Home / Forum / Liebe & Beziehung / Sexsucht / Sexualstörung zerstörte Beziehung

Sexsucht / Sexualstörung zerstörte Beziehung

3. Juli um 19:48 Letzte Antwort: 4. Juli um 4:35

Hallo,

ich wende mich an euch, um vielleicht auch andere Einschätzungen/Meinungen zu meiner Situation zu bekommen. Und weil es mir gut tut, darüber zu reden. Folgendes:

Ich bin seit 3 Tagen von meiner Freundin getrennt. Wir waren zu dem Zeitpunkt seit 10 Monaten zusammen und kannten uns 1 1/2 Jahre. Wir beide sind 22. Ja ich weiß, klingt nach typischer Jugendbeziehung keine Ahnung. Aber wir beide wissen und merken immer noch, dass wir einander perfekt passen. Und unter normalen Umständen wären wir nie auseinander gekommen, alles war perfekt. Außer:

Ich habe sie 1x in einem Mallorca-Urlaub betrogen und mich 1x an eine andere rangemacht (Popo fassen, Versucht zu küssen). Das von Mallorca habe ich ihr nach 2 Monaten gebeichtet. Leider nicht vollständig bzw. ich habe mir selbst und dadurch auch ihr vorgelogen es wäre anders gewesen. Nach 2 heftigen Abenden in Abstand von jeweils ca. 2 Monaten kam nun alles raus. Das hätten wir noch geschafft. 

Vor  3 Tagen kam nun das mit dem Ranmachen raus. Ich habe es nicht mehr gewusst (habe häufig Filmrisse) und hatte sie angeschrieben, weil wir einen Verdacht hatten und wir/ich sichergehen wollten was passiert ist. Daraufhin zerbrach unsere Beziehung. Dazu muss man sagen, dass ich (Volldiot) mich rangemacht hatte, 2 Wochen nachdem ich ihr von den Betrug auf Mallorca erzählt hatte. Wir hatten seit 6 Monaten versucht den Betrug auf Malle gemeinsam zu verarbeiten. U.a. wegen meiner Lügen war dies allerdings nicht möglich. 

Nun zum Thema Sexsucht: Wir/ich haben mich und mein Verhalten (auch vor der Beziehung) gründlich reflektiert und der Verdacht erhärtete sich, dass ich unter einer Sexsucht leide. Ich habe nüchtern keine Probleme und auch kein starkes Interesse an Sex. Ich habe allerdings früher viele Pornos konsumiert und viel masturbiert. Zudem kam eine gewisse innere Unzufriedenheit mit mir selbst. Betrunken kamen diese 2 Faktoren zusammen und ich hatte meine Impulse/Triebe nicht unter Kontrolle bzw. konnte sie nicht unter Kontrolle halten. Ich weiß bei Mallorca auch nix von dem Akt oder wie dieser zustandegekommen ist. Ähnliches Verhalten zeigte ich auch schon vor der Beziehung auf. 

Wie steht ihr dazu? Denkt ihr mein Verdacht der Sexsucht stimmt? Ich überlege in eine Selbsthilfegruppe zu gehen, ist das ratbar?

Ich hoffe, dass wir beide wieder zueinander finden. Wir haben noch viel Kontakt derzeit. Und eigtl. wollen es beide, aber sie kann aufgrund der Schmerzen und dem fehlenden Vertrauens es einfach nicht. Was ich verstehen kann. Ihr geht es jetzt auch nach 3 Tagen der Trennung zumindest was die Schmerzen angeht besser. 

Hat jemand Erfahrung mit ähnlichen Situationen? Ich bin für jede Meinung/Input dankbar!

Viele Grüße und ich freue mich auf eure Antworten,

Lukas

Mehr lesen

3. Juli um 22:34

Mag keiner antworten?

Gefällt mir
3. Juli um 22:37
Beste Antwort

Ich hoffe, deine Freundin ist nicht so blöde und nimmt dich wieder zurück.  Du bist nicht Sexsüchtig, du bist einfach nur untreu.

Sexsüchtig ist man nicht, weil man betrunken Frauen flachlegt.

Sexsucht ist immer präsent und bestimmt das Leben einer Person. Wenn du nüchtern nicht so bist, bist du betrunken auch nicht sexsüchtig. Und häufiges masturbieren in jungen Jahren, ist etwas völlig natürliches. So lange du nicht arbeitslos wirst, keine sozialen Kontakte pflegst etc, weil du lieber den ganzen Tag Zwanghaft masturbierst, dann ist es eine Sucht.

Du suchst nur nach Ausreden um dich deinem Verhalten nicht stellen zu müssen. Du bist deiner Freundin nicht treu und suchst deswegen nach Rechtfertigungen.

Alkohol enthemmt, du tust das, was du dich nüchtern nicht traust, nämlich andere Frauen anzumachen und mit ihnen bei Erfolg Sex zu haben.

Du brauchst keine Gruppentherapie, sondern die Erkenntnis dass du noch nicht reif genug für eine feste Beziehung bist und dass deine Freundin etwas besseres verdient hat, als frisch verliebt in so jungen Jahren, solche Dramen mitzumachen.

Wenn dir was an ihr liegt, gönne ihr einen Mann, der ihr Gerecht werden kann, der ihr treu ist und sie glücklich macht.

2 LikesGefällt mir
3. Juli um 22:50
In Antwort auf beautifulmind89

Ich hoffe, deine Freundin ist nicht so blöde und nimmt dich wieder zurück.  Du bist nicht Sexsüchtig, du bist einfach nur untreu.

Sexsüchtig ist man nicht, weil man betrunken Frauen flachlegt.

Sexsucht ist immer präsent und bestimmt das Leben einer Person. Wenn du nüchtern nicht so bist, bist du betrunken auch nicht sexsüchtig. Und häufiges masturbieren in jungen Jahren, ist etwas völlig natürliches. So lange du nicht arbeitslos wirst, keine sozialen Kontakte pflegst etc, weil du lieber den ganzen Tag Zwanghaft masturbierst, dann ist es eine Sucht.

Du suchst nur nach Ausreden um dich deinem Verhalten nicht stellen zu müssen. Du bist deiner Freundin nicht treu und suchst deswegen nach Rechtfertigungen.

Alkohol enthemmt, du tust das, was du dich nüchtern nicht traust, nämlich andere Frauen anzumachen und mit ihnen bei Erfolg Sex zu haben.

Du brauchst keine Gruppentherapie, sondern die Erkenntnis dass du noch nicht reif genug für eine feste Beziehung bist und dass deine Freundin etwas besseres verdient hat, als frisch verliebt in so jungen Jahren, solche Dramen mitzumachen.

Wenn dir was an ihr liegt, gönne ihr einen Mann, der ihr Gerecht werden kann, der ihr treu ist und sie glücklich macht.

Okay, danke für die Einschätzung. 
Aufgrund des Gefühls, auch schon vor ihr wie gesagt, für Masturbation andere Sachen zu vernachlässigen, bin ich auf diese Sexualsucht/-störung gekommen. Ich bin selber der Meinung dass ich keine vollkommen ausgeprägte Sexsucht habe. Ich/Wir denken, dass es sehr viel mit meiner inneren Unzufriedenheit, aufgrund meiner Vergangenheit, zu tun hat. Und dass das, im Kombo mit dem unkontrollierten Verhalten bei der Sexualität (auch im Alltag), eben zu meinen Taten führte. 

Ich gönne ihr wie gesagt jedes Glück der Welt. Aber ich denke, meine Untreue bzw. jede Untreue hat irgendwo ihren Ursprung. Und ich vermute meinen Ursprung eben dort.

Wie gesagt, vielen Dank für deine ehrliche Meinung. Ich denke darüber nach.

Gefällt mir
3. Juli um 23:04
Beste Antwort

Alles hat irgendwo seinen Ursprung aber das rechtfertigt doch nicht deine Untreue und macht sie auch für deine Ex Freundin nicht weniger schlimm.

Wenn du Sachen aufarbeiten musst, dann tue das mit einem Therapeuten und ausserhalb einer Beziehung, denn erst dann bist du in der Lage überhaupt eine vernünftige Beziehung zu führen.

Du tust ihr keinen Gefallen damit, dass sie sich jetzt auch noch damit auseinandersetzen muss, warum sie betrogen und belogen wurde. 

Das ist deine Baustelle und nicht ihre.

1 LikesGefällt mir
3. Juli um 23:15
Beste Antwort
In Antwort auf luka98s

Hallo,

ich wende mich an euch, um vielleicht auch andere Einschätzungen/Meinungen zu meiner Situation zu bekommen. Und weil es mir gut tut, darüber zu reden. Folgendes:

Ich bin seit 3 Tagen von meiner Freundin getrennt. Wir waren zu dem Zeitpunkt seit 10 Monaten zusammen und kannten uns 1 1/2 Jahre. Wir beide sind 22. Ja ich weiß, klingt nach typischer Jugendbeziehung keine Ahnung. Aber wir beide wissen und merken immer noch, dass wir einander perfekt passen. Und unter normalen Umständen wären wir nie auseinander gekommen, alles war perfekt. Außer:

Ich habe sie 1x in einem Mallorca-Urlaub betrogen und mich 1x an eine andere rangemacht (Popo fassen, Versucht zu küssen). Das von Mallorca habe ich ihr nach 2 Monaten gebeichtet. Leider nicht vollständig bzw. ich habe mir selbst und dadurch auch ihr vorgelogen es wäre anders gewesen. Nach 2 heftigen Abenden in Abstand von jeweils ca. 2 Monaten kam nun alles raus. Das hätten wir noch geschafft. 

Vor  3 Tagen kam nun das mit dem Ranmachen raus. Ich habe es nicht mehr gewusst (habe häufig Filmrisse) und hatte sie angeschrieben, weil wir einen Verdacht hatten und wir/ich sichergehen wollten was passiert ist. Daraufhin zerbrach unsere Beziehung. Dazu muss man sagen, dass ich (Volldiot) mich rangemacht hatte, 2 Wochen nachdem ich ihr von den Betrug auf Mallorca erzählt hatte. Wir hatten seit 6 Monaten versucht den Betrug auf Malle gemeinsam zu verarbeiten. U.a. wegen meiner Lügen war dies allerdings nicht möglich. 

Nun zum Thema Sexsucht: Wir/ich haben mich und mein Verhalten (auch vor der Beziehung) gründlich reflektiert und der Verdacht erhärtete sich, dass ich unter einer Sexsucht leide. Ich habe nüchtern keine Probleme und auch kein starkes Interesse an Sex. Ich habe allerdings früher viele Pornos konsumiert und viel masturbiert. Zudem kam eine gewisse innere Unzufriedenheit mit mir selbst. Betrunken kamen diese 2 Faktoren zusammen und ich hatte meine Impulse/Triebe nicht unter Kontrolle bzw. konnte sie nicht unter Kontrolle halten. Ich weiß bei Mallorca auch nix von dem Akt oder wie dieser zustandegekommen ist. Ähnliches Verhalten zeigte ich auch schon vor der Beziehung auf. 

Wie steht ihr dazu? Denkt ihr mein Verdacht der Sexsucht stimmt? Ich überlege in eine Selbsthilfegruppe zu gehen, ist das ratbar?

Ich hoffe, dass wir beide wieder zueinander finden. Wir haben noch viel Kontakt derzeit. Und eigtl. wollen es beide, aber sie kann aufgrund der Schmerzen und dem fehlenden Vertrauens es einfach nicht. Was ich verstehen kann. Ihr geht es jetzt auch nach 3 Tagen der Trennung zumindest was die Schmerzen angeht besser. 

Hat jemand Erfahrung mit ähnlichen Situationen? Ich bin für jede Meinung/Input dankbar!

Viele Grüße und ich freue mich auf eure Antworten,

Lukas

Ich denke, dass du zu viel Alkohol trinkst. Es ist ja bekannt, dass dieser enthemmt. 

Versuche weniger zu trinken und frage dich vor jedem Getränk, wie es dir geht, ob du es brauchst oder ob es nicht schon lustig genug ist. 

Genieß Alkohol als Genussmittel, solange du noch genießen kannst. Man muss sich nicht bis zur Besinnungslosigkeit besaufen. 

 

1 LikesGefällt mir
3. Juli um 23:23
In Antwort auf beautifulmind89

Alles hat irgendwo seinen Ursprung aber das rechtfertigt doch nicht deine Untreue und macht sie auch für deine Ex Freundin nicht weniger schlimm.

Wenn du Sachen aufarbeiten musst, dann tue das mit einem Therapeuten und ausserhalb einer Beziehung, denn erst dann bist du in der Lage überhaupt eine vernünftige Beziehung zu führen.

Du tust ihr keinen Gefallen damit, dass sie sich jetzt auch noch damit auseinandersetzen muss, warum sie betrogen und belogen wurde. 

Das ist deine Baustelle und nicht ihre.

Da hast du definitiv recht. Deswegen sind wir aktuell ja auch getrennt. Und mich freut es ja auch, dass sie wieder mehr aufblühen kann. Und wie gesagt ich arbeite an mir, die Gruppe ist erst der erste Schritt. Ich wollte eben, wie hier, abschätzen können wo ich stehe. Aber mein Ziel ist eine Therapie. Auch wenn es dafür viel Mut braucht. 
Dass meine Taten für sie durch die Ursachen nicht weniger schlimm sind, das stimmt. Darüber hatten wir geredet. Für mich fühlt es sich eben an, wie Sachen die ich nie wollte. Und auch wenn du mich vermutlich gerade anders
einschätzt, aber ich bin ein eigtl. sehr loyaler Mensch.

Aber ich weiß und erkenne meine Fehler und meine Problem. Und mir tut es sehr leid, sie dort mit reingezogen zu haben.

Das ich für sie nur das Beste will, steht außer Frage. Und sie ist vom Typ her sehr stark, sie weiß genau, dass dies meine Baustelle ist. Und ich eben auch. Und ich fühle mich aktuell auf einen guten Weg. V.a. was die innere Unzufriedenheit angeht.

Auf jeden Fall, vielen Dank für deine Meinung! Das tut sehr gut und das habe ich mir erhofft.

Gefällt mir
3. Juli um 23:26
In Antwort auf bissfest

Ich denke, dass du zu viel Alkohol trinkst. Es ist ja bekannt, dass dieser enthemmt. 

Versuche weniger zu trinken und frage dich vor jedem Getränk, wie es dir geht, ob du es brauchst oder ob es nicht schon lustig genug ist. 

Genieß Alkohol als Genussmittel, solange du noch genießen kannst. Man muss sich nicht bis zur Besinnungslosigkeit besaufen. 

 

Das stimmt sowieso. Auch da wurde ich schon "besser". Und ich trinke auch weniger.

Alkohol war bei mir immer eine zwiegespaltene Sache. Ich hatte eigtl davor nie richtig Lust auf Alkohol. Aber nach 3, 4 Bier bin ich irgendwie in eine gewisse "Ekstase" gefallen und habe nicht aufgehört zu trinken. Für mich war Alkohol in dem Moment "Leben spüren". Wenn du verstehst.

Aber wie gesagt ich versuche mich da selbst zu bessern, bzw. mag es selbst überhaupt nicht mehr mich so sehr zu besaufen.

Bei ihr ist natürlich trotzdem immer die Angst da, was wenn wer dann zu viel trinkt? Das kann ja immer irgendwie "passieren". Bzw. ist es sinnvoll sich sein Leben lang bei Alkohol maßregeln zu müssen? Ist es nicht schlauer, die Gründe anzugehen, warum man unter Alkohol so falsch handelt?

Gefällt mir
3. Juli um 23:27
In Antwort auf luka98s

Das stimmt sowieso. Auch da wurde ich schon "besser". Und ich trinke auch weniger.

Alkohol war bei mir immer eine zwiegespaltene Sache. Ich hatte eigtl davor nie richtig Lust auf Alkohol. Aber nach 3, 4 Bier bin ich irgendwie in eine gewisse "Ekstase" gefallen und habe nicht aufgehört zu trinken. Für mich war Alkohol in dem Moment "Leben spüren". Wenn du verstehst.

Aber wie gesagt ich versuche mich da selbst zu bessern, bzw. mag es selbst überhaupt nicht mehr mich so sehr zu besaufen.

Bei ihr ist natürlich trotzdem immer die Angst da, was wenn wer dann zu viel trinkt? Das kann ja immer irgendwie "passieren". Bzw. ist es sinnvoll sich sein Leben lang bei Alkohol maßregeln zu müssen? Ist es nicht schlauer, die Gründe anzugehen, warum man unter Alkohol so falsch handelt?

Und auch dir, vielen Dank für deine Antwort! Ich bin dafür sehr dankbar. Und dieser Grundgedanke "Ist es gerade nicht lustig genug?" gefällt mir irgendwie. Das möchte ich gerne beibehalten. 
Vielen Dank!

Gefällt mir
3. Juli um 23:51
Beste Antwort
In Antwort auf luka98s

Das stimmt sowieso. Auch da wurde ich schon "besser". Und ich trinke auch weniger.

Alkohol war bei mir immer eine zwiegespaltene Sache. Ich hatte eigtl davor nie richtig Lust auf Alkohol. Aber nach 3, 4 Bier bin ich irgendwie in eine gewisse "Ekstase" gefallen und habe nicht aufgehört zu trinken. Für mich war Alkohol in dem Moment "Leben spüren". Wenn du verstehst.

Aber wie gesagt ich versuche mich da selbst zu bessern, bzw. mag es selbst überhaupt nicht mehr mich so sehr zu besaufen.

Bei ihr ist natürlich trotzdem immer die Angst da, was wenn wer dann zu viel trinkt? Das kann ja immer irgendwie "passieren". Bzw. ist es sinnvoll sich sein Leben lang bei Alkohol maßregeln zu müssen? Ist es nicht schlauer, die Gründe anzugehen, warum man unter Alkohol so falsch handelt?

Nicht maßregeln, aber man kann lernen, mit Genußmitteln umzugehen, und das hat mit Komasaufen wenig zu tun. Das Ziel des Trinkens soll ja Spaß sein und nicht Kontrollverlust. Den kann man durch Selbstbeobachtung abfangen. 

Alkohol enthemmt und führt auch dazu, dass man jede Schnapsidee, die einem in den Sinn kommt, umsetzt. Es gibt zwar diese Sprüche "In vino veritas" etc., aber im Wein liegt bei Weitem nicht immer die Wahrheit. Ich denke auch nicht, dass Alkohol immer die tiefsten Wünsche offenlegt. Man redet doch, wenn man getrunken hat, oft einen derartigen Stuss oder tut Dinge, von denen man im nüchternen Zustand nun wahrlich nicht träumt. Oder denkst du, dass Menschen davon träumen, beispielsweise halbnackt auf der Theke zu tanzen, weinend in Gesprächen zusammenzubrechen, sich mit ihnen lieben Menschen in Streitgespräche verwickeln zu lassen, die ihnen am nächsten Tag peinlich sind? 

Wenn man Kaffee trinkt, trinkt man ja auch so viel, bis man eine belebende Wirkung verspürt, und nicht so viel, bis einem beispielsweise vor Herzklopfen und Kopfweh übel wird und man sich übergeben muss. Das ist nicht der Sinn der Sache. 

Jede Gesellschaft hat ihre Drogen. Bei uns ist es eben unter anderem der Alkohol. Sämtliche Genussmittel können so eingesetzt werden, dass sie das tun, was sie sollen: uns gelegentlich Freude verschaffen, uns entspannen,beleben, die Phantasie anregen, was auch immer. Oder man bedient sich ihrer in einer Weise, dass sie unsere Gesundheit und unser Nervensystem ruinieren und dass die Substanz uns kontrolliert und nicht umgekehrt. Nur sollte man dann nicht konsumieren, nichts keinen Alkohol, keine Zigarette, keinen Kaffee, nichts, wäre meine Meinung. 

Ich glaube, du bist nicht sexsüchtig, sondern trinkst zu viel. Und ich denke wie bereits erwähnt nicht, dass Alkohol immer unsere tiefsten Wünsche offenlegt, sondern dass die Impulskontrolle enthemmt und dazu führt, dass wir jeder Flause und jeder Schnapsidee nachgehen. Wenn sämtliche Ausrutscher nicht passiert wären, wenn du nüchtern gewesen wärst und wenn du dir die Dinge, die du im Rausch getan hast, eigentlich im nüchternen Zustand gar nicht willst, hast du meiner Meinung nach deine Antwort. 

Gefällt mir
4. Juli um 0:10
In Antwort auf bissfest

Nicht maßregeln, aber man kann lernen, mit Genußmitteln umzugehen, und das hat mit Komasaufen wenig zu tun. Das Ziel des Trinkens soll ja Spaß sein und nicht Kontrollverlust. Den kann man durch Selbstbeobachtung abfangen. 

Alkohol enthemmt und führt auch dazu, dass man jede Schnapsidee, die einem in den Sinn kommt, umsetzt. Es gibt zwar diese Sprüche "In vino veritas" etc., aber im Wein liegt bei Weitem nicht immer die Wahrheit. Ich denke auch nicht, dass Alkohol immer die tiefsten Wünsche offenlegt. Man redet doch, wenn man getrunken hat, oft einen derartigen Stuss oder tut Dinge, von denen man im nüchternen Zustand nun wahrlich nicht träumt. Oder denkst du, dass Menschen davon träumen, beispielsweise halbnackt auf der Theke zu tanzen, weinend in Gesprächen zusammenzubrechen, sich mit ihnen lieben Menschen in Streitgespräche verwickeln zu lassen, die ihnen am nächsten Tag peinlich sind? 

Wenn man Kaffee trinkt, trinkt man ja auch so viel, bis man eine belebende Wirkung verspürt, und nicht so viel, bis einem beispielsweise vor Herzklopfen und Kopfweh übel wird und man sich übergeben muss. Das ist nicht der Sinn der Sache. 

Jede Gesellschaft hat ihre Drogen. Bei uns ist es eben unter anderem der Alkohol. Sämtliche Genussmittel können so eingesetzt werden, dass sie das tun, was sie sollen: uns gelegentlich Freude verschaffen, uns entspannen,beleben, die Phantasie anregen, was auch immer. Oder man bedient sich ihrer in einer Weise, dass sie unsere Gesundheit und unser Nervensystem ruinieren und dass die Substanz uns kontrolliert und nicht umgekehrt. Nur sollte man dann nicht konsumieren, nichts keinen Alkohol, keine Zigarette, keinen Kaffee, nichts, wäre meine Meinung. 

Ich glaube, du bist nicht sexsüchtig, sondern trinkst zu viel. Und ich denke wie bereits erwähnt nicht, dass Alkohol immer unsere tiefsten Wünsche offenlegt, sondern dass die Impulskontrolle enthemmt und dazu führt, dass wir jeder Flause und jeder Schnapsidee nachgehen. Wenn sämtliche Ausrutscher nicht passiert wären, wenn du nüchtern gewesen wärst und wenn du dir die Dinge, die du im Rausch getan hast, eigentlich im nüchternen Zustand gar nicht willst, hast du meiner Meinung nach deine Antwort. 

Mhm, ja du hast recht. Ich dachte/denke halt schon, dass es irgendwo einen Ursprung hat wenn jmd betrunken irgendwelche Sachen macht. So denke ich, dass ich meine Traurigkeit, Unzufriedenheit, etc. eben nur betrunken nach außen kehren konnte. Es ist schwierig einzuschätzen finde ich. Ob Alkohol tiefere/innere Sachen hervorholt oder ob er sie verfälscht.

Aber: Sollte ich nicht auch mit Alkohol treu sein können? Oder ist bei jedem Menschen einfach irgendwo eine Alkoholgrenze wo er alles macht? 

Ich glaube auch nicht, dass ich sexsüchtig per se bin. Ich glaube ich habe Probleme meine Impulse/Triebe zu kontrollieren. Ich glaub eben, wenn ich denen nüchtern nachgehe, dass ich denen betrunken halt erst recht nachgehe, verstehst du?

Und möchte eine Frau nicht einen Partner, der immer treu ist bzw. keine Ausrutscher hat. Egal ob nüchtern oder nicht?

Gefällt mir
4. Juli um 1:01
In Antwort auf luka98s

Mhm, ja du hast recht. Ich dachte/denke halt schon, dass es irgendwo einen Ursprung hat wenn jmd betrunken irgendwelche Sachen macht. So denke ich, dass ich meine Traurigkeit, Unzufriedenheit, etc. eben nur betrunken nach außen kehren konnte. Es ist schwierig einzuschätzen finde ich. Ob Alkohol tiefere/innere Sachen hervorholt oder ob er sie verfälscht.

Aber: Sollte ich nicht auch mit Alkohol treu sein können? Oder ist bei jedem Menschen einfach irgendwo eine Alkoholgrenze wo er alles macht? 

Ich glaube auch nicht, dass ich sexsüchtig per se bin. Ich glaube ich habe Probleme meine Impulse/Triebe zu kontrollieren. Ich glaub eben, wenn ich denen nüchtern nachgehe, dass ich denen betrunken halt erst recht nachgehe, verstehst du?

Und möchte eine Frau nicht einen Partner, der immer treu ist bzw. keine Ausrutscher hat. Egal ob nüchtern oder nicht?

Sicher mag es individuelle Gründe haben, warum einem im Rausch dieses und nicht jenes einfällt. Aber ich denke, dass nicht alles, was man tut, wenn man betrunken ist, eine tiefere Bewandtnis hat. So wie nicht jeder Traum eine tiefere Bedeutung in unserem Leben hat. Das Hirn wirft halt auch im Traum (auch in diesem Zustand sind Kontrollmechanismen herabgesetzt) durcheinander, um auszumisten, zu verarbeiten. Und in der Tat sind Trauminhalte auf der faktischen Enene verdreht und verfälscht.

Wenn wir trinken, setzt unser Empfinden für passendes Verhalten teilweise aus.
Nicht jeder Impuls, jeder Eindruck, jeder Gedanke, der unser Gehirn erreicht, ist wichtig oder auslebenswert. Nicht jedes Bild, das unser Auge ins Gehirn transportiert, ist Anstoß zur Handlung. Wenn wir nüchtern sind, wissen wir das und besitzen die Fähigkeit zu unterscheiden, was wesentlich ist und Handlungen nach sich ziehen soll und welche Eindrücke wir besser vorüberziehen lassen. 

Es ist für mich daher nicht so verwunderlich, dass man auch sexuell enthemmt ist, wenn man getrunken hat. Der Mensch ist auch ein Tier und wenn die Impulskontrolle aussetzt oder herabgesetzt ist, wird man eben animalisch. Man hält sich nicht mit Höflichkeitsfloskeln auf, sagt unumwunden, was man denkt, tut, was einem einfällt und was man im nüchternen Zustand sofort wieder verwirft. Wenn man im nüchternen Zustand also denkt, dass eine Person sexuell ansprechend ist (der Gedanke ist ja auch bei aufrechter Beziehung nicht verboten), so verleiht man diesem Gedanken, wenn man getrunken hat, womöglich ohne Zensur durch Taten Ausdruck und verfolgt das Ziel bis zur letzten Konsequenz, anstatt sich auf die Beziehung zu besinnen.

Man muss sich daher meiner Meinung nach daher weder für Trauminhalte noch für das herangesetzte Impulskontrolle im Rausch steinigen - sehr wohl aber für exzessiven Alkoholkonsum. Mit anderen Worten: Die Impulse und Triebe sind menschlich und Teil unserer Natur. Der Umgang mit diesen kann zum Problem werden - wenn man sie unterdrückt oder falsch auslebt. 

Alkohol ist nie eine Problemlösung, bestenfalls Ventil. Wenn Menschen wirklich heillos betrunken sind, ist ihr Anblick doch tendenziell ein trauriger. Du wirst keinen inneren Konflikt durch Alkohol lösen. Das Problem ist ja nun auch wahrlich nicht, dass du Triebe hast. Das Problem beginnt, wenn du deine triebhafte Natur, die normal und menschlich ist, im nüchternen Zustand als nicht salonfähig von dir abspaltest, meinst, dass du ein artiger Junge zu sein hast, der nur im stillen Kämmerlein masturbieren darf, (wurde dir als Kind oft gesagt, dass du dich schämen sollst?) und wenn du so innerlich zweigeteilt bist, weil wesentliche Teile von dir nicht in deine Persönlichkeit integriert sind. Was auch immer die Gründe für etwaige Zerrissenheiten und Konflikte in dir darinnen sein mögen, du wirst ihnen eher auf die Schliche kommen, wenn du nicht oder weniger trinkst und gezwungen bist, dich mit deinen Themen anders auseinanderzusetzen. 

Ein paar Fragen, die du dir stellen könntest. Die Antworten können gern dir gehören. Gab es genug Sex in deiner Beziehung? Habt ihr auf dieser Ebene harmoniert oder hattest du permanent das Gefühl zu kurz zu kommen? Ist dir eine normale Frau nicht genug? Träumst du von einer Partnerin, die wie ein Pornostar aussieht? Kannst du deine Vorlieben ausleben? Die Antworten sollen einer etwaigen Untreue nicht das Wort reden. Aber man ist bei der richtigen Person eher treu.

Gerade heutzutage sind junge Männer manchmal durch übertriebenen Pornokonsum sehr früh sexuell abgestumpft und von eine realen Frau schwerer zufriedenzustellen. Auch das könnte ein möglicher Aspekt sein. 

 

Gefällt mir
4. Juli um 1:07
In Antwort auf luka98s

Hallo,

ich wende mich an euch, um vielleicht auch andere Einschätzungen/Meinungen zu meiner Situation zu bekommen. Und weil es mir gut tut, darüber zu reden. Folgendes:

Ich bin seit 3 Tagen von meiner Freundin getrennt. Wir waren zu dem Zeitpunkt seit 10 Monaten zusammen und kannten uns 1 1/2 Jahre. Wir beide sind 22. Ja ich weiß, klingt nach typischer Jugendbeziehung keine Ahnung. Aber wir beide wissen und merken immer noch, dass wir einander perfekt passen. Und unter normalen Umständen wären wir nie auseinander gekommen, alles war perfekt. Außer:

Ich habe sie 1x in einem Mallorca-Urlaub betrogen und mich 1x an eine andere rangemacht (Popo fassen, Versucht zu küssen). Das von Mallorca habe ich ihr nach 2 Monaten gebeichtet. Leider nicht vollständig bzw. ich habe mir selbst und dadurch auch ihr vorgelogen es wäre anders gewesen. Nach 2 heftigen Abenden in Abstand von jeweils ca. 2 Monaten kam nun alles raus. Das hätten wir noch geschafft. 

Vor  3 Tagen kam nun das mit dem Ranmachen raus. Ich habe es nicht mehr gewusst (habe häufig Filmrisse) und hatte sie angeschrieben, weil wir einen Verdacht hatten und wir/ich sichergehen wollten was passiert ist. Daraufhin zerbrach unsere Beziehung. Dazu muss man sagen, dass ich (Volldiot) mich rangemacht hatte, 2 Wochen nachdem ich ihr von den Betrug auf Mallorca erzählt hatte. Wir hatten seit 6 Monaten versucht den Betrug auf Malle gemeinsam zu verarbeiten. U.a. wegen meiner Lügen war dies allerdings nicht möglich. 

Nun zum Thema Sexsucht: Wir/ich haben mich und mein Verhalten (auch vor der Beziehung) gründlich reflektiert und der Verdacht erhärtete sich, dass ich unter einer Sexsucht leide. Ich habe nüchtern keine Probleme und auch kein starkes Interesse an Sex. Ich habe allerdings früher viele Pornos konsumiert und viel masturbiert. Zudem kam eine gewisse innere Unzufriedenheit mit mir selbst. Betrunken kamen diese 2 Faktoren zusammen und ich hatte meine Impulse/Triebe nicht unter Kontrolle bzw. konnte sie nicht unter Kontrolle halten. Ich weiß bei Mallorca auch nix von dem Akt oder wie dieser zustandegekommen ist. Ähnliches Verhalten zeigte ich auch schon vor der Beziehung auf. 

Wie steht ihr dazu? Denkt ihr mein Verdacht der Sexsucht stimmt? Ich überlege in eine Selbsthilfegruppe zu gehen, ist das ratbar?

Ich hoffe, dass wir beide wieder zueinander finden. Wir haben noch viel Kontakt derzeit. Und eigtl. wollen es beide, aber sie kann aufgrund der Schmerzen und dem fehlenden Vertrauens es einfach nicht. Was ich verstehen kann. Ihr geht es jetzt auch nach 3 Tagen der Trennung zumindest was die Schmerzen angeht besser. 

Hat jemand Erfahrung mit ähnlichen Situationen? Ich bin für jede Meinung/Input dankbar!

Viele Grüße und ich freue mich auf eure Antworten,

Lukas

Meines Erachtens bist du nicht süchtig sondern nur ein halodri der eine ausrede sucht. Party Alkohol Pubertät und los geht's. Jetzt auf Reue machen. Tut mir leid. Sucht ist etwas anderes. Es bestimmt das ganze Leben 

Gefällt mir
4. Juli um 1:13

Also der Alkohol hat bei dir schon so einiges angerichtet. Du hast kein Problem mit dem Alkohol du hast definitiv ein Problem ohne!
Selbsthilfegruppe ist schön mal ein guter Weg.
Du bist keineswegs sexsüchtig du bist einfach noch nicht reif für eine Beziehung.

Gefällt mir
4. Juli um 1:22
In Antwort auf birka_20550405

Also der Alkohol hat bei dir schon so einiges angerichtet. Du hast kein Problem mit dem Alkohol du hast definitiv ein Problem ohne!
Selbsthilfegruppe ist schön mal ein guter Weg.
Du bist keineswegs sexsüchtig du bist einfach noch nicht reif für eine Beziehung.

Ja Alfi! Da wird der Hund in der Pfanne verrückt! 

wieder gleiche Meinung! Das wird ja noch was mit uns! 

Gefällt mir
4. Juli um 1:44
In Antwort auf zitronenschokokuchen

Ja Alfi! Da wird der Hund in der Pfanne verrückt! 

wieder gleiche Meinung! Das wird ja noch was mit uns! 

Mal schauen, für den Anfang nicht so schlecht😆Schließlich gibt es ja auch noch einen PN Briefkasten für einen gründlicheren Austausch✉✉

Gefällt mir
4. Juli um 4:35

Lieber Luka,

Ferndiagnosen werden nur von Scharlatanen gestellt, niemand in diesem Forum ist ein solcher.

Vergiss die Begriffe Sexsucht bzw. Alkoholismus.

Du hast dir eine blutige Nase geholt, deine Freundin hat das Betrügen und Lügen nicht toleriert.

Du grübelst und leidest. Nimm diesen Leidensdruck und gehe zu einem Therapeuten. Wenn die Zusammenarbeit mit einem Profi Erfolg hat, hast du alle Antworten oder weißt zumindest, welchen Fragen du noch nachgehen mußt.

Du kannst natürlich auch alle gut gemeinten Ratschläge in den Wind schießen und dir in den Sack lügen, du schafftest es auch alleine.

Nachdenkliche Grüße,
Pi






 

Gefällt mir
Diskussionen dieses Nutzers