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Schwiegermutter im Haus, Stress wg. Studium und eigener Wohnung. Was tun?

10. April 2012 um 10:08 Letzte Antwort: 10. April 2012 um 14:31

Hallo zusammen,

ich hoffe ihr könnt mir helfen oder einen Rat geben. Ich bin 21, werde bald 22 und mein Freund ist 28 Jahre alt. Wir sind seit fast ganz 4 Jahren zusammen und ich bin wegen eines Wohnungswechsels meiner Mutter zu ihm gezogen. Er wohnt allerdings noch zuhause in einer ebenerdigen Kellerwohnung. Dort hatte er bis zu meinem Einzug allerdings nur ein Schlafzimmer und ein Badezimmer - gekocht hat ja Mutti, wieso sich auch die Mühe machen? Nach langem drängen und diskutieren haben wir dann den ehemaligen Partyraum zu Wohnzimmer und Küche umgestaltet. Es ist schöner Raum geworden und ein wenig mehr Platz hatten wir ja auch. Nun ist das Problem aber weniger der Raum sondern das ganze Haus bzw. seine Mutter! Das Haus ist schon gut 30 Jahre alt und es wurde sehr wenig dafür getan, dass es in Schuss bleibt, nun haben wir eine Ecke im Wohnzimmer die anfängt zu schimmeln, nicht nur, dass es einfach wiederlich aussieht - es ist sicher alles andere als gesund!
Dazu kommt, dass wir keine eigene, abgeschlossene Wohnung haben sondern vielmehr einige Zimmer im Keller bewohnen. Seine Mutter schläft zudem in der Waschküche!!!!! Und die liegt nur durch die treppe getrennt gegenüber unseres Schlafzimmers, dass man da dann etwas "eingeschränkt" ist und evt. dann eben auch keine Lust hat scheint mein Freund nicht zu verstehen. Ich habe diese Problematik schon des öfteren angesprochen - leider aber ohne Ergebniss oder Änderung! Seine Mutter kocht auch mehrfach die Woche für uns mit, fragt mich dabei nichteinmal ob wir etwas geplant haben. Dazu muss man sagen ich bin Vegetarierin und ihre Speisen bestehen zu 50% aus Fleisch - egal ob ich mitesse oder nicht!! Reis und Fleischklöße gab es die letzte Woche bspw. und ich durfte Reis mit Ketchup essen!
Da seine Mutter in der Waschküche schläft wäscht auch sie die Wäsche - es darf diese Maschine nämlich niemand außer ihr bedienen! Wie soll ich denn lernen Wäsche zu waschen außer von meiner eigenen Mutter geschweigedenn wie soll ER es lernen?? Bügeln darf ich auch nicht - macht alles sie und stellt die fertige Wäsche dann bei uns vor die Schlafzimmertür. Beschwert sich dann aber über so viel Arbeit..
Ich halte das einfach nicht mehr aus und will dort ausziehen. mein Freund sieht das Problem nicht, auch nachdem ich ihm alles in ruhigem Ton erklärt habe, habe ihm auch gesagt dass es mich stört aber er meinte: wieso er ausziehen solle, wenn er doch hier alles habe. Der erste Schlag in's Gesicht! Doch es wird besser: Er meinte zu mir weil ich studieren will und dafür eben auch weiter weg ziehen würde: Ich will ja auch meine Freunde noch irgendwann mal sehen.
Sehe ich das falsch oder hat er sich da gerade gegen mich und eine gemeinsame Zukunft entschieden und für seine Freunde? Ich war sehr verletzt als er das recht kühl gesagt hat und wollte danach auch nichtmehr mit ihm sprechen. Ich weiß nicht was ich machen soll, ich habe das gefühl die Luft ist raus, es sind einfach zu viele Kleinigkeiten die mich jetzt wirklich immer mehr stören! Was meint ihr, wie ich weiter machen soll?

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10. April 2012 um 10:44

Er sollte sich eindeutig positionieren,
was da heißt, er sollte sich an deine Seite stellen und zwar zu 100 %. Schimmel ist nicht nur häßlich sondern im höchsten Maße gesundheitsschädlich.Und die gesamte Wohnsituation ist einfach wenig zumutbar. So Tür an Tür mit Schwiegermutter, nein, das geht nicht. Ich würde ihm nochmal sagen , wie du dich fühlst (bitte nicht gegen seine Mutter reden) erzähl wie du es erlebst und was es mit dir macht und was du dir wünschst. Wenn er darauf nicht eingeht, dann ist es wirklich wichtig, dass du darüber nachdenkst, wie es weitergehen kann, ob das in dieser Beziehung überhaupt noch möglich ist. Manche Männer muß man bei "Mutti" lassen. Solltet ihr euch lieben und gemeinsam weitermachen wollen, dann wäre evtl noch eine Paarberatung zu empfehlen. Diakonie und Caritas bieten das kostenlos oder gegen Spende an.
Gruß melike

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10. April 2012 um 11:06

Das Problem herrscht schon recht lange..
Eigentlich sogar seit wir zusammen sind. Anfangs dachte ich noch sie ist eben besorgt und will mich näher kennenlernen. Aber sie ist auch nicht übermäßig freundlich mir gegenüber, hat letztes Jahr an meinem Geburtstag nichtmal Lust gehabt zum Essen runter zu kommen. Laut eigener Aussage wolle sie lieber am Sofa liegenbleiben. Sowas ist echt traurig, ich komme mir einfach so vor, als sei ich nicht akzeptiert. Mit seinem Vater dagegen komme ich super klar. Und ich habe die Thematik schon des öfteren angesprochen, er meint aber es wäre eben teuer auszuziehen - klar ist es was anderes als bei Mutti zu wohnen aber dafür hat man seine eigene Wohnung! Er scheint danach aber keinen Wunsch zu hegen. Seine Mutter kommt auch ohne Klopfen in jedes Zimmer rein (außer das Bad - was ein Glück!) Schlafzimmer ist aber auch nicht so toll.. Ich werde versuchen mit ihm zu reden auch wenn ich langsam die Hoffnung aufgebe. Es lebt jeder so vor sich hin, hinzu kommt, dass meine Familie seine Mutter auch nicht leiden kann und meine Schwester etwas gegen meinen Freund hat und der nie Lust hat zu Familienfeiern meinerseits mit zu gehen. Ich muss ihn regelrecht dazu zwingen was mich als Familienmenschen wirklich immer traurig macht.
Und das beste daran, wenn er dann mitgegangen ist kommt kurz nach dem Essen schon die Frage wie lange wir bleiben müssten und ob wir gehen könnten. Nicht sehr taktvoll wie ich finde..

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10. April 2012 um 14:31

Ganz ehrlich,
das hört sich nicht nach großem Interesse und Kompromissbereitschaft seinerseits an. Er ist wie es sich anhört Mamas Liebling. Ich weiß ja nicht, wie die Ehe seiner Eltern ist. Hört sich so an, als wären die beiden sehr gegenseitig fixiert. Sieh dir das ganze mal ohne rosarote Brille an. Es hört sich ja so an , als würdest du sehr verletzt durch sein Verhalten. Und da kann ich dir nur sagen, liebe dich selbst und lass so ein Verhalten nicht zu..Vielleicht tätest du gut daran, dir eine eigene Wohnung zu suchen und dann mal zu schauen, wie sich das alles entwickelt. So würde ich an deiner Stelle nicht leben wollen. Was sind denn eure Gemeinsamkeiten, denk mal in stiller STunde darüber nach.
Gruß Melike

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