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Selbstzweifel....

25. Mai 2005 um 8:42

Also ich fang mal von vorne an....ich habe mich letztes Jahr von meinem langjährigen Partner getrennt. Die Beziehung war einfach zu Ende. Er hat psy. Probleme bekommen und ab da an ging die Beziehung stetig bergab.
Er ist völlig gefühlskalt geworden und hat mich nicht mehr
an sich ran gelassen. Kein Kuß mehr, keine Umarmung mehr...
ich hab wirklich gelitten. Es hat aber lange Zeit gebraucht,
bis ich geschafft habe, mich von ihm zu trennen. Ich hatte immer die Hoffnung vielleicht wird es wieder besser.
Ich habe immer alles auf die psy. Probleme geschoben, aber so im nachhinein denke ich, er hat aufgehört mich zu lieben und hat sich nur noch vorgemacht, dass er mich liebt.

Seit 4 Monaten hab ich eine neue Beziehung und bin auch eigentlich glücklich....aber diese Angst nicht genug geliebt zu werden und dass das alles nochmal passiert macht mich ganz schön unglücklich. Immer wenn sich mein neuer Partner zurückhaltend verhält oder sich eine Weile nicht meldet, bekomme ich Panik. Ich kann einfach nicht mehr ungezwungen an eine Sache ran gehen und mache mir wegen alles soviel Gedanken.

Hat nicht jemand einen Tip für mich?

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25. Mai 2005 um 8:53

Das ist normal...
.... so war ich auch, auch ohne so eine Ablehnung erfahrenzu haben.
Dass man am Anfang (extrem) vorsichtig ist, das ist echt normal. Einen Tipp geben??? Schwer ein zuhalten....
Die ZEit arbeitet für Euch. JE länger ihr zusammen seid, desto vertrauter und enger wird Eure Beziehung. Je länger Ihr zusammen seid, desto ferster wird das Band zwischen Euch und irgendwann vertraust Du ihm dann völlig udn die bösen Gedanken verschwinden.
Bei mir hat das ca. einhalbes Jahr gedauert....


LG
Pluster

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25. Mai 2005 um 9:00
In Antwort auf Pluster

Das ist normal...
.... so war ich auch, auch ohne so eine Ablehnung erfahrenzu haben.
Dass man am Anfang (extrem) vorsichtig ist, das ist echt normal. Einen Tipp geben??? Schwer ein zuhalten....
Die ZEit arbeitet für Euch. JE länger ihr zusammen seid, desto vertrauter und enger wird Eure Beziehung. Je länger Ihr zusammen seid, desto ferster wird das Band zwischen Euch und irgendwann vertraust Du ihm dann völlig udn die bösen Gedanken verschwinden.
Bei mir hat das ca. einhalbes Jahr gedauert....


LG
Pluster

Selbstzweifel
Danke für deine Antwort.

Weißt du ich hab wieder Angst mehr geben zu müssen, als dass ich zurück bekomme. Der neue Partner ist auch nicht gerade einfach. Immer wenn es Streit gibt, fängt er an sich zurückzuziehen oder stellt auf sturr und das ist genau das
was bei mir wieder die Panik auslöst. Ich hab ihm das auch schon gesagt, aber irgendwie kapiert er es nicht so richtig.

Langsam frage ich mich, ob das Problem nicht bei mir selbst liegt. Ob ich mich zu wenig akzeptiere und auf die Liebe eines anderen angewiesen bin. Früher war ich nie so, aber meine letzte Beziehung hat mich sehr verändert. Leider!

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25. Mai 2005 um 9:10

Dafür gibt es ...
wohl kein Patentrezept, denn ich bin sicher, dass man auch den psychisch Stabilsten durch bestimmte Ereignisse oder eine Anhäufung von Ereignissen zu einem großen Zweifler machen kann.

Vermutlich bist Du auf einem guten Weg, denn der Anfang besteht darin, sich bewußt zu machen, was eigentlich in einem abläuft. Die Angst, dass sich einmal Erfahrenes wiederholt, ist natürlich, aber ich denke in Deinem Fall ist die Zeit Dein Freund, denn jedes Mal, wenn Du mit Deinem neuen Freund die Erfahrung machst, dass ein 'Sich nicht melden' nicht erstes Anzeichen für eine permanente Abkehr von Dir ist, sondern vermutlich nur ein Zeichen dafür, dass es auch noch andere wichtige Dinge in seinem Leben gibt, wird die Erfahrung mit Deinem letzten Freund ein wenig mehr verblassen.

LG

Larsen

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25. Mai 2005 um 9:29
In Antwort auf larissa058

Selbstzweifel
Danke für deine Antwort.

Weißt du ich hab wieder Angst mehr geben zu müssen, als dass ich zurück bekomme. Der neue Partner ist auch nicht gerade einfach. Immer wenn es Streit gibt, fängt er an sich zurückzuziehen oder stellt auf sturr und das ist genau das
was bei mir wieder die Panik auslöst. Ich hab ihm das auch schon gesagt, aber irgendwie kapiert er es nicht so richtig.

Langsam frage ich mich, ob das Problem nicht bei mir selbst liegt. Ob ich mich zu wenig akzeptiere und auf die Liebe eines anderen angewiesen bin. Früher war ich nie so, aber meine letzte Beziehung hat mich sehr verändert. Leider!

Natürlich liegt es in einem selbst ...
Wenn man lange mit einem Menschen zusammen war, der einem das Gefühl gab, nicht ok, nicht liebenswert zu sein, so hinterläßt das Spuren. Das ist es, was ich in dem anderen post schon ausdrücken wollte. Man muss einem Menschen nur lange genug klar machen, dass er nicht liebenswert ist und irgendwann verinnerlicht er das.

Es gibt Menschen, die nicht genügend Selbstschutz entwickeln und sich deshalb viel zu lange auf eine solche - die Seele krank machende - Beziehung einlassen so wie es bei Dir wohl geschehen ist.

Ich bin davon überzeugt, dass es die Kunst ist, auf sich selbst zu achten, die einen auf Dauer glücklich oder unglücklich macht. Es sind nicht die Menschen um uns herum, denen wir gerne die Verantwortung dafür aufladen, sondern es sind wir selbst.

Ich hab Phasen in meinem Leben gehabt, wo ich mir selbst zuviel zugemutet hab - natürlich ausgelöst von anderen Personen, aber ich hätte immer die Möglichkeit gehabt, mich aus diesen krank machenden Zuständen zu lösen und hab es mir nicht oder zu spät eingestanden - so wie in Deinem Fall.

LG

Larsen

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25. Mai 2005 um 9:38
In Antwort auf larsen

Natürlich liegt es in einem selbst ...
Wenn man lange mit einem Menschen zusammen war, der einem das Gefühl gab, nicht ok, nicht liebenswert zu sein, so hinterläßt das Spuren. Das ist es, was ich in dem anderen post schon ausdrücken wollte. Man muss einem Menschen nur lange genug klar machen, dass er nicht liebenswert ist und irgendwann verinnerlicht er das.

Es gibt Menschen, die nicht genügend Selbstschutz entwickeln und sich deshalb viel zu lange auf eine solche - die Seele krank machende - Beziehung einlassen so wie es bei Dir wohl geschehen ist.

Ich bin davon überzeugt, dass es die Kunst ist, auf sich selbst zu achten, die einen auf Dauer glücklich oder unglücklich macht. Es sind nicht die Menschen um uns herum, denen wir gerne die Verantwortung dafür aufladen, sondern es sind wir selbst.

Ich hab Phasen in meinem Leben gehabt, wo ich mir selbst zuviel zugemutet hab - natürlich ausgelöst von anderen Personen, aber ich hätte immer die Möglichkeit gehabt, mich aus diesen krank machenden Zuständen zu lösen und hab es mir nicht oder zu spät eingestanden - so wie in Deinem Fall.

LG

Larsen

Natürlich liegt es in einem selbst ..."
Ich verstehe sehr gut was du meinst. Aber warum löst man sich
nicht aus diesen krank machenden Zustand. Warum kämpft man immer weiter, bis man nicht mehr kann. Was dann zurück bleibt
sind Narben, die nur sehr schwer heilen.

Wie schaffst du es mit solchen Situationen umzugehen bzw. wie
baust du deinen Selbstschutz auf?

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25. Mai 2005 um 10:11
In Antwort auf larissa058

Natürlich liegt es in einem selbst ..."
Ich verstehe sehr gut was du meinst. Aber warum löst man sich
nicht aus diesen krank machenden Zustand. Warum kämpft man immer weiter, bis man nicht mehr kann. Was dann zurück bleibt
sind Narben, die nur sehr schwer heilen.

Wie schaffst du es mit solchen Situationen umzugehen bzw. wie
baust du deinen Selbstschutz auf?

Es ist schwer zu beschreiben ...
Man kämpft, weil man sich etwas wünscht, das man zumeist schon erlebt hat und immer wieder erleben möchte. Dafür nimmt man dann eine ganze Menge auf sich und überschreitet mitunter die eigenen Grenzen.

Aber irgendein Reflex war immer in mir, der dafür gesorgt hat, dass ich meine Grenzen nicht zu lange überschritt, so dass ich mir dauerhaft schadete. Im Nachhinein schaffe ich es nicht, rational festzustellen, was mich denn nun getrieben hat, weil die Gedankengänge zu Zeiten starker emotionaler Anspannung doch manchmal zu verquer sind, aber ich spüre, dass mich etwas wieder an die Wasseroberfläche treibt, wenn ich Gefahr laufe abzusaufen. Ich nenne das meinen Selbstschutzmechanismus.

Es ist dann nicht so, dass ich mir bewußt sage 'Du tust jetzt das und das, um Dich selbst zu schützen' sondern es ist wie ein Reflex und mit ein bisschen Reflektion erkenne ich im Nachhinein wie es funktioniert hat.

Und heute weiß ich dann, auf welche Situationen ich mich im Vorfeld schon nicht mehr einlasse.

LG

Larsen

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27. Mai 2005 um 2:07

Larsen und Mietnomadin, Euch mal sagen will...
wie sehr ich Eure liebevollen und menschlichen Beiträge genieße ! Mit welcher Aufrichtigkeit, Tiefe und vor allem Ehrlichkeit Ihr Euch bemüht, Hoffnung,Zuversicht und Licht in anderer Leute Leben zu bringen - Respekt ! Dabei seid Ihr niemals belehrend und doch können sicher die meisten viel von Euch lernen. Ich finde es einfach schön, Eure Texte zu lesen, aus denen so viel Wärme und Liebe zu den Menschen spricht.
Herzliche Grüße sendet Euch
Christine

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