Home / Forum / Liebe & Beziehung / Seit 2 Jahren ist er arbeitslos- weiterhin zu ihm stehen?

Seit 2 Jahren ist er arbeitslos- weiterhin zu ihm stehen?

18. November 2006 um 14:37

Hallo Leute,

ich habe ein Prblem, das mir wirklich zu schaffen macht.

Meinen Freund habe ich kennen gekernt, als er noch gearbeitet hat.

Seit 4 Jahren sind wir nun zusammen und er ist die Hälfte davon arbeitslos.

Er will einfach nicht. Er ist stinkfaul geworden- noch ärger, als vorher.

Außer Fernsehen, Surfen und bei Glücksspielen im Internet mitspielen macht er nichts.

Er vernachlässigt seinen Haushalt so sehr, dass sich das Geschirr stapelt und der Staub sammelt.

Ich selbst habe einen 40-Stunden-Job und mache nebenbei auch noch eine Ausbildung. Wenn ich aufsteh, geht er erst schlafen- und das dann bis zum Nachmittag.

Ich halte das nicht mehr aus. Wir haben uns schon so sehr auseinanderentwickelt. Trotzdem bleibe ich bei ihm, weil wir schon so lange zusammen sind und ich ihn trotz seiner vielen Schwächen noch sehr gern habe.

Was soll ich tun?

Mehr lesen

18. November 2006 um 14:49

Wir wohnen nicht zusammen.
Es ist so, dass ich noch bei meiner Mutter wohne und er alleine. Im Dezember zieh ich allerdings aus, aber auch ALLEINE.

Somit kann ich ihn nicht rausschmeißen.

Wir verstehen uns so noch ganz gut, aber ich hasse einfach seine Nutzlosigkeit.

Und ich hasse es auch, wenn mich jemand fragt, was mein freund beruflich macht und ich muss dann sagen, dass er seit Ewigkeiten arbeitslos ist.

Ich kann in dem Punkt einfach nicht mehr zu ihm stehen.

Er ist gesund, er hat kein Handicap, er hat einen Abschluss, es fehtl ihm auch icth an Erafhrung im Berufsleben.

Er WILL einfach nicht. Und das macht mich wahnsinnig, ich kann das nicht mehr akzeptieren, das versteht er aber nicht.



Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

18. November 2006 um 14:52

Wie war das...
Arbeit gibts genug???
Ich bin zwar nicht arbeitslos,aber weil es ja so viel Arbeit gibt,hat ja auch noch nie jemand was von Hartz4 gehört.Oder sollen die alle zu faul sein,glaub ich nicht.Arbeit mag's genug geben,die wird aber nicht bezahlt!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

18. November 2006 um 15:06

Ich weiß...
genau,wie das ist,mit einer Wochenarbeitszeit von über 60 Std. Über den Staat möchte ich hier lieber nicht reden,Aufregung ist ungesund.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

18. November 2006 um 15:08

Das stimmt schon,
ich sollte ihm vor die Wahl stellen: "Entweder Arbeit oder ich gehe", aber ich weiß, dass ich nicht konsequent bleibe.

Das liegt an meiner Unsicherheit, vielleicht auch an mangelndem Selbstwertgefühl. Und daran, dass ich doch ziemlich an ihm hänge. Leider.

Sehr oft beginne ich das Thema, dass er endlich wieder mal Bewerbugen schreiben soll, aber es endet dann imemr im Streit. Und helfen tut es auch nichts.

Am meisten hat mich in letzter Zeit geärgert, als er mich in der Früh angerufen hat: Ich war sehr unausgeschlafen und am Weg zur Arbeit und er meinte nur: "Ach, es ist so gemütlich unter der Bettdecke".

Diese Provokation hat mir in diesem Moment das Letzte gegeben.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

18. November 2006 um 16:23

Zukunft
Wie denkst Du, soll das weitergehen? Es ist ja schon mal gesund, daß ihr nicht zusammenwohnt und er auf Deine Kosten lebt. Aber was wünschst Du Dir für die Zukunft? Denkst Du, mit solch einem Menschen kannst Du Dir irgendetwas aufbauen? Er kriegt es nicht einmal auf die Reihe morgens aufzustehen. Mit so einem kannst Du z.B. doch keine Familie gründen. Wie soll das aussehen, wenn es später mal "enger" werden soll, sprich Zusammenleben? Es ist ja auch kein Zustand, an den man sich gewöhnt, sondern es wird Dich immer mehr nerven, je länger es dauert. Im Prinzip ist Ausharren immer nur eine Selbstblockade, die Dir letztendlich Zeit klaut, Dein Leben einzurichten. Unten sprichst Du ja selber davon, daß der Hauptgrund bei ihm zu sein Angst vor Einsamkeit ist. War er denn insgesamt aktiver, als er noch gearbeitet hat?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

18. November 2006 um 17:52

Die ändern sich nie
Hey,

ich kenne dein Problem.
Ich hatte auch mal einen Freund, der studiert hat als ich ihn kennengelerrnt hab und zwischendurch sein Studium geschmissen hat.
Da hab ich natürlich noch zu ihm gehalten, weil ich davon ausgegangen bin dass er sich dann was Anderes sucht.
Und, was war?
Er lag monatelang bis mittags im Bett, währnd ich Schule und Nebenjob gemacht hab.
Zwischendurch hatt er mal 3 Wochen einen Aushilfsjob, aber auf den hatte er dann auch keine Lust mehr.
Danach kam garkein Job mehr und ich habe ihn 1,5 Jahre arbeitslos ausgehalten, dann hatte ich endgültig genug.
Ich hatte mit meinem auch unendlich viele dieeser "klärenden Gespräche", er hat immer Besserung geschworen, aber getan hat er nie was,s nichtmall Bewerrbungen geschrieben.
Ich rate dir, lass das nicht auf dir sitzen, so in Mann kann dir keine Zukunft bieten.
Stell ihm ein Ultimatum- wenn das abgelaufen ist und er hat nichts geändert, schmeiss ihn raus, das bringt nichts mehr.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

18. November 2006 um 18:20

Ich
glaube nicht, dass sich etwas ändern wird. Er scheint sich ja in seiner Situation wohl zu fühlen. Warum sollte er dann daran etwas ändern?
Du bist Diejenige die ein Problem hat, nicht er.Es liegt also in meinen Augen an Dir, etwas zu ändern(Trennung) oder ihn so zu akzeptieren wie er nun ist.Er akzeptiert dich ja wahrscheinlich auch, so wie Du bist und könnte ja auch von seinem Standpunkt ausgehen und Unverständnis Dir gegenüber äussern,dass Du so anders bist und handelst, als er.Das heisst nun nicht, dass ich seine Lebensweise toll finde!


Ich persönlich könnte mit so einem Menschentyp nicht zusammenleben und hätte mich wahrscheinlich schon längst getrennt, weil die Prioritäten zu unterschiedlich sind.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

18. November 2006 um 18:45
In Antwort auf martinaaa

Wir wohnen nicht zusammen.
Es ist so, dass ich noch bei meiner Mutter wohne und er alleine. Im Dezember zieh ich allerdings aus, aber auch ALLEINE.

Somit kann ich ihn nicht rausschmeißen.

Wir verstehen uns so noch ganz gut, aber ich hasse einfach seine Nutzlosigkeit.

Und ich hasse es auch, wenn mich jemand fragt, was mein freund beruflich macht und ich muss dann sagen, dass er seit Ewigkeiten arbeitslos ist.

Ich kann in dem Punkt einfach nicht mehr zu ihm stehen.

Er ist gesund, er hat kein Handicap, er hat einen Abschluss, es fehtl ihm auch icth an Erafhrung im Berufsleben.

Er WILL einfach nicht. Und das macht mich wahnsinnig, ich kann das nicht mehr akzeptieren, das versteht er aber nicht.



Aha?!
Arbeitslos = Nutzlos?!?!

Dass man in einer konsumsüchtigen Welt, in der nur Leistung zählt, ausschließlich nach seinem Beruf beurteilt wird, ist schon schlimm genug - dass man aber darauf unbedingt eine Antwort parat haben muß damit es nicht peinlich wird, ist noch schlimmer.
Dein Freund sollte lieber eine Berufsberatung aufsuchen und schauen, wo seine wahren Stärken liegen.

Man kann sich ja auch selbständig machen, und wenn man Luftballons auf Volksfesten verkauft oder einen Marktstand eröffnet. Möglichkeiten gibt es unglaublich viele, nur fehlt vielen Menschen einfach die Inspiration. Leg Deinem Freund den neuen Freiberufler-Atlas unter den Weihnachtsbaum. Druck und Diskriminierung (nutzlos!) ist bestimmt der falsche Weg.

Shanghai




Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

18. November 2006 um 19:16

Du vergisst dabei etwas
Ihr Freund ist seit 2 Jahrn(!!!) arbeitslos!!!
Klar gibts überall Arbeitslose, aber mir kann niemand weismachen dass man als Deutschsprachiger mit Schulabschluss innerhalb von 2 Jahren garkeinen Job findet, nichtmal einen gering qualifizieren Job oder einen Aushilfsjob!
Und sie beschreibt ja sogar dass ihr Freund sich nichtmal um einen Job bemüht.
Arrbeitslos kann jeder mal sein.
Aber so wie sie das beschreibt ist der Freund selbst an der Situation schuld.
Er könntee sich wenigstns weiterbilden oder um in Praktikum bemühen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. November 2006 um 17:41
In Antwort auf lys_11956303

Zukunft
Wie denkst Du, soll das weitergehen? Es ist ja schon mal gesund, daß ihr nicht zusammenwohnt und er auf Deine Kosten lebt. Aber was wünschst Du Dir für die Zukunft? Denkst Du, mit solch einem Menschen kannst Du Dir irgendetwas aufbauen? Er kriegt es nicht einmal auf die Reihe morgens aufzustehen. Mit so einem kannst Du z.B. doch keine Familie gründen. Wie soll das aussehen, wenn es später mal "enger" werden soll, sprich Zusammenleben? Es ist ja auch kein Zustand, an den man sich gewöhnt, sondern es wird Dich immer mehr nerven, je länger es dauert. Im Prinzip ist Ausharren immer nur eine Selbstblockade, die Dir letztendlich Zeit klaut, Dein Leben einzurichten. Unten sprichst Du ja selber davon, daß der Hauptgrund bei ihm zu sein Angst vor Einsamkeit ist. War er denn insgesamt aktiver, als er noch gearbeitet hat?

Zukunft ...
... mit Kindern und allem drum und dran kann ich mir mit ihm nicht vorstellen. Da würden einfach zu viele verschiedene Lebens-Ansichten aufeinanderprallen und täglich Striets entstehen.

Dshalb ziehe ich auch noch nicht mit ihm zusammen- obwohl ich schon über 4 Jahre mit ihm eine Bez. führe.

Ob er insgesamt aktiver war früher? Ein Stubenhocker war er immer schon. Aber so, wie er jetzt ist, dass er erst nach zwei Monaten die Bettwäsche wechselt, war er noch nie.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. November 2006 um 17:42
In Antwort auf jin_12184545

Die ändern sich nie
Hey,

ich kenne dein Problem.
Ich hatte auch mal einen Freund, der studiert hat als ich ihn kennengelerrnt hab und zwischendurch sein Studium geschmissen hat.
Da hab ich natürlich noch zu ihm gehalten, weil ich davon ausgegangen bin dass er sich dann was Anderes sucht.
Und, was war?
Er lag monatelang bis mittags im Bett, währnd ich Schule und Nebenjob gemacht hab.
Zwischendurch hatt er mal 3 Wochen einen Aushilfsjob, aber auf den hatte er dann auch keine Lust mehr.
Danach kam garkein Job mehr und ich habe ihn 1,5 Jahre arbeitslos ausgehalten, dann hatte ich endgültig genug.
Ich hatte mit meinem auch unendlich viele dieeser "klärenden Gespräche", er hat immer Besserung geschworen, aber getan hat er nie was,s nichtmall Bewerrbungen geschrieben.
Ich rate dir, lass das nicht auf dir sitzen, so in Mann kann dir keine Zukunft bieten.
Stell ihm ein Ultimatum- wenn das abgelaufen ist und er hat nichts geändert, schmeiss ihn raus, das bringt nichts mehr.

Wie schon erwähnt,
rausschmeißen geht nicht! Wir leben ja nicht zusammen.

Du kennst anscheinend die Situation- bei meinem ist das auch so- er schreibt nur 2 bewerbungen pro Woche. Aber nicth freiwillig, sondern, weil ihn das Arbeitsamt dazu zwingt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. November 2006 um 17:49

@martinaaa
eine empfehlung:

ich kam mal monatelang nicht in die gänge.
ich dachte weiss gott, meine psyche oder was weiss ich...

es stellte sich heraus, es war eine schlichte schilddrüsenunterfunktion.

während der behandlung wurde es schon besser...

will sagen... "schlepp ihn" zum arzt. er soll sich mal durchchecken lassen. vielleicht findet der was.
wenn nicht, ist die möglichkeit wenigstens ausgeschlossen.

gruss
tom

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. November 2006 um 17:52
In Antwort auf dawud_12939794

@martinaaa
eine empfehlung:

ich kam mal monatelang nicht in die gänge.
ich dachte weiss gott, meine psyche oder was weiss ich...

es stellte sich heraus, es war eine schlichte schilddrüsenunterfunktion.

während der behandlung wurde es schon besser...

will sagen... "schlepp ihn" zum arzt. er soll sich mal durchchecken lassen. vielleicht findet der was.
wenn nicht, ist die möglichkeit wenigstens ausgeschlossen.

gruss
tom

Das mit dem "Schleppen"
funktioniert nicht.

Ich habe ihm scho oft gesagt, dass er unbedingt einmal einen Check lassen machen soll, weil er Rückenbeschwerden und auch noch andere Wehweh's hat.

Doch er geniert sich grundsätzlich, zu Ärzten zu gehen und hat vor manchen auch Angst.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. November 2006 um 19:57

Ich kann...
Dir nur voll und ganz zustimmen.Aber wie man hier mal wieder sieht,gibt es noch genug Ignoranten,die an das Märchen vom faulen und Steuergeldkassierenden Arbeitslosen glauben,das ihnen vom Staat suggeriert wird und solange es die gibt,wird sich auch an der Politik nicht viel ändern. Ich würde mir wünschen, dass diese Leute einmal arbeitslos wären,um in den "Genuß" unserer "großartigen" Sozialleistungen zu kommen.Mal sehen,wie lange sie es aushalten. LG.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. November 2006 um 15:12
In Antwort auf martinaaa

Das mit dem "Schleppen"
funktioniert nicht.

Ich habe ihm scho oft gesagt, dass er unbedingt einmal einen Check lassen machen soll, weil er Rückenbeschwerden und auch noch andere Wehweh's hat.

Doch er geniert sich grundsätzlich, zu Ärzten zu gehen und hat vor manchen auch Angst.

@martina
was sagt mann dazu...

bei manchen soll ein ultimatum helfen.

das grenzt dann zwar an die erziehungsmethode für einen fünfjahrigen... aber... was soll's.

frage was du bereit bist zu tun

alles gute!

gruss
tom

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. November 2006 um 11:09

Was Du tun sollst,
musst Du natürlich selbst entscheiden.

Aber wenn Du Abends reden willst und er den Fernseher einschaltet, Du für ein Haus sparen möchtest und er das Geld verspielt, dann wird Dir klar werden, was Du tun solltest.

Denke fünf Jahre später: Wie soll Eurer Leben aussehen, welche Ziele habt Ihr?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper

Das könnte dir auch gefallen