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Schwierige Beziehung

29. Januar um 21:14

Hallo,
ich zerbreche mir seit einiger Zeit den Kopf, wie es weitergehen soll und finde einfach keine richtige Entscheidung.
Seit einem dreiviertel Jahr führe ich eine Beziehung mit einer Frau, Anfang 20. Wir lernten uns durch die Ausbildung kennen, das ist jetzt etwa 2 Jahre her. Irgendwann kamen wir uns näher und begonnen unsere Beziehung. Am Anfang war alles in Ordnung, wir hatten ähnliche Einstellungen und Interessen.
Das wandelte sich jedoch, die Gemeinsamkeiten wurden immer weniger. Ich bin ein Mensch, der auch ab und zu mal Zeit für mich braucht. Ich kann nicht 24h / 7h mit meiner Freundin verbringen - wobei das vielleicht mehr an ihrer Art liegen mag. Das kann sie gar nicht akzeptieren. Unter der Woche sind wir täglich zusammen, am WE sind wir meist getrennt - ich besuche meine Freunde/Famile/... in der Heimat und wenn es möglich ist, nutze ich die Zeit auch, um nebenher noch etwas zu arbeiten. Für mich und meine Freunde ganz normal. Für meine Freundin überhaupt nicht. Sie macht mir immer Vorwürfe, es kommt nahzeu ständig zu Diskussionen, was das für eine Beziehung wäre etc. Sie akzeptiert meinen Standpunkt gar nicht.
Hinzu kommt, dass sie einen recht dominanten Charakter entwickelt hat. In erster Linie zählt ihre Meinung, sie plant den Tag und ist schnell beleidigt, wenn ich mal, aufgrund von Ausbildung oder ähnlichem, nicht so einrichten kann, wie sie es möchte. Mittlerweile ist es auch recht schwierig, mit ihr über ein Thema länger zu reden. Wenn ich mal eine andere Meinung habe, ist sie stur und will das partout nicht akzeptieren - das können die banalsten Dinge sein - sie hat eben immer Recht und das nervt auf Dauer doch ein wenig. Natürlich nichts, über was man ab und zu hinweg sehen könnte. Aber seit einiger Zeit finde ich das schon schwierig damit umzugehen. Fühle mich in der Beziehung nicht richtig wohl, bin sehr eingeengt und kaum flexibel, das stört mich am allermeisten. Zu einigen Freundinnen von mir (keine früheren Beziehungen o.ä., einfach nur Freunde) musste ich wegen ihr und ihrer Eifersucht den Kontakt stark einschränken - finde ich sehr schade. Sie schreibt hingegen mit zahlreichen Männern, auch mit solchen, die klar an ihr interessiert sind. Sie blockt da kein bisschen ab.
Abgesehen davon ist sie sonst sehr wählerisch. Abends mal schnell essen gehen, spontan mit zu einer Feier gehen etc. ist so gut wie gar nicht möglich. Es muss ihr zu 100% passen, sonst geht das nicht.
Kurzum: Ich fühle mich zur Zeit nicht wohl in der Beziehung, weil ich finde, sie nimmt zu wenig Rücksicht auf mich und lässt mir keine Freiräume.

Vor zwei Wochen habe ich in einem größeren Betrieb gearbeitet, war Bestandteil meiner Ausbildung. Dort habe ich durch Zufall eine sehr nette Frau getroffen, die eben das volle Gegenteil darstellt. Sehr rücksichtsvoll, zuvorkommend, selbstständig, unkompliziert. Das hätte bei uns bestens gepasst. Hätte - wir sind beide in einer Beziehung, da kommt sowas überhaupt nicht in Frage. Aber die Frau hat mich doch irgendwie umgehauen. Sowas kannte ich eben gar nicht von mir. Hat auf den ersten Blick gepasst, sowas kannte ich gar nicht. Und eben diese Tatsache hat meine Zweifel nochmals verstärkt bzw. das Gefühl verstärkt, an etwas festzuhalten was mich nicht glücklich machen wird und was einfach nicht passt. Ich weiß aber nicht Recht. Meine Freunde sagen, ich mache nichts verkehrt sondern würde zu viel Rücksicht auf sie nehmen und soll mehr an mich denken. Meine Freundin hält mich für egoistisch und würde mich nicht genug um sie bemühen. Und ich stehe irgendwo zwischen diesen Aussagen und weiß nicht, was ich denken soll. Um ehrlich zu sein, zweifle ich, ob es wirklich Liebe ist oder einfach ein gewisses Gefühl der Verbundenheit, niemanden verletzen zu wollen, ... - sehr komplizierte Situation. Vielleicht könnt ihr mir sagen, was ihr dazu denkt. Habe versucht das möglichst sachlich zu beschreiben.

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29. Januar um 21:41

Nette Arbeitskollegin ist nicht unbedingt nette Freundin, denn auf Arbeit herrscht andere regeln als in der Beziehung 

Die Menschen in ihrem Bett sind anders als auf Arbeit. Da draußen wird angepasst und soziale Achtung geachtet und befolgt 

Du bist aber betasiert in der Beziehung, nicht mal auf Augenhöhe , weil deine Freundin es kann und du es lässt

 

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29. Januar um 21:48

Ohne Frage! So war das auch gar nicht gemeint! Haben uns längere Zeit abseits der Arbeit privat unterhalten über die verschiedensten Themen und waren innerhalb kürzester Zeit sehr gut befreundet.
Habe auch überhaupt nicht Richtung Beziehung oder so etwas gedacht. Es war für mich eher der Punkt, nochmals intensiver darüber nachzudenken, inwiefern ich in der jetzigen Beziehung überhaupt richtig bin. Oder ob es da nicht Frauen gibt, mit denen es deutlich besser funktionieren würde.

Vielleicht kommt das in meinem Ursprungsbeitrag auch falsch rüber. Ich mache meiner Freundin viele Zugeständnisse, habe aber immer meine klaren Grenzen und eigenen Vorstellungen. Und diese bringe ich auch an, wenn ich es für richtig empfinde - auch wenn das in ewigen Diskussionen endet. Aber unterbuttern lassen will man sich ja auch nicht.

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30. Januar um 10:00
In Antwort auf jess12

Hallo,
ich zerbreche mir seit einiger Zeit den Kopf, wie es weitergehen soll und finde einfach keine richtige Entscheidung.
Seit einem dreiviertel Jahr führe ich eine Beziehung mit einer Frau, Anfang 20. Wir lernten uns durch die Ausbildung kennen, das ist jetzt etwa 2 Jahre her. Irgendwann kamen wir uns näher und begonnen unsere Beziehung. Am Anfang war alles in Ordnung, wir hatten ähnliche Einstellungen und Interessen.
Das wandelte sich jedoch, die Gemeinsamkeiten wurden immer weniger. Ich bin ein Mensch, der auch ab und zu mal Zeit für mich braucht. Ich kann nicht 24h / 7h mit meiner Freundin verbringen - wobei das vielleicht mehr an ihrer Art liegen mag. Das kann sie gar nicht akzeptieren. Unter der Woche sind wir täglich zusammen, am WE sind wir meist getrennt - ich besuche meine Freunde/Famile/... in der Heimat und wenn es möglich ist, nutze ich die Zeit auch, um nebenher noch etwas zu arbeiten. Für mich und meine Freunde ganz normal. Für meine Freundin überhaupt nicht. Sie macht mir immer Vorwürfe, es kommt nahzeu ständig zu Diskussionen, was das für eine Beziehung wäre etc. Sie akzeptiert meinen Standpunkt gar nicht.
Hinzu kommt, dass sie einen recht dominanten Charakter entwickelt hat. In erster Linie zählt ihre Meinung, sie plant den Tag und ist schnell beleidigt, wenn ich mal, aufgrund von Ausbildung oder ähnlichem, nicht so einrichten kann, wie sie es möchte. Mittlerweile ist es auch recht schwierig, mit ihr über ein Thema länger zu reden. Wenn ich mal eine andere Meinung habe, ist sie stur und will das partout nicht akzeptieren - das können die banalsten Dinge sein - sie hat eben immer Recht und das nervt auf Dauer doch ein wenig. Natürlich nichts, über was man ab und zu hinweg sehen könnte. Aber seit einiger Zeit finde ich das schon schwierig damit umzugehen. Fühle mich in der Beziehung nicht richtig wohl, bin sehr eingeengt und kaum flexibel, das stört mich am allermeisten. Zu einigen Freundinnen von mir (keine früheren Beziehungen o.ä., einfach nur Freunde) musste ich wegen ihr und ihrer Eifersucht den Kontakt stark einschränken - finde ich sehr schade. Sie schreibt hingegen mit zahlreichen Männern, auch mit solchen, die klar an ihr interessiert sind. Sie blockt da kein bisschen ab.
Abgesehen davon ist sie sonst sehr wählerisch. Abends mal schnell essen gehen, spontan mit zu einer Feier gehen etc. ist so gut wie gar nicht möglich. Es muss ihr zu 100% passen, sonst geht das nicht.
Kurzum: Ich fühle mich zur Zeit nicht wohl in der Beziehung, weil ich finde, sie nimmt zu wenig Rücksicht auf mich und lässt mir keine Freiräume.

Vor zwei Wochen habe ich in einem größeren Betrieb gearbeitet, war Bestandteil meiner Ausbildung. Dort habe ich durch Zufall eine sehr nette Frau getroffen, die eben das volle Gegenteil darstellt. Sehr rücksichtsvoll, zuvorkommend, selbstständig, unkompliziert. Das hätte bei uns bestens gepasst. Hätte - wir sind beide in einer Beziehung, da kommt sowas überhaupt nicht in Frage. Aber die Frau hat mich doch irgendwie umgehauen. Sowas kannte ich eben gar nicht von mir. Hat auf den ersten Blick gepasst, sowas kannte ich gar nicht. Und eben diese Tatsache hat meine Zweifel nochmals verstärkt bzw. das Gefühl verstärkt, an etwas festzuhalten was mich nicht glücklich machen wird und was einfach nicht passt. Ich weiß aber nicht Recht. Meine Freunde sagen, ich mache nichts verkehrt sondern würde zu viel Rücksicht auf sie nehmen und soll mehr an mich denken. Meine Freundin hält mich für egoistisch und würde mich nicht genug um sie bemühen. Und ich stehe irgendwo zwischen diesen Aussagen und weiß nicht, was ich denken soll. Um ehrlich zu sein, zweifle ich, ob es wirklich Liebe ist oder einfach ein gewisses Gefühl der Verbundenheit, niemanden verletzen zu wollen, ... - sehr komplizierte Situation. Vielleicht könnt ihr mir sagen, was ihr dazu denkt. Habe versucht das möglichst sachlich zu beschreiben.

Ihr habt ein extrem unterschiedliches Nähe-/Distanzbedürfnis.

Wenn man sich da nicht gegenseitig etwas "anpasst", wird diese Beziehung auf Dauer nicht funktionieren.

Sie wird sich immer darüber beklagen, dass Du zu wenig gibst, keine Zeit für sie hast und Du wirst Dich wie in einem Käfig fühlen und damit werden die positiven Gefühle bei euch gegenseitig abgetötet.

Ihr passt nicht zusammen. Für sie wäre ein Partner besser, der seine Freundin 24/7 um sich haben möchte und für Dich eine Partnerin, die so viele eigene Interessen hat, dass sie es als "angenehm" empfindet, Dich nur temporär um sich zu haben.

Damit eine Beziehung auf Dauer funktioniert und harmonisch ist, braucht man nicht nur Liebe, sondern man sollte sich auch in den Lebensgrundeinstellungen und Bedürfnissen ähnlich sein. Alles andere birgt zuviel Konfliktpotential.

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