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Sind es die Hormone? Oder sollte ich wirklich über Trennung nachdenken?

30. Mai 2012 um 10:36

Hallo,

ich habe ein Problem... Ich weiß nicht, ob meine Hormone mich trügen, oder ob ich tatsächlich über eine Trennung von meinem Partner nachdenken sollte.

Ich bin in der 13. SSW.

Mein Partner und ich haben eine 8-jährige, schwierige Beziehung hinter uns. Ich weiß, dass er nicht der verlässlichste ist und immer mal wieder echte Tiefs hat, er ist halt auch nur ein Mensch. Aber nun, da ein Baby unterwegs ist, weiß ich nicht, ob ich als alleinerziehende Mutter vielleicht besser dran wäre .

Ich befinde mich aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes in der Frühschwangerschaft (wegen drohender Fehlgeburt) und anschließender Krankschreibung im Urlaubssemester meines Studiums und konnte bis vor kurzem aus selbigem Grund nicht arbeiten. Nun suche ich nach einem Bürojob (in der Hoffnung, diesem trotz starker Übelkeit und Kreislaufproblemen gerecht werden zu können!).
Mein Partner ist seit fast zwei Monaten arbeitslos. Er unternimmt weder Versuche, eine neue Stelle zu finden, noch beantragt er Arbeitslosengeld. Wir haben also derzeit überhaupt KEIN Geld, können unsere Miete nicht bezahlen, nicht einkaufen, ... Meine Eltern möchte ich auch nicht ständig nach Geld fragen, aber zur Not wäre das möglich.

Nun kommt noch hinzu, dass mein Partner schon öfter in unserer Beziehung längere Phasen hatte, in denen er ein Alkoholproblem hatte. Ich bitte ihn seit mehreren Wochen, nicht mehr jeden Tag zu trinken, ab und zu legt er auch einen Tag Pause ein. Er ist nicht oft richtig betrunken (vielleicht einmal die Woche), aber mich regt das tägliche Biertrinken mit seinen Bekannten (fast alle arbeitslos, fast alle Alkoholiker mit mindestens einem fehlgeschlagenen Entzug in einer Klinik) total auf. Ich bin dann abends 3-5 Stunden alleine und er ist dort. An sich kann er ja auch gerne Zeit mit Freunden verbringen, ich würde überhaupt nicht wollen, dass er immer zuhause bei mir sitzt! Aber ich finde es schrecklich, dass immer Alkohol im Spiel ist.

Letzte Woche war es so, dass wir nichts mehr zu essen zuhause hatten. Ich muss dazu sagen, dass ich ein großes Problem mit Übelkeit habe und mindestens alle 3 Stunden ein halbes Brot essen muss um nicht ununterbrochen zu würgen. Er jedenfalls ging mit seinen Freunden in den Biergarten, trank dort Bier und aß eine Currywurst während ich nicht wusste, was ich zuhause essen sollte. Bis jetzt muss ich nicht hungern! Aber - nun, man hat ja auch gewissen Bedürfnisse und Appetit auf bestimmte Dinge .

Es gibt viele Situationen, in denen ich mich nicht "versorgt" fühle. Weder finanziell, noch emotional noch mit Nahrung. Das macht mich traurig und wahnsinnig!

Ich wollte letzte Woche zum Sozialamt gehen um dort wenigstens eine Unterstützung zu beantragen, das wollte er nicht. "Das fände ich asozial, wenn wir Hilfe vom Amt bekämen wenn du schwanger bist!" Aber nun sitzen wir ohne einen Cent Geld da, ich kann weder die Telefonrechnung noch Strom und Gas bezahlen, noch den Tierarzt (die Hunde bräuchten wieder eine Impfung), noch Essen, ... Und mit den Problemen stehe ich genauso allein da, wie mit den 4x täglich anfallenden Hundespaziergängen. Das ist an sich nicht weiter schlimm, denn ich liebe unsere Hunde und die Bewegung tut mir gut! Es ist mir nur so unangenehm, mich im Park zu übergeben, weil ich Angst habe, jemand sieht mich.
In der Wohnung ist es inzwischen ziemlich dreckig. Mein Partner macht die Hausarbeit nicht mehr, obwohl er immer betont ICH solle es nicht tun. Es müsste mal wieder der Staubsauger genutzt werden (ich soll das laut ihm nicht machen, da unser Staubsauger defekt ist, ist das Saugen sehr anstrengend). Ich bin Allergikerin (u. a. gegen Hausstaubmilben) und bin viel am Niesen und bekomme schlecht Luft (durch die Nase gar nicht mehr seit ein paar Wochen). Das, was ich machen kann, mache ich (Wäsche waschen, aufhängen, Geschirrspüler ein- und ausräumen, Staubwischen). Ach, was soll ich weiter erzählen. Es ist einfach dreckig und ich werde nachher, wenn er wieder abhaut, einfach saugen und die Betten beziehen. Mir reicht's.

Die akute Situation, die meinen Aufruf des Forums auslöste ist diese gewesen:

gestern Abend ging er wieder zu seinen Bekannten ("auf eine Zigarette" von 20:00 Uhr - 00:30 Uhr). Als er dann nach Hause kam, ging er freiwillig mit den Hunden raus (macht er sonst NIE!). Heute Morgen bin ich um 06:00 Uhr davon aufgewacht, dass unsere kleine Hündin in der ganzen Wohnung (Schlafzimmer, Flur, Wohnzimmer) Durchfall und Erbrechen hatte. Ich bin also aufgestanden, habe meinen Partner gefragt, ob sie gestern Abend auch schon komisch war ("lass mich, ich schlafe noch". Dann habe ich den Teppich im Wohnzimmer gereinigt, die Couch geputzt und die Spuren im Schlafzimmer beseitigt ("Licht aus, ich schlafe noch!" und "hier stinkt's!" waren die Kommentare) um anschließend mit den Hunden in den Park zu gehen, damit sich die Kleine vielleich nochmal erleichtern kann. Meine Bitte an ihn, mir zu helfen war zwecklos. Auch mein Argument, er wisse doch, dass mir sowieso übel sei und ich Angst hätte, mich beim säubern der Stellen selber übergeben zu müssen, zog nicht. Nach dem Spaziergang habe ich die arme, kleine Hündin noch baden müssen, weil sie sich das ganze Hinterteil inklusive Schwanz und Beine vollgesch***** hatte. Er schlief währenddessen.

Seit 3 Stunden sitze ich nun hier und lasse mir 1000 Dinge durch den Kopf gehen.

Ich bin sauer, enttäuscht, ärgere mich über mich selbst und möchte eigentlich nur weg. Leider weiß ich nicht, wohin!

Ich denke nicht so etwas wie "wäre ich doch bloß nicht schwanger, dann wäre eine Trennung einfacher". Nein! Viel mehr denke ich "bin ich als alleinerziehende nicht besser dran?", "wie wird es sein, wenn das Kind da ist?" "ob er ein guter, fürsorglicher Vater sein kann?"

Was denkt ihr? Bin ich überempfindlich? Oder sollte ich reagieren? Abwarten?

Bitte helft mir, meine Gedanken und Gefühle zu sortieren.

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30. Mai 2012 um 21:07

Hormone sind es nicht
oh je, die frage mußt du dir nicht stellen, was willst du mit so einem mann? denk an dein kind und an deine hunde, laß dich beim sozialamt beraten(dafür muß man sich nicht schämen) und nimm die hilfe deiner eltern an. dann wird es dir bald besser gehen. alles andere findet sich schon, wenn du diesen schritt nicht machst, dann wird es immer schlimmer!! ieser mann kann nicht einmal für sich selbst die verantwortung tragen, geschweige denn für ein kind. trau dich!!!

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4. Juni 2012 um 9:17

Ganz sicher sind es nicht nur die hormone...
...deine situation hört sich an wie in einem schlechten film und ist schon fast wieder so extrem, dass man leicht denke könnte, dass da jemand übertreibt.

also, wenn es bei euch tatsächlich so zugeht, dann solltest du dir übelegen dich zu trennen. angst davor brauchst du nicht zu haben! du bekommst hilfe vom amt - erst recht als alleinerziehende mutter. sicher unterstützen dich auch freunde und familie. wenn du hilfe willst, dann geh mal zu einer beratungsstelle wie pro familia - die bieten super hilfe an und können dir sicher auch einen leitfaden geben. ...du hast noch jede menge zeit, dich auf ein leben allein mit kind vorzubereiten. jetzt ist es noch leichter solche aktionen zu unternehmen, als mit dickem bauch. (hab selbst eine 3monate alte tocher und weiß, wovon ich rede. wir hatten auch einen umzug, als ich im 7. monat war )

also: nur mut!

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