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Schwärmerei in der Ehe - total verwirrt

11. Dezember 2019 um 10:20 Letzte Antwort: 17. Dezember 2019 um 14:01

Hallo zusammen, 

ich habe mich eben frisch angemeldet, nachdem ich einige alte Diskussionen zum gleichen Thema gelesen habe...

Kurz zur Vorgeschichte: 
Ich bin seit neun Jahren mit meinem Partner zusammen, seit sechs Jahren sind wir verheiratet. Wir sind beide Ende 20 und wohnen zusammen, haben keine Kinder. 
Wir haben sehr viel zusammen durchgestanden. Das sage ich nicht nur so daher, ich habe gesundheitlich einiges durchmachen müssen, mein Mann hat dieses Jahr extremen Stress innerhalb der Familie, auf den ich nicht näher eingehen kann. Er sagt, dass er die Zeit ohne mich nicht geschafft hätte. Wir unterstützen uns gegenseitig und hören uns bei unseren Problemen zu, versuchen dem anderen zu helfen. 

Unsere Beziehung habe ich immer als stabil empfunden. Nie habe ich über eine Trennung nachgedacht, obwohl wir auch Schwierigkeiten haben. Durch meine gesundheitlichen Probleme musste ich mich oft sehr schonen und war nicht sehr gut gelaunt. Das heißt, dass wir nicht viel unternommen haben und leider oft auf dem Sofa saßen und ferngesehen haben. Allerdings haben wir auch gerne Spaziergänge mit unserem Hund unternommen, sitzen gerne mit einer Tasse Tee zusammen und kochen am Wochenende ein leckeres Gericht. 
Mein Mann versucht, mich zu unterstützen, schafft (bzw. will eigentlich) es aber leider nicht immer. So bleibt der Haushalt und das abendliche Kochen öfter liegen und ich muss dann doch selbst ran, auch wenn es mir an dem Tag nicht so gut geht. 
Da wir uns immer gut unterhalten konnten, waren wir beide dennoch glücklich. Im Bett läuft es allerdings seit Jahren nicht mehr so gut bzw. möchte und kann ich einfach nicht so oft. Mein Mann baut unbewusst ständig Druck auf, weil er gerne häufiger möchte und ich muss ihn oft abblitzen lassen, worauf er gefühlskalt reagiert... Seit Jahren habe ich leider Schmerzen beim GV, was körperlich abgeklärt ist. Meine Gyn vermutet eine psychische Blockade. Also fällt genitaler GV für uns weg, ich arbeite aber daran (Stichwort Vaginismus). Das ist für meinen Mann schwierig zu verstehen, da ich immer gerne und viel mit ihm geschlafen habe. Dass es mir damit auch nicht gut geht, muss ich wohl nicht dazu sagen...
Außerdem haben wir leider keine gute Streitkultur. Ich neige dazu, sehr emotional zu werden oder aber lange Dinge in mich reinzufressen. Mein Mann wird im Streit leider schnell sehr persönlich und verletzt mich dann mit seinen Worten... Darüber haben wir schon oft gesprochen, aber dieses Jahr hat es überhand genommen. Mein Mann hat mich sogar verbal angegriffen, wenn ich ihm nur etwas erzählt habe, wo ich Trost erwartet hätte - stattdessen kamen Vorwürfe. 

Ich hätte an unserer Situation wohl nie etwas geändert. Schließlich kennen wir uns sehr lange und er bedeutet mir viel, auch wenn ich momentan nicht von Liebe sprechen kann. Er ist meine Familie und ein großer Teil meines Lebens...

Und dann erwachte ich plötzlich aus meinem gemütlichen Leben. Wir haben an unserem Haus viel renoviert und beauftragen immer dieselben Handwerker. Zurzeit sind wir in den letzten Zügen und haben nur noch wenige Malerarbeiten zu erledigen. Vor sechs Wochen umarmte unser Maler mich zu Begrüßung und mein Herz raste. Ich kenne ihn seit mehreren Jahren und fand ihn immer sehr sympathisch und auch attraktiv, habe da aber nie drüber nachgedacht. Und dann das. Erst dachte ich mir nichts dabei, aber das Gefühl blieb. Ich konnte mich schlecht konzentrieren, verfiel in Tagträumereien. Ich habe mit meinen besten Freundinnen darüber gesprochen und versucht herauszufinden, woher dieses Gefühlschaos kommt. Zeitgleich konnte ich mit meinem Mann nicht mehr intim werden. Es ging einfach nicht. 
Wichtig ist vielleicht auch, dass mein Mann schon öfter gewitzelt hat, unser Maler stünde auf mich, weil dieser mit mir kein Wort wechselt, sobald mein Mann anwesend ist, ansonsten aber sehr gerne mit mir spricht. 

Sechs Wochen später sieht es so aus:
Meine Schwärmerei ist etwas abgeflaut. Allerdings denke ich täglich mehrfach an ihn und morgen arbeitet er erneut in unserem Haus. Ich bin gespannt, wie es mir geht und hoffe darauf, dass ich ernüchtert sein werde und mich in etwas reingesteigert habe. 
Mit meinem Mann hatte ich vor zwei Wochen ein klärendes Gespräch. Ich habe alles auf den Tisch gebracht, bis auf die Fremdschwärmerei. Wir haben über Trennung gesprochen und uns entschieden, an unserer Ehe zu arbeiten. Er sagt, ich sei die Liebe seines Lebens und dass er mich nicht verlieren will. Eventuell macht er auch eine Therapie wegen der familiären Probleme, da ich ihm da nicht ausreichend helfen kann. 
Seitdem haben wir uns nicht mehr gestritten, ich kann ihn teilweise wieder in den Arm nehmen und wir geben uns auch mal einen Kuss. Allerdings baute er gestern wieder Druck auf und ich beginne wieder, mich von ihm zu distanzieren. Für intime Momente bin ich noch nicht bereit. Kaum sind wir uns näher und lachen, fragt er, ob wir uns Schlafzimmer gehen können...

Habt ihr Tipps, was ich machen kann?
Findet ihr unser Vorgehen richtig oder sollten wir etwas anders machen? 
Mein Text ist eventuell etwas wirr - fragt bei Unklarheiten gerne nach!

Ich freue mich auf eure Antworten! 

Verida

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11. Dezember 2019 um 10:47

"Habt ihr Tipps, was ich machen kann?"

der wahrheit ins auge sehen - du liebst deinen mann schon lange nicht mehr! was dich bei ihm hält, ist nostalgie und bequemlichkeit. kann man von mir aus akzeptieren, wenn man im rentenalter ist und ansonsten eine gemeinsame basis für einen ruhigen lebensabend hat. aber doch nicht mit ende 20!!!

entweder, du findest einen weg, das wieder umzukehren. oder du solltest dich trennen.

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11. Dezember 2019 um 11:02
In Antwort auf bence_11922211

"Habt ihr Tipps, was ich machen kann?"

der wahrheit ins auge sehen - du liebst deinen mann schon lange nicht mehr! was dich bei ihm hält, ist nostalgie und bequemlichkeit. kann man von mir aus akzeptieren, wenn man im rentenalter ist und ansonsten eine gemeinsame basis für einen ruhigen lebensabend hat. aber doch nicht mit ende 20!!!

entweder, du findest einen weg, das wieder umzukehren. oder du solltest dich trennen.

Hallo batweazel,
(wie zitiert man hier eigentlich?)

danke für deine Antwort. 
Woran machst du fest, dass ich ihn nicht liebe bzw. nicht wieder lieben kann? 
An der Umkehrung bzw. Wiederverliebung arbeiten wir momentan. Wir unternehmen was zusammen und sprechen viel, jeder hat aber auch Zeit für sich. Für mich ist wichtig, dass der Respekt wieder da ist und zwar nicht nur seit zwei Wochen, damit sich Intimität überhaupt wieder entwickeln kann. 
So kampflos eine Ehe aufzugeben finde ich nicht richtig... 
Nostalgie gibt es nach so langer Zeit natürlich, da hast du recht. Wäre ja merkwürdig, wenn nicht. 

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11. Dezember 2019 um 11:20
In Antwort auf nimbus_18859717

Hallo batweazel,
(wie zitiert man hier eigentlich?)

danke für deine Antwort. 
Woran machst du fest, dass ich ihn nicht liebe bzw. nicht wieder lieben kann? 
An der Umkehrung bzw. Wiederverliebung arbeiten wir momentan. Wir unternehmen was zusammen und sprechen viel, jeder hat aber auch Zeit für sich. Für mich ist wichtig, dass der Respekt wieder da ist und zwar nicht nur seit zwei Wochen, damit sich Intimität überhaupt wieder entwickeln kann. 
So kampflos eine Ehe aufzugeben finde ich nicht richtig... 
Nostalgie gibt es nach so langer Zeit natürlich, da hast du recht. Wäre ja merkwürdig, wenn nicht. 

"(wie zitiert man hier eigentlich?)"

manuell: markieren, kopieren, einfügen, anführungszeichen und formatierung setzen...

ich finds halt schon komisch, wenn man so überhaupt keine intimitäten mehr zulassen kann. dass es lebensphasen gibt, in denen das in den hintergrund rückt - ok. aber dass die lust auf den anderen komplett weg ist, auch wenn eigentlich gerade vertrauen und muße da wäre... kenn ich so nicht. würde ich ehrlich gesagt als mann auch nicht jahrelang mitmachen. probleme hin oder her. man muß auch mal abschalten und entspannen können, und nicht 24/7 seine probleme vor sich hertragen!!!
 

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11. Dezember 2019 um 11:29
In Antwort auf bence_11922211

"(wie zitiert man hier eigentlich?)"

manuell: markieren, kopieren, einfügen, anführungszeichen und formatierung setzen...

ich finds halt schon komisch, wenn man so überhaupt keine intimitäten mehr zulassen kann. dass es lebensphasen gibt, in denen das in den hintergrund rückt - ok. aber dass die lust auf den anderen komplett weg ist, auch wenn eigentlich gerade vertrauen und muße da wäre... kenn ich so nicht. würde ich ehrlich gesagt als mann auch nicht jahrelang mitmachen. probleme hin oder her. man muß auch mal abschalten und entspannen können, und nicht 24/7 seine probleme vor sich hertragen!!!
 

Das Zitieren hat geklappt, sehr gut  

Hm, das Vertrauen ist ja eben nicht da. Ich habe zeitweise sogar so gut wie gar nicht mit meinem Mann geredet, weil ich nur auf den nächsten cholerischen Ausbruch gewartet habe. 
Das Vertrauen muss halt gerade erst wieder wachsen...
Ich hoffe noch, dass er durch das klärende Gespräch gemerkt hat, wie ernst es um uns steht. 

Dass ich keine Nähe zulassen kann, ist nicht seit Jahren so, das hast du missverstanden.
Ich habe nur weniger Nähe zugelassen als am Anfang der Beziehung. Und dass man nach fast zehn Jahren nicht mehr zehnmal pro Woche übereinander herfällt, fand ich immer normal. 
Dass ich sehr wenig Nähe mehr wollte, hat sich erst dieses Jahr eingeschlichen.

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11. Dezember 2019 um 11:35
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In Antwort auf nimbus_18859717

Hallo zusammen, 

ich habe mich eben frisch angemeldet, nachdem ich einige alte Diskussionen zum gleichen Thema gelesen habe...

Kurz zur Vorgeschichte: 
Ich bin seit neun Jahren mit meinem Partner zusammen, seit sechs Jahren sind wir verheiratet. Wir sind beide Ende 20 und wohnen zusammen, haben keine Kinder. 
Wir haben sehr viel zusammen durchgestanden. Das sage ich nicht nur so daher, ich habe gesundheitlich einiges durchmachen müssen, mein Mann hat dieses Jahr extremen Stress innerhalb der Familie, auf den ich nicht näher eingehen kann. Er sagt, dass er die Zeit ohne mich nicht geschafft hätte. Wir unterstützen uns gegenseitig und hören uns bei unseren Problemen zu, versuchen dem anderen zu helfen. 

Unsere Beziehung habe ich immer als stabil empfunden. Nie habe ich über eine Trennung nachgedacht, obwohl wir auch Schwierigkeiten haben. Durch meine gesundheitlichen Probleme musste ich mich oft sehr schonen und war nicht sehr gut gelaunt. Das heißt, dass wir nicht viel unternommen haben und leider oft auf dem Sofa saßen und ferngesehen haben. Allerdings haben wir auch gerne Spaziergänge mit unserem Hund unternommen, sitzen gerne mit einer Tasse Tee zusammen und kochen am Wochenende ein leckeres Gericht. 
Mein Mann versucht, mich zu unterstützen, schafft (bzw. will eigentlich) es aber leider nicht immer. So bleibt der Haushalt und das abendliche Kochen öfter liegen und ich muss dann doch selbst ran, auch wenn es mir an dem Tag nicht so gut geht. 
Da wir uns immer gut unterhalten konnten, waren wir beide dennoch glücklich. Im Bett läuft es allerdings seit Jahren nicht mehr so gut bzw. möchte und kann ich einfach nicht so oft. Mein Mann baut unbewusst ständig Druck auf, weil er gerne häufiger möchte und ich muss ihn oft abblitzen lassen, worauf er gefühlskalt reagiert... Seit Jahren habe ich leider Schmerzen beim GV, was körperlich abgeklärt ist. Meine Gyn vermutet eine psychische Blockade. Also fällt genitaler GV für uns weg, ich arbeite aber daran (Stichwort Vaginismus). Das ist für meinen Mann schwierig zu verstehen, da ich immer gerne und viel mit ihm geschlafen habe. Dass es mir damit auch nicht gut geht, muss ich wohl nicht dazu sagen...
Außerdem haben wir leider keine gute Streitkultur. Ich neige dazu, sehr emotional zu werden oder aber lange Dinge in mich reinzufressen. Mein Mann wird im Streit leider schnell sehr persönlich und verletzt mich dann mit seinen Worten... Darüber haben wir schon oft gesprochen, aber dieses Jahr hat es überhand genommen. Mein Mann hat mich sogar verbal angegriffen, wenn ich ihm nur etwas erzählt habe, wo ich Trost erwartet hätte - stattdessen kamen Vorwürfe. 

Ich hätte an unserer Situation wohl nie etwas geändert. Schließlich kennen wir uns sehr lange und er bedeutet mir viel, auch wenn ich momentan nicht von Liebe sprechen kann. Er ist meine Familie und ein großer Teil meines Lebens...

Und dann erwachte ich plötzlich aus meinem gemütlichen Leben. Wir haben an unserem Haus viel renoviert und beauftragen immer dieselben Handwerker. Zurzeit sind wir in den letzten Zügen und haben nur noch wenige Malerarbeiten zu erledigen. Vor sechs Wochen umarmte unser Maler mich zu Begrüßung und mein Herz raste. Ich kenne ihn seit mehreren Jahren und fand ihn immer sehr sympathisch und auch attraktiv, habe da aber nie drüber nachgedacht. Und dann das. Erst dachte ich mir nichts dabei, aber das Gefühl blieb. Ich konnte mich schlecht konzentrieren, verfiel in Tagträumereien. Ich habe mit meinen besten Freundinnen darüber gesprochen und versucht herauszufinden, woher dieses Gefühlschaos kommt. Zeitgleich konnte ich mit meinem Mann nicht mehr intim werden. Es ging einfach nicht. 
Wichtig ist vielleicht auch, dass mein Mann schon öfter gewitzelt hat, unser Maler stünde auf mich, weil dieser mit mir kein Wort wechselt, sobald mein Mann anwesend ist, ansonsten aber sehr gerne mit mir spricht. 

Sechs Wochen später sieht es so aus:
Meine Schwärmerei ist etwas abgeflaut. Allerdings denke ich täglich mehrfach an ihn und morgen arbeitet er erneut in unserem Haus. Ich bin gespannt, wie es mir geht und hoffe darauf, dass ich ernüchtert sein werde und mich in etwas reingesteigert habe. 
Mit meinem Mann hatte ich vor zwei Wochen ein klärendes Gespräch. Ich habe alles auf den Tisch gebracht, bis auf die Fremdschwärmerei. Wir haben über Trennung gesprochen und uns entschieden, an unserer Ehe zu arbeiten. Er sagt, ich sei die Liebe seines Lebens und dass er mich nicht verlieren will. Eventuell macht er auch eine Therapie wegen der familiären Probleme, da ich ihm da nicht ausreichend helfen kann. 
Seitdem haben wir uns nicht mehr gestritten, ich kann ihn teilweise wieder in den Arm nehmen und wir geben uns auch mal einen Kuss. Allerdings baute er gestern wieder Druck auf und ich beginne wieder, mich von ihm zu distanzieren. Für intime Momente bin ich noch nicht bereit. Kaum sind wir uns näher und lachen, fragt er, ob wir uns Schlafzimmer gehen können...

Habt ihr Tipps, was ich machen kann?
Findet ihr unser Vorgehen richtig oder sollten wir etwas anders machen? 
Mein Text ist eventuell etwas wirr - fragt bei Unklarheiten gerne nach!

Ich freue mich auf eure Antworten! 

Verida

Mein Mann versucht, mich zu unterstützen, schafft (bzw. will eigentlich) es aber leider nicht immer. So bleibt der Haushalt und das abendliche Kochen öfter liegen und ich muss dann doch selbst ran, auch wenn es mir an dem Tag nicht so gut geht.

Mein Mann baut unbewusst ständig Druck auf, 

Das ist für meinen Mann schwierig zu verstehen, da ich immer gerne und viel mit ihm geschlafen habe. 

Ich neige dazu, sehr emotional zu werden oder aber lange Dinge in mich reinzufressen. Mein Mann wird im Streit leider schnell sehr persönlich und verletzt mich dann mit seinen Worten...

Mein Mann hat mich sogar verbal angegriffen, wenn ich ihm nur etwas erzählt habe, wo ich Trost erwartet hätte - stattdessen kamen Vorwürfe. 


Er ist nicht dein Mann. Das spielt dir nur dein Unterbewusstsein so vor. Ihr lebt in einem ganz konservativen Mann-Frau-Verhältnis, aber die Entscheidung für dich fehlt noch immer nach diesen neun Jahren. So wie es jetzt ist, sieht die Perspektive auch nicht besonders rosig aus. 
Ich sehe es als Fehler von dir an, diese Entscheidung nicht haben zu wollen und trotzdem wie selbstverständlich sämtliche Pflichten auf dich zu nehmen. Während dein Partner immer die Wahl hat, ob er etwas tut oder lässt. Die Forderungshaltung, Druck aufbauen usw. würde ich mir nicht bieten lassen. Das ist eine freiwillige Beziehung, Beziehung, Beziehung. Ende offen. Ganz bewusst wolltet ihr das beide so. Deine Entscheidung. Aber ich glaube, du hast dich in dem Punkt nur nach seinen Wünschen gerichtet. Ganz viele Frauen neigen derzeit dazu, ihr eigenes Gefühl, sogar grundlegende Rechte zugunsten von Männern zu vernachlässigen. 

Dieser andere Mann wird auch keine gute Alternative sein. Wenn er dich anflirtet, kann das zwar ganz nett sein, aber es erzählt doch einiges darüber, wie er zu einer bestehenden Beziehung steht. 

Wenn du an Fehlern bei dir arbeiten willst, dann tue das nicht nach angeblich genormten Männerwünschen. Vagina hat zu funktionieren o.ä.
Das ist es nicht, was Männer bindet. Denke darüber nach, was sich Männer wirklich wünschen. Und Frauen wie du. Beständigkeit, gegenseitiges Vertrauen ... gegenseitige Verantwortung ... Geben und Nehmen ...

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11. Dezember 2019 um 11:38
Beste Antwort

Mh, ich würde euch auf jeden Fall empfehlen, eine Eheberatung/-therapie zusammen zu machen. Mit professioneller Unterstützung geht vieles leichter.

Was deine Probleme mit Intimität angeht: Hast du dich mal mit Tantra beschäftigt? Bei mir hat das sehr viel wunderbares in dem Bereich bewirkt, auch weil ich gemerkt habe, wie viel Zeit ich eigentlich brauche und mein Partner versteht und berücksichtigt das jetzt ganz anders
Es gibt sicher auch in eurer Gegend Paarseminare für Tantra

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11. Dezember 2019 um 11:42

Hat es mit diesem Maler nur diese Umarmung gegeben, die dich so dermaßen aus der Bahn geworfen hat?

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11. Dezember 2019 um 11:44

Ich habe manchmal Leseschwäche. Warum? Weil hier so viel über Beziehungen geschrieben wird. Du schreibst auch gleich am Anfang über Partner, und ihr lebt zusammen. Als wenn das ein gegenseitiges Versprechen ersetzen könnte eben. 
Aber mit dieser Entscheidung verbunden ist doch, dass jeder täglich dafür sorgt, dass sich der andere gut fühlt. Bei euch ist das nicht so. 

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11. Dezember 2019 um 11:46
In Antwort auf anne234

Mein Mann versucht, mich zu unterstützen, schafft (bzw. will eigentlich) es aber leider nicht immer. So bleibt der Haushalt und das abendliche Kochen öfter liegen und ich muss dann doch selbst ran, auch wenn es mir an dem Tag nicht so gut geht.

Mein Mann baut unbewusst ständig Druck auf, 

Das ist für meinen Mann schwierig zu verstehen, da ich immer gerne und viel mit ihm geschlafen habe. 

Ich neige dazu, sehr emotional zu werden oder aber lange Dinge in mich reinzufressen. Mein Mann wird im Streit leider schnell sehr persönlich und verletzt mich dann mit seinen Worten...

Mein Mann hat mich sogar verbal angegriffen, wenn ich ihm nur etwas erzählt habe, wo ich Trost erwartet hätte - stattdessen kamen Vorwürfe. 


Er ist nicht dein Mann. Das spielt dir nur dein Unterbewusstsein so vor. Ihr lebt in einem ganz konservativen Mann-Frau-Verhältnis, aber die Entscheidung für dich fehlt noch immer nach diesen neun Jahren. So wie es jetzt ist, sieht die Perspektive auch nicht besonders rosig aus. 
Ich sehe es als Fehler von dir an, diese Entscheidung nicht haben zu wollen und trotzdem wie selbstverständlich sämtliche Pflichten auf dich zu nehmen. Während dein Partner immer die Wahl hat, ob er etwas tut oder lässt. Die Forderungshaltung, Druck aufbauen usw. würde ich mir nicht bieten lassen. Das ist eine freiwillige Beziehung, Beziehung, Beziehung. Ende offen. Ganz bewusst wolltet ihr das beide so. Deine Entscheidung. Aber ich glaube, du hast dich in dem Punkt nur nach seinen Wünschen gerichtet. Ganz viele Frauen neigen derzeit dazu, ihr eigenes Gefühl, sogar grundlegende Rechte zugunsten von Männern zu vernachlässigen. 

Dieser andere Mann wird auch keine gute Alternative sein. Wenn er dich anflirtet, kann das zwar ganz nett sein, aber es erzählt doch einiges darüber, wie er zu einer bestehenden Beziehung steht. 

Wenn du an Fehlern bei dir arbeiten willst, dann tue das nicht nach angeblich genormten Männerwünschen. Vagina hat zu funktionieren o.ä.
Das ist es nicht, was Männer bindet. Denke darüber nach, was sich Männer wirklich wünschen. Und Frauen wie du. Beständigkeit, gegenseitiges Vertrauen ... gegenseitige Verantwortung ... Geben und Nehmen ...

Vielen Dank auch für deinen Beitrag. 
Du sprichst da einen sehr wunden Punkt bei mir an. 
Ja, es ist unausgeglichen. Mein Mann gibt sich gerade mehr Mühe, auch weil ich neben meiner 30h-Woche nun zusätzlich noch einmal studiere. Allerdings liegt die Verantwortung ganz oft bei mir. 
Ich habe auch viel zu oft nachgegeben, wenn er Nähe wollte und ich nicht. 

Denkst du denn nicht, dass sich das noch ändern kann? 
Ich bin mittlerweile sehr gut darin, zu sagen, was nicht stimmt und meine Bedürfnisse mitzuteilen. 

Der andere Mann ist nicht wirklich Thema. Er hat das Gefühlschaos nur ausgelöst und dafür bin ich ihm ehrlich gesagt dankbar. 

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11. Dezember 2019 um 11:49
In Antwort auf melonchen1

Mh, ich würde euch auf jeden Fall empfehlen, eine Eheberatung/-therapie zusammen zu machen. Mit professioneller Unterstützung geht vieles leichter.

Was deine Probleme mit Intimität angeht: Hast du dich mal mit Tantra beschäftigt? Bei mir hat das sehr viel wunderbares in dem Bereich bewirkt, auch weil ich gemerkt habe, wie viel Zeit ich eigentlich brauche und mein Partner versteht und berücksichtigt das jetzt ganz anders
Es gibt sicher auch in eurer Gegend Paarseminare für Tantra

Danke für deine Meinung.

Eine Eheberatung hätte ich auch toll gefunden, doch das möchte mein Mann leider nicht... Eventuell ändert sich das noch, aber bisher sieht es nicht danach aus. 

Wir praktizieren etwas ähnliches wie Tantra, da ich auch viel Vorlaufzeit brauche. Massagen usw. sind uns also durchaus vertraut. 

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11. Dezember 2019 um 11:51
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Hat es mit diesem Maler nur diese Umarmung gegeben, die dich so dermaßen aus der Bahn geworfen hat?

Ja!
Als ob meine Nase plötzlich beschlossen hätte, dass er super riecht und toll zu mir passt!
Es ist lächerlich und ich bin eine rationale Frau, die sich nie erträumt hätte, dass ihr so etwas passiert!

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11. Dezember 2019 um 11:51
In Antwort auf anne234

Ich habe manchmal Leseschwäche. Warum? Weil hier so viel über Beziehungen geschrieben wird. Du schreibst auch gleich am Anfang über Partner, und ihr lebt zusammen. Als wenn das ein gegenseitiges Versprechen ersetzen könnte eben. 
Aber mit dieser Entscheidung verbunden ist doch, dass jeder täglich dafür sorgt, dass sich der andere gut fühlt. Bei euch ist das nicht so. 

Da hast du recht. 
Oft sorgen wir dafür, dass sich der andere gut fühlt. Und oft auch nicht... 

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11. Dezember 2019 um 11:56
In Antwort auf nimbus_18859717

Da hast du recht. 
Oft sorgen wir dafür, dass sich der andere gut fühlt. Und oft auch nicht... 

Ihr seid wirklich verheiratet? Ich auch, schon lange, und uns geht es beiden gut damit. 
Versuche deine ureigensten Wünsche besser zu erkennen. Dein Mann sollte wieder lernen, um dich zu werben, glaube ich. Zu viel Selbstverständlichkeit ist ebenso übel wie gegenseitige Abwertungen. 

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11. Dezember 2019 um 12:01
Beste Antwort
In Antwort auf nimbus_18859717

Danke für deine Meinung.

Eine Eheberatung hätte ich auch toll gefunden, doch das möchte mein Mann leider nicht... Eventuell ändert sich das noch, aber bisher sieht es nicht danach aus. 

Wir praktizieren etwas ähnliches wie Tantra, da ich auch viel Vorlaufzeit brauche. Massagen usw. sind uns also durchaus vertraut. 

Nun, vielleicht ist deinem Mann nicht ganz klar was auf dem Spiel steht und wie ernst es ist?

Ich höre bei dir die ehrliche Bereitschaft, an der Ehe zu arbeiten und diese fortzuführen - und das obwohl ihr wirklich keine kleinen Probleme habt und ihr doch offenbar beide nicht glücklich seid wie es ist.

An deiner Stelle würde ich von deinem Mann FORDERN dass ihr zusammen in eine Beratung geht. Wie soll sich denn sonst je etwas daran ändern?

Wenn ich von Tantra spreche, rede ich übrigens NICHT von Tantramassage. Das ist wieder ganz was anderes Ich rede da mehr von der Art der Begegnung. Und es gibt auch einige Seminare mit therapeutischem Hintergrund (die gibts auch nur für Frauen), vielleicht da mal schlau machen.

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11. Dezember 2019 um 12:02

Ja, wir sind seit sechs Jahren verheiratet. Haben auch Kinder geplant (ist bei mir nicht so leicht) und planen unsere Zukunft zusammen. 

Da könntest du recht haben. Es fällt mir nur so schwer, ihm immer nur sagen zu können: Es wäre toll, wenn du dies... und das... 

Und ich ändere von mir aus gar nichts, außer darauf zu warten, mich ihm gegenüber wieder öffnen zu können. 

Weißt du, was ich meine?

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11. Dezember 2019 um 12:05
In Antwort auf melonchen1

Nun, vielleicht ist deinem Mann nicht ganz klar was auf dem Spiel steht und wie ernst es ist?

Ich höre bei dir die ehrliche Bereitschaft, an der Ehe zu arbeiten und diese fortzuführen - und das obwohl ihr wirklich keine kleinen Probleme habt und ihr doch offenbar beide nicht glücklich seid wie es ist.

An deiner Stelle würde ich von deinem Mann FORDERN dass ihr zusammen in eine Beratung geht. Wie soll sich denn sonst je etwas daran ändern?

Wenn ich von Tantra spreche, rede ich übrigens NICHT von Tantramassage. Das ist wieder ganz was anderes Ich rede da mehr von der Art der Begegnung. Und es gibt auch einige Seminare mit therapeutischem Hintergrund (die gibts auch nur für Frauen), vielleicht da mal schlau machen.

Das ist ein guter Hinweis. Dass ich auch mal was fordern sollte. Vielleicht bin ich da zu nachgiebig. Ich denke mal drüber nach! Vielen Dank!!!

Zu dem Tantra-Thema mache ich mich mal schlau

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11. Dezember 2019 um 12:20
Beste Antwort
In Antwort auf nimbus_18859717

Ja!
Als ob meine Nase plötzlich beschlossen hätte, dass er super riecht und toll zu mir passt!
Es ist lächerlich und ich bin eine rationale Frau, die sich nie erträumt hätte, dass ihr so etwas passiert!

Das mit der Nase ist durchaus nicht lächerlich.
Der Duft ist ein entscheidender Faktor für die Partnerwahl, welcher natürlich unterbewusst abläuft.
Die Redensart "sich gut riechen können" stimmt wirklich.

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11. Dezember 2019 um 12:22
In Antwort auf nimbus_18859717

Ja, wir sind seit sechs Jahren verheiratet. Haben auch Kinder geplant (ist bei mir nicht so leicht) und planen unsere Zukunft zusammen. 

Da könntest du recht haben. Es fällt mir nur so schwer, ihm immer nur sagen zu können: Es wäre toll, wenn du dies... und das... 

Und ich ändere von mir aus gar nichts, außer darauf zu warten, mich ihm gegenüber wieder öffnen zu können. 

Weißt du, was ich meine?

Ja, es kann Frauen schwerfallen, Wünsche an Männer zu äußern. Vorurteile, Verlustangst. Aber gerade die Angst ist es, über dich sich nachzudenken lohnt. 
Die meisten Männer sind schon glücklich, wenn sie für etwas, das sie geschaffen haben, ein freundliches Lächeln bekommen.
Nicht die Leistung steht im Mittelpunkt im Familienleben. Die kommt freiwillig oder eben nicht. 
Hast du dich auch schon an Männerarbeiten herangewagt? Etwas selber gebaut statt immer nur Kuchen zu backen, die schnell verspeist sind? Sehr schwierig sind die meisten Arbeiten gar nicht, man kann dabei viel Kreativität ausleben.
So kannst du auch lernen, Männer besser zu verstehen. Es erfüllt mit Stolz. 
Mein Mann kocht z.B. sehr gern, während er im TV ein Fußballspiel ansieht. Finde ich großartig.
Sprecht doch offen über die Aufgabenverteilung. 

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11. Dezember 2019 um 12:24
In Antwort auf nimbus_18859717

Das ist ein guter Hinweis. Dass ich auch mal was fordern sollte. Vielleicht bin ich da zu nachgiebig. Ich denke mal drüber nach! Vielen Dank!!!

Zu dem Tantra-Thema mache ich mich mal schlau

Hm, ist Dein Mann denn wirklich glücklich?
Er muss Deinetwegen in vielen Dingen zurückstecken.
Wenige Unternehmungen, wenig Sex. Das ist sicher nicht immer einfach für ihn.

Ich kann da schon nachvollziehen, dass seine Unzufriedenheit da ab und an rauskommt.

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11. Dezember 2019 um 12:24
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Das mit der Nase ist durchaus nicht lächerlich.
Der Duft ist ein entscheidender Faktor für die Partnerwahl, welcher natürlich unterbewusst abläuft.
Die Redensart "sich gut riechen können" stimmt wirklich.

Davon habe ich auch schon oft gelesen. Allerdings habe ich in meinem Leben schon häufig Männer zur Begrüßung umarmt und da ist nie etwas derartiges passiert. 
Deswegen ja auch meine Verwirrung...

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11. Dezember 2019 um 12:28
In Antwort auf anne234

Ja, es kann Frauen schwerfallen, Wünsche an Männer zu äußern. Vorurteile, Verlustangst. Aber gerade die Angst ist es, über dich sich nachzudenken lohnt. 
Die meisten Männer sind schon glücklich, wenn sie für etwas, das sie geschaffen haben, ein freundliches Lächeln bekommen.
Nicht die Leistung steht im Mittelpunkt im Familienleben. Die kommt freiwillig oder eben nicht. 
Hast du dich auch schon an Männerarbeiten herangewagt? Etwas selber gebaut statt immer nur Kuchen zu backen, die schnell verspeist sind? Sehr schwierig sind die meisten Arbeiten gar nicht, man kann dabei viel Kreativität ausleben.
So kannst du auch lernen, Männer besser zu verstehen. Es erfüllt mit Stolz. 
Mein Mann kocht z.B. sehr gern, während er im TV ein Fußballspiel ansieht. Finde ich großartig.
Sprecht doch offen über die Aufgabenverteilung. 

Ja, ich helfe bei handwerklichen Dingen mit, baue Möbel zusammen, lege den Garten zu großen Teilen selbst an und streiche auch ganz gerne eine Wand. 
Ich habe da noch nie sehr klischeehaft gedacht. 

Die Haushaltsaufteilung ist leider wie sie ist, weil mein Mann nicht ordentlich putzen kann (Bad und staubwischen) und unsere Wäsche wohl völlig zerstören würde Außerdem hat er andere Ansprüche an Sauberkeit als ich - typisches Problem. 
Wenn er öfter mal abwaschen würde, wäre das schon super. Da ist er immer so stolz drauf, wenn er das alle zwei Wochen mal macht
Er saugt und wischt aber und bringt den Müll raus. Dafür habe ich hart gekämpft... 

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11. Dezember 2019 um 12:30
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Hm, ist Dein Mann denn wirklich glücklich?
Er muss Deinetwegen in vielen Dingen zurückstecken.
Wenige Unternehmungen, wenig Sex. Das ist sicher nicht immer einfach für ihn.

Ich kann da schon nachvollziehen, dass seine Unzufriedenheit da ab und an rauskommt.

Definiere wenig. 
1-2 mal wöchentlich finde ich nicht wenig nach so langer Zeit. 

Wenn die Stimmung schlecht ist oder ich gesundheitlich nicht kann, ist es halt seltener. 

Er sagt, er sei glücklich... 

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11. Dezember 2019 um 12:33

Ps: die Unternehmungen habe ich überlesen. Er möchte eher selten was unternehmen... 
Ich bin körperlich schon länger so fit, dass ich am Wochenende meistens auch ausgehen kann und das auch vorschlage. 

Meine Probleme sind die Streitereien und vor allem die Respektlosigkeit, seine der wenige Sex und die wenige körperliche Nähe. Das geht meiner Meinung nach Hand in Hand. Und wie gesagt, wenig ist immer relativ. 

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11. Dezember 2019 um 12:38
Beste Antwort
In Antwort auf nimbus_18859717

Ja, ich helfe bei handwerklichen Dingen mit, baue Möbel zusammen, lege den Garten zu großen Teilen selbst an und streiche auch ganz gerne eine Wand. 
Ich habe da noch nie sehr klischeehaft gedacht. 

Die Haushaltsaufteilung ist leider wie sie ist, weil mein Mann nicht ordentlich putzen kann (Bad und staubwischen) und unsere Wäsche wohl völlig zerstören würde Außerdem hat er andere Ansprüche an Sauberkeit als ich - typisches Problem. 
Wenn er öfter mal abwaschen würde, wäre das schon super. Da ist er immer so stolz drauf, wenn er das alle zwei Wochen mal macht
Er saugt und wischt aber und bringt den Müll raus. Dafür habe ich hart gekämpft... 

Daran kannst du aber auch erkennen, dass ihr euch gut ergänzen könnt, wenn ihr das beide wahrnehmt, was ihr wollt und was ihr tut. Weise ihn ruhig darauf hin, wenn er an Zauberer glaubt, die all die kleinen Selbstverständlichkeiten oder gar minderwertigen Tätigkeiten im Haushalt erledigen. Das ist eine Uralt-Schwäche bei Männern, die von Kindheit an von Mama und Papa verwöhnt wurden. Überdenke das. Du musst nicht seine Mama spielen. Sondern du bist die erwachsene Frau, der ein erwachsener Mann etwas bieten möchte, damit sie bei ihm bleibt. Etwas nicht können ist zwar ein guter Vorwand, eine Arbeit nicht anzufassen. Aber alleine anziehen z.B. können sich Männer schon lange. 

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11. Dezember 2019 um 13:26
In Antwort auf nimbus_18859717

Ps: die Unternehmungen habe ich überlesen. Er möchte eher selten was unternehmen... 
Ich bin körperlich schon länger so fit, dass ich am Wochenende meistens auch ausgehen kann und das auch vorschlage. 

Meine Probleme sind die Streitereien und vor allem die Respektlosigkeit, seine der wenige Sex und die wenige körperliche Nähe. Das geht meiner Meinung nach Hand in Hand. Und wie gesagt, wenig ist immer relativ. 

Nun, dann ist es doch klar.
Ihr müsstet beide etwas für die Beziehung tun.
Du kannst ja zb. über deinen Schatten springen und dich verstärkt mit deiner Sexualität auseinandersetzen. Egal ob mit Therapie, Kursen, Seminaren oder was weiß ich. Einfach wirklich ernsthaft.
Und dafür kann er über seinen Schatten springen und mit dir zu einer Eheberatung gehen oder zu nem Kommunikationsseminar (Stichwort Streitverhalten).
Wie wär das?

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11. Dezember 2019 um 13:54
In Antwort auf melonchen1

Nun, dann ist es doch klar.
Ihr müsstet beide etwas für die Beziehung tun.
Du kannst ja zb. über deinen Schatten springen und dich verstärkt mit deiner Sexualität auseinandersetzen. Egal ob mit Therapie, Kursen, Seminaren oder was weiß ich. Einfach wirklich ernsthaft.
Und dafür kann er über seinen Schatten springen und mit dir zu einer Eheberatung gehen oder zu nem Kommunikationsseminar (Stichwort Streitverhalten).
Wie wär das?

Also wenn ich mich mit meiner Sexualität auseinandersetzen soll, weil ich seiner Meinung nach zu wenig Sex will, widerspreche ich dir. Da kann ich genauso gut sagen: er will zu viel und soll eine Therapie machen. 
An meinem Vaginismus arbeite ich ernsthaft, falls das nicht ganz rüber gekommen ist. Da arbeite ich also an unserer Beziehung und musste dafür über gar keinen Schatten springen. Ich bin nicht prüde o.ä. Mein Bedürfnis ist aktuell nicht da, weil wir Probleme haben. Ansonsten möchte ich aber schon 1-2 mal pro Woche. 
Ich bin eine attraktive junge Frau, die halt nicht so oft wie ihr Mann möchte. Wenn wir seine gewünschten 3 mal pro Woche Sex hätten, würde er ebenso quengeln, dass er aber viermal pro Woche möchte usw. Das war damals schon so, als es nach der Verliebtheit weniger wurde. 

Bei der Eheberatung arbeiten wir ja beide an der Ehe, deswegen würde ich das präferieren. Ich bin nicht fehlerlos und würde da schließlich auch einiges investieren und aufarbeiten, mir wahrscheinlich auch einiges anhören müssen, was wehtut. 

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11. Dezember 2019 um 14:03

Vielleicht kam das jetzt falsch rüber: Nein, du sollst nicht an deiner Sexualität arbeiten damit er mehr davon bekommt Ganz und gar nicht!
Aber es klingt, als wärst du selbst damit nicht glücklich und als würde es - als Folge - auch eure Beziehung sehr belasten.
Du solltest dich also - meiner Meinung nach - mit deiner Sexualität beschäftigen, damit es DIR wieder gut geht! Damit du wieder Lust auf deinen Partner hast, damit du deine Bedürfnisse kennst und erfüllt bekommst und damit du dich entspannen kannst.
Wenn ihm eh alles zu wenig ist (also auch das was bei dir halt "Standard" ist), wärs wohl gut, er würde mal drüber nachdenken ob er damit dann auch für immer leben kann und will. Wenn ja, dann soll er aufhören zu jammern Wenn nein, ist das wohl ein Trennungsgrund...

Ich plädiere dafür dass du von ihm forderst, dass ihr mal zu nem Termin für eine Beratung geht. Hat er eigentlich einen Grund, warum er das nicht will?

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11. Dezember 2019 um 14:06
In Antwort auf nimbus_18859717

Hallo zusammen, 

ich habe mich eben frisch angemeldet, nachdem ich einige alte Diskussionen zum gleichen Thema gelesen habe...

Kurz zur Vorgeschichte: 
Ich bin seit neun Jahren mit meinem Partner zusammen, seit sechs Jahren sind wir verheiratet. Wir sind beide Ende 20 und wohnen zusammen, haben keine Kinder. 
Wir haben sehr viel zusammen durchgestanden. Das sage ich nicht nur so daher, ich habe gesundheitlich einiges durchmachen müssen, mein Mann hat dieses Jahr extremen Stress innerhalb der Familie, auf den ich nicht näher eingehen kann. Er sagt, dass er die Zeit ohne mich nicht geschafft hätte. Wir unterstützen uns gegenseitig und hören uns bei unseren Problemen zu, versuchen dem anderen zu helfen. 

Unsere Beziehung habe ich immer als stabil empfunden. Nie habe ich über eine Trennung nachgedacht, obwohl wir auch Schwierigkeiten haben. Durch meine gesundheitlichen Probleme musste ich mich oft sehr schonen und war nicht sehr gut gelaunt. Das heißt, dass wir nicht viel unternommen haben und leider oft auf dem Sofa saßen und ferngesehen haben. Allerdings haben wir auch gerne Spaziergänge mit unserem Hund unternommen, sitzen gerne mit einer Tasse Tee zusammen und kochen am Wochenende ein leckeres Gericht. 
Mein Mann versucht, mich zu unterstützen, schafft (bzw. will eigentlich) es aber leider nicht immer. So bleibt der Haushalt und das abendliche Kochen öfter liegen und ich muss dann doch selbst ran, auch wenn es mir an dem Tag nicht so gut geht. 
Da wir uns immer gut unterhalten konnten, waren wir beide dennoch glücklich. Im Bett läuft es allerdings seit Jahren nicht mehr so gut bzw. möchte und kann ich einfach nicht so oft. Mein Mann baut unbewusst ständig Druck auf, weil er gerne häufiger möchte und ich muss ihn oft abblitzen lassen, worauf er gefühlskalt reagiert... Seit Jahren habe ich leider Schmerzen beim GV, was körperlich abgeklärt ist. Meine Gyn vermutet eine psychische Blockade. Also fällt genitaler GV für uns weg, ich arbeite aber daran (Stichwort Vaginismus). Das ist für meinen Mann schwierig zu verstehen, da ich immer gerne und viel mit ihm geschlafen habe. Dass es mir damit auch nicht gut geht, muss ich wohl nicht dazu sagen...
Außerdem haben wir leider keine gute Streitkultur. Ich neige dazu, sehr emotional zu werden oder aber lange Dinge in mich reinzufressen. Mein Mann wird im Streit leider schnell sehr persönlich und verletzt mich dann mit seinen Worten... Darüber haben wir schon oft gesprochen, aber dieses Jahr hat es überhand genommen. Mein Mann hat mich sogar verbal angegriffen, wenn ich ihm nur etwas erzählt habe, wo ich Trost erwartet hätte - stattdessen kamen Vorwürfe. 

Ich hätte an unserer Situation wohl nie etwas geändert. Schließlich kennen wir uns sehr lange und er bedeutet mir viel, auch wenn ich momentan nicht von Liebe sprechen kann. Er ist meine Familie und ein großer Teil meines Lebens...

Und dann erwachte ich plötzlich aus meinem gemütlichen Leben. Wir haben an unserem Haus viel renoviert und beauftragen immer dieselben Handwerker. Zurzeit sind wir in den letzten Zügen und haben nur noch wenige Malerarbeiten zu erledigen. Vor sechs Wochen umarmte unser Maler mich zu Begrüßung und mein Herz raste. Ich kenne ihn seit mehreren Jahren und fand ihn immer sehr sympathisch und auch attraktiv, habe da aber nie drüber nachgedacht. Und dann das. Erst dachte ich mir nichts dabei, aber das Gefühl blieb. Ich konnte mich schlecht konzentrieren, verfiel in Tagträumereien. Ich habe mit meinen besten Freundinnen darüber gesprochen und versucht herauszufinden, woher dieses Gefühlschaos kommt. Zeitgleich konnte ich mit meinem Mann nicht mehr intim werden. Es ging einfach nicht. 
Wichtig ist vielleicht auch, dass mein Mann schon öfter gewitzelt hat, unser Maler stünde auf mich, weil dieser mit mir kein Wort wechselt, sobald mein Mann anwesend ist, ansonsten aber sehr gerne mit mir spricht. 

Sechs Wochen später sieht es so aus:
Meine Schwärmerei ist etwas abgeflaut. Allerdings denke ich täglich mehrfach an ihn und morgen arbeitet er erneut in unserem Haus. Ich bin gespannt, wie es mir geht und hoffe darauf, dass ich ernüchtert sein werde und mich in etwas reingesteigert habe. 
Mit meinem Mann hatte ich vor zwei Wochen ein klärendes Gespräch. Ich habe alles auf den Tisch gebracht, bis auf die Fremdschwärmerei. Wir haben über Trennung gesprochen und uns entschieden, an unserer Ehe zu arbeiten. Er sagt, ich sei die Liebe seines Lebens und dass er mich nicht verlieren will. Eventuell macht er auch eine Therapie wegen der familiären Probleme, da ich ihm da nicht ausreichend helfen kann. 
Seitdem haben wir uns nicht mehr gestritten, ich kann ihn teilweise wieder in den Arm nehmen und wir geben uns auch mal einen Kuss. Allerdings baute er gestern wieder Druck auf und ich beginne wieder, mich von ihm zu distanzieren. Für intime Momente bin ich noch nicht bereit. Kaum sind wir uns näher und lachen, fragt er, ob wir uns Schlafzimmer gehen können...

Habt ihr Tipps, was ich machen kann?
Findet ihr unser Vorgehen richtig oder sollten wir etwas anders machen? 
Mein Text ist eventuell etwas wirr - fragt bei Unklarheiten gerne nach!

Ich freue mich auf eure Antworten! 

Verida

Es ist gut das ihr gesprochen habt und daran arbeiten wollt, daran scheitert es ja bei den Meisten heutzutage schon weil sich keiner mehr in der Pflicht sieht sich Muehe zu geben. Auch wenn hier einige wie Unschuldslaemmer tun, eine Schwaermerei ist nun kein Beinbruch denn es ist ja nichts passiert und ausserdem sind die Gedanken frei. Nur weil ich einen Partner habe gehe ich ja auch nicht blind durch die Welt und verschliesse meine Augen vor Jedem der nett zu mir ist und mir Komplimente macht. Ist doch gut fuer's Ego, warum denn nicht? Jeder der hier sagt das er NUR seinen Partner anguckt luegt sich sowieso in die Tasche...
Letztendlich hat es ja offenbar dazu gefuehrt das du die Dinge ansprechen konntest bzw. ueber eure Zukunft nachgedacht hast.

Trotzdem: Es tut mir Leid mit deiner Gesundheit aber bei fehlendem Sex waere bei mir ziemlich bald Schluss... sorry aber entweder du unternimmst etwas oder dein Mann wird bald weg sein oder fremdgehen. Letztendlich hat jeder seine Beduerfnisse und natuerlich will er dir naeher kommen, was denn sonst. Ich an deiner Stelle wuerde mich schleunigst in Therapie begeben.

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11. Dezember 2019 um 14:09

Ok, dann habe ich dich falsch verstanden! So ergibt das auch mehr Sinn!

Ich habe ihn tatsächlich noch nie gefragt, ob er mit dem „wenigen Sex“ für immer leben könnte. Das hole ich mal nach. Stattdessen habe ich immer überlegt, warum wir in dem Punkt nie zusammenfinden. Danke für den Hinweis!

Ja, mein Mann meint, dass uns eine dritte Person nicht helfen kann. Dass wir das alleine hinkriegen müssen. 

@alle: ich finde es richtig toll, dass wir von meiner Fremdverliebtheit den Fokus auf meine Ehe gelenkt haben! So mache ich das ja selbst auch und halte es auch für das einzig sinnvolle! 
Der Maler hat übrigens nie offensiv geflirtet, wir unterhalten uns nur gut. Er forciert auf keinen Fall eine Affäre o.ä. - warum er mich nach mehreren Jahren plötzlich umarmt hat, weiß ich allerdings nicht. Daran ist aber auch nichts Verwerfliches und er dachte bestimmt nicht, dass er damit bei mir so ein Chaos auslöst!

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11. Dezember 2019 um 14:13

Ihr habts ja nun alleine versucht Und wirklich hinbekommen nicht. Dann kannst du ja auf jeden Fall damit argumentieren, dass es jetzt Zeit wird, Hilfe von außen anzunehmen.

Ich finds auch gut dass der Maler dich umarmt hat Wer weiß, sonst hätte dir vielleicht die Motivation gefehlt nochmal so intensiv an der Ehe zu arbeiten.

Darf ich eigentlich fragen, seit wann du und dein Partner keine vaginale Vereinigung mehr praktizieren können?

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11. Dezember 2019 um 14:25
In Antwort auf prem_12352620

Es ist gut das ihr gesprochen habt und daran arbeiten wollt, daran scheitert es ja bei den Meisten heutzutage schon weil sich keiner mehr in der Pflicht sieht sich Muehe zu geben. Auch wenn hier einige wie Unschuldslaemmer tun, eine Schwaermerei ist nun kein Beinbruch denn es ist ja nichts passiert und ausserdem sind die Gedanken frei. Nur weil ich einen Partner habe gehe ich ja auch nicht blind durch die Welt und verschliesse meine Augen vor Jedem der nett zu mir ist und mir Komplimente macht. Ist doch gut fuer's Ego, warum denn nicht? Jeder der hier sagt das er NUR seinen Partner anguckt luegt sich sowieso in die Tasche...
Letztendlich hat es ja offenbar dazu gefuehrt das du die Dinge ansprechen konntest bzw. ueber eure Zukunft nachgedacht hast.

Trotzdem: Es tut mir Leid mit deiner Gesundheit aber bei fehlendem Sex waere bei mir ziemlich bald Schluss... sorry aber entweder du unternimmst etwas oder dein Mann wird bald weg sein oder fremdgehen. Letztendlich hat jeder seine Beduerfnisse und natuerlich will er dir naeher kommen, was denn sonst. Ich an deiner Stelle wuerde mich schleunigst in Therapie begeben.

Geschwärmt habe ich in all der Zeit ehrlich gesagt sonst nie. Zweimal fand ich jemanden für wenige Stunden sehr anziehend, das war es
Aber klar, blind ist man nicht!

Deinen zweiten Teil empfinde ich wieder als ungerechtfertigtes Druckmachen, sorry. Ich bin mit meinem Mann seit sechs Wochen nicht intim geworden. Ansonsten 1-2 mal pro Woche. Wenn er deswegen fremdgeht oder mich verlässt, dann ist es so. 
Mich würde auch gerne abends eingekuschelt einschlafen, will er aber nicht. Deswegen verlasse ich ihn aber nicht. 

Bei manchen Beiträgen frage ich mich echt, wie oft andere Paare nach vielen Jahren miteinander schlafen. Jeden Tag? Das braucht mir doch keiner erzählen

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11. Dezember 2019 um 14:29
In Antwort auf melonchen1

Ihr habts ja nun alleine versucht Und wirklich hinbekommen nicht. Dann kannst du ja auf jeden Fall damit argumentieren, dass es jetzt Zeit wird, Hilfe von außen anzunehmen.

Ich finds auch gut dass der Maler dich umarmt hat Wer weiß, sonst hätte dir vielleicht die Motivation gefehlt nochmal so intensiv an der Ehe zu arbeiten.

Darf ich eigentlich fragen, seit wann du und dein Partner keine vaginale Vereinigung mehr praktizieren können?

Bis ich damit argumentiere, warte ich mal noch ein bisschen. Unser Gespräch ist ja erst zwei Wochen her. Es braucht ja Zeit, bevor man aus alten Mustern endgültig ausbricht und sich Veränderungen einstellen können...

Klar, darfst du fragen! 
Wir haben vor fünf Jahren in einer schimmeligen Wohnung gewohnt. In der Zeit habe ich plötzlich eine Magenschleimhautentzündung usw. entwickelt und es hat plötzlich vaginal sehr lange gebrannt. Wir sind sofort ausgezogen, aber vaginal wurde es nicht besser. Also setzte ich die Pille ab und es hörte auf. Leider hatte ich von da an starke Schmerzen. Es ist also - abgesehen von missglückten Versuchen  - über viereinhalb Jahre her, dass es geklappt hat. 
Davor war es viereinhalb Jahre wunderbar. Und in meiner Beziehung davor hatte ich auch nie Probleme. 

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11. Dezember 2019 um 14:33
In Antwort auf nimbus_18859717

Definiere wenig. 
1-2 mal wöchentlich finde ich nicht wenig nach so langer Zeit. 

Wenn die Stimmung schlecht ist oder ich gesundheitlich nicht kann, ist es halt seltener. 

Er sagt, er sei glücklich... 

Ja, aber so ohne GV ist es für ihn auf Dauer sicherlich auch nicht sehr erfüllend.

Bei den Unternehmungen verstehe ich ihn dann nicht.
Wenn Spaziergänge, Tee trinken und ein leckeres Gericht kochen die Höhepunkte eurer Partnerschaft sind, dann klingt das seeeehr langweilig.

Ich denle halt, dass er eben NICHT glücklich ist mit der Situation, sonst würde er im Streit nicht so mit Dir umgehen.

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11. Dezember 2019 um 14:39
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Ja, aber so ohne GV ist es für ihn auf Dauer sicherlich auch nicht sehr erfüllend.

Bei den Unternehmungen verstehe ich ihn dann nicht.
Wenn Spaziergänge, Tee trinken und ein leckeres Gericht kochen die Höhepunkte eurer Partnerschaft sind, dann klingt das seeeehr langweilig.

Ich denle halt, dass er eben NICHT glücklich ist mit der Situation, sonst würde er im Streit nicht so mit Dir umgehen.

Natürlich würden wir beide auch gerne richtigen GV haben! 

Die Höhepunkte unserer Ehe sind diese Aktivitäten natürlich nicht, sondern die normalen Wochenendaktivitäten  
Wir gehen auch mal ins Kino, abends was trinken, unternehmen was mit Freunden usw. 

Da beißt sich das Ganze in den Schwanz. Mein Mann meint, er würde so cholerisch werden, wenn er sich total in die Enge getrieben fühlt. Leider sind das Diskussionen, wo wir einfach nur anderer Meinung sind und man das auch einfach akzeptieren könnte. Ich selbst bin noch nie persönlich geworden, sondern beende einen Streit, wenn der nicht zielführend ist. 
Streittherapie wäre mal was...

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11. Dezember 2019 um 14:58
In Antwort auf nimbus_18859717

Bis ich damit argumentiere, warte ich mal noch ein bisschen. Unser Gespräch ist ja erst zwei Wochen her. Es braucht ja Zeit, bevor man aus alten Mustern endgültig ausbricht und sich Veränderungen einstellen können...

Klar, darfst du fragen! 
Wir haben vor fünf Jahren in einer schimmeligen Wohnung gewohnt. In der Zeit habe ich plötzlich eine Magenschleimhautentzündung usw. entwickelt und es hat plötzlich vaginal sehr lange gebrannt. Wir sind sofort ausgezogen, aber vaginal wurde es nicht besser. Also setzte ich die Pille ab und es hörte auf. Leider hatte ich von da an starke Schmerzen. Es ist also - abgesehen von missglückten Versuchen  - über viereinhalb Jahre her, dass es geklappt hat. 
Davor war es viereinhalb Jahre wunderbar. Und in meiner Beziehung davor hatte ich auch nie Probleme. 

Wow okay, also viereinhalb Jahre sind schon seeeehr lang!
Bist du diesbezüglich in einer guten Therapie? Ich denke so lang sollte niemand (und damit mein ich jetzt dich und nicht ihn ) leiden müssen...

Klar, euer Gespräch ist noch nicht so lang her. Aber das Streitverhalten mit den verletzenden Aussagen seinerseits besteht schon länger oder? Und darin liegt ja u.a. auch die Ursache.
Streittherapie bzw. Kommunikationsseminar fällt mir da auch ein, wie du schon erwähnt hast.

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11. Dezember 2019 um 15:00
In Antwort auf nimbus_18859717

Natürlich würden wir beide auch gerne richtigen GV haben! 

Die Höhepunkte unserer Ehe sind diese Aktivitäten natürlich nicht, sondern die normalen Wochenendaktivitäten  
Wir gehen auch mal ins Kino, abends was trinken, unternehmen was mit Freunden usw. 

Da beißt sich das Ganze in den Schwanz. Mein Mann meint, er würde so cholerisch werden, wenn er sich total in die Enge getrieben fühlt. Leider sind das Diskussionen, wo wir einfach nur anderer Meinung sind und man das auch einfach akzeptieren könnte. Ich selbst bin noch nie persönlich geworden, sondern beende einen Streit, wenn der nicht zielführend ist. 
Streittherapie wäre mal was...

Kannst Du mal ein Beispiel für einen solchen Streitgrund und deren Verlauf geben?

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11. Dezember 2019 um 15:57
In Antwort auf melonchen1

Wow okay, also viereinhalb Jahre sind schon seeeehr lang!
Bist du diesbezüglich in einer guten Therapie? Ich denke so lang sollte niemand (und damit mein ich jetzt dich und nicht ihn ) leiden müssen...

Klar, euer Gespräch ist noch nicht so lang her. Aber das Streitverhalten mit den verletzenden Aussagen seinerseits besteht schon länger oder? Und darin liegt ja u.a. auch die Ursache.
Streittherapie bzw. Kommunikationsseminar fällt mir da auch ein, wie du schon erwähnt hast.

Bisher bin ich nicht in Therapie. Dieses Jahr waren die letzten körperlichen Untersuchungen. Es KANN zwar sein, dass meine Endometriose schuld ist, aber 100%ig kann das nicht festgestellt werden.
Ich möchte mich aber Anfang 2020 darum kümmern, eine Therapie zu bekommen. Außerdem arbeite ich auch selbst an dem Problem, da gibt’s ja mehrere Wege. 

Ja, die verletzenden Aussagen gibt es seit der Hochzeit circa, also seit sechs Jahren. Davor war alles wunderbar. 
 

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11. Dezember 2019 um 16:05
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Kannst Du mal ein Beispiel für einen solchen Streitgrund und deren Verlauf geben?

Thema Auto:
Unser Auto hatte einen großen Schaden. Ich war für Verkauf, hatte schon seit Monaten ein schlechtes Gefühl. Er wollte mehrere Tausend Euro reinstecken. 
Ich schlug vor, einfach wieder einen Kleinwagen zu kaufen, mit unserem Wagen vorher hatten wir nie Probleme. 
Irgendwann wurde er ausfallend, stellte mich als manipulative Person dar, sagte, dass er mehr verdiene als ich, dass es deswegen SEIN Auto sei und ER bestimme, ob dafür nochmal Geld ausgegeben wird. Das schaukelte sich total hoch...
(Im Endeffekt war es ein Totalschaden und das Auto existiert nicht mehr). 

Thema Handy:
Ich war einkaufen, wir hatten Reste zuhause, die wir danach zusammen essen wollten. Mein Handy hing an der Steckdose, ich hatte es also nicht mit. 
Komme nach Hause: 
Direkt vorwurfsvolle Frage, wieso ich mein Handy nicht dabei hätte. 
Er habe jetzt alles gegessen, für mich ist nix da, ich müsse mir dann jetzt was kochen. 
Ich meinte, dass ich es schön gefunden hätte, wenn er auf mich gewartet hätte. Ich habe mir schon gedacht, dass das Essen wenig sein wird und habe für ihn noch etwas gekauft (was ich wegen einer Unverträglichkeit nicht essen kann). Er motzte rum, dass man damit rechnen muss, wenn man sein Handy nicht mitnimmt und er halt vor zwölf schon Mittag essen wollte. 
Ich habe dann alleine alles ausgepackt und mir was gekocht...

Thema Uni:
Ich bin aus einem Kurs rausgeflogen, weil ich eine Abgabefrist verpasst habe (hatte mir ein falsches Datum notiert). Ich ging zu ihm und habe es ihm traurig erzählt. 
Er tickte sofort aus: 
- warum ich immer alles aufschieben müsse
- ob ich dieses Studium genauso versauen will wie mein erstes (habe das vor Jahren abgebrochen und mich beruflich umorientiert)
- was ich mache, wenn mein Vertrag ausläuft (in 1,5 Jahren) und ich immer noch studiere. Dann bekäme ich ja kein ALG1 und würde mich auf seinem Gehalt ausruhen...
Usw. 

Ich bin jedes Mal überrumpelt, woher diese Ausbrüche jetzt kommen. 

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11. Dezember 2019 um 16:15

Ähem... das ist aber schon eine Hausnummer....
ICH würde mir das nicht gefallen lassen.

Wenn du dich in Therapie begibst und alles dafür tust damit euer Sexleben für euch beide wieder wirklich befriedigend wird, dann soll er gefälligst auch alles dafür tun, dass er normal mit dir umgeht!! Und zwar auch wenn ihm was nicht passt.

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11. Dezember 2019 um 16:19
In Antwort auf melonchen1

Ähem... das ist aber schon eine Hausnummer....
ICH würde mir das nicht gefallen lassen.

Wenn du dich in Therapie begibst und alles dafür tust damit euer Sexleben für euch beide wieder wirklich befriedigend wird, dann soll er gefälligst auch alles dafür tun, dass er normal mit dir umgeht!! Und zwar auch wenn ihm was nicht passt.

Bisher waren auch alle schockiert, wenn ich von diesen Ausbrüchen erzähle. Das traut man ihm so gar nicht zu, er ist immer sehr gut drauf und charmant - nur zuhause oft nicht...
Die drei Streits fanden übrigens seit Oktober statt und waren nicht die einzigen. 

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11. Dezember 2019 um 23:53
In Antwort auf nimbus_18859717

Hallo zusammen, 

ich habe mich eben frisch angemeldet, nachdem ich einige alte Diskussionen zum gleichen Thema gelesen habe...

Kurz zur Vorgeschichte: 
Ich bin seit neun Jahren mit meinem Partner zusammen, seit sechs Jahren sind wir verheiratet. Wir sind beide Ende 20 und wohnen zusammen, haben keine Kinder. 
Wir haben sehr viel zusammen durchgestanden. Das sage ich nicht nur so daher, ich habe gesundheitlich einiges durchmachen müssen, mein Mann hat dieses Jahr extremen Stress innerhalb der Familie, auf den ich nicht näher eingehen kann. Er sagt, dass er die Zeit ohne mich nicht geschafft hätte. Wir unterstützen uns gegenseitig und hören uns bei unseren Problemen zu, versuchen dem anderen zu helfen. 

Unsere Beziehung habe ich immer als stabil empfunden. Nie habe ich über eine Trennung nachgedacht, obwohl wir auch Schwierigkeiten haben. Durch meine gesundheitlichen Probleme musste ich mich oft sehr schonen und war nicht sehr gut gelaunt. Das heißt, dass wir nicht viel unternommen haben und leider oft auf dem Sofa saßen und ferngesehen haben. Allerdings haben wir auch gerne Spaziergänge mit unserem Hund unternommen, sitzen gerne mit einer Tasse Tee zusammen und kochen am Wochenende ein leckeres Gericht. 
Mein Mann versucht, mich zu unterstützen, schafft (bzw. will eigentlich) es aber leider nicht immer. So bleibt der Haushalt und das abendliche Kochen öfter liegen und ich muss dann doch selbst ran, auch wenn es mir an dem Tag nicht so gut geht. 
Da wir uns immer gut unterhalten konnten, waren wir beide dennoch glücklich. Im Bett läuft es allerdings seit Jahren nicht mehr so gut bzw. möchte und kann ich einfach nicht so oft. Mein Mann baut unbewusst ständig Druck auf, weil er gerne häufiger möchte und ich muss ihn oft abblitzen lassen, worauf er gefühlskalt reagiert... Seit Jahren habe ich leider Schmerzen beim GV, was körperlich abgeklärt ist. Meine Gyn vermutet eine psychische Blockade. Also fällt genitaler GV für uns weg, ich arbeite aber daran (Stichwort Vaginismus). Das ist für meinen Mann schwierig zu verstehen, da ich immer gerne und viel mit ihm geschlafen habe. Dass es mir damit auch nicht gut geht, muss ich wohl nicht dazu sagen...
Außerdem haben wir leider keine gute Streitkultur. Ich neige dazu, sehr emotional zu werden oder aber lange Dinge in mich reinzufressen. Mein Mann wird im Streit leider schnell sehr persönlich und verletzt mich dann mit seinen Worten... Darüber haben wir schon oft gesprochen, aber dieses Jahr hat es überhand genommen. Mein Mann hat mich sogar verbal angegriffen, wenn ich ihm nur etwas erzählt habe, wo ich Trost erwartet hätte - stattdessen kamen Vorwürfe. 

Ich hätte an unserer Situation wohl nie etwas geändert. Schließlich kennen wir uns sehr lange und er bedeutet mir viel, auch wenn ich momentan nicht von Liebe sprechen kann. Er ist meine Familie und ein großer Teil meines Lebens...

Und dann erwachte ich plötzlich aus meinem gemütlichen Leben. Wir haben an unserem Haus viel renoviert und beauftragen immer dieselben Handwerker. Zurzeit sind wir in den letzten Zügen und haben nur noch wenige Malerarbeiten zu erledigen. Vor sechs Wochen umarmte unser Maler mich zu Begrüßung und mein Herz raste. Ich kenne ihn seit mehreren Jahren und fand ihn immer sehr sympathisch und auch attraktiv, habe da aber nie drüber nachgedacht. Und dann das. Erst dachte ich mir nichts dabei, aber das Gefühl blieb. Ich konnte mich schlecht konzentrieren, verfiel in Tagträumereien. Ich habe mit meinen besten Freundinnen darüber gesprochen und versucht herauszufinden, woher dieses Gefühlschaos kommt. Zeitgleich konnte ich mit meinem Mann nicht mehr intim werden. Es ging einfach nicht. 
Wichtig ist vielleicht auch, dass mein Mann schon öfter gewitzelt hat, unser Maler stünde auf mich, weil dieser mit mir kein Wort wechselt, sobald mein Mann anwesend ist, ansonsten aber sehr gerne mit mir spricht. 

Sechs Wochen später sieht es so aus:
Meine Schwärmerei ist etwas abgeflaut. Allerdings denke ich täglich mehrfach an ihn und morgen arbeitet er erneut in unserem Haus. Ich bin gespannt, wie es mir geht und hoffe darauf, dass ich ernüchtert sein werde und mich in etwas reingesteigert habe. 
Mit meinem Mann hatte ich vor zwei Wochen ein klärendes Gespräch. Ich habe alles auf den Tisch gebracht, bis auf die Fremdschwärmerei. Wir haben über Trennung gesprochen und uns entschieden, an unserer Ehe zu arbeiten. Er sagt, ich sei die Liebe seines Lebens und dass er mich nicht verlieren will. Eventuell macht er auch eine Therapie wegen der familiären Probleme, da ich ihm da nicht ausreichend helfen kann. 
Seitdem haben wir uns nicht mehr gestritten, ich kann ihn teilweise wieder in den Arm nehmen und wir geben uns auch mal einen Kuss. Allerdings baute er gestern wieder Druck auf und ich beginne wieder, mich von ihm zu distanzieren. Für intime Momente bin ich noch nicht bereit. Kaum sind wir uns näher und lachen, fragt er, ob wir uns Schlafzimmer gehen können...

Habt ihr Tipps, was ich machen kann?
Findet ihr unser Vorgehen richtig oder sollten wir etwas anders machen? 
Mein Text ist eventuell etwas wirr - fragt bei Unklarheiten gerne nach!

Ich freue mich auf eure Antworten! 

Verida

wirkliche liebe ist das wohl nicht mehr... 

Gewohnheit !?     

hast du auch sexuelles verlangen nach dem anderen?

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12. Dezember 2019 um 8:14
In Antwort auf carina2019

wirkliche liebe ist das wohl nicht mehr... 

Gewohnheit !?     

hast du auch sexuelles verlangen nach dem anderen?

Beinhaltet das eine Schwärmerei nicht immer? 

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12. Dezember 2019 um 9:01
In Antwort auf nimbus_18859717

Bisher waren auch alle schockiert, wenn ich von diesen Ausbrüchen erzähle. Das traut man ihm so gar nicht zu, er ist immer sehr gut drauf und charmant - nur zuhause oft nicht...
Die drei Streits fanden übrigens seit Oktober statt und waren nicht die einzigen. 

"er ist immer sehr gut drauf und charmant - nur zuhause oft nicht..."

das ist durchaus normal in solchen fällen. er will ja auch vor anderen gut dastehen, und wird sich hüten, sowas öffentlich auszuleben! fakt ist, dass er den respekt vor dir anscheinend verloren hat. bist du in irgend einer weise von ihm abhängig?

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12. Dezember 2019 um 9:17
In Antwort auf bence_11922211

"er ist immer sehr gut drauf und charmant - nur zuhause oft nicht..."

das ist durchaus normal in solchen fällen. er will ja auch vor anderen gut dastehen, und wird sich hüten, sowas öffentlich auszuleben! fakt ist, dass er den respekt vor dir anscheinend verloren hat. bist du in irgend einer weise von ihm abhängig?

Abhängig würde ich es nicht nennen. 

Ich habe die ersten Jahre unserer Beziehung studiert (und nebenbei gearbeitet), danach habe ich eine Ausbildung gemacht. Während dieser Zeiten hatte ich natürlich nicht so viel Geld. 
Seit über zwei Jahren arbeite ich nun, seit über einem Jahr verdiene ich nun so viel, dass ich auch alleine leben könnte. Es war ein Riesentheater, als wir die Steuerklassen gewechselt haben. Schließlich hat er dann ja weniger Netto, wenn wir beide in IV sind, aber jedes Jahr nachzahlen wollte ich nicht mehr. 

Das Thema Geld kommt auch leider immer wieder auf. Er meint dazu, dass er sich nur Sorgen macht, dass ich nicht klarkommen würde, wenn ihm mal was passiert. Warum er deswegen stets betonen muss, dass er mehr verdient, verstehe ich aber auch nicht...

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12. Dezember 2019 um 13:06
In Antwort auf nimbus_18859717

Beinhaltet das eine Schwärmerei nicht immer? 

Tja dann weißt du dass deine lustlosigKeit nur deinem Partner gilt....  also?

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12. Dezember 2019 um 14:17
In Antwort auf nimbus_18859717

Hallo zusammen, 

ich habe mich eben frisch angemeldet, nachdem ich einige alte Diskussionen zum gleichen Thema gelesen habe...

Kurz zur Vorgeschichte: 
Ich bin seit neun Jahren mit meinem Partner zusammen, seit sechs Jahren sind wir verheiratet. Wir sind beide Ende 20 und wohnen zusammen, haben keine Kinder. 
Wir haben sehr viel zusammen durchgestanden. Das sage ich nicht nur so daher, ich habe gesundheitlich einiges durchmachen müssen, mein Mann hat dieses Jahr extremen Stress innerhalb der Familie, auf den ich nicht näher eingehen kann. Er sagt, dass er die Zeit ohne mich nicht geschafft hätte. Wir unterstützen uns gegenseitig und hören uns bei unseren Problemen zu, versuchen dem anderen zu helfen. 

Unsere Beziehung habe ich immer als stabil empfunden. Nie habe ich über eine Trennung nachgedacht, obwohl wir auch Schwierigkeiten haben. Durch meine gesundheitlichen Probleme musste ich mich oft sehr schonen und war nicht sehr gut gelaunt. Das heißt, dass wir nicht viel unternommen haben und leider oft auf dem Sofa saßen und ferngesehen haben. Allerdings haben wir auch gerne Spaziergänge mit unserem Hund unternommen, sitzen gerne mit einer Tasse Tee zusammen und kochen am Wochenende ein leckeres Gericht. 
Mein Mann versucht, mich zu unterstützen, schafft (bzw. will eigentlich) es aber leider nicht immer. So bleibt der Haushalt und das abendliche Kochen öfter liegen und ich muss dann doch selbst ran, auch wenn es mir an dem Tag nicht so gut geht. 
Da wir uns immer gut unterhalten konnten, waren wir beide dennoch glücklich. Im Bett läuft es allerdings seit Jahren nicht mehr so gut bzw. möchte und kann ich einfach nicht so oft. Mein Mann baut unbewusst ständig Druck auf, weil er gerne häufiger möchte und ich muss ihn oft abblitzen lassen, worauf er gefühlskalt reagiert... Seit Jahren habe ich leider Schmerzen beim GV, was körperlich abgeklärt ist. Meine Gyn vermutet eine psychische Blockade. Also fällt genitaler GV für uns weg, ich arbeite aber daran (Stichwort Vaginismus). Das ist für meinen Mann schwierig zu verstehen, da ich immer gerne und viel mit ihm geschlafen habe. Dass es mir damit auch nicht gut geht, muss ich wohl nicht dazu sagen...
Außerdem haben wir leider keine gute Streitkultur. Ich neige dazu, sehr emotional zu werden oder aber lange Dinge in mich reinzufressen. Mein Mann wird im Streit leider schnell sehr persönlich und verletzt mich dann mit seinen Worten... Darüber haben wir schon oft gesprochen, aber dieses Jahr hat es überhand genommen. Mein Mann hat mich sogar verbal angegriffen, wenn ich ihm nur etwas erzählt habe, wo ich Trost erwartet hätte - stattdessen kamen Vorwürfe. 

Ich hätte an unserer Situation wohl nie etwas geändert. Schließlich kennen wir uns sehr lange und er bedeutet mir viel, auch wenn ich momentan nicht von Liebe sprechen kann. Er ist meine Familie und ein großer Teil meines Lebens...

Und dann erwachte ich plötzlich aus meinem gemütlichen Leben. Wir haben an unserem Haus viel renoviert und beauftragen immer dieselben Handwerker. Zurzeit sind wir in den letzten Zügen und haben nur noch wenige Malerarbeiten zu erledigen. Vor sechs Wochen umarmte unser Maler mich zu Begrüßung und mein Herz raste. Ich kenne ihn seit mehreren Jahren und fand ihn immer sehr sympathisch und auch attraktiv, habe da aber nie drüber nachgedacht. Und dann das. Erst dachte ich mir nichts dabei, aber das Gefühl blieb. Ich konnte mich schlecht konzentrieren, verfiel in Tagträumereien. Ich habe mit meinen besten Freundinnen darüber gesprochen und versucht herauszufinden, woher dieses Gefühlschaos kommt. Zeitgleich konnte ich mit meinem Mann nicht mehr intim werden. Es ging einfach nicht. 
Wichtig ist vielleicht auch, dass mein Mann schon öfter gewitzelt hat, unser Maler stünde auf mich, weil dieser mit mir kein Wort wechselt, sobald mein Mann anwesend ist, ansonsten aber sehr gerne mit mir spricht. 

Sechs Wochen später sieht es so aus:
Meine Schwärmerei ist etwas abgeflaut. Allerdings denke ich täglich mehrfach an ihn und morgen arbeitet er erneut in unserem Haus. Ich bin gespannt, wie es mir geht und hoffe darauf, dass ich ernüchtert sein werde und mich in etwas reingesteigert habe. 
Mit meinem Mann hatte ich vor zwei Wochen ein klärendes Gespräch. Ich habe alles auf den Tisch gebracht, bis auf die Fremdschwärmerei. Wir haben über Trennung gesprochen und uns entschieden, an unserer Ehe zu arbeiten. Er sagt, ich sei die Liebe seines Lebens und dass er mich nicht verlieren will. Eventuell macht er auch eine Therapie wegen der familiären Probleme, da ich ihm da nicht ausreichend helfen kann. 
Seitdem haben wir uns nicht mehr gestritten, ich kann ihn teilweise wieder in den Arm nehmen und wir geben uns auch mal einen Kuss. Allerdings baute er gestern wieder Druck auf und ich beginne wieder, mich von ihm zu distanzieren. Für intime Momente bin ich noch nicht bereit. Kaum sind wir uns näher und lachen, fragt er, ob wir uns Schlafzimmer gehen können...

Habt ihr Tipps, was ich machen kann?
Findet ihr unser Vorgehen richtig oder sollten wir etwas anders machen? 
Mein Text ist eventuell etwas wirr - fragt bei Unklarheiten gerne nach!

Ich freue mich auf eure Antworten! 

Verida

du hast das alles wirklich sehr gut geschildert und man spürt so richtig deine leichte Irritation.  

Trotzdem frage ich mich, ob du deine Ehe überhaupt noch retten willst.  




 

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12. Dezember 2019 um 14:40
In Antwort auf fehu

du hast das alles wirklich sehr gut geschildert und man spürt so richtig deine leichte Irritation.  

Trotzdem frage ich mich, ob du deine Ehe überhaupt noch retten willst.  




 

Auf jeden Fall!
Einfach hinschmeißen, ohne es versucht zu haben, kommt für mich nicht infrage! 

Der andere Mann war heute da. Wir haben uns unterhalten, während er gearbeitet hat und ich mag ihn sehr. Zum Abschied gab es wieder eine Umarmung, das war’s. Leider hat sich die Verwirrung also nicht von selbst gelöst. Aber eventuell muss ich das einfach aussitzen. 

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12. Dezember 2019 um 14:49
In Antwort auf nimbus_18859717

Auf jeden Fall!
Einfach hinschmeißen, ohne es versucht zu haben, kommt für mich nicht infrage! 

Der andere Mann war heute da. Wir haben uns unterhalten, während er gearbeitet hat und ich mag ihn sehr. Zum Abschied gab es wieder eine Umarmung, das war’s. Leider hat sich die Verwirrung also nicht von selbst gelöst. Aber eventuell muss ich das einfach aussitzen. 

Ich würde auch sagen, lass es erst einmal laufen und warte ab, was kommt.

Falls dir aber wirklich etwas an deiner Ehe liegen sollte, oder du ich echte Schwierigkeiten geraten solltest, dann melde dich bei mir. Wir finden bestimmt einen Weg, wo du wieder unbelastet und fröhlich jeden neuen Tag beginnen kannst. 

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13. Dezember 2019 um 14:54

Mein Mann ist nun zu einer Therapie bereit, wir haben gestern noch einmal ein sehr offenes Gespräch geführt. Ich erkundige mich über die Feiertage, wo wir die Therapie gerne machen möchten. 

Wenn ihr mögt, halte ich euch ab und an auf dem Laufenden. 

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