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Selbstständigkeit, Lebenserfüllung.. Gefühl von Nutzlosigkeit zwecks Studium

22. Juli 2011 um 23:35 Letzte Antwort: 23. Juli 2011 um 22:58

Ich (24) studiere Kunstgeschichte und Anglistik und ständig darf ich mir anhören wie langweilig das ist und wie sinnlos, da man damit in der Zukunft keine guten Berufsschancen hat.
Und ich mache mir langsam wirklich Gedanken, dass ich später mal keinen Job finde oder schlecht verdienen werde.. Ich kann mir doch jetzt kein neues Studium leisten, ich bin 24 lebe bei meiner Mutter, habe Geldschulden..finanziere mein Studium durch meine Halbwaisenrente, was wirklich nicht viel ist. Leisten kann ich es mir nur, da ich dank Geschwisterregelung keine Studiengebühren zahlen muss. Bin jetzt im zweiten Semester, mir macht das Studium auch Spaß, aber ich will nicht, dass es umsonst ist und ich ewig angewiesen bin auf i-jemand. Ich will eine Wohnung haben, einen Hund, eine gute Arbeit, in eine andere Stadt ziehen.. einfach L e b e n.
Ich habe schon einmal einen Studiumswechsel gemacht, das kann ich mir nicht noch einmal leisten, dafür fühle ich mich zu alt..andere in meinem Alter haben schon B.A. Abschluss..Und ich? Im zweiten Semester..komme mir manchmal so dumm vor, als jemand, der nicht weiß was er will, der keine großartigen Begabungen hat und deshalb nie im Leben etwas erreichen wird..nutzlos eben..
Ich habe mich an die Hoffnung geklammert, dass ich immer noch lehren könnte als Dozentin oder Ä. Allerdings ist das kein leichter Weg und Aussicht auf Einstellung sieht auch nicht so rosig aus
Was soll ich nur tun..habe ich eine Zukunft? Ich würde ja BWL oder irgendeine andere Art von Naturwissenschaft studieren, aber ich habe nun einmal keine Begabung dafür. Das weiß ich, da ich auf einem Wirtschaftgymnasium war und ich mich da durchgequält habe..Mein starkes Interesse gilt nun einmal der Sprache und Literatur.. Anscheinend is das nichts wert..oder nur mit Komplikationen verbunden.

Zitat: "Geisteswissenschaften sind KEINE BERUFE! Punkt!"

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23. Juli 2011 um 22:00

Der Weg ist das Ziel
Also wenn ich das hätte machen können was ich gewollt hatte, dann würde ich auch etwas "brotloses" studieren... gekommen ist es ja anders.

Wer sagt "Geisteswissenschaften" sind keine Berufe ist doch ein Idiot, pardon.

Wo wären wir denn ohne die Geisteswissenschaften heute?

Heute studieren viele aufgrund mangelnder Kreativität einfach Lehramt, Jura und Co... einfach weil dahinter schon ein konkreter Beruf steht und sie sich so eine bestimmte Tätigkeit vorstellen können.

Wenn du weißt was du mit deinem Studium erreichen willst, dann hast du auch ein Ziel vor Augen. Irgendwann kommt jeder an seinem Ziel an. Der eine gerade, der andere über Umwege.

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23. Juli 2011 um 22:58


bleib dabei. es gibt sehr viele möglichkeiten später, aber ein guter abschluss sollte drinne sein. in der werbebranche suchen sie leute jeglicher coleur. wenn du da schon ein paar praktika während dem studium machst bist du später mit dabei. oder aber auch unternehmensberater kommen aus verschiedensten branchen und werden dann in bwl "kurz" angelernt. aber du musst zu den besten deines jahrgangs gehören.

ich habe (leider) einen klassischen berufsweg gewählt und ich habe mir sehr oft gewünscht doch kunst oder anderes kreatives studiert zu haben, auch wenn ich mein studium zu schätzen wusste. ich bin stolz auf das was ich erreicht habe und habe glücklicherweise eine nische gefunden die ich nicht langweilig und trocken finde denn kurzfristig hatte ich mal einen absoluten overkill und wollte am liebsten gar nichts mehr mit meinem berufsfeld zu tun haben.

übrigens kenne ich sehr viele lehrer die kurz nachdem sie anfingen zu arbeiten, körperliche und auch psychische probleme bekamen (weil sie die arbeit in der praxis nicht kennen) und viele juristen die sterbenslangweilig sind und nur stolz auf ihre 70 stunden woche und ein gutes einkommen und EIN hobby sind. naja bwler sind noch die blumigste ausnahme, wobei auch da bei den unternehmensberater eine gewisse einseitigkeit in bezug auf arbeit besteht.

was ich sagen will: das leben ist viel zu facettenreich als das man sich in schubladendenken pressen sollte und trends oder vermeintlichen nach eifern sollte.

mach das woran dein herz hängt aber verliere die perspektive nicht aus den augen. dh. plane sorgfältig wohin die reise gehen soll.
ich mag leute die vielseitig interessiert sind und andere wege gehen

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