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Soll ich mich trennen, oder an mir arbeiten - Streit und ständige Diskussionen ohne Ergebnisse

31. Mai 2014 um 15:31 Letzte Antwort: 9. Juni 2014 um 22:47

Bin seit 18 Jahren verheiratet und hatte lange eine extrem gute Zeit, nun aber seit 4 Jahren gibt es nur mehr Probleme, was tun?

Zuerst einmal zu meiner Geschichte, habe geheriatet und war schon damals ziemlich erfolgreich. Meine Frau hat nicht gearbeitet, da ich es nicht wollte, weil das was sie verdient hätte ich mit meinen Geschäften in 2 Tagen verdient habe. Ich habe Ihr anfangs dann ein Geschäft gemacht, wo sie aber ständig von mir Unterstützung wollte, sodass ich weniger Zeit hatte und es wieder beendete. Danach sind wir mehmals ins Ausland gezogen, wobei wir auch 3 Kinder bekommen haben. Ich habe mich um das Geld verdienen gekümmert und auch versucht zwischendurch für die Famile alles was ich kann zu tun. Wobei meine Frau das meiste tat aber immer mich um Rat gefragt hat. Sie war bei der Heriat erst 19 ich 8 Jahre älter.
Eigentlich hat sie mir immer gefolgt, wobei ich jetzt sehe, dass es nicht so fair war, jedoch hatte ich durch meine Lebenerfahrung und vielen Geschäftszweige viel Wissen und Mut wie man Dinge "erledigt". Wir haben an Cote Azur gelebt, in Asien, etc.
Mit der Zeit habe ich aber meine Geschäfte verscuht von zuhause aus zu machen, wobei ich natürlich dann nur Laptop benötigte. Ich habe dann Mitarbeiter reduziert um flexibel zu sein und auch übersiedeln zu können und wollte mich geschäftlich nie an einen Standort festlegen. Mit der Zeit wurde ich immer mehr eingeschränkter sodass ich fast nur mehr zuhause war. Auch für sie war es sicher schwer und es entstand immer mehr eine Abhängigkeit durch den immer geringer werdenden Kontakt zur Aussenwelt und der eingeschränkten Kompfortzone.
Irgenwann kam die Krise und ich wollte plötzlich nicht mehr, da ich fühlte das ich viel verpasst habe, enttäuscht wurde da der Sex zwar nicht mehr wie am Anfang war und ich mich um mein Leben betrogen fühlte.
Normal bin ich ein Mensch der Abenteuer und Risiko liebt und gerne Neues versucht und ein Draufgänger ist. Irgendwie gab ich ihr die Schuld und der Familie das aus mir ein Mann geworden ist der ich nicht sein wollte. Es kam mehr und mehr zu Streitereien da sie mir viele Vorwürfe machte: z.B.: du hast mich geheiratet und Kinder gemacht, jetzt musst du da durch, usw. ich fühlte mich erdrückt vor Verantwortung und gleichzeitig das ich an einen Punkt kam, wo es mir nicht gut ging und ich was ändern musst, doch wusste ich nicht was.

Mitlerweile nach Paartherapien die nichts gebracht haben ausser viel Gerede und das Gefühl ich weiss nicht genug über mich und sie etc.
Sozusagen denke ich immer noch, ich muss noch mehr lernen, besser sein, dann klappt die Ehe und wir werden wieder glücklich.
Bei Problemen meint sie immer sie ist "verletzt" und verscuht mich mit Sexentzug zu bestrafen, mit der Behauptung sie kann keine Nähe zu mir zulassen, etc.
Das ärgert mich wieder und es entstehen noch mehr Streitpunkte. Ich fühle mich dann nicht geliebt, begehrt, etc.
Auch kann ich mir nicht vorstellen wie eine Trennung passieren soll, da wir 3 Kinder haben.
Ich erkenne aber, dass das Geräde über die Probleme nichts ändert und das ich am Liebsten weg will, weil ich nicht mehr diese Streitereien und Routine will.
Ich weiss genau dass ich sehr viel Anteil am Ganzen habe und vieles auch teilweise durch das Elternbild.
Mein Vorbild war früher mein Onkel der viel Geld verdient hatte doch mit 49 gestorben ist ohne selbst viel für sich zu tun sondern nur für sein Familie. Seitdem wankelt auch mein Bild das meine Familie das Wichtigste sei.

Gerne würde ich von Euch Ideen zur Veränderung hören, damit ich meinen eingeschränkten Horizont durch Verwicklungen vielleicht ändern kann.

Hinzufügen will ich das meine Frau wenn ich sie dann ignoriere mich dann immer wieder anrufst, sucht, etc. also Anerkennung bei mir sucht. Sie erinnert mich an Ihre Mutter die mit ihrem Vater anhängig zusammen leben und der Vater bereits 3 Schlaganfälle hatte und beide zusammen zu Hause sitzen und abhängig von einander sind. Er von ihr weil er Pflege braucht und sie weil sie auf seine Anerkennung hofft und beiden geht es nicht gut.

Muss ich mich trennen oder kann ich durch neue Gedanken mein Leben zum Besseren verändern. Manchmal kommt mir eine Trennung leichter vor, dann denke ich wieder an die Kinder, die schon viele Jahre unsere Streitereien und Unzufriedenheit mitbekommen haben und bereits traurig wirken.

Danke für eure Vorschläge - ich bin auch für Kritik offen und "gestehe" as ich viele Fehler gemacht habe - doch ich kannte es nicht anders. Ich bin lieber an Lösungen als an Vorwürfen interessiert.


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31. Mai 2014 um 21:26

Das weiss ich nicht?
Das weiss ich nicht - ich weiss nicht ob es Liebe oder Gewohnheit ist.
Wenn ich verreist bin, dann denke ich positiver über sie, freue mich aber allein zu sein und mich frei zu fühlen, also den Druck der Nähe und ihre vielen Fragen und Anrufe nicht zu haben. Wenn sie mich aber nicht anruft oder nicht "kümmert" denke ich wieder das sie mich nicht liebt ... Keine Ahnung ob ich sie liebe oder eher geliebt werden will ??? Klingt komisch, vielleicht ist es eine Abhängigkeit geliebt sein zu wollen die mich da hält. Danke das war eine wirklich gute Frage.
Ich denke gerade nach, dass ich eigentlich ihr eigentlich einen hohen Status gebe: Mutter meiner Kinder, soviele Jahre gemeinsam verbracht, kennt mich gut, ... etc. und ich denke, dass ich deshalb eher von ihr geliebt sein will als von einer anderen Frau die eben nicht diesen Status bei mir hat. Komisch! Angenommen es käme jetzt eine Frau die in meinen Gedanken einen tollen Status hat, also Wert und die mich dann Liebe gibt, dann würde ich eher da loslassen und mir die Beziehung suchen, wo ich mehr lachen kann, Freude spüre, ... - also ich glaube ich habe einen Mangel an mich geliebt zu fühlen. Vielleicht zu Unrecht, vielleicht auch wahr, denn die Zeit jetzt wo wir uns streiten und wenig gelacht wird, fühlt sich keiner so geliebt, weder ich noch sie. Denn auch sie wirft mir vor, dass sie geliebt werden will und es von mir nicht bekommt.
Komisch nur dass ich es früher nicht gebraucht habe oder irgendwie das Gefühl hatte, begehrt und geliebt zu sein und jetzt überhaupt nicht. Wenn sie sich für mich interessiert, denke ich sofort dass sie so abhängig ist und etwas von mir will, anstatt zu denken dass sie mich liebt.

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9. Juni 2014 um 22:47

Da hat sich einiges zusammengetragen
Du bist 8 Jahre älter.
Am Anfang hast du anscheinend gern und viel für sie geregelt, weil du der Meinung warst, dass es besser ist wenn Du das machst, weil du so viel Erfahrung, Mut und Wissen hast. Du hast auch ihr arbeiten gehen nicht unterstützt.

Dadurch konnte sie nicht eigenständig werden. Vielleicht hast du dir auch unterbewusst eine Frau ausgesucht, die nicht sehr selbständig war und die dir folgt, (deine Worte).

Du schreibst, dass du immer mehr von zu Hause aus gearbeitet hast. Ich nehm mal an das war deine Entscheidung? Du schreibst nichts Gegenteiliges.

"Irgenwann kam die Krise und ich wollte plötzlich nicht mehr, da ich fühlte das ich viel verpasst habe, enttäuscht wurde da der Sex zwar nicht mehr wie am Anfang war und ich mich um mein Leben betrogen fühlte."

Wieso ist jetzt deine Frau daran schuld, dass du was verpasst hast und dass du dich um dein Leben betrogen fühlst????! Das kommt für mich überhaupt nicht klar raus. Du warst doch immer der, der entschieden hat.

Eure Spielchen mit Ignoranz und Distanz ... kindisch von euch beiden. Schaut mal was dahinter steht wenn du meinst sie mit Ignoranz erziehen zu müssen und sie meint mit Distanz dich bestrafen zu müssen. Nehmt ihr einander überhaupt ernst?


Du hast ziemlich viel Scheiße gebaut (Ehe und Familie sind nunmal keine Geschäfte), wie du ja selber schon bemerkt hast und jetzt würdest du am liebsten Konkurs anmelden ... tja und jetzt bemerkst du: Es geht um Menschen. Zumindest deine Kinder liebst du. Einfach abhauen und weglaufen ist nicht fair. (auch deine Worte)

Deine Frau hat anscheinend echte Probleme dadurch, dass sie immer sehr abgekapselt gelebt hat.

Gib euch noch eine Chance. Da waren ziemlich viele Entscheidungen einfach genau dein Ding.
Wenn du dich trennst, wird es kurzfristig vielleicht lustiger, aber es holt dich ein. Vieles was dich jetzt belastet, hat nicht Ursache in deiner Beziehung. Die sind einfach nur deine eigene Probleme. Die werden sich nicht in Luft auflösen.

Für mich stehst du vor einer Wand. Gerade aus weiter - geht es nicht. Du wirst einmal ein paar Schritte zurück machen und dich mal selber anschauen müssen, dann kannst du vielleicht auch erkennen was hinter der Wand ist.

Und deine Frau wird vielleicht auch mal an sich selber arbeiten müssen. Das muss aber von ihr selber kommen.

Dazu gehört einmal gegenseitiges Vertrauen und Verzeihen.

Und der Sex wird von selber wieder spannender, wenn die Beziehung auffrischt weil jeder an sich arbeitet.

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