Forum / Liebe & Beziehung

Should i stay or should i go ?!

16. Februar um 21:17 Letzte Antwort: 18. Februar um 9:13

Hallo liebe Mitleser,

was für ein doofes Wochenende. Ich wusste ganz genau das es so kommen würde...

Zu mir: W, knapp 38 Jahre alt, seit fast 3 Jahren in einer festen Beziehung mit M, 52 Jahre alt. Der Altersunterschied spielt(e) bei uns eigentlich keine Rolle, oder jetzt vielleicht doch? Hm, ich berichte mal...

Grundsätzlich führen wir so denke ich mal eine solide, gute Beziehung. Mit uns wohnt noch seine Tochter (21) die aber eher "ihr Ding" macht, sich langsam löst und selbständiger wird.

Der große Knackpunkt ist aber: Eigentlich leben wir ein ziemlich eingefahrenes Leben. Klar, da gibt es viele gemeinsame Schnittstellen: Konzerte, ähnliche gesellschaftliche und politische Grundhaltungen, ein "Wir" Gefühl, der Freundeskreis und Familienkreis der uns natürlich auch gemeinsam kennt und wertschätzt, gesicherte Vollzeitjobs, keine großartigen finanziellen Sorgen aber auch kein Übermaß an Geld, eine stabile Gesundheit usw.

Aber: Es fehlt eindeutig an Alltagszärtlichkeiten. "Eigentlich" lief es auf intimer Ebene bis vor einiger Zeit auch gut, aber ich merke eben immer mehr, dass ich auf ihn - weil eben die kleineren Zärtlichkeiten im Alltag fehlen bzw komplett ausbleiben - immer weniger Lust habe. Ein Teufelskreis

Angesprochen habe ich innerhalb der letzten 24 Monate die Thematik schon 2 mal. Dass eben das eine mit dem anderen für mich zusammenhängt und ich mich nicht bereit fühle (obwohl ich Sex auch sehr mag und als wichtig und schön empfinde), wenn im Alltag so gar nichts von ihm kommt. Keine Umarmung, kein Kuss, keine Worte der Zuneigung, keine Komplimente.

Dass war früher bzw im ersten Jahr jedoch deutlich anders.

Nur: Er blockiert bei der Thematik, wird still und schweigt mein Problem quasi aus. Ich mache dann halt irgendwie "unser Leben" weiter, möchte keine schlechte Stimmung und das ganze auch nicht aufgeben. Zumal ich extra vor 2 Jahren wegen ihm hergezogen bin und eigentlich ja auch an uns "glaube".

Allerdings: Sogar beim Sex oder seinen Annäherungsversuchen kommt da eigentlich auch gar nichts. Kein intimer Kuss, kein Streicheln im Gesicht, selten sogar Blickkontakt. Er ist schon lieb und bemüht und alles. Aber eben nicht "mir zugewandt" also so wie man halt dann eben in dem Moment wahrgenommen werden möchte.

Ich war irgendwie oft der Meinung, ach das wird schon noch. Wir Menschen sind halt unterschiedlich und wenn man sich "offenbart" dann kann der Partner da mehr darauf eingehen, jeder kann sich entwickeln und nobodys perfect usw.. 

Am Freitag gab es dann von seiner Seite wieder so einen "Annäherungsversuch" und ich merkte, dass ich kopfmäßig so gar nicht dabei war. Die ganze Woche gab es keinen Kuss, keine Umarmung, nichts Ich guckte ihn irgendwann an, er konnte mir kaum in die Augen gucken, merkte da stimmt was nicht und drehte sich um. Super.

Kurze Zeit später stand er auf, ging wortlos aus dem Zimmer. Ich fand ihn kurz darauf im Wohnzimmer. Ich sagte ihm, dass ich schon weiß und merke, dass er gerne "zu mir möchte", ich ja eigentlich auch will, aber gerade nicht bereit bin für ihn. Erst reagierte er verständnisvoll: "Das ist doch kein Problem, sag doch was"... Als ich ihm dann mitteilte, dass es eben daran liegt dass so gar keine sonstigen Zärtlichkeiten von ihm kommen, wurde er sofort hibbelig. Er kennt die Thematik ja schon.

Mich berührte die Situation dann doch mehr als mir lieb war und Tränen flossen. Ich erklärte ihm, dass ich nicht wie Bruder & Schwester mit ihm leben könnte. Dass was wir zusammen hätten (siehe oben) könnte ich auch in einer WG oder einem Kumpel erleben und müsste dann nicht "erwarten" wie von einem Partner, dass man eben auch mal in den Arm genommen oder geküsst wird. Dann wären die Verhätnisse klar usw... 

Ich fragte: Empfindest Du noch was für mich? Er: "Ja". Ich fragte weiter: "Was meinst Du denn woran es liegt bei Dir?" Er: " Er hat da wohl weniger Befürfnis". Er weiß aber ganz genau, wie elementar wichtig mir das ist. Sex ja, aber Zärtlichkeiten gehören genauso dazu. Zumal ich der Meinung bin, dass es sogar ein Grundbedürfnis ist, jemanden zu streicheln, küssen etc  wenn man Gefühle hat. Das habe ich ihm auch schön öfters mitgeteilt.

Für ihn scheint das wohl anders zu sein (obwohl wie gesagt es im ersten Jahr super lief).

Schlussendlich kam kein klärendes Gespräch oder überhaupt ein Gespräch zustande. Er schweigt und ist wortkarg, schläft auf dem Sofa und vermeidet den Kontakt zu mir. Hier und da haben wir heute ein paar Worte gewechselt, aber eher mühsam und weil es ja auch noch die Tochter im Haushalt gibt.

Eben meinte ich, ob er jetzt für immer auf dem Sofa verweilen möchte. Keine Antwort, nur dass er seit gestern Ohrenschmerzen habe. Haha, super Antwort auf meine Frage. Habe ihm jetzt noch eine Packung Schmerzmittel gegeben, gesagt er solle sich melden wenn er was braucht.

Es ätzt mich einfach nur noch an Ich liebe ihn, fühle mich aber gekränkt, nicht beachtet, nicht wahrgenommen, ignoriert.

Gerade von ihm der mehr Lebenserfahrung hat als ich, wünsche ich mir eigentlich ein "erwachseneres" Verhalten, auch bei unbequemen Fragen. Bin drauf und dran, mir in Kürze eine kurzfristig beziehbare WG zu suchen. Obwohl es mir das Herz bricht. Aber so? Ich kann niemanden ändern, aber mein Selbstwertgefühl leidet schon extrem unter seinem Rückzug.

Should i stay or should i go? Ich weiß es einfach nicht Habe auch Angst vor Einsamkeit und dem "allein" sein, denke immer noch: Ach komm, das entwickelt sich alles wieder zum Guten.

Ratlose Grüße 
 

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16. Februar um 21:41

Zeig ihm deutlich, was du meinst. Rede nich sondern zeige ihm die Gesten, die dir im Alltag fehlen. 

Streiche ihm im Vorbeigehen kurz über den unteren Rücken (kurz über Po), oder über die Schultern. Fass ihm einfach mal an den Arm ... ohne dieses Streicheln mti den Fingern sondern eher mit der ganzen Hand kurz streicheln. Schau ihm mal tief in die Augen wenn du neben ihm stehst.... alle nur kurz, aber eben eine kleine Möglichkeit, etwas physische Spannung zwischen euch herzustellen ohne dass du ihn zu etwas zwingst oder bedrängst. 

Zeig ihm, was dir fehlt ohne zu klagen oder ihn zu kommandieren. Mach etwas. 

Und wenn dir der Alltag so mau erscheint, weil alles soweit gut läuft und nix neues auftaucht, dann mach was. Geh tanzen - Tangokurz, Salsakurs, Bachatakurs, Wandern, Schwimmen, Poweryoga - allein zu zweit was auch immer. Aber mach was anderes. Nur mit Freunden kochen oder ins Theater gehen wäre mir auch zu langeweilig.... 

 

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16. Februar um 21:42
Beste Antwort

naja euer alter ist ja nun gerade wo er seine "stand"probleme bekommt oder hat und du eben in der "heißen" phase bist. bloß wenn er nicht reden will oder sich nicht traut, haste schlechte karten.

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16. Februar um 22:14

Natürlich. Ich streichel mal über seinen Arm, gehe auf ihn zu und gebe ihm einen Kuss, fordere auch mal eine Umarmung ein.

Aber er lässt es kaum zu, zeigt kaum eigenes Interesse daran, wenn ich nichts "machen" würde (habe inzwischen ja auch schon etwas resigniert) käme da gar nichts mehr zustande.

Nur wenn er eben "mehr" will. Dann wird er aktiv(er).. aber eben auch nicht sehr persönlich, eher so ein automatisches streicheln. 

Ich hhabe darauf einfach kein Bock mehr, wenn sich der eigene Partner überhaupt nicht bemüht, schaltet man irgendwann auch ab

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17. Februar um 9:07
In Antwort auf bimetall2019

naja euer alter ist ja nun gerade wo er seine "stand"probleme bekommt oder hat und du eben in der "heißen" phase bist. bloß wenn er nicht reden will oder sich nicht traut, haste schlechte karten.

oje beitrag nicht verstanden

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17. Februar um 9:07
In Antwort auf kama_19505428

Hallo liebe Mitleser,

was für ein doofes Wochenende. Ich wusste ganz genau das es so kommen würde...

Zu mir: W, knapp 38 Jahre alt, seit fast 3 Jahren in einer festen Beziehung mit M, 52 Jahre alt. Der Altersunterschied spielt(e) bei uns eigentlich keine Rolle, oder jetzt vielleicht doch? Hm, ich berichte mal...

Grundsätzlich führen wir so denke ich mal eine solide, gute Beziehung. Mit uns wohnt noch seine Tochter (21) die aber eher "ihr Ding" macht, sich langsam löst und selbständiger wird.

Der große Knackpunkt ist aber: Eigentlich leben wir ein ziemlich eingefahrenes Leben. Klar, da gibt es viele gemeinsame Schnittstellen: Konzerte, ähnliche gesellschaftliche und politische Grundhaltungen, ein "Wir" Gefühl, der Freundeskreis und Familienkreis der uns natürlich auch gemeinsam kennt und wertschätzt, gesicherte Vollzeitjobs, keine großartigen finanziellen Sorgen aber auch kein Übermaß an Geld, eine stabile Gesundheit usw.

Aber: Es fehlt eindeutig an Alltagszärtlichkeiten. "Eigentlich" lief es auf intimer Ebene bis vor einiger Zeit auch gut, aber ich merke eben immer mehr, dass ich auf ihn - weil eben die kleineren Zärtlichkeiten im Alltag fehlen bzw komplett ausbleiben - immer weniger Lust habe. Ein Teufelskreis

Angesprochen habe ich innerhalb der letzten 24 Monate die Thematik schon 2 mal. Dass eben das eine mit dem anderen für mich zusammenhängt und ich mich nicht bereit fühle (obwohl ich Sex auch sehr mag und als wichtig und schön empfinde), wenn im Alltag so gar nichts von ihm kommt. Keine Umarmung, kein Kuss, keine Worte der Zuneigung, keine Komplimente.

Dass war früher bzw im ersten Jahr jedoch deutlich anders.

Nur: Er blockiert bei der Thematik, wird still und schweigt mein Problem quasi aus. Ich mache dann halt irgendwie "unser Leben" weiter, möchte keine schlechte Stimmung und das ganze auch nicht aufgeben. Zumal ich extra vor 2 Jahren wegen ihm hergezogen bin und eigentlich ja auch an uns "glaube".

Allerdings: Sogar beim Sex oder seinen Annäherungsversuchen kommt da eigentlich auch gar nichts. Kein intimer Kuss, kein Streicheln im Gesicht, selten sogar Blickkontakt. Er ist schon lieb und bemüht und alles. Aber eben nicht "mir zugewandt" also so wie man halt dann eben in dem Moment wahrgenommen werden möchte.

Ich war irgendwie oft der Meinung, ach das wird schon noch. Wir Menschen sind halt unterschiedlich und wenn man sich "offenbart" dann kann der Partner da mehr darauf eingehen, jeder kann sich entwickeln und nobodys perfect usw.. 

Am Freitag gab es dann von seiner Seite wieder so einen "Annäherungsversuch" und ich merkte, dass ich kopfmäßig so gar nicht dabei war. Die ganze Woche gab es keinen Kuss, keine Umarmung, nichts Ich guckte ihn irgendwann an, er konnte mir kaum in die Augen gucken, merkte da stimmt was nicht und drehte sich um. Super.

Kurze Zeit später stand er auf, ging wortlos aus dem Zimmer. Ich fand ihn kurz darauf im Wohnzimmer. Ich sagte ihm, dass ich schon weiß und merke, dass er gerne "zu mir möchte", ich ja eigentlich auch will, aber gerade nicht bereit bin für ihn. Erst reagierte er verständnisvoll: "Das ist doch kein Problem, sag doch was"... Als ich ihm dann mitteilte, dass es eben daran liegt dass so gar keine sonstigen Zärtlichkeiten von ihm kommen, wurde er sofort hibbelig. Er kennt die Thematik ja schon.

Mich berührte die Situation dann doch mehr als mir lieb war und Tränen flossen. Ich erklärte ihm, dass ich nicht wie Bruder & Schwester mit ihm leben könnte. Dass was wir zusammen hätten (siehe oben) könnte ich auch in einer WG oder einem Kumpel erleben und müsste dann nicht "erwarten" wie von einem Partner, dass man eben auch mal in den Arm genommen oder geküsst wird. Dann wären die Verhätnisse klar usw... 

Ich fragte: Empfindest Du noch was für mich? Er: "Ja". Ich fragte weiter: "Was meinst Du denn woran es liegt bei Dir?" Er: " Er hat da wohl weniger Befürfnis". Er weiß aber ganz genau, wie elementar wichtig mir das ist. Sex ja, aber Zärtlichkeiten gehören genauso dazu. Zumal ich der Meinung bin, dass es sogar ein Grundbedürfnis ist, jemanden zu streicheln, küssen etc  wenn man Gefühle hat. Das habe ich ihm auch schön öfters mitgeteilt.

Für ihn scheint das wohl anders zu sein (obwohl wie gesagt es im ersten Jahr super lief).

Schlussendlich kam kein klärendes Gespräch oder überhaupt ein Gespräch zustande. Er schweigt und ist wortkarg, schläft auf dem Sofa und vermeidet den Kontakt zu mir. Hier und da haben wir heute ein paar Worte gewechselt, aber eher mühsam und weil es ja auch noch die Tochter im Haushalt gibt.

Eben meinte ich, ob er jetzt für immer auf dem Sofa verweilen möchte. Keine Antwort, nur dass er seit gestern Ohrenschmerzen habe. Haha, super Antwort auf meine Frage. Habe ihm jetzt noch eine Packung Schmerzmittel gegeben, gesagt er solle sich melden wenn er was braucht.

Es ätzt mich einfach nur noch an Ich liebe ihn, fühle mich aber gekränkt, nicht beachtet, nicht wahrgenommen, ignoriert.

Gerade von ihm der mehr Lebenserfahrung hat als ich, wünsche ich mir eigentlich ein "erwachseneres" Verhalten, auch bei unbequemen Fragen. Bin drauf und dran, mir in Kürze eine kurzfristig beziehbare WG zu suchen. Obwohl es mir das Herz bricht. Aber so? Ich kann niemanden ändern, aber mein Selbstwertgefühl leidet schon extrem unter seinem Rückzug.

Should i stay or should i go? Ich weiß es einfach nicht Habe auch Angst vor Einsamkeit und dem "allein" sein, denke immer noch: Ach komm, das entwickelt sich alles wieder zum Guten.

Ratlose Grüße 
 

2 jahre lang schon?
2 jahre lang redest du gegen eine wand & es ändert sich nichts?

wie alt willst du werden um zu merken dass du mit ihm nicht glücklich wirst?

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17. Februar um 9:32
In Antwort auf kama_19505428

Hallo liebe Mitleser,

was für ein doofes Wochenende. Ich wusste ganz genau das es so kommen würde...

Zu mir: W, knapp 38 Jahre alt, seit fast 3 Jahren in einer festen Beziehung mit M, 52 Jahre alt. Der Altersunterschied spielt(e) bei uns eigentlich keine Rolle, oder jetzt vielleicht doch? Hm, ich berichte mal...

Grundsätzlich führen wir so denke ich mal eine solide, gute Beziehung. Mit uns wohnt noch seine Tochter (21) die aber eher "ihr Ding" macht, sich langsam löst und selbständiger wird.

Der große Knackpunkt ist aber: Eigentlich leben wir ein ziemlich eingefahrenes Leben. Klar, da gibt es viele gemeinsame Schnittstellen: Konzerte, ähnliche gesellschaftliche und politische Grundhaltungen, ein "Wir" Gefühl, der Freundeskreis und Familienkreis der uns natürlich auch gemeinsam kennt und wertschätzt, gesicherte Vollzeitjobs, keine großartigen finanziellen Sorgen aber auch kein Übermaß an Geld, eine stabile Gesundheit usw.

Aber: Es fehlt eindeutig an Alltagszärtlichkeiten. "Eigentlich" lief es auf intimer Ebene bis vor einiger Zeit auch gut, aber ich merke eben immer mehr, dass ich auf ihn - weil eben die kleineren Zärtlichkeiten im Alltag fehlen bzw komplett ausbleiben - immer weniger Lust habe. Ein Teufelskreis

Angesprochen habe ich innerhalb der letzten 24 Monate die Thematik schon 2 mal. Dass eben das eine mit dem anderen für mich zusammenhängt und ich mich nicht bereit fühle (obwohl ich Sex auch sehr mag und als wichtig und schön empfinde), wenn im Alltag so gar nichts von ihm kommt. Keine Umarmung, kein Kuss, keine Worte der Zuneigung, keine Komplimente.

Dass war früher bzw im ersten Jahr jedoch deutlich anders.

Nur: Er blockiert bei der Thematik, wird still und schweigt mein Problem quasi aus. Ich mache dann halt irgendwie "unser Leben" weiter, möchte keine schlechte Stimmung und das ganze auch nicht aufgeben. Zumal ich extra vor 2 Jahren wegen ihm hergezogen bin und eigentlich ja auch an uns "glaube".

Allerdings: Sogar beim Sex oder seinen Annäherungsversuchen kommt da eigentlich auch gar nichts. Kein intimer Kuss, kein Streicheln im Gesicht, selten sogar Blickkontakt. Er ist schon lieb und bemüht und alles. Aber eben nicht "mir zugewandt" also so wie man halt dann eben in dem Moment wahrgenommen werden möchte.

Ich war irgendwie oft der Meinung, ach das wird schon noch. Wir Menschen sind halt unterschiedlich und wenn man sich "offenbart" dann kann der Partner da mehr darauf eingehen, jeder kann sich entwickeln und nobodys perfect usw.. 

Am Freitag gab es dann von seiner Seite wieder so einen "Annäherungsversuch" und ich merkte, dass ich kopfmäßig so gar nicht dabei war. Die ganze Woche gab es keinen Kuss, keine Umarmung, nichts Ich guckte ihn irgendwann an, er konnte mir kaum in die Augen gucken, merkte da stimmt was nicht und drehte sich um. Super.

Kurze Zeit später stand er auf, ging wortlos aus dem Zimmer. Ich fand ihn kurz darauf im Wohnzimmer. Ich sagte ihm, dass ich schon weiß und merke, dass er gerne "zu mir möchte", ich ja eigentlich auch will, aber gerade nicht bereit bin für ihn. Erst reagierte er verständnisvoll: "Das ist doch kein Problem, sag doch was"... Als ich ihm dann mitteilte, dass es eben daran liegt dass so gar keine sonstigen Zärtlichkeiten von ihm kommen, wurde er sofort hibbelig. Er kennt die Thematik ja schon.

Mich berührte die Situation dann doch mehr als mir lieb war und Tränen flossen. Ich erklärte ihm, dass ich nicht wie Bruder & Schwester mit ihm leben könnte. Dass was wir zusammen hätten (siehe oben) könnte ich auch in einer WG oder einem Kumpel erleben und müsste dann nicht "erwarten" wie von einem Partner, dass man eben auch mal in den Arm genommen oder geküsst wird. Dann wären die Verhätnisse klar usw... 

Ich fragte: Empfindest Du noch was für mich? Er: "Ja". Ich fragte weiter: "Was meinst Du denn woran es liegt bei Dir?" Er: " Er hat da wohl weniger Befürfnis". Er weiß aber ganz genau, wie elementar wichtig mir das ist. Sex ja, aber Zärtlichkeiten gehören genauso dazu. Zumal ich der Meinung bin, dass es sogar ein Grundbedürfnis ist, jemanden zu streicheln, küssen etc  wenn man Gefühle hat. Das habe ich ihm auch schön öfters mitgeteilt.

Für ihn scheint das wohl anders zu sein (obwohl wie gesagt es im ersten Jahr super lief).

Schlussendlich kam kein klärendes Gespräch oder überhaupt ein Gespräch zustande. Er schweigt und ist wortkarg, schläft auf dem Sofa und vermeidet den Kontakt zu mir. Hier und da haben wir heute ein paar Worte gewechselt, aber eher mühsam und weil es ja auch noch die Tochter im Haushalt gibt.

Eben meinte ich, ob er jetzt für immer auf dem Sofa verweilen möchte. Keine Antwort, nur dass er seit gestern Ohrenschmerzen habe. Haha, super Antwort auf meine Frage. Habe ihm jetzt noch eine Packung Schmerzmittel gegeben, gesagt er solle sich melden wenn er was braucht.

Es ätzt mich einfach nur noch an Ich liebe ihn, fühle mich aber gekränkt, nicht beachtet, nicht wahrgenommen, ignoriert.

Gerade von ihm der mehr Lebenserfahrung hat als ich, wünsche ich mir eigentlich ein "erwachseneres" Verhalten, auch bei unbequemen Fragen. Bin drauf und dran, mir in Kürze eine kurzfristig beziehbare WG zu suchen. Obwohl es mir das Herz bricht. Aber so? Ich kann niemanden ändern, aber mein Selbstwertgefühl leidet schon extrem unter seinem Rückzug.

Should i stay or should i go? Ich weiß es einfach nicht Habe auch Angst vor Einsamkeit und dem "allein" sein, denke immer noch: Ach komm, das entwickelt sich alles wieder zum Guten.

Ratlose Grüße 
 

Ich bin begeistert, ihr habt über "das Thema" (was immer es sein mag) in 24 Monaten doch ganze zwei Mal gesprochen? Hey, das ist ja immerhin einmal pro Jahr, bei der Geschwindigkeit habt ihr in spätestens 100 Jahren eure Argumente ausgetauscht. Zum Glück werdet ihr nicht alt genug bis zum Ende des Gesprächs. Dann bleibt dir die Enttäuschung erspart, dass der Kerl doch nicht so tickt, wie du es gerne hättest. 

Die Lösung zu deinem Problem hast du im letzten Absatz deines Eröffnungsbeitrags selbst geschrieben: du hast Angst vor dem Alleinsein, deshalb bist du lieber mit Klobürsten zusammen als mit echten Menschenkindern. Also, solange keine Menschen da sind... Alleine geht gar nicht, da nimmt frau lieber ein komplettes Arschloch oder Sackgesicht...

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17. Februar um 20:30
In Antwort auf carina2019

2 jahre lang schon?
2 jahre lang redest du gegen eine wand & es ändert sich nichts?

wie alt willst du werden um zu merken dass du mit ihm nicht glücklich wirst?

Das "Problem" ist: Ich bin ja eigentlich glücklich. Der Gedanke, hier auszuziehen, ihn zu verlieren, alles aufzugeben.. dieser Gedanke bricht mir das Herz. Ich liebe ihn.

Heute war ich lange arbeiten, eigentlich bis gerade eben. Er war schon im Bett - na immerhin nicht auf der Couch wie die letzten 3 Nächte - aber hat nach wie vor Ohrenschmerzen und daddelte eben noch bisschen am Handy rum.

Und weil ich eben so bin wie ich bin, habe ich nochmals einen Gesprächsversuch gewagt, zumal er morgen auch lange beruflich unterwegs sein wird.

Kurze Rede, langer Sinn: Bei unserem Disput am Freitag hörte er Dinge heraus, die ich weder gesagt noch so gemeint hatte, zb dass alles scheisse ist.

Ich habe ihm dann nochmals ruhig erklärt, dass gerade in emotionalen Momenten das Empfängerohr oft andere Botschaften wahrnimmt, wie sie der Sender ausgesprochen hat und ich mit meinen Tränen weder Druck ausüben möchte, sondern er wissen sollte, dass es mir eben so wichtig mit / um ihn ist und dies halt nunmal mein Ventil darstellt.

Ich habe ihm aber auch gesagt, dass ich es absolut nicht nachvollziehen kann, wie man 3 Tage so mauert und seinen eigenen Film fährt, statt schlichtweg nochmals das Gespräch zu suchen.

Schlussendlich habe ich ihm jetzt mitgeteilt, dass ich ihm meine Sichtweise jetzt nochmals reflektiert hätte und er nun auf mich zugehen müsste. Nicht heute, nicht morgen aber auch nicht in 100 Jahren. Ich lasse ihn jetzt in Ruhe, muss abwarten, was kommt. 

Weiterhin ratlose Grüße.. aber immerhin gab es ein kleines Gespräch. Männer :/
 

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18. Februar um 9:13
In Antwort auf kama_19505428

Das "Problem" ist: Ich bin ja eigentlich glücklich. Der Gedanke, hier auszuziehen, ihn zu verlieren, alles aufzugeben.. dieser Gedanke bricht mir das Herz. Ich liebe ihn.

Heute war ich lange arbeiten, eigentlich bis gerade eben. Er war schon im Bett - na immerhin nicht auf der Couch wie die letzten 3 Nächte - aber hat nach wie vor Ohrenschmerzen und daddelte eben noch bisschen am Handy rum.

Und weil ich eben so bin wie ich bin, habe ich nochmals einen Gesprächsversuch gewagt, zumal er morgen auch lange beruflich unterwegs sein wird.

Kurze Rede, langer Sinn: Bei unserem Disput am Freitag hörte er Dinge heraus, die ich weder gesagt noch so gemeint hatte, zb dass alles scheisse ist.

Ich habe ihm dann nochmals ruhig erklärt, dass gerade in emotionalen Momenten das Empfängerohr oft andere Botschaften wahrnimmt, wie sie der Sender ausgesprochen hat und ich mit meinen Tränen weder Druck ausüben möchte, sondern er wissen sollte, dass es mir eben so wichtig mit / um ihn ist und dies halt nunmal mein Ventil darstellt.

Ich habe ihm aber auch gesagt, dass ich es absolut nicht nachvollziehen kann, wie man 3 Tage so mauert und seinen eigenen Film fährt, statt schlichtweg nochmals das Gespräch zu suchen.

Schlussendlich habe ich ihm jetzt mitgeteilt, dass ich ihm meine Sichtweise jetzt nochmals reflektiert hätte und er nun auf mich zugehen müsste. Nicht heute, nicht morgen aber auch nicht in 100 Jahren. Ich lasse ihn jetzt in Ruhe, muss abwarten, was kommt. 

Weiterhin ratlose Grüße.. aber immerhin gab es ein kleines Gespräch. Männer :/
 

also das gleiche was er dir schon seit 2 jahren erzählt, richtig?

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