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Selbstvorwürfe,reue,wut,unzufr ieden...

30. Juli 2010 um 13:32

hallo liebes forum. mal wieder schreibe ich heute hier etwas, was mich sehr beschäftigt, und meine gedanken einfach nicht davon loskommen.

ich bedanke mich jetzt schon einmal fürs lesen, und ich hoffe mich hier vielleicht ein bisschen mit leuten austauschen zu können. ich möchte darauf hinweisen, das ich mir bewusst bin, das ich echt verdammt viel falsch gemacht habe in der beziehung, und ich möchte euch bitten nicht zu harte worte zu benutzen, da ich zurzeit sehr leicht am wasser gebaut bin. was nicht heissen soll, das ich keine ehrlich kritik oder sonst etwas annehmen werde. bitte nur nicht bösartig

also, im feber 2009, hat sich mein freund von mir getrennt. grund: ich. er kann einfach nicht mehr.

so, das möchte ich genauer erklären. ich habe vollstes verständnis dafür das er mich verlassen hat, ich kann es nachvollziehen, und trotzdem, kann ich mich damit nicht abfinden, weil ich zu einem sehr grossen teil schuld bin das diese beziehung gescheitert ist.

ich habe alles falsch gemacht was man nur falsch machen kann. wir sind vom ersten tag an unzertrennlich gewesen, waren so verliebt und haben soviel miteinander geteilt, es war wahnsinnig schön. ich hab mich von anfang an angefangen abhängig von diesem mann zu machen. ich hab alles auf ihn ausgerichtet, auf ihn gebaut, ich habe mich vergessen vor lauter verliebtheit. (muss dazu sagen, meine erste grosse liebe, ich wusste es nicht besser, kann man sagen) nach einiger zeit, ich schätze mal 3-4 monate, ist mir aufgefallen das er nicht mehr die grosse lust hat jeden tag mit mir zu verbringen, und das konnte ich nicht verstehen, weil ich es wollte. ich habe freundschaften vernachlässigt, wenn nicht sogar aufgegeben wegen ihm (ja ich weiss, das DARF niewieder passieren!!!!) und er war irgendwie, meine einzige bezugsperson und ich liebte ihn abgöttisch. ich habe angefangen, alle meine psychischen probleme auf ihn abzuwälzen, ich bin sehr redselig, er war immer ruhig, und hat mir zugehört, hab geglaubt er versteht mich, tut er aber nicht - hab ich nach der trennung so erkennen können. ich hab viel geweint, weil mir soviel auf die nerven ging was ich getan habe, das ich meine freundschaften aufgegeben habe und generell war eine unzufriedenheit in mir. irgendwas hat mich gelähmt, ich habe nichts dagegen unternommen... weil ja eh jemand da war der mich liebt. -.-

anstattdessen, hab ich mit ihm immer mehr zum streiten begonnen, dadurch das ich nur ihn hatte, musste er ALLE meine bedürfnisse decken, da es ja sonst keiner tat. es war mir meistens dann nie genug wenn er was gemacht hat. wir sind zusammengezogen, grosser fehler! denn da fings dann eigentlich erst wirklich an, die krise hat sich eingeschlichen. wir waren beide verliebt wie nichts, unsere erste beziehung, wollten natürlich nicht gleich aufgeben, und er war wirklich immer da für mich. aber wir haben alles üebrstürzt. alles.... :/

da ich aber solche probleme mit mir selbst hatte, konzentrierte ich mich darauf, das es MIR besser geht, und habe ihn dabei irgendwie völlig auf der strecke gelassen. ich hab ihm schon gezeigt das ich ihn liebe, aber mehr mit worten als mit taten. ich hab ihn von vorne bis hinten eingeengt, redete ihm ein schlechtes gewissen ein wenn er mal kurzfristig was trinken gehen wollte... das kam sehr oft vor, das ich einfach wolte das er bei mir ist und bei niemand anderen. schrecklich, wenn ich im nachhinein so darüber schreibe. aber ich war wirklich blind vor liebe, und ich habe ihn als viel zu selbstverständlich angenommen, schon nach so kurzer zeit. wir haben auch nicht viel unternommen, da er nie was vorgeschlagen hat, und ich hab mich damit abgefunden das wir halt unsere meiste zeit miteinader zuhause verbringen. und das hört sich ja auch schonwieder schrecklich an. hab mich also wirklich komplett selbst aufgegeben. mein ego durch ihn definiert.

wir haben wirklich oft arg gestritten, wegen irgendwelchen kleinigkeiten, wenn er zum beispiel nicht reden wollte, hab ich ihn immer regelrecht dazu gedrängt, habe immer wissen wollen was in ihm vorgeht, ich bin ihm einfach oft viel zu nahe getreten und wollte dinge von ihm die er nicht wollte. ich wollte alles viel zu schnell, er war eher bedacht, ich nicht. er hat aber immer mitegmacht, weil er mich wie cih glaube ja auch wirklich liebte. wenn ich nichtzärtlichkeiten bekam von ihm, fühlte ich mich ungeliebt. blablabla.

aufjedenfall,ist es nun schon lange aus,er scheint glücklich zu sein damit mich los zu sein, ist er glaub ich wirklich, und ich kanns ihm nicht einmal verübeln. und ich... ich kann mir bis heute nicht verzeihen das ich ihn so respektlos behandelt habe. er ist nämlich ein wundervoller mensch. er ist intelligent, gutaussehend, hat seine prinzipien, humorvoll... und und und, er hat genug gute seiten. das ist das nächste. ich idealisiere ihn die ganze zeit. die ganze ganze zeit. ich sehe nicht viel schlechtes an ihm, weil ich mich hauptsächlich eben falsch verhalten habe und dadurch, komm ich kaum weg von ihm. ich frage mich auch oft, was mich denn so gestört hat bittesehr? was war los mit mir? ich kanns mir nicht erklären, weil er mich wirklich geliebt hat, und ich hätte es sehen müssen. habs aber nicht. anstattdessen, hab ich nur gemeckert und war schlecht gelaunt bei jeder kleinigkeit. ... schrecklich war ich einfach.

und so kenne ich mich gar nicht. so war ich noch nie. ich frage mich warum warum warum? ich habe keine ahnung. hatte solch eine angst ihn zu verlieren, nicht gut genug zu sein. ... ich hab ihn oft angesehen und mich gefragt "liebe ich diesen mann?" "will cih mit dem mann alt werden?" und trotzdem kam für mich eine trennung nicht in frage, weil ich endlich geliebt wurde. er hat mir das dann abgenommen, und ich bin zerbrochen. ... bis heute. ich denke soviel an ihm und an das was war, hauptsächlich dran wie ich mich falsch verhalten habe.

ich kann es mir nicht verzeihen, weil cih dauernd das gefühl habe, den besondersten menschen der welt verloren zu haben. dauernd denk ich dran - boah er wird mal eine frau so glücklich machen - und das bin nicht ich.

was will ich nun? ich will mich einfach mal darüber unterhalten, und ich würde gerne wissen ob es leute gibt, die auch schon einmal so einen scheiss gebaut haben?

ist etwas lang geworden, kann mich nicht kurz halten, und tut mir leid wenn es auch verwirrend geschrieben ist, meine gedanken kochen heute wieder über...

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30. Juli 2010 um 19:46

Verfall nicht in Selbstmitleid
Hey...ich habe mir auch mal Deine GEschichte durch gelesen und muß sagen, daß ich das ziemlich heftig finde. Warum hast Du Dich denn so verändert? Also warum hast Du alles um DIch herum aufgegeben? Weil er es unbewußt inzeniert hat oder weil Du das von Dir aus getan hast?
Ich finde, Du solltest nicht so in Selbstmitled verfallen und Dir selber nicht alleine die Schuld geben. Dazu gehören immer zwei. Man darf sich selbst nicht aufgeben.
Und Dein Ex hat sich doch in Dich verliebt, weil Du warst wie Du eben warst. Und nicht weil er darauf spekuliert hat, daß Du Dich aufgibst. Von Deinen Erzählungen her muß ich sagen, daß Du auf keinen Fall die Schuld nur bei Dir suchen solltest.
Wenn Dein Ex so ein toller Mensch ist, intelligent, hübsch usw, dann kannst Du ja keine Schlechte sein. Man sucht sich nie das Gegenteil.
Es tut mir total Leid...ehrlich. Vielleicht hat es ihn auch gestört, daß DU zu sehr geklammert hast. Wenn man alles aufgibt für einen Mann, dann wird man unzufrieden mit sich selber. Und das wirkt sich natürllich negativ auf die Beziehung aus.
Also such bitte nicht die Fehler bei Dir. Du hast schon genug Liebe gegeben und gezeigt.
Du hast einen Besseren verdient.
LG und schreib ruhig, wenn Dir danach ist.

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31. Juli 2010 um 18:28

Hinterher ist man immer schlauer
Hallo,
es ist leichter gesagt als getan seine eigene Identität zu behalten wenn man so himmelhoch verliebt ist.
Mit meiner Beziehung war es am Anfang auch so. Ich habe alles getan nur um ihn zu halten und mich aber gleichzeitig an ihn geklammert und ihn total eingeengt. Schon damals hat er, wenn ich es nicht sah, bestimmen Mitstudentinnen das Täschchen mit einem Hefter drin getragen.ich habe dann oft tränenreiche Eifersuchtsszenen hingelegt. Auch wenn meine Tasche 20 kg gewogen hat musste ich sie alleine buckeln. Ich hatte auch was dagegen wenn er mit seinen Freunden um die Ecken ziehen wollte. Also ein ähnliches Verhalten an den tag gelegt wie Du. Letztendlich hat er sich doch meiner Hartnäckigkeit gebeugt. Aber in 26 jahre Ehe habe ich im Prinzip immer gemerkt dass ich nicht seine grosse Liebe bin. Manchmal habe ich schon bereut den Kampf gewonnen zu haben. Im Prinzip habe ich dadurch ihm und auch mir die Chance genommen "die grosse Liebe" zu finden. Das macht manchmal ein schlechtes Gewissen
Akpetiere seine Entscheidung und lerne draus.
Du findest sicher wieder einen der zu Dir passt. Und wenn er Dich ein bischen mehr liebt als Du ihn ist das besser für Dich.
Ansonsten hast Du einen andauernden Kampf vor Dir Deinem Partner immer wieder zu beweisen das Du die eine bist . Du andereseits wirst Dir seiner nicht sicher sein und so lange die Beziehung hält in einer Achterbahn der Gefühle leben.

MfG

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2. August 2010 um 14:09
In Antwort auf hedda_12717770

Hinterher ist man immer schlauer
Hallo,
es ist leichter gesagt als getan seine eigene Identität zu behalten wenn man so himmelhoch verliebt ist.
Mit meiner Beziehung war es am Anfang auch so. Ich habe alles getan nur um ihn zu halten und mich aber gleichzeitig an ihn geklammert und ihn total eingeengt. Schon damals hat er, wenn ich es nicht sah, bestimmen Mitstudentinnen das Täschchen mit einem Hefter drin getragen.ich habe dann oft tränenreiche Eifersuchtsszenen hingelegt. Auch wenn meine Tasche 20 kg gewogen hat musste ich sie alleine buckeln. Ich hatte auch was dagegen wenn er mit seinen Freunden um die Ecken ziehen wollte. Also ein ähnliches Verhalten an den tag gelegt wie Du. Letztendlich hat er sich doch meiner Hartnäckigkeit gebeugt. Aber in 26 jahre Ehe habe ich im Prinzip immer gemerkt dass ich nicht seine grosse Liebe bin. Manchmal habe ich schon bereut den Kampf gewonnen zu haben. Im Prinzip habe ich dadurch ihm und auch mir die Chance genommen "die grosse Liebe" zu finden. Das macht manchmal ein schlechtes Gewissen
Akpetiere seine Entscheidung und lerne draus.
Du findest sicher wieder einen der zu Dir passt. Und wenn er Dich ein bischen mehr liebt als Du ihn ist das besser für Dich.
Ansonsten hast Du einen andauernden Kampf vor Dir Deinem Partner immer wieder zu beweisen das Du die eine bist . Du andereseits wirst Dir seiner nicht sicher sein und so lange die Beziehung hält in einer Achterbahn der Gefühle leben.

MfG

Hallo hallo.
hallo. ich danke euch fürs lesen meiner egschichte.

ja ich finde es selbst auch ziemlich heftig. ich weiss nicht warum ich das getan habe. ich habe es von mir aus getan, er hat mich dazu nicht gedrängt oder genötigt. ich war so verliebt, das es nur mehr ihn für mich gab. meine erste grosse liebe. ich war wie geblendet.

ja weil cih war wie ich eben war, und jetzt bin ich ein häufchen elend. so fühle ich zumindest. cih versinke nicht in selbstmitleid, nagut doch, teilweise schon, geb ich dir recht, aber ich komm da nicht raus, weil cih so etwas kostbares verloren habe. er war mir so wichtig. so wahnsinnig wichtig.

ja es hat ihn bestimmt gestört, das ich zuviel geklammert habe. aber er hätte doch mal normal mit mir darüber reden können ich war und bin sehr unzufrieden mit mir selber. ich habe ihm tagtäglich gezeigt wie viel er mir bedeutet. das war wohl zuviel des guten. :/

@susi
>>>>Du findest sicher wieder einen der zu Dir passt. Und wenn er Dich ein bischen mehr liebt als Du ihn ist das besser für Dich.

ja, mal schauen was kommt. es ist nur so unglaublich alles irgendiwem, ich weiss nicht ob ich jemanden jemals wieder an mich so nah ranlassen kann. cih bin unendlich traurig und verletzt. immer noch. ich kanns euch gar nicht sagen.


danke euch für die lieben worte!

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4. August 2010 um 12:31

Kenne ich
Hallo zusammen
ich habe deine Geschichte gelesen und muss sagen, ich habe mich und meinen Exfreund darin wiedergefunden, allerdings im umgekehrten Fall. Er war wie du und ich wie dein Exfreund.
Mein Ex und ich sind nun seit Februar 10 getrennt, zwischendurch gab es nochmal ein paar Versuche, aber nun müssen wir einsehen, dass es kein Zurück mehr gibt.
Er und ich waren 3 Jahre zusammen gewesen und hatten davon 2,5 Jahre zusammen gewohnt. Er hatte mich eingeengt, mir verboten ohne ihn auszugehen, Freunde zu treffen, ich durfte nichts mehr im Net machen und er hatte sich diese Rechte selber rausgenommen. Ich glaube er war krasser als du, er beschimpfte mich desöfteren mit Namen, welche ich hier nicht wiedergeben mag. Er unterstellte mir Betrug usw und das war nicht wahr. Ich bin es ja selber schuld, dass es soweit gekommen ist, denn ich hatte es lange Zeit zugelassen, aber mit der Zeit merkte ich wie ich vereinsamte, meine Freunde hatten sich von mir abgewendet und ich hatte nur noch ihn. Das war ihm aber alles nicht genug, er stellte mich vor die Wahl, meine Familie oder er. Meine Familie mochte ihn irgendwann nicht mehr und luden nur noch mich ein....damit kam er nicht klar, aber er hatte sich auch ihnen gegenüber teilweise wie ein Schw.... benommen. Leider sieht er noch heute seine Fehler nicht ein und schiebt mir alles in die Schuhe, sicher, ich hatte auch Fehler gemacht, war am schluss nur noch fies zu ihm, aber das war dieser angestaute Groll, diese Wut......nun stellt er mich überall als die Böse hin und dieses macht mich noch immer ziemlich wütend. Könnte teilweise heulen, denn am scheitern einer Beziehung gehören immer zwei und das was ich mit ihm erlebt hatte war eine art käfighaltung und er hatte den schlüssel.
Es wird weitergehen, auch für dich. Versuche aus deinen Fehlern zu lernen. Vielleicht habt ihr irgendwann nochmal eine Chanche? Wünsche dir alles Gute für deine Zukunft
Lg Tina

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11. September 2011 um 16:58

Könnte von mir sein....
Hallo vollkornsocke1,

ich weiss dass dein Eintrag schon über ein Jahr alt ist, aber mich würde es sehr interessieren wie deine Geschichte weitergegangen ist.
Als ich deine Geschichte gelesen hab, habe ich mich darin sowas von wieder gefunden, das hätte ich selbst geschrieben haben können. Mein Freund hat sich vor einem guten Jahr von mir getrennt u. ich werde diese scheiss Schuldgefühle u. Selbstvorwürfe bis heute nicht los. Ich komme einfach nicht klar damit. Zwischendurch ging es mir auch mal besser und ich habe gedacht ich wäre auf einem guten Weg die Trennung zu verarbeiten. Seit 2-3 Monaten habe ich nun wieder den Rückwärtsgang eingelegt u. trete auf der Stelle. Ich habe das Gefühl das wertvollste in meinem Leben u. meine große Liebe selbst vermasselt zu haben
Würde mich sehr freuen von dir zu hören!

LG

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