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Sie hat einen anderen und sagt, sie braucht Zeit... und ich gehe kaputt dabei. [viel Text]

8. September um 17:10

Hallo ihr. Ich versuche, mich kurz zu fassen, auch wenn die Sache ziemlich kompliziert ist. (Spoiler: es wird mich nicht gelingen

Meine Frau und ich sind seit 14 Jahren zusammen, seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben zwei Kinder, 8 und 5.

Vor etwa 1,5 Jahren hat sie einen neuen Chef auf Arbeit bekommen. Ein charismatischer Typ, der auf sein Äußeres achtet, nur etwa 3 Jahre älter als sie. Sehr erfolgreich, smart, Anzugträger. Ich merkte sofort, dass sie einen Draht zueinander haben. Schon bald ging es los, dass sie sich über's Handy Nachrichten austauschten. Erst nur alle paar Tage mal, dann immer häufiger. Irgendwann fast täglich. Ich habe das am Rande immer mal mitbekommen, sie hat auch kein Geheimnis draus gemacht, dass sie sich schreiben. Aber immer nur über Nebensächlichkeiten, Musik und Essen und sowas.

Ich habe in den folgenden Monaten immer mal wieder "spaßig" mit kleinen Andeutungen bei ihr geprüft, ob er zu ner echten Gefahr werden könnte. Aber sie hat immer wieder verneint und mir versichert, dass es höchstens ne Freundschaft ist und ich mir keine Sorgen machen soll. Und sie mir ja immer sagen würde, wenn sie mit ihm redet und so lange das so ist, könnte's ja unmöglich was Gefährliches sein. Außerdem hätte er ja einen kleinen Bauch und sowas würde sie überhaupt nicht attraktiv finden. Trotzdem habe ich ihr vor ungefähr einem Jahr mal sehr eindringlich und ernsthaft gesagt, dass ich mir Sorgen mache und dass sie mir bitte sofort sagen soll, wenn zwischen uns etwas nicht passt. Und dass ich sofort bereit wäre, etwas zu ändern, wenn sie ein Problem sieht. Aber auch da wieder: Sie sagte, ich würde Gespenster sehen und sie hätte mir schon den Besten und so weiter. Außerdem hat der Typ ja einen kleinen Sohn (heute 2) und eine Freundin und deshalb würde auch von seiner Seite aus eine Affäre üüüberhaupt niemals zur Debatte stehen.

Sie hat mich also beruhigt, immer und immer wieder. Das, und die Tatsache dass der Typ selbst in festen Händen ist und eben den Sohn hat, hat mich dann einigermaßen beruhigt, obwohl ich immer so ein unwohles Gefühl hatte.

Tja, der aufmerksame Leser wird wissen, was als nächstes kommt.

Vor etwa fünf Wochen hat sie mir ihr Handy mit der geöffneten Chat-App gereicht und mich halb vorwurfsvoll angeguckt. Ihr Augen sagten sowas wie "kontrollier mich ruhig, du siehst Gespenster, ich hab nix zu verbergen!". Ich hab schnell geschaltet, die App geschlossen und nach ner anderen Chat-App gesucht, diese geöffnet und ZACK... mein Leben stellt sich binnen einer Sekunde auf den Kopf. Ich klicke die Unterhaltung mit ihm an, sehe lauter Herzen und... dann sieht sie mir an, was da vor sich geht und nimmt mir das Handy aus der Hand. Ich stell sie zur Rede und sie bricht in Tränen aus. Sagt, sie hätte es mir bald gesagt und es tue ihr so leid, dass ich es so erfahren muss...

Bisher passiert ist angeblich nur ein Kuss, weitere fünf Wochen zuvor. Ich hatte mich das letzte mal 3 Wochen nach dem Kuss bei ihr nach ihm erkundigt. Hatte sie gefragt, ob es was ernstes ist. Wieder die gleiche Antwort: "nein, nein, kontrollier mich nicht so! Ich erzähl dir doch alles!"...
Ob es wirklich nur ein Kuss war, würde ich gerne glauben, es fällt mir nur so schwer.

Als ich sie nach den Gründen fragte, meinte sie, dass sie seit etwa einem 3/4 Jahr das Gefühl hatte, dass wir uns auseinanderleben würden. Dass wir in verschiedene Richtungen gehen würden. Ich hatte dieses Gefühl überhaupt nicht, und habe es bis heute nicht. Ich war immer der Meinung, dass wir eine sehr stabile und innige Beziehung führen. Dass wir an einem Strang ziehen, was die Vorstellung vom Leben und von der Kindererziehung angeht. Dass wir gemeinsame Interessen haben, aber auch wertvolle Unterschiede. Dass wir uns einfach sehr gut ergänzen, ich als Kopfmensch und sie als Herzmensch. Wir hatten bis zu diesem Vorfall nicht eine einzige ernsthafte Krise in unserer Beziehung. Sicher, es gab auch mal 2-3 Wochen ohne große Leidenschaft oder so, aber ich war der Meinung, dass das normal ist und dass unser Fundament bombenfest steht. Anscheinend habe ich mich getäuscht, und war zu unaufmerksam.

Ein weiterer Grund, den sie angeführt hat, war der Alltagsstress. Sie hat meistens die Kinder abgeholt, meistens eingekauft und die Wäsche gemacht. Ich habe etwas mehr gearbeitet, aber nicht so sehr, dass ich gar keine Hilfe war. Sie sagt außerdem, dass ich ein großartiger Papa bin, der beste, den die Jungs sich wünschen können. Ob das stimmt, sei mal dahingestellt, aber ich gebe mir schon Mühe. Und ob dieser Satz so gut für meine Chancen bei ihr ist, bezweifle ich auch ein wenig...

Was ich einsehe, und was definitiv eine Besonderheit und große Belastung für sie war und ist, sind meine Eltern. Sie wohnen direkt nebenan bei uns und sind unsere Vermieter. Ich wusste schon immer, dass das nicht ideal ist, hab aber (genau wie sie) auch die großen Vorteile gesehen. Die Großeltern für die Enkel gleich nebenan, außerdem das große Haus mit dem großen Garten. Etwas dörflich zwar, dafür sehr behütet und ideal zum Aufwachsen für die Jungs. Die Situation wurde dramatisch verschlimmert, als meine Eltern wegen eines Unglücks in der eigenen Wohnung Anfang diesen Jahres für ein halbes Jahr zu uns ziehen mussten. Diese Zeiten war sehr anstrengend und aufreibend für die ganze Familie, und diese Zeit fällt genau mit der immer intensiveren Annäherung meiner Frau an diesen Typen zusammen...

Sicher, es wäre zu einfach, alles auf diese Sondersituation zu schieben. Und ich bin auch bereit, mich selbst zu hinterfragen. Aber ich glaube schon, dass meine Eltern einen großen Teil ihres "Unwohlseins" ausgemacht haben (und immer noch ausmachen). Sie sagt, sie empfindet eine immer größer werdende Enge, ihr würde die Luft zum Atmen fehlen. Das verstehe ich gut, und dass ich das so lange nicht ernst genug genommen habe, bereue ich sehr.

Andererseits finde ich es so unfassbar schlimm, dass sie nie mit diesen Sorgen und Nöten zu mir gekommen ist. Sie hat zwar immer mal gesagt, dass ihr mein Vater auf die Nerven geht, aber dass es so schlimm ist, dass sie am liebsten ausziehen will, hat sie nie offen angesprochen. Im Gegenteil, sie hat alle weiteren Pläne (Urlaub mit meinen Eltern, Wohnungsausbau) mitgetragen, über viele Jahre hinweg. Wenn sie mich, was man in einer Ehe doch erwarten kann, mal beiseite genommen und in Ruhe angesprochen hätte, hätten wir definitiv eine Lösung gefunden. Ich hätte mich immer für meine Frau entschieden, egal um was es geht. Das tue ich heute noch.

Außerdem hat sie das Thema, dass aus der Freundschaft mit ihrem Kollegen (mittlerweile nicht mehr ihr Chef, sondern nach oben versetzt) immer mehr wurde, ausschließlich mit sich selbst ausgemacht. Ich meine, es kann ja mal passieren, dass man sich aus einer Ehe heraus in einen andern verguckt. Davor ist wahrscheinlich niemand geschützt. Aber wenn ich spüre, dass sowas im Anmarsch ist, und mir wirklich was an meinem Mann und meiner Familie liegt, dann spreche ich das doch an... Das bin ich doch meinem Mann und insbesondere meinen Kindern schuldig.... oder nicht..?

Egal, ist nicht mehr zu ändern.

Jetzt mal zur aktuellen Situation. Die ist nämlich einigermaßen absurd.

Sie sagt, sie wäre sehr unentschlossen. Sie sagt, in ihrem Kopf ist sie sich vollkommen klar, dass sie uns als Familie und mich als Mann nicht aufgeben kann. Weil sie auch weiß, dass es dafür keinen objektiven Grund gibt. Ich habe ihr sofort nach dem die Sache raus kam, in Aussicht gestellt, dass ich bereit bin, alles auf den Tisch zu bringen und anzugehen. Wir können binnen einer Woche in eine Wohnung in einer Stadt ihrer Wahl ziehen, wir können unsere gesamte Familien- und Arbeitsorganisation neu angehen, wir können alles tun. Ich liebe sie nach wie vor sehr, und will sie und natürlich meine Kinder niemals hergeben. Schon beim Gedanken an ein Wechselmodell oder sowas wird mir speiübel...

Aber sie sagt eben, ihr Herz wäre verwirrt. Ihr Herz zieht sie zum anderen. Sie sagt auch, dass ihr vollkommen klar ist, dass sie nur die angenehmen Seiten von ihm kennt. Sie hat sogar schon mal gesagt, dass sie nicht glaubt, dass es auf Dauer mit ihm funktionieren würde. Aber sie könne ihr Herz eben nicht ignorieren. Ein bisschen verstehen kann ich das sogar...

Sie hat mich also um Zeit gebeten. Sie könne nicht sagen, wie lange es dauern würde, aber sie wäre sich sicher, dass ihr jetzt nur Zeit helfen kann. Und dass sie Angst hat, dass sie eine vorschnelle und falsche Entscheidung trifft, wenn ich ihr Druck mache.

Ich habe am Anfang lange geschwankt und überlegt, was ich jetzt tun soll. Soll ich Druck ausüben und ihr hart vor Augen führen, was sie verlieren kann? Soll ich ihr Ultimaten setzen? Die Kinder ins Boot holen, damit sie sieht, wie sie leiden? Sie zwingen, den Kontakt zu ihm abzubrechen?

Ich habe, auch weil ich solche Angst davor hab, dass die Kinder ein Trauma davontragen, mich dagegen entschieden. Ich habe mich dafür entschieden, ihrem Wunsch zu entsprechen. Ich gebe ihr also Zeit. Wir leben weiter unser Leben, haben den Kindern nix gesagt, und tun so, als wäre alles wie immer. Sie trifft sich ab und zu mit ihm, tagsüber, in meinem Wissen. Sie sagt, sie muss ihn treffen und zu begreifen, was sie wirklich will. Einzige Vereinbarung ist, dass es nicht körperlich werden darf. Ich leide natürlich sehr, gerade in diesen Stunden, aber auch sonst. Ich schlafe im Keller, sie nach wie vor in unserem Bett.

Warum mache ich das überhaupt mit? Nun, ab und zu gibt es gute Tage, an denen wir uns mehrfach umarmen. Dann spüre ich auch, dass sie auch etwas spürt dabei. Dass ich ihr nicht egal bin, dass zumindest ein Rest der Basis zwischen uns noch da ist. Sie stellt mir auch ab und zu in Aussicht, dass sie sich eine Zukunft mit mir und den Kindern auf jeden Fall vorstellen kann. Und dass sie auch voll mitziehen wird, wenn diese Sache durchgestanden ist. Manchmal hab ich richtig Hoffnung.

Aber dann schreibt sie wieder mit ihm. Unendlich viel. Abends manchmal stundenlang. Ich weiß nicht worüber man so lang schreiben kann. Ich habe sie gebeten, das mir zuliebe wenigstens in meinem Beisein zu lassen... aber sie sagt, sie könne nicht anders und ich solle ihr keinen Druck machen... immer und immer wieder dieses Totschlagargument... bloß kein Druck. Sie sagt, sie weiß, dass das sehr schwer ist für mich, und dass sie mich andersrum schon längst rausgeworfen hätte, aber sie könne nun mal nicht anders. Wenn sie nicht mit ihm kommuniziert, wird sie unglücklich, sagt sie.

Ich versuche ihr manchmal klarzumachen, dass sie einer Illusion hinterher rennt. Dass dieses viele Geschreibe nicht das reale Leben ist. Aber sie ist süchtig danach. Manchmal geht sie abends auch noch ne Stunde mit ihm telefonieren, draußen beim Spazieren. Sie sagt es mir knapp und ist dann weg.

Ich sitze dann im Haus und bringe die Kinder ins Bett und frage mich, warum ich das eigentlich mit mache. Und ob sie mich von vorn bis hinten verarscht...
Aber dann gibt es immer wieder diese Momente, in denen ich spüre, dass sie mich nicht loslassen kann. Dass sie zweifelt. Dass es noch Hoffnung gibt. Und daran klammere ich mich so fest. Und ertrage dann so einiges...

Mir geht es sehr schlecht, ihr geht es augenscheinlich deutlich besser. Sie ist auch manchmal nachdenklich und so, aber ich habe das Gefühl, sie genießt, dass ich einigermaßen still halte und sie gleichzeitig relativ frei ist, was den Typen angeht. Mich macht das wahnsinnig und wütend, aber ich beiße mir auf die Zunge...

Ich hänge wirklich extrem an ihr und meiner Familie. Ich will alles dafür tun, um das zu erhalten. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass sie zur Zeit nicht sie selbst ist, und dass sie es eines Tages bitter bereuen würde, wenn sie uns jetzt verlässt. Davor will ich sie und uns bewahren. Ich bin auch ein Stück weit fatalistisch: Ich sage mir, ich will sie unbedingt erhalten, und wenn das nicht gelingt, dann wird sowieso alles schrecklich und dann sind paar Wochen/Monate Quälerei, die ich derzeit ertrage, im Großen und Ganzen auch nicht mehr so wild...

Wir waren schon bei der Paartherapie (sie war auch relativ bereitwillig, mitzukommen) und haben bald unseren nächsten Termin. Die erste Sitzung war gut, wenn auch noch relativ oberflächlich. Die Therapeuthin hat angeregt, dass wir mal zu zweit verreisen, uns eine Weile lang nur auf uns konzentrieren. Das wollte sie überhaupt nicht, sie glaubt, man könne "Nähe nicht durch Nähe erzeugen." Dann hat die Therapeuthin alternativ vorgeschlagen, dass sie mal alleine ne Woche verreist, um in sich zu gehen. Das konnte sie sich schon eher vorstellen, ich unterstütze sie auch sehr bei dieser Idee, aber so richtig will sie es nicht. Ich frage sie immer mal wieder, ob sie vielleicht bald sowas machen will, ob sie ein schönes Hotel suchen will. Aber sie wirkt da relativ halbherzig.

Und so ist meine große Befürchtung, dass dieser komische Wartestatus noch sehr lange Bestand hat. Die Sache ist jetzt 5 Wochen her und gefühlt sind wir keinen einzigen Schritt weitergekommen. Wir haben unseren Alltag, gehen beide arbeiten, kümmern uns um die Jungs. Sie trifft sich ab und zu mit ihm und schreibt sich ständig mit ihm. Nach innen ist schwer zu ertragen, und nach außen auf Dauer die heile Weilt zu spielen, natürlich auch.

Und es ist einfach nicht absehbar, wie sich die Situation ändern soll. Mache ich ihr Druck, schreckt sie sofort zurück und "droht" (unausgesprochen) damit, dass jeglicher Druck sie wegscheuchen würde. Also gebe ich klein bei und spiele mit. Bin der liebe Papa und ihr Mann, ohne ihr irgendwelchen Druck zu machen. Es ist absurd und demütigend, aber ich habe solche Angst... auch davor, irgendwann zu erkennen, dass ich ohne die Frau, die ich so liebe, auf Dauer besser dran bin...

Vielen Dank, dass du tatsächlich bis hier gelesen hast! Ich weiß gar nicht, was ich genau für einen Rat hören will. Vielleicht kennt jemand so eine seltsame "Unentschlossenheits-Situation" ja und kann berichten, was da helfen kann. Danke!

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Beste hilfreiche Antwort

8. September um 18:10

Ich finde es fast gruselig, wie sehr Du Dich verbiegst.
Du bist völlig von Angst regiert, lässt sie den anderen auf Herz und Nieren testen, damit sie sich dann frei entscheiden kann.

Sie muss doch Null Angst haben, Dich zu verlieren.
Du machst Dich klein und damit völlig unattraktiv.

Ich würde ihr ganz klare Grenzen setzen, weil es DICH verletzt:
- kein Geschreibe in Deiner Anwesenheit
- sie hat im Ehebett nichts mehr zu suchen
- kein Treffen mit ihm

Warum sind IHRE Gefühle wichtiger als DEINE?
Warum machst Du das mit?
Glaubst Du wirklich , dass sie eher bleibt, wenn Du ihr so umfänglichen Kontakt zu ihm gestattest?
Grundsätzlich kannst Du ihr natürlich nichts verbieten, aber wenn sie Deine Grenzen überschreitet, musst DU Schluss machen.
Dreh den Spiess um. SIE muss Angst haben, dass sie DICH verliert.

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8. September um 17:52

Wahnsinn was sie für Ausreden hat

es tut es leid dass du es so erfahren hast....
sie hat es eigentlich nur gemacht weil ihr euch auseinander gelebt habt.... 

ihre Entscheidung wird genauso lange dauern bis sie weiß ob er fix was von ihr will oder nicht ....
wenn nicht, dann bleibt sie natürlich im gemachten Nest

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8. September um 18:10

Ich finde es fast gruselig, wie sehr Du Dich verbiegst.
Du bist völlig von Angst regiert, lässt sie den anderen auf Herz und Nieren testen, damit sie sich dann frei entscheiden kann.

Sie muss doch Null Angst haben, Dich zu verlieren.
Du machst Dich klein und damit völlig unattraktiv.

Ich würde ihr ganz klare Grenzen setzen, weil es DICH verletzt:
- kein Geschreibe in Deiner Anwesenheit
- sie hat im Ehebett nichts mehr zu suchen
- kein Treffen mit ihm

Warum sind IHRE Gefühle wichtiger als DEINE?
Warum machst Du das mit?
Glaubst Du wirklich , dass sie eher bleibt, wenn Du ihr so umfänglichen Kontakt zu ihm gestattest?
Grundsätzlich kannst Du ihr natürlich nichts verbieten, aber wenn sie Deine Grenzen überschreitet, musst DU Schluss machen.
Dreh den Spiess um. SIE muss Angst haben, dass sie DICH verliert.

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8. September um 18:16
In Antwort auf jk1

Hallo ihr. Ich versuche, mich kurz zu fassen, auch wenn die Sache ziemlich kompliziert ist. (Spoiler: es wird mich nicht gelingen

Meine Frau und ich sind seit 14 Jahren zusammen, seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben zwei Kinder, 8 und 5.

Vor etwa 1,5 Jahren hat sie einen neuen Chef auf Arbeit bekommen. Ein charismatischer Typ, der auf sein Äußeres achtet, nur etwa 3 Jahre älter als sie. Sehr erfolgreich, smart, Anzugträger. Ich merkte sofort, dass sie einen Draht zueinander haben. Schon bald ging es los, dass sie sich über's Handy Nachrichten austauschten. Erst nur alle paar Tage mal, dann immer häufiger. Irgendwann fast täglich. Ich habe das am Rande immer mal mitbekommen, sie hat auch kein Geheimnis draus gemacht, dass sie sich schreiben. Aber immer nur über Nebensächlichkeiten, Musik und Essen und sowas.

Ich habe in den folgenden Monaten immer mal wieder "spaßig" mit kleinen Andeutungen bei ihr geprüft, ob er zu ner echten Gefahr werden könnte. Aber sie hat immer wieder verneint und mir versichert, dass es höchstens ne Freundschaft ist und ich mir keine Sorgen machen soll. Und sie mir ja immer sagen würde, wenn sie mit ihm redet und so lange das so ist, könnte's ja unmöglich was Gefährliches sein. Außerdem hätte er ja einen kleinen Bauch und sowas würde sie überhaupt nicht attraktiv finden. Trotzdem habe ich ihr vor ungefähr einem Jahr mal sehr eindringlich und ernsthaft gesagt, dass ich mir Sorgen mache und dass sie mir bitte sofort sagen soll, wenn zwischen uns etwas nicht passt. Und dass ich sofort bereit wäre, etwas zu ändern, wenn sie ein Problem sieht. Aber auch da wieder: Sie sagte, ich würde Gespenster sehen und sie hätte mir schon den Besten und so weiter. Außerdem hat der Typ ja einen kleinen Sohn (heute 2) und eine Freundin und deshalb würde auch von seiner Seite aus eine Affäre üüüberhaupt niemals zur Debatte stehen.

Sie hat mich also beruhigt, immer und immer wieder. Das, und die Tatsache dass der Typ selbst in festen Händen ist und eben den Sohn hat, hat mich dann einigermaßen beruhigt, obwohl ich immer so ein unwohles Gefühl hatte.

Tja, der aufmerksame Leser wird wissen, was als nächstes kommt.

Vor etwa fünf Wochen hat sie mir ihr Handy mit der geöffneten Chat-App gereicht und mich halb vorwurfsvoll angeguckt. Ihr Augen sagten sowas wie "kontrollier mich ruhig, du siehst Gespenster, ich hab nix zu verbergen!". Ich hab schnell geschaltet, die App geschlossen und nach ner anderen Chat-App gesucht, diese geöffnet und ZACK... mein Leben stellt sich binnen einer Sekunde auf den Kopf. Ich klicke die Unterhaltung mit ihm an, sehe lauter Herzen und... dann sieht sie mir an, was da vor sich geht und nimmt mir das Handy aus der Hand. Ich stell sie zur Rede und sie bricht in Tränen aus. Sagt, sie hätte es mir bald gesagt und es tue ihr so leid, dass ich es so erfahren muss...

Bisher passiert ist angeblich nur ein Kuss, weitere fünf Wochen zuvor. Ich hatte mich das letzte mal 3 Wochen nach dem Kuss bei ihr nach ihm erkundigt. Hatte sie gefragt, ob es was ernstes ist. Wieder die gleiche Antwort: "nein, nein, kontrollier mich nicht so! Ich erzähl dir doch alles!"...
Ob es wirklich nur ein Kuss war, würde ich gerne glauben, es fällt mir nur so schwer.

Als ich sie nach den Gründen fragte, meinte sie, dass sie seit etwa einem 3/4 Jahr das Gefühl hatte, dass wir uns auseinanderleben würden. Dass wir in verschiedene Richtungen gehen würden. Ich hatte dieses Gefühl überhaupt nicht, und habe es bis heute nicht. Ich war immer der Meinung, dass wir eine sehr stabile und innige Beziehung führen. Dass wir an einem Strang ziehen, was die Vorstellung vom Leben und von der Kindererziehung angeht. Dass wir gemeinsame Interessen haben, aber auch wertvolle Unterschiede. Dass wir uns einfach sehr gut ergänzen, ich als Kopfmensch und sie als Herzmensch. Wir hatten bis zu diesem Vorfall nicht eine einzige ernsthafte Krise in unserer Beziehung. Sicher, es gab auch mal 2-3 Wochen ohne große Leidenschaft oder so, aber ich war der Meinung, dass das normal ist und dass unser Fundament bombenfest steht. Anscheinend habe ich mich getäuscht, und war zu unaufmerksam.

Ein weiterer Grund, den sie angeführt hat, war der Alltagsstress. Sie hat meistens die Kinder abgeholt, meistens eingekauft und die Wäsche gemacht. Ich habe etwas mehr gearbeitet, aber nicht so sehr, dass ich gar keine Hilfe war. Sie sagt außerdem, dass ich ein großartiger Papa bin, der beste, den die Jungs sich wünschen können. Ob das stimmt, sei mal dahingestellt, aber ich gebe mir schon Mühe. Und ob dieser Satz so gut für meine Chancen bei ihr ist, bezweifle ich auch ein wenig...

Was ich einsehe, und was definitiv eine Besonderheit und große Belastung für sie war und ist, sind meine Eltern. Sie wohnen direkt nebenan bei uns und sind unsere Vermieter. Ich wusste schon immer, dass das nicht ideal ist, hab aber (genau wie sie) auch die großen Vorteile gesehen. Die Großeltern für die Enkel gleich nebenan, außerdem das große Haus mit dem großen Garten. Etwas dörflich zwar, dafür sehr behütet und ideal zum Aufwachsen für die Jungs. Die Situation wurde dramatisch verschlimmert, als meine Eltern wegen eines Unglücks in der eigenen Wohnung Anfang diesen Jahres für ein halbes Jahr zu uns ziehen mussten. Diese Zeiten war sehr anstrengend und aufreibend für die ganze Familie, und diese Zeit fällt genau mit der immer intensiveren Annäherung meiner Frau an diesen Typen zusammen...

Sicher, es wäre zu einfach, alles auf diese Sondersituation zu schieben. Und ich bin auch bereit, mich selbst zu hinterfragen. Aber ich glaube schon, dass meine Eltern einen großen Teil ihres "Unwohlseins" ausgemacht haben (und immer noch ausmachen). Sie sagt, sie empfindet eine immer größer werdende Enge, ihr würde die Luft zum Atmen fehlen. Das verstehe ich gut, und dass ich das so lange nicht ernst genug genommen habe, bereue ich sehr.

Andererseits finde ich es so unfassbar schlimm, dass sie nie mit diesen Sorgen und Nöten zu mir gekommen ist. Sie hat zwar immer mal gesagt, dass ihr mein Vater auf die Nerven geht, aber dass es so schlimm ist, dass sie am liebsten ausziehen will, hat sie nie offen angesprochen. Im Gegenteil, sie hat alle weiteren Pläne (Urlaub mit meinen Eltern, Wohnungsausbau) mitgetragen, über viele Jahre hinweg. Wenn sie mich, was man in einer Ehe doch erwarten kann, mal beiseite genommen und in Ruhe angesprochen hätte, hätten wir definitiv eine Lösung gefunden. Ich hätte mich immer für meine Frau entschieden, egal um was es geht. Das tue ich heute noch.

Außerdem hat sie das Thema, dass aus der Freundschaft mit ihrem Kollegen (mittlerweile nicht mehr ihr Chef, sondern nach oben versetzt) immer mehr wurde, ausschließlich mit sich selbst ausgemacht. Ich meine, es kann ja mal passieren, dass man sich aus einer Ehe heraus in einen andern verguckt. Davor ist wahrscheinlich niemand geschützt. Aber wenn ich spüre, dass sowas im Anmarsch ist, und mir wirklich was an meinem Mann und meiner Familie liegt, dann spreche ich das doch an... Das bin ich doch meinem Mann und insbesondere meinen Kindern schuldig.... oder nicht..?

Egal, ist nicht mehr zu ändern.

Jetzt mal zur aktuellen Situation. Die ist nämlich einigermaßen absurd.

Sie sagt, sie wäre sehr unentschlossen. Sie sagt, in ihrem Kopf ist sie sich vollkommen klar, dass sie uns als Familie und mich als Mann nicht aufgeben kann. Weil sie auch weiß, dass es dafür keinen objektiven Grund gibt. Ich habe ihr sofort nach dem die Sache raus kam, in Aussicht gestellt, dass ich bereit bin, alles auf den Tisch zu bringen und anzugehen. Wir können binnen einer Woche in eine Wohnung in einer Stadt ihrer Wahl ziehen, wir können unsere gesamte Familien- und Arbeitsorganisation neu angehen, wir können alles tun. Ich liebe sie nach wie vor sehr, und will sie und natürlich meine Kinder niemals hergeben. Schon beim Gedanken an ein Wechselmodell oder sowas wird mir speiübel...

Aber sie sagt eben, ihr Herz wäre verwirrt. Ihr Herz zieht sie zum anderen. Sie sagt auch, dass ihr vollkommen klar ist, dass sie nur die angenehmen Seiten von ihm kennt. Sie hat sogar schon mal gesagt, dass sie nicht glaubt, dass es auf Dauer mit ihm funktionieren würde. Aber sie könne ihr Herz eben nicht ignorieren. Ein bisschen verstehen kann ich das sogar...

Sie hat mich also um Zeit gebeten. Sie könne nicht sagen, wie lange es dauern würde, aber sie wäre sich sicher, dass ihr jetzt nur Zeit helfen kann. Und dass sie Angst hat, dass sie eine vorschnelle und falsche Entscheidung trifft, wenn ich ihr Druck mache.

Ich habe am Anfang lange geschwankt und überlegt, was ich jetzt tun soll. Soll ich Druck ausüben und ihr hart vor Augen führen, was sie verlieren kann? Soll ich ihr Ultimaten setzen? Die Kinder ins Boot holen, damit sie sieht, wie sie leiden? Sie zwingen, den Kontakt zu ihm abzubrechen?

Ich habe, auch weil ich solche Angst davor hab, dass die Kinder ein Trauma davontragen, mich dagegen entschieden. Ich habe mich dafür entschieden, ihrem Wunsch zu entsprechen. Ich gebe ihr also Zeit. Wir leben weiter unser Leben, haben den Kindern nix gesagt, und tun so, als wäre alles wie immer. Sie trifft sich ab und zu mit ihm, tagsüber, in meinem Wissen. Sie sagt, sie muss ihn treffen und zu begreifen, was sie wirklich will. Einzige Vereinbarung ist, dass es nicht körperlich werden darf. Ich leide natürlich sehr, gerade in diesen Stunden, aber auch sonst. Ich schlafe im Keller, sie nach wie vor in unserem Bett.

Warum mache ich das überhaupt mit? Nun, ab und zu gibt es gute Tage, an denen wir uns mehrfach umarmen. Dann spüre ich auch, dass sie auch etwas spürt dabei. Dass ich ihr nicht egal bin, dass zumindest ein Rest der Basis zwischen uns noch da ist. Sie stellt mir auch ab und zu in Aussicht, dass sie sich eine Zukunft mit mir und den Kindern auf jeden Fall vorstellen kann. Und dass sie auch voll mitziehen wird, wenn diese Sache durchgestanden ist. Manchmal hab ich richtig Hoffnung.

Aber dann schreibt sie wieder mit ihm. Unendlich viel. Abends manchmal stundenlang. Ich weiß nicht worüber man so lang schreiben kann. Ich habe sie gebeten, das mir zuliebe wenigstens in meinem Beisein zu lassen... aber sie sagt, sie könne nicht anders und ich solle ihr keinen Druck machen... immer und immer wieder dieses Totschlagargument... bloß kein Druck. Sie sagt, sie weiß, dass das sehr schwer ist für mich, und dass sie mich andersrum schon längst rausgeworfen hätte, aber sie könne nun mal nicht anders. Wenn sie nicht mit ihm kommuniziert, wird sie unglücklich, sagt sie.

Ich versuche ihr manchmal klarzumachen, dass sie einer Illusion hinterher rennt. Dass dieses viele Geschreibe nicht das reale Leben ist. Aber sie ist süchtig danach. Manchmal geht sie abends auch noch ne Stunde mit ihm telefonieren, draußen beim Spazieren. Sie sagt es mir knapp und ist dann weg.

Ich sitze dann im Haus und bringe die Kinder ins Bett und frage mich, warum ich das eigentlich mit mache. Und ob sie mich von vorn bis hinten verarscht...
Aber dann gibt es immer wieder diese Momente, in denen ich spüre, dass sie mich nicht loslassen kann. Dass sie zweifelt. Dass es noch Hoffnung gibt. Und daran klammere ich mich so fest. Und ertrage dann so einiges...

Mir geht es sehr schlecht, ihr geht es augenscheinlich deutlich besser. Sie ist auch manchmal nachdenklich und so, aber ich habe das Gefühl, sie genießt, dass ich einigermaßen still halte und sie gleichzeitig relativ frei ist, was den Typen angeht. Mich macht das wahnsinnig und wütend, aber ich beiße mir auf die Zunge...

Ich hänge wirklich extrem an ihr und meiner Familie. Ich will alles dafür tun, um das zu erhalten. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass sie zur Zeit nicht sie selbst ist, und dass sie es eines Tages bitter bereuen würde, wenn sie uns jetzt verlässt. Davor will ich sie und uns bewahren. Ich bin auch ein Stück weit fatalistisch: Ich sage mir, ich will sie unbedingt erhalten, und wenn das nicht gelingt, dann wird sowieso alles schrecklich und dann sind paar Wochen/Monate Quälerei, die ich derzeit ertrage, im Großen und Ganzen auch nicht mehr so wild...

Wir waren schon bei der Paartherapie (sie war auch relativ bereitwillig, mitzukommen) und haben bald unseren nächsten Termin. Die erste Sitzung war gut, wenn auch noch relativ oberflächlich. Die Therapeuthin hat angeregt, dass wir mal zu zweit verreisen, uns eine Weile lang nur auf uns konzentrieren. Das wollte sie überhaupt nicht, sie glaubt, man könne "Nähe nicht durch Nähe erzeugen." Dann hat die Therapeuthin alternativ vorgeschlagen, dass sie mal alleine ne Woche verreist, um in sich zu gehen. Das konnte sie sich schon eher vorstellen, ich unterstütze sie auch sehr bei dieser Idee, aber so richtig will sie es nicht. Ich frage sie immer mal wieder, ob sie vielleicht bald sowas machen will, ob sie ein schönes Hotel suchen will. Aber sie wirkt da relativ halbherzig.

Und so ist meine große Befürchtung, dass dieser komische Wartestatus noch sehr lange Bestand hat. Die Sache ist jetzt 5 Wochen her und gefühlt sind wir keinen einzigen Schritt weitergekommen. Wir haben unseren Alltag, gehen beide arbeiten, kümmern uns um die Jungs. Sie trifft sich ab und zu mit ihm und schreibt sich ständig mit ihm. Nach innen ist schwer zu ertragen, und nach außen auf Dauer die heile Weilt zu spielen, natürlich auch.

Und es ist einfach nicht absehbar, wie sich die Situation ändern soll. Mache ich ihr Druck, schreckt sie sofort zurück und "droht" (unausgesprochen) damit, dass jeglicher Druck sie wegscheuchen würde. Also gebe ich klein bei und spiele mit. Bin der liebe Papa und ihr Mann, ohne ihr irgendwelchen Druck zu machen. Es ist absurd und demütigend, aber ich habe solche Angst... auch davor, irgendwann zu erkennen, dass ich ohne die Frau, die ich so liebe, auf Dauer besser dran bin...

Vielen Dank, dass du tatsächlich bis hier gelesen hast! Ich weiß gar nicht, was ich genau für einen Rat hören will. Vielleicht kennt jemand so eine seltsame "Unentschlossenheits-Situation" ja und kann berichten, was da helfen kann. Danke!

"Aber sie sagt eben, ihr Herz wäre verwirrt. Ihr Herz zieht sie zum anderen. Sie sagt auch, dass ihr vollkommen klar ist, dass sie nur die angenehmen Seiten von ihm kennt. Sie hat sogar schon mal gesagt, dass sie nicht glaubt, dass es auf Dauer mit ihm funktionieren würde. Aber sie könne ihr Herz eben nicht ignorieren. Ein bisschen verstehen kann ich das sogar..."

ok... dann schick sie zu ihm!

aber nicht für nen netten nachmittag mit kaffee und kuchen oder mehr (du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die sich nur zum reden treffen... )

sondern mal für ein paar wochen!

und dann soll sie sich entscheiden, und zwar endgültig und für immer!

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8. September um 18:17
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Ich finde es fast gruselig, wie sehr Du Dich verbiegst.
Du bist völlig von Angst regiert, lässt sie den anderen auf Herz und Nieren testen, damit sie sich dann frei entscheiden kann.

Sie muss doch Null Angst haben, Dich zu verlieren.
Du machst Dich klein und damit völlig unattraktiv.

Ich würde ihr ganz klare Grenzen setzen, weil es DICH verletzt:
- kein Geschreibe in Deiner Anwesenheit
- sie hat im Ehebett nichts mehr zu suchen
- kein Treffen mit ihm

Warum sind IHRE Gefühle wichtiger als DEINE?
Warum machst Du das mit?
Glaubst Du wirklich , dass sie eher bleibt, wenn Du ihr so umfänglichen Kontakt zu ihm gestattest?
Grundsätzlich kannst Du ihr natürlich nichts verbieten, aber wenn sie Deine Grenzen überschreitet, musst DU Schluss machen.
Dreh den Spiess um. SIE muss Angst haben, dass sie DICH verliert.

"Dreh den Spiess um. SIE muss Angst haben, dass sie DICH verliert."

genau so!

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8. September um 18:37

Boar ey. Ich glaube nicht, dass die sich nur auf einen Kaffee treffen - nicht 5 Wochen lang. Und wenn es da nicht kräftig prickeln würde im Bett, dann wäre sie doch schon längst voll und ganz zu Dir zurückgekehrt. 

Alleine verreisen will sie nicht, weil sie weiß, dass sie dann höchstwahrscheinlich den anderen Mann dazuholen würde, und das will sie Dir schließlich doch nicht antun.

Ehrlich, schon dieses 'Bitte, schau', kontrollier' doch mein Handy", und dann alles in einer anderen App - da könnte ich kotzen! Das ist eine miese Tour, echte emotionale Manipulation.

Und nichts anderes als Dich manipulieren macht sie momentan. Willst Du, dass der andere sie letztendlich abserviert und sie kommt dann räumütig zurück zu Dir - wird Dir aber erzählen, dass sie es war, die sich endlich entschieden hat, und in ein, zwei Jahren habt Ihr den gleichen Quatsch.

Trenn' Dich. Vielleicht ist es das, was sie wachrütteln wird, denn anders, denke ich, wird das nicht passieren, und wer weiß, vielleicht könnt Ihr dann noch etwas kitten - wenn sie merken kann, was sie eigentlich verliert. Momentan bist Du, ist ihre Familie ihr herzlich wenig wert.

Und bitte hör' auf, die Schuld bei Dir zu suchen, in der Wohnsituation mit Deinen Eltern oder sonst was. 

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8. September um 18:55
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Ich finde es fast gruselig, wie sehr Du Dich verbiegst.
Du bist völlig von Angst regiert, lässt sie den anderen auf Herz und Nieren testen, damit sie sich dann frei entscheiden kann.

Sie muss doch Null Angst haben, Dich zu verlieren.
Du machst Dich klein und damit völlig unattraktiv.

Ich würde ihr ganz klare Grenzen setzen, weil es DICH verletzt:
- kein Geschreibe in Deiner Anwesenheit
- sie hat im Ehebett nichts mehr zu suchen
- kein Treffen mit ihm

Warum sind IHRE Gefühle wichtiger als DEINE?
Warum machst Du das mit?
Glaubst Du wirklich , dass sie eher bleibt, wenn Du ihr so umfänglichen Kontakt zu ihm gestattest?
Grundsätzlich kannst Du ihr natürlich nichts verbieten, aber wenn sie Deine Grenzen überschreitet, musst DU Schluss machen.
Dreh den Spiess um. SIE muss Angst haben, dass sie DICH verliert.

Ich danke dir für die klare Ansage, vermutlich brauche ich sowas. Ich weiß auch, dass ich schwach wirke und das irgendwie nicht gut sein kann. Aber sie ist derzeit emotional so instabil und neigt eben (schon immer) dazu, spontane Übersprungshandlungen zu machen, wenn sie in die Enge getrieben wird.

Heißt: Ich hab solche Angst, dass sie völlig zumacht und mit Schimpf und Schande verschwindet, wenn ich ihr Druck mache. Und dann zu trotzig und zu stolz ist, zu mir zurück zu kommen.

Aber vermutlich hast du Recht, und sie nutzt nur aus, dass ich so gut mitspiele...

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8. September um 18:57
In Antwort auf batweazel

"Aber sie sagt eben, ihr Herz wäre verwirrt. Ihr Herz zieht sie zum anderen. Sie sagt auch, dass ihr vollkommen klar ist, dass sie nur die angenehmen Seiten von ihm kennt. Sie hat sogar schon mal gesagt, dass sie nicht glaubt, dass es auf Dauer mit ihm funktionieren würde. Aber sie könne ihr Herz eben nicht ignorieren. Ein bisschen verstehen kann ich das sogar..."

ok... dann schick sie zu ihm!

aber nicht für nen netten nachmittag mit kaffee und kuchen oder mehr (du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die sich nur zum reden treffen... )

sondern mal für ein paar wochen!

und dann soll sie sich entscheiden, und zwar endgültig und für immer!

Vielleicht würde das helfen, ja. Aber er ist ja auch (noch) nicht frei, seine Freundin weiß wohl derzeit nur die Hälfte und er packt nicht richtig aus. Er zögert. Hat nicht mal den Arsch in der Hose, reinen Tisch zu machen.

Und vielleicht zögert meine Frau wohl auch...

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8. September um 19:00
In Antwort auf nike

Boar ey. Ich glaube nicht, dass die sich nur auf einen Kaffee treffen - nicht 5 Wochen lang. Und wenn es da nicht kräftig prickeln würde im Bett, dann wäre sie doch schon längst voll und ganz zu Dir zurückgekehrt. 

Alleine verreisen will sie nicht, weil sie weiß, dass sie dann höchstwahrscheinlich den anderen Mann dazuholen würde, und das will sie Dir schließlich doch nicht antun.

Ehrlich, schon dieses 'Bitte, schau', kontrollier' doch mein Handy", und dann alles in einer anderen App - da könnte ich kotzen! Das ist eine miese Tour, echte emotionale Manipulation.

Und nichts anderes als Dich manipulieren macht sie momentan. Willst Du, dass der andere sie letztendlich abserviert und sie kommt dann räumütig zurück zu Dir - wird Dir aber erzählen, dass sie es war, die sich endlich entschieden hat, und in ein, zwei Jahren habt Ihr den gleichen Quatsch.

Trenn' Dich. Vielleicht ist es das, was sie wachrütteln wird, denn anders, denke ich, wird das nicht passieren, und wer weiß, vielleicht könnt Ihr dann noch etwas kitten - wenn sie merken kann, was sie eigentlich verliert. Momentan bist Du, ist ihre Familie ihr herzlich wenig wert.

Und bitte hör' auf, die Schuld bei Dir zu suchen, in der Wohnsituation mit Deinen Eltern oder sonst was. 

Danke auch dir für die klaren Worte.

Ich weiß, dass ich wahrscheinlich härter sein müsste, aber ich halte ihr irgendwie noch zugute, dass sie derzeit nicht sie selbst ist. Sie ist aus einer Überforderungssituation heraus emotional überlastet. Deshalb gebe ich ihr noch einige Zeit, um von allein klar zu werden. Ziemlich naiv vielleicht, ja....

Ich habe noch zu viel Angst davor, mit einer Trennung die Bande zwischen uns endgültig zu zerschneiden...
Vermutlich bin ich auch nicht ich selbst.

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8. September um 19:05
In Antwort auf jk1

Ich danke dir für die klare Ansage, vermutlich brauche ich sowas. Ich weiß auch, dass ich schwach wirke und das irgendwie nicht gut sein kann. Aber sie ist derzeit emotional so instabil und neigt eben (schon immer) dazu, spontane Übersprungshandlungen zu machen, wenn sie in die Enge getrieben wird.

Heißt: Ich hab solche Angst, dass sie völlig zumacht und mit Schimpf und Schande verschwindet, wenn ich ihr Druck mache. Und dann zu trotzig und zu stolz ist, zu mir zurück zu kommen.

Aber vermutlich hast du Recht, und sie nutzt nur aus, dass ich so gut mitspiele...

Keinen Druck, aber Grenzen setzen. Für DICH selber aus Eigenschutz.

Spinn das doch mal weiter:
Sie testet den Typen gerade auf Herz und Nieren (eher andere Körperteile) und wenn Du glaubst, dass Die echt nur Kaffee trinken, bist Du völlig naiv.
Deine Frau belügt Dich seit langem, warum nicht auch da.

Sie kann es ja auch machen, weil Du keine Konsequenzen ziehst.

Du lässt Dich demütigen.

Entweder verlässt sie Dich bald oder kommt wieder zurück zu Dir.
Aber was hat sie dann für ein Bild von Dir? Sie hat einen Angsthasen zu Hause, dem man nach belieben auf der Nase rumtanzen kann, der sie zum Lover fahren und WA schreiben lässt, während Du neben ihr sitzt.

Deine Anziehungskraft ist dann völlig im Eimer.
Sie kann Dich dann nicht mehr als "richtigen Mann" ansehen.
Mehr als eine Eltern-WG mit gelegentlichem Gefälligkeitssex für Dich wird es dann nicht mehr geben.
 

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8. September um 19:06
In Antwort auf nasowas

Wahnsinn was sie für Ausreden hat

es tut es leid dass du es so erfahren hast....
sie hat es eigentlich nur gemacht weil ihr euch auseinander gelebt habt.... 

ihre Entscheidung wird genauso lange dauern bis sie weiß ob er fix was von ihr will oder nicht ....
wenn nicht, dann bleibt sie natürlich im gemachten Nest

Diese Befürchtung habe ich natürlich auch, und sie bringt mich um den Schlaf.

Wenn es so kommt, dass er sie fallen lässt, werde ich versuchen, ganz genau zu prüfen ob es noch Sinn macht mit uns. Ich klammere mich halt an die vielen Jahre, die wir so gut miteinander verbracht haben. Es kann doch nicht sein, dass das alles für immer vorbei ist. Nach einer einzigen schweren Krise? Es muss möglich sein, gestärkt daraus hervor zu gehen... aber natürlich nur, wenn sie es auch wirklich will.

Aber so weit sind wir noch lange nicht, leider.

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8. September um 19:09
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Keinen Druck, aber Grenzen setzen. Für DICH selber aus Eigenschutz.

Spinn das doch mal weiter:
Sie testet den Typen gerade auf Herz und Nieren (eher andere Körperteile) und wenn Du glaubst, dass Die echt nur Kaffee trinken, bist Du völlig naiv.
Deine Frau belügt Dich seit langem, warum nicht auch da.

Sie kann es ja auch machen, weil Du keine Konsequenzen ziehst.

Du lässt Dich demütigen.

Entweder verlässt sie Dich bald oder kommt wieder zurück zu Dir.
Aber was hat sie dann für ein Bild von Dir? Sie hat einen Angsthasen zu Hause, dem man nach belieben auf der Nase rumtanzen kann, der sie zum Lover fahren und WA schreiben lässt, während Du neben ihr sitzt.

Deine Anziehungskraft ist dann völlig im Eimer.
Sie kann Dich dann nicht mehr als "richtigen Mann" ansehen.
Mehr als eine Eltern-WG mit gelegentlichem Gefälligkeitssex für Dich wird es dann nicht mehr geben.
 

Ich verstehe, was du meinst.

Ich bin überzeugt davon, dass sie mich verlassen wird, wenn ich ihr verbiete, sich mit ihm zu treffen. Und davor schrecke ich einfach zurück, ich kann nicht anders. Zumindest noch. Aber vielleicht hast du Recht und das ist das der einzige Weg, wie ich auch mein Bild bei ihr irgendwie retten kann...

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8. September um 19:10
In Antwort auf jk1

Danke auch dir für die klaren Worte.

Ich weiß, dass ich wahrscheinlich härter sein müsste, aber ich halte ihr irgendwie noch zugute, dass sie derzeit nicht sie selbst ist. Sie ist aus einer Überforderungssituation heraus emotional überlastet. Deshalb gebe ich ihr noch einige Zeit, um von allein klar zu werden. Ziemlich naiv vielleicht, ja....

Ich habe noch zu viel Angst davor, mit einer Trennung die Bande zwischen uns endgültig zu zerschneiden...
Vermutlich bin ich auch nicht ich selbst.

"Ich weiß, dass ich wahrscheinlich härter sein müsste, aber ich halte ihr irgendwie noch zugute, dass sie derzeit nicht sie selbst ist. Sie ist aus einer Überforderungssituation heraus emotional überlastet."

Umso wichtiger, dass DU ihr Stabilität zeigst, der Leuchtturm bist.
Derzeit bist Du aber das völlige Gegenteil.

Du machst Eindruck, wenn Du zu Deinen Prinzipien stehst.

Hat die Therapeutin gesagt, wie Du Dich verhalten sollst?

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8. September um 19:10
In Antwort auf jk1

Danke auch dir für die klaren Worte.

Ich weiß, dass ich wahrscheinlich härter sein müsste, aber ich halte ihr irgendwie noch zugute, dass sie derzeit nicht sie selbst ist. Sie ist aus einer Überforderungssituation heraus emotional überlastet. Deshalb gebe ich ihr noch einige Zeit, um von allein klar zu werden. Ziemlich naiv vielleicht, ja....

Ich habe noch zu viel Angst davor, mit einer Trennung die Bande zwischen uns endgültig zu zerschneiden...
Vermutlich bin ich auch nicht ich selbst.

Gib' ihr mehr Freiraum - sag' ihr, um Dich selbst zu schützen, möchtest Du eine Trennung, in der sie sich klar werden kann, was sie will. Da kann sie Dir nicht vorwerfen, Druck aufzubauen.

Angst, denke ich, hast Du aber dann davor, dass, wenn Du aus ihren Augen bist, sie erst recht etwas mit dem Neuen anfängt - aber darauf sollte keine Beziehung fußen, oder? Wie lautet der Spruch - "Was man liebt, lässt man gehen. Kommt es zu einem zurück, gehört es einem für immer."? Stimmt vielleicht in dem Fall. Ich würde da die Pistole auf die Brust setzen, und nicht, weil Du ein böse Erpresser bist, sondern weil die Situation untragbar und demütigend für Dich ist.

Ich denke nicht, dass Du so sehr lange weitermachen kannst, und es ist erniedrigend, was sie mit Dir tut und Du solltest wenigstens dafür sorgen, dass sie Dich weiterhin respektiert. 

Und etwas, was Du bedenken musst - bei den beiden hat sich schon eine ganz eigene Dynamik entwickelt, wahrscheinlich so etwas Loyalität. Die beiden sind zusammen wahrscheinlich echt fröhlich miteinander. Er wird nur einfach noch nicht von seiner Freundin los sein (vielleicht hat er das auch gar nicht vor), und so lange genießt sie noch das Nest mit Dir und den Kindern, schließlich lässt Du sie ja auch schreiben, telefonieren, wegen Treffen muss sie nicht einmal lügen...Was denkst Du, was die beiden sich so schreiben? Denkst Du, sie reden darüber, wie Leid ihnen ihre respektiven Partner tun? Ganz sicher nicht. Da werden Gefühle und wahrscheinlich auch schon Erinnerungen ausgetauscht ("Weißt Du noch, als wir..." und Vorstellungen kommuniziert, wie wunderschön die Zukunft sein kann.

Du musst das unterbinden, so oder so. Das bist Du Dir als Mensch schuldig. 

Und ein Edit zu meiner ersten Antwort: reumütig. Sehr peinlich. Ist schon spät hier bei mir.

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8. September um 19:28
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

"Ich weiß, dass ich wahrscheinlich härter sein müsste, aber ich halte ihr irgendwie noch zugute, dass sie derzeit nicht sie selbst ist. Sie ist aus einer Überforderungssituation heraus emotional überlastet."

Umso wichtiger, dass DU ihr Stabilität zeigst, der Leuchtturm bist.
Derzeit bist Du aber das völlige Gegenteil.

Du machst Eindruck, wenn Du zu Deinen Prinzipien stehst.

Hat die Therapeutin gesagt, wie Du Dich verhalten sollst?

Die Theapeutin hat uns geraten, uns jeweils Freiraum zu geben, und jeweils auf uns selbst zu achten. Sie meint, es wird nicht besser, wenn man aufeinander hängt, sondern jeder soll für sich stark sein.

Wir praktizieren das derzeit auch, so gut es geht. Jeder von uns macht alle 1-2 Tage was eigenes abends, oder auch mal am Wochenende.

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8. September um 19:30
In Antwort auf nike

Gib' ihr mehr Freiraum - sag' ihr, um Dich selbst zu schützen, möchtest Du eine Trennung, in der sie sich klar werden kann, was sie will. Da kann sie Dir nicht vorwerfen, Druck aufzubauen.

Angst, denke ich, hast Du aber dann davor, dass, wenn Du aus ihren Augen bist, sie erst recht etwas mit dem Neuen anfängt - aber darauf sollte keine Beziehung fußen, oder? Wie lautet der Spruch - "Was man liebt, lässt man gehen. Kommt es zu einem zurück, gehört es einem für immer."? Stimmt vielleicht in dem Fall. Ich würde da die Pistole auf die Brust setzen, und nicht, weil Du ein böse Erpresser bist, sondern weil die Situation untragbar und demütigend für Dich ist.

Ich denke nicht, dass Du so sehr lange weitermachen kannst, und es ist erniedrigend, was sie mit Dir tut und Du solltest wenigstens dafür sorgen, dass sie Dich weiterhin respektiert. 

Und etwas, was Du bedenken musst - bei den beiden hat sich schon eine ganz eigene Dynamik entwickelt, wahrscheinlich so etwas Loyalität. Die beiden sind zusammen wahrscheinlich echt fröhlich miteinander. Er wird nur einfach noch nicht von seiner Freundin los sein (vielleicht hat er das auch gar nicht vor), und so lange genießt sie noch das Nest mit Dir und den Kindern, schließlich lässt Du sie ja auch schreiben, telefonieren, wegen Treffen muss sie nicht einmal lügen...Was denkst Du, was die beiden sich so schreiben? Denkst Du, sie reden darüber, wie Leid ihnen ihre respektiven Partner tun? Ganz sicher nicht. Da werden Gefühle und wahrscheinlich auch schon Erinnerungen ausgetauscht ("Weißt Du noch, als wir..." und Vorstellungen kommuniziert, wie wunderschön die Zukunft sein kann.

Du musst das unterbinden, so oder so. Das bist Du Dir als Mensch schuldig. 

Und ein Edit zu meiner ersten Antwort: reumütig. Sehr peinlich. Ist schon spät hier bei mir.

Du hast Recht. Ich muss Stärke zeigen, auch wenn es mir schwer fällt. Und auch wenn es bedeutet, dass wir uns erstmal trennen.

Ich warte noch die zweite Sitzung bei der Paartherapie ab. Wenn es danach keinen Schritt in irgendeine Richtung geht, setz ich ihr die Pistole auf die Brust.

Dann ist nur noch die Frage, wie die Trennung praktisch aussieht. Sie muss ja dann schnell eine Wohnung suchen. Mal sehen, wie schnell das gehen kann...

Ich danke dir sehr!

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8. September um 19:39
In Antwort auf jk1

Die Theapeutin hat uns geraten, uns jeweils Freiraum zu geben, und jeweils auf uns selbst zu achten. Sie meint, es wird nicht besser, wenn man aufeinander hängt, sondern jeder soll für sich stark sein.

Wir praktizieren das derzeit auch, so gut es geht. Jeder von uns macht alle 1-2 Tage was eigenes abends, oder auch mal am Wochenende.

"Sie meint, es wird nicht besser, wenn man aufeinander hängt, sondern jeder soll für sich stark sein."

Sorry, Du bist aber nicht stark im Moment.

Und das aufeinanderhängen nichts bringt ist klar, weil sie gedanklich völlig bei dem anderen ist...

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8. September um 19:42
In Antwort auf jk1

Du hast Recht. Ich muss Stärke zeigen, auch wenn es mir schwer fällt. Und auch wenn es bedeutet, dass wir uns erstmal trennen.

Ich warte noch die zweite Sitzung bei der Paartherapie ab. Wenn es danach keinen Schritt in irgendeine Richtung geht, setz ich ihr die Pistole auf die Brust.

Dann ist nur noch die Frage, wie die Trennung praktisch aussieht. Sie muss ja dann schnell eine Wohnung suchen. Mal sehen, wie schnell das gehen kann...

Ich danke dir sehr!

Kann sie nicht zu Verwandten oder Freundinnen?

Wann ist die Sitzung?

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8. September um 19:51
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Kann sie nicht zu Verwandten oder Freundinnen?

Wann ist die Sitzung?

Am Dienstag.

Sie könnte zu ihrer Mutter vielleicht. Aber das bedeutet eben auch, dass die Kids ohne ihre Mutter auskommen müssen, auf unbestimmte Zeit. Das würde mir auch sehr weh tun, und das ist auch nicht einfach den Kindern zu kommunizieren... aber vermutlich geht es nicht anders.

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8. September um 20:27
In Antwort auf jk1

Am Dienstag.

Sie könnte zu ihrer Mutter vielleicht. Aber das bedeutet eben auch, dass die Kids ohne ihre Mutter auskommen müssen, auf unbestimmte Zeit. Das würde mir auch sehr weh tun, und das ist auch nicht einfach den Kindern zu kommunizieren... aber vermutlich geht es nicht anders.

Auf die Gefahr, mich zu wiederholen:

Wenn Du Dich weiter so verhältst, werden die Kinder eh bald getrennte Eltern haben.

Wenn Du lernst, Grenzen zu setzen, kann Dir auch niemand eine Garantie geben, insbesondere, weil sie Schmetterlinge für den anderen hat.
Das wird inzwischen eh schwierig...

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8. September um 21:16

Ich hab soeben Nägel mit Köpfen gemacht und ihr gesagt, dass ich möchte dass sie auszieht, weil ich sonst kaputt gehe und sie dann den Freiraum hat um sich klar zu werden, was sie will. Sie war ziemlich überrumpelt und hat dann nicht mehr viel gesagt.

Es war ein schweres Gespräch, aber irgendwie fühl ich mich jetzt etwas erleichtert. Ich danke euch sehr für euren Rat. Es fühlt sich gut an, auch mal in der Offensive und nicht nur in der Defensive zu sein.

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8. September um 21:40
In Antwort auf jk1

Ich hab soeben Nägel mit Köpfen gemacht und ihr gesagt, dass ich möchte dass sie auszieht, weil ich sonst kaputt gehe und sie dann den Freiraum hat um sich klar zu werden, was sie will. Sie war ziemlich überrumpelt und hat dann nicht mehr viel gesagt.

Es war ein schweres Gespräch, aber irgendwie fühl ich mich jetzt etwas erleichtert. Ich danke euch sehr für euren Rat. Es fühlt sich gut an, auch mal in der Offensive und nicht nur in der Defensive zu sein.

Bravo. Das ging jetzt ja schnell...

Du wirst sehen, dass jetzt Dynamik in die Sache kommt.
In welche Richtung auch immer. Aber das ist besser, als monatelanges Rumgeiere

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8. September um 21:57
In Antwort auf nike

Gib' ihr mehr Freiraum - sag' ihr, um Dich selbst zu schützen, möchtest Du eine Trennung, in der sie sich klar werden kann, was sie will. Da kann sie Dir nicht vorwerfen, Druck aufzubauen.

Angst, denke ich, hast Du aber dann davor, dass, wenn Du aus ihren Augen bist, sie erst recht etwas mit dem Neuen anfängt - aber darauf sollte keine Beziehung fußen, oder? Wie lautet der Spruch - "Was man liebt, lässt man gehen. Kommt es zu einem zurück, gehört es einem für immer."? Stimmt vielleicht in dem Fall. Ich würde da die Pistole auf die Brust setzen, und nicht, weil Du ein böse Erpresser bist, sondern weil die Situation untragbar und demütigend für Dich ist.

Ich denke nicht, dass Du so sehr lange weitermachen kannst, und es ist erniedrigend, was sie mit Dir tut und Du solltest wenigstens dafür sorgen, dass sie Dich weiterhin respektiert. 

Und etwas, was Du bedenken musst - bei den beiden hat sich schon eine ganz eigene Dynamik entwickelt, wahrscheinlich so etwas Loyalität. Die beiden sind zusammen wahrscheinlich echt fröhlich miteinander. Er wird nur einfach noch nicht von seiner Freundin los sein (vielleicht hat er das auch gar nicht vor), und so lange genießt sie noch das Nest mit Dir und den Kindern, schließlich lässt Du sie ja auch schreiben, telefonieren, wegen Treffen muss sie nicht einmal lügen...Was denkst Du, was die beiden sich so schreiben? Denkst Du, sie reden darüber, wie Leid ihnen ihre respektiven Partner tun? Ganz sicher nicht. Da werden Gefühle und wahrscheinlich auch schon Erinnerungen ausgetauscht ("Weißt Du noch, als wir..." und Vorstellungen kommuniziert, wie wunderschön die Zukunft sein kann.

Du musst das unterbinden, so oder so. Das bist Du Dir als Mensch schuldig. 

Und ein Edit zu meiner ersten Antwort: reumütig. Sehr peinlich. Ist schon spät hier bei mir.

Das hast Du gut geschrieben Nike

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8. September um 22:32
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Bravo. Das ging jetzt ja schnell...

Du wirst sehen, dass jetzt Dynamik in die Sache kommt.
In welche Richtung auch immer. Aber das ist besser, als monatelanges Rumgeiere

Gut gemacht!

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8. September um 22:45

Kann mich anschließen. Im englischen würde man sagen "grow some balls" und das hast du gemacht. Eine klare Ansage war offenbar nötig und du warst mutig genug das zu liefern. So blöd sich das anhört: genau sowas ist attraktiv für (uns) Frauen und das rechtfertigt nichts von dem, was sie getan hat, aber könnte dazu beitragen sie wieder zurück auf den richtigen Weg zu bringen. Und hier musst du dich selbst einfach Mal nach vorne stellen. Sie hat dich und die Situation echt ausgenutzt. Die Konsequenzen, die du gezogen hast, waren die einzig richtigen.

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9. September um 8:07
In Antwort auf jk1

Ich hab soeben Nägel mit Köpfen gemacht und ihr gesagt, dass ich möchte dass sie auszieht, weil ich sonst kaputt gehe und sie dann den Freiraum hat um sich klar zu werden, was sie will. Sie war ziemlich überrumpelt und hat dann nicht mehr viel gesagt.

Es war ein schweres Gespräch, aber irgendwie fühl ich mich jetzt etwas erleichtert. Ich danke euch sehr für euren Rat. Es fühlt sich gut an, auch mal in der Offensive und nicht nur in der Defensive zu sein.

"Ich hab soeben Nägel mit Köpfen gemacht und ihr gesagt, dass ich möchte dass sie auszieht, weil ich sonst kaputt gehe und sie dann den Freiraum hat um sich klar zu werden, was sie will. Sie war ziemlich überrumpelt und hat dann nicht mehr viel gesagt.Es war ein schweres Gespräch, aber irgendwie fühl ich mich jetzt etwas erleichtert. Ich danke euch sehr für euren Rat. Es fühlt sich gut an, auch mal in der Offensive und nicht nur in der Defensive zu sein."

Ganz ehrlich? Du hast das einzig richtige gemacht. Und du solltest noch mehr tun und dich endgültig trennen. Kein Zurück mehr. Mir ist auch absolut schleierhaft, warum hier einige Leute zu Therapien und Aussprachen raten. Sie hat sich entschieden dich zu entsorgen und hat dann eine Hinhaltetaktik genutzt. 

Halten wir uns mal vor Augen was passiert ist:
1. Deine Frau hat dich hintergangen und dreist belogen. Sie hat sich so sicher gefühlt, dass sie dir das Handy in die Hand gedrückt hat. Das ist so armselig. 
2. Sie hat dich betrogen. Du weißt es. Du bist quasi die üblere Version von meinem "Problem". Ich kann dich wirklich verstehen. Da muss man wirklich sagen: Dieses verdammte Herz! Man kann das Vertrauen nicht wiederherstellen, in meinen Augen. Einmal Betrüger(in), immer Betrüger(in).
3. Sie hätte ewig so weiter gemacht, ganz sicher! Du musst eine Sache wirklich verstehen und verinnerlichen: Dich trifft keine Schuld. Du hast sie nicht in die Arme des Anderen getrieben. Sie hat es sich selbst so ausgesucht. Sie hat eure Familie kaputt gemacht, nicht du. Die Situation hast du zu Beginn völlig richtig erkannt. Eine souveräne Partnerin hätte das Gespräch gesucht. 

Auch wenn es unglaublich schmerzhaft und bitter ist, wiederhole für dich Punkt 2 immer und immer wieder. Da wird keine Paartherapie helfen und nichts. Sie hat es getan, Ende der Geschichte. Und sie wird es wieder tun, wenn ihr langweilig wird oder ein gut aussehender/charismatischer Typ in greifbarer Nähe ist. Menschen ändern sich in dem Alter nicht mehr. Das kennt jeder aus dem (erweiterten) Freundes-/Bekanntenkreis. 
Bleib hart, dann hast du ein Ende mit Schrecken und kannst irgendwann nach vorne sehen und eine neue Partinerin kennenlernen, die nicht fremdgeht, weil die neue Staffel Greys Anathomy noch nicht erschienen ist und sie Langeweile schiebt.

Ich wünsche dir Alles Gute für die Zukunft. Du warst ein guter Mann und bist bestimmt ein toller Vater. Lass dir das nicht von dieser Eiskönigin kaputt machen/reden. Sie ist nicht mehr der Mensch, in den du dich verliebt hast. Je eher du das verstehst, desto besser für dich.

LG

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9. September um 8:39
In Antwort auf adam_jensen

"Ich hab soeben Nägel mit Köpfen gemacht und ihr gesagt, dass ich möchte dass sie auszieht, weil ich sonst kaputt gehe und sie dann den Freiraum hat um sich klar zu werden, was sie will. Sie war ziemlich überrumpelt und hat dann nicht mehr viel gesagt.Es war ein schweres Gespräch, aber irgendwie fühl ich mich jetzt etwas erleichtert. Ich danke euch sehr für euren Rat. Es fühlt sich gut an, auch mal in der Offensive und nicht nur in der Defensive zu sein."

Ganz ehrlich? Du hast das einzig richtige gemacht. Und du solltest noch mehr tun und dich endgültig trennen. Kein Zurück mehr. Mir ist auch absolut schleierhaft, warum hier einige Leute zu Therapien und Aussprachen raten. Sie hat sich entschieden dich zu entsorgen und hat dann eine Hinhaltetaktik genutzt. 

Halten wir uns mal vor Augen was passiert ist:
1. Deine Frau hat dich hintergangen und dreist belogen. Sie hat sich so sicher gefühlt, dass sie dir das Handy in die Hand gedrückt hat. Das ist so armselig. 
2. Sie hat dich betrogen. Du weißt es. Du bist quasi die üblere Version von meinem "Problem". Ich kann dich wirklich verstehen. Da muss man wirklich sagen: Dieses verdammte Herz! Man kann das Vertrauen nicht wiederherstellen, in meinen Augen. Einmal Betrüger(in), immer Betrüger(in).
3. Sie hätte ewig so weiter gemacht, ganz sicher! Du musst eine Sache wirklich verstehen und verinnerlichen: Dich trifft keine Schuld. Du hast sie nicht in die Arme des Anderen getrieben. Sie hat es sich selbst so ausgesucht. Sie hat eure Familie kaputt gemacht, nicht du. Die Situation hast du zu Beginn völlig richtig erkannt. Eine souveräne Partnerin hätte das Gespräch gesucht. 

Auch wenn es unglaublich schmerzhaft und bitter ist, wiederhole für dich Punkt 2 immer und immer wieder. Da wird keine Paartherapie helfen und nichts. Sie hat es getan, Ende der Geschichte. Und sie wird es wieder tun, wenn ihr langweilig wird oder ein gut aussehender/charismatischer Typ in greifbarer Nähe ist. Menschen ändern sich in dem Alter nicht mehr. Das kennt jeder aus dem (erweiterten) Freundes-/Bekanntenkreis. 
Bleib hart, dann hast du ein Ende mit Schrecken und kannst irgendwann nach vorne sehen und eine neue Partinerin kennenlernen, die nicht fremdgeht, weil die neue Staffel Greys Anathomy noch nicht erschienen ist und sie Langeweile schiebt.

Ich wünsche dir Alles Gute für die Zukunft. Du warst ein guter Mann und bist bestimmt ein toller Vater. Lass dir das nicht von dieser Eiskönigin kaputt machen/reden. Sie ist nicht mehr der Mensch, in den du dich verliebt hast. Je eher du das verstehst, desto besser für dich.

LG

Ich bin in einigen Punkten nicht Deiner Meinung:

"Sie hat sich entschieden dich zu entsorgen"

Wenn das so wäre,wäre sie schon weg.


"Einmal Betrüger(in), immer Betrüger(in)."

Das ist eine unzulässige Verallgemeinerung.


"Menschen ändern sich in dem Alter nicht mehr."

Menschen ändern sich im Verlaufe ihres Lebens immer wieder, natürlich auch im Alter

 

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9. September um 9:16

Das ist absolut in Ordnung. Ich akzeptiere natürlich andere Meinungen. 

Sie ist nur noch nicht weg, weil sie für sich abschätzt, wo sie besser fährt. Das geht gar nicht. Aus seinen Schilderungen entnehme ich, dass sie scheinbar eiskalt ist. Mit seiner Erlaubnis mit dem Anderen treffen/schreiben/usw.? Wirklich? Das darf doch wohl nicht wahr sein. 

Verallgemeinerung oder nicht. Ausnahmslos alle Fälle die mir persönlich bekannt sind, haben letztendlich zum Scheitern der Beziehungen geführt, da immer weiter betrogen wurde. Es haben sich immer neue Gründe gefunden, auch wenn nicht alle eine Therapie gemacht haben. 

Aber alleine, dass hier Leute dazu raten, dass er Kante zeigen soll, weil Selbstbewusstsein Frauen anspricht... Er soll also über ihre Missetaten hinwegsehen, sich selbst ändern bzw. Verhaltensweisen ändern, damit sie sich wieder zu ihm hingezogen fühlt und er sich zurücknehmen darf? 
Es ist eigentlich relativ einfach. Ich glaube als hoffnungsloser Romantiker noch an die Liebe. Und ich bin der Meinung, dass wenn man jemanden liebt, man es immer irgendwie hinbekommt. Ich sehe hier bloß keine Liebe mehr auf ihrer Seite. 

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9. September um 9:28
In Antwort auf jk1

Hallo ihr. Ich versuche, mich kurz zu fassen, auch wenn die Sache ziemlich kompliziert ist. (Spoiler: es wird mich nicht gelingen

Meine Frau und ich sind seit 14 Jahren zusammen, seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben zwei Kinder, 8 und 5.

Vor etwa 1,5 Jahren hat sie einen neuen Chef auf Arbeit bekommen. Ein charismatischer Typ, der auf sein Äußeres achtet, nur etwa 3 Jahre älter als sie. Sehr erfolgreich, smart, Anzugträger. Ich merkte sofort, dass sie einen Draht zueinander haben. Schon bald ging es los, dass sie sich über's Handy Nachrichten austauschten. Erst nur alle paar Tage mal, dann immer häufiger. Irgendwann fast täglich. Ich habe das am Rande immer mal mitbekommen, sie hat auch kein Geheimnis draus gemacht, dass sie sich schreiben. Aber immer nur über Nebensächlichkeiten, Musik und Essen und sowas.

Ich habe in den folgenden Monaten immer mal wieder "spaßig" mit kleinen Andeutungen bei ihr geprüft, ob er zu ner echten Gefahr werden könnte. Aber sie hat immer wieder verneint und mir versichert, dass es höchstens ne Freundschaft ist und ich mir keine Sorgen machen soll. Und sie mir ja immer sagen würde, wenn sie mit ihm redet und so lange das so ist, könnte's ja unmöglich was Gefährliches sein. Außerdem hätte er ja einen kleinen Bauch und sowas würde sie überhaupt nicht attraktiv finden. Trotzdem habe ich ihr vor ungefähr einem Jahr mal sehr eindringlich und ernsthaft gesagt, dass ich mir Sorgen mache und dass sie mir bitte sofort sagen soll, wenn zwischen uns etwas nicht passt. Und dass ich sofort bereit wäre, etwas zu ändern, wenn sie ein Problem sieht. Aber auch da wieder: Sie sagte, ich würde Gespenster sehen und sie hätte mir schon den Besten und so weiter. Außerdem hat der Typ ja einen kleinen Sohn (heute 2) und eine Freundin und deshalb würde auch von seiner Seite aus eine Affäre üüüberhaupt niemals zur Debatte stehen.

Sie hat mich also beruhigt, immer und immer wieder. Das, und die Tatsache dass der Typ selbst in festen Händen ist und eben den Sohn hat, hat mich dann einigermaßen beruhigt, obwohl ich immer so ein unwohles Gefühl hatte.

Tja, der aufmerksame Leser wird wissen, was als nächstes kommt.

Vor etwa fünf Wochen hat sie mir ihr Handy mit der geöffneten Chat-App gereicht und mich halb vorwurfsvoll angeguckt. Ihr Augen sagten sowas wie "kontrollier mich ruhig, du siehst Gespenster, ich hab nix zu verbergen!". Ich hab schnell geschaltet, die App geschlossen und nach ner anderen Chat-App gesucht, diese geöffnet und ZACK... mein Leben stellt sich binnen einer Sekunde auf den Kopf. Ich klicke die Unterhaltung mit ihm an, sehe lauter Herzen und... dann sieht sie mir an, was da vor sich geht und nimmt mir das Handy aus der Hand. Ich stell sie zur Rede und sie bricht in Tränen aus. Sagt, sie hätte es mir bald gesagt und es tue ihr so leid, dass ich es so erfahren muss...

Bisher passiert ist angeblich nur ein Kuss, weitere fünf Wochen zuvor. Ich hatte mich das letzte mal 3 Wochen nach dem Kuss bei ihr nach ihm erkundigt. Hatte sie gefragt, ob es was ernstes ist. Wieder die gleiche Antwort: "nein, nein, kontrollier mich nicht so! Ich erzähl dir doch alles!"...
Ob es wirklich nur ein Kuss war, würde ich gerne glauben, es fällt mir nur so schwer.

Als ich sie nach den Gründen fragte, meinte sie, dass sie seit etwa einem 3/4 Jahr das Gefühl hatte, dass wir uns auseinanderleben würden. Dass wir in verschiedene Richtungen gehen würden. Ich hatte dieses Gefühl überhaupt nicht, und habe es bis heute nicht. Ich war immer der Meinung, dass wir eine sehr stabile und innige Beziehung führen. Dass wir an einem Strang ziehen, was die Vorstellung vom Leben und von der Kindererziehung angeht. Dass wir gemeinsame Interessen haben, aber auch wertvolle Unterschiede. Dass wir uns einfach sehr gut ergänzen, ich als Kopfmensch und sie als Herzmensch. Wir hatten bis zu diesem Vorfall nicht eine einzige ernsthafte Krise in unserer Beziehung. Sicher, es gab auch mal 2-3 Wochen ohne große Leidenschaft oder so, aber ich war der Meinung, dass das normal ist und dass unser Fundament bombenfest steht. Anscheinend habe ich mich getäuscht, und war zu unaufmerksam.

Ein weiterer Grund, den sie angeführt hat, war der Alltagsstress. Sie hat meistens die Kinder abgeholt, meistens eingekauft und die Wäsche gemacht. Ich habe etwas mehr gearbeitet, aber nicht so sehr, dass ich gar keine Hilfe war. Sie sagt außerdem, dass ich ein großartiger Papa bin, der beste, den die Jungs sich wünschen können. Ob das stimmt, sei mal dahingestellt, aber ich gebe mir schon Mühe. Und ob dieser Satz so gut für meine Chancen bei ihr ist, bezweifle ich auch ein wenig...

Was ich einsehe, und was definitiv eine Besonderheit und große Belastung für sie war und ist, sind meine Eltern. Sie wohnen direkt nebenan bei uns und sind unsere Vermieter. Ich wusste schon immer, dass das nicht ideal ist, hab aber (genau wie sie) auch die großen Vorteile gesehen. Die Großeltern für die Enkel gleich nebenan, außerdem das große Haus mit dem großen Garten. Etwas dörflich zwar, dafür sehr behütet und ideal zum Aufwachsen für die Jungs. Die Situation wurde dramatisch verschlimmert, als meine Eltern wegen eines Unglücks in der eigenen Wohnung Anfang diesen Jahres für ein halbes Jahr zu uns ziehen mussten. Diese Zeiten war sehr anstrengend und aufreibend für die ganze Familie, und diese Zeit fällt genau mit der immer intensiveren Annäherung meiner Frau an diesen Typen zusammen...

Sicher, es wäre zu einfach, alles auf diese Sondersituation zu schieben. Und ich bin auch bereit, mich selbst zu hinterfragen. Aber ich glaube schon, dass meine Eltern einen großen Teil ihres "Unwohlseins" ausgemacht haben (und immer noch ausmachen). Sie sagt, sie empfindet eine immer größer werdende Enge, ihr würde die Luft zum Atmen fehlen. Das verstehe ich gut, und dass ich das so lange nicht ernst genug genommen habe, bereue ich sehr.

Andererseits finde ich es so unfassbar schlimm, dass sie nie mit diesen Sorgen und Nöten zu mir gekommen ist. Sie hat zwar immer mal gesagt, dass ihr mein Vater auf die Nerven geht, aber dass es so schlimm ist, dass sie am liebsten ausziehen will, hat sie nie offen angesprochen. Im Gegenteil, sie hat alle weiteren Pläne (Urlaub mit meinen Eltern, Wohnungsausbau) mitgetragen, über viele Jahre hinweg. Wenn sie mich, was man in einer Ehe doch erwarten kann, mal beiseite genommen und in Ruhe angesprochen hätte, hätten wir definitiv eine Lösung gefunden. Ich hätte mich immer für meine Frau entschieden, egal um was es geht. Das tue ich heute noch.

Außerdem hat sie das Thema, dass aus der Freundschaft mit ihrem Kollegen (mittlerweile nicht mehr ihr Chef, sondern nach oben versetzt) immer mehr wurde, ausschließlich mit sich selbst ausgemacht. Ich meine, es kann ja mal passieren, dass man sich aus einer Ehe heraus in einen andern verguckt. Davor ist wahrscheinlich niemand geschützt. Aber wenn ich spüre, dass sowas im Anmarsch ist, und mir wirklich was an meinem Mann und meiner Familie liegt, dann spreche ich das doch an... Das bin ich doch meinem Mann und insbesondere meinen Kindern schuldig.... oder nicht..?

Egal, ist nicht mehr zu ändern.

Jetzt mal zur aktuellen Situation. Die ist nämlich einigermaßen absurd.

Sie sagt, sie wäre sehr unentschlossen. Sie sagt, in ihrem Kopf ist sie sich vollkommen klar, dass sie uns als Familie und mich als Mann nicht aufgeben kann. Weil sie auch weiß, dass es dafür keinen objektiven Grund gibt. Ich habe ihr sofort nach dem die Sache raus kam, in Aussicht gestellt, dass ich bereit bin, alles auf den Tisch zu bringen und anzugehen. Wir können binnen einer Woche in eine Wohnung in einer Stadt ihrer Wahl ziehen, wir können unsere gesamte Familien- und Arbeitsorganisation neu angehen, wir können alles tun. Ich liebe sie nach wie vor sehr, und will sie und natürlich meine Kinder niemals hergeben. Schon beim Gedanken an ein Wechselmodell oder sowas wird mir speiübel...

Aber sie sagt eben, ihr Herz wäre verwirrt. Ihr Herz zieht sie zum anderen. Sie sagt auch, dass ihr vollkommen klar ist, dass sie nur die angenehmen Seiten von ihm kennt. Sie hat sogar schon mal gesagt, dass sie nicht glaubt, dass es auf Dauer mit ihm funktionieren würde. Aber sie könne ihr Herz eben nicht ignorieren. Ein bisschen verstehen kann ich das sogar...

Sie hat mich also um Zeit gebeten. Sie könne nicht sagen, wie lange es dauern würde, aber sie wäre sich sicher, dass ihr jetzt nur Zeit helfen kann. Und dass sie Angst hat, dass sie eine vorschnelle und falsche Entscheidung trifft, wenn ich ihr Druck mache.

Ich habe am Anfang lange geschwankt und überlegt, was ich jetzt tun soll. Soll ich Druck ausüben und ihr hart vor Augen führen, was sie verlieren kann? Soll ich ihr Ultimaten setzen? Die Kinder ins Boot holen, damit sie sieht, wie sie leiden? Sie zwingen, den Kontakt zu ihm abzubrechen?

Ich habe, auch weil ich solche Angst davor hab, dass die Kinder ein Trauma davontragen, mich dagegen entschieden. Ich habe mich dafür entschieden, ihrem Wunsch zu entsprechen. Ich gebe ihr also Zeit. Wir leben weiter unser Leben, haben den Kindern nix gesagt, und tun so, als wäre alles wie immer. Sie trifft sich ab und zu mit ihm, tagsüber, in meinem Wissen. Sie sagt, sie muss ihn treffen und zu begreifen, was sie wirklich will. Einzige Vereinbarung ist, dass es nicht körperlich werden darf. Ich leide natürlich sehr, gerade in diesen Stunden, aber auch sonst. Ich schlafe im Keller, sie nach wie vor in unserem Bett.

Warum mache ich das überhaupt mit? Nun, ab und zu gibt es gute Tage, an denen wir uns mehrfach umarmen. Dann spüre ich auch, dass sie auch etwas spürt dabei. Dass ich ihr nicht egal bin, dass zumindest ein Rest der Basis zwischen uns noch da ist. Sie stellt mir auch ab und zu in Aussicht, dass sie sich eine Zukunft mit mir und den Kindern auf jeden Fall vorstellen kann. Und dass sie auch voll mitziehen wird, wenn diese Sache durchgestanden ist. Manchmal hab ich richtig Hoffnung.

Aber dann schreibt sie wieder mit ihm. Unendlich viel. Abends manchmal stundenlang. Ich weiß nicht worüber man so lang schreiben kann. Ich habe sie gebeten, das mir zuliebe wenigstens in meinem Beisein zu lassen... aber sie sagt, sie könne nicht anders und ich solle ihr keinen Druck machen... immer und immer wieder dieses Totschlagargument... bloß kein Druck. Sie sagt, sie weiß, dass das sehr schwer ist für mich, und dass sie mich andersrum schon längst rausgeworfen hätte, aber sie könne nun mal nicht anders. Wenn sie nicht mit ihm kommuniziert, wird sie unglücklich, sagt sie.

Ich versuche ihr manchmal klarzumachen, dass sie einer Illusion hinterher rennt. Dass dieses viele Geschreibe nicht das reale Leben ist. Aber sie ist süchtig danach. Manchmal geht sie abends auch noch ne Stunde mit ihm telefonieren, draußen beim Spazieren. Sie sagt es mir knapp und ist dann weg.

Ich sitze dann im Haus und bringe die Kinder ins Bett und frage mich, warum ich das eigentlich mit mache. Und ob sie mich von vorn bis hinten verarscht...
Aber dann gibt es immer wieder diese Momente, in denen ich spüre, dass sie mich nicht loslassen kann. Dass sie zweifelt. Dass es noch Hoffnung gibt. Und daran klammere ich mich so fest. Und ertrage dann so einiges...

Mir geht es sehr schlecht, ihr geht es augenscheinlich deutlich besser. Sie ist auch manchmal nachdenklich und so, aber ich habe das Gefühl, sie genießt, dass ich einigermaßen still halte und sie gleichzeitig relativ frei ist, was den Typen angeht. Mich macht das wahnsinnig und wütend, aber ich beiße mir auf die Zunge...

Ich hänge wirklich extrem an ihr und meiner Familie. Ich will alles dafür tun, um das zu erhalten. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass sie zur Zeit nicht sie selbst ist, und dass sie es eines Tages bitter bereuen würde, wenn sie uns jetzt verlässt. Davor will ich sie und uns bewahren. Ich bin auch ein Stück weit fatalistisch: Ich sage mir, ich will sie unbedingt erhalten, und wenn das nicht gelingt, dann wird sowieso alles schrecklich und dann sind paar Wochen/Monate Quälerei, die ich derzeit ertrage, im Großen und Ganzen auch nicht mehr so wild...

Wir waren schon bei der Paartherapie (sie war auch relativ bereitwillig, mitzukommen) und haben bald unseren nächsten Termin. Die erste Sitzung war gut, wenn auch noch relativ oberflächlich. Die Therapeuthin hat angeregt, dass wir mal zu zweit verreisen, uns eine Weile lang nur auf uns konzentrieren. Das wollte sie überhaupt nicht, sie glaubt, man könne "Nähe nicht durch Nähe erzeugen." Dann hat die Therapeuthin alternativ vorgeschlagen, dass sie mal alleine ne Woche verreist, um in sich zu gehen. Das konnte sie sich schon eher vorstellen, ich unterstütze sie auch sehr bei dieser Idee, aber so richtig will sie es nicht. Ich frage sie immer mal wieder, ob sie vielleicht bald sowas machen will, ob sie ein schönes Hotel suchen will. Aber sie wirkt da relativ halbherzig.

Und so ist meine große Befürchtung, dass dieser komische Wartestatus noch sehr lange Bestand hat. Die Sache ist jetzt 5 Wochen her und gefühlt sind wir keinen einzigen Schritt weitergekommen. Wir haben unseren Alltag, gehen beide arbeiten, kümmern uns um die Jungs. Sie trifft sich ab und zu mit ihm und schreibt sich ständig mit ihm. Nach innen ist schwer zu ertragen, und nach außen auf Dauer die heile Weilt zu spielen, natürlich auch.

Und es ist einfach nicht absehbar, wie sich die Situation ändern soll. Mache ich ihr Druck, schreckt sie sofort zurück und "droht" (unausgesprochen) damit, dass jeglicher Druck sie wegscheuchen würde. Also gebe ich klein bei und spiele mit. Bin der liebe Papa und ihr Mann, ohne ihr irgendwelchen Druck zu machen. Es ist absurd und demütigend, aber ich habe solche Angst... auch davor, irgendwann zu erkennen, dass ich ohne die Frau, die ich so liebe, auf Dauer besser dran bin...

Vielen Dank, dass du tatsächlich bis hier gelesen hast! Ich weiß gar nicht, was ich genau für einen Rat hören will. Vielleicht kennt jemand so eine seltsame "Unentschlossenheits-Situation" ja und kann berichten, was da helfen kann. Danke!

Der Text ist mir viel zu lang, sorry

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9. September um 9:51
Beste Antwort
In Antwort auf adam_jensen

Das ist absolut in Ordnung. Ich akzeptiere natürlich andere Meinungen. 

Sie ist nur noch nicht weg, weil sie für sich abschätzt, wo sie besser fährt. Das geht gar nicht. Aus seinen Schilderungen entnehme ich, dass sie scheinbar eiskalt ist. Mit seiner Erlaubnis mit dem Anderen treffen/schreiben/usw.? Wirklich? Das darf doch wohl nicht wahr sein. 

Verallgemeinerung oder nicht. Ausnahmslos alle Fälle die mir persönlich bekannt sind, haben letztendlich zum Scheitern der Beziehungen geführt, da immer weiter betrogen wurde. Es haben sich immer neue Gründe gefunden, auch wenn nicht alle eine Therapie gemacht haben. 

Aber alleine, dass hier Leute dazu raten, dass er Kante zeigen soll, weil Selbstbewusstsein Frauen anspricht... Er soll also über ihre Missetaten hinwegsehen, sich selbst ändern bzw. Verhaltensweisen ändern, damit sie sich wieder zu ihm hingezogen fühlt und er sich zurücknehmen darf? 
Es ist eigentlich relativ einfach. Ich glaube als hoffnungsloser Romantiker noch an die Liebe. Und ich bin der Meinung, dass wenn man jemanden liebt, man es immer irgendwie hinbekommt. Ich sehe hier bloß keine Liebe mehr auf ihrer Seite. 

Das ist keine Entschuldigung für ihr Verhalten, aber auch für die gemeinsame Zukunft, die es zweifelsohne auch getrennt geben wird aufgrund der Kinder, ist zumindest der Versuch nötig. Es wird später immer aufkommen "warum habt ihr es nicht nochmal versucht" und so weiter.
und ich bin auch der Meinung, dass Fehler vorkommen können.

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9. September um 9:59
In Antwort auf adam_jensen

"Ich hab soeben Nägel mit Köpfen gemacht und ihr gesagt, dass ich möchte dass sie auszieht, weil ich sonst kaputt gehe und sie dann den Freiraum hat um sich klar zu werden, was sie will. Sie war ziemlich überrumpelt und hat dann nicht mehr viel gesagt.Es war ein schweres Gespräch, aber irgendwie fühl ich mich jetzt etwas erleichtert. Ich danke euch sehr für euren Rat. Es fühlt sich gut an, auch mal in der Offensive und nicht nur in der Defensive zu sein."

Ganz ehrlich? Du hast das einzig richtige gemacht. Und du solltest noch mehr tun und dich endgültig trennen. Kein Zurück mehr. Mir ist auch absolut schleierhaft, warum hier einige Leute zu Therapien und Aussprachen raten. Sie hat sich entschieden dich zu entsorgen und hat dann eine Hinhaltetaktik genutzt. 

Halten wir uns mal vor Augen was passiert ist:
1. Deine Frau hat dich hintergangen und dreist belogen. Sie hat sich so sicher gefühlt, dass sie dir das Handy in die Hand gedrückt hat. Das ist so armselig. 
2. Sie hat dich betrogen. Du weißt es. Du bist quasi die üblere Version von meinem "Problem". Ich kann dich wirklich verstehen. Da muss man wirklich sagen: Dieses verdammte Herz! Man kann das Vertrauen nicht wiederherstellen, in meinen Augen. Einmal Betrüger(in), immer Betrüger(in).
3. Sie hätte ewig so weiter gemacht, ganz sicher! Du musst eine Sache wirklich verstehen und verinnerlichen: Dich trifft keine Schuld. Du hast sie nicht in die Arme des Anderen getrieben. Sie hat es sich selbst so ausgesucht. Sie hat eure Familie kaputt gemacht, nicht du. Die Situation hast du zu Beginn völlig richtig erkannt. Eine souveräne Partnerin hätte das Gespräch gesucht. 

Auch wenn es unglaublich schmerzhaft und bitter ist, wiederhole für dich Punkt 2 immer und immer wieder. Da wird keine Paartherapie helfen und nichts. Sie hat es getan, Ende der Geschichte. Und sie wird es wieder tun, wenn ihr langweilig wird oder ein gut aussehender/charismatischer Typ in greifbarer Nähe ist. Menschen ändern sich in dem Alter nicht mehr. Das kennt jeder aus dem (erweiterten) Freundes-/Bekanntenkreis. 
Bleib hart, dann hast du ein Ende mit Schrecken und kannst irgendwann nach vorne sehen und eine neue Partinerin kennenlernen, die nicht fremdgeht, weil die neue Staffel Greys Anathomy noch nicht erschienen ist und sie Langeweile schiebt.

Ich wünsche dir Alles Gute für die Zukunft. Du warst ein guter Mann und bist bestimmt ein toller Vater. Lass dir das nicht von dieser Eiskönigin kaputt machen/reden. Sie ist nicht mehr der Mensch, in den du dich verliebt hast. Je eher du das verstehst, desto besser für dich.

LG

Ich verstehe, was du meinst und danke dir dafür, dass du versuchst, mich vor einer erneuten riesigen Enttäuschung zu bewahren.

Aber die Dinge, die du ansprichst, kann man schlecht für alles und jeden pauschalisieren. Es gibt nicht nur schwarz und weiß.

Ich bilde mir nicht ein, dass alles wieder werden kann wie früher. Und ich weiß, dass es nur wieder eine Chance geben kann, wenn sie sich intensiv selbst reflektiert und hinterfragt.

Aber sie ist keine Eiskönigin und auch kein durchtriebenes, raffiniertes Miststück. Dafür kenne ich sie zu gut. Sie ist leider unehrlich (auch zu sich selbst) und emotional verwirrt, ja. Aber über 13 Jahre lang war sie die Frau an meiner Seite, und meinen Kindern eine sehr gute Mutter. Diese Fakten stehen fest und ich kann sie nicht ignorieren.

Wenn es tatsächlich dazu kommen sollte, dass sie wieder zu mir zurück kommen will, werde ich das sehr genau prüfen und lange in mich hineinhören, ob es noch Sinn macht. Und wenn, dann nur wenn so einige Dinge anders laufen als bisher. Es zumindest mal gedanklich durchzuspielen, sind wir uns und unseren Kindern schuldig. Und es gab mit Sicherheit auch Fälle, bei denen es dann nochmal richtig funktionierte. Auch wenn meine Hoffnung gering ist...

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9. September um 10:24

Gib es denn jetzt konkrete Trennungsschritte?

Wie war sie heute morgen?

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9. September um 10:33

Wir haben uns morgens nur kurz gesehen, haben die Kinder fertig gemacht und dann ist sie losgefahren, wie immer. Sie war kühl, aber nicht pampig. Einigermaßen normal.

Wenn sie von alleine nicht kommt, werde ich sie heute Abend darauf ansprechen, ob sie sich schon überlegt hat, wohin und wann sie ausziehen kann. Heute ist Montag. Mir wäre es Recht (und es ist auch sicher nicht zu viel verlangt), wenn sie am Wochenende auszieht, erstmal zu ihrer Mutter vielleicht. Und dann von mir aus in Ruhe ne Wohnung sucht, wenn sie denn will.

Außerdem will ich in den nächsten 1-2 Tagen das Gespräch mit unseren Kindern suchen, natürlich mit ihr zusammen. Vorher will ich mit ihr besprechen, wie wir das Gespräch führen werden, im Sinne unserer Kinder.

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9. September um 11:40

Sehr gut.

Wissen ihre Eltern schon Bescheid, dass es bei eich nicht läuft?

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9. September um 11:47

Glaube nicht. Ihre Eltern sind seit vielen Jahren getrennt, zu ihrem Vater hat sie kein richtiges Verhältnis. Und auch zu ihrer Mutter hat sie keine sehr enge Bindung, weil diese überfordert und frustriert ist. Meine Frau kam immer besser im Leben zurecht als sie, und das sorgte häufig für Spannungen zwischen den beiden. Insgesamt haben die beiden eher ein freundschaftliches Verhältnis, keine echte Mutter-Kind-Bindung aus meiner Sicht.

Das tat mir natürlich auch leid über die vielen Jahre, und ich habe ihr immer vermittelt, dass sie von mir ein richtiges, enges Familienleben mit allem was dazugehört bekommt. Das hat sie auch sehr genossen, glaube ich, aber mittlerweile denke ich, dass sie es auch irgendwie genervt hat, dass bei mir immer alles so gut und sicher war, während es auf ihrer Familienseite hauptsächlich Stress und Trubel gab. Ich sehe das schon auch im Zusammenhang mit ihrem aktuellen "Ausbruch", nach dem trotzigen Motto "jetzt bin ich mal wieder so wie ich wirklich bin"... in dem Irrglauben, dass das irgendwie besser wäre.

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9. September um 12:01

Ich frage, weil sie sich eventuell schämt wegen der Affäre und es nicht erzählen will.

Aber das ist ihre Baustelle, auch wenn es unangenehm ist.

Sie wird jetzt erstmals mit unangenehmen Konsequenzen ihres Handelns konfrontiert.
Erwarte nicht, dass sie so widerstandlos mitmacht.

Du hast Dich jetzt über eine lange Zeit zum Horst gemacht (sorry) und alles brav mitgemacht.
Sie wird wahrscheinlich erstmal antesten, wie ernst Dir das jetzt ist.

Und Du musst wirklich stark sein, wenn nun Krokodilstränen, plötzliche Liebesbekundungen, Beleidigungen, Drohungen oder was weiss ich kommen.
 

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9. September um 13:25
In Antwort auf jk1

Ich verstehe, was du meinst.

Ich bin überzeugt davon, dass sie mich verlassen wird, wenn ich ihr verbiete, sich mit ihm zu treffen. Und davor schrecke ich einfach zurück, ich kann nicht anders. Zumindest noch. Aber vielleicht hast du Recht und das ist das der einzige Weg, wie ich auch mein Bild bei ihr irgendwie retten kann...

ich finds schon wahnsinn dass man die frau immer noch will

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9. September um 13:38
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Ich frage, weil sie sich eventuell schämt wegen der Affäre und es nicht erzählen will.

Aber das ist ihre Baustelle, auch wenn es unangenehm ist.

Sie wird jetzt erstmals mit unangenehmen Konsequenzen ihres Handelns konfrontiert.
Erwarte nicht, dass sie so widerstandlos mitmacht.

Du hast Dich jetzt über eine lange Zeit zum Horst gemacht (sorry) und alles brav mitgemacht.
Sie wird wahrscheinlich erstmal antesten, wie ernst Dir das jetzt ist.

Und Du musst wirklich stark sein, wenn nun Krokodilstränen, plötzliche Liebesbekundungen, Beleidigungen, Drohungen oder was weiss ich kommen.
 

Ja, bin ich. Und du hast Recht, sie wird sicher probieren, mich wieder um den Finger zu wickeln. Aber da beißt sie auf Granit, ich fühl mich seit gestern Abend so gut wie lange nicht. Sie muss ausziehen und kann danach, wenn sie wirklich will, über einen langen Zeitraum versuchen, mich davon zu überzeugen, dass sie es wirklich ernst meint mit uns. Alles andere akzeptiere ich nicht mehr.

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9. September um 14:29
Beste Antwort
In Antwort auf jk1

Ja, bin ich. Und du hast Recht, sie wird sicher probieren, mich wieder um den Finger zu wickeln. Aber da beißt sie auf Granit, ich fühl mich seit gestern Abend so gut wie lange nicht. Sie muss ausziehen und kann danach, wenn sie wirklich will, über einen langen Zeitraum versuchen, mich davon zu überzeugen, dass sie es wirklich ernst meint mit uns. Alles andere akzeptiere ich nicht mehr.

Ich bin stolz auf dich Weiter so und Alles Gute.

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9. September um 15:02
In Antwort auf jk1

Hallo ihr. Ich versuche, mich kurz zu fassen, auch wenn die Sache ziemlich kompliziert ist. (Spoiler: es wird mich nicht gelingen

Meine Frau und ich sind seit 14 Jahren zusammen, seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben zwei Kinder, 8 und 5.

Vor etwa 1,5 Jahren hat sie einen neuen Chef auf Arbeit bekommen. Ein charismatischer Typ, der auf sein Äußeres achtet, nur etwa 3 Jahre älter als sie. Sehr erfolgreich, smart, Anzugträger. Ich merkte sofort, dass sie einen Draht zueinander haben. Schon bald ging es los, dass sie sich über's Handy Nachrichten austauschten. Erst nur alle paar Tage mal, dann immer häufiger. Irgendwann fast täglich. Ich habe das am Rande immer mal mitbekommen, sie hat auch kein Geheimnis draus gemacht, dass sie sich schreiben. Aber immer nur über Nebensächlichkeiten, Musik und Essen und sowas.

Ich habe in den folgenden Monaten immer mal wieder "spaßig" mit kleinen Andeutungen bei ihr geprüft, ob er zu ner echten Gefahr werden könnte. Aber sie hat immer wieder verneint und mir versichert, dass es höchstens ne Freundschaft ist und ich mir keine Sorgen machen soll. Und sie mir ja immer sagen würde, wenn sie mit ihm redet und so lange das so ist, könnte's ja unmöglich was Gefährliches sein. Außerdem hätte er ja einen kleinen Bauch und sowas würde sie überhaupt nicht attraktiv finden. Trotzdem habe ich ihr vor ungefähr einem Jahr mal sehr eindringlich und ernsthaft gesagt, dass ich mir Sorgen mache und dass sie mir bitte sofort sagen soll, wenn zwischen uns etwas nicht passt. Und dass ich sofort bereit wäre, etwas zu ändern, wenn sie ein Problem sieht. Aber auch da wieder: Sie sagte, ich würde Gespenster sehen und sie hätte mir schon den Besten und so weiter. Außerdem hat der Typ ja einen kleinen Sohn (heute 2) und eine Freundin und deshalb würde auch von seiner Seite aus eine Affäre üüüberhaupt niemals zur Debatte stehen.

Sie hat mich also beruhigt, immer und immer wieder. Das, und die Tatsache dass der Typ selbst in festen Händen ist und eben den Sohn hat, hat mich dann einigermaßen beruhigt, obwohl ich immer so ein unwohles Gefühl hatte.

Tja, der aufmerksame Leser wird wissen, was als nächstes kommt.

Vor etwa fünf Wochen hat sie mir ihr Handy mit der geöffneten Chat-App gereicht und mich halb vorwurfsvoll angeguckt. Ihr Augen sagten sowas wie "kontrollier mich ruhig, du siehst Gespenster, ich hab nix zu verbergen!". Ich hab schnell geschaltet, die App geschlossen und nach ner anderen Chat-App gesucht, diese geöffnet und ZACK... mein Leben stellt sich binnen einer Sekunde auf den Kopf. Ich klicke die Unterhaltung mit ihm an, sehe lauter Herzen und... dann sieht sie mir an, was da vor sich geht und nimmt mir das Handy aus der Hand. Ich stell sie zur Rede und sie bricht in Tränen aus. Sagt, sie hätte es mir bald gesagt und es tue ihr so leid, dass ich es so erfahren muss...

Bisher passiert ist angeblich nur ein Kuss, weitere fünf Wochen zuvor. Ich hatte mich das letzte mal 3 Wochen nach dem Kuss bei ihr nach ihm erkundigt. Hatte sie gefragt, ob es was ernstes ist. Wieder die gleiche Antwort: "nein, nein, kontrollier mich nicht so! Ich erzähl dir doch alles!"...
Ob es wirklich nur ein Kuss war, würde ich gerne glauben, es fällt mir nur so schwer.

Als ich sie nach den Gründen fragte, meinte sie, dass sie seit etwa einem 3/4 Jahr das Gefühl hatte, dass wir uns auseinanderleben würden. Dass wir in verschiedene Richtungen gehen würden. Ich hatte dieses Gefühl überhaupt nicht, und habe es bis heute nicht. Ich war immer der Meinung, dass wir eine sehr stabile und innige Beziehung führen. Dass wir an einem Strang ziehen, was die Vorstellung vom Leben und von der Kindererziehung angeht. Dass wir gemeinsame Interessen haben, aber auch wertvolle Unterschiede. Dass wir uns einfach sehr gut ergänzen, ich als Kopfmensch und sie als Herzmensch. Wir hatten bis zu diesem Vorfall nicht eine einzige ernsthafte Krise in unserer Beziehung. Sicher, es gab auch mal 2-3 Wochen ohne große Leidenschaft oder so, aber ich war der Meinung, dass das normal ist und dass unser Fundament bombenfest steht. Anscheinend habe ich mich getäuscht, und war zu unaufmerksam.

Ein weiterer Grund, den sie angeführt hat, war der Alltagsstress. Sie hat meistens die Kinder abgeholt, meistens eingekauft und die Wäsche gemacht. Ich habe etwas mehr gearbeitet, aber nicht so sehr, dass ich gar keine Hilfe war. Sie sagt außerdem, dass ich ein großartiger Papa bin, der beste, den die Jungs sich wünschen können. Ob das stimmt, sei mal dahingestellt, aber ich gebe mir schon Mühe. Und ob dieser Satz so gut für meine Chancen bei ihr ist, bezweifle ich auch ein wenig...

Was ich einsehe, und was definitiv eine Besonderheit und große Belastung für sie war und ist, sind meine Eltern. Sie wohnen direkt nebenan bei uns und sind unsere Vermieter. Ich wusste schon immer, dass das nicht ideal ist, hab aber (genau wie sie) auch die großen Vorteile gesehen. Die Großeltern für die Enkel gleich nebenan, außerdem das große Haus mit dem großen Garten. Etwas dörflich zwar, dafür sehr behütet und ideal zum Aufwachsen für die Jungs. Die Situation wurde dramatisch verschlimmert, als meine Eltern wegen eines Unglücks in der eigenen Wohnung Anfang diesen Jahres für ein halbes Jahr zu uns ziehen mussten. Diese Zeiten war sehr anstrengend und aufreibend für die ganze Familie, und diese Zeit fällt genau mit der immer intensiveren Annäherung meiner Frau an diesen Typen zusammen...

Sicher, es wäre zu einfach, alles auf diese Sondersituation zu schieben. Und ich bin auch bereit, mich selbst zu hinterfragen. Aber ich glaube schon, dass meine Eltern einen großen Teil ihres "Unwohlseins" ausgemacht haben (und immer noch ausmachen). Sie sagt, sie empfindet eine immer größer werdende Enge, ihr würde die Luft zum Atmen fehlen. Das verstehe ich gut, und dass ich das so lange nicht ernst genug genommen habe, bereue ich sehr.

Andererseits finde ich es so unfassbar schlimm, dass sie nie mit diesen Sorgen und Nöten zu mir gekommen ist. Sie hat zwar immer mal gesagt, dass ihr mein Vater auf die Nerven geht, aber dass es so schlimm ist, dass sie am liebsten ausziehen will, hat sie nie offen angesprochen. Im Gegenteil, sie hat alle weiteren Pläne (Urlaub mit meinen Eltern, Wohnungsausbau) mitgetragen, über viele Jahre hinweg. Wenn sie mich, was man in einer Ehe doch erwarten kann, mal beiseite genommen und in Ruhe angesprochen hätte, hätten wir definitiv eine Lösung gefunden. Ich hätte mich immer für meine Frau entschieden, egal um was es geht. Das tue ich heute noch.

Außerdem hat sie das Thema, dass aus der Freundschaft mit ihrem Kollegen (mittlerweile nicht mehr ihr Chef, sondern nach oben versetzt) immer mehr wurde, ausschließlich mit sich selbst ausgemacht. Ich meine, es kann ja mal passieren, dass man sich aus einer Ehe heraus in einen andern verguckt. Davor ist wahrscheinlich niemand geschützt. Aber wenn ich spüre, dass sowas im Anmarsch ist, und mir wirklich was an meinem Mann und meiner Familie liegt, dann spreche ich das doch an... Das bin ich doch meinem Mann und insbesondere meinen Kindern schuldig.... oder nicht..?

Egal, ist nicht mehr zu ändern.

Jetzt mal zur aktuellen Situation. Die ist nämlich einigermaßen absurd.

Sie sagt, sie wäre sehr unentschlossen. Sie sagt, in ihrem Kopf ist sie sich vollkommen klar, dass sie uns als Familie und mich als Mann nicht aufgeben kann. Weil sie auch weiß, dass es dafür keinen objektiven Grund gibt. Ich habe ihr sofort nach dem die Sache raus kam, in Aussicht gestellt, dass ich bereit bin, alles auf den Tisch zu bringen und anzugehen. Wir können binnen einer Woche in eine Wohnung in einer Stadt ihrer Wahl ziehen, wir können unsere gesamte Familien- und Arbeitsorganisation neu angehen, wir können alles tun. Ich liebe sie nach wie vor sehr, und will sie und natürlich meine Kinder niemals hergeben. Schon beim Gedanken an ein Wechselmodell oder sowas wird mir speiübel...

Aber sie sagt eben, ihr Herz wäre verwirrt. Ihr Herz zieht sie zum anderen. Sie sagt auch, dass ihr vollkommen klar ist, dass sie nur die angenehmen Seiten von ihm kennt. Sie hat sogar schon mal gesagt, dass sie nicht glaubt, dass es auf Dauer mit ihm funktionieren würde. Aber sie könne ihr Herz eben nicht ignorieren. Ein bisschen verstehen kann ich das sogar...

Sie hat mich also um Zeit gebeten. Sie könne nicht sagen, wie lange es dauern würde, aber sie wäre sich sicher, dass ihr jetzt nur Zeit helfen kann. Und dass sie Angst hat, dass sie eine vorschnelle und falsche Entscheidung trifft, wenn ich ihr Druck mache.

Ich habe am Anfang lange geschwankt und überlegt, was ich jetzt tun soll. Soll ich Druck ausüben und ihr hart vor Augen führen, was sie verlieren kann? Soll ich ihr Ultimaten setzen? Die Kinder ins Boot holen, damit sie sieht, wie sie leiden? Sie zwingen, den Kontakt zu ihm abzubrechen?

Ich habe, auch weil ich solche Angst davor hab, dass die Kinder ein Trauma davontragen, mich dagegen entschieden. Ich habe mich dafür entschieden, ihrem Wunsch zu entsprechen. Ich gebe ihr also Zeit. Wir leben weiter unser Leben, haben den Kindern nix gesagt, und tun so, als wäre alles wie immer. Sie trifft sich ab und zu mit ihm, tagsüber, in meinem Wissen. Sie sagt, sie muss ihn treffen und zu begreifen, was sie wirklich will. Einzige Vereinbarung ist, dass es nicht körperlich werden darf. Ich leide natürlich sehr, gerade in diesen Stunden, aber auch sonst. Ich schlafe im Keller, sie nach wie vor in unserem Bett.

Warum mache ich das überhaupt mit? Nun, ab und zu gibt es gute Tage, an denen wir uns mehrfach umarmen. Dann spüre ich auch, dass sie auch etwas spürt dabei. Dass ich ihr nicht egal bin, dass zumindest ein Rest der Basis zwischen uns noch da ist. Sie stellt mir auch ab und zu in Aussicht, dass sie sich eine Zukunft mit mir und den Kindern auf jeden Fall vorstellen kann. Und dass sie auch voll mitziehen wird, wenn diese Sache durchgestanden ist. Manchmal hab ich richtig Hoffnung.

Aber dann schreibt sie wieder mit ihm. Unendlich viel. Abends manchmal stundenlang. Ich weiß nicht worüber man so lang schreiben kann. Ich habe sie gebeten, das mir zuliebe wenigstens in meinem Beisein zu lassen... aber sie sagt, sie könne nicht anders und ich solle ihr keinen Druck machen... immer und immer wieder dieses Totschlagargument... bloß kein Druck. Sie sagt, sie weiß, dass das sehr schwer ist für mich, und dass sie mich andersrum schon längst rausgeworfen hätte, aber sie könne nun mal nicht anders. Wenn sie nicht mit ihm kommuniziert, wird sie unglücklich, sagt sie.

Ich versuche ihr manchmal klarzumachen, dass sie einer Illusion hinterher rennt. Dass dieses viele Geschreibe nicht das reale Leben ist. Aber sie ist süchtig danach. Manchmal geht sie abends auch noch ne Stunde mit ihm telefonieren, draußen beim Spazieren. Sie sagt es mir knapp und ist dann weg.

Ich sitze dann im Haus und bringe die Kinder ins Bett und frage mich, warum ich das eigentlich mit mache. Und ob sie mich von vorn bis hinten verarscht...
Aber dann gibt es immer wieder diese Momente, in denen ich spüre, dass sie mich nicht loslassen kann. Dass sie zweifelt. Dass es noch Hoffnung gibt. Und daran klammere ich mich so fest. Und ertrage dann so einiges...

Mir geht es sehr schlecht, ihr geht es augenscheinlich deutlich besser. Sie ist auch manchmal nachdenklich und so, aber ich habe das Gefühl, sie genießt, dass ich einigermaßen still halte und sie gleichzeitig relativ frei ist, was den Typen angeht. Mich macht das wahnsinnig und wütend, aber ich beiße mir auf die Zunge...

Ich hänge wirklich extrem an ihr und meiner Familie. Ich will alles dafür tun, um das zu erhalten. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass sie zur Zeit nicht sie selbst ist, und dass sie es eines Tages bitter bereuen würde, wenn sie uns jetzt verlässt. Davor will ich sie und uns bewahren. Ich bin auch ein Stück weit fatalistisch: Ich sage mir, ich will sie unbedingt erhalten, und wenn das nicht gelingt, dann wird sowieso alles schrecklich und dann sind paar Wochen/Monate Quälerei, die ich derzeit ertrage, im Großen und Ganzen auch nicht mehr so wild...

Wir waren schon bei der Paartherapie (sie war auch relativ bereitwillig, mitzukommen) und haben bald unseren nächsten Termin. Die erste Sitzung war gut, wenn auch noch relativ oberflächlich. Die Therapeuthin hat angeregt, dass wir mal zu zweit verreisen, uns eine Weile lang nur auf uns konzentrieren. Das wollte sie überhaupt nicht, sie glaubt, man könne "Nähe nicht durch Nähe erzeugen." Dann hat die Therapeuthin alternativ vorgeschlagen, dass sie mal alleine ne Woche verreist, um in sich zu gehen. Das konnte sie sich schon eher vorstellen, ich unterstütze sie auch sehr bei dieser Idee, aber so richtig will sie es nicht. Ich frage sie immer mal wieder, ob sie vielleicht bald sowas machen will, ob sie ein schönes Hotel suchen will. Aber sie wirkt da relativ halbherzig.

Und so ist meine große Befürchtung, dass dieser komische Wartestatus noch sehr lange Bestand hat. Die Sache ist jetzt 5 Wochen her und gefühlt sind wir keinen einzigen Schritt weitergekommen. Wir haben unseren Alltag, gehen beide arbeiten, kümmern uns um die Jungs. Sie trifft sich ab und zu mit ihm und schreibt sich ständig mit ihm. Nach innen ist schwer zu ertragen, und nach außen auf Dauer die heile Weilt zu spielen, natürlich auch.

Und es ist einfach nicht absehbar, wie sich die Situation ändern soll. Mache ich ihr Druck, schreckt sie sofort zurück und "droht" (unausgesprochen) damit, dass jeglicher Druck sie wegscheuchen würde. Also gebe ich klein bei und spiele mit. Bin der liebe Papa und ihr Mann, ohne ihr irgendwelchen Druck zu machen. Es ist absurd und demütigend, aber ich habe solche Angst... auch davor, irgendwann zu erkennen, dass ich ohne die Frau, die ich so liebe, auf Dauer besser dran bin...

Vielen Dank, dass du tatsächlich bis hier gelesen hast! Ich weiß gar nicht, was ich genau für einen Rat hören will. Vielleicht kennt jemand so eine seltsame "Unentschlossenheits-Situation" ja und kann berichten, was da helfen kann. Danke!

ich hatte gerade eine ähnliche situation. seit einem jahr spüren wir beide dass der wurm drinnen ist. sie hat seit einigen wochen jemanden mit dem sie schreibt. sie hat mich auch hingehalten. mal sagte sie, sie verstehe meine gefühle und beende es, mal sie lebt nur einmal und lässt es sich nicht verbieten. mittlerweile hatte sie auch sex mit ihm und ich habe die ganze zeit gelitten. letztes wochenende wollte sie gänzliche funktstille und jetzt dann auch eine beziehungspause anhängen, um sich über uns klar zu werden. gestern allerdings die aussprache und ein definitives ende ihrerseits. ein jahr angst und schmerz und die doch sehr starken und tiefen verletzungen der letzten wochen, sind mit einem mal von mir abgefallen und es geht mir irgendwie gut.
ich habe mich seit einem jahr in alle richtungen verbogen um ihr vl. doch wieder zu gefallen und sie erfand immer neue sachen, die an mir nicht passten. das ist jetzt vorbei. mal schauen wie lange es mir gut geht. ich habe die ganze zeit die angst im nacken, wann der einbruch kommt. vl. hab ich auch einfach keine tränen mehr übrig. abwarten. die zukunft wird es zeigen.

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9. September um 17:58
In Antwort auf jk1

Ja, bin ich. Und du hast Recht, sie wird sicher probieren, mich wieder um den Finger zu wickeln. Aber da beißt sie auf Granit, ich fühl mich seit gestern Abend so gut wie lange nicht. Sie muss ausziehen und kann danach, wenn sie wirklich will, über einen langen Zeitraum versuchen, mich davon zu überzeugen, dass sie es wirklich ernst meint mit uns. Alles andere akzeptiere ich nicht mehr.

guter Weg

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9. September um 21:33

Ich hab sie vorhin gefragt, ob sie schon darüber nachgedacht hat, wann und wohin sie ausziehen kann und wenig überraschend gibt es massiven Widerstand.

Sie sagt, ich könne sie nicht rausschmeißen und sie hätte ebenso wie ich einen Mietvertrag. Und sie sagt, sie hatte gehofft, dass wir nie solche Gespräche führen, sondern einvernehmliche Lösungen finden (übersetzt für mich: weiterhin so schön angenehm für sie wie bisher). Sie hätte sich schon verschiedene Modelle überlegt, zum Beispiel dass wir zusammen eine andere Wohnung mieten und dort wechselseitig wohnen. (!)
Und wenn ich ein Problem damit hätte, dass wir zusammen wohnen, könnte ich doch ausziehen.
Zur Erinnerung: Die Vermieter sind meine Eltern.

Ich konnte nur sehr schwer an mich halten, habe ihr aber ruhig und bestimmt gesagt, dass sie das vergessen kann und dass ihr Auszug sein muss. Sie blockte dann wieder und sagte dass ich sie nicht rausschmeißen kann. Und dass das logistisch mit den Kindern gar nicht gehen würde, wenn sie zu ihrer Mutter ziehen soll (was Quatsch ist, ist ne halbe Stunde mit dem Auto). 

Dann hat sie heulend und laut gesagt, dass ich das Zimmer verlassen soll. Ich hab im Rausgehen noch leise gesagt, dass ich fünf Wochen still gehalten hab, ohne dass es irgendeinen Schritt in meine Richtung gab. Dass sie also mehr als genug Zeit von mir bekommen hat.


Tjo, das ist jetzt der Stand. Mal sehen ob sie die Blockade aufrecht erhält. Jetzt gerade schreibt sie mir noch, dass sie wenigstens so lange bleibt bis sie eine Wohnung gefunden hat. Das kann halt ne ganze Weile dauern, fürchte ich.

Naja, für heute lass ich es gut sein. Morgen Abend suche ich erneut das Gespräch, und ich werde nicht nachgeben.

Die Paartherapiesitzung morgen fällt vermutlich aus. 

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9. September um 22:35

Wohnst du denn in einem Ballungsgebiet? Ist es schwierig, an bezahlbaren Wohnraum zu kommen?
Aufgrund ihrer letzten Nachricht scheint sie die Kröte geschluckt zu haben.

Wenn Kinder im Spiel sind ist es aber tatsächlich eine Möglichkeit, dass die Kinder in der bisherigen Wohnung bleiben, damit sie ihre gewohnte Umgebung behalten und die Eltern wechseln. So exotisch ist der Vorschlag also nicht.

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9. September um 23:11

Auf mich macht es den Eindruck, als suhle sich Deine Frau darin, zwischen zwei Männern entscheiden zu können, ohne Angst davor haben zu müssen, Dich zu verlieren. Sollte es mit dem einen nicht klappen, ist da ja noch der andere ...
Dieses ständige "Setz mich nicht unter Druck" wirkt auf mich so, als wolle sie sich nicht ihren eigenen Fehlern stellen. Es ist immer einfacher, andere dafür verantwortlich zu machen, anstatt das eigene ekelhafte Verhalten zu reflektieren. 
Sie hält dich nur hin. Wehre dich, bevor du daran zerbrichst. Und sei nicht so naiv, zu glauben, sie treffe sich nur mit dem anderen, um ein Eis zu essen.

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9. September um 23:30
In Antwort auf jk1

Hallo ihr. Ich versuche, mich kurz zu fassen, auch wenn die Sache ziemlich kompliziert ist. (Spoiler: es wird mich nicht gelingen

Meine Frau und ich sind seit 14 Jahren zusammen, seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben zwei Kinder, 8 und 5.

Vor etwa 1,5 Jahren hat sie einen neuen Chef auf Arbeit bekommen. Ein charismatischer Typ, der auf sein Äußeres achtet, nur etwa 3 Jahre älter als sie. Sehr erfolgreich, smart, Anzugträger. Ich merkte sofort, dass sie einen Draht zueinander haben. Schon bald ging es los, dass sie sich über's Handy Nachrichten austauschten. Erst nur alle paar Tage mal, dann immer häufiger. Irgendwann fast täglich. Ich habe das am Rande immer mal mitbekommen, sie hat auch kein Geheimnis draus gemacht, dass sie sich schreiben. Aber immer nur über Nebensächlichkeiten, Musik und Essen und sowas.

Ich habe in den folgenden Monaten immer mal wieder "spaßig" mit kleinen Andeutungen bei ihr geprüft, ob er zu ner echten Gefahr werden könnte. Aber sie hat immer wieder verneint und mir versichert, dass es höchstens ne Freundschaft ist und ich mir keine Sorgen machen soll. Und sie mir ja immer sagen würde, wenn sie mit ihm redet und so lange das so ist, könnte's ja unmöglich was Gefährliches sein. Außerdem hätte er ja einen kleinen Bauch und sowas würde sie überhaupt nicht attraktiv finden. Trotzdem habe ich ihr vor ungefähr einem Jahr mal sehr eindringlich und ernsthaft gesagt, dass ich mir Sorgen mache und dass sie mir bitte sofort sagen soll, wenn zwischen uns etwas nicht passt. Und dass ich sofort bereit wäre, etwas zu ändern, wenn sie ein Problem sieht. Aber auch da wieder: Sie sagte, ich würde Gespenster sehen und sie hätte mir schon den Besten und so weiter. Außerdem hat der Typ ja einen kleinen Sohn (heute 2) und eine Freundin und deshalb würde auch von seiner Seite aus eine Affäre üüüberhaupt niemals zur Debatte stehen.

Sie hat mich also beruhigt, immer und immer wieder. Das, und die Tatsache dass der Typ selbst in festen Händen ist und eben den Sohn hat, hat mich dann einigermaßen beruhigt, obwohl ich immer so ein unwohles Gefühl hatte.

Tja, der aufmerksame Leser wird wissen, was als nächstes kommt.

Vor etwa fünf Wochen hat sie mir ihr Handy mit der geöffneten Chat-App gereicht und mich halb vorwurfsvoll angeguckt. Ihr Augen sagten sowas wie "kontrollier mich ruhig, du siehst Gespenster, ich hab nix zu verbergen!". Ich hab schnell geschaltet, die App geschlossen und nach ner anderen Chat-App gesucht, diese geöffnet und ZACK... mein Leben stellt sich binnen einer Sekunde auf den Kopf. Ich klicke die Unterhaltung mit ihm an, sehe lauter Herzen und... dann sieht sie mir an, was da vor sich geht und nimmt mir das Handy aus der Hand. Ich stell sie zur Rede und sie bricht in Tränen aus. Sagt, sie hätte es mir bald gesagt und es tue ihr so leid, dass ich es so erfahren muss...

Bisher passiert ist angeblich nur ein Kuss, weitere fünf Wochen zuvor. Ich hatte mich das letzte mal 3 Wochen nach dem Kuss bei ihr nach ihm erkundigt. Hatte sie gefragt, ob es was ernstes ist. Wieder die gleiche Antwort: "nein, nein, kontrollier mich nicht so! Ich erzähl dir doch alles!"...
Ob es wirklich nur ein Kuss war, würde ich gerne glauben, es fällt mir nur so schwer.

Als ich sie nach den Gründen fragte, meinte sie, dass sie seit etwa einem 3/4 Jahr das Gefühl hatte, dass wir uns auseinanderleben würden. Dass wir in verschiedene Richtungen gehen würden. Ich hatte dieses Gefühl überhaupt nicht, und habe es bis heute nicht. Ich war immer der Meinung, dass wir eine sehr stabile und innige Beziehung führen. Dass wir an einem Strang ziehen, was die Vorstellung vom Leben und von der Kindererziehung angeht. Dass wir gemeinsame Interessen haben, aber auch wertvolle Unterschiede. Dass wir uns einfach sehr gut ergänzen, ich als Kopfmensch und sie als Herzmensch. Wir hatten bis zu diesem Vorfall nicht eine einzige ernsthafte Krise in unserer Beziehung. Sicher, es gab auch mal 2-3 Wochen ohne große Leidenschaft oder so, aber ich war der Meinung, dass das normal ist und dass unser Fundament bombenfest steht. Anscheinend habe ich mich getäuscht, und war zu unaufmerksam.

Ein weiterer Grund, den sie angeführt hat, war der Alltagsstress. Sie hat meistens die Kinder abgeholt, meistens eingekauft und die Wäsche gemacht. Ich habe etwas mehr gearbeitet, aber nicht so sehr, dass ich gar keine Hilfe war. Sie sagt außerdem, dass ich ein großartiger Papa bin, der beste, den die Jungs sich wünschen können. Ob das stimmt, sei mal dahingestellt, aber ich gebe mir schon Mühe. Und ob dieser Satz so gut für meine Chancen bei ihr ist, bezweifle ich auch ein wenig...

Was ich einsehe, und was definitiv eine Besonderheit und große Belastung für sie war und ist, sind meine Eltern. Sie wohnen direkt nebenan bei uns und sind unsere Vermieter. Ich wusste schon immer, dass das nicht ideal ist, hab aber (genau wie sie) auch die großen Vorteile gesehen. Die Großeltern für die Enkel gleich nebenan, außerdem das große Haus mit dem großen Garten. Etwas dörflich zwar, dafür sehr behütet und ideal zum Aufwachsen für die Jungs. Die Situation wurde dramatisch verschlimmert, als meine Eltern wegen eines Unglücks in der eigenen Wohnung Anfang diesen Jahres für ein halbes Jahr zu uns ziehen mussten. Diese Zeiten war sehr anstrengend und aufreibend für die ganze Familie, und diese Zeit fällt genau mit der immer intensiveren Annäherung meiner Frau an diesen Typen zusammen...

Sicher, es wäre zu einfach, alles auf diese Sondersituation zu schieben. Und ich bin auch bereit, mich selbst zu hinterfragen. Aber ich glaube schon, dass meine Eltern einen großen Teil ihres "Unwohlseins" ausgemacht haben (und immer noch ausmachen). Sie sagt, sie empfindet eine immer größer werdende Enge, ihr würde die Luft zum Atmen fehlen. Das verstehe ich gut, und dass ich das so lange nicht ernst genug genommen habe, bereue ich sehr.

Andererseits finde ich es so unfassbar schlimm, dass sie nie mit diesen Sorgen und Nöten zu mir gekommen ist. Sie hat zwar immer mal gesagt, dass ihr mein Vater auf die Nerven geht, aber dass es so schlimm ist, dass sie am liebsten ausziehen will, hat sie nie offen angesprochen. Im Gegenteil, sie hat alle weiteren Pläne (Urlaub mit meinen Eltern, Wohnungsausbau) mitgetragen, über viele Jahre hinweg. Wenn sie mich, was man in einer Ehe doch erwarten kann, mal beiseite genommen und in Ruhe angesprochen hätte, hätten wir definitiv eine Lösung gefunden. Ich hätte mich immer für meine Frau entschieden, egal um was es geht. Das tue ich heute noch.

Außerdem hat sie das Thema, dass aus der Freundschaft mit ihrem Kollegen (mittlerweile nicht mehr ihr Chef, sondern nach oben versetzt) immer mehr wurde, ausschließlich mit sich selbst ausgemacht. Ich meine, es kann ja mal passieren, dass man sich aus einer Ehe heraus in einen andern verguckt. Davor ist wahrscheinlich niemand geschützt. Aber wenn ich spüre, dass sowas im Anmarsch ist, und mir wirklich was an meinem Mann und meiner Familie liegt, dann spreche ich das doch an... Das bin ich doch meinem Mann und insbesondere meinen Kindern schuldig.... oder nicht..?

Egal, ist nicht mehr zu ändern.

Jetzt mal zur aktuellen Situation. Die ist nämlich einigermaßen absurd.

Sie sagt, sie wäre sehr unentschlossen. Sie sagt, in ihrem Kopf ist sie sich vollkommen klar, dass sie uns als Familie und mich als Mann nicht aufgeben kann. Weil sie auch weiß, dass es dafür keinen objektiven Grund gibt. Ich habe ihr sofort nach dem die Sache raus kam, in Aussicht gestellt, dass ich bereit bin, alles auf den Tisch zu bringen und anzugehen. Wir können binnen einer Woche in eine Wohnung in einer Stadt ihrer Wahl ziehen, wir können unsere gesamte Familien- und Arbeitsorganisation neu angehen, wir können alles tun. Ich liebe sie nach wie vor sehr, und will sie und natürlich meine Kinder niemals hergeben. Schon beim Gedanken an ein Wechselmodell oder sowas wird mir speiübel...

Aber sie sagt eben, ihr Herz wäre verwirrt. Ihr Herz zieht sie zum anderen. Sie sagt auch, dass ihr vollkommen klar ist, dass sie nur die angenehmen Seiten von ihm kennt. Sie hat sogar schon mal gesagt, dass sie nicht glaubt, dass es auf Dauer mit ihm funktionieren würde. Aber sie könne ihr Herz eben nicht ignorieren. Ein bisschen verstehen kann ich das sogar...

Sie hat mich also um Zeit gebeten. Sie könne nicht sagen, wie lange es dauern würde, aber sie wäre sich sicher, dass ihr jetzt nur Zeit helfen kann. Und dass sie Angst hat, dass sie eine vorschnelle und falsche Entscheidung trifft, wenn ich ihr Druck mache.

Ich habe am Anfang lange geschwankt und überlegt, was ich jetzt tun soll. Soll ich Druck ausüben und ihr hart vor Augen führen, was sie verlieren kann? Soll ich ihr Ultimaten setzen? Die Kinder ins Boot holen, damit sie sieht, wie sie leiden? Sie zwingen, den Kontakt zu ihm abzubrechen?

Ich habe, auch weil ich solche Angst davor hab, dass die Kinder ein Trauma davontragen, mich dagegen entschieden. Ich habe mich dafür entschieden, ihrem Wunsch zu entsprechen. Ich gebe ihr also Zeit. Wir leben weiter unser Leben, haben den Kindern nix gesagt, und tun so, als wäre alles wie immer. Sie trifft sich ab und zu mit ihm, tagsüber, in meinem Wissen. Sie sagt, sie muss ihn treffen und zu begreifen, was sie wirklich will. Einzige Vereinbarung ist, dass es nicht körperlich werden darf. Ich leide natürlich sehr, gerade in diesen Stunden, aber auch sonst. Ich schlafe im Keller, sie nach wie vor in unserem Bett.

Warum mache ich das überhaupt mit? Nun, ab und zu gibt es gute Tage, an denen wir uns mehrfach umarmen. Dann spüre ich auch, dass sie auch etwas spürt dabei. Dass ich ihr nicht egal bin, dass zumindest ein Rest der Basis zwischen uns noch da ist. Sie stellt mir auch ab und zu in Aussicht, dass sie sich eine Zukunft mit mir und den Kindern auf jeden Fall vorstellen kann. Und dass sie auch voll mitziehen wird, wenn diese Sache durchgestanden ist. Manchmal hab ich richtig Hoffnung.

Aber dann schreibt sie wieder mit ihm. Unendlich viel. Abends manchmal stundenlang. Ich weiß nicht worüber man so lang schreiben kann. Ich habe sie gebeten, das mir zuliebe wenigstens in meinem Beisein zu lassen... aber sie sagt, sie könne nicht anders und ich solle ihr keinen Druck machen... immer und immer wieder dieses Totschlagargument... bloß kein Druck. Sie sagt, sie weiß, dass das sehr schwer ist für mich, und dass sie mich andersrum schon längst rausgeworfen hätte, aber sie könne nun mal nicht anders. Wenn sie nicht mit ihm kommuniziert, wird sie unglücklich, sagt sie.

Ich versuche ihr manchmal klarzumachen, dass sie einer Illusion hinterher rennt. Dass dieses viele Geschreibe nicht das reale Leben ist. Aber sie ist süchtig danach. Manchmal geht sie abends auch noch ne Stunde mit ihm telefonieren, draußen beim Spazieren. Sie sagt es mir knapp und ist dann weg.

Ich sitze dann im Haus und bringe die Kinder ins Bett und frage mich, warum ich das eigentlich mit mache. Und ob sie mich von vorn bis hinten verarscht...
Aber dann gibt es immer wieder diese Momente, in denen ich spüre, dass sie mich nicht loslassen kann. Dass sie zweifelt. Dass es noch Hoffnung gibt. Und daran klammere ich mich so fest. Und ertrage dann so einiges...

Mir geht es sehr schlecht, ihr geht es augenscheinlich deutlich besser. Sie ist auch manchmal nachdenklich und so, aber ich habe das Gefühl, sie genießt, dass ich einigermaßen still halte und sie gleichzeitig relativ frei ist, was den Typen angeht. Mich macht das wahnsinnig und wütend, aber ich beiße mir auf die Zunge...

Ich hänge wirklich extrem an ihr und meiner Familie. Ich will alles dafür tun, um das zu erhalten. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass sie zur Zeit nicht sie selbst ist, und dass sie es eines Tages bitter bereuen würde, wenn sie uns jetzt verlässt. Davor will ich sie und uns bewahren. Ich bin auch ein Stück weit fatalistisch: Ich sage mir, ich will sie unbedingt erhalten, und wenn das nicht gelingt, dann wird sowieso alles schrecklich und dann sind paar Wochen/Monate Quälerei, die ich derzeit ertrage, im Großen und Ganzen auch nicht mehr so wild...

Wir waren schon bei der Paartherapie (sie war auch relativ bereitwillig, mitzukommen) und haben bald unseren nächsten Termin. Die erste Sitzung war gut, wenn auch noch relativ oberflächlich. Die Therapeuthin hat angeregt, dass wir mal zu zweit verreisen, uns eine Weile lang nur auf uns konzentrieren. Das wollte sie überhaupt nicht, sie glaubt, man könne "Nähe nicht durch Nähe erzeugen." Dann hat die Therapeuthin alternativ vorgeschlagen, dass sie mal alleine ne Woche verreist, um in sich zu gehen. Das konnte sie sich schon eher vorstellen, ich unterstütze sie auch sehr bei dieser Idee, aber so richtig will sie es nicht. Ich frage sie immer mal wieder, ob sie vielleicht bald sowas machen will, ob sie ein schönes Hotel suchen will. Aber sie wirkt da relativ halbherzig.

Und so ist meine große Befürchtung, dass dieser komische Wartestatus noch sehr lange Bestand hat. Die Sache ist jetzt 5 Wochen her und gefühlt sind wir keinen einzigen Schritt weitergekommen. Wir haben unseren Alltag, gehen beide arbeiten, kümmern uns um die Jungs. Sie trifft sich ab und zu mit ihm und schreibt sich ständig mit ihm. Nach innen ist schwer zu ertragen, und nach außen auf Dauer die heile Weilt zu spielen, natürlich auch.

Und es ist einfach nicht absehbar, wie sich die Situation ändern soll. Mache ich ihr Druck, schreckt sie sofort zurück und "droht" (unausgesprochen) damit, dass jeglicher Druck sie wegscheuchen würde. Also gebe ich klein bei und spiele mit. Bin der liebe Papa und ihr Mann, ohne ihr irgendwelchen Druck zu machen. Es ist absurd und demütigend, aber ich habe solche Angst... auch davor, irgendwann zu erkennen, dass ich ohne die Frau, die ich so liebe, auf Dauer besser dran bin...

Vielen Dank, dass du tatsächlich bis hier gelesen hast! Ich weiß gar nicht, was ich genau für einen Rat hören will. Vielleicht kennt jemand so eine seltsame "Unentschlossenheits-Situation" ja und kann berichten, was da helfen kann. Danke!

es stimmt - Rat kann nicht wirklich helfen. Und wie es gerade bei Euch ist, kann es aber auch nicht bleiben.

Isund zur Verzweiflung treibent es denn noch so, dass sie sich viel mit Euren Jungen beschäftigt? Oder bist Du seither mehr mit den Jungens als sie ?

Wieso wollte Deine Frau denn nicht mal alleine verreisen? Oder habe ich da jetzt etwas missverstanden?

Eigentlich sollte es ihr doch gefallen, sich mal ein paar Tage ''frei nehmen'' zu dürfen, von allen Verpflichtungen ?

Der große Fehler, den wohl sehr viele Paare in Deiner Situation begehen, das ist wenn einer den anderen auch noch unter Druck setzt, so dass Wut und Verzweiflung noch wachsen. Aber was DU tun kannst, das ist, Deiner Frau vor Augen führen, dass auch SIE nicht allein IHREN Willen durchsetzen kann. Die Kinder fragen nicht danach, ob ihre Mama verliebt ist - die brauchen ihre Mutter und ihren Vater.
Ja, es hilft alles nichts - sie hat genau wie Du diese Verantwortung und kann sich nicht einfach aus dem Staub machen, weil ihr ''Herz'' nach dem anderen Mann schreit. (Wobei das Herz ist es ja gar nicht - es sind die Hormone und IHR Kopf) Ihr Herz - ich nehme an, das hat sie - gehört der Familie /den Kindern und dem Mann.

Ihr müsst Euch jetzt beide einigen - wer genau sich um die Kinder kümmert. Denn, wenn Deine Frau beabsichtigt, zu dem Mann zu gehen und vielleicht nur darauf wartet, dass sie bei ihm einziehen kann, wirst Du ganz alleine dastehen und eventuell auch Dich allein um Eure Kinder kümmern müssen.

Deine Frau muss sich auch im Klaren sein, dass sie DIR nicht ALLES zumuten kann, nur, damit SIE sich wohl fühlen kann. Ich denke, was Du brauchst, das ist Durchsetzungskraft. Lasse Dich nicht allzusehr von Deinen Emotionen leiten. Hin und wieder braucht auch eine gute Frau (ein guter Partner) KLARTEXT und das konsequent. Lasse Dir nicht mehr von IHR diktieren, was wie wann oder wo geht oder nicht - Du hast den Überblick bei der Sache - DU bestimmst, wie es gehen kann.

Setze Dich durch bei ihr. Vielleicht bringt sie das dann mal wieder auf den Boden zurück.

Auch Eltern können nicht tun und lassen was sie wollen, nach Lust und Laune .. klar oder?

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10. September um 1:21

Sitze es aus -  sei cool  der liebende Fels in ihrer  Brandung.

SO hält mann eine Frau.





 

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10. September um 2:26
In Antwort auf jk1

Ich hab sie vorhin gefragt, ob sie schon darüber nachgedacht hat, wann und wohin sie ausziehen kann und wenig überraschend gibt es massiven Widerstand.

Sie sagt, ich könne sie nicht rausschmeißen und sie hätte ebenso wie ich einen Mietvertrag. Und sie sagt, sie hatte gehofft, dass wir nie solche Gespräche führen, sondern einvernehmliche Lösungen finden (übersetzt für mich: weiterhin so schön angenehm für sie wie bisher). Sie hätte sich schon verschiedene Modelle überlegt, zum Beispiel dass wir zusammen eine andere Wohnung mieten und dort wechselseitig wohnen. (!)
Und wenn ich ein Problem damit hätte, dass wir zusammen wohnen, könnte ich doch ausziehen.
Zur Erinnerung: Die Vermieter sind meine Eltern.

Ich konnte nur sehr schwer an mich halten, habe ihr aber ruhig und bestimmt gesagt, dass sie das vergessen kann und dass ihr Auszug sein muss. Sie blockte dann wieder und sagte dass ich sie nicht rausschmeißen kann. Und dass das logistisch mit den Kindern gar nicht gehen würde, wenn sie zu ihrer Mutter ziehen soll (was Quatsch ist, ist ne halbe Stunde mit dem Auto). 

Dann hat sie heulend und laut gesagt, dass ich das Zimmer verlassen soll. Ich hab im Rausgehen noch leise gesagt, dass ich fünf Wochen still gehalten hab, ohne dass es irgendeinen Schritt in meine Richtung gab. Dass sie also mehr als genug Zeit von mir bekommen hat.


Tjo, das ist jetzt der Stand. Mal sehen ob sie die Blockade aufrecht erhält. Jetzt gerade schreibt sie mir noch, dass sie wenigstens so lange bleibt bis sie eine Wohnung gefunden hat. Das kann halt ne ganze Weile dauern, fürchte ich.

Naja, für heute lass ich es gut sein. Morgen Abend suche ich erneut das Gespräch, und ich werde nicht nachgeben.

Die Paartherapiesitzung morgen fällt vermutlich aus. 

Gerade jetzt ist die Paartherapie wichtig. So eine Therapie kann auch dabei helfen sich zu trennen...umdnnicht nur dabei eine Ehe zu retten. 

Ich waere sicher nicht so nett und geduldig wie du. Sie betrügt Dich und du sollst schoen ruhig halten, bis die Madame sich entschließt auszuziehen. 

Beim nächsten Gespräch würde ich ihr sagen was passiert, wenn sie nicht so schnell wie möglich auszieht. 

Als erstes würde ich an deiner Stelle deine Eltern infomieren was deine Frau so abzieht. Sag deinen Eltern ruhig, wenn sie nicht auszieht, dann wirst du erst einmal ausziehen. 

Dann würde ich bei der Mutter deiner Frau anrufen und dort nachfragen, ob sie dort vielleicht eine Weile wohnen könnte....weil sie einen anderen Mann hat und bei dir auszieht. 

Dann würde ich den Arbeitgeber der Frau informieren. 

Dann würde ich mit der Affäre deiner Frau ein paar Takte reden. 

Dann würde ich die Freundin der Affäre anrufen und nachfragen wie sie damit umgeht, dass die beiden eine Affäre haben. 

Sage deiner Frau bei eurem nächsten Gespräch, dass alle diese Dinge am Tag X passieren, wenn sie nicht in die Puschen kommt und auszieht. 

Das könnte sie etwas motivieren. 

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10. September um 4:40
In Antwort auf jk1

Danke auch dir für die klaren Worte.

Ich weiß, dass ich wahrscheinlich härter sein müsste, aber ich halte ihr irgendwie noch zugute, dass sie derzeit nicht sie selbst ist. Sie ist aus einer Überforderungssituation heraus emotional überlastet. Deshalb gebe ich ihr noch einige Zeit, um von allein klar zu werden. Ziemlich naiv vielleicht, ja....

Ich habe noch zu viel Angst davor, mit einer Trennung die Bande zwischen uns endgültig zu zerschneiden...
Vermutlich bin ich auch nicht ich selbst.

Rede es dir doch nicht schön! 
Sie pickt gerade Rosinchen, sie schaut was ihr am besten gut tut, du bist da egal. 
Warum zum Teufel schläfst du im Keller!??? SIE macht was falsch, nicht du. Ich würde an deiner Stelle sofort zurück in das Schlafzimmer zurück. Geht ja mal gar nicht. Außerdem ist die Geschichte mit dem Druck nur Gelaber, dass sie munter checken kann wie weit sie gehen kann. 
Lass' dich doch nicht so behandeln! Sie schreibt in deinem Beisein mit ihm!? "sie kann nicht anders". Doch! 
Wenn man Respekt hat vor einem Menschen dann geht das, WILL sie aber nicht, weil sie gerade nicht, weil sie den totalen Egotrip fährt. 
Sag ihr so wie es ist, du kannst das nicht mehr und Punkt. 
Und die Bande zerschneidet sie so ziemlich respektlos! 

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10. September um 4:47
In Antwort auf jk1

Am Dienstag.

Sie könnte zu ihrer Mutter vielleicht. Aber das bedeutet eben auch, dass die Kids ohne ihre Mutter auskommen müssen, auf unbestimmte Zeit. Das würde mir auch sehr weh tun, und das ist auch nicht einfach den Kindern zu kommunizieren... aber vermutlich geht es nicht anders.

1. Dann sieh es mal so, Kinder sind nicht blöd und spüren wenn da was im Busch ist. 
2. Möchtest du deinen Söhnen vorleben, dass ein Partner so mit einem umgehen darf? Ich denke, das möchtest du nicht. 

Ich schicke dir eine PN. 

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10. September um 4:57
In Antwort auf jk1

Ich hab sie vorhin gefragt, ob sie schon darüber nachgedacht hat, wann und wohin sie ausziehen kann und wenig überraschend gibt es massiven Widerstand.

Sie sagt, ich könne sie nicht rausschmeißen und sie hätte ebenso wie ich einen Mietvertrag. Und sie sagt, sie hatte gehofft, dass wir nie solche Gespräche führen, sondern einvernehmliche Lösungen finden (übersetzt für mich: weiterhin so schön angenehm für sie wie bisher). Sie hätte sich schon verschiedene Modelle überlegt, zum Beispiel dass wir zusammen eine andere Wohnung mieten und dort wechselseitig wohnen. (!)
Und wenn ich ein Problem damit hätte, dass wir zusammen wohnen, könnte ich doch ausziehen.
Zur Erinnerung: Die Vermieter sind meine Eltern.

Ich konnte nur sehr schwer an mich halten, habe ihr aber ruhig und bestimmt gesagt, dass sie das vergessen kann und dass ihr Auszug sein muss. Sie blockte dann wieder und sagte dass ich sie nicht rausschmeißen kann. Und dass das logistisch mit den Kindern gar nicht gehen würde, wenn sie zu ihrer Mutter ziehen soll (was Quatsch ist, ist ne halbe Stunde mit dem Auto). 

Dann hat sie heulend und laut gesagt, dass ich das Zimmer verlassen soll. Ich hab im Rausgehen noch leise gesagt, dass ich fünf Wochen still gehalten hab, ohne dass es irgendeinen Schritt in meine Richtung gab. Dass sie also mehr als genug Zeit von mir bekommen hat.


Tjo, das ist jetzt der Stand. Mal sehen ob sie die Blockade aufrecht erhält. Jetzt gerade schreibt sie mir noch, dass sie wenigstens so lange bleibt bis sie eine Wohnung gefunden hat. Das kann halt ne ganze Weile dauern, fürchte ich.

Naja, für heute lass ich es gut sein. Morgen Abend suche ich erneut das Gespräch, und ich werde nicht nachgeben.

Die Paartherapiesitzung morgen fällt vermutlich aus. 

Such du eine Wohnung und knall ihr die auf den Tisch. Fertig. Die Suche wird sie nicht aktiv machen. 

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