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Sind diese Nähe-Distanz-Spielchen wirklich sinnvoll?

5. November 2010 um 9:50

Hallo,
ich lese immer wieder, wie Leuten dazu geraten wird, diese Nähe-Distanz-Spielchen zu betreiben.. soll also heissen, wenn der Freund sich zurückzieht, tu dasselbe.. wenn er keine Zeit hat, hab auch keine.. usw. Findet ihr das wirklich sinnvoll?

Wenn ein Mensch sehr freiheitsliebend ist und ihm die Beziehung einfach zu eng wird, dann wird er sich irgendwann zurückziehen.. der Partner hat dieses Freiheitsverlangen oft nicht so sehr (darum entstehen ja auch oft die Probleme, die hier geschildert werden) und spielt dann aber mit und geht ebenfalls auf Distanz, um dem anderen zu signalisieren "hey, für mich ist das so auch völlig ok" - die Wahrheit sieht aber oft ganz anders aus.. man sehnt sich eigentlich nach Nähe und Zweisamkeit und spielt nur mit, um den anderen nicht zu verlieren..

Ists nicht so, dass solche 2 Menschen einfach nicht zusammenpassen, was das Nähe-Distanz-Verhältnis betrifft? Oder denkt ihr, dass solche "Spielchen" tatsächlich kurzfristig gut sein können?

Würd mich interessieren, wie ihr darüber denkt..

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5. November 2010 um 9:58

Genau die selbe Frage
habe ich mir auch schon gestellt. Denn ich stecke gerade auch in so ner Sache. Mein Freund will unbedingt mehr Freiraum für sich, es ging so weit, dass er eine Beziehungspause wollte. Allerdings wohnen wir noch zusammen (er will bald in eine eigene Wohnung ziehen). In Ratgeberbüchern habe ich auch gelesen, dass ich ihm einfach den Freiraum geben soll (ist ja logisch) und selbst auch auf Distanz gehen soll. Doch dabei wächst meine Angst eigentlich nur noch mehr, ihn zu verlieren. Es heißt, wenn er dich wirklich liebt und mit dir zusammen sein will, dann wird er dich irgendwann vermissen und er wird auf dich zukommen. Nur was, wenn das nicht passiert? Wenn er sich so sehr daran gewöhnt diese Freiheit zu haben?? Und natürlich sollte man sich nicht verbiegen. Aber so anhänglich zu sein und stäändig mit dem Partner zusammen sein zu wollen ohne mehr ein richtiges eigenes Leben allein ohne ihn führen zu können, ist auch nicht gut! Ich persönlich habe mir vorgenommen an mir zu arbeiten. Dass ich eben auch alleine mehr klar komme und ihm somit automatisch mehr Distanz gebe. Natürlich ist es schwer... Aber auf die Dauer gesehen einfach das beste. Für mich. Für uns. Und ich denke, zumindest der Versuch sich zu verändern ist nicht falsch.

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5. November 2010 um 10:02

Hm
es kommt natürlich drauf an, WIE sehr der Partner freiheitsliebend ist. Wenn das wirklich extrem ist und er es schon zu viel findet zwei Abende hintereinander was zusammen zu machen und man selbst es aber eig genießt, dann bringen solche Spielchen wirklich nichts. Aber ich finde es muss sich nicht immer um Spielchen handeln, sondern einfach auch um Respekt vor dem, was der andere sich wünscht, aber das sollte niemals nur einseitig sein!

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5. November 2010 um 12:11


Hallo zusammen,
ja ich sehe es eigentlich auch so wie ihr.. Spielchen haben für mich weder in einer Beziehung noch in einer Freundschaft was zu suchen.. ich find sowas einfach nur anstrengend und nicht zielführend.
Bin nur drauf gekommen, weil ich das heute in einem Thread gelesen habe und mich gewundert hab, wie das funktionieren soll.. wenn jemand ganz offensichtlich nicht mit der Freiheitsliebe des Partners zurecht kommt (egal ob die jetzt "normal" ist oder zu extrem), dann hilfts auch nichts, ganz bewusst und offensichtlich auf Distanz zu gehen,.. kann mir nicht vorstellen, dass das beim anderen wie gewünscht ankommt.. ich denk eher, er wird das geniessen, weil ja genau DAS seinen Vorstellungen entspricht.

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5. November 2010 um 12:33

..
in der hinsicht empfehle ich das buch "ich lieb dich nicht, wenn du mich liebst"

in beinahe allen beziehungen ist es so, dass mal der eine, mal der andere mehr freiraum braucht. ist die beziehung ausgewogen, wechseln sich die partner ab und der "abstand" ist nie zu hoch. einige beziehungen funktionieren auch genau WEIL der eine sich für den anderen "aufopfert"..

besteht ein belastendens ungleichgewicht:
der, der weniger freiraum will, bemüht sich besonders nett und zuvorkommend und lieb zu sein, um den anderen wieder näher an sich zu holen.
der andere flüchtet dadurch noch mehr und entwickelt ein schlechtes gewissen, weil der partner ja so lieb ist und jemanden verdient hätte, der das zu schätzen weiß. und das schlechte gewissen treibt noch weiter weg.

da kann so ein spielchen unter umständen kurzfristig helfen, aber langfristig hilft nur: reden. wie immer.
und wenn wirklich die bedürfnisse überhaupt nicht zusammenpassen.. dann passts eben wirklich nicht.

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