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Schwanger in Fernbeziehung und Partner als Wackelkandidat

28. März 2007 um 14:36

Ich bin zur Zeit ziemlich verwirrt.
Ich habe seit 7 Jahren eine Fernbeziehung mit einem Kanadier, die eigentlich ganz gut lief. Die Kommunikation (email, Telefon) klappte immer sehr gut und eine Stärke unserer Beziehung war, dass wir über Probleme und Gefühle immer offen sprechen konnten und die Gefühle des Partners akzeptierten. Unser gemeinsamer Traum war/ist es ein Leben zusammen zu führen. Da er in Kanada selbständig ist und es eigentlich auch nie in Betracht gezogen hat, nach Deutschland auszuwandern, erklärte ich mich bereit, nach Kanada zu gehen. Diese Entscheidung fiel mir allerdings sehr schwer, da ich meinen Beruf (Beamtin auf Lebenszeit), meine Familie und Freunde und überhaupt mein ganzes bisheriges Leben aufgeben müsste. Aber für ihn war ich bereit, das zu tun.

Nun hat sich die ganze Situation irgendwie geändert. Letzte Weihnachten war er zu Besuch und da wir beide nicht mehr ganz jung sind (ich 35, er 45) entschieden wir uns, Verhütung nicht mehr so ernst zu nehmen. Jetzt bin ich in der 15. Woche schwanger und freue mich total!!

Bei ihm scheint es plötzlich anders zu sein. Seine erste Reaktion, als der Test positiv war: ich hab's doch gewusst. Auch in den nächsten Wochen hörte ich nie etwas Positives, eigentlich nur Befürchtungen wie:
Ist das richtige Augenblick für ein Kind?
Wenn es evt. krank ist, müssen wir es abtreiben.
Kann ich mit Kind denn noch reisen?
usw.
Außerdem hat er immer wieder Streits angefangen und war zum ersten Mal unserer Beziehung richtig gemein zu mir am Telefon (Beleidigungen u. Schreien). So kenne ich ihn überhaupt nicht!
Dass er Ängste hat, ist normal, habe ich auch. Ich versuchte auch ihm zu helfen, ihn mit einzubeziehen, habe engl. links aus dem Internet gesucht usw. Aber er hat nichts gelesen und sich kaum mit dem Thema beschäftigt.
Nach einem bösen Telefonat, an dessen Ende ich dann nach Ankündigung auflegte, schrieb ich eine email, in der ich klar meine Gefühle offenlegte und ihn bat, auf derartige Streitgespräche zu verzichten, da sie meiner Schwangerschaftsübelkeit nicht gerade zuträglich seien. Sprechen können wir ja über alles, aber es kommt auf den Ton drauf an.
Nach einem weiteren Gespräch hatten wir dann über einen Monat keinen Kontakt, obwohl er wusste, dass es mir richtig schlecht ging (wg. Schwangerschaft).
Jetzt sprechen wir wieder und es tut ihm plötzlich sehr leid, wie er mich behandelte, doch ich will im Augenblick gar nicht über eine Zukunft in Kanada nachdenken. Zwar liebe ich ihn noch, aber Vertrauen und ein Gefühl für Sicherheit ist erstmal weg. Und das wäre so wichtig für mich, um nach Kanada auszuwandern.

Kann man eine Beziehung retten, wenn erstmals Beleidigungen gefallen sind? Kann man das zurückdrehen? Und wie kann ich meinem Partner klarmachen, dass auch meine Gefühle wichtig sind? Bin ich nur zu trotzig, um die Enttäuschungen zu vergessen?

Für ein paar kluge Kommentare wäre ich total dankbar.

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28. März 2007 um 15:13

..
Kann man eine Beziehung retten, wenn erstmals Beleidigungen gefallen sind?

ähm die kommen doch in jeder beziehung mal vor oder ? wenn man streitet sagt man auch mal sachen die man eigentlich nicht so meint...

Kann man das zurückdrehen?
nein, aber drüber wegsehen.

also man wirft sich im streit doch öfter mal was an kopf was man sonst nie sagen würde, und auch eigentlich gar nicht so meint, aber nur weil das mal passiert ist ist die beziehung doch nicht kaputt oder ?

was mich allerdings eher beunruhigen würde,
du sagst ihm du bist schwanger, ihr streitet dann habt ihr 1MONAT !!!! kein kontakt mehr ? das ist nicht normal, auch nicht bei einer fernbeziehung.
wenn man ein monat kein kontakt mehr hat, hat man dann noch eine beziehung ? also meiner meinung nach irgendwie nicht

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28. März 2007 um 19:51

Meine Idee
...für dich wäre: Du willst doch sicher, wenn das Kind da ist, erstmal ein paar Monate (oder vielleicht sogar Jahre?) zu Hause bleiben. Kannst du diese Zeit nicht nutzen, um mit ihm das Leben in Kanada auszuprobieren? Ein paar Monate sollten reichen um zu schauen, ob ihr gemeinsam als Familie klarkommt. So könntest du notfalls in dein altes Leben und sogar in deinen Job zurückkehren. Ich fände das eigentlich ganz klug, denn auch ohne so eine Krise wie bei euch ist es schwierig, Fernbeziehungen in den Alltag zu überführen, da wäre so ein Notfallplan ganz nützlich.

Lg, psychick

PS: Gratulation zur Schwangerschaft!

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28. März 2007 um 22:12

Leider...
muss ich jedem meiner Vorredner hier zustimmen. Das ganz klingt gar nicht gut und Du wirst Dich wohl wirklich auf das alleinerziehend sein einstellen muessen.

Ich lebe seit zwei Jahren in Kanada, verstehe mich nicht falsch, es ist grossartig hier. Allerdings ueberlege ich gerade nicht langfristig zwecks Familienplanung wieder zurueck nach Deutschland zu gehen. Deutschland ist wirklich ein 'Paradies' . Ausserdem finde ich solltest Du in Erwaegung ziehen das gerade aus einer solchen Situation heraus es sicher nicht das Beste es, all die Sicherheiten und die Stabilitaet in Deutschland aufzugeben.

Was waere denn ohne Schangerschaft geschehen; haettet ihr in naher Zukunft ein gemeinsames Leben aufbauen wollen? Fuer mich klingt es so, als ob Du auch ohne Schwangerschaft schon schwer ueberlegen musstest. Was logisch ist, denn Du gewinnst zwar viel durch ein Leben im Ausland, Du gibst aber auch extrem viel auf.

Alles Gute!!

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28. März 2007 um 22:22

Sorry...
hab grad nochmal gruendlich ueber Deine Mail gelesen...schaut ja schon so aus als waerst Du dir sicher gewesen vorher.

Ich kann dir nix schlaues sagen was das emotionale angeht; ich kann nur aus meiner Position von einer in Kanada lebenden Deutschen erzaehlen.

Was mir allerdings auffaellt ist, das viel Kanadische Maenner wenn es zu einer potentiellen Zeugung kommt schnell dabei sind und wenn es dann klappt sind 'se geschockt. Das muss man sich schon gut ueberlegen.

Trotzdem, ich wuensch Dir und dem Baby und auch Deiner Partnerschaft von Herzen das alles gut wird.

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