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Sich verlieben – warum wird es immer schwerer?

25. Mai um 11:03 Letzte Antwort: 3. September um 19:00

Man sagt ja immer, es wird immer schwerer, einen Partner zu finden, je älter man wird. Ich fand das immer Quatsch, man kann ja auch tolerant und kompromissbereit bleiben. Ich bin 40 und hatte mehrere wirklich schöne Beziehungen, die auch viele Jahre glücklich waren. Seit einigen Monaten date ich Männer, ich bin gerade getrennt. Ich genieße mein Leben, alles gut, aber ich wünsche mir natürlich auch Nähe und Vertrautheit.

Mir ist folgendes aufgefallen und würde gern mal Eure Meinung dazu wissen: woran liegt es, dass es immer schwerer wird, sich in jemanden zu verlieben, offen zu sein und sein Leben auf einander einzustellen? Jemand, mit dem die Wellenlänge passt und der Sex auch? Warum wollen so viele überhaupt keine Beziehung mehr?

Ich habe den Eindruck, viele sind sehr stark gefrustet. Wir alle wurden schon mal verlassen, verletzt und enttäuscht. Das tut weh. Haben wir die Hoffnung aufgegeben? Oder liegt es daran, dass uns die Beliebigkeit und die viele Auswahl auf Dating-Portalen überfordert? Dass die Welt so unverbindlich und schnelllebig geworden ist? Oder sind die beziehungsfähigen Männer alle vergeben? Aber gibt es denn überhaupt Langzeitbeziehungen (ich rede von vielleicht 7 oder 8 Jahren plus), in denen sich beide wirklich begehren? Sind monogame Beziehungen überhaupt noch zeitgemäß?

Ich würde echt gern Eure Meinung hören. Ich möchte bitte auch keine PN mit eindeutigen Angeboten, kein Interesse. Es geht mir nur um den Eindruck, den ihr von der Männerwelt oder Frauenwelt, von Eurer eigenen Einstellung und von Beziehungen in eurem Umfeld habt. Danke Euch!
 

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25. Mai um 12:06

..hm...ich weiss nicht,ob meine seine eigenen Beziehungs-Vor-ERfahrungen nicht irgendwo überträgt.

Natürlich hat jemand...Ende 30,40...ein Vorleben..manche haben das schon mit Ende 20 ...

Auf Deine Fragen im vorletzten Absatz-ich denke,pauschal kann man da gar nix. beantworten,das ist individuell verschieden.
  

Ist Monogamie zeitgemäss?
Möchte man die Ehe mit 3Kindern aufrechterhalten,obwohl man sexuell seit längerem eine andere befriedigendere (temporäre)Affäre hat?

Sind Chlamydien wünschenswert? Ist das alte Rein-Raus-Spiel es wert..eine vielleicht nicht mehr ganz so leidenschaftliche,aber gute Beziehung aufs Spiel zu setzen?

Muss man sich gleich trennen,wenn er oder sie mal nach einer rauschenden Partynacht im fremden Bett und anderen Armen landet?


Ja,es gibt Langzeitbeziehungen..mit ohne Trauschein,mit Kind(ern)..mit gutem..akzeptablem Sex und..einfach glücklich miteinander..wenn man das grosse Glück hat,sich zu finden,wo es passt und das lange Zeit..ohne grosse Anpassungsschwierigkeiten.

Auch heute kann man sich noch ohne Datingportale kennen lernen..ob das besser oder schlechter ist..beurteile ich nicht.Vermutlich hält es sich die Waage..was "Langzeitbeziehungserfolge"angeht...

Nähe,Vertrautheit..muss sich entwickeln.Manchmal..brauchen da Männer lange..auch zu vergessen,wenn sie verlassen wurden.Das kratzt sehr am Ego,weil manche-nicht alle-sich ja für soo unwiderstehlich halten.

Dann fühle einige Männer sich gleich überfordert und eingeengt..wenn Dir so ein Mann begegnet,wünsche ich Dir,dass er intelligent genug ist und die Bereitschaft hat,einiges zu thematisieren und zu klären,ohne zu streiten,einfach..Standpunkte klären..Vorstellungen und Wünsche austauschen.

Vielleicht..findet man am meisten,wenn man nichts erwartet..nichts sucht..und einfach..per Zufall findet..das ist aber..auch so ne Pauschalplattitüde..also mit einem Augenzwinkern geschrieben ...

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25. Mai um 12:59

Hallo liebe Coleen,

herzlichen Dank. Wirklich eine schöne Antwort. Ich denke tatsächlich, dass eine Bindung und langjärihes Vertrauen wichtiger ist als das Rein-Raus-Spiel. Aber dazu muss die Beziehung auch wirklich gut sein. Wenn es dann noch hakt, dann ist es zu viel. Aber oftmals werden Beziehungen viel zu lange aufrecht erhalten, weil man sich gar nicht mehr vorstellen kann, dass es ohne geht.

Ja, das Leben so laufen zu lassen, nicht aktiv auf der Suche zu sein und zu warten, bis irgendwann der nächste Richtige kommt, das ist ein guter Weg. Ich bin gerade hin- und hergerissen. Ich stehe meinem Ex-Mann noch sehr nahe, aber ich begehre ihn nicht. Und wir hatten viele Probleme, zu viele. Dennoch fühle ich mich verbunden.

Mit diversen Datings habe ich einige traurige Geschichten erlebt. Ich habe andere enttäuschen müssen und wurde selbst enttäuscht.

Macht mich alles nachdenklich gerade. Ich bin ein Beziehungsmensch. Ich mag es zu lieben und geliebt zu werden. Ich weiß, ich will zu viel und zu schnell. Muss erstmal mit allem abschließen. Und möchte mich von so einigen halb-ernsten Beziehungen bzw. Affären nicht trennen.

Bin ratlos. Habe keine Lust, alles erst heilen zu lassen. Dauert mir zu lange. Aber ich weiß...

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3. September um 17:23

Hmm..Gute Fragen, auf die ich auch Antworten suche..Ist mir selbst auch schon aufgefallen..Aber vielleicht habe ich einfach nur eine zu hohe Erwartungshaltung basierend auf die letzte Beziehung.. 

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3. September um 17:39
In Antwort auf happysad

Man sagt ja immer, es wird immer schwerer, einen Partner zu finden, je älter man wird. Ich fand das immer Quatsch, man kann ja auch tolerant und kompromissbereit bleiben. Ich bin 40 und hatte mehrere wirklich schöne Beziehungen, die auch viele Jahre glücklich waren. Seit einigen Monaten date ich Männer, ich bin gerade getrennt. Ich genieße mein Leben, alles gut, aber ich wünsche mir natürlich auch Nähe und Vertrautheit.

Mir ist folgendes aufgefallen und würde gern mal Eure Meinung dazu wissen: woran liegt es, dass es immer schwerer wird, sich in jemanden zu verlieben, offen zu sein und sein Leben auf einander einzustellen? Jemand, mit dem die Wellenlänge passt und der Sex auch? Warum wollen so viele überhaupt keine Beziehung mehr?

Ich habe den Eindruck, viele sind sehr stark gefrustet. Wir alle wurden schon mal verlassen, verletzt und enttäuscht. Das tut weh. Haben wir die Hoffnung aufgegeben? Oder liegt es daran, dass uns die Beliebigkeit und die viele Auswahl auf Dating-Portalen überfordert? Dass die Welt so unverbindlich und schnelllebig geworden ist? Oder sind die beziehungsfähigen Männer alle vergeben? Aber gibt es denn überhaupt Langzeitbeziehungen (ich rede von vielleicht 7 oder 8 Jahren plus), in denen sich beide wirklich begehren? Sind monogame Beziehungen überhaupt noch zeitgemäß?

Ich würde echt gern Eure Meinung hören. Ich möchte bitte auch keine PN mit eindeutigen Angeboten, kein Interesse. Es geht mir nur um den Eindruck, den ihr von der Männerwelt oder Frauenwelt, von Eurer eigenen Einstellung und von Beziehungen in eurem Umfeld habt. Danke Euch!
 

Ich verliebe mich heute schneller und öfter als früher, dafür verfliegt es schneller als je zuvor - sobald die Voraussetzungen für eine Beziehung nicht mehr gegeben sind.

Ich denke, dass ich heute aufgeklärter, weniger kompromissbereit bin und damit weniger verfügbar und bereit bin für eine Partnerschaft. Auch die Desillusionierung trägt dazu bei, dass ich nicht bereit bin zuversichtlich mitzuarbeiten. Ich möchte auf keinen Fall "Arbeit" investieren, ich möchte mein Leben leben, genießen .  

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3. September um 18:19
In Antwort auf happysad

Hallo liebe Coleen,

herzlichen Dank. Wirklich eine schöne Antwort. Ich denke tatsächlich, dass eine Bindung und langjärihes Vertrauen wichtiger ist als das Rein-Raus-Spiel. Aber dazu muss die Beziehung auch wirklich gut sein. Wenn es dann noch hakt, dann ist es zu viel. Aber oftmals werden Beziehungen viel zu lange aufrecht erhalten, weil man sich gar nicht mehr vorstellen kann, dass es ohne geht.

Ja, das Leben so laufen zu lassen, nicht aktiv auf der Suche zu sein und zu warten, bis irgendwann der nächste Richtige kommt, das ist ein guter Weg. Ich bin gerade hin- und hergerissen. Ich stehe meinem Ex-Mann noch sehr nahe, aber ich begehre ihn nicht. Und wir hatten viele Probleme, zu viele. Dennoch fühle ich mich verbunden.

Mit diversen Datings habe ich einige traurige Geschichten erlebt. Ich habe andere enttäuschen müssen und wurde selbst enttäuscht.

Macht mich alles nachdenklich gerade. Ich bin ein Beziehungsmensch. Ich mag es zu lieben und geliebt zu werden. Ich weiß, ich will zu viel und zu schnell. Muss erstmal mit allem abschließen. Und möchte mich von so einigen halb-ernsten Beziehungen bzw. Affären nicht trennen.

Bin ratlos. Habe keine Lust, alles erst heilen zu lassen. Dauert mir zu lange. Aber ich weiß...

Ich habe mich gerade von meinem Mann getrennt. Unter anderem, weil es einfach schon länger von meiner Seite aus keine Gefühle mehr hab und weil ich mich in einen Freund verliebt habe, diese Gefühle aber lange Zeit unterdrückt habe. 

Dieser Freund hat mich dann, als ich meine Gefühle gestand auch geküsst und mir erzählt, dass er auch Gefühle für mich hat. Allerdings hat er am nächsten Tag gesagt, dass wir es besser lassen sollten, da ich zu dem Zeitpunkt noch mit meinem Mann zusammen war (Die beiden kennen sich, sind aber jetzt nicht best friends) und er Probleme hat, über die er nicht sprechen will. Ich bin immernoch in ihn verliebt, habe starke Gefühle. Wie es bei ihm ist, weiß ich nicht. Seit einem Monat blockiert er mich überall und wenn wir uns begegnen (Er wohnt nur ein paar Straßen weiter), geht er mir aus dem Weg, sagt auch nichts, nicht mal Hallo. 

Was ich eigentlich sagen will, mir fällt es sehr schwer ihn los zu lassen und daran zu denken, dass es auch noch andere gibt. Irgendwie habe ich jetzt Angst, mich neu zu verlieben. Früher konnte ich schnell Gefühle für jemand neuen empfinden, aber im Moment kann ich mir nicht vorstellen, mich in jemand anderen zu verlieben.

"Ich weiß, ich will zu viel und zu schnell. Muss erstmal mit allem abschließen"

Ich glaube, das ist such mein Problem. Er meinte, dass wir, wenn ich mich getrennt habe und er sein Leben im Griff hat, nochmal reden könnten. Ich könnte aber einfach nicht abwarten und hab ihn wohl etwas bedrängt.

Mir fällt es jedenfalls heutzutage sehr schwer, mich zu verlieben, ich bin 28.

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3. September um 19:00

Ich finde es nicht schwer, sich zu verlieben- in jedem Alter und beidseitig. Was mit zunehmendem Alter jedoch immer schwerer wird, ist die Kompatibilität von 2 gestandenen Leben mit allem, was dazu gehört und dranhängt (Kinder, Haus, Karriere, Ex-Partner, alte Eltern, Ortsgebundenheit usw., die Liste lässt sich beliebig verlängern)... Da wären wir dann bei den Kompromissen, die man zwar in der Theorie gern eingeht, in der Praxis sieht das jedoch ganz anders aus. Keiner will sich verändern, jeder möchte in seinem aufgebauten Leben, sozusagen in seiner Komfortzone bleiben. Man möchte kein Risiiko eingehen und genau daran scheitern letztendlich sehr viele Beziehungen. Meine Erfahrung mit nun fast 50 Jahren ist die, dass kaum noch jemand bedingungslos ehrlich ist, was diese Dinge betrifft. Mir haben Männer in der Kennenlernphase sonstwas erzählt, Zukunftspläne geschmiedet noch und noch- bis zu dem Tag, an dem sie zu der Erkenntnis kamen, dass ich doch nicht in ihr Leben passe.
Natürlich haben sie den Sex noch mitgenommen, bevor sie mir das mitteilten. Dasselbe berichten mir ständig Freundinnen u. Kolleginnen, höre und lese ich überall. Ich habe für mich seit einiger Zeit eine Strategie entwickelt, damit mir so etwas nicht mehr passiert. Das ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber mir hilft es ungemein, mich nicht mehr vorschnell an einen Mann zu binden, nur um dann Kummer zu haben. Ich wünsche Dir viel Glück bei Deiner Suche und nicht zu viele Enttäuschungen!


 

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