Forum / Liebe & Beziehung

Schwere Situation mit seiner Familie

19. Mai um 23:38 Letzte Antwort: 20. Mai um 1:12

Hallo ihr Lieben, 
ich brauche euren Rat ... 

Mein freund und ich sind jetzt seid 3 Jahren zusammen und machen gerade eine schwere Zeit durch. 

Zum Verständniss:
Er ist 25 (hat die letzten 4 Jahre sehr gut verdient, also am Geld liegt es nicht, dass er noch zuhause wohnt, und fängt im Sommer eine neue Ausbildung an) und wohnt bei seinen  (meiner Meinung nach zu anhänglichen) Eltern in einem außergewöhnlich engem Familienverhältniss. 
Ich bin jetzt 22 und verbringe die meiste Zeit mit ihm/bei ihm in seinem "Kinderzimmer". 


Also... wo fange ich an 
Am Anfang unserer Beziehung kam ich damit noch relativ gut klar, dass wir rund um die Uhr von seiner Familie umgeben waren (Eltern und Brüder). Es war für mich zwar schon immer schwer nicht die Freiheiten zu haben die ich mir gewünscht hätte aber ich habe es für ihn runtergeschluckt. 
Seine Mama ist ziemlich anhänglich und überschüttet einen mit Liebe und Zuneigung, wir können nicht einmal von einem kleinen Ausflug zurückkehren ohne 10 Minuten an der Haustür geknuddelt zu werden. Das selbe Spiel fängt an, wenn wir das Haus verlassen... Wo geht ihr hin? Wann kommt ihr wieder? Und und und (+4 Umarmungen und einen Kuss für meinen Freund).
Mein Freund hält dieses Verhalten für total normal und angemessen (zurückkehren und gehen leider nur eins vieler Beispiele, sie meint leider auch er könnte selbst keine guten Entscheidungen treffen und seine Eltern reden ihm bei allem rein). 

Seit einiger Zeit halte ich es nicht mehr aus, ich muss mich an- und abmelden, wir müssen immer pünktlich zum Essen da sein (wir müssen auch immer mit seiner ganzen Familie essen. Einmal hatten wir spontan Lust auf Süßkartoffelpommes und haben uns halt eine Packung aus dem Supermarkt mitgebracht. Wir haben uns dabei nichts gedacht, ist ja normal in unserem Alter mal irgendwas selbst zu machen. Direkt nach dem Essen kam sein kleiner Bruder an und hat sich beschert, dass wir uns essen machen ohne Bescheid zu sagen und Mama's essen nicht respektieren... ein mal haben wir uns was anderes gemacht ...) 
Dann wurden wir kritisiert, dass seine Zimmertür wenn ich da bin meist zu ist, sein Zimmer ist ziemlich klein und liegt direkt neben der Badezimmertür. Wenn ich also im Bett liege und eine Serie gucke und er am PC sitzt, gucken alle, wenn sie ins Bad gehen zu mir ins Bett und auf Dauer fühlte ich mich einfach sie ein Affe im Zoo und habe begonnen die Tür zu schließen oder anzulehnen. Ich denke die paar Beispiele reichen erstmal...

Was mich an der Situation so bedrückt ist, dass mein Freund sich total von seiner Familie lenken lässt, er wollte eigentlich diesen Sommer ausziehen. Jetzt will er noch warten weil alle sagten er soll doch lieber noch zuhause bleiben... er will ein neues Auto kaufen und egal welches er sich aussucht, er lässt es sich von seinem Vater ausreden. Seiner Mutter gefällt nicht, dass wir meist in sein Zimmer gehen, wenn wir kommen (mal ganz ehrlich was sollen wir auch sonst groß machen?)  jetzt meint er wir müssen es ihnen jeden Tag recht machen. Wenn wir einkaufen sind (seien es nur ein paar Snacks für einen Filmabend weil selbst kochen dürfen wir ja eh nicht) ruft er jetzt IMMER zuhause an damit alle noch einmal ihre Wünsche äußern können. 
Ich wünsche mir einfach ein wenig mehr Freiheit, Privatsphäre und, dass er sich auch langsam von seinen Eltern löst und vielleicht merkt, dass die Beziehung, die er zu seiner Familie hat nicht "normal"/"gesund"... sonst kommen wir in unserer beziehung nie weiter. 

Übertreibe ich und sehe das alles zu eng? 
Kann man da noch was ändern/retten? 
Was sagt ihr ? 

Und es tut mir leid, das manches vieleicht etwas unverständlich ist, bin total aufgelöst.


P.S. meine Famlile sieht alles immer relativ entspannt, vielleicht denke ich auch deshalb, dass seine es übertreibt.

Vielen dank für die hoffentlich hilfreichen Antworten

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20. Mai um 0:04

Klar, es ist schrecklich, und ich hätte das niemals so lange ausgehalten - weder an seiner Stelle, noch an Stelle der Eltern, die ja offenbar ihre erwachsenen Kinder + deren Partner/innen ständig um sich rum haben müssen/wollen!?

Aber manche sind halt so, und wollen es nicht anders. DU kannst nur DICH SELBER ändern!

Und da würde ich ansetzen: geh doch DU mit gutem Beispiel voran! Zieh zuhause aus, such dir eine eigene Wohnung, und leb dein Leben! Dann musst du nicht mehr ständig in SEINEM Kinderzimmer rumhängen, und dich von seiner Familie bestimmen lassen. Dann kann er dich besuchen, wann immer er will, und ihr könnt tun und lassen was ihr wollt! Was meinst du? Wär das was?

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20. Mai um 0:33
In Antwort auf user08152

Klar, es ist schrecklich, und ich hätte das niemals so lange ausgehalten - weder an seiner Stelle, noch an Stelle der Eltern, die ja offenbar ihre erwachsenen Kinder + deren Partner/innen ständig um sich rum haben müssen/wollen!?

Aber manche sind halt so, und wollen es nicht anders. DU kannst nur DICH SELBER ändern!

Und da würde ich ansetzen: geh doch DU mit gutem Beispiel voran! Zieh zuhause aus, such dir eine eigene Wohnung, und leb dein Leben! Dann musst du nicht mehr ständig in SEINEM Kinderzimmer rumhängen, und dich von seiner Familie bestimmen lassen. Dann kann er dich besuchen, wann immer er will, und ihr könnt tun und lassen was ihr wollt! Was meinst du? Wär das was?

Daa wäre auf jeden Fall eine super Sache und würde auch gut weiter helfen. Habe ich auch schon öfter dran gedacht.😊

Danke dir🙈

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20. Mai um 1:12
In Antwort auf mrs.carin

Hallo ihr Lieben, 
ich brauche euren Rat ... 

Mein freund und ich sind jetzt seid 3 Jahren zusammen und machen gerade eine schwere Zeit durch. 

Zum Verständniss:
Er ist 25 (hat die letzten 4 Jahre sehr gut verdient, also am Geld liegt es nicht, dass er noch zuhause wohnt, und fängt im Sommer eine neue Ausbildung an) und wohnt bei seinen  (meiner Meinung nach zu anhänglichen) Eltern in einem außergewöhnlich engem Familienverhältniss. 
Ich bin jetzt 22 und verbringe die meiste Zeit mit ihm/bei ihm in seinem "Kinderzimmer". 


Also... wo fange ich an 
Am Anfang unserer Beziehung kam ich damit noch relativ gut klar, dass wir rund um die Uhr von seiner Familie umgeben waren (Eltern und Brüder). Es war für mich zwar schon immer schwer nicht die Freiheiten zu haben die ich mir gewünscht hätte aber ich habe es für ihn runtergeschluckt. 
Seine Mama ist ziemlich anhänglich und überschüttet einen mit Liebe und Zuneigung, wir können nicht einmal von einem kleinen Ausflug zurückkehren ohne 10 Minuten an der Haustür geknuddelt zu werden. Das selbe Spiel fängt an, wenn wir das Haus verlassen... Wo geht ihr hin? Wann kommt ihr wieder? Und und und (+4 Umarmungen und einen Kuss für meinen Freund).
Mein Freund hält dieses Verhalten für total normal und angemessen (zurückkehren und gehen leider nur eins vieler Beispiele, sie meint leider auch er könnte selbst keine guten Entscheidungen treffen und seine Eltern reden ihm bei allem rein). 

Seit einiger Zeit halte ich es nicht mehr aus, ich muss mich an- und abmelden, wir müssen immer pünktlich zum Essen da sein (wir müssen auch immer mit seiner ganzen Familie essen. Einmal hatten wir spontan Lust auf Süßkartoffelpommes und haben uns halt eine Packung aus dem Supermarkt mitgebracht. Wir haben uns dabei nichts gedacht, ist ja normal in unserem Alter mal irgendwas selbst zu machen. Direkt nach dem Essen kam sein kleiner Bruder an und hat sich beschert, dass wir uns essen machen ohne Bescheid zu sagen und Mama's essen nicht respektieren... ein mal haben wir uns was anderes gemacht ...) 
Dann wurden wir kritisiert, dass seine Zimmertür wenn ich da bin meist zu ist, sein Zimmer ist ziemlich klein und liegt direkt neben der Badezimmertür. Wenn ich also im Bett liege und eine Serie gucke und er am PC sitzt, gucken alle, wenn sie ins Bad gehen zu mir ins Bett und auf Dauer fühlte ich mich einfach sie ein Affe im Zoo und habe begonnen die Tür zu schließen oder anzulehnen. Ich denke die paar Beispiele reichen erstmal...

Was mich an der Situation so bedrückt ist, dass mein Freund sich total von seiner Familie lenken lässt, er wollte eigentlich diesen Sommer ausziehen. Jetzt will er noch warten weil alle sagten er soll doch lieber noch zuhause bleiben... er will ein neues Auto kaufen und egal welches er sich aussucht, er lässt es sich von seinem Vater ausreden. Seiner Mutter gefällt nicht, dass wir meist in sein Zimmer gehen, wenn wir kommen (mal ganz ehrlich was sollen wir auch sonst groß machen?)  jetzt meint er wir müssen es ihnen jeden Tag recht machen. Wenn wir einkaufen sind (seien es nur ein paar Snacks für einen Filmabend weil selbst kochen dürfen wir ja eh nicht) ruft er jetzt IMMER zuhause an damit alle noch einmal ihre Wünsche äußern können. 
Ich wünsche mir einfach ein wenig mehr Freiheit, Privatsphäre und, dass er sich auch langsam von seinen Eltern löst und vielleicht merkt, dass die Beziehung, die er zu seiner Familie hat nicht "normal"/"gesund"... sonst kommen wir in unserer beziehung nie weiter. 

Übertreibe ich und sehe das alles zu eng? 
Kann man da noch was ändern/retten? 
Was sagt ihr ? 

Und es tut mir leid, das manches vieleicht etwas unverständlich ist, bin total aufgelöst.


P.S. meine Famlile sieht alles immer relativ entspannt, vielleicht denke ich auch deshalb, dass seine es übertreibt.

Vielen dank für die hoffentlich hilfreichen Antworten

ein 25jähriger Mann,der nichts anderes kennt als engen Familienverbund.

Bei Dir schien es anders gewesen zu sein (für mich wäre das gar nix..was Du da schilderst..aber jede Familie hat wohl ihre eigenen Regeln).

Distanz wäre hilfreich..

Freundlich bleiben..manche Treffen mitmachen...Feiern auch.

So weit irgend möglich wegziehen,dass man sich nicht täglich über den WEg läuft..also so ca..30km Minimum...

Ob er reif genug ist,das durchhalten zu können,der Frau zuliebe,die er liebt?

ES wirkt nicht so..er scheint sehr unreif und noch nicht so ganz Mann und erwachsen zu sein..im Handeln.

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