Forum / Liebe & Beziehung

Sie ist verknallt, aber nicht verliebt. Kann ich noch was tun?

5. Dezember 2020 um 23:49 Letzte Antwort: 6. Dezember 2020 um 9:11

Liebe Damen, ich bin ein Mann, 40 und lebe in einer deutschen Großstadt. Ich wende mich bewusst an ein Forum mit Frauenüberschuss, weil ich die weibliche Meinung generell sehr schätze und in folgendem Fall für euren Rat sehr dankbar wäre.

Ich habe Mitte Oktober eine Frau auf tinder kennengelernt und wir hatten über 7 Wochen einen sehr intensiven Kontakt. Ich konnte mir nach dem ersten Date schon mehr vorstellen und es war um mich geschehen. Bei ihr stand eher etwas lockers an und sie wusste von Beginn an, dass ich nichts lockeres suche. 

Am Tag nach dem ersten Date habe ich ihr eine SMS geschrieben und ihr gesagt, dass ich bei unseren unterschiedlichen Absichten Angst habe mir die Finger zu verbrennen. Woraufhin sie sagte, dass sie das versteht, aber nichts ausschließen möchte weil sie es toll fand. 

Wir hatten danach einige wunderbare Dates, beim Italiener, im Kino, bei ihr, bei mir. Wir sind beide aus der kreativen Branche, haben viel gelacht, uns unsere Lieblings YouTube Videos gezeigt, gealbert, waren ernst und sind in Gesprächen ans Eingemachte gegangen, haben Serienabende gemacht, der Sex war top. 

Sie hat immer wieder betont, dass sie die Abende wunderbar fand und mich wiedersehen und weiter kennenlernen möchte. 

Das ganze gipfelte darin, dass sie Ende November bei meinem Geburtstag Freunde von mir kennengelernt hat. Es war ein fantastischer Abend, wir sind um 3 nach Hause und haben noch bis 5 an meinem Küchentisch gesessen und Champagner getrunken. Ich habe ihr folgendes gesagt:

"Du, ich mache jetzt entweder alles falsch oder alles richtig aber ich möchte Dir sagen, dass ich verknallt in dich bin."

Sie: "Daran ist überhaupt nichts falsch. Ich bin auch verknallt in Dich." 

Boom. Das war genau das was ich hören wollte. Los gehts. 
Am nächsten morgen ist sie relativ früh gegangen und ab dem Zeitpunkt war alles anders. Sie hat sich zurückgezogen, hat länger als vorher gebraucht um auf whatsapp zu antworten und ich den Fehler gemacht mehr Gas zu geben. 

6 Tage nach meinem Geburtstag (diesen Dienstag), nachdem sie mir gesagt hat das sie verknallt ist, sagt sie mir das sie nicht verliebt ist und es völlig ausschließt das aus uns eine Beziehung wird. Sie sagte, alleine bei den Worten "fest" und "Beziehung" zieht sich in ihr alles zusammen. Und das Alles aus dem Mund der Frau, die mir wochenlang gesagt hat wie toll sie mich findet, wie fantastisch unsere Abende sind und das sie verknallt ist. Ich verstehe es nicht. Ich habe nachgefragt ob es an mir als Mann oder an ihrer Einstellung liegt und sie sagte, es wäre ihre Einstellung und das sie früher immer eine Beziehung wollte und jetzt gar nicht mehr. 


Ich habe über das Wochenende einen Brief an sie geschrieben und ich würde mich freuen, wenn ihr den lesen würdet. Ich kopiere ihn jetzt hier rein. Die Namen sind selbstverständlich verändert. 

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir danach vielleicht folgende Fragen beantwortet. 

- Wie wirkt der Brief auf euch als Frau? 
- Würde euch der Brief anregen eure Entscheidung noch mal zu überdenken?
- Hat sie Bindungsangst und mit mir gespielt?
- Findet ihr den Brief respektvoll oder übergriffig? Würde der Brief euch als Frau freuen?
- Lohnt es sich für mich zu kämpfen oder ist alles verloren? 
- Und natürlich noch die ganz generelle Frage: Was könnte der Grund für ihr Verhalten sein? Will sie mich beschützen und nicht verletzen weil sie mein Tempo nicht mitgehen konnte und hat deswegen die Reißleine gezogen? 


Ich Danke euch sehr! 



Liebe Annika,


ich hoffe, dass es Dir gut geht und sich die Dinge weiter so entwickeln, wie Du es Dir erhoffst. Ich wünsche Dir, dass Du - auch mit Unterstützung der Therapie - dieses für Dich sehr turbulente Jahr, in dem so viel in deinem Leben passiert ist, mehr und mehr verarbeitet bekommst und näher an deine Mitte und innere Ruhe gelangst.

Bei mir passiert gerade beruflich sehr viel, was ich gerne mit dir teilen würde. Ein Buchvertrag ist in Aussicht. Ich wollte schon immer mal alles, was ich zu einer Zeit geschrieben und gefühlt habe veröffentlichen, ohne dass der Leser eine Erwartungshaltung hat, wie es bei der Überschrift „Roman“ oder „Sachbuch“ der Fall ist. Ein Sammelsurium. Querbeet. Also Blogs und Kolumnen gesammelt und bei mir kommen noch Kurzgeschichten und Gedichte hinzu. Wir haben ja darüber gesprochen. Du schreibst Gedichte. Ich auch. Deine hätte ich so wahnsinnig gerne gelesen. 

Der Grund für diesen Brief an Dich ist, dass ich ein Gedicht geschrieben habe. Für Dich. Ich würde es gerne in das Buch mit reinnehmen. Selbstverständlich anonym. Das Gedicht trägt einfach nur den Titel „Für A.“ 
Du findest es beiliegend. 
Ich erwarte nicht, dass Du darauf antwortest. Um ehrlich zu sein, wünsche ich mir das sogar. Betrachte das Gedicht als ein Geschenk, das von Herzen kommt. Ich hoffe einfach darauf, dass es Dir gefällt. 

Ein weiterer Grund für diesen Brief, liebe Annika, ist, dass ich in den letzten Tagen sehr viel über das nachgedacht habe, was zwischen uns wann passiert ist. Gerne möchte ich Dir - mit ein paar Tagen Abstand und klaren Gedanken - erzählen, wie ich uns wahrgenommen habe. 
Gestattest Du?

Natürlich habe ich mich dabei auch selbst reflektiert und möchte mich zuerst bei Dir entschuldigen. In meiner letzten längeren WhatsApp Nachricht habe ich mit dem Altersunterschied gespielt und meine Lebenserfahrung erwähnt. Ich meinte es nicht so. Du kannst mich mittlerweile ja auch einschätzen. Dennoch wirkte es wahrscheinlich altklug und von oben herab. Vielleicht habe ich damit sogar Punkte deiner letzten Beziehung getriggert. Das tut mir sehr leid. 

Bestimmt habe ich am Ende zu viel Druck ausgeübt, ohne das ich das selber wollte. Ich war einfach so verknallt in dich, dass ich die Entscheidung erzwungen habe. Dadurch habe ich die Lockerheit zwischen uns rausgenommen, anstatt es einfach weiterlaufen zu lassen. Der Punkt, der für mich alles verändert hat und warum ich es nicht mehr einfach weiterlaufen lassen konnte war, als Du mir gesagt hast das Du in mich verknallt bist. Auf der einen Seite habe ich mich tierisch darüber gefreut, denn genau das hatte ich mir gewünscht. Auf der anderen Seite, hat es mich auch gleichzeitig total verwirrt, weil ich nicht verstanden habe, wenn zwei Menschen ineinander verknallt sind, warum die beiden sich nur ein mal in der Woche sehen, obwohl sie mehr oder weniger Nachbarn sind. Ich habe auch lange mit Sebastian über diesen Punkt gesprochen und er meinte das es sein kann, dass wir „verknallt“ einfach unterschiedlich definieren. Für mich bedeutet Verknallt-Sein das man mit dem anderen zusammen sein möchte. Wir hatten unterschiedliche Tempi und ich hätte dir für deines mehr Zeit und Raum geben sollen. Dass zwei Menschen ineinander verknallt sind, der Eine den Anderen aber auf Distanz hält - so wie du mich - und nicht mit ihm zusammen sein möchte verstehe ich nicht und deswegen habe ich den Fehler gemacht mein Tempo noch mal anzuziehen, bin all-in gegangen und habe meine Chips in die Mitte des Pokertisches geschoben. 
Und dich dabei wohl verloren. 


Annika, von der ersten Sekunde an, als ich dich in der Bar auf der Bank habe sitzen sehen, die feine Dame mit ihrem Zigarettenetui, war ich schockverknallt. Ich musste mich zusammenreißen und ein bisschen cooler tun, weil der Teenager in mir so laut gekichert hat. Das Gespräch welches wir führten war das, was ich immer mit einer Frau führen wollte. Auf Augenhöhe, respektvoll, sarkastisch, leicht böse, kreative Geister, völlig offen und versaut. 
Direkt an die Abgründe. Ohne Umwege. Von unseren Vorlieben, über deinen Job, bis hin zu unseren Therapien. Karten auf den Tisch. Zeig mir deine Narben, ich zeig dir meine. 
Ich habe eine Vergangenheit, bring deine ruhig mit. 
Grandios! 

Vielleicht erinnerst Du dich, dass ich Dir am nächsten Tag eine Nachricht geschrieben habe, dass ich den Abend ein bisschen zu schön fand für die unterschiedlichen Ziele die wir haben bzw. Phasen, in denen wir uns befinden und ich Angst habe mir die Finger zu verbrennen. Du hast zurück geschrieben, dass Du das verfrüht findest und mich weiter kennenlernen möchtest. Ich wünschte, Du hättest es nicht getan. 

Ich meine das, was ich jetzt schreibe, nicht böse. Ich bin dir nicht böse, Annika. Es ist ein ehrliches Feedback aus der Retroperspektive und vielleicht kannst Du annehmen, dass es Dir helfen könnte dich zu hinterfragen, sowie ich mich gerade hinterfrage.

Warum hätte ich mir also gewünscht, dass Du dir kein weiteres kennenlernen vorstellen kannst? 
Nun, wenn man unsere 7 Wochen betrachtet, dann gab es einen roten Faden und der trug den Namen „Unsere-Abende-sind-alle-fantastisch-und-ich-möchte-dich-weiter-kennenlernen.“

Bei meinem Geburtstag kam dann von beiden Seiten noch ein „Ich-bin-verknallt-in-dich“ hinzu, aber nur 6 Tage später ist alles anders. Ein paar Tage und einen großartigen Geburtstagsabend bei meinen guten Freunden Sebastian und Claudia später, sagst Du mir bei unserem Abschieds-Spaziergang, dass sich bei den Worten „fest“, „Beziehung“ und „Partnerschaft“ alles in dir zusammenzieht, sich deine Nackenhaare aufstellen und Du früher immer eine Beziehung wolltest und jetzt möchtest Du auf keinen Fall eine. 

Ich wiederhole mich, weil es wichtig ist. Ich bin Dir nicht böse und mache Dir das nicht zum Vorwurf, aber Du hättest mir das nicht nur von Anfang an ganz genau und mit diesen Worten so klipp und klar sagen sollen, sondern müssen. Es wäre dann zu dem zweiten Date, den wunderbaren Abend beim Italiener, nicht gekommen. Ich hätte gewusst, dass ich mir die Finger definitiv verbrennen werde. 
Der Grund warum ich Dir das nicht zum Vorwurf mache, ist, dass ich Dir absolut glaube. Ich glaube dir, dass Du interessiert, neugierig, begeistert und verknallt warst. Der alles entscheidende Punkt ist jedoch dieser: Dein Herz war weder offen, noch war es frei. Und Hand aufs Herz, liebe Annika, Du wusstest das schon, bevor Du auf der Bank in der Bar Platz genommen hast. 

Denn wenn jemand gerade in einer Lebensphase ist, in der er eine so tiefe innere Ablehnung gegen eine Beziehung, gegen Exklusivität, gegen Verbindlichkeit hat, erst recht wenn er sie früher immer wollte und sich aus genau diesem Grund ganz bewusst gegen dieses Konstrukt entscheidet, dann gibt es kein offen und dann gibt es kein frei und die Konsequenz daraus ist, dass ohne offen und frei aus Verknallt-Sein kein Verliebt-Sein werden kann. Es blockiert unterbewusst. Es lässt eine Weiterentwicklung nicht zu. Es ist einfach nicht möglich.

Keine Beziehung haben zu wollen ist eine bewusst getroffene Entscheidung und diese manifestiert sich im Unterbewusstsein und meldet sich immer genau dann, wenn Dir jemand zu Nahe kommt. Es klingelt kurz an oder wirft ein kleines Steinchen an die Fensterscheibe deines Bewusstseins und sagt: „Ey, erinner dich, Du willst das nicht wollen.“ 
Das ist nicht frei. Das ist nicht offen. Den Schlüssel zu diesem Fenster hat kein Mann der Welt in der Tasche. Der liegt in dir. 
Diese Ablehnung und deine Allergie auf die Worte „Partner in Crime“ sind in deinem Unterbewusstsein so verankert, dass wir nie eine echte Chance hatten. Und die Betonung liegt hier nicht auf dem Wort „wir“, sondern auf dem Wort „echte“. 

Eine echte Chance ist es, wenn nicht nur der Körper, sondern auch der Geist und das Herz eines Menschen bereit und frei dafür sind, dass aus Interesse, Neugier, Begeisterung und Verknallt-Sein ein Verliebt-Sein und danach vielleicht sogar Liebe wird. Und genau das hatten wir zu keiner Zeit. 
So schön unsere Abende auch waren, so gut und intensiv unsere Gespräche auch liefen, so neugierig und interessiert wir auch aneinander waren. Wir hatten keine echte Chance. Ich hatte keine echte Chance. Dein innerer Steinchen-Werfer hat eine echte Chance nicht zugelassen. 
Was wir mit „schlechtes Timing“ meinten, müsste um das Wort Unterbewusstsein ergänzt werden. 
Erinnerst Du dich daran, als Du mir geschrieben hast wie toll Du mich findest und Du es deswegen eigentlich wollen müsstest und es selber nicht verstehst? Dein Unterbewusstsein war der Grund dafür. Es hat ein Steinchen geworfen und Dir gesagt: „Ey, Annika, erinner dich, Du willst das nicht wollen.“

Liebe Annika, es war mir sehr wichtig, dir das noch mitzuteilen und auch dafür gibt es wieder zwei Gründe. 

Der erste Grund ist, dass mir die Phase in der Du gerade bist sehr bekannt vorkommt. Ich hatte die auch schon und glaube zu ahnen, wie Du dich gerade fühlst und genau deswegen mache ich Dir auch keine Vorwürfe, denn mit Phasen muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen. 
Ich selber hatte Phasen, in denen ich keine Frau an mein Herz rangelassen habe und sofort auf Distanz ging, als ich merkte, dass es passiert. Obschon ich sie toll fand haben die Frauen auf Granit gebissen, wegen meines Unterbewusstseins, meines Selbstschutzes und meines inneren Steinchen-Werfers. Dafür gibt es viele Gründe. In den meisten Fällen - und das war auch bei mir so - waren es alte Beziehungen, die ins Neue hineinbelastet haben, die noch zu unverarbeitet waren und dadurch zu präsent. Sowohl die Erfahrungen aber vor allen Dingen die negativ verbundenen Gefühle in bestimmten Situationen der alten Beziehung, spiegeln sich in die neue Bekanntschaft zu dem neuen Menschen hinüber. Das ist immer unfair, denn der neue Mensch kann ja nichts dafür. 

Der zweite Grund ist: Ich schäme mich nicht dafür zum ersten Mal in meinem Leben einer Frau gegenüber diese Form der Schwäche zu zeigen, die ich Dir mit diesem Brief offenbare. Ich betrachte es nicht als Verzweiflung und auch nicht als Betteln, dir einen Türspalt zurück aufzulassen. Früher habe ich das immer abgelehnt und mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt und den ganz konsequenten Schlussstrich mit Kontaktabbruch gewählt. Ende war Ende. Vorbei war vorbei. 
Warum bei Dir nicht? Weil ich mir sicher bin, dass Du irgendwann wieder bereit dazu sein wirst echte Nähe zuzulassen und einem Mann bzw. irgendeinem „wir“ eine echte Chance zu geben. 

Es gibt jetzt folgende Möglichkeiten, wie Du diesen Brief für dich interpretieren kannst. Du könntest auf der einen Seite denken: „Diese Bittstellerei ist mir zu unmännlich.“ 
Auf der anderen Seite könntest Du aber auch denken: 
„Warum reißt der Kerl sich so den Arsch auf und kämpft so um mich? Was sieht der Typ, was ich vielleicht nicht gesehen oder übersehen habe und auch überhaupt nicht sehen konnte weil ich gar nicht wollte das mein Herz berührt wird? Warum lässt der mir einen Türspalt offen, damit wir uns vielleicht noch mal neu begegnen?“ 

Liebe Annika, wenn Du dir diese Fragen irgendwann stellst, wenn Du die Abende mit mir, wenn ich, unsere Gespräche, unsere Offenheit, unsere Direktheit, unser Schabernack, unsere gleichen Interessen und die Dinge, die wir tun wollten aber zu denen es nicht mehr kam, wenn dich das irgendwann kitzelt und Du bereit bist einem Mann mit freiem Herzen eine echte Chance zu geben und dabei denkst: 

„Den Christian, den würde ich mir gerne ein zweites Mal offen und echt anschauen.“

Dann möchte ich das Du weißt, dass für diesen Tag eine Flasche Champagner in meinen Kühlschrank für uns bereit liegt.

Immer noch begeistert und aus vollem Herzen,
Christian

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6. Dezember 2020 um 3:26

Hi Christian,

obwohl ich keine Frau bin und mein letzter Liebesbrief mindestens vor 60 Jahren geschrieben wurde, habe ich Deinen gelesen. Und bin [positiv] beeindruckt,  bis auf 2 Dinge:

- mit keinem Wort erwähnst du den phantastischen Sex. In meiner Erinnerung findet sich keine einzige Frau,  kein einziges Mädchen, das sich nicht über meinen Enthusiasmus, meine Leidenschaft und verbal ausgedrückte Erotik beschwert hätte, im Gegenteil!
[Vielleicht hast du die entsprechende Passage wegen der Forenregeln ausgelassen, okay.]

- der Schluss mit dem Champagner ist für meinen "Frauengeschmack" zu einfach, zu platt. Und, vor Allem, schiebst du Annika das Action-Token rüber. Mir wäre eine Wendung, daß Ich so gerne ihr Signal - was auch immer - sehnsüchtig erwarte, um dann selbst aktiv zu werden, lieber. Die meisten Menschen haben es lieber, wenn der andere die Action übernimmt.

Ich wünsche dir und Annika ein gutes Gelingen,

Pi

 

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6. Dezember 2020 um 6:33
In Antwort auf

Liebe Damen, ich bin ein Mann, 40 und lebe in einer deutschen Großstadt. Ich wende mich bewusst an ein Forum mit Frauenüberschuss, weil ich die weibliche Meinung generell sehr schätze und in folgendem Fall für euren Rat sehr dankbar wäre.

Ich habe Mitte Oktober eine Frau auf tinder kennengelernt und wir hatten über 7 Wochen einen sehr intensiven Kontakt. Ich konnte mir nach dem ersten Date schon mehr vorstellen und es war um mich geschehen. Bei ihr stand eher etwas lockers an und sie wusste von Beginn an, dass ich nichts lockeres suche. 

Am Tag nach dem ersten Date habe ich ihr eine SMS geschrieben und ihr gesagt, dass ich bei unseren unterschiedlichen Absichten Angst habe mir die Finger zu verbrennen. Woraufhin sie sagte, dass sie das versteht, aber nichts ausschließen möchte weil sie es toll fand. 

Wir hatten danach einige wunderbare Dates, beim Italiener, im Kino, bei ihr, bei mir. Wir sind beide aus der kreativen Branche, haben viel gelacht, uns unsere Lieblings YouTube Videos gezeigt, gealbert, waren ernst und sind in Gesprächen ans Eingemachte gegangen, haben Serienabende gemacht, der Sex war top. 

Sie hat immer wieder betont, dass sie die Abende wunderbar fand und mich wiedersehen und weiter kennenlernen möchte. 

Das ganze gipfelte darin, dass sie Ende November bei meinem Geburtstag Freunde von mir kennengelernt hat. Es war ein fantastischer Abend, wir sind um 3 nach Hause und haben noch bis 5 an meinem Küchentisch gesessen und Champagner getrunken. Ich habe ihr folgendes gesagt:

"Du, ich mache jetzt entweder alles falsch oder alles richtig aber ich möchte Dir sagen, dass ich verknallt in dich bin."

Sie: "Daran ist überhaupt nichts falsch. Ich bin auch verknallt in Dich." 

Boom. Das war genau das was ich hören wollte. Los gehts. 
Am nächsten morgen ist sie relativ früh gegangen und ab dem Zeitpunkt war alles anders. Sie hat sich zurückgezogen, hat länger als vorher gebraucht um auf whatsapp zu antworten und ich den Fehler gemacht mehr Gas zu geben. 

6 Tage nach meinem Geburtstag (diesen Dienstag), nachdem sie mir gesagt hat das sie verknallt ist, sagt sie mir das sie nicht verliebt ist und es völlig ausschließt das aus uns eine Beziehung wird. Sie sagte, alleine bei den Worten "fest" und "Beziehung" zieht sich in ihr alles zusammen. Und das Alles aus dem Mund der Frau, die mir wochenlang gesagt hat wie toll sie mich findet, wie fantastisch unsere Abende sind und das sie verknallt ist. Ich verstehe es nicht. Ich habe nachgefragt ob es an mir als Mann oder an ihrer Einstellung liegt und sie sagte, es wäre ihre Einstellung und das sie früher immer eine Beziehung wollte und jetzt gar nicht mehr. 


Ich habe über das Wochenende einen Brief an sie geschrieben und ich würde mich freuen, wenn ihr den lesen würdet. Ich kopiere ihn jetzt hier rein. Die Namen sind selbstverständlich verändert. 

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir danach vielleicht folgende Fragen beantwortet. 

- Wie wirkt der Brief auf euch als Frau? 
- Würde euch der Brief anregen eure Entscheidung noch mal zu überdenken?
- Hat sie Bindungsangst und mit mir gespielt?
- Findet ihr den Brief respektvoll oder übergriffig? Würde der Brief euch als Frau freuen?
- Lohnt es sich für mich zu kämpfen oder ist alles verloren? 
- Und natürlich noch die ganz generelle Frage: Was könnte der Grund für ihr Verhalten sein? Will sie mich beschützen und nicht verletzen weil sie mein Tempo nicht mitgehen konnte und hat deswegen die Reißleine gezogen? 


Ich Danke euch sehr! 



Liebe Annika,


ich hoffe, dass es Dir gut geht und sich die Dinge weiter so entwickeln, wie Du es Dir erhoffst. Ich wünsche Dir, dass Du - auch mit Unterstützung der Therapie - dieses für Dich sehr turbulente Jahr, in dem so viel in deinem Leben passiert ist, mehr und mehr verarbeitet bekommst und näher an deine Mitte und innere Ruhe gelangst.

Bei mir passiert gerade beruflich sehr viel, was ich gerne mit dir teilen würde. Ein Buchvertrag ist in Aussicht. Ich wollte schon immer mal alles, was ich zu einer Zeit geschrieben und gefühlt habe veröffentlichen, ohne dass der Leser eine Erwartungshaltung hat, wie es bei der Überschrift „Roman“ oder „Sachbuch“ der Fall ist. Ein Sammelsurium. Querbeet. Also Blogs und Kolumnen gesammelt und bei mir kommen noch Kurzgeschichten und Gedichte hinzu. Wir haben ja darüber gesprochen. Du schreibst Gedichte. Ich auch. Deine hätte ich so wahnsinnig gerne gelesen. 

Der Grund für diesen Brief an Dich ist, dass ich ein Gedicht geschrieben habe. Für Dich. Ich würde es gerne in das Buch mit reinnehmen. Selbstverständlich anonym. Das Gedicht trägt einfach nur den Titel „Für A.“ 
Du findest es beiliegend. 
Ich erwarte nicht, dass Du darauf antwortest. Um ehrlich zu sein, wünsche ich mir das sogar. Betrachte das Gedicht als ein Geschenk, das von Herzen kommt. Ich hoffe einfach darauf, dass es Dir gefällt. 

Ein weiterer Grund für diesen Brief, liebe Annika, ist, dass ich in den letzten Tagen sehr viel über das nachgedacht habe, was zwischen uns wann passiert ist. Gerne möchte ich Dir - mit ein paar Tagen Abstand und klaren Gedanken - erzählen, wie ich uns wahrgenommen habe. 
Gestattest Du?

Natürlich habe ich mich dabei auch selbst reflektiert und möchte mich zuerst bei Dir entschuldigen. In meiner letzten längeren WhatsApp Nachricht habe ich mit dem Altersunterschied gespielt und meine Lebenserfahrung erwähnt. Ich meinte es nicht so. Du kannst mich mittlerweile ja auch einschätzen. Dennoch wirkte es wahrscheinlich altklug und von oben herab. Vielleicht habe ich damit sogar Punkte deiner letzten Beziehung getriggert. Das tut mir sehr leid. 

Bestimmt habe ich am Ende zu viel Druck ausgeübt, ohne das ich das selber wollte. Ich war einfach so verknallt in dich, dass ich die Entscheidung erzwungen habe. Dadurch habe ich die Lockerheit zwischen uns rausgenommen, anstatt es einfach weiterlaufen zu lassen. Der Punkt, der für mich alles verändert hat und warum ich es nicht mehr einfach weiterlaufen lassen konnte war, als Du mir gesagt hast das Du in mich verknallt bist. Auf der einen Seite habe ich mich tierisch darüber gefreut, denn genau das hatte ich mir gewünscht. Auf der anderen Seite, hat es mich auch gleichzeitig total verwirrt, weil ich nicht verstanden habe, wenn zwei Menschen ineinander verknallt sind, warum die beiden sich nur ein mal in der Woche sehen, obwohl sie mehr oder weniger Nachbarn sind. Ich habe auch lange mit Sebastian über diesen Punkt gesprochen und er meinte das es sein kann, dass wir „verknallt“ einfach unterschiedlich definieren. Für mich bedeutet Verknallt-Sein das man mit dem anderen zusammen sein möchte. Wir hatten unterschiedliche Tempi und ich hätte dir für deines mehr Zeit und Raum geben sollen. Dass zwei Menschen ineinander verknallt sind, der Eine den Anderen aber auf Distanz hält - so wie du mich - und nicht mit ihm zusammen sein möchte verstehe ich nicht und deswegen habe ich den Fehler gemacht mein Tempo noch mal anzuziehen, bin all-in gegangen und habe meine Chips in die Mitte des Pokertisches geschoben. 
Und dich dabei wohl verloren. 


Annika, von der ersten Sekunde an, als ich dich in der Bar auf der Bank habe sitzen sehen, die feine Dame mit ihrem Zigarettenetui, war ich schockverknallt. Ich musste mich zusammenreißen und ein bisschen cooler tun, weil der Teenager in mir so laut gekichert hat. Das Gespräch welches wir führten war das, was ich immer mit einer Frau führen wollte. Auf Augenhöhe, respektvoll, sarkastisch, leicht böse, kreative Geister, völlig offen und versaut. 
Direkt an die Abgründe. Ohne Umwege. Von unseren Vorlieben, über deinen Job, bis hin zu unseren Therapien. Karten auf den Tisch. Zeig mir deine Narben, ich zeig dir meine. 
Ich habe eine Vergangenheit, bring deine ruhig mit. 
Grandios! 

Vielleicht erinnerst Du dich, dass ich Dir am nächsten Tag eine Nachricht geschrieben habe, dass ich den Abend ein bisschen zu schön fand für die unterschiedlichen Ziele die wir haben bzw. Phasen, in denen wir uns befinden und ich Angst habe mir die Finger zu verbrennen. Du hast zurück geschrieben, dass Du das verfrüht findest und mich weiter kennenlernen möchtest. Ich wünschte, Du hättest es nicht getan. 

Ich meine das, was ich jetzt schreibe, nicht böse. Ich bin dir nicht böse, Annika. Es ist ein ehrliches Feedback aus der Retroperspektive und vielleicht kannst Du annehmen, dass es Dir helfen könnte dich zu hinterfragen, sowie ich mich gerade hinterfrage.

Warum hätte ich mir also gewünscht, dass Du dir kein weiteres kennenlernen vorstellen kannst? 
Nun, wenn man unsere 7 Wochen betrachtet, dann gab es einen roten Faden und der trug den Namen „Unsere-Abende-sind-alle-fantastisch-und-ich-möchte-dich-weiter-kennenlernen.“

Bei meinem Geburtstag kam dann von beiden Seiten noch ein „Ich-bin-verknallt-in-dich“ hinzu, aber nur 6 Tage später ist alles anders. Ein paar Tage und einen großartigen Geburtstagsabend bei meinen guten Freunden Sebastian und Claudia später, sagst Du mir bei unserem Abschieds-Spaziergang, dass sich bei den Worten „fest“, „Beziehung“ und „Partnerschaft“ alles in dir zusammenzieht, sich deine Nackenhaare aufstellen und Du früher immer eine Beziehung wolltest und jetzt möchtest Du auf keinen Fall eine. 

Ich wiederhole mich, weil es wichtig ist. Ich bin Dir nicht böse und mache Dir das nicht zum Vorwurf, aber Du hättest mir das nicht nur von Anfang an ganz genau und mit diesen Worten so klipp und klar sagen sollen, sondern müssen. Es wäre dann zu dem zweiten Date, den wunderbaren Abend beim Italiener, nicht gekommen. Ich hätte gewusst, dass ich mir die Finger definitiv verbrennen werde. 
Der Grund warum ich Dir das nicht zum Vorwurf mache, ist, dass ich Dir absolut glaube. Ich glaube dir, dass Du interessiert, neugierig, begeistert und verknallt warst. Der alles entscheidende Punkt ist jedoch dieser: Dein Herz war weder offen, noch war es frei. Und Hand aufs Herz, liebe Annika, Du wusstest das schon, bevor Du auf der Bank in der Bar Platz genommen hast. 

Denn wenn jemand gerade in einer Lebensphase ist, in der er eine so tiefe innere Ablehnung gegen eine Beziehung, gegen Exklusivität, gegen Verbindlichkeit hat, erst recht wenn er sie früher immer wollte und sich aus genau diesem Grund ganz bewusst gegen dieses Konstrukt entscheidet, dann gibt es kein offen und dann gibt es kein frei und die Konsequenz daraus ist, dass ohne offen und frei aus Verknallt-Sein kein Verliebt-Sein werden kann. Es blockiert unterbewusst. Es lässt eine Weiterentwicklung nicht zu. Es ist einfach nicht möglich.

Keine Beziehung haben zu wollen ist eine bewusst getroffene Entscheidung und diese manifestiert sich im Unterbewusstsein und meldet sich immer genau dann, wenn Dir jemand zu Nahe kommt. Es klingelt kurz an oder wirft ein kleines Steinchen an die Fensterscheibe deines Bewusstseins und sagt: „Ey, erinner dich, Du willst das nicht wollen.“ 
Das ist nicht frei. Das ist nicht offen. Den Schlüssel zu diesem Fenster hat kein Mann der Welt in der Tasche. Der liegt in dir. 
Diese Ablehnung und deine Allergie auf die Worte „Partner in Crime“ sind in deinem Unterbewusstsein so verankert, dass wir nie eine echte Chance hatten. Und die Betonung liegt hier nicht auf dem Wort „wir“, sondern auf dem Wort „echte“. 

Eine echte Chance ist es, wenn nicht nur der Körper, sondern auch der Geist und das Herz eines Menschen bereit und frei dafür sind, dass aus Interesse, Neugier, Begeisterung und Verknallt-Sein ein Verliebt-Sein und danach vielleicht sogar Liebe wird. Und genau das hatten wir zu keiner Zeit. 
So schön unsere Abende auch waren, so gut und intensiv unsere Gespräche auch liefen, so neugierig und interessiert wir auch aneinander waren. Wir hatten keine echte Chance. Ich hatte keine echte Chance. Dein innerer Steinchen-Werfer hat eine echte Chance nicht zugelassen. 
Was wir mit „schlechtes Timing“ meinten, müsste um das Wort Unterbewusstsein ergänzt werden. 
Erinnerst Du dich daran, als Du mir geschrieben hast wie toll Du mich findest und Du es deswegen eigentlich wollen müsstest und es selber nicht verstehst? Dein Unterbewusstsein war der Grund dafür. Es hat ein Steinchen geworfen und Dir gesagt: „Ey, Annika, erinner dich, Du willst das nicht wollen.“

Liebe Annika, es war mir sehr wichtig, dir das noch mitzuteilen und auch dafür gibt es wieder zwei Gründe. 

Der erste Grund ist, dass mir die Phase in der Du gerade bist sehr bekannt vorkommt. Ich hatte die auch schon und glaube zu ahnen, wie Du dich gerade fühlst und genau deswegen mache ich Dir auch keine Vorwürfe, denn mit Phasen muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen. 
Ich selber hatte Phasen, in denen ich keine Frau an mein Herz rangelassen habe und sofort auf Distanz ging, als ich merkte, dass es passiert. Obschon ich sie toll fand haben die Frauen auf Granit gebissen, wegen meines Unterbewusstseins, meines Selbstschutzes und meines inneren Steinchen-Werfers. Dafür gibt es viele Gründe. In den meisten Fällen - und das war auch bei mir so - waren es alte Beziehungen, die ins Neue hineinbelastet haben, die noch zu unverarbeitet waren und dadurch zu präsent. Sowohl die Erfahrungen aber vor allen Dingen die negativ verbundenen Gefühle in bestimmten Situationen der alten Beziehung, spiegeln sich in die neue Bekanntschaft zu dem neuen Menschen hinüber. Das ist immer unfair, denn der neue Mensch kann ja nichts dafür. 

Der zweite Grund ist: Ich schäme mich nicht dafür zum ersten Mal in meinem Leben einer Frau gegenüber diese Form der Schwäche zu zeigen, die ich Dir mit diesem Brief offenbare. Ich betrachte es nicht als Verzweiflung und auch nicht als Betteln, dir einen Türspalt zurück aufzulassen. Früher habe ich das immer abgelehnt und mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt und den ganz konsequenten Schlussstrich mit Kontaktabbruch gewählt. Ende war Ende. Vorbei war vorbei. 
Warum bei Dir nicht? Weil ich mir sicher bin, dass Du irgendwann wieder bereit dazu sein wirst echte Nähe zuzulassen und einem Mann bzw. irgendeinem „wir“ eine echte Chance zu geben. 

Es gibt jetzt folgende Möglichkeiten, wie Du diesen Brief für dich interpretieren kannst. Du könntest auf der einen Seite denken: „Diese Bittstellerei ist mir zu unmännlich.“ 
Auf der anderen Seite könntest Du aber auch denken: 
„Warum reißt der Kerl sich so den Arsch auf und kämpft so um mich? Was sieht der Typ, was ich vielleicht nicht gesehen oder übersehen habe und auch überhaupt nicht sehen konnte weil ich gar nicht wollte das mein Herz berührt wird? Warum lässt der mir einen Türspalt offen, damit wir uns vielleicht noch mal neu begegnen?“ 

Liebe Annika, wenn Du dir diese Fragen irgendwann stellst, wenn Du die Abende mit mir, wenn ich, unsere Gespräche, unsere Offenheit, unsere Direktheit, unser Schabernack, unsere gleichen Interessen und die Dinge, die wir tun wollten aber zu denen es nicht mehr kam, wenn dich das irgendwann kitzelt und Du bereit bist einem Mann mit freiem Herzen eine echte Chance zu geben und dabei denkst: 

„Den Christian, den würde ich mir gerne ein zweites Mal offen und echt anschauen.“

Dann möchte ich das Du weißt, dass für diesen Tag eine Flasche Champagner in meinen Kühlschrank für uns bereit liegt.

Immer noch begeistert und aus vollem Herzen,
Christian

Lieber Christian,

Ich habe den Brief nicht gelesen. In unseren Zwanzigern haben wir es vermutlich cool gefunden so lange Briefe zu schreiben, aber jetzt mal ehrlich: das hat doch schon damals nix genutzt...

Deine Annika, oder wie immer sie heißen mag, tut mit dir einfach nur das, was du hier in unzähligen Beiträgen aus Sicht von Frauen lesen kannst: du wirst einfach hängen gelassen. Solange du dir selbst nicht ausreichend viel wert bist, dass du dieses unwürdige Spiel beendest, wird sich nix ändern.

Freundliche Grüße, Christoph

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6. Dezember 2020 um 9:11

Hallo Christian,
ich hab den Brief übersprungen, als mir klar wurde, dass du Annika komplett unter Zugzwang setzt. Das wird nicht funktionieren.

Mal ehrlich: mit der Absicht eine feste Beziehung zu suchen, treibt man sich nicht auf Tinder herum...

Interessanterweise ist es sonst meistens andersrum: der Mann will was lockeres und die Frau verliebt sich dann doch. Das liegt am Oxytocin, das unser Körper bei Berührungen und Sex ausschüttet, bei Frauen mehr als bei Männern. Du hast also noch eine Chance: sag ihr dass du es locker weiterlaufen lassen willst. Die Zeit und die Biochemie könnten für dich arbeiten.
Ich sage ausdrücklich "könnten", denn auch Frauen sind nicht ausschließlich hormongesteuert 

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