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Slow love? Wie lang kann Verlieben dauern?

31. Oktober um 15:20

Guten Tag!

Könnte sein, dass das hier etwas länger wird, sorry schon mal vorab. Ich würde gerne mal fremde Meinungen hören, vielleicht mal die 
Perspektive wechseln. 

Ich habe vor Jahren durch eine meiner inzwischen engsten Freundinnen einige Menschen kennengelernt, die sich alle seit Kindheit bzw Jugend kennen und die gleiche Gemeinde besuchen. Mittlerweile gehöre ich zum Freundeskreis, besuche die gleiche Gemeinde und fühle mich da sehr wohl. Wie meine Freundin bin ich etwas älter als die anderen und habe bereits Kinder.

Damals fiel mir gleich ein junger Mann auf - der zu der Zeit der Freund von der Schwester meiner Freundin war. Also tabu als Mann, wir sahen uns dann aber in den folgenden 2 oder 3 Jahren eh kaum und mittlerweile ist seine Ex verheiratet und er schon lange Single.
Ende 2017 ergab es sich, dass meine Freundin zu einem Spieleabend einlud und besagter junger Mann mich mitnahm. Wir hatten uns ewig nicht gesehen, auch davor nur mal kurz geredet, daher kannten wir uns kaum, kamen aber gut ins Gespräch und der Abend endete mit einem "Ich hoffe wir sehen uns wieder" seinerseits.

2018 haben wir uns zwar regelmäßig gesehen und auch unterhalten,aber immer nur in der Gemeinde oder bei Freunden. Ich habe recht schnell gemerkt, dass ich schwärme, konnte mir aber nicht vorstellen, dass er Interesse an mir haben könnte (er ist einige Jahre jünger) . Ich habe das alles mit mir selbst ausgemacht, auch keinen Versuch gestartet, mich mal mit ihm allein zu treffen.

Im März 2019 waren wir dann mit Freunden gemeinsam unterwegs, Geburtstage feiern und ich habe gemerkt, dass ich mich  nicht entziehen kann und habe beschlossen, meine Gefühle einfach zuzulassen und darauf zu vertrauen, dass alles so kommt, wie es soll. Ständig die Angst vor Verletzung und Zurückweisung sprechen zu lassen kann einfach nicht glücklich machen.
In den folgenden Monaten kamen wir öfter ins Gespräch, waren sogar mal spontan zu zweit unterwegs, aber es entwickelte sich nichts. Waren wir zusammen, schenkte er mir seine volle Aufmerksamkeit, körperlich war er nah, aber es kam nie zu echtem Kontakt wie Händehalten oder so. Aber das geschah eigentlich nur in der Gemeinde oder bei Freunden.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er mich zwar sehr mag, aber nicht richtig "sieht". Bin ich nicht da, denkt er nicht an mich.
Im Sommer waren wir dann mit Freunden zelten und er hatte viel Kontakt zu meiner Mittleren Tochter, die dabei war. Die zwei sind sich charakterlich total ähnlich.
Ich bemerkte am letzten Tag öfter Blicke von ihm und in den Wochen darauf trafen wir uns oft im Freundeskreis und oft suchte er meine Nähe. Aber mehr geschah nicht und ich traute mich nie, ihm mein Interesse deutlich zu signalisieren.

Eine Weile sahen wir uns dann kaum, bis ich ihn eines Tages anrief und um Hilfe bat.
Seitdem ist es anders. Auf einmal war ich die erste Person, die ihm für eine Unternehmung in den Sinn kann, er wirkte mir gegenüber viel offener, so, als würde er mich jetzt endlich wahrnehmen. Die Gespräche wurden lockerer, vertrauter, ich traute mich sogar, ihn zu fragen, ob er mit mir ins Kino will und wir hatten einen tollen Abend. Generell strahlt er mich viel an, und grundsätzlich wäre ich mir bei jedem anderen Mann sicher, dass er was von mir will. Dass da etwas zwischen uns ist bzw sich entwickelt.
Doch dieser junge Mann hier ist ein verkopfter Mensch. Die eine Woche schreibt er mir 4 Tage hintereinander, die Woche drauf antwortet er erst nach eineinhalb Tagen. Mal fragt er spontan nach einem Treffen, mal ist er total still.
Gestern Abend hat er mir dann zu verstehen gegeben, dass ich zu seinen vertrauten Freunden gehöre. Das ist toll. Aber ich weiß nicht, ob es nur für die Freindzone reicht oder ob da wirklich mehr ist. Ich habe Angst, dass es am Ende wieder daran scheitern könnte, dass ich Kinder habe. 
Ich glaube, er ist eh sehr vorsichtig in emotionalen Dingen und ich habe echt Angst, etwas kaputt zu machen, wenn ich zu direkt bin. Außerdem bin ich ungeduldig - kein wunder, so lang wie ich ihn jetzt schon toll finde. 
Meine Erfahrungen bisher waren so, dass wenn es so lange dauert, dass der andere tatsächlich kein Interesse hat.
Sein Verhalten, die kleinen Gesten etc sprechen aber für mich schon dafür.
Ich bin unsicher, was ich tun soll. Warten? Irgendwie meine Zuneigung zu ihm als Mann zeigen? Nur wie? Oder doch abhaken ?

Früher war das irgendwie leichter  

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31. Oktober um 16:29

Ihr seid beide wahnsichtig schüchtern und wartet darauf, dass der andere sich offen erklärt und dem anderen damit sämtliches Risiko der Blamage oder Verletzung erspart.
Steckt eigentlich mehr hinter dem erwähnen der Gemeinde oder ist das nebensächlich?
Wenn er nicht wahnsinnig schüchtern und unsicher ist und sich von Deinen Kindern oder dem Altersabstand abschrecken läßt wärst Du nach so langer Zeit definitiv friendzone.
Was spricht denn dagegen moderne Frau zu sein und den ersten Schritt zu wagen und einfach mal ihm zusagen, dass Du Dir mehr vorstellen kannst oder eben mal mit einer vorsichtigen Berührung

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31. Oktober um 16:39
In Antwort auf chope

Guten Tag!

Könnte sein, dass das hier etwas länger wird, sorry schon mal vorab. Ich würde gerne mal fremde Meinungen hören, vielleicht mal die 
Perspektive wechseln. 

Ich habe vor Jahren durch eine meiner inzwischen engsten Freundinnen einige Menschen kennengelernt, die sich alle seit Kindheit bzw Jugend kennen und die gleiche Gemeinde besuchen. Mittlerweile gehöre ich zum Freundeskreis, besuche die gleiche Gemeinde und fühle mich da sehr wohl. Wie meine Freundin bin ich etwas älter als die anderen und habe bereits Kinder.

Damals fiel mir gleich ein junger Mann auf - der zu der Zeit der Freund von der Schwester meiner Freundin war. Also tabu als Mann, wir sahen uns dann aber in den folgenden 2 oder 3 Jahren eh kaum und mittlerweile ist seine Ex verheiratet und er schon lange Single.
Ende 2017 ergab es sich, dass meine Freundin zu einem Spieleabend einlud und besagter junger Mann mich mitnahm. Wir hatten uns ewig nicht gesehen, auch davor nur mal kurz geredet, daher kannten wir uns kaum, kamen aber gut ins Gespräch und der Abend endete mit einem "Ich hoffe wir sehen uns wieder" seinerseits.

2018 haben wir uns zwar regelmäßig gesehen und auch unterhalten,aber immer nur in der Gemeinde oder bei Freunden. Ich habe recht schnell gemerkt, dass ich schwärme, konnte mir aber nicht vorstellen, dass er Interesse an mir haben könnte (er ist einige Jahre jünger) . Ich habe das alles mit mir selbst ausgemacht, auch keinen Versuch gestartet, mich mal mit ihm allein zu treffen.

Im März 2019 waren wir dann mit Freunden gemeinsam unterwegs, Geburtstage feiern und ich habe gemerkt, dass ich mich  nicht entziehen kann und habe beschlossen, meine Gefühle einfach zuzulassen und darauf zu vertrauen, dass alles so kommt, wie es soll. Ständig die Angst vor Verletzung und Zurückweisung sprechen zu lassen kann einfach nicht glücklich machen.
In den folgenden Monaten kamen wir öfter ins Gespräch, waren sogar mal spontan zu zweit unterwegs, aber es entwickelte sich nichts. Waren wir zusammen, schenkte er mir seine volle Aufmerksamkeit, körperlich war er nah, aber es kam nie zu echtem Kontakt wie Händehalten oder so. Aber das geschah eigentlich nur in der Gemeinde oder bei Freunden.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er mich zwar sehr mag, aber nicht richtig "sieht". Bin ich nicht da, denkt er nicht an mich.
Im Sommer waren wir dann mit Freunden zelten und er hatte viel Kontakt zu meiner Mittleren Tochter, die dabei war. Die zwei sind sich charakterlich total ähnlich.
Ich bemerkte am letzten Tag öfter Blicke von ihm und in den Wochen darauf trafen wir uns oft im Freundeskreis und oft suchte er meine Nähe. Aber mehr geschah nicht und ich traute mich nie, ihm mein Interesse deutlich zu signalisieren.

Eine Weile sahen wir uns dann kaum, bis ich ihn eines Tages anrief und um Hilfe bat.
Seitdem ist es anders. Auf einmal war ich die erste Person, die ihm für eine Unternehmung in den Sinn kann, er wirkte mir gegenüber viel offener, so, als würde er mich jetzt endlich wahrnehmen. Die Gespräche wurden lockerer, vertrauter, ich traute mich sogar, ihn zu fragen, ob er mit mir ins Kino will und wir hatten einen tollen Abend. Generell strahlt er mich viel an, und grundsätzlich wäre ich mir bei jedem anderen Mann sicher, dass er was von mir will. Dass da etwas zwischen uns ist bzw sich entwickelt.
Doch dieser junge Mann hier ist ein verkopfter Mensch. Die eine Woche schreibt er mir 4 Tage hintereinander, die Woche drauf antwortet er erst nach eineinhalb Tagen. Mal fragt er spontan nach einem Treffen, mal ist er total still.
Gestern Abend hat er mir dann zu verstehen gegeben, dass ich zu seinen vertrauten Freunden gehöre. Das ist toll. Aber ich weiß nicht, ob es nur für die Freindzone reicht oder ob da wirklich mehr ist. Ich habe Angst, dass es am Ende wieder daran scheitern könnte, dass ich Kinder habe. 
Ich glaube, er ist eh sehr vorsichtig in emotionalen Dingen und ich habe echt Angst, etwas kaputt zu machen, wenn ich zu direkt bin. Außerdem bin ich ungeduldig - kein wunder, so lang wie ich ihn jetzt schon toll finde. 
Meine Erfahrungen bisher waren so, dass wenn es so lange dauert, dass der andere tatsächlich kein Interesse hat.
Sein Verhalten, die kleinen Gesten etc sprechen aber für mich schon dafür.
Ich bin unsicher, was ich tun soll. Warten? Irgendwie meine Zuneigung zu ihm als Mann zeigen? Nur wie? Oder doch abhaken ?

Früher war das irgendwie leichter  

was heißt gemeinde? klingt nach einer sekte/glaubensgemeinschaft.

ich sehe ehrlich gesagt kein interesse bei ihm. er mag dich sicherlich als mensch aber er sieht dich nicht als frau, partnerin. 

liegt es am alter? an den kindern die du hast? der funke springt bei ihm nicht über.

da hilft auch warten nichts. wenn das gefühl nicht aufkommt, kommt es nicht. 

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31. Oktober um 17:43

seit JAHREN keine einzige wirkliche Annäherung ....  worauf hoffst du da bitte?   

zumal er dir jetzt klar gesagt hat dass du eine Freundin bist!

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31. Oktober um 18:57

Guten Abend!

Danke erstmal für eure Antworten! 

Die  Gemeinde ist christlich - der ganze Freundeskreis ist christlich (evangelisch freikirchlich), d.h. wir sehen uns neben den freundschaftlichen Treffen eben auch Sonntags nach dem Gottesdienst oder bei 'Gemeindeaktivitäten. Außerdem verbindet uns der Glaube, wie andere etwa ein intensives Hobby verbindet. Darum hab ich es geschrieben. 


Dass  er sehr schüchtern ist, weiß ich tatsächlich von Freunden . Er wägt auch alles immer sehr genau ab. Am Kinoabend gab es ein paar flirty Momente, am nächsten Tag war er wieder total zurückhaltend. Da kommen echt ganz gemischte Signale, aber vermutlich auch von mir.
Ich selbst bin eigentlich nicht schüchtern. Nur habe ich einige sehr schmerzhafte Erfahrungen gemacht, die mich total hemmen. Dass wir uns die Freunde teilen, macht es natürlich nochmal komplizierter. Ich möchte ihn als Freund nicht verlieren und keine Unruhe reinbringen, selbst nicht die Zurückweisung erfahren (wer will das schon) etc.

Tja, eben aufgrund der langen Zeit hab ich enorme Zweifel,aber wie gesagt, die letzten Wochen hat er sich deutlich anders verhalten. Das ist ein ganz schöner mindfuck. 
Wenn ich nur mutiger wäre...

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