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Sind hier erwachsene Toechter kranker Eltern....

14. August 2010 um 11:10

Hallo,

....Entschuldigt bitte die Schreibweise, ich habe deryeit eine englische Tastatur und kann manche Buchstaben nicht sicher darstellen, dazu keine Umlaute und Satzzeichen auch nicht sicher... bitte die Puristinnen um Verstaendnis...

Das Thema lautet, erwachsene Toechter von kranken Eltern....


Ich war gestern in einer Beratungsstelle fuer diese Problematik. Yur Sache, mein Vater ist hochgradig narzisstisch persoenlichkeitsgestoert. Das ist keine Meinung meinerseits, sondern eine klinische Diagnose vom Neurologen... Ich hab Hilfe gesucht, weil ich mit den Spaetfolgen nicht mehr umgehen konnte... wer meine Diskussionen verfolgt, erkennt vielleicht, dass es bei mir immer grosse Probleme gibt, die Maenner yu verstehen... Ich bin yetzt Anfang 30 und bemerke, dass diese Schwierigkeiten wirklich grossteils darauf yurueckyufuehren sind, dass mein Vater ganz anders war als andere Vaeter oder Maenner. Soyusagen hab ich unter unnormalen Umstaenden gelebt und es faellt mir auch heute als Erwachsene noch schwer, mit Maennern umyugehen.

Gibt es hier Frauen, die auch psychisch kranke Eltern hatten... wisst ihr, welche Probleme das mit sich bringt, insbesondere in euren Beziehungen... und wie geht ihr damit um...

Danke....


LG

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14. August 2010 um 12:19

Gibt es....
...hier wirklich keine Frau, die Ähnliches erlebt hat?

LG

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14. August 2010 um 17:49

Krank
Danke,

Das "Tastaturproblem" hat sich gelöst und ich kann wieder "normal" schreiben.

Das Problem liegt nicht in den beiden Beziehungen begründet. Denn dass Beziehungen "scheitern", kann vielfältige Ursachen haben, da geb ich dir Recht, es ist keinesfalls mit dem narzisstischen Vater allein zu erklären...

...das Problem ist vielmehr, dass ich eigentlich gar keine Ahnung von Männern habe . Ich weiss nicht, wie sie "ticken", ich kann wahrscheinlich nicht mit ihnen umgehen. Mir fehlen diese selbstverständlichen Klarheiten - denn ich bin ja praktisch mit einem "abnormen" Mann aufgewachsen und hab nicht gelernt, wie sich las Leben mit einem "normalen" Mann anfühlt.

Ein Beispiel: mein Vater konnte praktisch nicht "kommunizieren". Wenn ich was sagte, grinste er und ging aus dem Raum. Wie ein Autist. Oder er plapperte meine Worte nach wie ein Papagei, höhnte mich aus und verliess dann grinsend das Zimmer.... So etwas wie eine normale "Aussprache" hat es nie gebeben, zu keinem Thema - und in keinem Alter.

Das und vieles andere hat mich "fertiggemacht" - aber ich verspüre es erst heute mit voller Gewalt. Ich glaub, ich kann mich bei keinem Mann sicher fühlen...

LG

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14. August 2010 um 17:52

Diagnose
Hallo,

Ja, bei meinem Vater ist die Störung diagnostiziert. Er ist wirklich klinisch krank und das eigentlich schon, seit ich mich erinnern kann...

Nur gab es früher ja keine Hilfen für Kinder mit kranken Eltern. Ich wurde völlig allein gelassen, konnte mich auch keinem "mitteilen".... Heute holt mich das wieder ein - in Beziehungen zu Männern.

Ich war gestern bei einer Beratungsstelle für erwachsene Kinder von psychisch kranken Eltern (das gibt es, einfach mal im I-Net googlen), doch wirklich was gebracht hat es nicht....

LG

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14. August 2010 um 18:40

Wellenlänge
Hallo,

Also ich hatte immer den Eindruck, dass mein Vater gar nichts "empfängt"... nicht nur auf einer bestimmten Wellenlänge, sondern gar nichts... völlig apathisch.

Die Fragen der Anziehung, die du beschreibst, kommen erst nach einem ersten "Kennenlernen" zur Geltung, wenn man sich nicht mehr ganz fremd ist...

...aber vorab...?

LG

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14. August 2010 um 18:45

Kenn ich!
Also erstmal: Hallo Leidensgenossin!

Ich bin 21 Jahre alt, mein Vater ist Alkoholiker und narzisstisch veranlagt (Eigendiagnose von mir zu einem Neurologen würde er nie gehen...).
Ich habe mein Leben lang unter ihm gelitten und tue es immer noch (lebe noch zu Hause). Er behandelt meine Mama und mich wie Dreck und sagt uns jeden Tag wie unfähig wir sind. Er ist in jeder Hinsicht "besser" als wir, er ist intelligenter, genauer, geschickter, umgänglicher (!),...

Aus Liebe zu meiner Mama, die sich nicht von ihm trennen will, habe ich gelernt damit umzugehen und sehe es mittlerweile nicht mehr als "Versagen" meinerseits wenn er mich wieder einmal kritisiert und beschimpft. Er hört uns nie zu, IHM muss man immer zuhören. Er redet den ganzen Tag (wie eine Kopfwäsche), alles was wir denken ist falsch. Es macht ihm Spaß über andere (ihm teil völlig unbekannte) Menschen zu urteilen und meint er würde uns alle durchschauen. In Wirklichkeit hat er das empathische Einfühlungsvermögen von einer Straßenlaterne.
Man kann ihm nichts erklären, was nur das geringste emotionale Verständis vorraussetzt.

Ein Bsp.: ich hatte in meiner Pubertät ein massives Pickel Problem und anstatt dass er mir gesagt hätte: macht nichts, mein Schatz, du bist trotzdem schön und liebenswert (so wie vermutlich jeder Vater seine Tochter trösten würde) hat er mich jeden Tag darauf hingewiesen: "Oh, heute hast du ja einen riesen Pickel auf der Stirn!"

Wie du dir denken kannst, hat mein Selbstbewusstsein darunter sehr gelitten.

Ich habe mit 17 meinen ersten Freund kennengelernt und er war ganz anders als mein Vater.
Leider ist die Beziehung letztes Jahr auseinandergegangen und seitdem bin ich Single (über ein Jahr schon). Einige Männer haben ihr Interesse bekundet, aber ich sehe in jedem was Böses, weil ich so einen Hass auf meinen Vater, und damit auf alle Männer habe...ich traue mich nicht eine neue Beziehung anzufangen, weil ich niemals in die Rolle meiner Mama fallen möchte. Ich habe mich zur Emanze entwickelt, die in allen Männern frauenfeindliche Narzissten sieht...ich weiß nicht so recht, was ich dagegen tun soll, denn so sehr ich versuche die Gedanken auszublenden, so bleiben sie doch immer in meinem Hinterkopf

Ich studiere übrigens Psychologie, nicht zuletzt deshalb, weil ich verstehen will wie man so ein ... sein (werden) kann...also wenn ichs rausfinde, lass ich dichs wissen, ok?

lg
pauline

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14. August 2010 um 18:56
In Antwort auf etta_12666844

Kenn ich!
Also erstmal: Hallo Leidensgenossin!

Ich bin 21 Jahre alt, mein Vater ist Alkoholiker und narzisstisch veranlagt (Eigendiagnose von mir zu einem Neurologen würde er nie gehen...).
Ich habe mein Leben lang unter ihm gelitten und tue es immer noch (lebe noch zu Hause). Er behandelt meine Mama und mich wie Dreck und sagt uns jeden Tag wie unfähig wir sind. Er ist in jeder Hinsicht "besser" als wir, er ist intelligenter, genauer, geschickter, umgänglicher (!),...

Aus Liebe zu meiner Mama, die sich nicht von ihm trennen will, habe ich gelernt damit umzugehen und sehe es mittlerweile nicht mehr als "Versagen" meinerseits wenn er mich wieder einmal kritisiert und beschimpft. Er hört uns nie zu, IHM muss man immer zuhören. Er redet den ganzen Tag (wie eine Kopfwäsche), alles was wir denken ist falsch. Es macht ihm Spaß über andere (ihm teil völlig unbekannte) Menschen zu urteilen und meint er würde uns alle durchschauen. In Wirklichkeit hat er das empathische Einfühlungsvermögen von einer Straßenlaterne.
Man kann ihm nichts erklären, was nur das geringste emotionale Verständis vorraussetzt.

Ein Bsp.: ich hatte in meiner Pubertät ein massives Pickel Problem und anstatt dass er mir gesagt hätte: macht nichts, mein Schatz, du bist trotzdem schön und liebenswert (so wie vermutlich jeder Vater seine Tochter trösten würde) hat er mich jeden Tag darauf hingewiesen: "Oh, heute hast du ja einen riesen Pickel auf der Stirn!"

Wie du dir denken kannst, hat mein Selbstbewusstsein darunter sehr gelitten.

Ich habe mit 17 meinen ersten Freund kennengelernt und er war ganz anders als mein Vater.
Leider ist die Beziehung letztes Jahr auseinandergegangen und seitdem bin ich Single (über ein Jahr schon). Einige Männer haben ihr Interesse bekundet, aber ich sehe in jedem was Böses, weil ich so einen Hass auf meinen Vater, und damit auf alle Männer habe...ich traue mich nicht eine neue Beziehung anzufangen, weil ich niemals in die Rolle meiner Mama fallen möchte. Ich habe mich zur Emanze entwickelt, die in allen Männern frauenfeindliche Narzissten sieht...ich weiß nicht so recht, was ich dagegen tun soll, denn so sehr ich versuche die Gedanken auszublenden, so bleiben sie doch immer in meinem Hinterkopf

Ich studiere übrigens Psychologie, nicht zuletzt deshalb, weil ich verstehen will wie man so ein ... sein (werden) kann...also wenn ichs rausfinde, lass ich dichs wissen, ok?

lg
pauline

Später...
Hallo Pauline,

Oh, wie kommt mir das so "bekannt" vor....

Mein Vater hat mich, als ich in der "Pubertät" war, auch massiv fertggemacht. Zum Glück hatte ich eigentlich nie Haut- oder Figurprobleme, darunter hätt ich, glaube ich, sehr gelitten, aber das war schlußendlich egal, denn er hat andere "Aufhänger" für seinen Psychoterror gefunden, z.B.:
"Du bist ja nicht blond!"
"Blondinen sind viel schöner!"
"Du vergraulst alle Männer!"
"Du kriegst nie einen ab!"
"Du bist verstrahlt!"

usw.

Mir gehts schon lange nicht mehr darum, meinen Vater zu "vestehen". Er ist ein durchgeknallter Psychopath - ich meine, was gibt es da großartig zu verstehen? Ich hab ihm genug Lebenszeit geopfert und werd jetzt nicht noch die Therapeutin spielen - da kann ich mir doch Besseres vorstellen...

Das mit der Beziehungsfähigkeit steigert sich meiner Erfahrung nach, leider . Ich konnte mit Anfang 20 auch noch recht unbefangen an Beziehungen herangehen, hatte noch nicht diesen Haß wie heute, weil ich so erleichtert war - endlich erwachsen zu sein und "raus" zu können aus dieser Isolationshaft mit meinem Vater. Zunächst ging es mir auch gut, ich muss dazu aber sagen, dass ich seit dem 1. Semester nicht mehr bei meinen Eltern gewohnt habe.
Erst seit ich ungefähr 30 bin, hat mich alles richtig eingeholt und macht mir schwerwiegend zu schaffen....

LG

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14. August 2010 um 20:08
In Antwort auf schakuntala

Später...
Hallo Pauline,

Oh, wie kommt mir das so "bekannt" vor....

Mein Vater hat mich, als ich in der "Pubertät" war, auch massiv fertggemacht. Zum Glück hatte ich eigentlich nie Haut- oder Figurprobleme, darunter hätt ich, glaube ich, sehr gelitten, aber das war schlußendlich egal, denn er hat andere "Aufhänger" für seinen Psychoterror gefunden, z.B.:
"Du bist ja nicht blond!"
"Blondinen sind viel schöner!"
"Du vergraulst alle Männer!"
"Du kriegst nie einen ab!"
"Du bist verstrahlt!"

usw.

Mir gehts schon lange nicht mehr darum, meinen Vater zu "vestehen". Er ist ein durchgeknallter Psychopath - ich meine, was gibt es da großartig zu verstehen? Ich hab ihm genug Lebenszeit geopfert und werd jetzt nicht noch die Therapeutin spielen - da kann ich mir doch Besseres vorstellen...

Das mit der Beziehungsfähigkeit steigert sich meiner Erfahrung nach, leider . Ich konnte mit Anfang 20 auch noch recht unbefangen an Beziehungen herangehen, hatte noch nicht diesen Haß wie heute, weil ich so erleichtert war - endlich erwachsen zu sein und "raus" zu können aus dieser Isolationshaft mit meinem Vater. Zunächst ging es mir auch gut, ich muss dazu aber sagen, dass ich seit dem 1. Semester nicht mehr bei meinen Eltern gewohnt habe.
Erst seit ich ungefähr 30 bin, hat mich alles richtig eingeholt und macht mir schwerwiegend zu schaffen....

LG

...
Nein, ich möchte meinen Vater irgendwie schon verstehen. Ich meine er war ja nicht immer so. Er hatte vermutlich immer eine Neigung zum Narzissmus, das ist wohl zu einem gewissen Teil genetisch, oder es lag an der Erziehung, denn meine Oma war auch so wie er, und meine Tante ist in einer abgeschwächten Form auch ähnlich.
Therapieren will ich meinen Vater aber sicher nicht. Das hätte ohnehin keinen Sinn, er will ja nicht therapiert werden. Er sieht ja kein Problem in seinem Verhalten.

Seine Alkoholsucht hat das Problem natürlich massiv verschlechtert. Als ich ein Kind war, war er ein guter Vater (soweit ich mich erinnere), hat immer mit mir gespielt und mich nie geschlagen oder grundlos fertig gemacht. Zu meiner Mutter war er damals aber auch schon so wie heute zu uns beiden, aber bei weitem nicht soo schlimm.

Es tut mir weh zu sehen, dass er sich (besonders mir gegenüber) so verändert hat. Er ist ein intelligenter Mann, aber er hat es nie zu etwas gebracht, hat 2 mal geheiratet, und sich wieder scheiden lassen, hat 3 Kinder aus früheren Ehen, zu denen er keinen Kontakt mehr hat. Sein jüngster Bruder ist bei einem Unfall ums Leben gekommen, was er nie so richtig verkraftet hat. Seine Mutter ist vor ein paar Jahren gestorben, kurz darauf sein zweiter Bruder.
Sein Vater ist im Krieg gestorben als er 6 Jahre alt war.

Das alles rechtfertigt zwar sein Verhalten nicht, aber es hat mir trotzdem geholfen es ein wenig zu verstehen. Zumindest ein bisschen. Ich finde es natürlich trotzdem nicht ok, wie er sich verhält, aber ich sehe ihn so nicht so sehr als "Monster".

Ich hoffe ehrlichgesagt du hast unrecht damit, wenn du sagst deine Beziehung zu Männern wird schwieriger je älter du wirst. Es kommt mir leider auch so vor. Mit 17 war ich so unbefangen und naiv...sah nur das Gute in den Menschen und jetzt sind Männer für mich alle böse...scheinbar geht das bei mir noch schneller als bei dir

Warum hat es dich mit 30 denn eingeholt? Weißt du das? ist da irgendetwas vorgefallen?

Ich würde auch gerne "raus" aus alledem, aber irgendwie kann ich mich nicht durchringen mich ganz von meinen Eltern abzukapseln. Mir tut meine Mama einfach leid. Sie ist ein so ein guter Mensch und hat was Besseres als ihn verdient, aber sie will sich nicht von ihm trennen. Ich versuche ihr wenigstens beizustehen, wenn ich ihr schon nicht helfen kann. Ich bin ihr ein und alles. Sie hat ja nur mich. Und ich liebe meine Mama sehr.

lg

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15. August 2010 um 2:43
In Antwort auf etta_12666844

...
Nein, ich möchte meinen Vater irgendwie schon verstehen. Ich meine er war ja nicht immer so. Er hatte vermutlich immer eine Neigung zum Narzissmus, das ist wohl zu einem gewissen Teil genetisch, oder es lag an der Erziehung, denn meine Oma war auch so wie er, und meine Tante ist in einer abgeschwächten Form auch ähnlich.
Therapieren will ich meinen Vater aber sicher nicht. Das hätte ohnehin keinen Sinn, er will ja nicht therapiert werden. Er sieht ja kein Problem in seinem Verhalten.

Seine Alkoholsucht hat das Problem natürlich massiv verschlechtert. Als ich ein Kind war, war er ein guter Vater (soweit ich mich erinnere), hat immer mit mir gespielt und mich nie geschlagen oder grundlos fertig gemacht. Zu meiner Mutter war er damals aber auch schon so wie heute zu uns beiden, aber bei weitem nicht soo schlimm.

Es tut mir weh zu sehen, dass er sich (besonders mir gegenüber) so verändert hat. Er ist ein intelligenter Mann, aber er hat es nie zu etwas gebracht, hat 2 mal geheiratet, und sich wieder scheiden lassen, hat 3 Kinder aus früheren Ehen, zu denen er keinen Kontakt mehr hat. Sein jüngster Bruder ist bei einem Unfall ums Leben gekommen, was er nie so richtig verkraftet hat. Seine Mutter ist vor ein paar Jahren gestorben, kurz darauf sein zweiter Bruder.
Sein Vater ist im Krieg gestorben als er 6 Jahre alt war.

Das alles rechtfertigt zwar sein Verhalten nicht, aber es hat mir trotzdem geholfen es ein wenig zu verstehen. Zumindest ein bisschen. Ich finde es natürlich trotzdem nicht ok, wie er sich verhält, aber ich sehe ihn so nicht so sehr als "Monster".

Ich hoffe ehrlichgesagt du hast unrecht damit, wenn du sagst deine Beziehung zu Männern wird schwieriger je älter du wirst. Es kommt mir leider auch so vor. Mit 17 war ich so unbefangen und naiv...sah nur das Gute in den Menschen und jetzt sind Männer für mich alle böse...scheinbar geht das bei mir noch schneller als bei dir

Warum hat es dich mit 30 denn eingeholt? Weißt du das? ist da irgendetwas vorgefallen?

Ich würde auch gerne "raus" aus alledem, aber irgendwie kann ich mich nicht durchringen mich ganz von meinen Eltern abzukapseln. Mir tut meine Mama einfach leid. Sie ist ein so ein guter Mensch und hat was Besseres als ihn verdient, aber sie will sich nicht von ihm trennen. Ich versuche ihr wenigstens beizustehen, wenn ich ihr schon nicht helfen kann. Ich bin ihr ein und alles. Sie hat ja nur mich. Und ich liebe meine Mama sehr.

lg

Schlimmer...
Hallo pauline,

Meine Erfahrung ist wirklich, dass sich das Verhältnis zu Männern massiv verschlechtert, je älter man wird - über die "Gründe" kann ich nur spekulieren, ich glaub mal, mit zunehmendem Alter werden die meisten Menschen - auch ungewollt - zunehmend intoleranter.
Es ist in diesem Sinn nichts "vorgefallen" mit 30, es war wohl einfach die Summe negativer erfahrungen, gemischt mit der Intoleranz des Alters

Bei dir ists eben anders als bei mir in manchen Aspekten, du hast deinen Vater auch schon mal zugewandter erlebt und empfindest deshalb "ambivalent" gegenüber ihm - "guter Vater, schlechter Vater". Das ist ein Dilemma.

Ich kenn das so nicht, denn mein Vater war seit meinem 2. Lebensjahr nur noch abwesend und falls doch "räumlich anwesend" - anders kann man das nicht nennen - total ignorant mir gegenüber.... oder er zückte die Blondinen-Keule und machte mich fertig, weil ich ja so unrettbar unscheinbar sei.

LG

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15. August 2010 um 2:45

Krank
Hallo bps,

Kaufen wir unseren Vätern doch ein Abo für die neueste Haarfärbe-Zeitschrift vom Friseur und lassen sie stundenlang über ihr Lieblingsthema "Blondinen" fachsimpeln.

Es ist so krank!

Heute lach ich darüber, wie man so bescheuert sein kann, aber seinerzeit, als ich "Kind" war und noch als Jgendliche, hat mich der Terror mit den BLondinen massiv verletzt...

LG

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15. August 2010 um 7:54

Mythos
Hallo wejona,

Du hast da was falsch verstanden: ich frag mich nicht, inwiefern "mein" Verhalten "krank" sei, denn ich find mich in Ordnung, ich frag mich vielmehr, welches Verhalten bei Männern für mich "zumutbar" ist oder nicht.

Dass mein Vater wirklich "krank" ist, wußte ich schon vor der Diagnose, dazu reichte ein Vergleich mit den Vätern meiner Freunde - die waren alle erfrischend "erwachsen". Angebliche "Schuldfragen" halte ich auch für ein Therapeutenmärchen.... weshalb sollte jemand anderes als der Narzisst "schuld" sein an seiner Störung?

Mein Vater hat uns zwar alle "fertiggemacht", aber er hat es nicht vermocht, meine Gewissheit meines Wertes zu erschüttern. Dazu war er doch ein viel zu kleiner Looser...

Was bleibt, ist ein Kontingent von 20 Jahren "Leben im Irrenhaus" - sicher die perfekte Vorbereitung auf einen diesbezüglichen Job, aber wenn man beruflich anders aufgestellt ist und privat "gesunde" Kontakte sucht, wird es schwierig. Mir fehlt die Sicherheit im Umgang mit Männern - ich hatte in einer prägbaren langen Phase meines Lebens nur einen "Unsicherheitsherd" um mich herum...

LG

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15. August 2010 um 14:05
In Antwort auf schakuntala

Schlimmer...
Hallo pauline,

Meine Erfahrung ist wirklich, dass sich das Verhältnis zu Männern massiv verschlechtert, je älter man wird - über die "Gründe" kann ich nur spekulieren, ich glaub mal, mit zunehmendem Alter werden die meisten Menschen - auch ungewollt - zunehmend intoleranter.
Es ist in diesem Sinn nichts "vorgefallen" mit 30, es war wohl einfach die Summe negativer erfahrungen, gemischt mit der Intoleranz des Alters

Bei dir ists eben anders als bei mir in manchen Aspekten, du hast deinen Vater auch schon mal zugewandter erlebt und empfindest deshalb "ambivalent" gegenüber ihm - "guter Vater, schlechter Vater". Das ist ein Dilemma.

Ich kenn das so nicht, denn mein Vater war seit meinem 2. Lebensjahr nur noch abwesend und falls doch "räumlich anwesend" - anders kann man das nicht nennen - total ignorant mir gegenüber.... oder er zückte die Blondinen-Keule und machte mich fertig, weil ich ja so unrettbar unscheinbar sei.

LG

...
Damit triffst du bei mir genau den wunden Punkt! Ich bin ambivalent gegenüber meinem Vater, es ist eine Hass-Liebe sozusagen. Ich habe auch viele schöne Stunden mit ihm verbracht, doch mit den Jahren wurden sie immer weniger. Ich kann ihn dennoch nicht einfach so abschreiben. Ich habe zwar die Hoffnung aufgegeben, dass er sich noch einmal ändert, aber ich versuche ihn trotzdem nicht als Monster in Erinnerung zu behalten. Ich bin halt doch noch ein bisschen naiv, ich sehe immer das Gute im Menschen...

Intoleranz des Alters...
Ich bin mit 21 schon so intolerant... bei meinem Ex hab ich viele Fehler und Charakterschwächen akzeptiert, ganz nach dem Motto: keiner ist perfekt. Aber heute wäre ich in einer Beziehung sicher nicht mehr so tolerant. Wenn mich jemand schlecht behandelt lass ich mir das nicht mehr gefallen, Charakterschwächen hin der her!
Vielleicht hab ich deshalb auch keinen Freund seitdem gehabt...

Ich glaube so einfach werden wir das nicht mehr los, jahrzehntelange Schädigungen hinterlassen einfach ihre Spuren....

Ein zusätzliches Problem meinerseits, was mich noch mehr belastet ist mein mangelndes Selbstbewusstsein. Nachdem ich nur selten mal für etwas gelobt worden bin (das Abitur hab ich ja nur seinetwegen geschafft...er hätte sich ein Lob verdient!! Zitat! ) und nach seiner Aussage nach eh nie mehr einen Mann finden werde, weil ich alle mit meiner ekelhaften Art vergraule...fällt mir jetzt einfach alles sehr schwer!

Ich studiere in Mindesstudienzeit, aber das interessiert ihn ja nicht. Seiner Meinung nach schlaf ich ja den ganzen Tag und tu sowieso nie was...
Neulich hat er mir gesagt ich solle das Psy-Studium beenden und mich lieber selbst in Therapie begeben, weil ich ganz offenbar gestört bin.

Und damit nicht genug:
"Das wollte ich dir eigentlich ersparen, aber ich muss es dir jetzt sagen: DU bist schuld daran, dass die Beziehung zwischen deiner Mama und mir so schlecht geworden ist. Denn du warst immer da und hast uns nie in Ruhe gelassen..."

Was soll man da noch groß dazu sagen??
Wenigstens bin ich (natur-)blond...

lg
Pauline

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15. August 2010 um 14:11
In Antwort auf etta_12666844

...
Damit triffst du bei mir genau den wunden Punkt! Ich bin ambivalent gegenüber meinem Vater, es ist eine Hass-Liebe sozusagen. Ich habe auch viele schöne Stunden mit ihm verbracht, doch mit den Jahren wurden sie immer weniger. Ich kann ihn dennoch nicht einfach so abschreiben. Ich habe zwar die Hoffnung aufgegeben, dass er sich noch einmal ändert, aber ich versuche ihn trotzdem nicht als Monster in Erinnerung zu behalten. Ich bin halt doch noch ein bisschen naiv, ich sehe immer das Gute im Menschen...

Intoleranz des Alters...
Ich bin mit 21 schon so intolerant... bei meinem Ex hab ich viele Fehler und Charakterschwächen akzeptiert, ganz nach dem Motto: keiner ist perfekt. Aber heute wäre ich in einer Beziehung sicher nicht mehr so tolerant. Wenn mich jemand schlecht behandelt lass ich mir das nicht mehr gefallen, Charakterschwächen hin der her!
Vielleicht hab ich deshalb auch keinen Freund seitdem gehabt...

Ich glaube so einfach werden wir das nicht mehr los, jahrzehntelange Schädigungen hinterlassen einfach ihre Spuren....

Ein zusätzliches Problem meinerseits, was mich noch mehr belastet ist mein mangelndes Selbstbewusstsein. Nachdem ich nur selten mal für etwas gelobt worden bin (das Abitur hab ich ja nur seinetwegen geschafft...er hätte sich ein Lob verdient!! Zitat! ) und nach seiner Aussage nach eh nie mehr einen Mann finden werde, weil ich alle mit meiner ekelhaften Art vergraule...fällt mir jetzt einfach alles sehr schwer!

Ich studiere in Mindesstudienzeit, aber das interessiert ihn ja nicht. Seiner Meinung nach schlaf ich ja den ganzen Tag und tu sowieso nie was...
Neulich hat er mir gesagt ich solle das Psy-Studium beenden und mich lieber selbst in Therapie begeben, weil ich ganz offenbar gestört bin.

Und damit nicht genug:
"Das wollte ich dir eigentlich ersparen, aber ich muss es dir jetzt sagen: DU bist schuld daran, dass die Beziehung zwischen deiner Mama und mir so schlecht geworden ist. Denn du warst immer da und hast uns nie in Ruhe gelassen..."

Was soll man da noch groß dazu sagen??
Wenigstens bin ich (natur-)blond...

lg
Pauline

Praktisch
Hallo Pauline,

Such dir ne nette WG.

LG

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25. August 2010 um 7:39

Alter
Hallo wejona,

Wir haben uns falsch verstanden - ich bin nicht 20 Jahre alt, sondern 33. Die "20 Jahre" hab ich großenteils bei meinen leiblichen Eltern verbracht - das habe ich gemeint...

Mir ist die ganze Problematik eines "gestörten Vaters" bekannt und auch ihre Auswirkungen auf mein Privatleben. Nur bringt mir diese rein deskriptive Beschreibung rein gar nichts.... ich weiß das alles. In allen Facetten. Was ändert sich dadurch, dass ich es weiß? Nichts!

Natürlich bin ich als Kind eines "gestörten Vaters" anders. Jeder Mensch ist "anders". Ich find diese Stigmatisierungen anmaßend. Und wiederum: völlig sinnlos. Alles, was du geschrieben hast, ist mir bekannt und stellt nur eine Beschreibung dar, keine Lösung.

LG

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25. August 2010 um 7:47

Hobbies
Hallo,

Ja, das wäre ihr neues Hobby. Wir müssen sie mal miteinander bekannt machen, die beiden würden sich gut verstehen....

*Hobbies meines narzisstischen Vaters :*

- allen erzählen, wie göttergleich er ist
- allen erzählen, wie miserabel sie selbst sind
- sich mit allen Ämtern und Behörden anlegen und ihnen sagen, was sie zu tun haben
- sich mit allen Kollegen anlegen, dito (hat sich wegen Ruhestands erledigt)
- die Blondinen-Macke
- die Blondinen-Macke
- die Blondinen-Macke
- der Tochter erzählen, wie häßlich sie ist (nicht blond)
- der Frau erzählen, man ginge nur kurz auf die Pferderennbahn
- im Wartezimmer Symptome austauschen
- Simulant (Achtung, Ganztagsbeschäftigung)
- in der Lokalpolitik den Obermacker spielen und nicht merken, wie man sich blamiert
- ...


LG

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25. August 2010 um 7:49

Steigerung
Hallo,

Genauso hats angefangen... aber das war steigerungsfähig bis zu einem quasi-religiösen Wahn. Ich erwarte, dass er einen Altar mit Poly Color Blondpackungen Bleiche aufbaut.

Das kommt noch .


LG

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25. August 2010 um 8:25

Hallo
Hallo,

Schon wieder ein Mißverständnis: ich red gern mit dir. Aber ich hab nicht den Eindruck, dass reine Beschreibungen zu irgendetwas nutze sind.
Das ist so, als ob du hundertmal wiederholst:
"Da steht ein Baum im Weg.
Da steht ein Baum im Weg.
Da steht ein Bam im Weg.
Siehst du, dass ein Baum im Weg steht?"

JA.

Ich will wissen, wie ich ihn wegräume....

Deshalb will ich Meinungen von Menschen hören, die "probate" Lösungen wissen und nicht nur:
"Da steht ein Baum..."

LG

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12. April 2016 um 19:08


Hallo Schakuntala,
ich kann Dir leider keine positive Prognose geben, wenn Du nicht bereit bist, dieses Muster in einer Therapie zu verändern.
Ich habe ein noch größeres Paket von meinen kranken Eltern geschenkt bekommen und habe 5 Ehen hinter mich gebracht, weil meine Entscheidung entweder dem Charakter/Krankheitsbild meiner Mutter oder meines Vaters entsprach.
Die letzte Geschichte hatte die größte Dramatik, weil ich zeitgleich meine Trauma Therapie machte und immer klarer sah, was mit mir gemacht wird. Dazu die Liebe aus dem alten Verhalten und das Leid war extrem und perfekt.
Such Dir Hilfe, denn Du hast noch viel Leben vor Dir. Warte nicht zu lange. Ich bin 56 und habe jetzt erst aufgearbeitet. Vor allem fühlte ich mich bis zum Aha-Effekt immer schuldig.
Wenn Du nach so langer Zeit doch noch die Antwort bekommst, melde Dich, wenn Du mehr wissen möchtest....LG

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