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Seine Tochter mag mich nicht

29. Juli 2013 um 1:34

Hallo zusammen Mein erster Beitrag hier.

Mein Freund und ich führen eigentlich eine tolle Beziehung. Wir sind seit beinahe einem Jahr zusammen und überwinden viele Hürden erstaunlich gut (Altersunterschied von 29 Jahren, er wohnt in den USA und ich in Europa, finanzielle Schwierigkeiten auf beiden Seiten). Das einzige Problem, was mir immer wieder zu schaffen macht, ist die Tatsache, dass ich es einfach nicht hinkriege, eine gute Beziehung zu seiner Tochter aufzubauen. Sie ist jetzt 16 - also ohnehin ein schwieriges Alter. Ich gebe mir aus meiner Sicht sehr viel Mühe, frage immer nach ihr, zeige Interesse, gehe an ihre Sportanlässe, etc. Sie behauptet zwar, dass sie mich mag. Dennoch sehe ich von ihr kein Bemühen, mich besser kennenzulernen oder ein gutes Verhältnis aufzubauen. Wenn ich mit beiden Essen gehe, redet sie bewusst nur über Fussball - ein Thema von dem ich sehr wenig Ahnung habe. Sie sieht mich kaum an, gibt auf meine Fragen nur knappe Antworten, etc. Sie ist nie offensichtlich unfreundlich oder so; sie ignoriert mich einfach grösstenteils. Mein Freund versucht mich dann jeweils zwar mit direkten Fragen an mich so einigermassen in die Gespräche einzubringen, doch ändert das nichts daran, dass ich meist nur doof dasitze und mich langweilen muss.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich auch grosse Mühe damit habe, dass sie nunmal der Mittelpunkt des Lebens meines Freundes ist und nicht ich. Mir würde es viel leichter fallen, damit umzugehen, wenn ich nicht immer Zweifel hätte, dass sie mich überhaupt mag. Für meinen Freund scheint das auch nicht einfach zu sein, weil er das Gefühl hat, es uns nicht beiden rechtmachen zu können. Als er seine letzte ernsthafte Beziehung hatte, war seine Tochter noch sehr viel jünger; das Ganze ist also auch für ihn unvertraut.
Hinzu kommt, dass wir uns aufgrund der grossen Distanz natürlich nicht sehr oft sehen. Deswegen ist es nicht so toll für mich, wenn ich viel Geld ausgebe und all meine Ferientage opfere um ihn zu besuchen, und dann aber meist nur jeden zweiten Tag mit meinem Freund alleine sein kann (seine Tochter wohnt bei ihrer Mutter) und den Rest meiner Zeit das machen muss, was seine Tochter gern machen will.

Kürzlich ist die Situation zudem auch ganz schön eskaliert. Ich verlor vor den Augen seiner Tochter komplett meine Nerven und benahm mich ganz schön daneben als ich während eines Gesprächs zwischen den beiden Dinge erfuhr, die mich ziemlich verletzten. Ich versuchte mich zusammenzureissen, aber mein Freund stellte mich blöderweise vor ihr zur Rede und wollte wissen, weshalb ich so abwesend und traurig aussehe. Ich habe es mir bei seiner Tochter mit diesem Verhalten wohl komplett verbockt und es macht mich echt fertig Wir besuchen bald alle zusammen die Eltern meines Freundes und werden sogar alle zusammen in einem Zimmer schlafen müssen (seine Eltern wollen nicht, dass mein Freund und ich alleine in einem Zimmer schlafen!) - ich habe jetzt schon Angst, dass das wohl für alle sehr unangenehm wird.

Hat jemand hier Ähnliches durchgemacht und hat irgendwelche Tipps für mich, wie ich diese Situation besser bewältigen kann? Wie geht ihr damit um, mit jemandem zusammen zu sein, dessen Leben sich komplett um sein Kind/seine Kinder dreht und man deswegen sehr, sehr oft Kompromisse eingehen muss? Was kann ich tun, um das Verhältnis zu seiner Tochter doch noch irgendwie zu verbessern?

Über Rückmeldungen und Ratschläge würde ich mich riesig freuen. Danke schon im Voraus!

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29. Juli 2013 um 2:12

So ungerecht das jetzt klingen mag,
aber finde dich damit einfach ab. Man kann nicht jeden moegen, man kann sie ja nicht zwingen.



Nicht bedraengen, immer fair sein, niemals gegen sie handeln, niemals schlecht in "seiner" Gegenwart ueber sie sprechen oder vor anderen, nicht neidisch/eingeschnappt/usw. sein, immer schoen in Geduld ueben.

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29. Juli 2013 um 10:00

Erst mal...
... Du bist erwachsen, Dein Freund auch - er hat eine pubertierende Tochter - bei einem Besuch schlaft selbstverständlich ihr, also die Erwachsenen, in einem Zimmer und die Tochter woanders! Wenn wirklich kein Platz sein sollte, kann man das ja nochmal überlegen, aber dass die Eltern Deines Freundes einfach nur "nicht wollen", dass ihr ein eigenes Zimmer bekommt, geht gar nicht, da muss Dein Freund mal ein offenes Wörtchen reden!

Was das Verhältnis zu seiner Tochter betrifft: Meine Güte, das Mädel ist 16... Zum einen wird sie da sehr mit sich selbst beschäftigt sein und ihren Pubertätsproblemen, sich also nicht wirklich viele Gedanken um Dich machen, zum anderen ist sie alt genug, als dass Du auch mal ein Erwachsenen-Gespräch mit ihr führen kannst. Will sagen: Erzähl ihr einfach mal von Deinen Gefühlen und Gedanken, sag ihr, wie es Dir geht und dass Du verunsichert bist, was Du Dir wünschst. Sag ihr aber auch, was Du toll findest - ihr Verhältnis zu ihrem Vater beispielsweise.

Menschen brauchen Lob und Anerkennung - Du wünschst Dir das, also sei auch bereit, das anderen zuteilkommen zu lassen.

LG

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29. Juli 2013 um 11:45

Dolle Show:
Freund 29 Jahre älter, Lebensräume auf getrennten Kontinenten (geschätzte 6 oder 7 Zeitzonen voneinander entfernt), seine Tochter zickt rum und seine Eltern erlauben euch nicht, in einem gemeinsamen Zimmer zu schlafen.

Es gibt bestimmt total gute Gründe, warum du an dieser Karikatur einer Beziehung festhältst, aber mir fällt grad kein einiziger ein...

Stelle mir grade vor, wie jede Woche ein anderer von euch mit Ryan Air über den Atlantik düst, vorn im Cockpit ein Kapitän, der etwa die Hälfte einer Putzfrau verdient, aber Hauptsache, das Ticket ist schön billig... Und wenn nicht jede Woche, dann jeden Monat und wenn nicht jeden Monat, dann jedes Jahr einmal...*grusel*

Mädel, wie kannst du bloß so leben und uns allen Ernstes auch noch versuchen, uns einzureden das wäre eine Beziehung? Und wie kannst du die Achtung bewahren vor einem erwachsenen Mann, der 29 Jahre älter ist als du und sich von seinen Eltern vorschreiben lässt, mit wem er gemeinsam schläft?

Was für ein Horror...*seufz*

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29. Juli 2013 um 15:29

Ich nehme es niemandem übel,
wenn er / sie das günstigste Angebot wählt. Und um deine Frage, liebe macfalda, zu beantworten: nein, ich wähle nicht immer das billigste Angebot und nein, ich wähle nicht immer das teuerste Angebot, wenn ich es auch billiger haben kann, aber trotzdem: nein, ich fliege nicht mit einem Piloten, der für seine Dienste mit kurz über 1000,- Euro im Monat abgespeist wird. Und nein, ich fliege nicht mit einer Fluggesellschaft, deren Businessplan auf der Ausbeutung ihrer Mitarbeiter und auf Subventionsbetrug von Regionalflughäfen beruht.

und was die TE betrifft, so vermute ich ohnehin einen Troll hinter diesem Posting, weil soviel Mist kann kein Mensch ernst meinen....

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30. Juli 2013 um 16:18

Um zum eigentlichen problem zurueck zu kehren...
Ich bin nicht in deiner situation aber ich war in der situation seiner tochter.
Mein vater hatte ploetzlich einen ersatz gefunden der zwanghaft versucht hat meine sympathie zu wecken. Auch meine mutter hatte nach der scheidung einen freund, der mich aber immer in ruhe gelassen hat. Die freundin von meinem vater hat mich staendig beschenkt und wir mussten zeit miteinander verbringen. Ich hatte das gefuehl dass mein vater mich nicht mehr so lieb hat wie frueher.
Du bist nunmal nicht ihre mutter, sondern nur ein daemlicher ersatz. Lass sie in ruhe auf dich zukommen wenn sie soweit is.
Mit dem freund meiner mutter verstehe ich mich heute super. Ich wurde nie gezwungen ihn zu moegen. Das fand ich toll.

Ich hoff du verstehst einigermassen was ich damit sagen will...
Viel glueck noch!

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30. Juli 2013 um 21:03


Ich bezweifle ziemlich, dass du hier jemanden finden wirst, der Ähnliches kennt... sorry, aber komplizierter geht eine Beziehung ja kaum!

Wenn du ne Rückmeldung möchtest: Ich würde an deiner Stelle mal in mich gehen und mich ernsthaft fragen, welche Perspektive -ganz unabhängig davon, ob die Tochter dich super oder lästig findet (mit ihr bist du nicht zusammen!)- du dieser Verbindung eigentlich gibst.
Wieso gerade dieser Partner? Wo siehst du dich/ euch in einem, zwei, fünf Jahren?

Auf mich wirkt es so, als sei schlicht null Enwicklungsraum vorhanden- eure Lebensentwürfe gehen nicht zusammen; das fängt bei zwei Kontinenten an und hört beim riesigen Altersunterschied auf. Eins von beidem kann man vielleicht stemmen; aber das zusammen noch mit einem noch nicht erwachsenen Kind und einem, sagen wir mal, für europäische Verhältnisse offensichtlich extrem gewöhnungsbedürftigen Verhältnis zu den eigenen Eltern... würde ich mir persönlich auf Dauer nicht antun. Sorry, aber so toll kann doch kein Mensch auf diesem Planeten sein, dass ich mich für den komplett verbiegen/ anpasen muss.

Beziehung mit jemandem, dessen Leben sich insgesamt noch sehr um seine Altlasten dreht, hatte ich schon mal, ja- hat nicht gehalten.
Eine Tochter aus 1. Ehe gab's auch, die war kleiner und am Anfang mir gegenüber durchaus ähnlich ambivalent, aber nicht das eigentliche Problem. Wer wollt's ihr verdenken ... wir mochten uns mit der Zeit dann sehr gerne; das ist gewachsen und lag, glaube ich, vor allem daran, dass ich ihr gegenüber 100pro authentisch war.
Dafür mochte ich die Unfähigkeit meines Partners, sich auf meine Bedürfnisse einzustellen, meine Perspektive einzunehmen oder Interessen fair und transparent miteinander abzustimmen, mit der Zeit immer weniger.
Übrigens ist er nach unserer Trennung temporär wieder bei seinem Vater eingezogen; und er war keine 25 mehr... ich fand das irgendwie recht bezeichnend.

Alles Gute dir.

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1. August 2013 um 22:22

Aber mal ganz ehrlich...
Sie ist puprtaer und grad noch in dem alter in dem ein kind nicht versteht warum der vater ploetzlich eine andere frau hat. Und grad schon in dem alter in dem die liebe auch fuer sie eine rolle spielt. Diesea szenario ist total verwirrend fuer sie. Ich kanns ihr nicht veruebeln...
Klar fuehlt sich die neue frau damit auch nicht wohl, aber sie ist die mit dem groesseren verstand in dem fall und die einzige dies richtig biegen kann. Von einer 16jaehrigen darf man keine besserungsversuche erwarten. Mit 18 danb vielleicht.
Ein bisschen von deinem kommentar abgewichen, aber das denk ich drueber..

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1. August 2013 um 22:37

Versuch nicht immer,
es ihr recht zu machen. Mach Dein Ding. Sie merkt, dass Du verunsichert bist. Das nutzt sie für sich aus.
Das größte Problem ist wohl ihr Alter. Mit 16 wären die eigenen Eltern für sie wahrscheinlich die größten Loser! Sie versteht sich selbst nicht, wird langsam erwachsen, und noch weniger kapiert sie, warum ihr Papa eine Freundin hat! An Dir lässt sie das halt aus, weil die Eltern getrennt sind und Du die einfachste Angriffsfläche bietest.

Sei natürlich nicht unfreundlich, aber ignoriere sie so gut es geht auch und mach das beste aus den "gezwungen" Situationen!

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2. August 2013 um 10:51

Leute,
die Diskussion scheint für die TE nicht interessant zu sein, da die sich nach Erstellung genau dieses einen Beitrags hier nicht mehr blicken hat lassen...

also spart euch die argumentative Mühe, vermutlich eh wieder nur ein Fake, das ganze...

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2. August 2013 um 11:10

Öhm,
ja, diese "Gesellschaft" meinte ich, aber es gibt noch genügend andere Kandidaten für ein Himmelfahrtskommando. Wobei ich 400 Euro für ein Transatlantikticket nicht mal so schlimm finde, mich stören eher diese "Fliegen Sie mit uns nach Dublin zum Taxipreis" Angebote und für 19,- Euronen biste dabei.

Und wer sich für 22 Stunden in die Sardinenklasse für einen Langstreckenflug quetscht, der kann einem eh nur leid tun...

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