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Schwere Trennung verarbeiten

16. April 2007 um 23:19

Hallo

Auch wenn der folgende Text sehr lang ist (da er von mirfür ein Forum das sich mit der Krankheit Boderline befasst geschrieben wurde), wäre ich froh, wenn ihn sich jemand durchliest und mir Rat und seelischen Beistand leisten würde...

Ich bin 19 Jahre alt und durchlebe seit ca. 4 Wochen eine Trennung von einer 3-jährigen Beziehung mit einer momentan 18-jährigen Partnerin, bei der viele Symptome von Borderline vorhanden sind.
Es ist für mich momentan sehr schwer mit der Situation umzugehen, da ich mich selber in den letzten Jahren unglaublich abhängig von dieser Person gemacht habe. Bei meiner Suche im Internet bin ich auf dieser Seite und dieses Forum gestoßen und würde gerne von euch, die mehr Erfahrung mit diesem Thema haben, Rat für mich und den Umgang mit dieser Situation suchen. Damit ihr die Situation besser versteht könnt, möchte ich weit ausholen.

Im Alter von 16 Jahren habe ich sie über einen Chat kennen gelernt. Wir haben uns anhand der Bilder direkt ineinander verguckt und unsere gemeinsame Leidenschaft, Metal zu hören, hat uns direkt miteinander verbunden. Es hat nur 48 Stunden gedauert, bis wir uns gesagt haben, dass wir uns lieben und wir ein Paar waren. Da sie allerdings 300 Kilometer von mir entfernt wohnte, wussten wir beide, dass wir uns auf eine Fernbeziehung einlassen würden.

Ich habe schnell sehr viel von ihr erfahren, da sie zuhause sehr stark isoliert war und außer dem Internet wenige Kontaktmöglichkeiten nach außen hatte. Ich war für sie sehr schnell die wichtigste Bezugsperson geworden und schon nach wenigen Tagen war mir sie für mich offen wie ein Buch. Sie ist Türkin und hat einen 4 Jahre jüngeren Bruder. Ihre Eltern sind aus Anatolien mit 15 Jahren gegen den Willen ihrer Eltern nach Deutschland geflüchtet. Für die Liebe. Ihrer Tochter, also meiner (Ex-)Freundin war das immer ein Beispiel. Sie hat sich trotz diverser Gefühle bis dahin in ihrem Leben, immer für den richtigen Mann aufgespart. Bedingt durch ihre türkisch angehauchte Erziehung, die ihr dennoch leichte Freiräume ließ (Sie musste weder Kopftuch tragen, noch sind ihre Eltern religiös) war Liebe, Treue und totale Ehrlichkeit das was für sie das elementarste im Leben war.

Ihre Gefühle, die nur Extreme kannten, habe ich immer als türkisches Temperament abgestempelt. Im Nachhinein merke ich, dass das naiv von mir war. Ihr Vater verbot ihr, bevor sie 18 ist einen Freund zu haben. Und selbst dann, durfte es unter keinen Umständen ein Deutscher sein (Wie ich es einer bin). Das Problem war, dass sie total deutsch aufgewachsen ist, in der Schule und mit ihren Freunden, zusätzlich durch die wenigen Kontakte die sie im Internet hatte. Dennoch haben wir heimlich vor ihren Eltern ein Jahr eine Fernbeziehung geführt, uns sogar nach 3 Monaten symbolisch mit Ringen und eingravierten Namen (beides auf ihren Wunsch hin) verlobt. Schon damals war es ihr sehr wichtig, alles zu wissen was ich tagsüber gemacht habe, ob ich mich mit Frauen treffe, oder anderes. Möglich war ihr das aber kaum, da wir fast nie telefonieren konnten, da es ihr Vater hätte mitbekommen können.

In dem ersten Jahr unserer Beziehung hat ihr Vater aber mehr und mehr geahnt, dass sich hinter seinem Rücken etwas abspielt. Der Druck zuhause wurde größer, und aus dem bis dahin bestehenden schönen Familienleben wurde für sie ein Gefängnis. Sie wurde nach eigenen angaben mehrfach und regelmäßig von ihrem Vater geschlagen, da er es nicht ertragen konnte, dass seine Tochter nicht so denken wollte, wie er es für angebracht hielt. Esel und Schaf würden nicht zusammen passen, ein Deutscher würde eine Türkin früher oder später verlassen.
Der große Druck hat schon damals dazu geführt, dass sie mit Schlaftabletten Suizidversuche hinter sich gebracht hat und mir sehr oft von ihrem Leid erzählt hat.

Nach ungefähr einem Jahr Beziehung und ihrem abgeschlossenen Realschulabschluss haben wir uns entschlossen, sie heimlich zu mir zu holen. In einer Nacht und Nebel Aktion habe ich sie mit einem Freund mit ihren Klamotten über das Fenster nach draußen geholt. Wir haben einen Ort weiter am Bahnhof übernachtet, um am nächsten Morgen mit der Bahn zu meinem Wohnort zu fahren.

Meine Eltern, beide Gymnasiallehrer und Eltern von 5 Kindern im Alter von damals 17-25 Jahren, haben therapeutisch große Arbeit geleistet und für meine (Ex-)Freundin eine Elternrolle übernommen, auch wenn sie durch die plötzliche Situation eher aufgezwungen als gewollt war.

Mir war bewusst, dass die Entscheidung sie hierhin zu holen eine endgültige sein müsste, aber ich war mir sicher, dass ich mit ihr ein langes und erfülltes Leben haben könnte. Alles an ihr war perfekt, ihre Denkweiße, ihre Emotionen, unsere Gemeinsamkeiten, ihr Aussehen, einfach alles. Ihre extremen Gefühlsausbrüche in den ersten Monaten als sie hier waren habe ich damit abgetan, dass es für sie eine sehr schwere Situation sein müsste. Sie lebte ungefähr einen Monat bei mir im Elternhaus (3 meiner Geschwister waren bereits ausgezogen) und versuchte hier ihr Leben zu etablieren, woraufhin sie in eine eigene Wohnung in der näheren Umgebung zog, was für ihre Entwicklung und die unserer Beziehung unglaublich wichtig war. Dabei haben sich viele Veränderungen aufgetan.

Kontakte von mir zu Frauen waren für sie eine riesige Verletzung. An einem Abend sind mir ab und zu die Augen auf die relativ großen Brüste einer Freundin die mit ihrem Freund zu besuch waren gerutscht, woraufhin sie mich teilweise geohrfeigt und geschlagen hat. Mehrfach hat sie nur dadurch, dass ich mich mit Freundinnen unterhalten habe, ihren Verlobungsring weggeworfen und wollte mir klar machen, dass er für immer weg wäre, was für mich ein großer Schock war. Nach wenigen Minuten bis Stunden holte sie in dann aber immer aus der Tasche.
Selbst leicht bekleidete Frauen auf Magazinen konnte sie in meiner Gegenwart nicht haben, hat diese immer versucht zu entfernen, weg zuschneiden oder umzudrehen.

Es gab bei ihr eigentlich nur zwei Gemütszustände. Entweder hat sie mich für alle meine Charaktereigenschaften in den Himmel gelobt, mich vergöttert und konnte sich kein Leben mehr ohne mich vorstellen. Ich musste ihr mehrfach im ersten Jahr versprechen, sie niemals gehen zu lassen und immer bei ihr zu bleiben. Die Etablierung in dieser Stadt hat das sehr schwer gemacht. Mein damals sehr großer Freundeskreis hat sie und ihre Art abgelehnt, wollte mich auf Partys haben, aber sie nicht. Daraufhin habe ich den Kontakt zu all meinen Freunden abgebrochen, da ich eine Entscheidung treffen musste.

Ihre starken Gefühlsausbrüche habe ich zusammen mit meinen Eltern langsam unter Kontrolle gebracht. Meine Mutter hat ihr viel Literatur über türkische Frauen in ähnlicher Situation gegeben, die sie mit Begeisterung gelesen hat. Sie begann eine Ausbildung als Zahnarzthelferin, möchte aber danach (200cool ihr Fachabitur nachmachen, um danach Sozialpädagogik studieren und anderen Mädchen in ihrer Situation helfen zu können. Ihre Entwicklung lief von Tag zu Tag immer besser und unsere Beziehung wurde immer harmonischer.

Was mir dabei nicht aufgefallen ist, ist dass unsere Kontakte nach außen sich auf 3 Leute beschränkt haben. Das waren Personen aus meiner Ausbildungs-Klasse, die nur Computer im Kopf hatten. Die Wochenabläufe waren immer die gleichen. Ein oder zwei Mal pro Woche ging ich abends zu ihr, wir aßen und sahen fern, um 21:36 nahm ich den Bus nach hause. An allen Werktage wo wir uns nicht getroffen haben, haben wir nach dem Abendessen telefoniert, alles vom Tag erzählt, jedes Detail und uns danach liebevoll verabschiedet. Das Wochenende war immer das gleiche. Sie kam hierhin, ich saß mehr und mehr nur vom Computer und habe gezockt, unsere Freunde (die 3 die wir hatten...) kamen und wir haben vielleicht ferngesehen, aber sonst nichts weiter gemacht. Sonntagabends fuhr sie nach Hause und echte Abwechslung konnte nicht entstehen.

Einzige Abwechslung war das Metalfestival Wacken, zu dem wir 2005 und 2006 zusammen gefahren sind. 2006 haben wir dort viele Freunde kennen gelernt, mit denen wir uns in den Herbstferien 2006 in einer entfernt gelegenen Stadt getroffen haben. Die neuen Freunde und Abwechslung hat uns und unserer Beziehung sehr gut getan. Sie wollte diese Kontakte auf keinen Fall verlieren und ich habe sie so glücklich wie seit Monaten nicht gesehen. Mir war bis dahin nicht bewusst, dass ich die Beziehung vernachlässige.

Bevor sie von ihren Eltern weg ging, hatte ich hier 4 Jahre lang mit einem riesigen Freundeskreis Partys gemacht. Wir haben getrunken und gefeiert, Musik gehört und neue Leute kennen lernt. Meine (Ex-)Freundin hat allerdings so was zuhause nie gehabt, da ihre Eltern sie ja praktisch eingesperrt hatten. Obwohl sie mir das gelegentlich gesagt hat, dass sie sich langweilt und raus möchte, habe ich es nicht richtig wahrgenommen.

Ich bin nicht mit ihr ins Kino, habe keine romantischen Abende mit Kerzen gemacht, bin nicht mehr in Kneipen, auf Konzerte oder Partys mit ihr gegangen, sondern habe jede Woche einfach gleich gestaltet. Ich war glücklich mit ihr und war in der Schule erfolgreich. Über eine Veränderung habe ich mir keine Gedanken gemacht.

Anfang März diesen Jahres, hat sie dann in der Berufsschule einen anderen Metaller angesprochen, den sie angeblich auf Wacken gesehen hat. Sie verstanden sich super und haben sich direkt mehrfach die Woche getroffen und sogar dafür die Schule geschwänzt. Ich habe mich tierisch gefreut, dass sie jemanden kennen gelernt hat, mit dem sie sich so gut verstand. Sie war direkt am nächsten Wochenende alleine bei seiner Clique, die eine Band hat und sie hat sich auf einmal noch mehr entfaltet, als ich es bis dahin erlebt habe.

Bevor ich weiter erzähle möchte ich darin erinnern: Sie hat mich vor allen Freunden die sie noch hatte und Kontakten im Internet, bei meiner Familie und beim Beruf bei ihrem Chef, mich immer in dem Himmel gelobt. Ich wäre der tollste Mann den man sich wünschen kann, so einfühlsam und bodenständig. Es schien, als gäbe es für sie niemals etwas anderes als mich.

Jedenfalls wurde sie in der Woche danach mir gegenüber immer kälter. Zärtlichkeiten blieben plötzlich fast vollkommen aus. Ich habe sie gefragt, ob da Gefühle für einen anderen sind, was sie bejahte. Ihr ehemals bester Freund ihre beste Freundin aus ihrer Heimatstadt erkannt sie nicht wieder. Meine Familie und unsere Freunde erkannten sie genauso wenig wieder, wie ich es tat. So etwas hätte niemals jemand von ihr erwartet.

Sie ließ sich zwei Wochen Zeit zum nachdenken, während ich in kürzester Zeit 7 Kilo verlor und mich unter Leid auf 45 Kilo abgemagert habe. Trotz dem Rat von vielen Seiten, traf sie sich nicht viel mit den Paar Freundinnen sie aus der Berufsschule hatte, sondern immer öfter mit ihm, obwohl sie dadurch kaum objektiv mit ihrem Verstand über die Situation nachdenken konnte. Sie begann urplötzlich zu rauchen und zu trinken. Pro Tag ging eine Flasche Apfelkorn und eine Packung Zigaretten weg, was ich nie für möglich gehalten habe.

Nachdem mein Vater vom Schullandheim wieder zurückkam, habe ich ihm die Situation erläutert, von der bis dahin nur meine Schwester und meine Mutter wussten, die aber per Telefongespräch kaum an meine (Ex-)Freundin durchdringen konnten. Mein Vater, der mit seinem Verstand immer über seinen Emotionen steht, entschied sich dafür, mit meiner Mutter mit meinem Ersatzschlüssel für die Wohnung zu ihr zu fahren und mit ihr zu reden. Er erläuterte mit ruhiger Stimme aber brutalen Argumenten, dass sie alles verlieren würde, wenn sie den Kontakt zu mir aufgeben würde.

Meine Eltern wären weiter für sie da, könnten aber amtlich/administrative Dinge nicht im gleichen Maße übernehmen wie bisher. Der Kontakt zu ihren Eltern wird noch schwerer herzustellen sein. Die Basis für ihr Leben könnte zerstört werden, wenn sie weiter so trinkt und raucht, ihr Geld zum Fenster rausschmeißt. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis sie ihren Ausbildungsplatz verliert, die Wohnung nicht bezahlen kann und ihr Leben den Bach runtergeht.

Derweilen hat meine Schwester, die 2 Semester Psychologie studiert hatte, viele Borderline Symptome bei ihr erkannt. Ihr Freund, der im 10. Semester des Psychologiestudiums ist, erkannte unter Trauer immer mehr dieser Symptome.

Meine (Ex-)Freundin entschied sich nach 2 Wochen dafür, dieser Beziehung noch eine Chance zu geben, da die 3 Jahre für sie nicht so einfach über den Haufen geworfen werden kann. Sie sagte mir aber, dass das ich wissen müsste, dass sie bereits mit dem besagten Typen geknutscht hat und das ohne Einwirkung von Alkohol. Ich war und bin immer noch über alle Ohren in sie verliebt und habe uns dennoch eine Chance geben.

Ich habe meine eigenen Fehler analysiert und die 3 Tage die ich mit ihr hatte, genutzt wie es nur ging. Ich habe einen Auflauf für uns gekocht, Kerzen bei mir im Zimmer angemacht, mit ihr super schöne Filme geschaut, bin mit ihr zum Krankenhaus weil sie eine Blasenentzündung hat und habe 1000 Saltos pro Minute für sie gemacht. Bedingung für diese Beziehung war für sie trotzdem, den Kontakt zu ihrer neuen Bekanntschaft und dessen Freundeskreis nicht aufzugeben, da sie nun endlich Freunde gefunden hat, die ich offensichtlich zum Leben nicht brauchte.

Ich hatte nichts dagegen, dass sie sich trafen, denn zum einen wollte ich, dass sie Kontakte hatte. Außerdem wollte ich sie unter keinem Umständen verlieren und habe ihr trotz des Kusses mit dem Typen immer noch vertraut, da ich nie einen Menschen kennen gelernt habe, der mehr Wert auf Vertrauen gelegt hat als sie. Dass sich überhaupt Gefühle für einen anderen bei ihr entwickelt haben, habe ich meine Gleichgültigkeit gegenüber ihren Bedürfnissen zugeschrieben.

Allerdings habe ich bei ihr Veränderungen festgestellt, die mich zutiefst erschreckt haben. Sie hörte statt wie bisher Death Metal, auf einmal extrem viel Black Metal und Grindcore. Sie hatte nur ein Bauchnabelpiercing und wollte unter Umständen (sie hatte auch Angst davor) noch ein zweites Bauchnabelpiercing haben. Jetzt möchte sie überall Piercings haben, Zunge, Lippe, Brust, ggf. sogar Intim. Auch Tatoos stehen bei ihr in näherer Aussicht. Bereits in den 3 Tagen in denen wir uns vor Ostern gesehen haben, hat sie sich ein Zungenpiercing machen lassen.

An diesem Osterwochenende ist die Situation dann eskaliert. Samstagabend (meine Mutter die emotional sehr stark an meine (Ex-)Freundin gebunden ist, war noch im Urlaub in Berlin) lief es zwischen uns noch super. Sie sagte mir, dass die Gefühle für mich wieder bei ihr hochsteigen. Ich habe Glitzern in ihren Augen gesehen und sie sagte mir, sie würde mir versprechen, dass sie nicht gehen würde.

Viele Klauseln hatten bei uns eine große Bedeutung. Sie wollte immer, dass ich am Ende einer SMS, die immer mit Ich liebe dich über alles... enden musste, drei Ausrufezeichen stehen mussten. Eines würde dafür stehen, dass es ernst ist, zwei dafür, dass es von Herzen kommt und drei dafür, dass es voller Liebe ernst gemeint und versprochen ist. Genauso folgte auf ein Ich liebe dich von einem von uns beiden immer ein Ich dich viel mehr vom anderen.

In den letzten Wochen folgte bei ihr, wenn ich Ich liebe dich gesagt habe, bestenfalls ein Ich dich auch, wenn nicht eher gar keine Reaktion. Am Samstagabend vor Ostern hatte sie aber wieder gesagt, Ich liebe dich viel mehr mein Schatz, über alles auf der Welt, du bist mein Leben und ich werde die nie verlassen, das verspreche ich dir!.

Nachdem sie das gesagt hatte, war ich mir sicher, dass ich den Bogen gekriegt habe. Sie würde so etwas nicht sagen, würde es nicht von Herzen kommen. Dafür ist sie ein viel zu ehrlicher und gefühlvoller Mensch. Am Ostermorgen war meine Mutter wieder da und meine (Ex-)Freundin hatte bis dahin nicht mit meiner Familie gesprochen, die natürlich emotional auch zerrüttelt ist, da sie immer eine sehr starke Bindung zu ihr hatte. Am Frühstückstisch war für uns beide nicht gedeckt und mein Vater hat sich mit uns beiden in die Küche gesetzt. Er hat ihr erklärt, dass so vieles Unausgesprochen noch im Raum steht, dass wir uns nicht wie als wenn nicht gewesen wäre zusammen an den Frühstücktisch setzen könnte. Er meinte, dass es jedem passieren kann, dass man sich in eine andere Person verliebt, aber, dass sie darüber wie auch sonst mit meinen Eltern hätte drüber reden können.


Daraufhin ist sie in ihre Wohnung gefahren weil sie mit der Situation nicht mehr klar kam. Ich ließ sie gehen, wollte ihr ihre Zeit lassen. 2 Stunden später habe ich sie kurz wegen einem Anruf in Abwesenheit auf meinem Handy angerufen, sie war plötzlich wieder total gefühlskalt mir gegenüber und hat auf mein Ich liebe dich nur ein tschöööhöö geantwortet. Kurze Zeit später bin ich aus Verzweiflung zu ihrer Wohnung gefahren. Ich habe 3-mal geklingelt, die Tür ging nicht auf, daher habe ich die Haustür aufgeschlossen und bin zur Wohnungstür, an der ich erstmal geklopft habe. Sie ist zur Tür gekommen, hat gefragt ob ich es bin und daraufhin angefangen zu schreien. Ich sollte umgehend weg gehen, sonst würde sie die Polizei rufen. Ich bin gegangen und war total verstört was mit ihr los ist.

Am gleichen Abend war ich auf einem Konzert um mich abzulenken, dort waren auch sie und der besagte Typ. Ich habe dann mit ihm unter 4 Augen geredet und er hat mir meiner Meinung nach unverändert geschildert, was sie ihm erzählt hat. Meine Eltern hätten sie angeschrieen (was nie passiert ist) meine Vater hätte sie am morgen als Schlampe beschimpft (was total verzerrte Interpretation ist) und sie würde sich so stark unter Druck gesetzt fühlen und das schon seit 4 Wochen, dass sie damit nicht mehr leben könne. Außerdem hat er mir gesagt, dass sie unglaublich Angst davor hat, was mir passieren würde, wenn sie gehen würde. Sie hätte Angst davor, dass ich mir etwas antun würde und sie sich ihr ganzen Leben lang vorwürfe machen müsse.

Ich habe daraufhin mit ihr unter 4 Augen gesprochen. Sie sagte zu mir, dass sie die schönen Worte, die sie in den Tagen vorher gesagt hat nur gesagt hat, damit es mir besser geht. Ich hätte mich zwar angestrengt und es wäre sehr schön gewesen, aber die Gefühle sind kaum noch aufzuholen, die jetzt für den Anderen da sind. Sie wollte sich noch Zeit nehmen und ich habe ihr unter Tränen gesagt, sie solle nicht wegen Druck von außen eine Entscheidung treffen, solle sich Zeit lassen und jetzt rein gehen, sich die Band anhören und auch dem Typen gegenüber nicht urplötzlich kälter sein als vorher, denn wenn es mit uns zu Ende geht, würde sie ihn brauchen. Sie meinte daraufhin, dass ich aufhören soll nur an sie zu denken, ich wäre der wundervollste Mensch der Welt, dass ich in solch einer Situation noch so reden würde. Daraufhin bin ich zum Bahnhof und sie wieder in das Konzertgebäude.

Viele der letzten Tage habe ich nur noch mit Schlaftabletten schlafen können, die Tage wurden für mich zur Tortur. Der Freund von meiner Schwester und sie haben mir und meinen Eltern sehr viel Info-Material über Borderline zukommen lassen, was unseren Verdacht an diese Krankheit mehr und mehr bestärkt. Sie hat oft gesagt, dass sie mich in jedem Fall als guten Freund nicht verlieren will. Ich weiß nicht ob ihr bewusst ist, dass das eine Illusion ist.

Sie wollte eigentlich Ostermontag zu mir kommen, nachdem sie sich Ostersonntag erholt hat. Allerdings rief sie mich am Ostermontagmorgen an und sagte mir, dass sie sich am letzten Abend übergeben hätte (nicht wegen Alkohol (darf sie momentan wegen Zungenpiercing nicht trinken), sondern wegen der nervlichen Belastung und ihrer Blasenentzündung) und sich erholen müsse und erst am nächsten Tag kommen würde. Am gleichen Abend erfuhr ich dann von ihrem ehemals besten Freund, der mit ihr telefoniert hat, dass ich es eigentlich nicht erfahren dürfte, aber der besagte Typ an diesem Tag während er mit ihr telefoniert hat bei ihr war.

Mein Vertrauen in sie schrumpft von Tag zu Tag, Anfang Mai stehen für mich Abschlussprüfungen an und mein Körper ist kurz vor dem Versagen, sowohl vom Gewicht, als auch von meinen Nerven. Die letzte Aussicht die ich habe, ist dem Rat des Freundes meiner Schwester und meinem Vater zu folgen und erstmal den Kontakt abzubrechen. Ich müsste zu mir selber finden, so schwer es auch ist, aber viel Arbeit steht für mich an, für die ich in der Lage sein muss und das dauernde auf und ab würde mich zerstöre, was in der Tat der Fall ist.

Dennoch hänge ich an ihr, möchte sie nicht verlieren und fühle Verantwortung, möchte nicht, dass ihr Leben ohne unsere Zuwendung und die Administration meiner Eltern kaputt geht. Wenn ich jetzt noch weiß, dass sie solch eine schwere Krankheit hat, könnte ich sie nicht in dem Wissen, dass sie diese Krankheit hat, gehen lassen und in ihr Unheil rennen lassen.

Gestern, war sie erneut hier. Ich habe mit ihr geredet und ihr gesagt, dass ich so nicht weiter machen kann. Ich habe in 3 Wochen Abschlussprüfungen und mein Körper geht mehr und mehr den Bach runter, ich kann weder ohne Medikamente meiner Mutter schlafen noch mich konzentrieren. Auch mein Gedächtnis arbeitet nicht mehr wie noch bis vor einem Monat.

Sie hat mich beinahe angefleht Schluss zu machen, aber ich habe hier gesagt, dass ich einfach zu sehr an ihr hänge und sie zu sehr liebe, mir die Entscheidung sie in meine Stadt zu holen zu lange überlegt hätte, als dass ich sie jetzt wie ein gelesen Buch zuklappen könnte. Ich möchte eine vorläufige Kontaktpause haben. Sie hat es halbherzig akzeptiert, aber wollte lieber ein Ende der Beziehung, war aber völlig außer Stande, es selbst zu tun.

Danach hat sie direkt mein Zimmer verlassen und wollte aus dem Haus, meine Eltern haben aber noch kurz mit ihr geredet. Sie haben sie davon überzeugt, dass eine Pause momentan das Beste für uns beide wäre. Am Anfang des 30-minütigen Gesprächs mit meinen Eltern, bevor sie das Haus verlassen hat und ich sie wohl vorläufig das letzte mal gesehen habe, hat sie noch gesagt, dass eine Kontaktunterbrechung wohl unweigerlich zu einer Beziehung mit dem anderen Typen führen würde. Am Ende des Gesprächs war für sie diese vermutlich 6-wöchige Pause aber vielleicht doch eine Aussicht zu sich selbst zu finden.

Sie hat auch erklärt, dass im Grunde genommen alles was sie an mir hat, das ist, was sie sich von einem Partner wünscht und dass sie genau das haben will. Je länger sie aber mit dem Typen zusammen ist, desto mehr dieser Eigenschaften findet sie auch bei ihm. Meine Eltern haben ihr geraten sich weiter mit ihm zu treffen, wobei sie ausschloss, tiefer gehender Sachen mit ihm zu machen (Sex).

Den Alkoholkonsum sowie das Rauchen konnte sie im Gespräch damit erklären, dass sie sich absolut nicht gefreut hat diesen Typen kennen zu lernen, da für sie damit ihre heile Welt zusammen gebrochen ist. Sie wollte darüber nicht nachdenken und hat sich mit dem Alkohol erstickt. Auch das Zungenpiercing sollte einfach zu einem radikalen Wechsel für den Blick in den Spiegel sorgen.

Jetzt ist sie weg und das Ergebnis dieser Pause ist offen. Ich leide und kann kaum schlafen oder mich konzentrieren, auch wenn natürlich erst ein Tag vergangen ist. Eine Trennung könnte ich glaube ich nicht verkraften, ich möchte aber auch selber nicht dadurch krank werden. Ich müsste mich auf die Abschlussprüfungen vorbereiten, kann mich aber nicht auf meine Unterlagen konzentrieren. Immer wenn ich nicht abgelenkt bin, denke ich daran, was sie wohl grade macht, was sie denkt und was passieren wird.

Egal wohin ich schaue, Bushaltestellen, stellen in der Stadt, Gewohnheiten zuhause, einfach alles erinnert mich an sie und das abschalten fällt mir total schwer.

Ich weiß nicht wirklich wie ich mit der Situation richtig umgehen soll, obwohl meine Eltern mir eine große Hilfe sind. Den Kontakt zu meinen alten Freunden versuche ich grade langsam wieder aufzubauen, aber auch das ist sehr schwer und wird von mir natürlich automatisch damit verbunden, was in den letzten 4 Wochen passiert ist.

Ich könnte immer weiter schreiben, aber je mehr ich schreibe, desto weniger von euch werden noch weiter lesen. Ich würde mich freuen, eure Meinung zu dem Problem zu hören und vielleicht irgendwelche Ratschläge von euch zu bekommen.

Gruß, Jonas

P.S: Inzwischen kann ich einigermaßen mit der Vorstellung leben, dass für mich ein anderer Partner mehr Zugewinn sein würde und es vielleicht das richtige wäre mich auf Dauer von ihr nach meinen Prüfungen zu trennen. Ich möchte ihr dennoch irgendwie helfen und weiß nicht wie...

Mal sehe ich wieder Stundenlang nur positiv ins Leben, dann kommen, vorallem wenn es dunkel wird und ich alleine im Zimmer bin, Erinnerungen hoch und ich schaffe es wieder nicht ohne Schlaftabletten einzuschlafen. Ich wäre wirklich um eine Antwort froh...

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17. April 2007 um 15:13

Versuch einer Antwort
Lieber Jonas,

ich habe mir gerade deine Geschichte durchgelesen und möchte dir meine Gedanken mitteilen.

Zuerst denke ich, dass du sehr stark warst und sehr viel für deine Freundin gemacht hast. Dafür verdienst du sicher einen beachtlichen Respekt. Bestimmt deine ganze Familie. Es ist toll, dass ihr so zusammen haltet.

Leider bedingt sich dadurch aber auch eine Abhängigkeit von ihr gegenüber dir und deiner Familie. Kann sie überhaupt ohne Schuldgefühle aus dieser Beziehung aussteigen? Stell dir vor, welch ein Druck das sein muss, wenn sie feststellt, dass du soviel für sie gemacht hast, sie dich aber nicht mehr ausreichend liebt?

Wenn ich mir diesen Druck vorstelle, dann kann ich auch verstehen, warum sie sich in Alkohol geflüchtet hat und psychische Probleme hat.
Das heißt aber nicht, dass ich dir die Schuld geben würde, ja? Nicht dass du mich falsch verstehst. Ich versuche nur ihre Situation zu sehen.

Ich denke, ich kann mir sogar ein wenig vorstellen, wie es dazu kam, dass sie sich in den anderen Mann verliebt hat. Weißt du, ich hatte früher eine Beziehung, wo mein Freund sehr eifersüchtig war. Das war dann wohl ähnlich wie bei dir, allerdings hatten wir auch eine Fernbeziehung. Jedenfalls hat mich diese Eifersucht und der Abbruch des Kontakts zu meinen Freundinnen auch in die Isolation getrieben. Dann habe ich über meine Arbeit nach 3 Jahren dieser Beziehung meinen neuen Freund kennen gelernt. Er war weit weniger eifersüchtig und ich hatte das Gefühl, jetzt endlich "frei" zu sein. Doch ich habe mich getäuscht. Er kann mit meiner Lieblingsmusik nichts anfangen. Und als ich das erste mal angesprochen habe, dass ich nach Wacken möchte, .... nunja, es war ein Streit. Erst nach dem mich jahrelang Internetbekanntschaften angefleht haben, dass ich nach Wacken kommen soll, habe ich mich durchgesetzt. 2005 war ich das erste mal. (vielleicht sind wir uns ja sogar über den Weg gelaufen). Tja, das war einmal etwas anderes... Habe dort einen Freundeskreis gefunden in meiner Heimatstadt. Seit dem gehe ich mit ihnen öfters zum Fortgehen... Öfters heißt, alle paar Monate einmal. Und immer wieder kommt es zum Streit, weil er das nicht versteht. Was kann nur schön daran sein, wenn man ne Woche im Schlamm herum läuft (Wacken)...

Du siehst, auch ich habe Isolation durchlebt...
Aber seit ich einmal angefangen habe diese Freiheit kennen zu lernen, will ich sie auch leben. Ich würde sogerne sovieles erleben, aber ich sollte die Zeit mti ihm verbringen...
Hmm... du wirst jetzt nicht die Parallelen erkennen, aber ich denke, dass er sie event. auch in eine neue Welt geführt hat. Ihr eine neue "Freiheit" gezeigt hat. Wobei sie sich ja das "Gefängnis" selbst gebaut hat, in gewisser Weise. Und ich denke, du wirst es auch schwer haben, sie davon zu überzeugen, dass ihr das auch gemeinsam erleben könnt.

Ich denke, du kannst im Moment nur versuchen einmal wieder für dich selbst verantwortlich zu sein. Sie hat kein Recht, auch dein Leben zu zerstören. Ich kann verstehen, dass du dich verantwortlich fühlst. Doch du bist auch für dich selbst verantwortlich. Vielleicht würde es dir helfen für die Zeit bis zur Prüfung zu verreisen? Vielleicht hast du irgendwo einen Ort, wo du noch nicht mit ihr warst und wo du in Ruhe lernen kannst? Vielleicht bei Verwandten, Freunden oder ... Wenn sie den Weg wählt, dass sie jetzt unabhängig von dir sein möchte, dann respektiere das, vorallem dir zu Liebe. Ein auf und ab, macht doch alles nur noch schlimmer.

Ich hoffe, ich konnte dir wenigstens ein wenig helfen. Die Situation ist echt schwer, aber du musst jetzt wirklich auf dich achten. Vergiss nicht, dass sie ja den anderen Mann hat, der sie auffängt.

Alles Liebe
Mystic

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17. April 2007 um 17:58
In Antwort auf jette_12520888

Versuch einer Antwort
Lieber Jonas,

ich habe mir gerade deine Geschichte durchgelesen und möchte dir meine Gedanken mitteilen.

Zuerst denke ich, dass du sehr stark warst und sehr viel für deine Freundin gemacht hast. Dafür verdienst du sicher einen beachtlichen Respekt. Bestimmt deine ganze Familie. Es ist toll, dass ihr so zusammen haltet.

Leider bedingt sich dadurch aber auch eine Abhängigkeit von ihr gegenüber dir und deiner Familie. Kann sie überhaupt ohne Schuldgefühle aus dieser Beziehung aussteigen? Stell dir vor, welch ein Druck das sein muss, wenn sie feststellt, dass du soviel für sie gemacht hast, sie dich aber nicht mehr ausreichend liebt?

Wenn ich mir diesen Druck vorstelle, dann kann ich auch verstehen, warum sie sich in Alkohol geflüchtet hat und psychische Probleme hat.
Das heißt aber nicht, dass ich dir die Schuld geben würde, ja? Nicht dass du mich falsch verstehst. Ich versuche nur ihre Situation zu sehen.

Ich denke, ich kann mir sogar ein wenig vorstellen, wie es dazu kam, dass sie sich in den anderen Mann verliebt hat. Weißt du, ich hatte früher eine Beziehung, wo mein Freund sehr eifersüchtig war. Das war dann wohl ähnlich wie bei dir, allerdings hatten wir auch eine Fernbeziehung. Jedenfalls hat mich diese Eifersucht und der Abbruch des Kontakts zu meinen Freundinnen auch in die Isolation getrieben. Dann habe ich über meine Arbeit nach 3 Jahren dieser Beziehung meinen neuen Freund kennen gelernt. Er war weit weniger eifersüchtig und ich hatte das Gefühl, jetzt endlich "frei" zu sein. Doch ich habe mich getäuscht. Er kann mit meiner Lieblingsmusik nichts anfangen. Und als ich das erste mal angesprochen habe, dass ich nach Wacken möchte, .... nunja, es war ein Streit. Erst nach dem mich jahrelang Internetbekanntschaften angefleht haben, dass ich nach Wacken kommen soll, habe ich mich durchgesetzt. 2005 war ich das erste mal. (vielleicht sind wir uns ja sogar über den Weg gelaufen). Tja, das war einmal etwas anderes... Habe dort einen Freundeskreis gefunden in meiner Heimatstadt. Seit dem gehe ich mit ihnen öfters zum Fortgehen... Öfters heißt, alle paar Monate einmal. Und immer wieder kommt es zum Streit, weil er das nicht versteht. Was kann nur schön daran sein, wenn man ne Woche im Schlamm herum läuft (Wacken)...

Du siehst, auch ich habe Isolation durchlebt...
Aber seit ich einmal angefangen habe diese Freiheit kennen zu lernen, will ich sie auch leben. Ich würde sogerne sovieles erleben, aber ich sollte die Zeit mti ihm verbringen...
Hmm... du wirst jetzt nicht die Parallelen erkennen, aber ich denke, dass er sie event. auch in eine neue Welt geführt hat. Ihr eine neue "Freiheit" gezeigt hat. Wobei sie sich ja das "Gefängnis" selbst gebaut hat, in gewisser Weise. Und ich denke, du wirst es auch schwer haben, sie davon zu überzeugen, dass ihr das auch gemeinsam erleben könnt.

Ich denke, du kannst im Moment nur versuchen einmal wieder für dich selbst verantwortlich zu sein. Sie hat kein Recht, auch dein Leben zu zerstören. Ich kann verstehen, dass du dich verantwortlich fühlst. Doch du bist auch für dich selbst verantwortlich. Vielleicht würde es dir helfen für die Zeit bis zur Prüfung zu verreisen? Vielleicht hast du irgendwo einen Ort, wo du noch nicht mit ihr warst und wo du in Ruhe lernen kannst? Vielleicht bei Verwandten, Freunden oder ... Wenn sie den Weg wählt, dass sie jetzt unabhängig von dir sein möchte, dann respektiere das, vorallem dir zu Liebe. Ein auf und ab, macht doch alles nur noch schlimmer.

Ich hoffe, ich konnte dir wenigstens ein wenig helfen. Die Situation ist echt schwer, aber du musst jetzt wirklich auf dich achten. Vergiss nicht, dass sie ja den anderen Mann hat, der sie auffängt.

Alles Liebe
Mystic

Danke...
Hallo Mystic

Ich danke dir vielmals, dass du dir soviel Zeiut genommen hast, alles durchzulesen und sogar noch eine so lange Antwort zu erstellen. Ich finde es erstmal sehr amüsant, dass wir offensichtlich schonmal zur gleichen Zeit am gleichen Ort waren

Alles was du gesagt hast, trifft in vieler Hinsicht auch auf unsere Beziehung zu. Ich kann vieles was du gesagt hast auf unsere Beziehung übertragen und einiges was du gesagt hast hilft mir auch dabei, sie ein wenig besser zu verstehen.

Was allerdings nicht ganz zutrifft, ist meine Eifersucht. In den ersten Wochen, nachdem sie hier war, war es wirklich sehr ausgeprägt. Allerdings hat sich das bei mir sehr schnell gelegt. Das lag alleine daran, dass sie sich wie beschrieben total an mich geklammert hat und ich bei all dem was sie gesagt hat und bei allen Idealen und Werten die sie vertritt, in meinen Augen nie die Gefahr dafür bestand. Daher hatte ich (abgesehen davon, dass sie sowieso total ehrlich ist) nie Bedenken gehabt und hätte ihr blind vertraut.

Umso mehr hat mich die Entwicklung umgehauen.

Ich danke dir jedenfalls für deine Worte!

Gruß, Jonas

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18. April 2007 um 9:27
In Antwort auf hadi_12332184

Danke...
Hallo Mystic

Ich danke dir vielmals, dass du dir soviel Zeiut genommen hast, alles durchzulesen und sogar noch eine so lange Antwort zu erstellen. Ich finde es erstmal sehr amüsant, dass wir offensichtlich schonmal zur gleichen Zeit am gleichen Ort waren

Alles was du gesagt hast, trifft in vieler Hinsicht auch auf unsere Beziehung zu. Ich kann vieles was du gesagt hast auf unsere Beziehung übertragen und einiges was du gesagt hast hilft mir auch dabei, sie ein wenig besser zu verstehen.

Was allerdings nicht ganz zutrifft, ist meine Eifersucht. In den ersten Wochen, nachdem sie hier war, war es wirklich sehr ausgeprägt. Allerdings hat sich das bei mir sehr schnell gelegt. Das lag alleine daran, dass sie sich wie beschrieben total an mich geklammert hat und ich bei all dem was sie gesagt hat und bei allen Idealen und Werten die sie vertritt, in meinen Augen nie die Gefahr dafür bestand. Daher hatte ich (abgesehen davon, dass sie sowieso total ehrlich ist) nie Bedenken gehabt und hätte ihr blind vertraut.

Umso mehr hat mich die Entwicklung umgehauen.

Ich danke dir jedenfalls für deine Worte!

Gruß, Jonas

Hi Jonas
Ich meinte es auch nicht so, dass du eifersüchtig warst. In eurem Fall war es ja eher sie. Und damit hat sie sich wahrscheinlich zum Teil selbst in diese Isolation getrieben bzw. dich. Aber es ist dann schwer, diese selbst geschaffenen Probleme aufzulösen. Es scheint leichter, einfach alles hinter sich zu lassen.

Pass auf dich auf
Mystic

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