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Schwanger von Ex-Freund (Borderliner!)

17. November 2018 um 20:57

Hallo,


ich bin ganz neu in diesem Forum und hoffe, dass sich jemand auf dem Gebiet auskennt, um mir weiterzuhelfen.


Mein (mittlerweile) Ex-Freund ist Borderliner. Wir waren seit ca. 1 Jahr zusammen, er hat mich unzählige Male betrogen, manipuliert, etc. - ich denke, wenn sich jemand auf diesem Gebiet auskennt, muss ich nicht genau ausführen, wie er das getan hat. Ich habe selber psychisch etwas davongetragen und werde nun eine Therapie machen.


Mein Ex ist nun mittlerweile in Therapie, hat vor der Trennung viele Dinge mir zuliebe geändert (keine Drogen mehr, keine anderen Frauen mehr, etc.). Ich habe nun (ENDLICH!) gesehen, dass er wirklich an sich arbeitete. Irgendwie war ich aber trotzdem nur mehr unglücklich und habe ihm das Leben gerade am Ende sehr schwer gemacht, obwohl er sich wirklich bessern konnte und wollte. Ich hatte einfach keine Kraft mehr. Da wir gegen Ende nur mehr gestritten haben und er täglich Wutanfälle (inkl. SVV, Möbel zertrümmern, etc.) hatte, haben wir die Beziehung beendet. Wir lieben uns beide sehr, aber wir machen uns gegenseitig kaputt bis zum Schlimmsten.


Das Problem ist nun, dass ich seit zwei Wochen weiß, dass ich schwanger bin. Wir wohnen auch noch praktisch als "Freunde" zusammen, bis er eine neue Wohnung gefunden hat. Er möchte das Kind unbedingt haben, ich bin mir jedoch gar nicht mehr sicher was ich will. Ich weiß nicht, ob ich ihm noch eine Chance geben kann/will und einfach ein bisschen geduldiger sein sollte unserer Liebe und dem Kind zuliebe. Ich weiß nicht, ob ich das Kind überhaupt bekommen möchte, da die ganze Situation eine totale Katastrophe ist und das ja auch nicht das beste für das Baby wäre. Oder sollte ich einfach mit ihm befreundet bleiben und das Baby alleine großziehen? Oder abwarten wie die Therapie hilft und eventuell später einen weiteren Versuch für eine Beziehung wagen?


Ich bin total überfordert mit der Situation und habe Angst vor der Zukunft, falls ich dieses Baby bekommen. Hinzu kommen noch die Schwangerschaftshormone
Würde mich sehr freuen, wenn mir jemand seine Erfahrungen in diesem Bereich erläutern könnte oder vielleicht eine Meinung dazu sagen könnte.


Danke!!

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17. November 2018 um 22:52

Ok, vorab eines: DAS ist keine Liebe! Ich habe Erfahrung mit Borderlinern und die Treffen meistens auf den psychologischen Gegenpart, in diesem Fall du. Schlimm ist: man fühlt sich verbunden, tief verbunden, hat viele Emotionen, die sich wie Liebe anfühlen aber nicht sind.
Mal ganz klar forumliert: Ein Kind ist das schlimmste, was euch beiden gerade passieren kann...und der absolute Horror für das werdende Wesen. Kinder oder Babys sollten gar nicht in der Nähe von Eltern mit Borderline sein.
Die Idee, dass er sich wirklich ändert, kannst du knicken...das braucht Jahre an Therapie und dennoch sind sie nie gesund, geheilt oder oder oder...ein Rückfall jederzeit möglich...willst du das wirklich für dich und deine Zukunft?

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18. November 2018 um 12:53

Trennen und das Kind alleine groß ziehen. Definitiv.

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18. November 2018 um 14:08
In Antwort auf eldee7

Hallo,


ich bin ganz neu in diesem Forum und hoffe, dass sich jemand auf dem Gebiet auskennt, um mir weiterzuhelfen.


Mein (mittlerweile) Ex-Freund ist Borderliner. Wir waren seit ca. 1 Jahr zusammen, er hat mich unzählige Male betrogen, manipuliert, etc. - ich denke, wenn sich jemand auf diesem Gebiet auskennt, muss ich nicht genau ausführen, wie er das getan hat. Ich habe selber psychisch etwas davongetragen und werde nun eine Therapie machen. 


Mein Ex ist nun mittlerweile in Therapie, hat vor der Trennung viele Dinge mir zuliebe geändert (keine Drogen mehr, keine anderen Frauen mehr, etc.). Ich habe nun (ENDLICH!) gesehen, dass er wirklich an sich arbeitete. Irgendwie war ich aber trotzdem nur mehr unglücklich und habe ihm das Leben gerade am Ende sehr schwer gemacht, obwohl er sich wirklich bessern konnte und wollte. Ich hatte einfach keine Kraft mehr. Da wir gegen Ende nur mehr gestritten haben und er täglich Wutanfälle (inkl. SVV, Möbel zertrümmern, etc.) hatte, haben wir die Beziehung beendet. Wir lieben uns beide sehr, aber wir machen uns gegenseitig kaputt bis zum Schlimmsten. 


Das Problem ist nun, dass ich seit zwei Wochen weiß, dass ich schwanger bin. Wir wohnen auch noch praktisch als "Freunde" zusammen, bis er eine neue Wohnung gefunden hat. Er möchte das Kind unbedingt haben, ich bin mir jedoch gar nicht mehr sicher was ich will. Ich weiß nicht, ob ich ihm noch eine Chance geben kann/will und einfach ein bisschen geduldiger sein sollte unserer Liebe und dem Kind zuliebe. Ich weiß nicht, ob ich das Kind überhaupt bekommen möchte, da die ganze Situation eine totale Katastrophe ist und das ja auch nicht das beste für das Baby wäre. Oder sollte ich einfach mit ihm befreundet bleiben und das Baby alleine großziehen? Oder abwarten wie die Therapie hilft und eventuell später einen weiteren Versuch für eine Beziehung wagen?


Ich bin total überfordert mit der Situation und habe Angst vor der Zukunft, falls ich dieses Baby bekommen. Hinzu kommen noch die Schwangerschaftshormone  
Würde mich sehr freuen, wenn mir jemand seine Erfahrungen in diesem Bereich erläutern könnte oder vielleicht eine Meinung dazu sagen könnte.


Danke!!
 

Da ich zufällig Borderliner kenne würde ich dir raten - davon Abstand zu nehmen und diesem lieben Freund alle Gründe zu nehmen, weiterhin mit dir in Kontakt bleiben zu müssen uw. 

Von Hochs bis zu den Tiefen ist bei denen alles dabei . Grenzen kennen sie nicht und werden überschritten . Als normaler Mensch undenkbar da überhaupt daran zu denken mit so jemand ein Kind zu bekommen .

Schlägt seine Liebe gänzlich in Hass um - das sowieso passieren wird - kannst du dich warm anziehen und das Baby auch .
 

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18. November 2018 um 14:19

Das Kind würde ich  ihm auch nicht alleine überlassen, nur unter Aufsicht 

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18. November 2018 um 14:27

Danke für eure Antworten, es hilft mir ungemein eure Meinungen dazu zu hören. Ich werde morgen eine Beratungsstelle aufsuchen und auch in meiner Therapie (die nächste Woche beginnt) versuchen so schnell wie möglich eine Richtung zu finden.

Eine Frage habe ich noch - wie geistundsinn1 geschrieben hat, könnte ich mich und das Baby, wenn er umschlägt, warm anziehen. Momentan scheint unsere distanzierte Beziehung jedoch stabil zu sein, er ist frei, ich nörgel nicht an ihm rum und somit ist er immer ruhig und wir können normal miteinander reden. So wie es jetzt ist gibt es keine Probleme und ich hoffe das bleibt so, bis er auszieht. Ich habe auch den Eindruck, dass er selber wahrnimmt wie schlecht wir für einander sind und somit die Trennung wirklich auch will und akzeptiert (auch wenn er meint wir sehen wie sich die Dinge entwickeln und offen halten will, ob wir beispielsweise in einem Jahr, wenn wir beide einen Schritt weiter sind, einen weiteren Versuch wagen). Wir hassen uns auch nicht.

Meine Frage ist nun - wie ist eure Erfahrung mit Borderlinern in dieser Situation? Er macht momentan keine Anstalten, dass er mich zurück will und sagt, es geht ihm jetzt viel besser, weil er keinen Druck und Stress von meiner Seite mehr hat und somit auch nicht aggressiv wird, etc. Kann es sein, dass sich das Blatt wieder wendet? Das möchte ich nämlich absolut nicht mehr. Wir haben uns sehr oft getrennt, aber normalerweise wollte er es nach höchstens zwei Tagen wieder versuchen. Jetzt ist schon eine Woche vergangen. Kann ich mich darauf verlassen, dass die Situation so bleibt?
Müsste ich mir außerdem Sorgen um das Baby machen? Ich weiß er liebt Kinder abgöttisch und wollte immer Kinder. Er will dieses Baby auch mehr als ich. Aber ich denke, was wenn er in ein paar Jahren mal alleine mit dem Kind wäre und einen Rückfall hat, ist das Kind dann sicher? Ich mache mir diesbezüglich große Sorgen, weil ich so etwas nicht einschätzen kann. Auch weil Kinder mit so einer "Veranlagung" in einem solchen Umfeld auch dazu tendieren, Borderliner zu werden, habe ich gelesen.


Vielen Dank nochmals für eure Zeit und eure Ratschläge!!

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18. November 2018 um 14:31

Nein, mit einem Borderliner ist nichts sicher auch das Kind nicht 

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18. November 2018 um 14:44
In Antwort auf eldee7

Danke für eure Antworten, es hilft mir ungemein eure Meinungen dazu zu hören. Ich werde morgen eine Beratungsstelle aufsuchen und auch in meiner Therapie (die nächste Woche beginnt) versuchen so schnell wie möglich eine Richtung zu finden.

Eine Frage habe ich noch - wie geistundsinn1 geschrieben hat, könnte ich mich und das Baby, wenn er umschlägt, warm anziehen. Momentan scheint unsere distanzierte Beziehung jedoch stabil zu sein, er ist frei, ich nörgel nicht an ihm rum und somit ist er immer ruhig und wir können normal miteinander reden. So wie es jetzt ist gibt es keine Probleme und ich hoffe das bleibt so, bis er auszieht. Ich habe auch den Eindruck, dass er selber wahrnimmt wie schlecht wir für einander sind und somit die Trennung wirklich auch will und akzeptiert (auch wenn er meint wir sehen wie sich die Dinge entwickeln und offen halten will, ob wir beispielsweise in einem Jahr, wenn wir beide einen Schritt weiter sind, einen weiteren Versuch wagen). Wir hassen uns auch nicht.

Meine Frage ist nun - wie ist eure Erfahrung mit Borderlinern in dieser Situation? Er macht momentan keine Anstalten, dass er mich zurück will und sagt, es geht ihm jetzt viel besser, weil er keinen Druck und Stress von meiner Seite mehr hat und somit auch nicht aggressiv wird, etc. Kann es sein, dass sich das Blatt wieder wendet? Das möchte ich nämlich absolut nicht mehr. Wir haben uns sehr oft getrennt, aber normalerweise wollte er es nach höchstens zwei Tagen wieder versuchen. Jetzt ist schon eine Woche vergangen. Kann ich mich darauf verlassen, dass die Situation so bleibt?
Müsste ich mir außerdem Sorgen um das Baby machen? Ich weiß er liebt Kinder abgöttisch und wollte immer Kinder. Er will dieses Baby auch mehr als ich. Aber ich denke, was wenn er in ein paar Jahren mal alleine mit dem Kind wäre und einen Rückfall hat, ist das Kind dann sicher? Ich mache mir diesbezüglich große Sorgen, weil ich so etwas nicht einschätzen kann. Auch weil Kinder mit so einer "Veranlagung" in einem solchen Umfeld auch dazu tendieren, Borderliner zu werden, habe ich gelesen.


Vielen Dank nochmals für eure Zeit und eure Ratschläge!!

Meine Schwester Krankenschwester hat mal zu mir gesagt - mit diesen Menschen ist nicht zu spaßen, wenn die böse werden kann es sein, dass sie deine Kaninchen auf die Haustüre nageln ! Nur, so als Ansatz !

Du hast eine PN!

Und so ein Umfeld ist ungesund - weil Borderliner nicht "normal" denken und agieren . DAher ist es auch ein anerkanntes Krankheitsbild . Und durch dieses heiß und kalt (anderen gegenüber) vermittelt man ein krankes Gesamtbild und Kinder orienterien sich danach !

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18. November 2018 um 15:10
In Antwort auf herbstblume6

Nein, mit einem Borderliner ist nichts sicher auch das Kind nicht 

Hast du auch Erfahrungen mit Borderlinern?

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18. November 2018 um 15:44
In Antwort auf eldee7

Hast du auch Erfahrungen mit Borderlinern?

Überwiegend beruflich 

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18. November 2018 um 17:47

Liebe Theola - das ist genau die Misere - ein Borderliner akzeptiert kein NEIN . Der macht seine Regeln und geht weit über seine Grenzen hinaus - das steckt übrigens auch im Titel der Krankheit .

Viele setzen dann vor lauter Übermut ihre Medikamente ab und dann geht die Post erst recht ab .

Deine Befürchtungen denke ich - sind aus dem Hemdsärmel gezogen . Die TE fragt hier nach und konstruktive Antworten wären gefragt . Nicht irgendwelche Phrasen die keinem helfen .

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18. November 2018 um 18:04

@eldee7: du leidest am Helfersyndrom und das sind die idealen "Partner" für Borderliner, weil die alles mit sich machen lassen. Du kannst einem Borderliner nicht vertrauen, aber du willst es offenbar nicht wahrhaben.
Bitte, bitte, bitte schaue auf DICH. Was ist dein Anteil an der Misere? Verdienst du keinen gesunden, geistig gesunden Mann an deiner Seite, der dich nicht manipuliert, oder eben auch vollkommen Psycho werden kann, wenn ihm was nicht in den Kram passt? Woher kommt bei dir dieses Fehlen aller, wirklich aller Schutzmechanismen, das Schönreden, Schöndenken, Schönhoffen auf etwas, was nie im Leben gut gehen wird?
Du begibst dich seit langer Zeit in hochgradige körperliche wie seelisch-psychische Gewalt und...tusts nichts, außer Verständnis äußern dafür? (Schaue bitte auf deine Eltern-Kind-Beziehung)
Ich empfehle dir Literatur zu deinem inneren Kind, denn das venachlässigst du gerade absolut! Du bist dazu da, um dich zu schützen und höre endlich auf, diesem Vollpfosten vom Schönredner/Borderliner auch nur einen Funken an Mitgefühl entgegen zu bringen. Er verdient es nicht, nade, niente, null!

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18. November 2018 um 18:15

Ich denke, es ist einfach wichtig, dass du dir, ganz unabhängig von ihm, überlegst, was du möchtest. Und gehe dabei vom Schlimmsten aus: du wirst allein erziehend, hast evt Probleme mit den Alimenten und was auch immer zusammen kommt. Du musst vielleicht unter schwierigen Umständen mit dem Vater kommunizieren. Bist du dazu bereit? Dann bekomme das Kind. Und, ja, eine meiner besten Freundinnen ist Borderlinerin, hab also auch Erfahrung.

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18. November 2018 um 18:22
In Antwort auf zuckerschnecke

@eldee7: du leidest am Helfersyndrom und das sind die idealen "Partner" für Borderliner, weil die alles mit sich machen lassen. Du kannst einem Borderliner nicht vertrauen, aber du willst es offenbar nicht wahrhaben.
Bitte, bitte, bitte schaue auf DICH. Was ist dein Anteil an der Misere? Verdienst du keinen gesunden, geistig gesunden Mann an deiner Seite, der dich nicht manipuliert, oder eben auch vollkommen Psycho werden kann, wenn ihm was nicht in den Kram passt? Woher kommt bei dir dieses Fehlen aller, wirklich aller Schutzmechanismen, das Schönreden, Schöndenken, Schönhoffen auf etwas, was nie im Leben gut gehen wird?
Du begibst dich seit langer Zeit in hochgradige körperliche wie seelisch-psychische Gewalt und...tusts nichts, außer Verständnis äußern dafür? (Schaue bitte auf deine Eltern-Kind-Beziehung)
Ich empfehle dir Literatur zu deinem inneren Kind, denn das venachlässigst du gerade absolut! Du bist dazu da, um dich zu schützen und höre endlich auf, diesem Vollpfosten vom Schönredner/Borderliner auch nur einen Funken an Mitgefühl entgegen zu bringen. Er verdient es nicht, nade, niente, null!

Du hast absolut recht. Mehr kann ich dem nicht hinzufügen, leider..

Danke für deine ehrliche Antwort!

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18. November 2018 um 18:23
In Antwort auf zuckerschnecke

@eldee7: du leidest am Helfersyndrom und das sind die idealen "Partner" für Borderliner, weil die alles mit sich machen lassen. Du kannst einem Borderliner nicht vertrauen, aber du willst es offenbar nicht wahrhaben.
Bitte, bitte, bitte schaue auf DICH. Was ist dein Anteil an der Misere? Verdienst du keinen gesunden, geistig gesunden Mann an deiner Seite, der dich nicht manipuliert, oder eben auch vollkommen Psycho werden kann, wenn ihm was nicht in den Kram passt? Woher kommt bei dir dieses Fehlen aller, wirklich aller Schutzmechanismen, das Schönreden, Schöndenken, Schönhoffen auf etwas, was nie im Leben gut gehen wird?
Du begibst dich seit langer Zeit in hochgradige körperliche wie seelisch-psychische Gewalt und...tusts nichts, außer Verständnis äußern dafür? (Schaue bitte auf deine Eltern-Kind-Beziehung)
Ich empfehle dir Literatur zu deinem inneren Kind, denn das venachlässigst du gerade absolut! Du bist dazu da, um dich zu schützen und höre endlich auf, diesem Vollpfosten vom Schönredner/Borderliner auch nur einen Funken an Mitgefühl entgegen zu bringen. Er verdient es nicht, nade, niente, null!

Danke - ohne Umschweife ist dir gelungen das so auszudrücken, dessen ich mir nicht erlaubt habe !

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18. November 2018 um 18:25
In Antwort auf schmetterlingaufreisen

Ich denke, es ist einfach wichtig, dass du dir, ganz unabhängig von ihm, überlegst, was du möchtest. Und gehe dabei vom Schlimmsten aus: du wirst allein erziehend, hast evt Probleme mit den Alimenten und was auch immer zusammen kommt. Du musst vielleicht unter schwierigen Umständen mit dem Vater kommunizieren. Bist du dazu bereit? Dann bekomme das Kind. Und, ja, eine meiner besten Freundinnen ist Borderlinerin, hab also auch Erfahrung.

Genau so hätte ich es jetzt auch überlegt. Ich hätte sicher jegliche Unterstützung von meiner großen Familie, jedoch ist es sicher kein einfaches Leben. Am meisten denke ich hierbei jedoch auch an das Kind, es wäre mein erstes und ich hätte gerne nur das allerbeste dafür. Keine schwierigen Bedinugungen, schwierige Kindheit oder Beziehung mit dem Vater. Das wünsche ich ihm absolut nicht. Ob es für mich schwierig wird ist natürlich auch wichtig, aber in so einem Fall dann zweitrangig für mich.

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18. November 2018 um 18:26
In Antwort auf eldee7

Hallo,


ich bin ganz neu in diesem Forum und hoffe, dass sich jemand auf dem Gebiet auskennt, um mir weiterzuhelfen.


Mein (mittlerweile) Ex-Freund ist Borderliner. Wir waren seit ca. 1 Jahr zusammen, er hat mich unzählige Male betrogen, manipuliert, etc. - ich denke, wenn sich jemand auf diesem Gebiet auskennt, muss ich nicht genau ausführen, wie er das getan hat. Ich habe selber psychisch etwas davongetragen und werde nun eine Therapie machen. 


Mein Ex ist nun mittlerweile in Therapie, hat vor der Trennung viele Dinge mir zuliebe geändert (keine Drogen mehr, keine anderen Frauen mehr, etc.). Ich habe nun (ENDLICH!) gesehen, dass er wirklich an sich arbeitete. Irgendwie war ich aber trotzdem nur mehr unglücklich und habe ihm das Leben gerade am Ende sehr schwer gemacht, obwohl er sich wirklich bessern konnte und wollte. Ich hatte einfach keine Kraft mehr. Da wir gegen Ende nur mehr gestritten haben und er täglich Wutanfälle (inkl. SVV, Möbel zertrümmern, etc.) hatte, haben wir die Beziehung beendet. Wir lieben uns beide sehr, aber wir machen uns gegenseitig kaputt bis zum Schlimmsten. 


Das Problem ist nun, dass ich seit zwei Wochen weiß, dass ich schwanger bin. Wir wohnen auch noch praktisch als "Freunde" zusammen, bis er eine neue Wohnung gefunden hat. Er möchte das Kind unbedingt haben, ich bin mir jedoch gar nicht mehr sicher was ich will. Ich weiß nicht, ob ich ihm noch eine Chance geben kann/will und einfach ein bisschen geduldiger sein sollte unserer Liebe und dem Kind zuliebe. Ich weiß nicht, ob ich das Kind überhaupt bekommen möchte, da die ganze Situation eine totale Katastrophe ist und das ja auch nicht das beste für das Baby wäre. Oder sollte ich einfach mit ihm befreundet bleiben und das Baby alleine großziehen? Oder abwarten wie die Therapie hilft und eventuell später einen weiteren Versuch für eine Beziehung wagen?


Ich bin total überfordert mit der Situation und habe Angst vor der Zukunft, falls ich dieses Baby bekommen. Hinzu kommen noch die Schwangerschaftshormone  
Würde mich sehr freuen, wenn mir jemand seine Erfahrungen in diesem Bereich erläutern könnte oder vielleicht eine Meinung dazu sagen könnte.


Danke!!
 

da hat er noch einen sehr langen Weg vor sich.
Ich hatte 5 Therapien - Ergebnis: keine Veränderung oder Verschlimmerung. In allen 5 Fällen. Kann natürlich sein, dass er sagenhaftes Glück hat und es bei ihm mit der ersten hilft.

Ob Borderline jetzt heilbar ist oder nicht - streiten sich die Experten. Ich bin inzwischen 44 - und ganz sicher nicht geheilt. Aber ich habe schon sehr lange gelernt, damit so zu leben, dass ich weder meinem Mann noch unserem Kind damit schade.
Aber: nicht jeder Mensch wird in einem sehr engen Verhältnis mit mir klar kommen.
War ein langer und steiniger Weg dahin und die "Hilfe", die ich da in den Therapien bekommen habe, war komplett fürs Klo. Also setz da nicht zu viel Hoffnung rein, dass da jetzt alles besser wird.

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18. November 2018 um 18:48

@avarrassterne1: Respekt!
...und sehr mutig von dir, dass direkt hier so offen zu schreiben. Aus meiner Erfahrung heraus habe ich keine einzigen Borderliner getroffen, die sich wirklich irgendwie verbessert haben und ja, da waren maßgeblich die Therapien alle für die Tonne und ja, es überwiegend an miserablenTherapeuten...sage ich sehr ungern, aber es gib wahninnig schlechte da draußen. Die meiste Arbeit macht man sowieso selber, man räumt bei sich auf...und das muss man erstmal wollen und dann auch noch können. Also, danke für diese ehrlichen Worte! Sicherlich auch mal gut für die TE, hier die andere Seite direkt gezeigt zu bekommen.

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18. November 2018 um 18:49

ach schitt...jetzt ist alle auf dein Profil gelinkt...läuft!

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18. November 2018 um 19:08

man muss nun mal wissen, was man tun kann und wie. Und wenn man es in den Therapien nicht erfährt...

Bis dahin lebt man in seiner privaten Hölle und ich kenne niemanden, der da gern ist - und ja, wenn ein Mensch emotional maximal unter Strom steht, ständig im Ausnahmezustand ist, wirkt sich das auf die Menschen in der Umgebung aus.

Und ja, ein Mensch mit Helfersyndrom und ein Grenzgänger ist das mit großem Abstand schlimmste, was passieren kann - für beide Seiten. Menschen mit Helfersyndrom (oder auch nur dem leisesten Ansatz davon) gehe ich auch heute noch so weiträumig wie möglich aus dem Weg. Die Erfahrung habe ich einmal gemacht - unter gar keinen Umständen möchte ich das wiederholen. Noch nicht mal, wenn der einzige verbleibende Mensch auf der Welt außer mir ein Helfersyndrom hat - dann nehmen wir uns besser jeder einen eigenen Kontinent.

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18. November 2018 um 19:23
In Antwort auf avarrassterne1

da hat er noch einen sehr langen Weg vor sich.
Ich hatte 5 Therapien - Ergebnis: keine Veränderung oder Verschlimmerung. In allen 5 Fällen. Kann natürlich sein, dass er sagenhaftes Glück hat und es bei ihm mit der ersten hilft.

Ob Borderline jetzt heilbar ist oder nicht - streiten sich die Experten. Ich bin inzwischen 44 - und ganz sicher nicht geheilt. Aber ich habe schon sehr lange gelernt, damit so zu leben, dass ich weder meinem Mann noch unserem Kind damit schade.
Aber: nicht jeder Mensch wird in einem sehr engen Verhältnis mit mir klar kommen.
War ein langer und steiniger Weg dahin und die "Hilfe", die ich da in den Therapien bekommen habe, war komplett fürs Klo. Also setz da nicht zu viel Hoffnung rein, dass da jetzt alles besser wird.

@Avarasterne:

Auch wenn du nicht geheilt bist: Glückwunsch und Respekt! Du hast allerhand erreicht!

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18. November 2018 um 19:43
In Antwort auf avarrassterne1

man muss nun mal wissen, was man tun kann und wie. Und wenn man es in den Therapien nicht erfährt...

Bis dahin lebt man in seiner privaten Hölle und ich kenne niemanden, der da gern ist - und ja, wenn ein Mensch emotional maximal unter Strom steht, ständig im Ausnahmezustand ist, wirkt sich das auf die Menschen in der Umgebung aus.

Und ja, ein Mensch mit Helfersyndrom und ein Grenzgänger ist das mit großem Abstand schlimmste, was passieren kann - für beide Seiten. Menschen mit Helfersyndrom (oder auch nur dem leisesten Ansatz davon) gehe ich auch heute noch so weiträumig wie möglich aus dem Weg. Die Erfahrung habe ich einmal gemacht - unter gar keinen Umständen möchte ich das wiederholen. Noch nicht mal, wenn der einzige verbleibende Mensch auf der Welt außer mir ein Helfersyndrom hat - dann nehmen wir uns besser jeder einen eigenen Kontinent.

Fantastische Selbstreflexion. Großen Respekt an dich. 

Bin ein solcher Mensch mit Helfersyndrom und hatte eine bipolare Borderlinerin als Freundin. Für uns beide toxisch gewesen...

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18. November 2018 um 19:44

werde ich jemals einen sinnvollen Beitrag von dir lesen?

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18. November 2018 um 20:47
In Antwort auf eldee7

Genau so hätte ich es jetzt auch überlegt. Ich hätte sicher jegliche Unterstützung von meiner großen Familie, jedoch ist es sicher kein einfaches Leben. Am meisten denke ich hierbei jedoch auch an das Kind, es wäre mein erstes und ich hätte gerne nur das allerbeste dafür. Keine schwierigen Bedinugungen, schwierige Kindheit oder Beziehung mit dem Vater. Das wünsche ich ihm absolut nicht. Ob es für mich schwierig wird ist natürlich auch wichtig, aber in so einem Fall dann zweitrangig für mich.

Es gibt kein perfektes Leben für ein Kind es geht nur darum ob es für dich gravierende Gründe für eine Abtreibung gibt. Für umsichtige Planung ist es leider zu spät, du bist schwanger.
Der Vater sollte kein Grund sein dass das Kind nicht leben darf.
Abtreibung ist keine nachträgliche Verhütung 

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18. November 2018 um 20:58

Hallo,
ich hatte beruflich mit Boderlinern zu tun habe es privat. 
Ich würde nie alle Borderliner über einen Kamm scheren. Die, die ich beruflich kennengelernt habe, das waren z.T. wirklich krasse Fälle, bei denen es sicher schwer bis z.T. unmöglich wäre eine normale Beziehung zu führen. 
Privat habe ich da andere Erfahrungen gemacht. Eine sehr gute Freundin von mir wurde gerade erst vor ca einem Jahr mit Borderline diagnostiziert. Sie ist ein äußerst reflektierter Mensch. Ja, in Beziehungen hat sie Probleme, die haben aber zu einem großen Teil auch mit weiteren, anderen Problemen (Bindungsthematik) zu tun, gar nicht mal in erster Linie das Borderline. Sie ist die Patentante meiner kleinen Tochter und ich ich vertraue keiner Betreuungsperson mehr, als ihr. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass sie niemals meiner Tochter in irgendeiner Weise schaden würde. Im Übrigen hat sie einen Master in frühe Kindheitsentwicklung, arbeitet schon lange in KiTas und ist im Umgang mit KIndern und auch in anderen BEreichen die kompetenteste Person die ich kenne. Unsere Freundschaft besteht seit 20 Jahren und ist von Vertrauen, auf einer Wellenlänge sein, gleicher HUmor usw geprägt. Irgendwelche Manipulationen o.Ä. Borderline-typsische Muster waren nie ein Thema. Ich war sehr überrascht, als sie die DIagnose bekam. Zugegeben, es handelt sich bei ihr wohl um eine milde AUsprägung der Störung. 

Mein Partner hat Borderline nicht diagnostiziert, aber wir gehen beide stark davon aus, dass er es hat. WIr sind nun 4 Jahre zusammen und haben, wie gesagt, eine kleine Tochter. Leicht ist es sicher nicht immer, aber auch er ist sehr reflektiert und wir kommen gut zurecht. Sicherlich nicht zuletzt, weil ich es irgendwie 'schaffe' richtig mit ihm umzugehen, was nicht jeder so könnte (und sicherlich auch nicht wollte). Ob ich ein Helfersyndrom habe weiß ich nicht, aber ich glaube nicht. (Woher weiß man das? ) Jedenfalls machen wir alles andere, als uns gegenseitig kaputt. Und natürlich lasse ich das Kind mit ihm allein. 

Trotzdem ist der Leidensdruck bei ihm hoch, ihn macht es phasenweise sehr fertig, daher @avarrassterne1 , evt hast du lust (per pn) auf einen Austausch, wie du an den Punkt gekommen bist, an dem du jetzt bist? Würde mich freuen. 

Die Sätze 
-Babies oder KInder sollten gar nicht in der Nähe von Eltern mit BOderline sein
-seine Liebe wird sowie in Hass umschlagen
-oder gar dass solche MEnschen keine Mitgefühl verdient hätten...

..nunja. Ich denke da muss man gar nciht viel zu sagen. Das sind sind Aussagen von Menschen, die vielleicht schlechte Erfahrungen mit Boderlinern gemacht haben, aber zu pauschalisieren oder gar zu sagen solche MEnschen hätten keine Mitgefühl verdient ist nicht schrecklich, finde ich. 

Da gibt es einfach so viele unterschiedliche Auprägungen und auch Arten und Weisen wie die Betroffenen selbst damit umgehen...
Und ob es heilbar ist, finde ich auch eher irrelevant. Viele Krankheiten sind nicht heilbar. Wichtig ist, dass der Betroffene lernt mit den Symptomen angemessen umzugehen, und da kenne ich einige, die das sehr gut geschafft haben. 
Da gibt es dann auch noch mehr an "Mensch" hinter Störung, sodass diese nicht mehr ständig die Beziehung überschattet. 

Zu deiner persönlichen Situation würde ich dir auch raten, nicht mehr mit ihm zusammenzukommen. Dass sogar du nun eine Therapie brauchst, zeigt dass das bei euch schon sehr toxisch gewesen muss. Und er hat dich betrogen..... Tägliche AUsraster mit SVV und Möbel zertrümmern...Nein, kein Umfeld für ein KInd. Und dann noch anklingen zu lassen, dass es ja auch mit deine Schuld war, weil du zuletzt auch so grantig zu ihm warst...Nein, das geht nicht. 

Ich finde es super, dass ihr anscheinend beide mit der Trennung einverstanden seid und es auch ihm dadurch besser geht. Wenn ihr weiter eine Freundschaft pflegt, kann das eine tolle Basis sein, ein Kind großzuziehen. Dazu braucht es nicht sich romantisch liebende Eltern in dem SInne. Gute Freunde als Eltern - super, warum nicht?  

Deine anderen Fragen, ob sich das Blatt nochmal wendet usw. kann dir natürlich hier keiner beantworten, das müsste dir klar sein. Da hilft auch keine persönliche Erfahrung mit Borderlinern, die sind da, wie gesagt, einfach alle zu untershciedlich. 

Auch ob du das Baby in ein paar Jahren mit ihm allein lassen kannst, kann man nicht beantworten. WIe gesagt, ich lasse mein Kind allein mit meinem Partner. 
Es kommt schon auch drauf an, was seine Wutausbrüche triggert, wie er lernt damit umzugehen usw usf. Das kann dir hier alles niemand beantworten.

Ich würde mich auch darauf einstellen das KInd, sofern du es denn bekommen möchtest, allein großzuziehen und auf eine freundschlaftliche Basis zu dem Vater hoffen. Dir muss aber auch bewusst sein, dass das nur ein Hoffen sein darf - natürlich keine Garantie. Und klar, die Wahrscheinlichkeit, dass seine Launen noch mehrfach umschwingen ist schon erhöht. Auf eine Beziehung solltest du dich erstmal nicht noch einmal einlassen. 
Wenn sich in ein paar Jahren viel bei ihm getan haben sollte  - und ja, möglich wäre das -. dann vielleicht. 

Wenn du selbst in einem stabilen Umfeld lebst, dein Ex auszieht, du wie du hast anklingen lassen, viel Unterstützung von einer hoffentlich liebevollen, großen Familie hast, dann würde ich mir keine Sorgen um das Baby machen. Dann kannst du es ruhigen Gewissens so großziehen. 

Alles GUte

 

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18. November 2018 um 21:25
In Antwort auf smiley

Fantastische Selbstreflexion. Großen Respekt an dich. 

Bin ein solcher Mensch mit Helfersyndrom und hatte eine bipolare Borderlinerin als Freundin. Für uns beide toxisch gewesen...

bipolar sind wir ja mehr oder minder alle ... irgendwie...

Respekt - naja, nicht dass ich eine Wahl gehabt hätte...

Und ich fürchte "für beide toxisch" ist eine recht milde Beschreibung

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18. November 2018 um 21:27
In Antwort auf femanonym1

Hallo,
ich hatte beruflich mit Boderlinern zu tun habe es privat. 
Ich würde nie alle Borderliner über einen Kamm scheren. Die, die ich beruflich kennengelernt habe, das waren z.T. wirklich krasse Fälle, bei denen es sicher schwer bis z.T. unmöglich wäre eine normale Beziehung zu führen. 
Privat habe ich da andere Erfahrungen gemacht. Eine sehr gute Freundin von mir wurde gerade erst vor ca einem Jahr mit Borderline diagnostiziert. Sie ist ein äußerst reflektierter Mensch. Ja, in Beziehungen hat sie Probleme, die haben aber zu einem großen Teil auch mit weiteren, anderen Problemen (Bindungsthematik) zu tun, gar nicht mal in erster Linie das Borderline. Sie ist die Patentante meiner kleinen Tochter und ich ich vertraue keiner Betreuungsperson mehr, als ihr. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass sie niemals meiner Tochter in irgendeiner Weise schaden würde. Im Übrigen hat sie einen Master in frühe Kindheitsentwicklung, arbeitet schon lange in KiTas und ist im Umgang mit KIndern und auch in anderen BEreichen die kompetenteste Person die ich kenne. Unsere Freundschaft besteht seit 20 Jahren und ist von Vertrauen, auf einer Wellenlänge sein, gleicher HUmor usw geprägt. Irgendwelche Manipulationen o.Ä. Borderline-typsische Muster waren nie ein Thema. Ich war sehr überrascht, als sie die DIagnose bekam. Zugegeben, es handelt sich bei ihr wohl um eine milde AUsprägung der Störung. 

Mein Partner hat Borderline nicht diagnostiziert, aber wir gehen beide stark davon aus, dass er es hat. WIr sind nun 4 Jahre zusammen und haben, wie gesagt, eine kleine Tochter. Leicht ist es sicher nicht immer, aber auch er ist sehr reflektiert und wir kommen gut zurecht. Sicherlich nicht zuletzt, weil ich es irgendwie 'schaffe' richtig mit ihm umzugehen, was nicht jeder so könnte (und sicherlich auch nicht wollte). Ob ich ein Helfersyndrom habe weiß ich nicht, aber ich glaube nicht. (Woher weiß man das? ) Jedenfalls machen wir alles andere, als uns gegenseitig kaputt. Und natürlich lasse ich das Kind mit ihm allein. 

Trotzdem ist der Leidensdruck bei ihm hoch, ihn macht es phasenweise sehr fertig, daher @avarrassterne1 , evt hast du lust (per pn) auf einen Austausch, wie du an den Punkt gekommen bist, an dem du jetzt bist? Würde mich freuen. 

Die Sätze 
-Babies oder KInder sollten gar nicht in der Nähe von Eltern mit BOderline sein
-seine Liebe wird sowie in Hass umschlagen
-oder gar dass solche MEnschen keine Mitgefühl verdient hätten...

..nunja. Ich denke da muss man gar nciht viel zu sagen. Das sind sind Aussagen von Menschen, die vielleicht schlechte Erfahrungen mit Boderlinern gemacht haben, aber zu pauschalisieren oder gar zu sagen solche MEnschen hätten keine Mitgefühl verdient ist nicht schrecklich, finde ich. 

Da gibt es einfach so viele unterschiedliche Auprägungen und auch Arten und Weisen wie die Betroffenen selbst damit umgehen...
Und ob es heilbar ist, finde ich auch eher irrelevant. Viele Krankheiten sind nicht heilbar. Wichtig ist, dass der Betroffene lernt mit den Symptomen angemessen umzugehen, und da kenne ich einige, die das sehr gut geschafft haben. 
Da gibt es dann auch noch mehr an "Mensch" hinter Störung, sodass diese nicht mehr ständig die Beziehung überschattet. 

Zu deiner persönlichen Situation würde ich dir auch raten, nicht mehr mit ihm zusammenzukommen. Dass sogar du nun eine Therapie brauchst, zeigt dass das bei euch schon sehr toxisch gewesen muss. Und er hat dich betrogen..... Tägliche AUsraster mit SVV und Möbel zertrümmern...Nein, kein Umfeld für ein KInd. Und dann noch anklingen zu lassen, dass es ja auch mit deine Schuld war, weil du zuletzt auch so grantig zu ihm warst...Nein, das geht nicht. 

Ich finde es super, dass ihr anscheinend beide mit der Trennung einverstanden seid und es auch ihm dadurch besser geht. Wenn ihr weiter eine Freundschaft pflegt, kann das eine tolle Basis sein, ein Kind großzuziehen. Dazu braucht es nicht sich romantisch liebende Eltern in dem SInne. Gute Freunde als Eltern - super, warum nicht?  

Deine anderen Fragen, ob sich das Blatt nochmal wendet usw. kann dir natürlich hier keiner beantworten, das müsste dir klar sein. Da hilft auch keine persönliche Erfahrung mit Borderlinern, die sind da, wie gesagt, einfach alle zu untershciedlich. 

Auch ob du das Baby in ein paar Jahren mit ihm allein lassen kannst, kann man nicht beantworten. WIe gesagt, ich lasse mein Kind allein mit meinem Partner. 
Es kommt schon auch drauf an, was seine Wutausbrüche triggert, wie er lernt damit umzugehen usw usf. Das kann dir hier alles niemand beantworten.

Ich würde mich auch darauf einstellen das KInd, sofern du es denn bekommen möchtest, allein großzuziehen und auf eine freundschlaftliche Basis zu dem Vater hoffen. Dir muss aber auch bewusst sein, dass das nur ein Hoffen sein darf - natürlich keine Garantie. Und klar, die Wahrscheinlichkeit, dass seine Launen noch mehrfach umschwingen ist schon erhöht. Auf eine Beziehung solltest du dich erstmal nicht noch einmal einlassen. 
Wenn sich in ein paar Jahren viel bei ihm getan haben sollte  - und ja, möglich wäre das -. dann vielleicht. 

Wenn du selbst in einem stabilen Umfeld lebst, dein Ex auszieht, du wie du hast anklingen lassen, viel Unterstützung von einer hoffentlich liebevollen, großen Familie hast, dann würde ich mir keine Sorgen um das Baby machen. Dann kannst du es ruhigen Gewissens so großziehen. 

Alles GUte

 

klar, gern.

Ich kann auch einen Teil einfach linken:

https://psychologie.gofeminin.de/forum/borderline-von-dem-gefuhl-in-gefuhlen-zu-ertrinken-ii-fd9946

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18. November 2018 um 21:37
In Antwort auf avarrassterne1

klar, gern.

Ich kann auch einen Teil einfach linken:

https://psychologie.gofeminin.de/forum/borderline-von-dem-gefuhl-in-gefuhlen-zu-ertrinken-ii-fd9946

ui toll - danke! da werd ich mich mal einlesen. 

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18. November 2018 um 23:46

mit zunehmenden Alter mäßigt sich auch die Erkrankung (meines Erachtens). Die schlimmste Phase ist bei den meisten zwischen 15-35..

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19. November 2018 um 9:37
In Antwort auf smiley

mit zunehmenden Alter mäßigt sich auch die Erkrankung (meines Erachtens). Die schlimmste Phase ist bei den meisten zwischen 15-35..

kann sein, kann nicht sein.
Es gibt auch Grenzgänger, die mit 35+ symptomfrei sind - auch ohne ständig gegensteuern zu müssen. Also "geheilt".
Ein anderer Teil hat bis dahin gelernt, damit halbwegs umzugehen und der Rest... ja... lebt halt weiter in der Hölle. Mit allen Konsequenzen.

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19. November 2018 um 10:09
In Antwort auf eldee7

Hallo,


ich bin ganz neu in diesem Forum und hoffe, dass sich jemand auf dem Gebiet auskennt, um mir weiterzuhelfen.


Mein (mittlerweile) Ex-Freund ist Borderliner. Wir waren seit ca. 1 Jahr zusammen, er hat mich unzählige Male betrogen, manipuliert, etc. - ich denke, wenn sich jemand auf diesem Gebiet auskennt, muss ich nicht genau ausführen, wie er das getan hat. Ich habe selber psychisch etwas davongetragen und werde nun eine Therapie machen. 


Mein Ex ist nun mittlerweile in Therapie, hat vor der Trennung viele Dinge mir zuliebe geändert (keine Drogen mehr, keine anderen Frauen mehr, etc.). Ich habe nun (ENDLICH!) gesehen, dass er wirklich an sich arbeitete. Irgendwie war ich aber trotzdem nur mehr unglücklich und habe ihm das Leben gerade am Ende sehr schwer gemacht, obwohl er sich wirklich bessern konnte und wollte. Ich hatte einfach keine Kraft mehr. Da wir gegen Ende nur mehr gestritten haben und er täglich Wutanfälle (inkl. SVV, Möbel zertrümmern, etc.) hatte, haben wir die Beziehung beendet. Wir lieben uns beide sehr, aber wir machen uns gegenseitig kaputt bis zum Schlimmsten. 


Das Problem ist nun, dass ich seit zwei Wochen weiß, dass ich schwanger bin. Wir wohnen auch noch praktisch als "Freunde" zusammen, bis er eine neue Wohnung gefunden hat. Er möchte das Kind unbedingt haben, ich bin mir jedoch gar nicht mehr sicher was ich will. Ich weiß nicht, ob ich ihm noch eine Chance geben kann/will und einfach ein bisschen geduldiger sein sollte unserer Liebe und dem Kind zuliebe. Ich weiß nicht, ob ich das Kind überhaupt bekommen möchte, da die ganze Situation eine totale Katastrophe ist und das ja auch nicht das beste für das Baby wäre. Oder sollte ich einfach mit ihm befreundet bleiben und das Baby alleine großziehen? Oder abwarten wie die Therapie hilft und eventuell später einen weiteren Versuch für eine Beziehung wagen?


Ich bin total überfordert mit der Situation und habe Angst vor der Zukunft, falls ich dieses Baby bekommen. Hinzu kommen noch die Schwangerschaftshormone  
Würde mich sehr freuen, wenn mir jemand seine Erfahrungen in diesem Bereich erläutern könnte oder vielleicht eine Meinung dazu sagen könnte.


Danke!!
 

Hallo,

mein Ex-Freund und Vater meines Sohnes ist auch Borderliner, unter anderem. Er hat sehr viele psychische Probleme. Wir waren 12 Jahre zusammen und sind seit 3 Jahren getrennt, unser Sohn ist jetzt 12 Jahre alt. Die Diagnose hat er seit 2,5 Jahren.

Unsere Beziehung war schon von Anfang an sehr problematisch, wobei die psychischen Probleme erst mit den Jahren immer deutlicher wurden und er auch in der Zeit unserer Beziehung diverse Diagnosen bekam.
Erst nach der Trennung habe ich angefangen zu sehen, wie sehr er mich selbst manipuliert hat, mein Selbstwertgefühl war im Keller, und ich habe mich ernsthaft in Frage gestellt, wie ich das die ganzen Jahre mitmachen konnte und auch noch denken, dass es eine normale Beziehung ist.

Unseren Sohn muss ich sagen liebt er sehr und er kümmert sich auch um ihn, nach seinen Möglichkeiten (sprich regelmäßiger Umgang usw, wobei ich glaube hätte er seine neue Freundin nicht die nun alles an Terminplanung und organisatorischem für ihn übernimmt, würde es auch etwas anders aussehen). Was Schule, Kleidung, Arzttermine usw angeht liegt alles bei mir. War schon in der Beziehung mehr oder weniger alleinerziehend.
Und natürlich, dadurch das mein Ex sich sehr in Sachen und Gedanken reinsteigert, wirkt sich das natürlich auch auf das Kind aus. Schon immer, Er hat ja auch diese ganzen depressiven Phasen mitbekommen und viel Streit erlebt. Bin mit ihm nun auch seit über 2 Jahren bei einer Therapeutin, da er eine Angststörung entwickelt hat.

Psychisch kranke Eltern gehen in meinen Augen und nach meinen Erfahrungen (arbeite auch mit Kindern) nicht spurlos an den Kindern vorbei.

Ich wünsche Dir alles gut, Lg Muni
 

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19. November 2018 um 17:34

Hallo liebe xmunix,

vielen Dank für diese ehrlichen Worte! Da kann man einfach nichts schönreden und sollte man auch nicht. Borderliner sind einfach aus meiner Erfahrung nochmal etwas anderes, als andere Menschen mit Persönlichkeitsstörungen (Narzissten, Sadisten...geht alles, kann man auf Arbeit mit Leben, im tgl. Leben auch, aber bei Borderlinern ist das aus meiner Sicht etwas anderes).
Dieses weichgespüle hier von wg. Borderliner sind gar nicht soo schlimm emfinde ich als unverantwortlich und ich bin mir nicht sicher, ob ich mein Kind von jemandem betreuen lassen wollen würde mit so einer Störung (und klar funktioniert das da einigermaßen, weil sie in dieser Funktion eben nicht Mutter ist, sondern Betreuerin...aber wozu das Offensichtliche benennen...es gibt immer Leute mit Helfersyndrom, die es besser wissen und passend blubbern...)
Auch gerade daher vielen Dank für deine Erfahrung und alles gute für die Therapie des Kindes.

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19. November 2018 um 19:24

Ich finde es nicht gut, einer Schwangeren zu empfehlen, abzutreiben. Nicht, weil ich prinzipiell ein Abtreibungs-Gegner bin, sondern weil das, je nach Situation, harte Konsequenzen haben kann. 
TE, wie gesagt: niemand kann in die Zukunft sehen. Niemand weiß, wie sich der Kindsvater entwickelt. Deshalb stell dir einfach vor, wie es wäre, das Kind im Zweifelsfall allein großzuziehen ubd überlege, ob du dich dafür bereit fühlst. Ich finde es gut, dass du zur Beratung gehst.
Wenn du dich für dein Kind entscheidest, dann wäge ab, ob du das Sorgerecht teilen möchtest. Eine Bekannte hat einen psychisch kranken Partner, mit dem sie jetzt in einer akuten Phase deshalb ganz schöne Scherereien hat (alle relevanten Entscheidungen wie zb kitaplatz muss von beiden getroffen werden).

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19. November 2018 um 19:44

@schmetterlingaufreisen: Welche "harten" Konsequenzen soll es bitte geben nach einem Schwangerschaftabruch? Steinigung?!
Beruhige dich bitte mal und kein Mensch sagt, sie soll es tun, das ist ihre Entscheidung. Hier kommen Standpunkte zu Tage, basierend auf offenkundig sehr vielen gemachten Erfahrungen und ein Abbruch ist alles andere als Zuckerschlecken, sowohl köperlich wie seelisch...ich möchte mir das gar nicht vorstellen, aber: Es geht hier um die Frage der TE, was am besten für alle ist...und das scheint nach rationalen Beweggründen und diversen Fakten eben genau das zu sein!
Und es müssen bei Gott nicht alle Entscheidungen zusammen getroffen werden. Die TE kann einfach woanders hinziehen, Kontakt abbrechen und der Gute findet sie nicht mehr...da braucht sie dann kein ok mehr von ihm für irgendwas, weil es ihn einfach nicht gibt...und das ist auch eigentlich das Einzige was sie wirklich tun kann, wenn Sie das Kind behalten will: Kontaktabbruch, weggziehen, neues Leben anfangen...aber mal ehrlich. Jmd mit Helfersyndrom und emotionaler Abhängigkeit bekommt das nicht gebacken (nicht wertend gemeint), es ist was es ist: eine Co-Abhägigkeit zw. eigentlich zwei Kranken...der Apltraum für jedes werdende Leben.

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19. November 2018 um 19:50

Das ganze Theater nennt sich „Leben“...

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19. November 2018 um 19:53

By the way: wenn man ein Kind nicht möchte gibt’s auch noch die Möglichkeit es zur Adoption frei zu geben... so viele tolle Familien die es liebend gerne aufziehen möchten

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19. November 2018 um 20:03

"Das einzige worauf man sich auf Borderliner verlassen kann, ist das man sich nicht auf sie verlassen kann."

Den Spruch muss man sich immer vor Augen halten. Egal wie stabil sie wirken & wie "normal", wenn die Dämonen bei ihnen loslegen wird es richtig ekelhaft. 

Eine Co-Ahängigkeit zu einem Borderliner ist eines der schlimmsten Dinge, welche dir im Leben passieren können. 

 

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19. November 2018 um 20:12
In Antwort auf zuckerschnecke

@schmetterlingaufreisen: Welche "harten" Konsequenzen soll es bitte geben nach einem Schwangerschaftabruch? Steinigung?!
Beruhige dich bitte mal und kein Mensch sagt, sie soll es tun, das ist ihre Entscheidung. Hier kommen Standpunkte zu Tage, basierend auf offenkundig sehr vielen gemachten Erfahrungen und ein Abbruch ist alles andere als Zuckerschlecken, sowohl köperlich wie seelisch...ich möchte mir das gar nicht vorstellen, aber: Es geht hier um die Frage der TE, was am besten für alle ist...und das scheint nach rationalen Beweggründen und diversen Fakten eben genau das zu sein!
Und es müssen bei Gott nicht alle Entscheidungen zusammen getroffen werden. Die TE kann einfach woanders hinziehen, Kontakt abbrechen und der Gute findet sie nicht mehr...da braucht sie dann kein ok mehr von ihm für irgendwas, weil es ihn einfach nicht gibt...und das ist auch eigentlich das Einzige was sie wirklich tun kann, wenn Sie das Kind behalten will: Kontaktabbruch, weggziehen, neues Leben anfangen...aber mal ehrlich. Jmd mit Helfersyndrom und emotionaler Abhängigkeit bekommt das nicht gebacken (nicht wertend gemeint), es ist was es ist: eine Co-Abhägigkeit zw. eigentlich zwei Kranken...der Apltraum für jedes werdende Leben.

Was, ich soll mich beruhigen? Wie kommst du darauf, dass ich aufgeregt war? Dein Post hat mich gerade echt etwas irritiert? Und was soll das mit der Steinigung? Ich meinte genau das, was du danach geschrieben hast: dass es psychische Konsequenzen haben kann, nicht einmal muss. Bin das eigentlich ziemlich niederschwellig angegangen. Und natürlich wird die te nicht abtreiben, bloß weil du es ihr empfiehlst. Aber dennoch finde ich, dass man niemanden die Abtreibung empfehlen sollte, ganz einfach ganz grundsätzlich.
Bitte, wenn du das nächste Mal einen Post von mir liest und ihn nicht klar verstehst, frag doch einfach freundlich nach, das verstehe ich besser als einen Angriff von hinten, den ich nicht erwartet habe 😉

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19. November 2018 um 22:00

Ich kenne genug Menschen die an Abtreibung zerbrochen sind, ja es ist eine Option aber keine die man verharmlosen sollte. 
Nein, Adoption ist sicher nicht einfach toll- es ist schon heftig aber vielen gibt es die Möglichkeit sich selbst besser im Spiegel anschauen zu können und das Gefühl zu haben das geschenkte Leben nicht weggeschmissen zu haben. Mal davon abgesehen, dass man ein Elternpaar unendlich glücklich macht.
und zuletzt- nein ich bagatellisiere das nicht und empfehle dringend solche Einflüsse weitgehend für sich selbst und das Kind zu meiden. 
Aber in nicht perfekte Lebensumstände geboren zu werden ist normal. Und niemand sollte den Anspruch an sich haben alles perfekt gestalten zu müssen.
Nur dass eine Mutter sich nach Kräften bemüht und ihr Kind schützt-das darf man erwarten bzw. Zumindest hoffen... 

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19. November 2018 um 22:04
In Antwort auf herbstblume6

Ich kenne genug Menschen die an Abtreibung zerbrochen sind, ja es ist eine Option aber keine die man verharmlosen sollte. 
Nein, Adoption ist sicher nicht einfach toll- es ist schon heftig aber vielen gibt es die Möglichkeit sich selbst besser im Spiegel anschauen zu können und das Gefühl zu haben das geschenkte Leben nicht weggeschmissen zu haben. Mal davon abgesehen, dass man ein Elternpaar unendlich glücklich macht.
und zuletzt- nein ich bagatellisiere das nicht und empfehle dringend solche Einflüsse weitgehend für sich selbst und das Kind zu meiden. 
Aber in nicht perfekte Lebensumstände geboren zu werden ist normal. Und niemand sollte den Anspruch an sich haben alles perfekt gestalten zu müssen.
Nur dass eine Mutter sich nach Kräften bemüht und ihr Kind schützt-das darf man erwarten bzw. Zumindest hoffen... 

Und nein- lieber abtreiben als abgeben wäre mir nicht möglich. Mal davon abgesehen dass ich persönlich es auch nicht abgeben könnte.
Wenn ich kein Kind will verhüte ich wenn ich schwanger wäre würde ich es behalten. Aber selbstverständlich ist das eine sehr persönliche Entscheidung ich verstehe nur nicht wie viele Frauen Abtreibung als „Verhütung“ nutzen als wäre es nix...

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20. November 2018 um 9:55

Nicht verteidigen- nur gut bedenken. Letztlich muss jeder mit seiner eigenen Entscheidung zurecht kommen und mit den Folgen leben 🤷‍♀️

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21. November 2018 um 5:11

Es passt halt für Frauen die nicht zu dem Kind ansich nein sagen sondern nur zu der Situation. Oder dem Gefühl zu töten. Außerdem gibt es neben der klassischen geschlossenen Adoption wo null Kontakt besteht auch die Möglichkeit  der halboffenen Adoption wo ein lockerer/ informativer Kontakt möglich ist.

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21. November 2018 um 5:56
In Antwort auf eldee7

Hallo,


ich bin ganz neu in diesem Forum und hoffe, dass sich jemand auf dem Gebiet auskennt, um mir weiterzuhelfen.


Mein (mittlerweile) Ex-Freund ist Borderliner. Wir waren seit ca. 1 Jahr zusammen, er hat mich unzählige Male betrogen, manipuliert, etc. - ich denke, wenn sich jemand auf diesem Gebiet auskennt, muss ich nicht genau ausführen, wie er das getan hat. Ich habe selber psychisch etwas davongetragen und werde nun eine Therapie machen. 


Mein Ex ist nun mittlerweile in Therapie, hat vor der Trennung viele Dinge mir zuliebe geändert (keine Drogen mehr, keine anderen Frauen mehr, etc.). Ich habe nun (ENDLICH!) gesehen, dass er wirklich an sich arbeitete. Irgendwie war ich aber trotzdem nur mehr unglücklich und habe ihm das Leben gerade am Ende sehr schwer gemacht, obwohl er sich wirklich bessern konnte und wollte. Ich hatte einfach keine Kraft mehr. Da wir gegen Ende nur mehr gestritten haben und er täglich Wutanfälle (inkl. SVV, Möbel zertrümmern, etc.) hatte, haben wir die Beziehung beendet. Wir lieben uns beide sehr, aber wir machen uns gegenseitig kaputt bis zum Schlimmsten. 


Das Problem ist nun, dass ich seit zwei Wochen weiß, dass ich schwanger bin. Wir wohnen auch noch praktisch als "Freunde" zusammen, bis er eine neue Wohnung gefunden hat. Er möchte das Kind unbedingt haben, ich bin mir jedoch gar nicht mehr sicher was ich will. Ich weiß nicht, ob ich ihm noch eine Chance geben kann/will und einfach ein bisschen geduldiger sein sollte unserer Liebe und dem Kind zuliebe. Ich weiß nicht, ob ich das Kind überhaupt bekommen möchte, da die ganze Situation eine totale Katastrophe ist und das ja auch nicht das beste für das Baby wäre. Oder sollte ich einfach mit ihm befreundet bleiben und das Baby alleine großziehen? Oder abwarten wie die Therapie hilft und eventuell später einen weiteren Versuch für eine Beziehung wagen?


Ich bin total überfordert mit der Situation und habe Angst vor der Zukunft, falls ich dieses Baby bekommen. Hinzu kommen noch die Schwangerschaftshormone  
Würde mich sehr freuen, wenn mir jemand seine Erfahrungen in diesem Bereich erläutern könnte oder vielleicht eine Meinung dazu sagen könnte.


Danke!!
 

Wie alt seid ihr? Unter 25 konnte ich mir kein Kind vorstellen, das mal unabhängig von euren speziellen Umständlichen. Das sollte man sich grundsätzlich immer gut überlegen. Du bist dafür verantwortlich, dem Kind gute Grundlagen fürs Leben mitzugeben. Kinder sind ja nicht nur süße Lebewesen, sie werden auch mal groß und sollen als Erwachsene gut im Leben bestehen.

Irgendwo habe ich gelesen, dass die Borderline Diagnose teilweise auch falsch festgestellt wird, und dass viele Betroffene oft deshalb schlecht therapierbar sind, weil sie eigentlich eine andere Grunderkrankung haben, die unerkannt bleibt. 

Ich habe eine Kollegin die Alleinerziehend ist und Borderline hat, auch hatte ich eine Nachbarin mit zwei Kindern, die Borderline hat - mir sind sie nie so dermaßen extrem aufgefallen, wie sie hier beschrieben werden. Ich konnte lediglich das ambivalente Verhalten bemerken, Ambivalenz zwischen Nähe und Abstand, oder die Ambivalenz in der Stimmung; zwischen Ausgeglichenheit und Zurückhaltung. Jedoch nie habe ich eine von beiden in extremer Stimmung erlebt.
Meine Kollegin ist total fachkompetent, offen und zuverlässig im Umgang , sie ritzt sich. Davon erzählt sie, weil sie drübersteht und ihr das hilft... meine ehemalige Nachbarin war etwas anhänglich und verschlossener, sie hat ihre Diagnose gehütet wie ein Geheimnis. Darauf hat sie bestanden.  Aber auch sie ist eine taffe, selbständige und starke Frau.



 

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21. November 2018 um 8:43

Hallo!
Würde an deiner Stelle auch zu einer Beratungstelle gehen und auch versuchen das alleinige Sorgerecht zu erhalten damit du ungestört durch deine Ex-Freund bist. Glaube nicht das es gut wäre wenn ihr euch wegen dem Kind immer wieder über den Weg lafuen würdet.

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21. November 2018 um 8:49

Theola, ich habe zwar nie abgetrieben, (ich hatte eine Fehlgeburt im ersten Trimester) aber ich kenne Frauen, die es gemacht haben. Ich finde es richtig und wichtig, dass Frauen abtreiben können, wenn sie es wollen!  

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21. November 2018 um 10:18

Die Gründe können DIR wurscht sein,es geht dich nichts an. Es ist IHR LEBEN.

Bitte erst lesen, dann schreiben. Ich kann dich sonst nicht ernst nehmen.

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21. November 2018 um 11:04
In Antwort auf sonnenwind4

Wie alt seid ihr? Unter 25 konnte ich mir kein Kind vorstellen, das mal unabhängig von euren speziellen Umständlichen. Das sollte man sich grundsätzlich immer gut überlegen. Du bist dafür verantwortlich, dem Kind gute Grundlagen fürs Leben mitzugeben. Kinder sind ja nicht nur süße Lebewesen, sie werden auch mal groß und sollen als Erwachsene gut im Leben bestehen.

Irgendwo habe ich gelesen, dass die Borderline Diagnose teilweise auch falsch festgestellt wird, und dass viele Betroffene oft deshalb schlecht therapierbar sind, weil sie eigentlich eine andere Grunderkrankung haben, die unerkannt bleibt. 

Ich habe eine Kollegin die Alleinerziehend ist und Borderline hat, auch hatte ich eine Nachbarin mit zwei Kindern, die Borderline hat - mir sind sie nie so dermaßen extrem aufgefallen, wie sie hier beschrieben werden. Ich konnte lediglich das ambivalente Verhalten bemerken, Ambivalenz zwischen Nähe und Abstand, oder die Ambivalenz in der Stimmung; zwischen Ausgeglichenheit und Zurückhaltung. Jedoch nie habe ich eine von beiden in extremer Stimmung erlebt.
Meine Kollegin ist total fachkompetent, offen und zuverlässig im Umgang , sie ritzt sich. Davon erzählt sie, weil sie drübersteht und ihr das hilft... meine ehemalige Nachbarin war etwas anhänglich und verschlossener, sie hat ihre Diagnose gehütet wie ein Geheimnis. Darauf hat sie bestanden.  Aber auch sie ist eine taffe, selbständige und starke Frau.



 

nicht alle Bordis sind gleich. 

Und grundsätzlich tobt sich die Erkrankung eher in Beziehungen als in freundschaftlichen/Arbeits Kontakten aus. 
 

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21. November 2018 um 18:38

Sie kann trotzdem versuchen, das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Die Vaterschaftsanerkennung ist unabhängig davon. 
Das Problem mit dem Sorgerecht ist, dass sie dann keine Entscheidungen mehr ohne ihn treffen kann, von kitaplatz bis Schule, Urlaub, ect. Im Jugendamt wird bei der Vaterschaftsanerkennung danach gefragt und Frau kann da auch nein sagen. Keine Ahnung, was danach passiert, aber das würde ich auf jeden Fall versuchen.

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21. November 2018 um 19:13
In Antwort auf schmetterlingaufreisen

Sie kann trotzdem versuchen, das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Die Vaterschaftsanerkennung ist unabhängig davon. 
Das Problem mit dem Sorgerecht ist, dass sie dann keine Entscheidungen mehr ohne ihn treffen kann, von kitaplatz bis Schule, Urlaub, ect. Im Jugendamt wird bei der Vaterschaftsanerkennung danach gefragt und Frau kann da auch nein sagen. Keine Ahnung, was danach passiert, aber das würde ich auf jeden Fall versuchen.

die Adoption könnte sie aber nicht ohne ihn entscheiden - darum ging es an der Stelle. Einen Schwangerschaftsabbruch hingegen könnte sie allein entscheiden. Wenn sie das Kind bekommt und nicht das alleinige Sorgerecht hat, kann sie wieder nicht mehr allein entscheiden, richtig.

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