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Seine Freunde kosten Energie

2. Dezember 2018 um 16:55

Hallo Ihr Lieben,

seit gestern geht es mir nicht gut, weil ich wieder mal einen sehr anstrengenden Abend mit den Freunden meines Freundes hatte.
Ein Paar Anfang 60, also recht viel älter als ich, die in ihren Problemen schwelgen und in meinem Freund einen sehr guten Zuhörer und Ratgeber finden.
Klingt ja alles nicht so schlimm. Nur, wenn ich den ganzen Abend -etwa fünf Stunden- nur danebensitze und mich nicht einbringen kann, weil meine Meinung nicht zählt- und zudem auch null Interesse an mir da ist, wirds für ich eine absolute Zeitverschwendung.
Es gab dann Krach zuhause, weil der Abend so sinnlos für mich war und ich mich total überflüssig gefühlt habe.
Es gibt noch etwa zwei andere Paare, mit denen wir uns regelmäßig verabreden, wo genau dasselbe herrscht: Jammern, Probleme-wälzen. Und wenn nicht über das eigene Leben, dann über die ach so arge Politik. Auch mit diesem Thema fange ich wenig an.
Ich fühle mich wie das Publikum, das volle Aufmerksamkeit schenkt, jedoch unbeachtet, ungeschätzt bleibt.
Am Ende des Abends bin ich schon total verspannt, weil wir immer so 4, 5 oder 6 Stunden am Stück am Tisch sitzen- bei uns oder bei ihnen zuhause.
Ich habe (noch) keinen Mut, einfach aufzustehen- was in der fremden Wohnung noch schwieriger ist als in der eigenen. Ich versuche immer, die Höflichkeit zu bewahren, nur merke ich langsam, dass meine Grenzen absolut überschritten werden und es mir nach diesen Abendessen-Treffs nicht gut geht.
Ich habe das Thema mit meinem Freund ausführlich besprochen, jedoch noch keine Lösung gefunden, da die Beteiligten auch nicht jedes Mal teuer auswärts essen gehen möchten. Auswärts wäre mir lieber, denn dort fühle ich mich freier und man kann die Zeit verkürzen oder das Lokal wechseln- da kommt Bewegung rein.
Ich möchte auch nicht, dass mein Freund den Kontakt abbricht oder diese Leute immer nur alleine treffen muss. Allerdings fühle ich mich total überflüssig- als wäre ich ur sein Anhang! Teilweise geben mir diese Leute das Gefühl, als hätte ich zu wenig Erfahrung, nur weil ich jünger bin und generell mit positivten Gedanken durchs Leben geh, sprich im Normalfall wenig zu jammern habe.
Außerdem möchte ich Spaß haben an meinen freien privaten Abenden. Gerne über ernste Themen sprechen, wie ich es auch mit meinen FreundInnen mache, aber alles in einem gerechten Ausmaß!

Meine Frage nun an Euch; wie kann ich mich abgrenzen, durchsetzen, damit ich mich nicht völlig ausgelaugt nach diesen Abenden fühle??
 

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2. Dezember 2018 um 17:07
In Antwort auf martinaaa

Hallo Ihr Lieben,

seit gestern geht es mir nicht gut, weil ich wieder mal einen sehr anstrengenden Abend mit den Freunden meines Freundes hatte.
Ein Paar Anfang 60, also recht viel älter als ich, die in ihren Problemen schwelgen und in meinem Freund einen sehr guten Zuhörer und Ratgeber finden.
Klingt ja alles nicht so schlimm. Nur, wenn ich den ganzen Abend -etwa fünf Stunden- nur danebensitze und mich nicht einbringen kann, weil meine Meinung nicht zählt- und zudem auch null Interesse an mir da ist, wirds für ich eine absolute Zeitverschwendung.
Es gab dann Krach zuhause, weil der Abend so sinnlos für mich war und ich mich total überflüssig gefühlt habe.
Es gibt noch etwa zwei andere Paare, mit denen wir uns regelmäßig verabreden, wo genau dasselbe herrscht: Jammern, Probleme-wälzen. Und wenn nicht über das eigene Leben, dann über die ach so arge Politik. Auch mit diesem Thema fange ich wenig an.
Ich fühle mich wie das Publikum, das volle Aufmerksamkeit schenkt, jedoch unbeachtet, ungeschätzt bleibt.
Am Ende des Abends bin ich schon total verspannt, weil wir immer so 4, 5 oder 6 Stunden am Stück am Tisch sitzen- bei uns oder bei ihnen zuhause.
Ich habe (noch) keinen Mut, einfach aufzustehen- was in der fremden Wohnung noch schwieriger ist als in der eigenen. Ich versuche immer, die Höflichkeit zu bewahren, nur merke ich langsam, dass meine Grenzen absolut überschritten werden und es mir nach diesen Abendessen-Treffs nicht gut geht.
Ich habe das Thema mit meinem Freund ausführlich besprochen, jedoch noch keine Lösung gefunden, da die Beteiligten auch nicht jedes Mal teuer auswärts essen gehen möchten. Auswärts wäre mir lieber, denn dort fühle ich mich freier und man kann die Zeit verkürzen oder das Lokal wechseln- da kommt Bewegung rein.
Ich möchte auch nicht, dass mein Freund den Kontakt abbricht oder diese Leute immer nur alleine treffen muss. Allerdings fühle ich mich total überflüssig- als wäre ich ur sein Anhang! Teilweise geben mir diese Leute das Gefühl, als hätte ich zu wenig Erfahrung, nur weil ich jünger bin und generell mit positivten Gedanken durchs Leben geh, sprich im Normalfall wenig zu jammern habe.
Außerdem möchte ich Spaß haben an meinen freien privaten Abenden. Gerne über ernste Themen sprechen, wie ich es auch mit meinen FreundInnen mache, aber alles in einem gerechten Ausmaß!

Meine Frage nun an Euch; wie kann ich mich abgrenzen, durchsetzen, damit ich mich nicht völlig ausgelaugt nach diesen Abenden fühle??
 

du passt eben nicht rein und woher sollen so viel ältere menschen den respekt vor dir herzaubern? sie haben ihn einfach nicht, weil du in ihren augen wohl auch nichts qualitatives rüberbringst, was sie verwerten könnten.

ist denn dein partner auch schon so alt?

du kannst nur zwei dinge tun: nicht mehr mitgehen oder es so hinnehmen.

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2. Dezember 2018 um 17:23

Das ist eine gute Strategie. Für mich nicht so passend, weil mein Freund im Therapie-Bereich arbeitet und somit seine Meinung und Lösungsvorschläge zehn mal interessanter sind für die Leute. Ich verblass sozusagen daneben. Was mir auch egal ist, aber der ganze Abend ist für mich dann einfach sinnbefreit!

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2. Dezember 2018 um 17:52

Doch, ich will mich einbringen, doch werde überhört oder unterbrochen! Als wenn es nichts wert wäre, was ich zu sagen habe.
Ich gehe mich, weil wir eingeladen sind oder aktiv einladen- im Grunde ja eine nette Idee, so ein Paar-Treff.

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2. Dezember 2018 um 17:54

Doch, das habe ich ihm auch etwas vorgeworfen, dass er teilweise nachhackt, um danach seine Weisheiten von sich zu geben.
Wir sind seit 5 Jahren zusammen, wohnen auch zusammen.

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2. Dezember 2018 um 18:50

5-6h das 5. Rad am Wagen bei seinen Freunden... na danke! 

Habt ihr schon mal versucht euch ein Codewort zu zulegen? Für "ich will jetzt Heim!" ? Manchmal hilft auch eine Whatsapp-Nachricht oder SMS.

Oder generell einen Termin um die Uhrzeit dann vorschieben? (Zb wir können den Hund/ die Katze nicht so lange alleine lassen, mein armes Meerschweinchen hat Durchfall, Keine Ahnung...)

Die Freunde (ein Pärchen) meines Freundes sind gleich alt. Ich habe mit ihm mal Klartext gesprochen, dass ich sie einfach nicht leiden kann und er sie bitte Alleine besuchen darf. Seitdem hat er sie auch komischerweise nicht mehr getroffen.

Ich würde auch generell mit deinem Freund mal reden und wenn er sich mit seinen Freunden treffen möchte und dich dabei haben will, sie sich doch bitte außerhalb der eigenen 4 Wände treffen sollen. Ich denke 1x im Monat kann man sich schon ein Abendessen oder einen Kinoabend leisten... für was geht man denn arbeiten?! Oder wollen die nur einen gratis medizinischen/therapeutischen Rat? Tolle Freunde... 

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2. Dezember 2018 um 19:57
In Antwort auf martinaaa

Hallo Ihr Lieben,

seit gestern geht es mir nicht gut, weil ich wieder mal einen sehr anstrengenden Abend mit den Freunden meines Freundes hatte.
Ein Paar Anfang 60, also recht viel älter als ich, die in ihren Problemen schwelgen und in meinem Freund einen sehr guten Zuhörer und Ratgeber finden.
Klingt ja alles nicht so schlimm. Nur, wenn ich den ganzen Abend -etwa fünf Stunden- nur danebensitze und mich nicht einbringen kann, weil meine Meinung nicht zählt- und zudem auch null Interesse an mir da ist, wirds für ich eine absolute Zeitverschwendung.
Es gab dann Krach zuhause, weil der Abend so sinnlos für mich war und ich mich total überflüssig gefühlt habe.
Es gibt noch etwa zwei andere Paare, mit denen wir uns regelmäßig verabreden, wo genau dasselbe herrscht: Jammern, Probleme-wälzen. Und wenn nicht über das eigene Leben, dann über die ach so arge Politik. Auch mit diesem Thema fange ich wenig an.
Ich fühle mich wie das Publikum, das volle Aufmerksamkeit schenkt, jedoch unbeachtet, ungeschätzt bleibt.
Am Ende des Abends bin ich schon total verspannt, weil wir immer so 4, 5 oder 6 Stunden am Stück am Tisch sitzen- bei uns oder bei ihnen zuhause.
Ich habe (noch) keinen Mut, einfach aufzustehen- was in der fremden Wohnung noch schwieriger ist als in der eigenen. Ich versuche immer, die Höflichkeit zu bewahren, nur merke ich langsam, dass meine Grenzen absolut überschritten werden und es mir nach diesen Abendessen-Treffs nicht gut geht.
Ich habe das Thema mit meinem Freund ausführlich besprochen, jedoch noch keine Lösung gefunden, da die Beteiligten auch nicht jedes Mal teuer auswärts essen gehen möchten. Auswärts wäre mir lieber, denn dort fühle ich mich freier und man kann die Zeit verkürzen oder das Lokal wechseln- da kommt Bewegung rein.
Ich möchte auch nicht, dass mein Freund den Kontakt abbricht oder diese Leute immer nur alleine treffen muss. Allerdings fühle ich mich total überflüssig- als wäre ich ur sein Anhang! Teilweise geben mir diese Leute das Gefühl, als hätte ich zu wenig Erfahrung, nur weil ich jünger bin und generell mit positivten Gedanken durchs Leben geh, sprich im Normalfall wenig zu jammern habe.
Außerdem möchte ich Spaß haben an meinen freien privaten Abenden. Gerne über ernste Themen sprechen, wie ich es auch mit meinen FreundInnen mache, aber alles in einem gerechten Ausmaß!

Meine Frage nun an Euch; wie kann ich mich abgrenzen, durchsetzen, damit ich mich nicht völlig ausgelaugt nach diesen Abenden fühle??
 

Warum bist du nicht offen ud ehrlich und sagst deinem Freund, dass dir diese Abende nichts geben? Verabrede dich mit Freunden und gehe weg, wenn er sich mit seinen Freunden trifft...Ist doch viel besser, als allen die Stimmung zu vermiesen...

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2. Dezember 2018 um 20:18

Das habe ich ihn auch gefragt, doch er meint, jeder ist für sich selbst verantwortlich.

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2. Dezember 2018 um 20:20

Diese Problem-Paare sind im Alter meiner Eltern und für meinen Freund sind sie etwa 10 Jahre älter. Ich habe eben einen Freund, der auch schonmal nicht ganz in meiner Generation ist.
Danke auf jeden Fall fürs Verständnis. Das bestätigt mich, dass ich nicht ganz daneben liege mit meinen Gefühlen.

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2. Dezember 2018 um 20:24
In Antwort auf ayarelne

5-6h das 5. Rad am Wagen bei seinen Freunden... na danke! 

Habt ihr schon mal versucht euch ein Codewort zu zulegen? Für "ich will jetzt Heim!" ? Manchmal hilft auch eine Whatsapp-Nachricht oder SMS.

Oder generell einen Termin um die Uhrzeit dann vorschieben? (Zb wir können den Hund/ die Katze nicht so lange alleine lassen, mein armes Meerschweinchen hat Durchfall, Keine Ahnung...)

Die Freunde (ein Pärchen) meines Freundes sind gleich alt. Ich habe mit ihm mal Klartext gesprochen, dass ich sie einfach nicht leiden kann und er sie bitte Alleine besuchen darf. Seitdem hat er sie auch komischerweise nicht mehr getroffen.

Ich würde auch generell mit deinem Freund mal reden und wenn er sich mit seinen Freunden treffen möchte und dich dabei haben will, sie sich doch bitte außerhalb der eigenen 4 Wände treffen sollen. Ich denke 1x im Monat kann man sich schon ein Abendessen oder einen Kinoabend leisten... für was geht man denn arbeiten?! Oder wollen die nur einen gratis medizinischen/therapeutischen Rat? Tolle Freunde... 

Danke für die Idee mit dem Codewort! Ich fürchte nur, da werden diese Treffen sehr kurz werden, wenn ich nach einer Stunde das Codewort raushol.

Genau das werde ich tun. Du hast Recht- eine Pizza und ein Getränk kann sich wohl jeder leisten. So wird das Treffen automatisch verkürzt, denn wer sitzt schon 5 Stunden in einer Pizzeria?!

Ich finde auch, dass die Leute ihn (un)bewusst ausnützen. Allerdings lässt er es auch zu! Im Gegenteil- er fordert das sogar heraus, um Bestätigung zu bekommen, wie toll er nicht therapiert/Tipps geben kann.

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3. Dezember 2018 um 12:18

Ja, ich habe eigene Freunde und auch sehr liebe Kollegen, die meinen Alltag versüßen. Ich setze wohl zu viel Gewicht darauf, seinen Leuten zu gefallen, bzw. nicht anzuecken. 

 

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3. Dezember 2018 um 12:20

Das ist DAS Argument schlechthin, dass die für ihre Probleme selbst verantwortlich sind. Danke! 

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3. Dezember 2018 um 13:44
In Antwort auf martinaaa

Das habe ich ihn auch gefragt, doch er meint, jeder ist für sich selbst verantwortlich.

Okay, damit hast du ihn doch an der Angel! Da seiner Ansicht nach jeder für sich selbst verantwortlich ist, macht du ab jetzt eigenverantwortlich dein Ding und begleitest ihn nicht mehr!

Toll auch, wie er mit zweierlei Mass misst! Warum sind seine sogenannten "Freunde" dann nicht selbst für sich und ihre Probleme verantwortlich und ziehen ihn da mit rein?! (weil er sich wohl gerne selber reden und "helfen" hört!).

Mir wäre meine kostbare Lebenszeit viel zu schade, als sie damit zu vergeuden! Was kannst du in der Zeit für schöne Dinge mit DEINER Freizeit machen! Bist du nicht der Egoist, sind es die anderen! Denk auch mal an DICH! Du brauchst ganz sicher kein schlechtes Gewissen dabei haben und lass dir das auch ja nicht einreden!!!

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3. Dezember 2018 um 14:50
In Antwort auf martinaaa

Hallo Ihr Lieben,

seit gestern geht es mir nicht gut, weil ich wieder mal einen sehr anstrengenden Abend mit den Freunden meines Freundes hatte.
Ein Paar Anfang 60, also recht viel älter als ich, die in ihren Problemen schwelgen und in meinem Freund einen sehr guten Zuhörer und Ratgeber finden.
Klingt ja alles nicht so schlimm. Nur, wenn ich den ganzen Abend -etwa fünf Stunden- nur danebensitze und mich nicht einbringen kann, weil meine Meinung nicht zählt- und zudem auch null Interesse an mir da ist, wirds für ich eine absolute Zeitverschwendung.
Es gab dann Krach zuhause, weil der Abend so sinnlos für mich war und ich mich total überflüssig gefühlt habe.
Es gibt noch etwa zwei andere Paare, mit denen wir uns regelmäßig verabreden, wo genau dasselbe herrscht: Jammern, Probleme-wälzen. Und wenn nicht über das eigene Leben, dann über die ach so arge Politik. Auch mit diesem Thema fange ich wenig an.
Ich fühle mich wie das Publikum, das volle Aufmerksamkeit schenkt, jedoch unbeachtet, ungeschätzt bleibt.
Am Ende des Abends bin ich schon total verspannt, weil wir immer so 4, 5 oder 6 Stunden am Stück am Tisch sitzen- bei uns oder bei ihnen zuhause.
Ich habe (noch) keinen Mut, einfach aufzustehen- was in der fremden Wohnung noch schwieriger ist als in der eigenen. Ich versuche immer, die Höflichkeit zu bewahren, nur merke ich langsam, dass meine Grenzen absolut überschritten werden und es mir nach diesen Abendessen-Treffs nicht gut geht.
Ich habe das Thema mit meinem Freund ausführlich besprochen, jedoch noch keine Lösung gefunden, da die Beteiligten auch nicht jedes Mal teuer auswärts essen gehen möchten. Auswärts wäre mir lieber, denn dort fühle ich mich freier und man kann die Zeit verkürzen oder das Lokal wechseln- da kommt Bewegung rein.
Ich möchte auch nicht, dass mein Freund den Kontakt abbricht oder diese Leute immer nur alleine treffen muss. Allerdings fühle ich mich total überflüssig- als wäre ich ur sein Anhang! Teilweise geben mir diese Leute das Gefühl, als hätte ich zu wenig Erfahrung, nur weil ich jünger bin und generell mit positivten Gedanken durchs Leben geh, sprich im Normalfall wenig zu jammern habe.
Außerdem möchte ich Spaß haben an meinen freien privaten Abenden. Gerne über ernste Themen sprechen, wie ich es auch mit meinen FreundInnen mache, aber alles in einem gerechten Ausmaß!

Meine Frage nun an Euch; wie kann ich mich abgrenzen, durchsetzen, damit ich mich nicht völlig ausgelaugt nach diesen Abenden fühle??
 

ich fürchte, Dein Problem ist, dass Du in der Beziehung nicht dafür sorgst, dass Dein Partner Dich respektiert.
Damit meine ich allerdings keineswegs, dass Du ihm die Löffel langziehen sollst - sondern, dass Du Dich so verhältst, dass er ERKENNT, dass Du weißt wovon Du sprichst und dass es Dir ernst damit ist.

Das kann ich Dir so schreiben, weil ich Ähnliches hinter mir habe und heute verstehe, was mir damals nur niemand sagen konnte in meinem Umfeld ... und Internet gabs leider noch nicht ;D

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3. Dezember 2018 um 14:55

mich erschüttert das nicht - das sagen Therapeuten immer, wenn sie keine bessere Antwort parat haben   oder einfach keine Lust auf Streit mit der Partnerin

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3. Dezember 2018 um 14:59

genau!

Und wenn sie einen Therapeuten brauchen, sollten sie nicht ausgerechnet den angebliche Freund dafür ''kostenlos'' ausnutzen.

Aber, sicher profitiert hier jeder vom anderen - auch nicht schlecht. Allerdings, hatte ich selbst auch schon das Vergnügen, in einem Freundeskreis zu sitzen, wo einer mehr wusste und besser wusste als der Rest der Welt - da ging es dann immerhin verbal ''hoch her'' ... kann ab und zu auch Spaß machen, so in der Rolle des Beobachters

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3. Dezember 2018 um 17:48

das stimmt.

Darum müssen an einer funktionierenden Beziehung immer beide genug interessiert sein, um sich immer wieder daran zu erinnern, dass man einander liebt und achtet.

Für mich erklärt das eigentlich schon alles Notwendige für die gute Partnerschaft.

Wir müssen uns immer wieder zusammen setzen und miteinander reden - ja und auch gut ZUHÖREN, versteht sich.

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3. Dezember 2018 um 18:21
In Antwort auf martinaaa

Hallo Ihr Lieben,

seit gestern geht es mir nicht gut, weil ich wieder mal einen sehr anstrengenden Abend mit den Freunden meines Freundes hatte.
Ein Paar Anfang 60, also recht viel älter als ich, die in ihren Problemen schwelgen und in meinem Freund einen sehr guten Zuhörer und Ratgeber finden.
Klingt ja alles nicht so schlimm. Nur, wenn ich den ganzen Abend -etwa fünf Stunden- nur danebensitze und mich nicht einbringen kann, weil meine Meinung nicht zählt- und zudem auch null Interesse an mir da ist, wirds für ich eine absolute Zeitverschwendung.
Es gab dann Krach zuhause, weil der Abend so sinnlos für mich war und ich mich total überflüssig gefühlt habe.
Es gibt noch etwa zwei andere Paare, mit denen wir uns regelmäßig verabreden, wo genau dasselbe herrscht: Jammern, Probleme-wälzen. Und wenn nicht über das eigene Leben, dann über die ach so arge Politik. Auch mit diesem Thema fange ich wenig an.
Ich fühle mich wie das Publikum, das volle Aufmerksamkeit schenkt, jedoch unbeachtet, ungeschätzt bleibt.
Am Ende des Abends bin ich schon total verspannt, weil wir immer so 4, 5 oder 6 Stunden am Stück am Tisch sitzen- bei uns oder bei ihnen zuhause.
Ich habe (noch) keinen Mut, einfach aufzustehen- was in der fremden Wohnung noch schwieriger ist als in der eigenen. Ich versuche immer, die Höflichkeit zu bewahren, nur merke ich langsam, dass meine Grenzen absolut überschritten werden und es mir nach diesen Abendessen-Treffs nicht gut geht.
Ich habe das Thema mit meinem Freund ausführlich besprochen, jedoch noch keine Lösung gefunden, da die Beteiligten auch nicht jedes Mal teuer auswärts essen gehen möchten. Auswärts wäre mir lieber, denn dort fühle ich mich freier und man kann die Zeit verkürzen oder das Lokal wechseln- da kommt Bewegung rein.
Ich möchte auch nicht, dass mein Freund den Kontakt abbricht oder diese Leute immer nur alleine treffen muss. Allerdings fühle ich mich total überflüssig- als wäre ich ur sein Anhang! Teilweise geben mir diese Leute das Gefühl, als hätte ich zu wenig Erfahrung, nur weil ich jünger bin und generell mit positivten Gedanken durchs Leben geh, sprich im Normalfall wenig zu jammern habe.
Außerdem möchte ich Spaß haben an meinen freien privaten Abenden. Gerne über ernste Themen sprechen, wie ich es auch mit meinen FreundInnen mache, aber alles in einem gerechten Ausmaß!

Meine Frage nun an Euch; wie kann ich mich abgrenzen, durchsetzen, damit ich mich nicht völlig ausgelaugt nach diesen Abenden fühle??
 

Ich würde nicht mehr mitgehen. Man muss nicht alles zusammen machen.

Kann es sein, dass du zu höflich bist, zu sehr gefallen willst? Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn man zu einem Freundeskreis nicht passt, auch dann nicht, wenn der eigene Partner mit diesem Freundeskreis sehr wohl etwas anfangen kann. Es muss doch nicht alles in einer Beziehung kompatibel sein - wenn du mich fragst.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass du von deinem Freund und seinen Freunden mehr respektiert wirst, wenn du eigenständig bist, dein Ding machst, erkennst, dass solche Gespräche oder Zusammentreffen nichts für dich sind, anstatt krampfhaft dabeizusitzen und zu versuchen, dazuzupassen, wenn du dich aber nicht authentisch und glaubwürdig in die Runde einfügen kannst. Man kann sich ja trotzdem mit allen verstehen, respektvoll miteinander umgehen, alle schön grüßen lassen, am Anfang oder am Ende des Abends kurz da sein, den Partner abholen oder abliefern, alle begrüßen, einen schönen Abend wünschen oder am Ende des Abends fragen, ob es nett war. Vielleicht ist für dich schon alles viel erträglicher, wenn du später nur mehr für kurze Zeit zur Runde stößt oder früher gehst. Jedenfalls würde ich an deiner Stelle den Ablauf für mich ein wenig auflockern.

Lass die anderen doch reden und jammern und hab es in der Zwischenzeit fein!

Und: Kann es sein, dass dein Freund sich gern reden hört und sich für sehr schlau hält? Nur weil du jünger bist, bist du nicht dümmer. Zieh dir diesen Schuh nicht an. Und lass auch andere ihn dir nicht überziehen. Jammern ist nicht dasselbe wie altersbedingte Lebenserfahrung. Alter ist kein Verdienst. Gerade wenn du in der Runde die Rolle der jungen Unerfahrenen hast, die wenig beizusteuern hat, würde ich eigene Wege gehen. Vielleicht ist es sogar ganz gut, wenn du den Herrschaften, deinen Partner eingeschlossen, das Publikum, also dich, entziehst, wenn du eigenen Meinungen vertrittst, dich nicht nur in andere einfühlst. Wenn die eigene Meinung darin besteht, nicht dabei zu sein, dann ist das auch gut. Und verschafft dir vielleicht sogar Respekt.

Was du auch noch versuchen kannst: Mehr von dir erzählen, Dinge erwähnen, die dich interessieren, Themen ins Gespräch einfließen lassen, die dich gern anwesend sein lassen. Sollte es nicht möglich sein, ein Gespräch auch so zu gestalten, dass du es gerne führst, dann würde ich an deiner Stelle eben einfach seltener dabei sein.


 

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3. Dezember 2018 um 19:14

..davon gehe ich mal aus

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4. Dezember 2018 um 8:18
In Antwort auf martinaaa

Hallo Ihr Lieben,

seit gestern geht es mir nicht gut, weil ich wieder mal einen sehr anstrengenden Abend mit den Freunden meines Freundes hatte.
Ein Paar Anfang 60, also recht viel älter als ich, die in ihren Problemen schwelgen und in meinem Freund einen sehr guten Zuhörer und Ratgeber finden.
Klingt ja alles nicht so schlimm. Nur, wenn ich den ganzen Abend -etwa fünf Stunden- nur danebensitze und mich nicht einbringen kann, weil meine Meinung nicht zählt- und zudem auch null Interesse an mir da ist, wirds für ich eine absolute Zeitverschwendung.
Es gab dann Krach zuhause, weil der Abend so sinnlos für mich war und ich mich total überflüssig gefühlt habe.
Es gibt noch etwa zwei andere Paare, mit denen wir uns regelmäßig verabreden, wo genau dasselbe herrscht: Jammern, Probleme-wälzen. Und wenn nicht über das eigene Leben, dann über die ach so arge Politik. Auch mit diesem Thema fange ich wenig an.
Ich fühle mich wie das Publikum, das volle Aufmerksamkeit schenkt, jedoch unbeachtet, ungeschätzt bleibt.
Am Ende des Abends bin ich schon total verspannt, weil wir immer so 4, 5 oder 6 Stunden am Stück am Tisch sitzen- bei uns oder bei ihnen zuhause.
Ich habe (noch) keinen Mut, einfach aufzustehen- was in der fremden Wohnung noch schwieriger ist als in der eigenen. Ich versuche immer, die Höflichkeit zu bewahren, nur merke ich langsam, dass meine Grenzen absolut überschritten werden und es mir nach diesen Abendessen-Treffs nicht gut geht.
Ich habe das Thema mit meinem Freund ausführlich besprochen, jedoch noch keine Lösung gefunden, da die Beteiligten auch nicht jedes Mal teuer auswärts essen gehen möchten. Auswärts wäre mir lieber, denn dort fühle ich mich freier und man kann die Zeit verkürzen oder das Lokal wechseln- da kommt Bewegung rein.
Ich möchte auch nicht, dass mein Freund den Kontakt abbricht oder diese Leute immer nur alleine treffen muss. Allerdings fühle ich mich total überflüssig- als wäre ich ur sein Anhang! Teilweise geben mir diese Leute das Gefühl, als hätte ich zu wenig Erfahrung, nur weil ich jünger bin und generell mit positivten Gedanken durchs Leben geh, sprich im Normalfall wenig zu jammern habe.
Außerdem möchte ich Spaß haben an meinen freien privaten Abenden. Gerne über ernste Themen sprechen, wie ich es auch mit meinen FreundInnen mache, aber alles in einem gerechten Ausmaß!

Meine Frage nun an Euch; wie kann ich mich abgrenzen, durchsetzen, damit ich mich nicht völlig ausgelaugt nach diesen Abenden fühle??
 

ich würde da schlicht und ergreifend nicht mehr mitgehen und den Abend anders verbringen.

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26. Dezember 2018 um 5:44
In Antwort auf gabriela1440

..davon gehe ich mal aus

Wenn wir zu zweit sind, dann nicht. Dan passt alles und ich darf sehr viel entscheiden, was Aktivitäten, etc. betrifft. 

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26. Dezember 2018 um 5:47
In Antwort auf skadiru

Okay, damit hast du ihn doch an der Angel! Da seiner Ansicht nach jeder für sich selbst verantwortlich ist, macht du ab jetzt eigenverantwortlich dein Ding und begleitest ihn nicht mehr!

Toll auch, wie er mit zweierlei Mass misst! Warum sind seine sogenannten "Freunde" dann nicht selbst für sich und ihre Probleme verantwortlich und ziehen ihn da mit rein?! (weil er sich wohl gerne selber reden und "helfen" hört!).

Mir wäre meine kostbare Lebenszeit viel zu schade, als sie damit zu vergeuden! Was kannst du in der Zeit für schöne Dinge mit DEINER Freizeit machen! Bist du nicht der Egoist, sind es die anderen! Denk auch mal an DICH! Du brauchst ganz sicher kein schlechtes Gewissen dabei haben und lass dir das auch ja nicht einreden!!!

Absolutes super Argument. Das merk ich mir, mit dem Verantwortlichsein. 

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26. Dezember 2018 um 6:12
In Antwort auf martinaaa

Hallo Ihr Lieben,

seit gestern geht es mir nicht gut, weil ich wieder mal einen sehr anstrengenden Abend mit den Freunden meines Freundes hatte.
Ein Paar Anfang 60, also recht viel älter als ich, die in ihren Problemen schwelgen und in meinem Freund einen sehr guten Zuhörer und Ratgeber finden.
Klingt ja alles nicht so schlimm. Nur, wenn ich den ganzen Abend -etwa fünf Stunden- nur danebensitze und mich nicht einbringen kann, weil meine Meinung nicht zählt- und zudem auch null Interesse an mir da ist, wirds für ich eine absolute Zeitverschwendung.
Es gab dann Krach zuhause, weil der Abend so sinnlos für mich war und ich mich total überflüssig gefühlt habe.
Es gibt noch etwa zwei andere Paare, mit denen wir uns regelmäßig verabreden, wo genau dasselbe herrscht: Jammern, Probleme-wälzen. Und wenn nicht über das eigene Leben, dann über die ach so arge Politik. Auch mit diesem Thema fange ich wenig an.
Ich fühle mich wie das Publikum, das volle Aufmerksamkeit schenkt, jedoch unbeachtet, ungeschätzt bleibt.
Am Ende des Abends bin ich schon total verspannt, weil wir immer so 4, 5 oder 6 Stunden am Stück am Tisch sitzen- bei uns oder bei ihnen zuhause.
Ich habe (noch) keinen Mut, einfach aufzustehen- was in der fremden Wohnung noch schwieriger ist als in der eigenen. Ich versuche immer, die Höflichkeit zu bewahren, nur merke ich langsam, dass meine Grenzen absolut überschritten werden und es mir nach diesen Abendessen-Treffs nicht gut geht.
Ich habe das Thema mit meinem Freund ausführlich besprochen, jedoch noch keine Lösung gefunden, da die Beteiligten auch nicht jedes Mal teuer auswärts essen gehen möchten. Auswärts wäre mir lieber, denn dort fühle ich mich freier und man kann die Zeit verkürzen oder das Lokal wechseln- da kommt Bewegung rein.
Ich möchte auch nicht, dass mein Freund den Kontakt abbricht oder diese Leute immer nur alleine treffen muss. Allerdings fühle ich mich total überflüssig- als wäre ich ur sein Anhang! Teilweise geben mir diese Leute das Gefühl, als hätte ich zu wenig Erfahrung, nur weil ich jünger bin und generell mit positivten Gedanken durchs Leben geh, sprich im Normalfall wenig zu jammern habe.
Außerdem möchte ich Spaß haben an meinen freien privaten Abenden. Gerne über ernste Themen sprechen, wie ich es auch mit meinen FreundInnen mache, aber alles in einem gerechten Ausmaß!

Meine Frage nun an Euch; wie kann ich mich abgrenzen, durchsetzen, damit ich mich nicht völlig ausgelaugt nach diesen Abenden fühle??
 

Er ist der verständnissvolle Freund, er "vergisst" Dich aber in der Runde.
Einal, OK, zweimal naja, 3x ojee.
Er könnte den unhöflichen Leuten sagen sie mögen Dir zuhören, weil er Dein Freund ist und sonst auch nicht mehr zu den "Lösungen" beiträgt.
Es ist sehr unhöflich von diesen Leuten nur über sich zu reden und das den ganzen Abend. Kein Wunder das sie Probleme haben.
Ist es ihm egal wie Du Dich in der Runde fühlst, ist er eben nicht ganz so suuper feinfühlig wie er gerne in der Aussendarstellung ist.
Jedes Mal aufstehen und im Haus rumlaufen, aufräumen, in Dein Zimmer gehen, oder heimfahren.

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