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Sinn und Unsinnn des Eheversprechens

5. April 2008 um 10:42

Guten Morgen,

angeregt durch einen Thread in Untrueforum und letztlich durch Seldarius möchte ich mal dieses Gelübte (ist es ja gar nicht sondern eher ein Versprechen) hier zur Diskussion stellen:

Beginnend mit den Worten:

"Willst Du"

setzt es einen Willen voraus,der sich durchaus im Laufe der Jahre verändern kann.

Die letzte Trauung der ich beiwohnte,sprach der Pfarrer folgende Worte:

"Willst Du sie/ihn lieben,achten und ehren"

also nichts von Treue
(war wohl etwas moderenen und lebensnaher )

manchmal kommt auch Treue vor.

Was denkt ihr darüber, macht soetwas Sinn oder doch eher nicht.


Über die Sinnigkeit bin ich persönlich mir noch nicht schlüssig aber ich empfinde es als Heuchelein,wenn Leute sich auf ein Eheversprechen berufen aber ansonsten nichts mit Glauben zu tun haben

Soviel erst mal von mir.

Sich auf rege Diskussion freuend und trotz des schlechten Wetters eine schönbenes Wochenende wünsched

equinox68

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5. April 2008 um 12:12

Kannst Du den Text des Versprechens mal schreiben ?
kannst Du den Text des Versprechens mal schreiben ? Ist der standardisiert, ggf. wovon abhängig (Standesamt, Kirche, Religion) ?

jaja

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5. April 2008 um 13:24
In Antwort auf akeno_12890379

Kannst Du den Text des Versprechens mal schreiben ?
kannst Du den Text des Versprechens mal schreiben ? Ist der standardisiert, ggf. wovon abhängig (Standesamt, Kirche, Religion) ?

jaja

Hallo Jaja,
habe nur wenig Zeit werde aber mal schauen.

Ich galube das Eheversprechen ist zur standartisiert aber trotzdem freibleibend soll heißet, es gibt Kernpunkte aber das Drumherum ist Individuell.

Man lebt ja inzwischen auch mindestens zwei Varianten.

Entweder derpFarre spricht und die zu Trauenden nach oder jeder sagt dem anderen eigenständig etwas.

Viele Grüße an Dich

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5. April 2008 um 15:33

Ich muss sagen
sannelas worte haben mich wirklich gerührt. schöner hätte ich es nicht sagen können. (ihre sichtweise vom eheversprechen)

meine aber auch, dass sensibel auch eine ganz gute meinung dazu hat. ich finde, ihr seid gar nicht so sehr geteilter meinung. man kann das ganz gut zusammenfügen. stimme jedenfalls euch beiden zu.

lg bodo

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5. April 2008 um 16:29

Das kann man allerdings auch im Wald
aber warum geht man dafür vor den Altar wenn man nicht an Gott glaubt.

Denka man diese Insanz sei ein Garant?

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6. April 2008 um 9:21

Guten Morgen
Nein, es ging nicht nur um die Kirche.

Diese Antwort bezieht sich nur auf dies Aussage, man könne sich doch schließlich auch in der Kirche trauen lassen,wenn man mit dem Glauben nichts am Hut hat - und das empfinde ich als Heuchelei und no go.

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6. April 2008 um 9:25

Ich kann das verstehen aber
Ad 1 verlagert sich die Liebe,damit die Wertigkeit und somit wirkt sie sich ganz anders auf ein "Tun" aus.

Ad 2 iszt nciht jede Liebe alltagstauglich.

Ad 3 Liebe ist nicht gleich Liebe,manchme Menschen,die Liebt man,wenn alles normal gelaufen ist,immer,auch ohne für diese Liebe zu "rabieten" (Kinder,Eltern ect.)

Bei fremden Menschen,die in ein Leben treten ist die Liebes-Struktur ganz anders.Es ist mit eheblich mehr Auwand und Anstrengung verbunden diese Liebe zu erhalten, wenn man es gewissenhaft leben möchte.

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6. April 2008 um 9:28

Liebe ist aber nicht gleich Liebe
Ich liebe meinen Exmann auch und er wird immer einen Platz in meinem Hezen haben aber die Dinge,die Liebe "lebendig" machen,hat diese Ebene einfach nicht mehr.

Die Lieben,bei denen man nicht mehr die "werte" anwendet (zum Beispiel betrügt) ist auch eine Liebe aber der Status in dem sie sich befinden ist "ruhend" und ich glaube,das ist der Dreh-und Angelpunkt.

Wirr aber vielleicht kann es einer doch verstehen.

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6. April 2008 um 10:42
In Antwort auf shena_12375982

Hallo Jaja,
habe nur wenig Zeit werde aber mal schauen.

Ich galube das Eheversprechen ist zur standartisiert aber trotzdem freibleibend soll heißet, es gibt Kernpunkte aber das Drumherum ist Individuell.

Man lebt ja inzwischen auch mindestens zwei Varianten.

Entweder derpFarre spricht und die zu Trauenden nach oder jeder sagt dem anderen eigenständig etwas.

Viele Grüße an Dich

Guten Morgen ! Ma gut, wenn nix kommt mal ins Blaue eine andere Sicht
Na ? Kommt noch ein Text ?
Steht das wirklich das Versprechen der "Liebe" drin oder achten und ehren sowie Treue ein Leben lang.

Ansonsten mal ins Blaue:
Ich denke, dass Ehe und Liebe nicht zwingend miteinander einhergehen müssen.
Eine Ehe ist im Endeffekt die Organisation eines gemeinsamen Lebens, in dem ausreichend übereinstimmung in den Zielen, und Akzeptanz des Partners da sein muß, um diesen Weg gemeinsam gehen zu können. Ich denke aus dem guten Funktionieren dieses Weges und dem Erlebnis gegenseitigen Förderns entsteht eine andere Form der Liebe sprich tiefes Vertrauen, dass das gemeinsame Projekt auch im eigenen Sinne beim anderen gut aufgehoben ist.

Wenn man sich gegenseitig gut kennt, kann man glaube ich mit gegenseitigem guten Willen das durchaua versprechen mit der begründeten Erwartung es halten zu können, ebenso wie Treue (wobei die Treue primär glaube ich nicht sexuell gemeint ist, sondern die Verlässlichkeit der Teilhabe am gemeinsamen Weg , was weiter geht, die sexuelle Treue miteinschließen kann aber nach Absprache nicht muß)

jaja

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6. April 2008 um 10:56
In Antwort auf akeno_12890379

Guten Morgen ! Ma gut, wenn nix kommt mal ins Blaue eine andere Sicht
Na ? Kommt noch ein Text ?
Steht das wirklich das Versprechen der "Liebe" drin oder achten und ehren sowie Treue ein Leben lang.

Ansonsten mal ins Blaue:
Ich denke, dass Ehe und Liebe nicht zwingend miteinander einhergehen müssen.
Eine Ehe ist im Endeffekt die Organisation eines gemeinsamen Lebens, in dem ausreichend übereinstimmung in den Zielen, und Akzeptanz des Partners da sein muß, um diesen Weg gemeinsam gehen zu können. Ich denke aus dem guten Funktionieren dieses Weges und dem Erlebnis gegenseitigen Förderns entsteht eine andere Form der Liebe sprich tiefes Vertrauen, dass das gemeinsame Projekt auch im eigenen Sinne beim anderen gut aufgehoben ist.

Wenn man sich gegenseitig gut kennt, kann man glaube ich mit gegenseitigem guten Willen das durchaua versprechen mit der begründeten Erwartung es halten zu können, ebenso wie Treue (wobei die Treue primär glaube ich nicht sexuell gemeint ist, sondern die Verlässlichkeit der Teilhabe am gemeinsamen Weg , was weiter geht, die sexuelle Treue miteinschließen kann aber nach Absprache nicht muß)

jaja

Jawoll
"wobei die Treue primär glaube ich nicht sexuell gemeint ist, sondern die Verlässlichkeit der Teilhabe am gemeinsamen Weg , was weiter geht, die sexuelle Treue miteinschließen kann aber nach Absprache nicht muß"

Danke dafür,das sehe ich absolut genau so.

Text, habe noch nicht recherchiert aber aus dem Gedachtnis heraus würde ich sagen ja....willst Du sie/ihn lieben ect......

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6. April 2008 um 11:29

Hi du
ich glaube wenn man jemanden wirklich liebt,
und man von ihm bekommt was man will,
und sich auch mal verändert,damit das leben nich langweilig wird,
dann is man sich auch treu.
nakla denk ich mal das man schon bisschen vorerfahrrungen gesammelt haben muss....,
aber wenn man jemanden wirklich liebt , dann will man den ja auch nicht verletzen und weisst du ,
zu eine ehe gehören immer zwei! nachteil beim verändern ist das wenn man nich aufpasst sich verschieden verändert. und wenn s halt in die sexrichtung ist.
wenn wer fremd geht scheint er irgendwas nich zu bekommen was er gern möchte. und so eine ehe(beziehung)aufrecht zu halten , is schon nicht leicht ... immer hin sagt der pfarrer nicht mehr,bis das der tod euch scheidet ...
hm ja und kein mensch is gleich.g
dann kann man heiraten gleich sein lassen.

lg mia.

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6. April 2008 um 12:32

Das mag sein
aber mir geht es nciht um Gesellschaft sondern um MICH und MEIN Tun.

Warum heiratet jemand,der nichts mit Glaube und Kirche zu tun hat in einer solchen?

Das ist nicht nur Heuchelei sondern auch selbstbetrug.

Mir ist es immer wichtig mir selber treu zu sein denn nur dann kan ich es anderen Menschen gegenüber.

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6. April 2008 um 14:50
In Antwort auf shena_12375982

Jawoll
"wobei die Treue primär glaube ich nicht sexuell gemeint ist, sondern die Verlässlichkeit der Teilhabe am gemeinsamen Weg , was weiter geht, die sexuelle Treue miteinschließen kann aber nach Absprache nicht muß"

Danke dafür,das sehe ich absolut genau so.

Text, habe noch nicht recherchiert aber aus dem Gedachtnis heraus würde ich sagen ja....willst Du sie/ihn lieben ect......

da hast Du Dir aber meinen Nebenpunkt zum zitieren rausgesucht
Mein Kernpunkt ist, dass "Liebe" nicht Voraussetzung einer funktionierenden Ehe ist, sich aber oft darin entwickelt.

Du hast Dir aber meinen Nebenpunkt zum zitieren rausgesucht - OK

Um dann diese kleine Nebensache noch zu kommentieren:
Ich denke schon, dass Monogamie hilft, eine stabile Beziehung zu führen. Denn jede weitere sexuelle Aktivität schafft für viele Menschen Probleme in ihre Beziehung. Einerseits, weil sexuelle Kontakte ein hohes Maß an Bindung erzeugen können und den aktiven Partner weit aus seiner Beziehung herausziehen können und andererseits, weil der "zusehende" Partner leicht Verlustangst in einem Maß erleidet, dass niemand gern erträgt.

Es gibt sicher einzelne Menschen und Beziehungen, die so gestrickt sind, dass sie damit umgehen können - sprich trotz Sex die Kontrolle behalten und ihr Eheversprechen erfüllen können und wo der andere Partner so wenig Verlustangst hat, dass ihm/ihr die Situation ihnen erträglich ist.

Aber der Normalfall wird sein, dass eine sexuelle Beziehung außerhalb der Beziehung, selbige gefärdet.

jaja

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6. April 2008 um 16:25

Hhhuuuiiihhhhh
Hmmmm, ich bin auch katholisch getauf aber was heißt das schon?

Ich bin kein Mitglied der Kirche und was "Besseres" mußte ich für mich auch nicht finden - ich glaube an Gott aber gegen das Bodenpersonal habe ich was

Ich halte mich nur bedingt an die Regeln teilweise weil es meiner Wertewelt entspricht - hier frage ich mich gerade,was zuerst da war,die Henne oder das Ei und sollte ich je weider heiraten,dann auch diesmal wioeder nciht in der Kirche.

Eine "Bekundung" der Ehe kann ich auch in Vaters Garten machen mit netten Leuten udn vor Gott

"Gott weiss sowieso was ich tue und die katholische Kirche geht es nix an." - genau das ist für mich der geheuchelte Anteil daran.

Wennes die Kirche nichts nageht,brauche ich auhc nicht dort einkehren um zu heiraten.

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6. April 2008 um 16:32

Toller Dialog,
sehr viele Gute Gedanken und Denksánstöße

Vielen Danke Euch beiden dafür

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6. April 2008 um 16:34
In Antwort auf akeno_12890379

da hast Du Dir aber meinen Nebenpunkt zum zitieren rausgesucht
Mein Kernpunkt ist, dass "Liebe" nicht Voraussetzung einer funktionierenden Ehe ist, sich aber oft darin entwickelt.

Du hast Dir aber meinen Nebenpunkt zum zitieren rausgesucht - OK

Um dann diese kleine Nebensache noch zu kommentieren:
Ich denke schon, dass Monogamie hilft, eine stabile Beziehung zu führen. Denn jede weitere sexuelle Aktivität schafft für viele Menschen Probleme in ihre Beziehung. Einerseits, weil sexuelle Kontakte ein hohes Maß an Bindung erzeugen können und den aktiven Partner weit aus seiner Beziehung herausziehen können und andererseits, weil der "zusehende" Partner leicht Verlustangst in einem Maß erleidet, dass niemand gern erträgt.

Es gibt sicher einzelne Menschen und Beziehungen, die so gestrickt sind, dass sie damit umgehen können - sprich trotz Sex die Kontrolle behalten und ihr Eheversprechen erfüllen können und wo der andere Partner so wenig Verlustangst hat, dass ihm/ihr die Situation ihnen erträglich ist.

Aber der Normalfall wird sein, dass eine sexuelle Beziehung außerhalb der Beziehung, selbige gefärdet.

jaja

Bitte einmal
den gleichen Thread im Untreueforum lesen

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6. April 2008 um 17:16
In Antwort auf shena_12375982

Bitte einmal
den gleichen Thread im Untreueforum lesen

OK, hab ich gemacht ...
meinst Du ich könnte mir Deinen Kommentar aus den Posts und Deinen Reaktionen dort zusammenstellen ?
Ich glaube nicht alle lesen beide Threads parallel (sonst würde es auch keinen Sinn machen, ihn zwei mal zu eröffnen), ich ohne Deinen Hinweis auch nicht.

jaja

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6. April 2008 um 17:21
In Antwort auf shena_12375982

Hhhuuuiiihhhhh
Hmmmm, ich bin auch katholisch getauf aber was heißt das schon?

Ich bin kein Mitglied der Kirche und was "Besseres" mußte ich für mich auch nicht finden - ich glaube an Gott aber gegen das Bodenpersonal habe ich was

Ich halte mich nur bedingt an die Regeln teilweise weil es meiner Wertewelt entspricht - hier frage ich mich gerade,was zuerst da war,die Henne oder das Ei und sollte ich je weider heiraten,dann auch diesmal wioeder nciht in der Kirche.

Eine "Bekundung" der Ehe kann ich auch in Vaters Garten machen mit netten Leuten udn vor Gott

"Gott weiss sowieso was ich tue und die katholische Kirche geht es nix an." - genau das ist für mich der geheuchelte Anteil daran.

Wennes die Kirche nichts nageht,brauche ich auhc nicht dort einkehren um zu heiraten.

Ich denke die Wurzeln
Ich denke die Wurzeln des kirchlichen Heiratens liegen zu einem nicht unwesentlichen Anteil in der Zeit, dass die Kirche sowas wie ne Art Volksbuchhaltung machte. Im Kirchenbuch hatte alles wichtige über die Untertanenschaft zu stehen - wer dazu kam, wer für wen verantwortlich war und wer ausschied.
Den kirchlichen Segen gabs als Belohnung für die Folgsamkeit.

Heute ist es wohl im wesentlichen ein liebgewonnenes Ritual, das der Zeremonie zusätzliches Gewicht geben soll, genauso wie die besondere Kleidung, die Gäste, die Feier ...

jaja

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