Forum / Liebe & Beziehung

Sie will nicht von Zuhause ausziehen

27. Dezember 2020 um 22:33 Letzte Antwort: 28. Dezember 2020 um 1:41

Hallo Zusammen

Ich bin weiblich und bin seit bald 4 Jahren in einer Beziehung mit meiner Freundin.
Sie wird in einem Monat 27 Jahre alt und ich bald 26.

Ich bin sehr früh von Zuhause ausgezogen (16) und habe seither entweder alleine, mit meiner Schwester oder mit meiner Ex-Partnerin zusammengewohnt.

Mit folgendem Anliegen verfasse ich nun diesen Beitrag: Ich möchte sehr gerne mit meiner Partnerin zusammenziehen. 

Ihr gefällt meine Wohnung wirklich sehr gut und sie fühlt sich bei mir sehr wohl. Sie hat selber einmal gesagt, sie möchte irgendwann einmal mit mir hier wohnen und es ist ihr zweites Zuhause.

Ich habe schon mehrere Anläufe gestartet und mit ihr darüber geredet. Sie möchte nicht mit mir zusammenziehen und plant bis mind. nach ihrem Studienabschluss Zuhause bei ihren Eltern zu wohnen. Sie wäre mit ca. 30 mit dem Studium fertig. Ihre Eltern sind Christen und haben das Prinzip: wer einmal auszieht - darf nicht mehr einziehen.

Meine Partnerin befindet sich wie gesagt im Studium und verdient nichts. Daher könnte sie sich alleine keine Wohnung leisten. Sie hat Angst, dass wir uns einmal trennen könnten und ich sie dann aus der Wohnung schmeissen würde und sie sich keine Wohnung leisten kann und auch nicht mehr zu ihren Eltern ziehen dürfte. Ich habe selber mit meiner Ex-Partnerin noch ein gutes halbes Jahr zusammengewohnt nach der Trennung (ist vielleicht nicht die beste Lösung aber ich würde niemals einen Menschen den ich liebe oder geliebt habe, auf die Strasse setzen!). Meine Partnerin weiss das und ich habe ihr ausserdem ganz klar gesagt, dass wir eine Lösung finden würden wenn dies zutreffen sollte, sie aber auf keinen Fall Angst haben muss von mir rausgeschmissen zu werden.

Ich frage mich nun, wie es weitergehen soll. Ich liebe sie und kann mir eine Zukunft mit ihr vorstellen - sonst wäre ich nicht mit ihr in einer Beziehung. Allerdings möchte ich mit ihr ein eigenes Zuhause aufbauen und den nächsten Schritt gehen. Ausserdem kommt sie nicht mehr ganz so oft zu mir wie früher. Der Grund dafür ist folgender: Sie hat Angst, wenn sie zu oft bei mir ist, dass sie von ihren Eltern Zuhause rausgeschmissen wird, da sie kaum noch Zuhause ist. Mir sagt sie, dass mein Zuhause auch für Sie ein zweites Zuhause ist und nennt dies auch so. Letztens als wir bei ihr Zuhause waren, fragte sie mich: "Wollen wir nach Hause fahren? Sie bemerkte plötzlich, dass ihre Mutter in den Raum kam und korrigierte die Frage mit: ..also ich meine zu dir". Das war das erste Mal und neu für mich, also habe ich sie darauf angesprochen und sie sagte mir, dass sie Angst davor hat, dass ihre Mutter denkt wir würden zusammenwohnen und sie dann Zuhause rausschmeisst.
Zudem kommt, dass ich nicht bei ihr übernachten darf (wie bereits gesagt sind ihre Eltern Christen und ein weiteres Prinzip von ihnen ist "Kein Sex vor der Ehe"

Was mich stört ist: Sie ist fast 27 und pant bis mind. 30 Zuhause zu bleiben. Sie hat Angst, dass ich sie rausschmeissen würde. Sie verleugnet ihr "zweites" Zuhause aus Angst vor ihrer Mutter. Mich stört das und ich habe es ihr auch gesagt und mit ihr darüber geredet. Sie wurde wütend und es gab einen Streit. 

Ich verstehe mich wirklich sehr gut mir ihrer Familie. Ich akzeptiere die Prinzipien ihrer Eltern. Auf keinen Fall möchte ich meine Partnerin drängen oder ihr Druck machen. Sie soll zu mir ziehen, weil sie das möchte und nicht, weil ich möchte. Trotzdem, finde ich es nicht in Ordnung, wenn sie aus den obengenannten Gründen nicht mit mir zusammenziehen will (eben aus Angst etc.) Ich soll jetzt also 4 Jahre warten. Ausserdem möchte sie noch Zuhause sein, weil sie gerne Zuhause ist und auch in der Umgebung. Das verstehe ich. Andererseits verstehe ich es wohl trotzdem nicht so sehr - da ich eine andere Ansicht darüber habe. Ich möchte in diesem Alter eine Zukunft/Leben mit dem Menschen aufbauen, den ich liebe und eine Beziehung führe. Da ist auch Platz um ein Zuhause zu schaffen etc. Ausserdem wohne ich 10 Minuten Autofahrt von ihr entfernt. Sie/wir könnten ihre Familie ohne Probleme immer besuchen ohne einen langen Weg auf uns nehmen zu müssen. Auch in der Umgebung spatzieren oder worauf sie Lust hätte wäre keine Ursache. 

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass sie Angst vor ihrer Mutter hat und mich dafür hinten anstellt (dieses eine Beispiel mit dem nach Hause gehen). Weiter sagt es mir, dass sie ihr Nest mit 27 nicht verlassen will und Zuhause bleiben will.

Ihre Mutter ist wirklich sehr lieb und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie nie wieder einziehen dürfte. Aber meine Partnerin kennt ihre Mutter natürlich und kennt die Regeln dort besser als ich es tue.

Meine Frage an euch: Was würdet ihr tun in meiner Situation? Was sind eure Gedanken dazu? Ich bin auf eure neutralen Meinungen gespannt. Vielleicht kennt diese Situation ja auch jemand und kann mir einen guten Ratschlag geben. 

Vielen Dank - ich bin wirklich an euren Meinungen interessiert und freue mich diese bald lesen zu dürfen!
 

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27. Dezember 2020 um 23:35
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Hallo Zusammen

Ich bin weiblich und bin seit bald 4 Jahren in einer Beziehung mit meiner Freundin.
Sie wird in einem Monat 27 Jahre alt und ich bald 26.

Ich bin sehr früh von Zuhause ausgezogen (16) und habe seither entweder alleine, mit meiner Schwester oder mit meiner Ex-Partnerin zusammengewohnt.

Mit folgendem Anliegen verfasse ich nun diesen Beitrag: Ich möchte sehr gerne mit meiner Partnerin zusammenziehen. 

Ihr gefällt meine Wohnung wirklich sehr gut und sie fühlt sich bei mir sehr wohl. Sie hat selber einmal gesagt, sie möchte irgendwann einmal mit mir hier wohnen und es ist ihr zweites Zuhause.

Ich habe schon mehrere Anläufe gestartet und mit ihr darüber geredet. Sie möchte nicht mit mir zusammenziehen und plant bis mind. nach ihrem Studienabschluss Zuhause bei ihren Eltern zu wohnen. Sie wäre mit ca. 30 mit dem Studium fertig. Ihre Eltern sind Christen und haben das Prinzip: wer einmal auszieht - darf nicht mehr einziehen.

Meine Partnerin befindet sich wie gesagt im Studium und verdient nichts. Daher könnte sie sich alleine keine Wohnung leisten. Sie hat Angst, dass wir uns einmal trennen könnten und ich sie dann aus der Wohnung schmeissen würde und sie sich keine Wohnung leisten kann und auch nicht mehr zu ihren Eltern ziehen dürfte. Ich habe selber mit meiner Ex-Partnerin noch ein gutes halbes Jahr zusammengewohnt nach der Trennung (ist vielleicht nicht die beste Lösung aber ich würde niemals einen Menschen den ich liebe oder geliebt habe, auf die Strasse setzen!). Meine Partnerin weiss das und ich habe ihr ausserdem ganz klar gesagt, dass wir eine Lösung finden würden wenn dies zutreffen sollte, sie aber auf keinen Fall Angst haben muss von mir rausgeschmissen zu werden.

Ich frage mich nun, wie es weitergehen soll. Ich liebe sie und kann mir eine Zukunft mit ihr vorstellen - sonst wäre ich nicht mit ihr in einer Beziehung. Allerdings möchte ich mit ihr ein eigenes Zuhause aufbauen und den nächsten Schritt gehen. Ausserdem kommt sie nicht mehr ganz so oft zu mir wie früher. Der Grund dafür ist folgender: Sie hat Angst, wenn sie zu oft bei mir ist, dass sie von ihren Eltern Zuhause rausgeschmissen wird, da sie kaum noch Zuhause ist. Mir sagt sie, dass mein Zuhause auch für Sie ein zweites Zuhause ist und nennt dies auch so. Letztens als wir bei ihr Zuhause waren, fragte sie mich: "Wollen wir nach Hause fahren? Sie bemerkte plötzlich, dass ihre Mutter in den Raum kam und korrigierte die Frage mit: ..also ich meine zu dir". Das war das erste Mal und neu für mich, also habe ich sie darauf angesprochen und sie sagte mir, dass sie Angst davor hat, dass ihre Mutter denkt wir würden zusammenwohnen und sie dann Zuhause rausschmeisst.
Zudem kommt, dass ich nicht bei ihr übernachten darf (wie bereits gesagt sind ihre Eltern Christen und ein weiteres Prinzip von ihnen ist "Kein Sex vor der Ehe"

Was mich stört ist: Sie ist fast 27 und pant bis mind. 30 Zuhause zu bleiben. Sie hat Angst, dass ich sie rausschmeissen würde. Sie verleugnet ihr "zweites" Zuhause aus Angst vor ihrer Mutter. Mich stört das und ich habe es ihr auch gesagt und mit ihr darüber geredet. Sie wurde wütend und es gab einen Streit. 

Ich verstehe mich wirklich sehr gut mir ihrer Familie. Ich akzeptiere die Prinzipien ihrer Eltern. Auf keinen Fall möchte ich meine Partnerin drängen oder ihr Druck machen. Sie soll zu mir ziehen, weil sie das möchte und nicht, weil ich möchte. Trotzdem, finde ich es nicht in Ordnung, wenn sie aus den obengenannten Gründen nicht mit mir zusammenziehen will (eben aus Angst etc.) Ich soll jetzt also 4 Jahre warten. Ausserdem möchte sie noch Zuhause sein, weil sie gerne Zuhause ist und auch in der Umgebung. Das verstehe ich. Andererseits verstehe ich es wohl trotzdem nicht so sehr - da ich eine andere Ansicht darüber habe. Ich möchte in diesem Alter eine Zukunft/Leben mit dem Menschen aufbauen, den ich liebe und eine Beziehung führe. Da ist auch Platz um ein Zuhause zu schaffen etc. Ausserdem wohne ich 10 Minuten Autofahrt von ihr entfernt. Sie/wir könnten ihre Familie ohne Probleme immer besuchen ohne einen langen Weg auf uns nehmen zu müssen. Auch in der Umgebung spatzieren oder worauf sie Lust hätte wäre keine Ursache. 

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass sie Angst vor ihrer Mutter hat und mich dafür hinten anstellt (dieses eine Beispiel mit dem nach Hause gehen). Weiter sagt es mir, dass sie ihr Nest mit 27 nicht verlassen will und Zuhause bleiben will.

Ihre Mutter ist wirklich sehr lieb und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie nie wieder einziehen dürfte. Aber meine Partnerin kennt ihre Mutter natürlich und kennt die Regeln dort besser als ich es tue.

Meine Frage an euch: Was würdet ihr tun in meiner Situation? Was sind eure Gedanken dazu? Ich bin auf eure neutralen Meinungen gespannt. Vielleicht kennt diese Situation ja auch jemand und kann mir einen guten Ratschlag geben. 

Vielen Dank - ich bin wirklich an euren Meinungen interessiert und freue mich diese bald lesen zu dürfen!
 

Sie sind Christen und ich lese immer nur rausschmeißen etc? Warum schmeißen sie ihre lesbische Tochter nicht raus? Seltsame Familienverhältnisse. 

Ich glaube das alles nicht. 

Deine Freundin ist wohlbehütet. Sie will gar nicht ausziehen. Sie sagt das nur, damit du Ruhe gibst. Wie soll auf auch ausziehen? Sie verdient keinen Cent.  Zu Hause bekommt sie essen, die Wäsche genacht und alle Rechnungen bezahlt. Das ist sie bei dir nicht. 

Mit 27 sind fast alle längst fertig mit dem Studium.sie wenn überhaupt mit 30. Das ist ein Witz. Sie möchte nicht ausziehen. 

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27. Dezember 2020 um 23:35
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Hallo Zusammen

Ich bin weiblich und bin seit bald 4 Jahren in einer Beziehung mit meiner Freundin.
Sie wird in einem Monat 27 Jahre alt und ich bald 26.

Ich bin sehr früh von Zuhause ausgezogen (16) und habe seither entweder alleine, mit meiner Schwester oder mit meiner Ex-Partnerin zusammengewohnt.

Mit folgendem Anliegen verfasse ich nun diesen Beitrag: Ich möchte sehr gerne mit meiner Partnerin zusammenziehen. 

Ihr gefällt meine Wohnung wirklich sehr gut und sie fühlt sich bei mir sehr wohl. Sie hat selber einmal gesagt, sie möchte irgendwann einmal mit mir hier wohnen und es ist ihr zweites Zuhause.

Ich habe schon mehrere Anläufe gestartet und mit ihr darüber geredet. Sie möchte nicht mit mir zusammenziehen und plant bis mind. nach ihrem Studienabschluss Zuhause bei ihren Eltern zu wohnen. Sie wäre mit ca. 30 mit dem Studium fertig. Ihre Eltern sind Christen und haben das Prinzip: wer einmal auszieht - darf nicht mehr einziehen.

Meine Partnerin befindet sich wie gesagt im Studium und verdient nichts. Daher könnte sie sich alleine keine Wohnung leisten. Sie hat Angst, dass wir uns einmal trennen könnten und ich sie dann aus der Wohnung schmeissen würde und sie sich keine Wohnung leisten kann und auch nicht mehr zu ihren Eltern ziehen dürfte. Ich habe selber mit meiner Ex-Partnerin noch ein gutes halbes Jahr zusammengewohnt nach der Trennung (ist vielleicht nicht die beste Lösung aber ich würde niemals einen Menschen den ich liebe oder geliebt habe, auf die Strasse setzen!). Meine Partnerin weiss das und ich habe ihr ausserdem ganz klar gesagt, dass wir eine Lösung finden würden wenn dies zutreffen sollte, sie aber auf keinen Fall Angst haben muss von mir rausgeschmissen zu werden.

Ich frage mich nun, wie es weitergehen soll. Ich liebe sie und kann mir eine Zukunft mit ihr vorstellen - sonst wäre ich nicht mit ihr in einer Beziehung. Allerdings möchte ich mit ihr ein eigenes Zuhause aufbauen und den nächsten Schritt gehen. Ausserdem kommt sie nicht mehr ganz so oft zu mir wie früher. Der Grund dafür ist folgender: Sie hat Angst, wenn sie zu oft bei mir ist, dass sie von ihren Eltern Zuhause rausgeschmissen wird, da sie kaum noch Zuhause ist. Mir sagt sie, dass mein Zuhause auch für Sie ein zweites Zuhause ist und nennt dies auch so. Letztens als wir bei ihr Zuhause waren, fragte sie mich: "Wollen wir nach Hause fahren? Sie bemerkte plötzlich, dass ihre Mutter in den Raum kam und korrigierte die Frage mit: ..also ich meine zu dir". Das war das erste Mal und neu für mich, also habe ich sie darauf angesprochen und sie sagte mir, dass sie Angst davor hat, dass ihre Mutter denkt wir würden zusammenwohnen und sie dann Zuhause rausschmeisst.
Zudem kommt, dass ich nicht bei ihr übernachten darf (wie bereits gesagt sind ihre Eltern Christen und ein weiteres Prinzip von ihnen ist "Kein Sex vor der Ehe"

Was mich stört ist: Sie ist fast 27 und pant bis mind. 30 Zuhause zu bleiben. Sie hat Angst, dass ich sie rausschmeissen würde. Sie verleugnet ihr "zweites" Zuhause aus Angst vor ihrer Mutter. Mich stört das und ich habe es ihr auch gesagt und mit ihr darüber geredet. Sie wurde wütend und es gab einen Streit. 

Ich verstehe mich wirklich sehr gut mir ihrer Familie. Ich akzeptiere die Prinzipien ihrer Eltern. Auf keinen Fall möchte ich meine Partnerin drängen oder ihr Druck machen. Sie soll zu mir ziehen, weil sie das möchte und nicht, weil ich möchte. Trotzdem, finde ich es nicht in Ordnung, wenn sie aus den obengenannten Gründen nicht mit mir zusammenziehen will (eben aus Angst etc.) Ich soll jetzt also 4 Jahre warten. Ausserdem möchte sie noch Zuhause sein, weil sie gerne Zuhause ist und auch in der Umgebung. Das verstehe ich. Andererseits verstehe ich es wohl trotzdem nicht so sehr - da ich eine andere Ansicht darüber habe. Ich möchte in diesem Alter eine Zukunft/Leben mit dem Menschen aufbauen, den ich liebe und eine Beziehung führe. Da ist auch Platz um ein Zuhause zu schaffen etc. Ausserdem wohne ich 10 Minuten Autofahrt von ihr entfernt. Sie/wir könnten ihre Familie ohne Probleme immer besuchen ohne einen langen Weg auf uns nehmen zu müssen. Auch in der Umgebung spatzieren oder worauf sie Lust hätte wäre keine Ursache. 

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass sie Angst vor ihrer Mutter hat und mich dafür hinten anstellt (dieses eine Beispiel mit dem nach Hause gehen). Weiter sagt es mir, dass sie ihr Nest mit 27 nicht verlassen will und Zuhause bleiben will.

Ihre Mutter ist wirklich sehr lieb und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie nie wieder einziehen dürfte. Aber meine Partnerin kennt ihre Mutter natürlich und kennt die Regeln dort besser als ich es tue.

Meine Frage an euch: Was würdet ihr tun in meiner Situation? Was sind eure Gedanken dazu? Ich bin auf eure neutralen Meinungen gespannt. Vielleicht kennt diese Situation ja auch jemand und kann mir einen guten Ratschlag geben. 

Vielen Dank - ich bin wirklich an euren Meinungen interessiert und freue mich diese bald lesen zu dürfen!
 

Sie sind Christen und ich lese immer nur rausschmeißen etc? Warum schmeißen sie ihre lesbische Tochter nicht raus? Seltsame Familienverhältnisse. 

Ich glaube das alles nicht. 

Deine Freundin ist wohlbehütet. Sie will gar nicht ausziehen. Sie sagt das nur, damit du Ruhe gibst. Wie soll auf auch ausziehen? Sie verdient keinen Cent.  Zu Hause bekommt sie essen, die Wäsche genacht und alle Rechnungen bezahlt. Das ist sie bei dir nicht. 

Mit 27 sind fast alle längst fertig mit dem Studium.sie wenn überhaupt mit 30. Das ist ein Witz. Sie möchte nicht ausziehen. 

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28. Dezember 2020 um 0:10
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Hallo Zusammen

Ich bin weiblich und bin seit bald 4 Jahren in einer Beziehung mit meiner Freundin.
Sie wird in einem Monat 27 Jahre alt und ich bald 26.

Ich bin sehr früh von Zuhause ausgezogen (16) und habe seither entweder alleine, mit meiner Schwester oder mit meiner Ex-Partnerin zusammengewohnt.

Mit folgendem Anliegen verfasse ich nun diesen Beitrag: Ich möchte sehr gerne mit meiner Partnerin zusammenziehen. 

Ihr gefällt meine Wohnung wirklich sehr gut und sie fühlt sich bei mir sehr wohl. Sie hat selber einmal gesagt, sie möchte irgendwann einmal mit mir hier wohnen und es ist ihr zweites Zuhause.

Ich habe schon mehrere Anläufe gestartet und mit ihr darüber geredet. Sie möchte nicht mit mir zusammenziehen und plant bis mind. nach ihrem Studienabschluss Zuhause bei ihren Eltern zu wohnen. Sie wäre mit ca. 30 mit dem Studium fertig. Ihre Eltern sind Christen und haben das Prinzip: wer einmal auszieht - darf nicht mehr einziehen.

Meine Partnerin befindet sich wie gesagt im Studium und verdient nichts. Daher könnte sie sich alleine keine Wohnung leisten. Sie hat Angst, dass wir uns einmal trennen könnten und ich sie dann aus der Wohnung schmeissen würde und sie sich keine Wohnung leisten kann und auch nicht mehr zu ihren Eltern ziehen dürfte. Ich habe selber mit meiner Ex-Partnerin noch ein gutes halbes Jahr zusammengewohnt nach der Trennung (ist vielleicht nicht die beste Lösung aber ich würde niemals einen Menschen den ich liebe oder geliebt habe, auf die Strasse setzen!). Meine Partnerin weiss das und ich habe ihr ausserdem ganz klar gesagt, dass wir eine Lösung finden würden wenn dies zutreffen sollte, sie aber auf keinen Fall Angst haben muss von mir rausgeschmissen zu werden.

Ich frage mich nun, wie es weitergehen soll. Ich liebe sie und kann mir eine Zukunft mit ihr vorstellen - sonst wäre ich nicht mit ihr in einer Beziehung. Allerdings möchte ich mit ihr ein eigenes Zuhause aufbauen und den nächsten Schritt gehen. Ausserdem kommt sie nicht mehr ganz so oft zu mir wie früher. Der Grund dafür ist folgender: Sie hat Angst, wenn sie zu oft bei mir ist, dass sie von ihren Eltern Zuhause rausgeschmissen wird, da sie kaum noch Zuhause ist. Mir sagt sie, dass mein Zuhause auch für Sie ein zweites Zuhause ist und nennt dies auch so. Letztens als wir bei ihr Zuhause waren, fragte sie mich: "Wollen wir nach Hause fahren? Sie bemerkte plötzlich, dass ihre Mutter in den Raum kam und korrigierte die Frage mit: ..also ich meine zu dir". Das war das erste Mal und neu für mich, also habe ich sie darauf angesprochen und sie sagte mir, dass sie Angst davor hat, dass ihre Mutter denkt wir würden zusammenwohnen und sie dann Zuhause rausschmeisst.
Zudem kommt, dass ich nicht bei ihr übernachten darf (wie bereits gesagt sind ihre Eltern Christen und ein weiteres Prinzip von ihnen ist "Kein Sex vor der Ehe"

Was mich stört ist: Sie ist fast 27 und pant bis mind. 30 Zuhause zu bleiben. Sie hat Angst, dass ich sie rausschmeissen würde. Sie verleugnet ihr "zweites" Zuhause aus Angst vor ihrer Mutter. Mich stört das und ich habe es ihr auch gesagt und mit ihr darüber geredet. Sie wurde wütend und es gab einen Streit. 

Ich verstehe mich wirklich sehr gut mir ihrer Familie. Ich akzeptiere die Prinzipien ihrer Eltern. Auf keinen Fall möchte ich meine Partnerin drängen oder ihr Druck machen. Sie soll zu mir ziehen, weil sie das möchte und nicht, weil ich möchte. Trotzdem, finde ich es nicht in Ordnung, wenn sie aus den obengenannten Gründen nicht mit mir zusammenziehen will (eben aus Angst etc.) Ich soll jetzt also 4 Jahre warten. Ausserdem möchte sie noch Zuhause sein, weil sie gerne Zuhause ist und auch in der Umgebung. Das verstehe ich. Andererseits verstehe ich es wohl trotzdem nicht so sehr - da ich eine andere Ansicht darüber habe. Ich möchte in diesem Alter eine Zukunft/Leben mit dem Menschen aufbauen, den ich liebe und eine Beziehung führe. Da ist auch Platz um ein Zuhause zu schaffen etc. Ausserdem wohne ich 10 Minuten Autofahrt von ihr entfernt. Sie/wir könnten ihre Familie ohne Probleme immer besuchen ohne einen langen Weg auf uns nehmen zu müssen. Auch in der Umgebung spatzieren oder worauf sie Lust hätte wäre keine Ursache. 

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass sie Angst vor ihrer Mutter hat und mich dafür hinten anstellt (dieses eine Beispiel mit dem nach Hause gehen). Weiter sagt es mir, dass sie ihr Nest mit 27 nicht verlassen will und Zuhause bleiben will.

Ihre Mutter ist wirklich sehr lieb und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie nie wieder einziehen dürfte. Aber meine Partnerin kennt ihre Mutter natürlich und kennt die Regeln dort besser als ich es tue.

Meine Frage an euch: Was würdet ihr tun in meiner Situation? Was sind eure Gedanken dazu? Ich bin auf eure neutralen Meinungen gespannt. Vielleicht kennt diese Situation ja auch jemand und kann mir einen guten Ratschlag geben. 

Vielen Dank - ich bin wirklich an euren Meinungen interessiert und freue mich diese bald lesen zu dürfen!
 

Ich bin auch Christin (nicht nur, aber auch), aber das mit dem Hinauswerfen hat ja wohl wenig mit der Religion zu tun. 

Deine Freundin ist noch nicht erwachsen, sie wäre da wie dort abhängig und muss sich daher nach den anderen richten und identifiziert sich mit der Wohnfrage nicht auf einer erwachsenen Ebene, sondern im Wunsch, es allen recht zu machen.

Am besten wäre es für sie, auf eigenen Füßen zu stehen.

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28. Dezember 2020 um 0:39

Wissen ihre Eltern überhaupt, dass deine Freundin lesbisch ist? Mich würde es nämlich sehr wundern, wenn sie damit kein Problem hätten, gleichzeitig aber Ansichten vertreten wie "Sex vor der Ehe ist Tabu" und "wenn das Kind zu oft unterwegs ist, wird es rausgeworfen".
Irgendwas stimmt da nicht. 

Dass deine Freundin sich nicht von einer Abhängigkeit in die nächste begeben möchte, kann ich jedoch nachvollziehen und finde das auch klug:

Sie verdient kein Geld. Im Falle einer Trennung würde sie nicht mehr bei ihren Eltern einziehen können. Da bringt es auch wenig, wenn du ihr versicherst, dass du sie nicht rausschmeißen würdest. Ohne Geld und Unterstützung der Familie wäre sie ja trotzdem auf der Straße. Oder würdest du so lange mit einer Ex zusammenwohnen und sie finanzieren (!), bis sie ihr Studium beendet und einen Vollzeitjob gefunden hat? 

Ich an ihrer Stelle würde auch nur dann einem Umzug zustimmen, wenn ich einen konkreten Plan B hätte. Und den habt ihr beide nicht. 

Nimm einfach mal den Druck raus. Unterstütze sie lieber dabei, ihr Studium zügig über die Bühne zu bringen, damit sie schneller auf eigenen Beinen stehen kann. 

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28. Dezember 2020 um 1:15
In Antwort auf

Sie sind Christen und ich lese immer nur rausschmeißen etc? Warum schmeißen sie ihre lesbische Tochter nicht raus? Seltsame Familienverhältnisse. 

Ich glaube das alles nicht. 

Deine Freundin ist wohlbehütet. Sie will gar nicht ausziehen. Sie sagt das nur, damit du Ruhe gibst. Wie soll auf auch ausziehen? Sie verdient keinen Cent.  Zu Hause bekommt sie essen, die Wäsche genacht und alle Rechnungen bezahlt. Das ist sie bei dir nicht. 

Mit 27 sind fast alle längst fertig mit dem Studium.sie wenn überhaupt mit 30. Das ist ein Witz. Sie möchte nicht ausziehen. 

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast um mir zu antworten. 
Nun ja, es war am Anfang überhaupt nicht leicht für die Eltern als sie ihnen von mir erzählt hat. Das ist zum Glück jetzt anders und ich verstehe mich sehr gut mit ihren Eltern. Sie hatte zu Beginn allerdings die Befürchtung rausgeschmissen zu werden, wenn sie von mir erzählen wird.

Kochen tut sie selber. Sie kauft auch ihr eigenes Essen ein von ihren Ersparnissen. Miete bezahlt sie keine. Und die Wäsche macht sie auch selber. Die Rechnungen muss sie auch von den Ersparnissen bezahlen. 

Wegen dem Studium: Sie hat mit 18 ihre Ausbildung abgeschlossen und 8 Jahre in diesem Gebiet gearbeitet und verdient (aber nie ausgezogen trotz sehr gutem Lohn). Sie bemerkte dann, dass sie etwas völlig anderes machen möchte und die Leidenschaft für etwas anderes besitzt. Sie hat deswegen das Studium dafür in Angriff genommen. 

Vielen Dank dir für deine Antwort und eine Gute Nacht
 

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28. Dezember 2020 um 1:31
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Wissen ihre Eltern überhaupt, dass deine Freundin lesbisch ist? Mich würde es nämlich sehr wundern, wenn sie damit kein Problem hätten, gleichzeitig aber Ansichten vertreten wie "Sex vor der Ehe ist Tabu" und "wenn das Kind zu oft unterwegs ist, wird es rausgeworfen".
Irgendwas stimmt da nicht. 

Dass deine Freundin sich nicht von einer Abhängigkeit in die nächste begeben möchte, kann ich jedoch nachvollziehen und finde das auch klug:

Sie verdient kein Geld. Im Falle einer Trennung würde sie nicht mehr bei ihren Eltern einziehen können. Da bringt es auch wenig, wenn du ihr versicherst, dass du sie nicht rausschmeißen würdest. Ohne Geld und Unterstützung der Familie wäre sie ja trotzdem auf der Straße. Oder würdest du so lange mit einer Ex zusammenwohnen und sie finanzieren (!), bis sie ihr Studium beendet und einen Vollzeitjob gefunden hat? 

Ich an ihrer Stelle würde auch nur dann einem Umzug zustimmen, wenn ich einen konkreten Plan B hätte. Und den habt ihr beide nicht. 

Nimm einfach mal den Druck raus. Unterstütze sie lieber dabei, ihr Studium zügig über die Bühne zu bringen, damit sie schneller auf eigenen Beinen stehen kann. 

Danke für deine Zeit und den Ratschlag.

Ja die Eltern wissen das und es war am Anfang ein schwieriges Thema. Das ist zum Glück nicht mehr so und wir verstehen uns echt gut miteinander. 

Sie überdenkt das sehr rational und auf jeden Fall lieber alles durchdenken als ins Nichts leben. Trotzdem sagt sie ja damit irgendwie aus, dass das Vertrauen zu unserer Beziehung fehlt etc. Ich kenne viele Studenten, welche in einer WG wohnen und sich somit einen Plan B gemacht haben. Ich würde sie auf keinen Fall rausschmeissen. Wie gesagt, habe ich mit meiner Ex Freundin vorher auch noch zusammengewohnt und sie dabei unterstützt eine Wohnung zu finden. Ich finde, dass man mit einer Trennung auch anders umgehen kann als Machtspiele auszuüben etc. Daher würde ich bestimmt eine Lösung mit ihr finden, wenn dies zutreffen würde.

Danke für deine Ansicht. Das ist natürlich sehr nachvollziehbar und den Druck möchte ich ihr ja nicht machen. Die Unterstützung bekommt sie von mir ja jetzt auch schon, wo sie mir auch sehr dankbar ist und ich gerne mache für sie. 

Vielen Dank dir nochmals und schlaf gut!

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28. Dezember 2020 um 1:41
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Ich bin auch Christin (nicht nur, aber auch), aber das mit dem Hinauswerfen hat ja wohl wenig mit der Religion zu tun. 

Deine Freundin ist noch nicht erwachsen, sie wäre da wie dort abhängig und muss sich daher nach den anderen richten und identifiziert sich mit der Wohnfrage nicht auf einer erwachsenen Ebene, sondern im Wunsch, es allen recht zu machen.

Am besten wäre es für sie, auf eigenen Füßen zu stehen.

Danke für deine Zeit und Antwort! Das denke ich auch, das dies nicht damit zu tun hat. 

Naja vor 30 bleibt sie ja sowieso erst einmal Zuhause. Wenn sie danach alleine wohnen möchte und diese Erfahrung sammeln will, kann sie das natürlich. Ich finde es einfach etwas bedenklich und frage mich, wann sie dann anfangen möchte eine Zukunft mit mir aufzubauen.

Danke dir und Gute Nacht

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