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Sohn = Weichei (in den Augen des Vaters)

21. September 2008 um 15:28

Ich hatte ja vor kurzem schon n Thread zu diesem Thema verfasst... es geht dabei um einen meiner besten Kumpel, den ich schon ne kleine Ewigkeit kenne und der mir als Freund unheimlich wichtig is ! Aus finanziellen Gründen wohnt er noch im HOTEL MAMA und obwohl er erwachsen is, würgt ihm sein Vater ständig dumme Sprüche rein In den Augen seines Dads is er n Weichei und die kleine Schwester is die Heilige Sein Vater hat sogar schon mal gesagt, dass es besser gewesen wäre, wenn er gleich als Mädel auf die Welt gekommen wäre Scheinbar hätte der Vater gern einen "richtigen" Kerl zum Sohn gehabt, der auf Fußball, Motorräder, Mädels aufreißen & Co. steht Der "Witz" an der Sache is nur, dass die kleine Schwester auch nicht "männerhaft" is, sondern total durch und durch feminin... Wieso findet der Vater sie trotzdem sooo toll, was meint ihr?

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21. September 2008 um 15:44

Hintergründe kenne ich leider auch nicht so wirklich...
An was für charakterliche Punkte dachtest du?

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21. September 2008 um 21:23

...
kenne ich auch.
bei mir liegts aber daran, dass er denkt,
weil ich keine frau mit nach hause bringe, dass ich
schwul bin, jedenfalls kommt es mir so vor.

wie oben schon beschrieben wurde .... ich denke, jeder
vater erwartet von seinem sohn, dass er seinen mann steht.

meiner ist aber auch so, dass ich, sobald ich irgendwo
besser und männlicher bin, sehr abweisend zu mir ist,
weil er mich vielleicht als konkurrenten wahrnimmt oder so.
darum versuche ich dann mich etwas sozialer zu geben, was vielleicht, weil ich
dadurch sehr nett wirke, als weich angesehen wird.

aber ich habe über die jahre gelernt, dass ich, wenn ich zusammen mit ihm
fussball schaue (was ich ja selbst gern mache, und n bierchen schlürfe,
ihm am nähsten sein kann, ich also von ihm ganz gut angenommen werde,
wie n kumpel. aber der fakt an sich, dass er mich fürn weichei hält, stört mich
nicht. ich leb halt so,dass es mir gut geht, zumindest strebe ich danach.
aber solange ich hier bei meinen eltern wohne, fahre ich damit am besten, wenn ich mich gewissermaßen unterordne, weil ich weiß, dass mein vater mich sonst hassen würde,
weil er der mann in der familie sein will.

wenn ich aber ne eigene wohnung habe, nur jedes zweite woende ins
hotel mama komme, ist natürlich alles ganz anders, da kann ich dann ebenfalls mann sein,
weil ja jeder weiß, dass ich eigenständig bin und nicht auf meine eltern angewiesen bin.

ich denke auch, dass du, wenn du männlich bist und ein einzelkind, es wieder was anderes ist,
als wenn du drei schwestern hast und ebenfalls zu hause wohnst.
es werden keine unterschiede in der erziehung gemacht, in manchen dingen sicherlich
schon, aber im grunde erwartet man dann auch von dem jungen ähnliches verhalten
wie es die mädchen zeigen.

ich wurde damals sogar dazu gezwungen, mit meiner kleinen schwetser mit puppen
zu spielen, wenn ich das nicht gemacht hätte, wäre ich gemein und ein böser junge.
irgendwann macht mans dann sogar freiwillig und fühlt sich sogar wie ein mädchen.
man verweichlicht.

als ich damals mit meiner älteren schwester noch allein war, wir also die einzigen kinder in der
familie, wars oft so, dass ich viel jungenhafter war, habe mich gekloppt, sogar
jemanden nen zahn rausgeschlagen, oder meiner schwetser an den haaren gezogen und ihr bälle am kopf geworfen, dass es arschvoll gab und all sowas, was halt normale jungs so machen.

ich fühl mich aber dennoch als mann heute, mein vorteil ists vielleicht sogar, dass
ich oft wie ein mädchen erzogen wurde, denn in vielen situationen weiß man dann, wie frauen denken,
vielleicht kann man sich besser in sie hineinversetzen, man übernimmt oft unbewusst verhaltensweisen von frauen. Es fängt ja auch schon bei der hygiene an, ich kenne viele, die sind nicht so pingelig wie ich, bin auch ziemlich eitel, ... .

der mensch wird von seiner umwelt geprägt, passt sich ihr bis zu einem bestimmten punkt an.
aber ich glaube auch, dass in der heutigen zeit, männer, die recht feminin rüberkommen,
sogar den harten kerlen, weit voraus sind, denn diese müssen es erst noch lernen,
sich gewissermaßen den denkstrukturen der frauen zunutze zumachen.

der sexualtrieb ist ja dennoch vorhanden und ich könnte an manchen tag echt
die ganze welt besamen.

also aufm punkt gebracht:
die erziehung spielt eine riesen rolle, bei der charakterbildung,
in vielen situationen ist es sinnvoll zurückzustecken, damit andere
sich in ihrer autorität nicht untergraben fühlen und dich ständig angehen
und niedermachen wollen. man lebt so besser. sicher wird man das auf dauer nicht akzeptieren und sich was eigenes suchen (wohnung zum beispiel).
ich muss in meiner familie auch nicht den mann spielen, ich will ja
weder meine mum nochmeine schwestern rumkriegen.

ich weiß, dass ich, wenn ich mit ner frau nach hause käme,
es sowieso so wäre, dass er mich nicht mehr als weichei sehen würde,
das ist nämlich der hauptgrund. das gleiche ist es aber auch im
freundeskreis. solange man ne frau vorweisen kann, kann man so schwuchtelig sein wie man
will, denn dadurch, dass du ne schnegge dabei hast, wird deutlich - und es reicht
auch als beweis aus - dass du ein kerl bist.




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22. September 2008 um 12:00

Berufe
Sohn: abgeschlossene Lehre zum Gestaltungstechniker (Fahrzeuglackierung)
Tochter: schulische Ausbildung zur Pharmazeutisch-technischen Assistentin (möchte aber nicht in dem Beruf arbeiten, sondern noch mal was anderes lernen)

aber wie gesagt: die Tochter ist total "mädchenhaft"...

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