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Should i stay or should i go?

21. Dezember 2019 um 10:53 Letzte Antwort: 22. Dezember 2019 um 9:34

Ich suche hier ein paar Meinungen / Rat zu meiner Beziehung :

Mein Freund (26) und ich (27) sind jetzt seit 3 Jahren zusammen. Vorher waren 5 Jahre beste Freunde mit dem letzten 1/2 jahr Freundschaft + 

Nach einem Jahr Bezuehung sind wir zusammen gezogen in eine neue gemeinsame Wohnung. Damals war alles wunderbar. Aufgrund unserer vorangegangenen Freundschaft haben wir super viele Gemeinsamkeiten. 

Aber als wir zusammenzogen sind, sind einige Dinge aus dem Ruder gelaufen. Die typischen Diskussionen um unterschiedliches Ordningsempfinden sind glaube normal. Da clashen halt 2 Alltage aufeinander. Aber bald kamen auch Eifersüchteleien und Vorwürfe, wie wir kommunizieren ("das kannst du doch nicht so sagen. Benutze ein anderes Wort dafür." Usw.) Und krasse Streits Hinzu. 

Irgendwann schlief auch unser Sexleben ein, wodurch eifersucht, Unsicherheit und Frust natürlich anstiegen.
Auch sonst ist unsere gemeinsame zeit ziemlich langweilig geworden. Meistens schauen wir daheim Serien. Wir kuscheln dabei zwar. Aber haben uns nicht wirklich mehr viel zu sagen. Für andere Aktivitäten ist er schwer zu begeistern und wenn ich ihn überreden muss, vergeht mir da auch schnell die freude dran.

Als als letzter Punkt fühle ich mich auch oft mit unseren (eig gemeinsamen) Aufgaben alleine. Ich bin recht ambitioniert, gestalte meinen Tag mit Uni, künstlerischem Treiben, Sport und gehe nebenbei arbeiten.
Er arbeitet momentan nicht. Er studiert zwar auch, ist aber nur 1-2 mal die woche dort. Meistens schläft er bis 12/ halb 1 und verbringt seinen tag dann mit zocken in schlabbersachen vor dem rechner oder der playse.
An sich habe ich kein problem mit zocken. Mache ich selber ab und zu - niemand kann immer 100% produktiv sein.
Aber es ist halt der hauptbestandteil seines Tages und das finde ich mittlerweile ziemlich unattraktiv. Besonders, wenn ich trotz meines üblichen tagesplans auch noch Haushalt schmeißen und mich un unsere Freizeitgestaltung kümmern muss. Habe ihm auch schon öfter gesagt, dass ich mir um seinen zustand sorgen mache.
Er neigt halt zu depressiven phasen und das ist schwer für mich. Schon als wir noch nur freunde waren, habe ich ihn öfter zu einer Therapie geraten. Aber er kommt halt nicht hoch oder findet ausreden. 
Als wir damals zusammen gekommen sind, hat er regelmäßig sport gemacht. Da war sein zustand wesentlich besser. Aber auch das ist komplett eingeschlafen.
Mittlerweile ist aus ihm ein rumhängender miesepeter geworden.

auf grund unserer langen engen Freundschaft und der erinnerung an ihn, wie er sein konnte, als wir uns ineinader verliebt haben, fällt es mir unheimlich schwer, einfach zu gehen. 
aber mir ist auch bewusst, dass unsere beziehung mich seit ast 2 jahren eher stresst als glücklich macht.

Zwischendurch haben wir Gespräche, wie wir an unserer Kommunikation arbeiten können und sprechen über unsere Bedürfnisse. Das ist eine gute wichtige sache. In solchen situationen sehenich auch, wie smart der bursche sein kann. Seit dem streiten wir nicht mehr so markerschütternd, aber die übrigen punkte stagnieren leider weiterhin. Es ist sehr anstrengend für uns beide.

Was meint ihr dazu? Was kann ich tun, um die Situation noch gerade zu biegen? Und was gehört nicht zu meinen Aufgaben und kann oder vllt sogar muss ich von ihm verlangen? Oder ist es vllt einfach zu spät?
Danke fürs lesen und freue mich auf eure meinungen dazu!

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21. Dezember 2019 um 11:26

"Ziemlich gute Gründe am Leben zu bleiben" ist die Geschichte von Matt Haig, wie er besonders durch die Liebe seiner Freundin (späteren Frau) seine Krankheit (Angststörung und Depression) überlebte - vielleicht etwas für dich? Gibt es als Buch/Hörbuch.

Doch letztlich musst du selbst wissen, wie viel er dir bedeutet, ob er der Mann ist, mit dem du durch dick und dünn  gehen willst - diese Entscheidung kann dir keiner abnehmen.
Du bist ihm zu nichts verpflichtet. Eine Beziehung sollte auf freiwilliger Basis bestehen.

Was soll zu spät sein? Hat auch er Zweifel an der Beziehung?
Verlangen kannst du von ihm über die Einhaltung des Haushaltplans im Grunde nichts.
Gerade auch was Therapie betrifft ist es eine ganz schlechte (weil unausgeglichene) Basis für eine Beziehung.
Hilfe sucht sich ein Mensch selbst, keiner kann das über seinen Kopf hinweg entscheiden.
Natürlich gibt es Menschen, die man motivieren kann, manche nervt es aber nur - weiß nicht, wie das für deinen Freund ist.

Wäre es denn eine Option, dass ihr euch räumlich trennt?
Dann müsstest du sein Gammeln nicht mehr so direkt und täglich miterleben - ihr könntet euch aufeinander freuen und schöne Dinge zusammen unternehmen.

Es gibt immer Möglichkeiten und Lösungsansätze, wenn man danach sucht.
Es gibt keine vorgeschriebenen Regeln: jedes Paar setzt seine eigenen, individuellen abgestimmten Regeln fest.
Aber es gibt auch immer die Möglichkeit, eine Beziehung zu beenden.

Entscheiden musst du das - weil nur du weißt, was das Beste für dich ist. 

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21. Dezember 2019 um 15:28
In Antwort auf alicetoolate

Ich suche hier ein paar Meinungen / Rat zu meiner Beziehung :

Mein Freund (26) und ich (27) sind jetzt seit 3 Jahren zusammen. Vorher waren 5 Jahre beste Freunde mit dem letzten 1/2 jahr Freundschaft + 

Nach einem Jahr Bezuehung sind wir zusammen gezogen in eine neue gemeinsame Wohnung. Damals war alles wunderbar. Aufgrund unserer vorangegangenen Freundschaft haben wir super viele Gemeinsamkeiten. 

Aber als wir zusammenzogen sind, sind einige Dinge aus dem Ruder gelaufen. Die typischen Diskussionen um unterschiedliches Ordningsempfinden sind glaube normal. Da clashen halt 2 Alltage aufeinander. Aber bald kamen auch Eifersüchteleien und Vorwürfe, wie wir kommunizieren ("das kannst du doch nicht so sagen. Benutze ein anderes Wort dafür." Usw.) Und krasse Streits Hinzu. 

Irgendwann schlief auch unser Sexleben ein, wodurch eifersucht, Unsicherheit und Frust natürlich anstiegen.
Auch sonst ist unsere gemeinsame zeit ziemlich langweilig geworden. Meistens schauen wir daheim Serien. Wir kuscheln dabei zwar. Aber haben uns nicht wirklich mehr viel zu sagen. Für andere Aktivitäten ist er schwer zu begeistern und wenn ich ihn überreden muss, vergeht mir da auch schnell die freude dran.

Als als letzter Punkt fühle ich mich auch oft mit unseren (eig gemeinsamen) Aufgaben alleine. Ich bin recht ambitioniert, gestalte meinen Tag mit Uni, künstlerischem Treiben, Sport und gehe nebenbei arbeiten.
Er arbeitet momentan nicht. Er studiert zwar auch, ist aber nur 1-2 mal die woche dort. Meistens schläft er bis 12/ halb 1 und verbringt seinen tag dann mit zocken in schlabbersachen vor dem rechner oder der playse.
An sich habe ich kein problem mit zocken. Mache ich selber ab und zu - niemand kann immer 100% produktiv sein.
Aber es ist halt der hauptbestandteil seines Tages und das finde ich mittlerweile ziemlich unattraktiv. Besonders, wenn ich trotz meines üblichen tagesplans auch noch Haushalt schmeißen und mich un unsere Freizeitgestaltung kümmern muss. Habe ihm auch schon öfter gesagt, dass ich mir um seinen zustand sorgen mache.
Er neigt halt zu depressiven phasen und das ist schwer für mich. Schon als wir noch nur freunde waren, habe ich ihn öfter zu einer Therapie geraten. Aber er kommt halt nicht hoch oder findet ausreden. 
Als wir damals zusammen gekommen sind, hat er regelmäßig sport gemacht. Da war sein zustand wesentlich besser. Aber auch das ist komplett eingeschlafen.
Mittlerweile ist aus ihm ein rumhängender miesepeter geworden.

auf grund unserer langen engen Freundschaft und der erinnerung an ihn, wie er sein konnte, als wir uns ineinader verliebt haben, fällt es mir unheimlich schwer, einfach zu gehen. 
aber mir ist auch bewusst, dass unsere beziehung mich seit ast 2 jahren eher stresst als glücklich macht.

Zwischendurch haben wir Gespräche, wie wir an unserer Kommunikation arbeiten können und sprechen über unsere Bedürfnisse. Das ist eine gute wichtige sache. In solchen situationen sehenich auch, wie smart der bursche sein kann. Seit dem streiten wir nicht mehr so markerschütternd, aber die übrigen punkte stagnieren leider weiterhin. Es ist sehr anstrengend für uns beide.

Was meint ihr dazu? Was kann ich tun, um die Situation noch gerade zu biegen? Und was gehört nicht zu meinen Aufgaben und kann oder vllt sogar muss ich von ihm verlangen? Oder ist es vllt einfach zu spät?
Danke fürs lesen und freue mich auf eure meinungen dazu!

Aber es ist halt der hauptbestandteil seines Tages und das finde ich mittlerweile ziemlich unattraktiv. Besonders, wenn ich trotz meines üblichen tagesplans auch noch Haushalt schmeißen und mich un unsere Freizeitgestaltung kümmern muss. 

MUSS. Du musst gar nichts. Du bist nicht seine Mama, er nicht dein Sohn. In einer Beziehung, absichtlich offen auf beiden Seiten, hast du auch keine Pflichten. Wenn das zu große Spielmatzl zu allem zu bequem ist, dann wird es entweder verhungern oder die großzügige Gesellschaft bitten. 
Aber der Fehler liegt hauptsächlich bei dir selbst. Wenn du dich nicht wie eine Partnerin verhältst, sondern wie Mama, stets darum bemüht, den lieben Kleinen automatisch zu verwöhnen und ihm alles zu geben, was er braucht, ist es kein Wunder, wenn er mit der Zeit so wird.

Ich weiß nicht, ob es dir gelingen kann, das wieder in den naturnäheren Zustand zu drehen, nämlich dass dein Partner bemüht ist, dir etwas zu geben. Wie ein Mann eben. Das, damit überhaupt erst einmal wieder diese Zwei- oder Gegenseitigkeit gegeben ist. Zur Zeit sieht das sehr einseitig aus zu deinen Lasten. Aber es ist nicht wirklich schwierig, wenn du einmal gründlich darüber nachgedacht hast. Darüber, welche Aufgaben Männer eigentlich haben in Familien. Kein katholisches FDP-Spielmännchen-Gesetz und kein Medium kann sie einfach löschen. 

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21. Dezember 2019 um 15:44

Go go go go. 

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22. Dezember 2019 um 9:34

ein Partner der so dermaßen faul ist würde ich nicht brauchen....  würde mich für ihn schämen

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