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Sind hier Erwachsene, die bei getrennten Eltern aufwuchsen? Oder getrennte Eltern mit Kindern? OT.

15. April um 15:13

Ich habe eine Frage: Ich habe einen Sohn, 8 Jahre, der bei mir und seinem Vater aufwächst. Er ist fast jedes Wochenende bei seinem Vater und in den Ferien die Hälfte der Zeit. 

Mir ergeht es in den letzten Jahren immer schlechter, wenn mein Sohn bei seinem Vater ist und das liegt daran: Er ist dann einfach weg. Da der Vater und ich zerstritten sind, bereden wir wirklich nur das allernötigste. Mein Sohn und ich telefonieren nie. 

Mein Sohn will wenn er hier ist nicht unbedingt mit seinem Vater telefonieren und wenn er bei ihm ist nicht unbedingt mit mir. Das macht mich wirklich sehr traurig, nie ein Lebenzeichen zu hören. Besonders in den Sommerferien, wenn er dann so lange weg ist, ist es besonders schlimm. Ich versuche natürlich zu respektieren, dass es so, ohne Kontaktaufnahme für meinen Sohn wahrscheinlich leichter ist, da sonst immer wieder die Sehnsucht hochkommen würde. 

Aber ich frage mich einfach, wie man sich als Kind so fühlt, wenn man bei dem einen Elternteil ist. 

Ich vermisse ihn jedes Mal so sehr, versuche mich natürlich abzulenken, die Zeit für mich zu nutzten. Aber manchmal ist das sehr schwer. 

Oder gibt es hier Andere Eltern, denen es ähnlich geht? Wie handhabt ihr das so? 

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15. April um 15:29
In Antwort auf liliane009

Ich habe eine Frage: Ich habe einen Sohn, 8 Jahre, der bei mir und seinem Vater aufwächst. Er ist fast jedes Wochenende bei seinem Vater und in den Ferien die Hälfte der Zeit. 

Mir ergeht es in den letzten Jahren immer schlechter, wenn mein Sohn bei seinem Vater ist und das liegt daran: Er ist dann einfach weg. Da der Vater und ich zerstritten sind, bereden wir wirklich nur das allernötigste. Mein Sohn und ich telefonieren nie. 

Mein Sohn will wenn er hier ist nicht unbedingt mit seinem Vater telefonieren und wenn er bei ihm ist nicht unbedingt mit mir. Das macht mich wirklich sehr traurig, nie ein Lebenzeichen zu hören. Besonders in den Sommerferien, wenn er dann so lange weg ist, ist es besonders schlimm. Ich versuche natürlich zu respektieren, dass es so, ohne Kontaktaufnahme für meinen Sohn wahrscheinlich leichter ist, da sonst immer wieder die Sehnsucht hochkommen würde. 

Aber ich frage mich einfach, wie man sich als Kind so fühlt, wenn man bei dem einen Elternteil ist. 

Ich vermisse ihn jedes Mal so sehr, versuche mich natürlich abzulenken, die Zeit für mich zu nutzten. Aber manchmal ist das sehr schwer. 

Oder gibt es hier Andere Eltern, denen es ähnlich geht? Wie handhabt ihr das so? 

ich kann Dir nur sagen, wie man sich als Kind mit Eltern fühlt, die sich nicht getrennt haben, obwohl sie es vielleicht mal besser getan hätten: BESCH***!

Da es viel Zeit und Erfahrung braucht, zwischen Anlass und Grund eines Streites unterscheiden zu können, hat man das furchbare Gefühl, an viel Leid und Kummer Schuld zu sein.

Man bemerkt die Spannungen sehr wohl, kann die aber nicht richtig einordnen - und ach ja: sie werden ständig mehr, statt weniger. Es gibt kein Verarbeiten der Probleme, die sind einfach da. Immer. Jeden Tag.

Und nein, das kann man nicht so handhaben, dass es den Kindern gar nicht auffällt, egal wie rücksichts- und mühevoll man es auch versucht und sich "nicht vor den Kindern streitet" etc.  - ist meine Meinung.

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15. April um 15:34

Dein Sohn hat anscheinend wenig Probleme damit, ganz im Gegensatz zu dir anscheinend. Mein Sohn hat auch nie angerufen, wenn er bei seinem Vater war(oder auch bei den Großeltern), warum auch? Er war dann mit anderen Dingen beschäftigt und seine Gedanken waren da, wo er gerade war. Ich bin davon ausgegangen, dass es ihm gutging und er sich wohlfühlte, sonst hätte er sich wahrscheinlich gemeldet. Fand es positiv, so konnte ich entspannt ohne schlechtes Gewissen mich mit meinem neuen Partner treffen oder Dinge allein machen. Tust du das nicht? Genieße doch die Zeit, die du für dich hast und erfülle deine eigenen Bedürfnisse oder Wünsche. Oder ist dein Kind dein alleiniger Lebensinhalt? 

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15. April um 15:40
In Antwort auf aasha108

Dein Sohn hat anscheinend wenig Probleme damit, ganz im Gegensatz zu dir anscheinend. Mein Sohn hat auch nie angerufen, wenn er bei seinem Vater war(oder auch bei den Großeltern), warum auch? Er war dann mit anderen Dingen beschäftigt und seine Gedanken waren da, wo er gerade war. Ich bin davon ausgegangen, dass es ihm gutging und er sich wohlfühlte, sonst hätte er sich wahrscheinlich gemeldet. Fand es positiv, so konnte ich entspannt ohne schlechtes Gewissen mich mit meinem neuen Partner treffen oder Dinge allein machen. Tust du das nicht? Genieße doch die Zeit, die du für dich hast und erfülle deine eigenen Bedürfnisse oder Wünsche. Oder ist dein Kind dein alleiniger Lebensinhalt? 

dem kann ich mich nur anschließen.

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15. April um 15:42

Hallo aasha und avarrasterne. 

Deine Antwort, aasha,  tut mir gut. Vielen dank dafür. Es ist schön zu hören, damit nicht alleine zu sein. Ich versuche wirklich optimistisch zu bleiben und die Zeit für mich zu nutzten, Freundinnen zu treffen und mich zu erholen. 

@avarrasterne: Danke für deine offene Antwort. Auch diese finde ich wirklich sehr hilfreich für mich. Es tut mir leid, dass du da so gelitten hast. Und du hast vollkommen Recht! In einer anscheinend heilen Welt zu leben, nur aus Gesellschaftskonformitätsgründen oder finanziellen Nöten ist für das Kind letztendlich mit Sicherheit schwerwiegender. Ewig diese Streitereien mitzubekommen ist sicher sehr schwer und es war auch kein gutes Vorbildverhalten deiner Eltern. Denn getrennt wäre alles für jeden Beteiligten sicher authentischer gewesen. 

Somit fühle ich mich auch nochmal bestärkter, dass die Trennung richtig war. Wir haben uns schon in der Schwangerschaft getrennt. Trotz meiner Problemchen war es die richtige Entscheidung!!! Ich würde nie wieder zurückgehen.

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15. April um 15:44
In Antwort auf avarrassterne1

dem kann ich mich nur anschließen.

P.S.: stimmt, wenn unser Sohn bei den Großeltern war, hat er sich auch nur gemeldet, wenn irgendwas echt schief gelaufen ist. Wenn er sich nicht gemeldet hat: ein Zeichen, dass alles palletti ist.

Irgendwo wäre es schon nett für's Ego, wenn er immer vor Sehnsucht nach uns zerfließt, sobald er nicht zu Hause ist, aber mal im Ernst: gesund und gut würde ich das nicht finden, da hätten wir aus meiner Sicht etwas ganz enorm falsch gemacht.
Und gut für uns hätte ich das mal von den teuer erkauften Ego-Streicheleinheiten auch nicht gefunden.

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15. April um 15:47
In Antwort auf liliane009

Ich habe eine Frage: Ich habe einen Sohn, 8 Jahre, der bei mir und seinem Vater aufwächst. Er ist fast jedes Wochenende bei seinem Vater und in den Ferien die Hälfte der Zeit. 

Mir ergeht es in den letzten Jahren immer schlechter, wenn mein Sohn bei seinem Vater ist und das liegt daran: Er ist dann einfach weg. Da der Vater und ich zerstritten sind, bereden wir wirklich nur das allernötigste. Mein Sohn und ich telefonieren nie. 

Mein Sohn will wenn er hier ist nicht unbedingt mit seinem Vater telefonieren und wenn er bei ihm ist nicht unbedingt mit mir. Das macht mich wirklich sehr traurig, nie ein Lebenzeichen zu hören. Besonders in den Sommerferien, wenn er dann so lange weg ist, ist es besonders schlimm. Ich versuche natürlich zu respektieren, dass es so, ohne Kontaktaufnahme für meinen Sohn wahrscheinlich leichter ist, da sonst immer wieder die Sehnsucht hochkommen würde. 

Aber ich frage mich einfach, wie man sich als Kind so fühlt, wenn man bei dem einen Elternteil ist. 

Ich vermisse ihn jedes Mal so sehr, versuche mich natürlich abzulenken, die Zeit für mich zu nutzten. Aber manchmal ist das sehr schwer. 

Oder gibt es hier Andere Eltern, denen es ähnlich geht? Wie handhabt ihr das so? 

Warum telefonierst du nicht regelmäßig mit deinem Sohn? Er würde dadurch lernen mit der Sehnsucht besser zurecht zu kommen. Das muss machbar sein, finde ich.

 

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15. April um 15:50
In Antwort auf avarrassterne1

ich kann Dir nur sagen, wie man sich als Kind mit Eltern fühlt, die sich nicht getrennt haben, obwohl sie es vielleicht mal besser getan hätten: BESCH***!

Da es viel Zeit und Erfahrung braucht, zwischen Anlass und Grund eines Streites unterscheiden zu können, hat man das furchbare Gefühl, an viel Leid und Kummer Schuld zu sein.

Man bemerkt die Spannungen sehr wohl, kann die aber nicht richtig einordnen - und ach ja: sie werden ständig mehr, statt weniger. Es gibt kein Verarbeiten der Probleme, die sind einfach da. Immer. Jeden Tag.

Und nein, das kann man nicht so handhaben, dass es den Kindern gar nicht auffällt, egal wie rücksichts- und mühevoll man es auch versucht und sich "nicht vor den Kindern streitet" etc.  - ist meine Meinung.

Dem kann ich mich zu 100% anschließen.

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15. April um 15:56
In Antwort auf sonnenwind4

Warum telefonierst du nicht regelmäßig mit deinem Sohn? Er würde dadurch lernen mit der Sehnsucht besser zurecht zu kommen. Das muss machbar sein, finde ich.

 

warum glaubst Du denn, dass es soooo große Sehnsucht nach Mama hat, wenn es ihm beim Vater gut geht und das nächste Wiedersehen mit der Mutter schon klar ist und auch regelmässig stattfinden wird?

Ich halte es für wahrscheinlicher, dass es genau so ist, wie von @aasha beschrieben: seine Welt geht eben NICHT unter, wenn er beim jeweils anderen Elternteil ist. - Und das ist gut so.

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15. April um 16:09
In Antwort auf avarrassterne1

warum glaubst Du denn, dass es soooo große Sehnsucht nach Mama hat, wenn es ihm beim Vater gut geht und das nächste Wiedersehen mit der Mutter schon klar ist und auch regelmässig stattfinden wird?

Ich halte es für wahrscheinlicher, dass es genau so ist, wie von @aasha beschrieben: seine Welt geht eben NICHT unter, wenn er beim jeweils anderen Elternteil ist. - Und das ist gut so.

Ich denke nicht dass es dabei um das schlechte Leben oder das schlecht Ergehen geht, sondern eher um das Gefühl des Vermissens, wenn das Kind den Vater oder die Mutter eine Woche, zwei oder drei Wochen am Stück nicht sieht. Das Gefühl wird oftmals stark auftreten und muss verdrängt werden, da eine Kontaktaufnahme 'nicht gewünscht' ist. Ich fänd es besser, es dem Kind zu überlassen ob es sich kurz mit Mama oder Papa telefonisch austauschen möchte. 

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15. April um 16:11
In Antwort auf sonnenwind4

Ich denke nicht dass es dabei um das schlechte Leben oder das schlecht Ergehen geht, sondern eher um das Gefühl des Vermissens, wenn das Kind den Vater oder die Mutter eine Woche, zwei oder drei Wochen am Stück nicht sieht. Das Gefühl wird oftmals stark auftreten und muss verdrängt werden, da eine Kontaktaufnahme 'nicht gewünscht' ist. Ich fänd es besser, es dem Kind zu überlassen ob es sich kurz mit Mama oder Papa telefonisch austauschen möchte. 

...das Kind ist derjenige, der nicht telefonieren möchte - in beiden Fällen, nicht ein Elternteil. Für mich klingt das nicht nach mühsam unterdrückter Sehnsucht?

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15. April um 16:18
In Antwort auf avarrassterne1

...das Kind ist derjenige, der nicht telefonieren möchte - in beiden Fällen, nicht ein Elternteil. Für mich klingt das nicht nach mühsam unterdrückter Sehnsucht?

Wenn das Kind das nicht möchte, dann ist das ja gut und richtig. Habe ich das wohl falsch verstanden.

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15. April um 17:34
In Antwort auf liliane009

Ich habe eine Frage: Ich habe einen Sohn, 8 Jahre, der bei mir und seinem Vater aufwächst. Er ist fast jedes Wochenende bei seinem Vater und in den Ferien die Hälfte der Zeit. 

Mir ergeht es in den letzten Jahren immer schlechter, wenn mein Sohn bei seinem Vater ist und das liegt daran: Er ist dann einfach weg. Da der Vater und ich zerstritten sind, bereden wir wirklich nur das allernötigste. Mein Sohn und ich telefonieren nie. 

Mein Sohn will wenn er hier ist nicht unbedingt mit seinem Vater telefonieren und wenn er bei ihm ist nicht unbedingt mit mir. Das macht mich wirklich sehr traurig, nie ein Lebenzeichen zu hören. Besonders in den Sommerferien, wenn er dann so lange weg ist, ist es besonders schlimm. Ich versuche natürlich zu respektieren, dass es so, ohne Kontaktaufnahme für meinen Sohn wahrscheinlich leichter ist, da sonst immer wieder die Sehnsucht hochkommen würde. 

Aber ich frage mich einfach, wie man sich als Kind so fühlt, wenn man bei dem einen Elternteil ist. 

Ich vermisse ihn jedes Mal so sehr, versuche mich natürlich abzulenken, die Zeit für mich zu nutzten. Aber manchmal ist das sehr schwer. 

Oder gibt es hier Andere Eltern, denen es ähnlich geht? Wie handhabt ihr das so? 

Mein Sohn ist ebenfalls acht Jahre alt und seit Freitag bri seinem Vater. Es ist ihre gemeinsame Zeit und ich weiss es geht ihm gut. Wenn etwas ist kann dein Sohn dich doch anrufen? Telefonieren tun wir auch selten bis fast nie, wenn er dort ist. Ist alles gut.
Mein Sohn ist allerdings nur jedes 2. We und die Hälfte der Ferien dort, da ich auch freie Zeit mit ihm haben möchte und nicht nur den Alltagsstress. 
genieße mal deine Zeit für dich Und mach was für dich. 

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15. April um 19:01
In Antwort auf avarrassterne1

ich kann Dir nur sagen, wie man sich als Kind mit Eltern fühlt, die sich nicht getrennt haben, obwohl sie es vielleicht mal besser getan hätten: BESCH***!

Da es viel Zeit und Erfahrung braucht, zwischen Anlass und Grund eines Streites unterscheiden zu können, hat man das furchbare Gefühl, an viel Leid und Kummer Schuld zu sein.

Man bemerkt die Spannungen sehr wohl, kann die aber nicht richtig einordnen - und ach ja: sie werden ständig mehr, statt weniger. Es gibt kein Verarbeiten der Probleme, die sind einfach da. Immer. Jeden Tag.

Und nein, das kann man nicht so handhaben, dass es den Kindern gar nicht auffällt, egal wie rücksichts- und mühevoll man es auch versucht und sich "nicht vor den Kindern streitet" etc.  - ist meine Meinung.

Das kenne ich auch! Meine Eltern hätten sich auch besser getrennt. Als Kind habe ich mir so oft gewünscht, die würden das Drama endlich beenden. Haben sie leider nicht, obwohl sie nicht glücklich waren. 
Natürlich merkt ein Kind die ständigen Spannungen. Grässlich. Die Ehe meiner Eltern war für mich das abschreckende Beispiel schlechthin, wie ich später auf keinen Fall leben wollte. Meinem mittlerweile erwachsenen Sohn hat die Trennung nicht sonderlich geschadet, da Kontakt zu uns beiden und auch zu beiden Familien bestand und es zwar keine besonders erfreuliche Trennung war, aber auch kein Rosenkrieg. Für mich war mein Sohn auch nie der alleinige Lebensinhalt, deshalb kann ich das nicht so ganz nachvollziehen. Ich habe mich sehr gefreut, wenn er wieder heimkam, aber auch über die freien Wochenenden und Ferien, die ich für mich und meinen Partner allein hatte.

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