Aber Du mußt jetzt an Dich & Deine eigene kleine Family denken!
Alles Gute!
Pechmarie

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18. März 2009 um 22:58

Liebe heenie
danke, dass du dich uns anvertraut hast. deine geschichte hat mich sehr berührt und ich dachte zuerst,wir haben den gleichen vater. aber meiner war schlimmer,zumindest scheint es mir in der erinnerung so aber vermutlich war meiner nur anders schlimm als deiner, unsere schmerzen und verletzungen sind wahrscheinlich fast gleich. es ist erschreckend zu sehen,wieviele kindheiten es gibt,die deiner ähneln,wieviele kinder ihren unberechenbaren eltern hilflos ausgeliefert sind. und diese kinder bekommen dann-so wie du-auch noch die schuld an allem zugewiesen,an der zerbrochenen elternehe und an den seelischen nöten des vaters. aber diesen schuh sollte sich wirklich niemand anziehen,von daher fand ich es sehr gut,was seldariuas dir über eine psychotherapie geschrieben hat.so eine therapie könnte dir helfen,die dinge aus der richtigen perspektive zu sehen.denn du bist in dieser familiengeschichte nie ein täter gewesen sondern immer nur das opfer.und keinesfalls darfst du es zulassen,dass dich irgendjemand in die täterrolle drängt. jemand schrieb dir (ranya oder so,sry,hab den nick grad vergessen),dass es die eltern sind, die sich um ihre kinder kümmern müssen,nicht umgekehrt.hinter diese aussage gehören hundert ausrufezeichen.deine eltern sind erwachsen.und sie waren auch schon erwachsen,als du noch ein kind warst ! sie waren verantwortlich für ihr tun,nicht du. es war und ist an ihnen,zu sagen und zu zeigen "ich liebe dich bedingungslos,egal,was du tust". das dilemma ist,dass man als "das kind" immer und immer wieder auf zeichen der liebe und zustimmung hofft und darüber bereit ist,unheimlich viel einzustecken.und immer wieder macht man den ersten schritt in der hoffnung,dass jetzt doch endlich mal was zurückkommen muss.aber es kommen immer nur neue forderungen und vorwürfe.das ist so traurig.
soviel allgemein.
und nun zu dem,was du jetzt tun sollst: ich habe keine ahnung
ich glaube aber nicht,dass der beginn einer psychotherapie negative auswirkungen auf dein ungeborenes kind hat . nach der geburt hast du noch weniger zeit und dann hätte dein kind - wenn überhaupt - noch mehr unter den auswirkungen einer therapie auf dein seelenleben zu leiden.so gesehen müsstest du eine therapie bis zum sanktnimmerleinstag aufschieben.
ich hatte es eigentlich in deinem text so verstanden,dass dein bruder eurem vater sagen wollte,dass du schwanger bist. also weiß dein vater es schon? ich fände es gut,wenn dein vater es von deinem bruder erfährt.so hat dein vater die möglichkeit,in irgendeiner form darauf zu reagieren.er wäre also am zug. irgendjemand schrieb,dass man die großeltern nicht um die schwangerschaft und die geburt des enkels bringen darf. das ist totaler unsinn! lediglich mütter und schwiegermütter interessieren sich für die schwangerschaft und die geburt,großväter werden davon gerne verschont und sind absolut zufrieden,nachher mit dem ergebnis konfrontiert zu werden du musst also jetzt nichts übers knie brechen.nebenbei-auch wenn er als vater der totale loser war,kann er doch als großvater sehr brauchbar sein.das eine muss mit dem anderen rein garnichts zu tun haben.
an deiner stelle würde ich mir gewissheit verschaffen,dass mein vater von meinem bruder informiert wurde.und dann würde ich abwarten,ob sich der frischgebackene großvater nach der geburt meldet. das wäre dann zumindest mal ein zeichen,ein grund um an der beziehung zu ihm weiter zu arbeiten.
dem anstehenden geburtstag deines vaters würde ich fernbleiben. er hat dich doch nicht persönlich eingeladen,oder. vielleicht wäre eine glückwunschkarte nett, mit dem zusatz, du hättest gehört, dass er jetzt völlig neue wege beschreitet und du darüber gerne mehr von ihm hören würdest. damit hättest du ihm alle türen geöffnet.und wenn er es nicht begreift,soll er deine karte seiner therapeutin zeigen,die wird es schon verstehen.
ich wünsche dir und deinem baby alles alles gute !

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19. März 2009 um 1:26
In Antwort auf rainer_12481667

Ich wünsche Dir viiiiiiel viel Kraft für alles
Schön dass Du mit dem Kindsvater zusammen bist. Kümmere Dich erst mal um DICH und DEIN Leben.

Vergiss den Geburtstag von ihm. Aber ich fände es dennoch wichtig dass er Bescheid wissen sollte dass Du Mutter wirst. Denn die Geburt Deines Kindes ist eine einmalige Sache die auch unwiederbringlich ist für Großeltern.

Manchmal trifft man solche nicht wieder gut zu machenden Entscheidungen die man Jahre später vielleicht erst bereit.

Wenn nicht, dann auch nicht schlimm.

Liebe Grüße

Nett von dir,
danke.
Ich werde meinem Bruder dann mal "erlauben", meinem Vater zu sagen, dass ich schwanger bin .
Er soll mich aber erstmal in Ruhe lassen, das kann man ihm ja auch beibringen.

LG

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19. März 2009 um 1:29
In Antwort auf pechmarie16

Oh je!
Das tut mir ehrlich leid ,was Du alles mitmachen mußtest!

Also Ich würde nicht hin gehen,grade weil Du schwanger bist & Dich sicher aufregen wirst!

Die Idee mitm Brief finde Ich wesentlich besser!
Da kannst Du Dir alles von der Seele schreiben,
was meist besser geht als es zu sagen,
und er kann dann darauf reagieren!

Wenn er es sich danach nicht bei Dir meldet,
ist es zwar schlimm für Dich & tut weh!

Aber Du mußt jetzt an Dich & Deine eigene kleine Family denken!
Alles Gute!
Pechmarie

Danke für den Beitrag, Pechmarie!
Darauf kann ich bestimmt hinarbeiten.

LG

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19. März 2009 um 2:12
In Antwort auf wim_12861791

Liebe heenie
danke, dass du dich uns anvertraut hast. deine geschichte hat mich sehr berührt und ich dachte zuerst,wir haben den gleichen vater. aber meiner war schlimmer,zumindest scheint es mir in der erinnerung so aber vermutlich war meiner nur anders schlimm als deiner, unsere schmerzen und verletzungen sind wahrscheinlich fast gleich. es ist erschreckend zu sehen,wieviele kindheiten es gibt,die deiner ähneln,wieviele kinder ihren unberechenbaren eltern hilflos ausgeliefert sind. und diese kinder bekommen dann-so wie du-auch noch die schuld an allem zugewiesen,an der zerbrochenen elternehe und an den seelischen nöten des vaters. aber diesen schuh sollte sich wirklich niemand anziehen,von daher fand ich es sehr gut,was seldariuas dir über eine psychotherapie geschrieben hat.so eine therapie könnte dir helfen,die dinge aus der richtigen perspektive zu sehen.denn du bist in dieser familiengeschichte nie ein täter gewesen sondern immer nur das opfer.und keinesfalls darfst du es zulassen,dass dich irgendjemand in die täterrolle drängt. jemand schrieb dir (ranya oder so,sry,hab den nick grad vergessen),dass es die eltern sind, die sich um ihre kinder kümmern müssen,nicht umgekehrt.hinter diese aussage gehören hundert ausrufezeichen.deine eltern sind erwachsen.und sie waren auch schon erwachsen,als du noch ein kind warst ! sie waren verantwortlich für ihr tun,nicht du. es war und ist an ihnen,zu sagen und zu zeigen "ich liebe dich bedingungslos,egal,was du tust". das dilemma ist,dass man als "das kind" immer und immer wieder auf zeichen der liebe und zustimmung hofft und darüber bereit ist,unheimlich viel einzustecken.und immer wieder macht man den ersten schritt in der hoffnung,dass jetzt doch endlich mal was zurückkommen muss.aber es kommen immer nur neue forderungen und vorwürfe.das ist so traurig.
soviel allgemein.
und nun zu dem,was du jetzt tun sollst: ich habe keine ahnung
ich glaube aber nicht,dass der beginn einer psychotherapie negative auswirkungen auf dein ungeborenes kind hat . nach der geburt hast du noch weniger zeit und dann hätte dein kind - wenn überhaupt - noch mehr unter den auswirkungen einer therapie auf dein seelenleben zu leiden.so gesehen müsstest du eine therapie bis zum sanktnimmerleinstag aufschieben.
ich hatte es eigentlich in deinem text so verstanden,dass dein bruder eurem vater sagen wollte,dass du schwanger bist. also weiß dein vater es schon? ich fände es gut,wenn dein vater es von deinem bruder erfährt.so hat dein vater die möglichkeit,in irgendeiner form darauf zu reagieren.er wäre also am zug. irgendjemand schrieb,dass man die großeltern nicht um die schwangerschaft und die geburt des enkels bringen darf. das ist totaler unsinn! lediglich mütter und schwiegermütter interessieren sich für die schwangerschaft und die geburt,großväter werden davon gerne verschont und sind absolut zufrieden,nachher mit dem ergebnis konfrontiert zu werden du musst also jetzt nichts übers knie brechen.nebenbei-auch wenn er als vater der totale loser war,kann er doch als großvater sehr brauchbar sein.das eine muss mit dem anderen rein garnichts zu tun haben.
an deiner stelle würde ich mir gewissheit verschaffen,dass mein vater von meinem bruder informiert wurde.und dann würde ich abwarten,ob sich der frischgebackene großvater nach der geburt meldet. das wäre dann zumindest mal ein zeichen,ein grund um an der beziehung zu ihm weiter zu arbeiten.
dem anstehenden geburtstag deines vaters würde ich fernbleiben. er hat dich doch nicht persönlich eingeladen,oder. vielleicht wäre eine glückwunschkarte nett, mit dem zusatz, du hättest gehört, dass er jetzt völlig neue wege beschreitet und du darüber gerne mehr von ihm hören würdest. damit hättest du ihm alle türen geöffnet.und wenn er es nicht begreift,soll er deine karte seiner therapeutin zeigen,die wird es schon verstehen.
ich wünsche dir und deinem baby alles alles gute !

Lieber Strombo,
deine Antwort hat mir sehr gefallen. Wirklich erschreckend, wie viele noch Eltern haben, die sie so schlecht behandelt haben .
Umso mehr fühle ich mich aber nun verstanden. Eben, weil mir im Laufe meines Heranwachsens immer klarer wurde, dass es nicht normal ist, was bei uns abging, und ich immer weniger verstand, wie man DAS alles seinem Kind antun kann, das man ja ach so sehr liebt, habe ich ja so einen Hass auf meinen Vater.

Ich musste lächeln, als ich las, dass du keine Ahnung hast, was ich tun soll , ist natürlich meine Entscheidung.

Die Idee mit der Therapie ist schon einen Versuch wert; abgesehen davon, dass ihr schon recht damit habt, habe ich schon öfter selbst ernsthaft in Erwägung gezogen, meine Psyche mal "aufzuräumen".

Zu deiner Frage: Nein, bisher habe ich meinen Bruder gebeten, da dicht zu halten, und er hat mir schweren Herzens sein Wort gegeben. Ich kann mich schon darauf verlassen, dass er es nicht gesagt hat. Ich habe aber mit meinem Bruder auch über dieses zufällige Telefonat gesprochen, das ich mit meinem Vater geführt habe. Er hätte wohl auch gern, wenn mein Vater davon erfahren dürfte. (Es tat mir etwas für ihn leid; mein Bruder ist keine "Heulsuse", hatte in der Situation aber Tränen in den Augen .)

Als ich mit meinem Vater gesprochen habe, hat er mich schon auch selber eingeladen. Ich sagte, dass ich es mir vielleicht überlege, aber, immer, wenn ich darüber nachdenke, mich das alles wieder sehr aufwühlt.
Ich habe in der kontaktfreien Zeit aber auch deutlich gemacht, dass ich es nicht wünsche, dass mir mein Vater nachspioniert; ich habe nämlich von meinem Bruder und meiner Mutter erfahren, dass er die beiden über mich ausgefragt hatte, und zwar auch darüber, ob ich "auf den Strich gehen" oder Drogen nehmen würde, wie mein Bruder es mir ausrichtete.
Da reichte es mir dann vollkommen, und ich sagte ihnen, dass es ihn nichts angehe, was ich mache, vor allem, wenn er so blöde Fragen stelle .
Daraufhin schien er das dann zu lassen.

Naja, aber er soll mal erst seinen Geburtstag ohne mich feiern. Die Idee mit der Karte und dem zusätzlichen Kommentar zu seiner Therapie finde ich gut.

Ich danke dir!

LG

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19. März 2009 um 2:38

Du hast mich wiklich ermutigt,
das mal in Angriff zu nehmen. Ich finde das Thema Psychologie ohnehin sehr interessant, und ich muss sagen, du hast mich sehr neugierig gemacht mit dem, was offenbar aus deiner eigenen Erfahrung resultiert.

(Nur noch ne Kleinigkeit: Im Nachhinein habe ich mir gedacht, weswegen sich diese "Therapeutin" Notizen über mich gemacht hat, das hat mir nur keiner von denen damals je erklärt. Mit 15 unterlag meine angebliche psychische Situation noch nicht ärztlicher Schweigepflicht, die galt erst ab16, aber immer wurden halbjährlich auch Sitzungen mit den Eltern zusammen durchgeführt, bis Ende der Maßnahme, in der den Eltern dann gesagt worden ist, inwiefern man sich einbringt,usw. Also nichts mit Diskretion! Auch die "Therapie" fand ja in Gegenwart fremder Jugendlicher statt, die alles hätten jedem erzählen können.)

Um auf eine neue mögliche psychotherapeutische Behandlung zurückzukommen: Da wäre ich wirklich höchst interessiert und halte das für sinnvoll.
Seit ich schwanger bin, habe ich wirklich schon die Angst gehabt, dass ich irgendwie meinen Eltern ähneln könnte, oder etwas anderes fabrizieren könnte, womit ich meinem Kind schade, und das will ich ja auf keinen Fall (mein armes Baby )!
Gerade für mein Kind will ich ja eine Mama sein, die noch alle beieinander hat ! Sonst mache ich vielleicht irgendwelche schlimmen Fehler, ohne es zu merken!

Danke für deinen Erfahrungsbericht, und deine Ermutigung!
Du hast mir geholfen!

LG

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19. März 2009 um 15:30

Ja,
das finde ich auch wichtig.
Ich denke, dass ich damit umgehen kann.

Danke noch mal.

LG

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19. März 2009 um 23:48

Das mit den Selbstschutzgründen..
habe ich vor einem Jahr auch in dem Brief geschrieben. Mein Vater hat das dann als lächerlich hingestellt, da er ja nie vorgehabt habe, mich zu schlagen (wie er mir ja vor Jahren angedroht hatte!).
Aber dadurch, dass man von anderen sowas gesagt bekommt, glaubt man ja schon mal Sachen, die man eigentlich anders sieht, und bei denen eindeutig ist, dass du recht hast.
Da bekomm ich schon wieder Aggressionen diesem Mann gegenüber, wenn mein eigener, ursprünglicher Eindruck so bestätigt wird. Und ich frage mich, was das überhaupt soll, mit DEM Kontakt aufzunehmen !

Andere Familienmitglieder vermitteln mir gerne das Gefühl, ja sooo hart und streng zu sein; jeder mache ja mal Fehler .
Sowas nach dem Motto bekomme ich jedenfalls immer zu hören, wenn ich mit meiner Oma rede, meinen Bruder frage, etc.

Man glaubt ja solchen Leuten und lässt sich fast noch ein schlechtes Gewissen einreden.

Sogar meine Mutter, die ihn nun wirklich nicht leiden kann, meinte vor ein paar Tagen, als ich ihr erklärte, dass ich nicht wolle, dass mein Vater eines Tages einfach tot sei, und fertig: "Eben!" , und dass ich dann ja erst recht fertig wäre .

Also jetzt bin ich echt wieder an dem Punkt, dass ich denke, selber schuld, kann ich nichts für, was DER sich alles erlaubt hat.
Langsam denke ich wieder, dass ich meine Zeit und Nerven verschwende.

Danke für deinen Beitrag; er hat mir wirklich teilweise wörtlich wiedergegeben, was ich vor einem Jahr, als ich eigentlich entschieden hatte, dass mein Vater mir für immer den Buckel runterrutschen kann, selbst gedacht hatte. Das war wie eine Erinnerung, weshalb alles so gekommen ist.
Eigentlich ist es ja reine Vernunft.

Ich weiß nicht, ob ich ihm überhaupt verzeihen könnte, wenn er es versuchen würde, wahrscheinlich nicht, aber das ist ja schon allein eine rein fiktive Vorstellung .

Das heißt nichts schlechtes; ich denke momentan, dass dies doch eigentlich der Weg ist, den ich von Anfang an gehen wollte.

Ach, ich weiß auch nicht, im Moment bin ich einfach nur sauer..................Es wird ja seine Gründe gehabt haben, weshalb ich es doch wieder in Betracht gezogen habe, mit ihm.
Aber irgendwie kommen die mir gerade äußerst nichtig vor..........

Auf jeden Fall danke ich dir.

LG

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22. März 2009 um 0:08
In Antwort auf bosse_12496773

Das mit den Selbstschutzgründen..
habe ich vor einem Jahr auch in dem Brief geschrieben. Mein Vater hat das dann als lächerlich hingestellt, da er ja nie vorgehabt habe, mich zu schlagen (wie er mir ja vor Jahren angedroht hatte!).
Aber dadurch, dass man von anderen sowas gesagt bekommt, glaubt man ja schon mal Sachen, die man eigentlich anders sieht, und bei denen eindeutig ist, dass du recht hast.
Da bekomm ich schon wieder Aggressionen diesem Mann gegenüber, wenn mein eigener, ursprünglicher Eindruck so bestätigt wird. Und ich frage mich, was das überhaupt soll, mit DEM Kontakt aufzunehmen !

Andere Familienmitglieder vermitteln mir gerne das Gefühl, ja sooo hart und streng zu sein; jeder mache ja mal Fehler .
Sowas nach dem Motto bekomme ich jedenfalls immer zu hören, wenn ich mit meiner Oma rede, meinen Bruder frage, etc.

Man glaubt ja solchen Leuten und lässt sich fast noch ein schlechtes Gewissen einreden.

Sogar meine Mutter, die ihn nun wirklich nicht leiden kann, meinte vor ein paar Tagen, als ich ihr erklärte, dass ich nicht wolle, dass mein Vater eines Tages einfach tot sei, und fertig: "Eben!" , und dass ich dann ja erst recht fertig wäre .

Also jetzt bin ich echt wieder an dem Punkt, dass ich denke, selber schuld, kann ich nichts für, was DER sich alles erlaubt hat.
Langsam denke ich wieder, dass ich meine Zeit und Nerven verschwende.

Danke für deinen Beitrag; er hat mir wirklich teilweise wörtlich wiedergegeben, was ich vor einem Jahr, als ich eigentlich entschieden hatte, dass mein Vater mir für immer den Buckel runterrutschen kann, selbst gedacht hatte. Das war wie eine Erinnerung, weshalb alles so gekommen ist.
Eigentlich ist es ja reine Vernunft.

Ich weiß nicht, ob ich ihm überhaupt verzeihen könnte, wenn er es versuchen würde, wahrscheinlich nicht, aber das ist ja schon allein eine rein fiktive Vorstellung .

Das heißt nichts schlechtes; ich denke momentan, dass dies doch eigentlich der Weg ist, den ich von Anfang an gehen wollte.

Ach, ich weiß auch nicht, im Moment bin ich einfach nur sauer..................Es wird ja seine Gründe gehabt haben, weshalb ich es doch wieder in Betracht gezogen habe, mit ihm.
Aber irgendwie kommen die mir gerade äußerst nichtig vor..........

Auf jeden Fall danke ich dir.

LG

Schieb!

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15. September 2015 um 13:27

Hi, ich stellte mir gerade dieselbe Frage
Hi, ich fand deinen Text sehr bewegend und möchte dir erzählen, dass ich momentan auch keinen Kontakt zu meinem Vater mehr habe. Es ist ähnlich schwierig wie bei dir. Meine Eltern haben sich vor zwei Jahren getrennt was definitiv die richtige Entscheidung war.
Manchmal, vor allem wenn ich sehe wie andere Familien miteinander umgehen (Die Familie meines Freundes) wünsche ich mir, genau so wie du vielleicht auch, dass ich auch so eine funktionierende Familie hätte.

Mein Vater jedoch hat immer aus allem einen Streit angezettelt und uns Kinder, sowie meine Mutter, bevormundet und auch so etwas angedroht wie du gerade sagst.

Circa 10% unserer Bevölkerung sind ''Psychopathen''. Ich mag dieses Wort nicht aber es beschreibt genau diese Menschen, die anderen Schaden zufügen wollen. Diese Art die Gefühle anderer lächerlich zu machen ist mir extrem vertraut. Es ist nicht einfach. Ich habe bereits den Kontakt abgebrochen, spiele aber auch mit dem Gedanken es erneut zu versuchen. Doch man wird immer und immer wieder enttäuscht. Ich überlege gerade ob ich auch einen Brief schreiben soll. Ich denke mein Vater würde es niemanden erzählen, wenn ich ihm schreibe, dass ich seine Art anderen die Hölle heiß zu machen und zu beleidigen, weil er ja 'der Tollste' ist. Und das ist der Punkt. Er will alles überspielen, sodass alle ihm Absolution erteilen und ihm freien Lauf lassen. Doch das ist nicht richtig.

Daher werde ich es wohl irgendwann tun. Ihm schreiben. Doch ohne die Hoffnung, dass es irgendetwas ändern wird.

Ich denke du lebst besser, wenn du dir nicht erhoffst er würde sich irgendwann noch ändern. Er hat für sich seine Entscheidung getroffen dieses Leben so führen zu wollen und wahrscheinlich ist es ihm im Innersten egal, was für psychische Schäden er bei anderen Menschen anrichtet. Denn ich denke es müsste ihm ein bisschen bewusst sein.

Wie schon in anderen Kommentaren gesagt, lebe dein Leben. Mach das beste daraus für dich, denn du hast nur dieses eine. Und es ist deine Entscheidung wie du es gestaltest und nicht die deines Vaters. Dass er dein Vater ist, bedeutet nicht du müsstest den Kontakt zu ihm suchen. Und wenn er es tut kannst du darüber entscheiden ob du es willst oder nicht. Lass dich nicht beeinflussen.

Ich hoffe ich konnte etwas dazu beitragen, dass es dir besser geht.

Lg

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