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Sie hat nicht mehr die gleichen Gefühle. Gibt es noch Hoffnung? Persönlichkeitsveränderung

16. August 2016 um 17:40

Guten Tag, Abend oder auch Morgen,

wann immer Sie das hier lesen. Erstmal zu meiner Person: Ich bin 20 Jahre alt und angehender Student. Vor einem Jahr habe ich mein Abitur gemacht und dannach habe ich ca. 10 Monate in Neuseeland mit Work and Travel verbracht. Nun werde ich ab Oktober Physik studieren. Ich habe noch 2 Brüder, die 8 und 10 Jahre älter als ich sind. Das hört sich ja vielleicht alles schon mal eigentlich ganz perfekt an, aber so super wie mein Leben von außen vielleicht wirkt ist es leider nicht.

Bis zum ersten Halbjahr der 8. Klasse ging ich auf ein Gymnasium in Schleswig-Holstein. Meine Eltern überlegten beruflich bedingt aber schon länger nach Hamburg zu ziehen. Und im Februar 2011 war es dann auch so weit. Ich war so überhaupt gar nicht davon überzeugt, da es ja für mich hieß alle meine Freunde und meine Freundin, die ich allerdings nicht wirklich liebte, dort zu verlieren und mir neue in Hamburg suchen zu müssen. Aber es stand mir, wie es halt so ist, nicht zur Auswahl. Die erste Zeit in Hamburg, etwa 2 Wochen, verbrachte ich in der 7. Klasse des Gymnasiuns in Hamburg. Die Lehrer an dem Gymnasium waren anfangs der Meinung, dass ich im G8 System in die 7. Klasse müsse, obwohl ich im G9 System in der 8. Klasse gewesen war. Wie sich herausstellte, war der Unterricht der 7. Klasse abgesehen von dem Musikunterricht unterfordernd, weshalb nach 14 Tagen entschieden wurde, dass ich eine Klasse "überspringe". Das lief auch alles eigentlich ganz gut bis zur 10. Klasse. Da ich aber bis zur 10. Klasse gewohnt war für die Schule nichts machen zu müssen, verschlechterten sich meine Noten bereits in der 10. Klasse etwas, bis ich mich in der Oberstufe bei einem Konstanten 2,9 Schnitt einpendelte. Letzendlich habe ich zwar einen Schnitt von 3,0 erhalten, aber das ändert nun auch nicht mehr viel, so sehe ich es zumindest heute. Damals hab ich mir immer gedacht: "Ach so ein 2er Schnitt reicht schon". Aber erstens ist es kein 2er Schnitt und zweitens reicht es nicht. Und das Schlimme ist, dass ich es hätte viel besser machen können. Das sage nicht nur ich von mir, sondern vor allem meinten das alle meine Lehrer. Und ich denke damit hatten Sie recht.

Nun komme ich dann mal dazu warum es dazu gekommen ist, ganz einfach: Mangelndes "wirkliches" Selbstbewusstsein. Ich habe mir nämlich immer eingeredet, ich könne etwas nicht, wenn nur der kleinste Zweifel bestand. Damit habe ich nicht nur meinen Schulabschluss "versaut", sondern auch viele Freundschaften und Beziehungen. Ich habe mich nämlich immer verschlossen, nie wirklich Kontakt aufgenommen und sowohl Lehrer als auch Mitschüler grundlos beleidigt, um irgendwie Aufmerksamkeit zu bekommen. Dadurch wirkte ich nach Außen ziemlich arrogant, denke ich. Aufmerksamkeit habe ich auch bekommen, aber beim besten Willen keine positive. Ich wurde in meiner Zeit in dem Gymnasium in Hamburg von Anfang an gemobbt. Das hat mich zu einem unaustehlichen Menschen gemacht. So wurde das Ganze zum Teufelskreis. Mein einziger Freund aus dieser Zeit war einer, der an der ebenfalls ziemlich unbeliebt war, da er früher mal sehr viel geklaut hat. Ansonsten hatte ich wie gesagt nicht viele Freunde. Alle anderen waren eher nur so Bekannte und der Großteil hat mich wie gesagt gehasst. Ein Mädchen gab es allerdings, dass mich von einer anderen Seite kennengelernt hat, das jedoch nur schriftlich also über Facebook- und WhatsApp-Chats. Aus Angst vor Ablehnung ihrerseits habe ich keinen Versuch unternommen ihr näherzukommen. Eine gute Freundin von mir, die auch auf unsere Schule ging, hatte dann allerdings versucht uns ein bisschen zu helfen. Wir sind uns dann auch näher gekommen. Sie hat mich auch geliebt, sagte sie zumindest und glaube ich ihr auch. Es ist dann letzendlich aber an meiner Unbeliebtheit in der Schule gescheitert. Die Trennung war für mich sehr schmerzhaft, aber nach einigen Monaten konnte ich wieder mit ihr, zumindest über Belangloses, reden.

Meine Schulzeit hatte dann relativ bald ein Ende, es hätte besser sein können, aber auch schlechter. Naja wie auch immer. Ich hab damit aber relativ schnell abgeschlossen. Im Sommer nach meinem Abi habe ich mich sehr viel mit Freunden getroffen von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie hatte und aber natürlich auch mit meinem besten Freund, von dem ich hier ja auch schon erzählt habe. Allgemein war es eine sehr schöne Zeit. Die verging aber dann auch ziemlich schnell.



Anfang September flog ich dann nach Neuseeland um mein Work-Travel-Jahr dort zu starten. Anfangs hatte ich das alles nur auf Druch meiner Eltern geplannt, da Sie nicht wollten, dass ich nach der Schule einfach nichts mache. Aber je näher der Abflugtermin rückte, desto mehr freute ich mich auf das "Abenteuer". Anfangs hatte ich dort ein ziemlich schwere Zeit, da ich mich irgendwie alleine gefühlt habe, was ich ja auch war. Nach einer untypisch langen Zeit verließ ich mit 3 anderen Deutschen die größte Stadt Neuseelands Auckland gen Norden. Wir erlebten ein paar Tage coole Sachen zusammen, dann hatten die 3 allerdings einen Wwoofingplatz gefunden. Wwoofing ist Arbeit auf Farmen oder einfach nur Grundstücken von Privatleuten. Dabei wird man nicht mit Geld, sondern mit Unterkunft und Verpflegung bezahlt. Das macht man beim Work-and-Travel gern um Erfahrungen in bestimmten Bereichen zu sammeln um dann später in diesen Bereichen für Geld arbeiten zu können. Wie auch immer: Ich fand relativ schnell, neue Leute zum Reisen. Nach ein paar Tagen war das allerdings auch wieder vorbei. Die hatten nicht so viel Zeit in Neuseeland und wollte so viel wie möglich sehen. Dann war ich nach einer guten Woche schon wieder zurrück in Auckland. Dort angekommen. war ich relativ planlos.

Mit 2 Mitschülerinnen, die ich auch in Neuseeland waren und die ich ganz zufällig in einem Hostel getroffen habe, war ich schon etwas länger in Kontakt. Eine von Ihnen fand ich schon immer anziehend, aber da habe ich damals in der Schule natürlich null Chance gehabt. Schließlich war sie eine der hübschesten Mädchen der Stufe und halt einfach nicht meine Liga. Außerdem war sie schon sehr lange mit Ihrem Freund, einem beliebten Typen, ebenfalls aus meiner Stufe, zusammen. Wie es der Zufall aber so wollte traf ich sie dort in Neuseeland 18 000 km von zuhause entfernt. Wie sich dann an Wehnachten nach etwas Alkohol herrausstellte, war die Beziehung gar nicht so Friede, Freude, Eierkuchen, wie es nach Außen hin schien. Sie war schon seit einem Jahr mit der Beziehung unzufrieden und wie es kommen musste, hat sich dann relativ schnell was zwischen uns entwickelt. Aber wenn man den ganzen Tag zusammen verbringt, denke ich mal, ist das ganz normal, dass das schneller geht. Näher gekommen waren wir uns vorher schon ziemlich schnell. Das erste Gefühl, dass es definitiv was Ernstes wird hatte ich am Sylvester, weil wir nachts allein, ohne die anderen einfach nur geredet und gekuschelt haben. Dazu muss ich vielleicht noch sagen, dass ich ein ziemlicher Kuscheltyp bin. Eine Woche später hatten wir dann unseren ersten Kuss. Da war ich nach wie vor aber noch ziemlich zurrückhaltend, da das schließlich bedeutete, dass sie wegen mir fremdgeht. Diese Zurrückhaltung hatte sich dann aber auch schon relativ schnell. Eineinhalb Wochen später hatten wir dann auch Sex. Das war für mich super besonders, weil es nicht nur das erste Mal mit ihr war sondern auch das erste Mal überhaupt. Unabhängig was jetzt aus unserer Beziehung wird, bin ich mir zu 1000 % sicher, dass es der perfekte Zeitpunkt und die perfekte Frau gewesen ist. Die nächste Zeit war eigentlich einfach nur schön, abgesehen von den Meinungsverschiedenheiten zwischen ihr und ihrer Freundin sowie mir und ihrer Freundin.

Diese Meinungsverschiedenheiten sind letztlich soweit gegangen, dass wir ziemlich krass zerstritten haben und ihrer Freundin mich nie wieder sehen will. Das war für sie sehr schwierig, aber das denke ich mal nicht der Grund für das was ich jetzt erzählen werde.

Jetzt komme ich nämlich endlich mal zum eigentlich Kern warum ich das hier alles schreibe. Und zwar ist seitdem wir wieder zurrück aus Neuseeland sind, ganz anders. Sie hat nicht mehr die gleichen Gefühle für mich, wie damals. Sie sagt sie braucht einfach Zeit für sich. Sie war seit über 4 1/2 Jahren nicht mehr single und braucht im Moment einfach den Freiraum um diese lange Beziehung und was in Neuseeland mit mir gewesen ist zu verarbeiten. Diesen Freiraum kriegt sie nicht, wenn wir mal einen Monat Pause machen, sagt sie, deswegen hat sie Schluss vor einer Woche Schluss gemacht. Und 2 Tage später habe ich trotzdem meinen Geburtstag mit ihr verbracht. Ich würde alles tun um sie zurrückzuerobern. Dazu muss ich aber erstmal mein eigenes Leben auf die Reihe bekommen und da bin ich auch gerade dabei. Ich denke auch, dass das erfolgreich wird. Ich habe nämlich noch nie so einen starken Drang nach Veränderung verspürt. Meine Frage ist jetzt: Wie gebe ich ihr den nötigen Freiraum ohne, dass der Kontakt abbricht? Sie hat mir gesagt, dass ich für sie einer der wichtigsten Menschen bin, aber die Angst habe ich trotzdem



ich bedanke mich vielmals im Vorraus



Mit freundlichen Grüßen

Alex

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17. August 2016 um 12:46

Zu deiner Geschichte
ist das folgende Sprichwort genau passend:

"Lass frei, was du liebst. Wenn es freiwillig zu dir zurückkehrt, gehört es dir. Kommt es nicht zurück, hat es dir nie gehört, (höchstens für kurze Augenblicke)

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17. August 2016 um 13:16
In Antwort auf stahltrasse

Zu deiner Geschichte
ist das folgende Sprichwort genau passend:

"Lass frei, was du liebst. Wenn es freiwillig zu dir zurückkehrt, gehört es dir. Kommt es nicht zurück, hat es dir nie gehört, (höchstens für kurze Augenblicke)

Das war auch genau das was ich mir gedacht habe
Danke, das werde ich auch machen. Das Problem ist nur, dass ich nicht weiß wieviel Kontakt in Ordnung ist. Ob ich jetzt wirklich so null Kontakt mit ihr haben sollte, oder ob ein bisschen hin und wieder ok war. Das "es" mir nie "gehört" hat, stimmt nicht so ganz. Sie hat mich anfangs schon sehr geliebt

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Kontakt Verbot
Von: kelvin200
neu
17. August 2016 um 0:02

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