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Selbstzweifel? Verlustangst???

22. Februar 2005 um 15:14 Letzte Antwort: 23. Februar 2005 um 14:27

Hallo ihr lieben Leute, es ist schon einige Zeit her seit ich hier gepostet habe! Ich habe folgendes Problem und ich hoffe es hat jemand einen Rat für mich

Ich fange am besten mal ganz vorne an. Ich bin mit meinem Freund (ich 25, er 29) etwas mehr als 8 Monate zusammen und auch EIGENTLICH sehr glücklich. Mit eigentlich meine ich dass ich mir im Moment wohl selber irgendwie im Weg stehe. Am Anfang der Beziehung war ich mir manchmal etwas unsicher und habe mich gefragt tu ich das richtige, war es gut eine Beziehung einzugehen (muss dazu sagen dass ich vorher 4 Jahre Single war und es mir schon immer schwer fiel mich zu verlieben).
Diese anfänglichen Zweifel waren aber nicht von langer Dauer und ich muss sagen es hat mich erwischt wie noch nie zuvor!!! Bei meinem Freund war es schon von Anfang an so, er sagt mir oft dass er mich liebt, dass er eine Zukunft mit mir möchte, Kinder usw Die ersten 6 Monate waren wunderschön, wir waren immer zusammen (sind wir auch jetzt noch), haben viel zusammen gemacht (Freunde jedoch nicht vernachlässigt).
Nun zu meinem Problem mich beschleichen in letzter Zeit (2-3 Wochen) immer häufiger Zweifel ob er es denn überhaupt ernst mit mir meint, und das schlimme ist, er gibt mir eigentlich keinen Anlass dazu so was zu denken! Es klingt echt lächerlich wenn ich mir das so überlege, aber ich hab schon festgestellt dass ich ein Mensch bin der alles 1000 mal hinterfragt und zum Teil die Goldwaage auspackt und immer sehr misstrauisch ist! ABER WARUM? Ich habe nie schlechte Erfahrungen in früheren Beziehungen gemacht (z. B. betrogen worden) NIE!
Er sagt mir nach wie vor er liebt mich, ist eigentlich wie immer und doch nicht (denke ich)! warum zweifel ich an ihm?? Oder zweifel ich an mir??? Ich verstehe mich nicht! ist es weil die Verliebtheitsphase jetzt langsam vorbei geht (Bei IHM???) und sich die Beziehung langsam ändert? Ich hab ihn auch schon oft gefragt ob er was hat und ob er mich noch liebt usw er bestätigt mir jedes Mal dass alles ok ist und das ich mir keine Sorgen machen soll mit ihm wäre alles in Ordnung (ok Stress im Beruf aber sonst nix).
Ich verstehe mich nicht! hab ich Paranoia?? Verlustängste??? (muss dazu sagen dass mein Vater vor 2 Jahren gestorben ist, verarbeitet hab ich das bis heute nicht, ich verdränge! Ich will das nicht an mich ran lassen; zumindest im Moment nicht!!).
Kann es evtl meine Unzufriedenheit im Job sein? Könnte jeden Morgen k***** wenn ich arbeiten gehen muss!! (Sch*** Kollegen, langweilige Arbeit und grundsätzlich an allem schuld was schief läuft usw)!!!
Erst mal vielen Dank fürs Durchlesen (ist wohl etwas lang geworden)!! Ich würde mich sehr über Ratschläge von euch freuen, vielleicht hat ja jemand mal das gleiche erlebt??

LG Blümchen

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22. Februar 2005 um 17:30

Ich kann nur mit dir fühlen,
denn mir geht es auch so. Bin zwar noch am Anfang einer Beziehung, nach zwei Jahren Singleleben. War aber schon ne schwere Entscheidung wieder was einzugehen.
Ich muss dir ganz ehrlich sagen, jetzt wo ich deine Zeilen gelesen habe, das wir Verlustängste haben. Ich habe vor vier Jahren meinen Vater verloren. Genau wie dir fällt es mir heute noch sehr schwer darüber zu reden und auch Schmerzen darüber kann ich nicht rauslassen. Alle Tränen und Schreie sind fest verschlossen.
Kann dir aber leider keinen guten Rat geben. Ich denke nur, wenn wir den Mann fürs Leben finden sollten wird er uns die Zeit geben, die wir brauchen um uns wieder vollkommen öffnen zu können. Versuche einfach deine Angst nicht auf Ihn zu projezieren, ich weiß es ist schwer. Mit dieser Angst nach außen, legen wir uns immer mehr Steine in den Weg.
Wir müssen wieder anfangen zu leben, Leid haben wir genug erfahren.

LG Wonni

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22. Februar 2005 um 17:44
In Antwort auf linsay_12950784

Ich kann nur mit dir fühlen,
denn mir geht es auch so. Bin zwar noch am Anfang einer Beziehung, nach zwei Jahren Singleleben. War aber schon ne schwere Entscheidung wieder was einzugehen.
Ich muss dir ganz ehrlich sagen, jetzt wo ich deine Zeilen gelesen habe, das wir Verlustängste haben. Ich habe vor vier Jahren meinen Vater verloren. Genau wie dir fällt es mir heute noch sehr schwer darüber zu reden und auch Schmerzen darüber kann ich nicht rauslassen. Alle Tränen und Schreie sind fest verschlossen.
Kann dir aber leider keinen guten Rat geben. Ich denke nur, wenn wir den Mann fürs Leben finden sollten wird er uns die Zeit geben, die wir brauchen um uns wieder vollkommen öffnen zu können. Versuche einfach deine Angst nicht auf Ihn zu projezieren, ich weiß es ist schwer. Mit dieser Angst nach außen, legen wir uns immer mehr Steine in den Weg.
Wir müssen wieder anfangen zu leben, Leid haben wir genug erfahren.

LG Wonni

Andere idee
folgendes ist auf eine meiner fragen mal gepostet worden:

"Es gibt ja durchaus dieses Interaktionmuster zwischen zwei sich nahestehenden Personen, bei dem eine Person mit ihrer Aussage gegenüber der anderen häufiger gleichzeitig zwei sich widersprechende Botschaften übermittelt. Meistens ist dies eine verbale Botschaft und eine nonverbale.

Zum Beispiel: Mach dir keine Sorgen, ich liebe dich. Durch den Tonfall der Stimme oder eine andere körperliche Haltung vermittelt sich jedoch gleichzeitig eine zweite Botschaft: So ganz glücklich aber bin ich nicht. Liebe ich dich überhaupt?

Hält dies an, kann der Angesprochene hierdurch schnell in die Situation kommen, seiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr zu trauen, zumal wenn entsprechende Nachfragen gar nicht oder wiederum mit Mehrbotschaften beantwortet werden. Er wird unsicher und hat letztlich keine eigene "Entscheidungsfreiheit" mehr, sondern sitzt in der "Falle" des Anderen und zerbricht sich dessen Kopf." by charasis

könntet das auf euch zutreffen?

natürlich kann es auch durchaus sein das ihr duch den verlust tiefsitzende ängste zurückbehalten habt. vielleicht wäre hier professionelle hilfe angebracht?


sparkling

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23. Februar 2005 um 9:09
In Antwort auf janene_12645599

Andere idee
folgendes ist auf eine meiner fragen mal gepostet worden:

"Es gibt ja durchaus dieses Interaktionmuster zwischen zwei sich nahestehenden Personen, bei dem eine Person mit ihrer Aussage gegenüber der anderen häufiger gleichzeitig zwei sich widersprechende Botschaften übermittelt. Meistens ist dies eine verbale Botschaft und eine nonverbale.

Zum Beispiel: Mach dir keine Sorgen, ich liebe dich. Durch den Tonfall der Stimme oder eine andere körperliche Haltung vermittelt sich jedoch gleichzeitig eine zweite Botschaft: So ganz glücklich aber bin ich nicht. Liebe ich dich überhaupt?

Hält dies an, kann der Angesprochene hierdurch schnell in die Situation kommen, seiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr zu trauen, zumal wenn entsprechende Nachfragen gar nicht oder wiederum mit Mehrbotschaften beantwortet werden. Er wird unsicher und hat letztlich keine eigene "Entscheidungsfreiheit" mehr, sondern sitzt in der "Falle" des Anderen und zerbricht sich dessen Kopf." by charasis

könntet das auf euch zutreffen?

natürlich kann es auch durchaus sein das ihr duch den verlust tiefsitzende ängste zurückbehalten habt. vielleicht wäre hier professionelle hilfe angebracht?


sparkling

Guten Morgen Sparkling,
erstmal vielen Dank für deine Antwort!!!!

du meinst also ER sagt was, meint aber was anderes? ich hab da mal drüber nachgedacht, aber ich denke nicht dass es so ist! zum teil ist er genauso wie ich, d.h. er hat auch Phasen wo er sich meiner Liebe unsicher ist und mich auch öfter fragt ob ich ihn denn liebe usw... es auch 1000mal von mir bestätigt haben möchte dass es so ist. manchmal denke ich wir haben das gleiche Problem (nur dass bei mir so Phasen öfter vorkommen als bei ihm).

über profesionelle Hilfe habe ich auch schon nachgedacht, aber im Moment bin ich da noch nicht so weit.

LG Blümchen

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23. Februar 2005 um 9:27
In Antwort auf linsay_12950784

Ich kann nur mit dir fühlen,
denn mir geht es auch so. Bin zwar noch am Anfang einer Beziehung, nach zwei Jahren Singleleben. War aber schon ne schwere Entscheidung wieder was einzugehen.
Ich muss dir ganz ehrlich sagen, jetzt wo ich deine Zeilen gelesen habe, das wir Verlustängste haben. Ich habe vor vier Jahren meinen Vater verloren. Genau wie dir fällt es mir heute noch sehr schwer darüber zu reden und auch Schmerzen darüber kann ich nicht rauslassen. Alle Tränen und Schreie sind fest verschlossen.
Kann dir aber leider keinen guten Rat geben. Ich denke nur, wenn wir den Mann fürs Leben finden sollten wird er uns die Zeit geben, die wir brauchen um uns wieder vollkommen öffnen zu können. Versuche einfach deine Angst nicht auf Ihn zu projezieren, ich weiß es ist schwer. Mit dieser Angst nach außen, legen wir uns immer mehr Steine in den Weg.
Wir müssen wieder anfangen zu leben, Leid haben wir genug erfahren.

LG Wonni

Hallo Wonni,
vielen Dank für deine Antwort.

Du hast Recht, der Mann für's Leben gibt einem mit Sicherheit die Zeit die man braucht! mein Freund macht sich da auch ganz gut find ich! er ist sehr geduldig mit mir wenn ich mal wieder DIESE phase habe und ihn (meiner Meinung nach) mal wieder nerve mit meinen ständigen Fragen! er hat mir noch nie das Gefühl gegeben dass es ihm auf den Geist geht!!!
aber wie du gesagt hast, ich muss das noch SEHHHHHR an mir arbeiten!!!

wie lange bist du mit deinem Freund schon zusammen???

LG Blümchen

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23. Februar 2005 um 10:13
In Antwort auf shona_12884317

Guten Morgen Sparkling,
erstmal vielen Dank für deine Antwort!!!!

du meinst also ER sagt was, meint aber was anderes? ich hab da mal drüber nachgedacht, aber ich denke nicht dass es so ist! zum teil ist er genauso wie ich, d.h. er hat auch Phasen wo er sich meiner Liebe unsicher ist und mich auch öfter fragt ob ich ihn denn liebe usw... es auch 1000mal von mir bestätigt haben möchte dass es so ist. manchmal denke ich wir haben das gleiche Problem (nur dass bei mir so Phasen öfter vorkommen als bei ihm).

über profesionelle Hilfe habe ich auch schon nachgedacht, aber im Moment bin ich da noch nicht so weit.

LG Blümchen

Hallo bluemchen24
Was du hier beschreibst ist ein stückweit vollkommen NORMAL und es ist kein Problem. Denn es ist nicht jeder jeden Tag gleich drauf. Und es ist nunmal so, dass wir in unserem Partner oder in den Menschen, die uns am nächsten stehen den Spiegel suchen und finden wollen. Den Spiegel, wo wir erkennen, dass wir gut sind, so wie wir sind und liebenswert und attraktiv und humorvoll und, und, und. Das ist ganz normal. Das ist ja auch einfacher, als sich selbst zu spiegeln, nämlich sich selbst zu lieben, liebenswert zu finden, attraktiv und, und, und. Meinst du nicht auch?

Solche Phasen gilt es zu erkennen, dass ist der erste Schritt. Und wenn du sie erkennst, dann zu lernen damit für dich umzugehen. Nämlich dich um dich zu kümmern und dir die Gefühle zu geben, die du in dem Moment dann anfängst und versuchst in deinem Freund zu finden. Das ist die ganze Kunst. Wäre schön, wenn es so einfach wäre

Ich bin auch in therapeutischer Behandlung, um einfach das zu lernen. Sich diese Gefühle selbst zu geben und sich in solchen Phasen sich um sich zu kümmern und das nicht in die Partnerschaft zu tragen bzw. auf den Partner.

Drück dir die Daumen

LG
Stern

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23. Februar 2005 um 11:38
In Antwort auf honor_12058263

Hallo bluemchen24
Was du hier beschreibst ist ein stückweit vollkommen NORMAL und es ist kein Problem. Denn es ist nicht jeder jeden Tag gleich drauf. Und es ist nunmal so, dass wir in unserem Partner oder in den Menschen, die uns am nächsten stehen den Spiegel suchen und finden wollen. Den Spiegel, wo wir erkennen, dass wir gut sind, so wie wir sind und liebenswert und attraktiv und humorvoll und, und, und. Das ist ganz normal. Das ist ja auch einfacher, als sich selbst zu spiegeln, nämlich sich selbst zu lieben, liebenswert zu finden, attraktiv und, und, und. Meinst du nicht auch?

Solche Phasen gilt es zu erkennen, dass ist der erste Schritt. Und wenn du sie erkennst, dann zu lernen damit für dich umzugehen. Nämlich dich um dich zu kümmern und dir die Gefühle zu geben, die du in dem Moment dann anfängst und versuchst in deinem Freund zu finden. Das ist die ganze Kunst. Wäre schön, wenn es so einfach wäre

Ich bin auch in therapeutischer Behandlung, um einfach das zu lernen. Sich diese Gefühle selbst zu geben und sich in solchen Phasen sich um sich zu kümmern und das nicht in die Partnerschaft zu tragen bzw. auf den Partner.

Drück dir die Daumen

LG
Stern

Hallöchen Stern,
deine Antwort hat mich jetzt ein wenig aufgebaut!!!

danke dir sehr!!!

LG Blümchen

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23. Februar 2005 um 12:05
In Antwort auf shona_12884317

Hallöchen Stern,
deine Antwort hat mich jetzt ein wenig aufgebaut!!!

danke dir sehr!!!

LG Blümchen

Das freut
mich natürlich, wenn ich dich aufbauen und ein wenig beruhigen konnte!

Bis denn
Stern

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23. Februar 2005 um 14:27

Wie ich deinem posting
entnehme, willst du immer alles 100% richtig und perfekt machen und haben. Wenn du das Gefühl hast, dein Freund interessiert sich gerade mehr für das Fernsehen als für dich, wird für dich gleich eine grundsätzliche Frage daraus und du suchst die Schuld bei dir. Ist es so?
Also, ich kann dir nur den Rat geben, zu entspannen. Eure Beziehung klappt gut, ihr habt Spaß an euch und mit Freunden, alles läuft normal gut.
Dass du in deinem Freund ein STück weit Ersatz für deinen Vater suchst, ist ja auch normal. Selbst wenn er nicht gestorben wäre, bist du ja nun in einem Alter, in dem man sich eben voll ganz von den Eltern abnabelt und andere Orientierungspunkte im Leben sucht. Bei dir wurde diese Situation eben erzwungen und ist daher schwerer von dir zu akzeptieren.

Frage deinen Freund nicht zu oft, ob er diech noch liebt, ob du ihm noch genügst usw. Sonst implementierst du nur noch Zweifel in ihm, die gar keine rationale Begründung haben. Am Schluß glaubt ihr noch, was ihr euch (gegenseitig oder selber) einredet.

Anscheinend ist dein Freund derzeit dein einziger Lichtblick in deinem Leben. Klar, dass da die Angst umso größer ist, ihn zu verlieren.
Versuche darum, an deiner übrigen Situation was zu ändern. Wenn dein Beruf so schrecklich ist, bemüh dich doch, den Platz zu wechseln. Ist zur Zeit siche rnicht leicht, aber du kannst es ja mal angehen.
Wenn du mit deinem Selbstbild nicht klar kommst, versuche eine positivere Einstellung zu dir selber zu gewinnen, dich so zu akzeptieren, wie du bist oder eben, bewußt an deinen subjektiven Schwächen zu arbeiten.
Die positive Beschäftigung mit diesen Themen wird dein Selbstvertrauen stärken und dich von deinem eigentlich nicht vorhandenem Ausgangsproblem ablenken.

Take it easy, geh es an,
und viel Glück!
Jobasti

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