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"Sich selbst genügen" - kann man das lernen?

7. Juli 2011 um 17:42

Momentan ist einfach alles mies. Keine Ahnung woran das liegt, vielleicht sinds die Hormone oder ich komme schon in die Wechseljahre aber irgendwie läufts beziehungstechnisch grad nicht so doll.
Eigentlich bin ich gar nicht sooo übertrieben eifersüchtig und auch nicht schmusebesessen aber momentan bin ich total liebebedürftig, möchte in den Arm genommen, gestreichelt, beachtet, eben "geliebt" werden.
Leider passt das grad gar nicht zur vorhandenen Beziehungssituation.
Seit knapp ner Woche verdächtige ich meinen Freund der Untreue (zumindest den Vorbereitungen dazu).
Mich hatte das ganz schön fertig gemacht aber nachdem ich mit ner Freundin drüber gesprochen habe, bin ich etwas beruhigter. Aber sein Verhalten ist nach wie vor sonderbar.
Ich hab das Gefühl, das er mich gar nicht richtig wahrnimmt, das es ihm ziemlich egal ist, was ich denke oder wonach ich mich grad sehne.
Ich bin leider keine große Rednerin, schon gar nicht wenns um Gefühle geht und von daher fällt die naheliegendste Lösung, nämlich mit ihm darüber zu sprechen, erstmal flach. Vielleicht, wenn sich DIE optimale Gelegenheit ergibt....
Nun ja, lange rede, kurzer Sinn: Ich will ihm grad ganz besonders nah sein und hab das Gefühl an ihm abzuprallen, quasi weggestoßen zu werden.
Das tut der liebebedürftigen Seele nicht unbedingt gut
Deshalb habe ich mich gefragt ob es wohl erlernbar ist, sich selbst zu genügen. Also, so rundum glücklich und zufrieden mit sich selbst zu sein. Den Partner als erfreuliches Beiwerk anzusehen aber nicht als Notwendigkeit zum glücklichsein.
Hoffe man kann verstehen was ich sagen will

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7. Juli 2011 um 17:57

Nein
so war das nicht gemeint.
Oft ist es doch so, das man sein "Glück" am Partner fest macht oder besser: Das man ihn für das eigenen Wohlbefinden (Glück) verantwortlich macht.
Das ist aber dämlich, denn zum einen ist der Partner überfordert und zum anderen fühlt man sich halt permanent sch...., wenns in der Beziehung nicht so rund läuft.
Ich möchte einfach nur lernen, das es mich nicht so dermaßen runterzieht, wenn der Wurm drin ist.

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7. Juli 2011 um 18:03

Kannst
du mir vielleicht auch einen Tipp für das "wie" verraten?
Wäre prima!

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7. Juli 2011 um 18:25

Na
das ist recht einfach... Ich möchte gerade Beachtung, Aufmerksamkeit, Interesse...
Er beschäftigt sich lieber mit online-/PS-Spielen und der Katze. Und vielleicht auch mit (einer) Arbeitskollegin(nen). Letzteres ist nur mein Verdacht, der durch Handyschnüffelei meinerseits aufkam.
Das Ganze passt nicht so richtig zusammen und ich würde mich gern dazu bringen, mit dem Gedanken rumzulaufen: Wenn du halt lieber spielst...so what...ich kanns mir auch alleine schön machen.
Aber irgendwie haut das nicht hin

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7. Juli 2011 um 19:07

Das Reden
ist für mich nicht einfach. Man könnte es mit Panikattacken vergleichen. Ich kann es einfach nicht. Nicht mit demjenigen, der mir nahesteht, den es betrifft. Da hab ich nen Knoten im Hals. Ich krieg es einfach nicht raus.
Es passiert ganz selten, das mal alles passt und ich ein bißchen was anspreche. Seine Laune, die Gesamtsituation, mein Verlangen endlich was zu sagen...
Ich beneide die Paare in Filmen, die sich so richtig schön "fetzen" können.
ICH kann es nicht. Wenn es wirklich mal dazu kommt, das Wut und Verzweiflung bei mir so überhand nehmen, das ich ihn am liebsten anschreien würde, dann klappt das nicht...dann fang ich an zu heulen. Es mag vielleicht grad für Frauen unverständlich sein aber es gibt Geschlechtsgenossinnen, die nicht mit dem Partner über ihr Innenleben reden können, wenn es um was Negatives geht.
Das empfinde ich selbst als Mega-Mist aber ich habe in den 23 Jahren, in denen ich mich jetzt schon mit dem anderen Geschlecht abgebe, noch nicht gelernt wie das geht.
Und in diesem konkreten Fall: Was brächte das Reden? Zeig mir einen Mann, der unumwunden zugibt, das er ne andere hat, wenn man ihn darauf anspricht.
Vielleicht ist sogar das der schwerwiegendere Punkt am betrogen werden für mich: Die u.U. jahrelange Belügerei.
Da wird auf heile Welt gemacht, Bedenken mit Sprüchen á la: "Du spinnst doch" oder "Das bildest du dir nur ein" abgetan und am Ende stellt Frau fest, das sie sich über Jahre in so eine tiefe Depression manövriert hat, das sie in der Klinik landet.
Und warum? Weil sie sich hat einreden lassen, das ihre Intuition falsch ist.
Solange, bis sie selbst glaubte ihren Gefühlen nicht trauen zu können.
Das WILL ich nie mehr erleben!

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7. Juli 2011 um 20:15

Danke!
Diesen Absatz >>mach dir klar, dass DU der allerwichtigste mensch in deinem leben bist. du machst fehler, du hast nicht immer recht, du bist nicht perfekt ... kurz du bist WUNDERBAR so wie du bist. und niemand hat das recht dazu, dich so zu behandeln, dass es dir schlecht geht ... NIEMAND.<<
werde ich jetzt mal zu meinem Mantra machen.
Und wenn Herz UND Verstand das verinnerlicht haben, dann klappt bestimmt auch der Rest.
Danke!!!

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8. Juli 2011 um 1:39


Unsinn. Niemand ist für die Einsamkeit geschaffen.

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