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Seitensprung

30. November 2006 um 16:21

Hallo,

ich danke euch schon einmal recht herzlich für eure Antworten!
Und sorry wegen dem langen Text, lässt sich leider nicht kürzer beschreiben, danke!

Ich bin mit meiner Freundin seit über 6 Jahren zusammen. Wir hatten dazwischen 2 große Beziehungskrisen überwunden. Dabei ging es vorallem darum, dass wir nur noch wenig zusammen unternommen haben und wir uns sogesehen entlebt oder entliebt haben. Es war dann immer von Trennung die rede, haben es aber dann doch wieder geschaft zusammen zu finden.
Dabei ging es auch nicht um eine neue Liebe oder einen neuen Partner...
Dann lief es auch immer eine längere Zeit sehr gut und wir haben die Zeit wirklich sehr genossen (beide).

Nun ist gerade die 3. Krise entstanden, dieses mal ist es aber um einiges gravierender als bei den letzten beiden Krisen es der Fall war.
Kurz und schmerzlos, meine Freund ist vor knapp 4 Wochen mit einem Freund von mir nach einer Feier fremd gegangen. Ich musste früher nach Hause und habe davon natürlich nichts mitbekommen. In den ersten 3 Wochen lief es dann eigentlich normal weiter, sofern ich mich jetzt noch daran erinnern kann und ich habe auch nichts von dem seitensprung mitbekommen. Meine Freundin hat sich eine Woche nach dem Geschehen mit dem Freund getroffen und hat mit ihm darüber geredet. Der Freund ist ebenfalls in einer Beziehung, die in dem Moment auch nicht gerade gut gelaufen ist. Der Freund meinte er wolle es mit seiner Freundin noch einmal probieren...nun nach 3 Wochen nach dem Vorfall hat sich eine komsiche Stimmung bei meiner Freundin bemerkbar gemacht und ich ahnte schon das etwas nicht stimmt. habe versucht mit ihr öfters darüber zu reden, konnte aber erst nach 4 Wochen die schockierende Wahrheit erfahren.

Sie sagte mir natürlich auch, dass es ihr mir gegenüber total leid täte und sie sich natürlich total beschissen fühle, doch den Vorfall nicht bereue, da sie mit unserer beziehung nicht mehr zufrieden war.
Sie hat sich aber seitdem nicht mehr mit ihm getroffen...

nun zum geschehen: ich reagierte natürlich total geschockt, aber zudem auch gefasst, ich habe nicht rumgeschrien und sie auch nicht aus meiner wohnung geschmissen, andere leute reagieren da sicher anders darauf.

danach habe ich schluss gemacht, habe ihr aber erlaubt bei mir zu übernachten, da es schon zu spät war für sie wieder heim zu fahren.
sie war natürlich ebenfalls geschockt, obwohl sie natürlich gerrechnet hatte, dass ich so reagiere.
letztendlich wollte keiner von uns beiden ohne den anderen die nacht verbringen, das hat mich zuerst nicht weiter beschäftigt. bin aber sehr lange wach gelegen und habe die eventuellen gründe für dieses geschehen gesucht und letztendlich auch gefunden: wie bei den letztend krisen hat es zu der zeit ziemlich gestaubt und alles ist zur routine wieder gekommen, wie die male zuvor. ich war in dieser zeit auch der meinung etwas neues anzufangen, war auch 1-2x kurz davor, dass mir so etwas ebenfalls passiert wäre. letztendlich hat der faktor "die große liebe" diese Tat in letzter sekunde blockiert, sprich, trotz der probleme bedeutete mir die krise noch viel.

am nächsten morgen, habe ich mir die probleme und eine genaue zeiteinteilung (wann ich etwas wie empfunden habe) aufgeschrieben und ihr dann vorgetragen und ihr auch gebeichtet, dass ich fast in die gleiche situation gekommen bin. sie war fast bei allen punkte einer meinung.

sie beichtete mir, dass sie mich noch immer sehr liebt und sie sich von mir einfach nicht trennen kann, deswegen denke ich auch hat sie den one-night-stand provoziert, mit der Hoffnung das würde die sache beenden, für mich auch als hilferuf zu verstehen (in einer für mich natürlich sehr schmerzvollen weise).

wir haben dann noch mindestens 3 stunden geredet, über alles mögliche, haben gelacht und für kurze zeit war alles so wie früher. wir hatten sex zwischenzeitlich (ich weiß, der ist wirklich nicht zu bewerten, trotzdem war es ein besonderer sex, mit sehr viel liebe dabei). Meistens redete ich aber bei den Konversationen, war schon immer derjenige der die Beziehungskrisen gemeistert hatte, bzw. die Ausdauer dazu hatte.

sie liebt mich sehr, das weiss ich, ich liebe sie auch sehr. es würde auch nichts dagegen sprechen nun einen neuanfang zu wagen, wenn es nicht schon 2x ebenfalls schlecht war und man dann beschlossen hatte es nun besser zu machen. Das mit dem One-Night-Stand habe ich ihr übrigens verziehen, auch wenn das naiv klingen mag, aber mir ist das ja fasst auch passiert, bzw. in gedanken ist das schon passiert, mehrmals.

Sie hat wenig Hoffnung das es nun besser werden könnte, da es wie gesagt die letzten male auch nur von nicht allzulanger dauer war.
Ich habe da schon noch Hoffnung, vorallem weil es meistens an Zeitmangel lag, dass ich mit ihr so wenig unternommen hatte. Vorallem weil ich mir zuvor schon einige Laster entledigt habe.
War zuvor leidenschaftlicher Zocker (Pc Spiele), hat mich sehr von meiner Arbeit und von meiner Beziehung abgehalten, habe aus eigenem willen diese spiele weggeschmissen, bereits vor der krise...folglich habe ich sehr viel mehr zeit für andere dinge.

Leider spielt das One-Night-Stand doch auch noch eine entscheidende Rolle und der Kerl ist anscheinend auch noch in ihren Gedanken vorhanden, sprich als Konkurrent zu sehen, ich denke das ist sehr wichtig, da es hierbei nicht nur um die fehlende Hoffnung geht, sondern auch um einen eventuellen Mitstreiter. Kann mir aber auch gut vorstellen, dass es sich hierbei um eine ausgedachte Sache handelt, da sie sonst keinen Grund mehr hätte sich von mir zu trennen, aber vielleicht hat sie genau davor angst nun weiter zu machen.

Als Sie dann zur Arbeit musste konnte wir nicht mehr voneinander loskommen, 50 Umarmungen 500 Küsse, beiden sangten "ich liebe dich".
Das kann man nicht schauspielern, warum auch, würde keinem etwas bringen. Sie will mich unbedingt am Abend zurück rufen und auch mit mir am Wochenende etwas unternehmen.

ich möchte diese frau wieder zurück gewinnen und gebe so schnell nicht auf, hab schon immer gekämpft...

---

+ Ich liebe sie, egal was passiert ist.
+ Sie liebt mich
+ Die Beziehung bedeutet ihr noch immer sehr viel
+ mir bedeutet die beziehung auch noch sehr viel

- sie hatte sex mit einem kumpel von mir
- sie denkt noch an den kerl
- sie sieht wenig hoffnung das unsere beziehung noch lange halten würde, falls wir weitermachen, sondern nur bis zum nächsten gewitter


Sollen wir es noch einmal probieren, oder spiele ich hier gegen ein bereits gemischtes blatt?

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30. November 2006 um 17:42

Die Entscheidung muss sie treffen...
...würde ich sagen. Denn für dich steht doch fest, dass du die Beziehung gerne retten würdest! Sie ist unsicher....sie zweifelt....vermutlich weil sie den Anderen nicht aus dem Kopf bekommt. Es ist ihre Aufgabe das zu ändern, nicht deine! Da wirst du dich noch so anstrengen können, solange sie nicht auch mit voller Energie an einer Rettung der Beziehung arbeiten will, wird es wirklich daneben gehen. Befürchte ich zumindest.

Distanz bewirkt oft Wunder - sie muss erkennen was sie will. Sie wird aber vielleicht nicht spüren können WIE wichtig deine Nähe ihr ist, wenn du dauernd um sie bist. Meine Empfehlung wäre ein wenig Abstand voneinander - oft merkt man erst wie sehr man den Anderen vermisst, wenn man Abends alleine vorm Fernseher hockt...
Natürlich kann sowas auch in die andere Richtung laufen. Sie erkennt, dass sie sich ohne dich freier und wohler fühlt, aber das Risiko musst du in Kauf nehmen. Sollte das der Fall sein, dann ist wenigstens Klarheit für alle da. Es wäre dann sowieso dahin gelaufen. Zumindest wäre das meine Empfehlung.

6 Jaher sind eine lange Zeit - und der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich weiß wovon ich spreche, bin seit 20 Jahren mit demselben Mann zusammen. Und oft kann man nicht mehr unterscheiden "ist es wirklich die Art von Liebe, die es mal war - oder herrscht Gewohnheit, Vertrautheit, pure Freundschaft vor?" Beziehung ist ein dauerndes Bemühen umeinander. Harte Arbeit, auch wenn der alltägliche Stress einen in den Klauen hat. Man muss dennoch Zeit und Kraft aufbringen den Partner nicht zu vernachlässigen. Und dazu gehören eben BEIDE - wenn nur einer sich bemüht und der Andere eher halbherzig agiert wird das nichts.
Aber selbst wenn man all dies beherzigt kann es noch daneben gehen. So ist das Leben nun mal. Menschen entwickeln sich - und eben manchmal auch einfach auseinander.

Dass du den "One-night-stand" verzeihst finde ich übrigens sehr gut und absolut ok und nicht naiv! Es sollte eben nur nicht wiederholt passieren. Jeder verdient zumindest eine zweite Chance.... und manchmal ist so ein "wachrütteln" für die Beziehung gar hilfreich.

Ich wünsche dir viel Glück!!!

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30. November 2006 um 22:58
In Antwort auf laelia_12919258

Die Entscheidung muss sie treffen...
...würde ich sagen. Denn für dich steht doch fest, dass du die Beziehung gerne retten würdest! Sie ist unsicher....sie zweifelt....vermutlich weil sie den Anderen nicht aus dem Kopf bekommt. Es ist ihre Aufgabe das zu ändern, nicht deine! Da wirst du dich noch so anstrengen können, solange sie nicht auch mit voller Energie an einer Rettung der Beziehung arbeiten will, wird es wirklich daneben gehen. Befürchte ich zumindest.

Distanz bewirkt oft Wunder - sie muss erkennen was sie will. Sie wird aber vielleicht nicht spüren können WIE wichtig deine Nähe ihr ist, wenn du dauernd um sie bist. Meine Empfehlung wäre ein wenig Abstand voneinander - oft merkt man erst wie sehr man den Anderen vermisst, wenn man Abends alleine vorm Fernseher hockt...
Natürlich kann sowas auch in die andere Richtung laufen. Sie erkennt, dass sie sich ohne dich freier und wohler fühlt, aber das Risiko musst du in Kauf nehmen. Sollte das der Fall sein, dann ist wenigstens Klarheit für alle da. Es wäre dann sowieso dahin gelaufen. Zumindest wäre das meine Empfehlung.

6 Jaher sind eine lange Zeit - und der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich weiß wovon ich spreche, bin seit 20 Jahren mit demselben Mann zusammen. Und oft kann man nicht mehr unterscheiden "ist es wirklich die Art von Liebe, die es mal war - oder herrscht Gewohnheit, Vertrautheit, pure Freundschaft vor?" Beziehung ist ein dauerndes Bemühen umeinander. Harte Arbeit, auch wenn der alltägliche Stress einen in den Klauen hat. Man muss dennoch Zeit und Kraft aufbringen den Partner nicht zu vernachlässigen. Und dazu gehören eben BEIDE - wenn nur einer sich bemüht und der Andere eher halbherzig agiert wird das nichts.
Aber selbst wenn man all dies beherzigt kann es noch daneben gehen. So ist das Leben nun mal. Menschen entwickeln sich - und eben manchmal auch einfach auseinander.

Dass du den "One-night-stand" verzeihst finde ich übrigens sehr gut und absolut ok und nicht naiv! Es sollte eben nur nicht wiederholt passieren. Jeder verdient zumindest eine zweite Chance.... und manchmal ist so ein "wachrütteln" für die Beziehung gar hilfreich.

Ich wünsche dir viel Glück!!!

Stand der Dinge...
Liebe Urmeli,

vielen Dank für deine schnelle Antwort. Du hast mir auf jeden Fall sehr geholfen, da ich nun einfach eine Meinung von einer externen Person habe, die sachlich darüber berichtet.
Die Neuigkeiten werde ich dir auch nicht vorenthalten, sozusagen ein Dankeschön für deine Mühe und nette Hilfe

Ich habe heute, zugegeben sehr brennend auf den Anruf meiner Freundin gewartet und letztendlich als dieser dann auch kam, haben wir ein wirklich sehr nettes und ergiebiges Gespräch geführt. Wir haben dabei einen Einklang gefunden und sind entschlossen der Beziehung eine Chance zu geben, mit allen Mitteln die uns dafür zur Verfügung stehen.
An den Kerl denkt sie zwar noch immer desöfteren, doch bin ich wohl um einiges stärker vertreten und wir werden sehen was die Zeit aus der Situation formt. Wir wollen uns beide sehen und haben dementsprechend auch sehnsucht, möchten uns umarmen und alles was dazu gehört.

Die wohl sehr noble Geste, dass ich ihr das ganze verzeihe hat sie sehr berührt. Für mich kam es aus dem Herzen und sie hat es ebenso aufgenommen.

Eine 2. Chance hat sie auf jeden fall verdient, vorallem auf die Jahre gerrechnet finde ich das fair.

ich werde weiterhin davon berichten.

Liebe Grüße

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1. Dezember 2006 um 21:43

Deine Entscheidung
wie ich gelesen habe, hast Du dich entschieden, ihr eine Chance zu geben. Dennoch möchte ich Dir meine Gedanken nicht vorenthalten:

Letztendlich wird es für Dich hauptsächlich Deine eigene Entscheidung sein, ob Du diese Beziehung führen möchtest. Fakt ist, dass sie auch für den anderen empfindet. Damit wirst Du dich wohl abfinden müssen, denn Gefühle lassen sich nicht einfach "abschalten". Das allerwichtigste ist, ob Du deine Freundin so akzeptieren kannst, wie sie ist, ohne ihr Vorwürfe zu machen über ihre Art. Du siehst dabei vielleicht vor allem "den Anderen" als Konkurrent. Allerdings stehen ihre Gefühle für ihn und ihre Gefühle für dich nicht in direkter Konkurrenz zueinander. Vielleicht hat sie bei ihm nur etwas gefunden, was Du ihr nicht bieten kannst, Du scheinst ihr aber auf jeden Fall auch sehr viel zu bieten, was der Andere ihr vielleicht nicht bieten kann.
Ich denke, die Beziehung hat dann eine reelle Chance, wenn beide eine positive Grundeinstellung zur Beziehung haben. Wenn Vorwürfe jedoch eine vorherrschende Stellung einnehmen, so existiert nicht genug Akzeptanz.

Um aber den Partner akzeptieren zu können, ist es wichtig, ihn auch zu kennen. Dies erreicht man nur mit Ehrlichkeit und Offenheit, sodass man weiß, was im Partner spielt. So wird auch das Vertrauen gesteigert. Andernfalls wird vermutlich wieder so ein mulmiges Gefühl aufkommen und das Vertrauen schwindet.

Die Liebe ist bei euch offensichtlich vorhanden. Da man einen Menschen nicht ändern kann, ist es wichtig, dass die notwendige Akzeptanz vorhanden ist und das Vertrauen da ist bzw. wiederhergestellt werden kann. Gerade wenn die Kommunikation stimmt, kann eine solche Krise für eine starke Vertiefung der Beziehung sorgen.

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1. Dezember 2006 um 21:37
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