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Schwägerin - Ex - und nun?

8. Juli 2015 um 7:43

Hallo zusammen

Zur Vorgeschichte: Ich, 30 und mein Mann 33 sind seit etwas über einem Jahr verheiratet und gllücklich. Wir erwarten im November unser erstes Kind und freuen uns total.
Wir sind ca. 3 Jahre zusammen. Vorher hatte er eine Beziehung und seine Ex, die damals von weiter her zu ihm gezogen ist, lebt jetzt auch bei uns im Dorf. Sie ist mit seinen besten Freunden sehr gut befreundet - also quasi fester Bestandteil des Freundeskreises geworden. Mein Mann ist aber immer weniger aktiv in der Clique und verabredet sich mittlerweile mit anderen - was aber nichts mit ihr zu tun hat, viel eher damit, dass sich halt alles verändert.

Ich bin vor 3 Jahren dann zu meinem Mann gezogen, in die ehemalige Wohnung von ihm und seiner Ex. Am Anfang war es die Hölle, weil sie überall war und jeder erwähnte sie, wir begegneten ihr ständig und jeder erklärte mir, wie schade es war, dass sie sich getrennt hätten.
Ich fühlte mich recht einsam an dem neuen Ort voller Leute, die wohl lieber die Ex als mich an seiner Seite gesehen hätten.

Mit der Zeit legte sich aber diese Aufregung, was ich auch zuerst lernen musste. Es wird nur halb so heiss gegessen wie gekocht. Nach ca. einem Jahr hatten mich alle akzeptiert und ich begann mich zu entspannen - obwohl es auch weiterhin nicht einfach war für mich.

Meine Entspannung verschaffte ich mir auch dahingehend, dass ich mich mit der Ex verabredete, um sie kennen zu lernen. Ich wollte wissen, was sie für ein Mensch ist. Und siehe da, wir sind eigentlich mittlerweile befreundet. Wir verabreden uns ab und zu und tauschen Gedanken und Geschichten aus - und verstehen uns richtig gut.

Allerdings gibt es einen Punkt, der problematisch bleibt.

Die Schwester meines Mannes lebt in Deutschland. Sie kommt ca. 4 Mal pro Jahr in die Schweiz auf Besuch mit ihren beiden Kindern. Wir fahren ca. 2 Mal nach Deutschland. Jetzt ist es so, dass die Kinder noch ganz klein waren, als die mein Mann seine letzte Beziehung hatte. Die Ex hat sich aber während der Beziehung mit seiner Schwester befreundet und möchte die Kinder auch weiterhin sehen.

Und genau das ist für mich komisch. Komisch ist es auch, wenn ich mit meinem Mann bei der Schwester zu Besuch bin (wenn sie bei uns n der Schweiz, also bei der Schwiegermutter wohnt) und dann die Ex zur Tür reinkommt. Es ist für uns alle drei komisch. Und mein Mann hat deswegen auch schon mit seiner Schwester gesprochen (das hat er mir zumindest versichert...). Ich fühle mich dann immer so deplatziert und die Stimmung wird so komisch.

Jetzt, diese Woche, fährt die Ex wieder ein paar Tage nach Deutschland bei der Schwester auf Besuch. Und das macht mich traurig. Ich weiss, dass diese Gefühle eigentlich kindisch sind - und ich mir keinen Kopf darum machen sollte.
Aber das Problem ist: Solang die Ex und die Schwägerin so dolle befreundet sind und diese auch noch so platte Doppeldates organisiert, kann ich mich der Schwägerin einfach nicht öffnen.

Jetzt will mein Mann, dass sie die Patentante unseres Sohnes wird...und ich fühle mcih einfach komisch dabei. Ich habe einfach nicht wirklich ein offenes, gutes Verhältnis zu ihr und möchte das lieber nicht.

Aber wie kann ich ihm das erklären? Das klingt doch alles total bescheuert?

Liebe Grüsse an euch.

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9. Juli 2015 um 7:15

Bitte differenzieren
Danke für eure Antworten.
Von verbieten und was dagegen haben wär nie die Rede. Auch nicht von dürfen oder nicht dürfen.

Solche schwarzweiss Facetten gibts in der realen Welt nicht.

Tatsache ist, dass die Freundschaft zwischen ihr und mir aus dem Zweck entstanden ist, es allen leichter zu machen. Und der haftet dieser Freundschaft immer noch an.
Es kann mir niemand erzählen, dass es ihm oder ihr gleichgültig wäre, wenn di Ex wie ein Familienmitglied ein und aus geht und an jedes noch so kleine Familienfest(und ich rede hier vom engsten Kreis) eingeladen wird.

Sie selbst hat mir gestanden, dass sie es umgekehrt nicht könnte.

Der Punkt ist ja nicht der, wie schon gesagt, dass ich jemandem was verbieten will. Es geht mehr darum, dass mein Mann und ich das beide unangenehm finden. Und von mir wird an diesen Festen Präsenz erwartet- wenn ich mich zurückziehen will-ist man beleidigt. Ich bin da also in einer Klemme.

Mein Mann hat auch schon mit meiner Schwägerin gesprochen, dass es eben unangenehm ist-auch für ihn. Immerhin ist es seine Ex und es ist und bleibt einfach schräg, dass sie noch so in die Familie integriert ist.

Allerdings reagiert seine Schwester darauf nicht wirklich. Sie ist weiterhin immer mit dabei.

Verständlich also, dass ich eine eher distanzierte Beziehung zur Schwägerin habe, oder nicht?

Ich fühle mich einfach nicht wohl bei dem Gedanken, dass sie Patin für unser Kind wird. Die Frage ist nur, wie ich es meinem Mann verklickere, ohne ihn zu verletzen.

Liebe Grüsse an euch

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9. Juli 2015 um 8:17

Sei einfach ehrlich
du hast geschrieben, dass dein Mann sich mit der Situation auch sehr unwohl fühlt, also sollte das Gespräch keine großes Problem werden. Drücke es halt vorsichtig aus und sag ihm gleich im vorhinein dass das alles nicht persönlich gemeint ist. Sondern dass du dir einfach Gedanken darum machst und du gerne seine Sichtweise wissen möchtest.

Und naja das mit der Ex könnte ich ehrlich gesagt nicht, da hätte ich schon früher auf den Tisch gehaut

Das Problem dabei ist dass du dich auch noch mit ihr angefreundet hast und somit passt das alles nicht mehr zusammen. Ich weiß warum du dich mit ihr angefreundet hast, aber es war definitiv die falsche Lösung. Somit fragt sich dein Mann, warum hat sie ein Problem damit? Immerhin ist sie ja mit ihr befreundet.

Deswegen würde ich ihm auch die hintergründe von eurer Freundschaft erklären, damit er das ganze besser versteht.

Und dann wenn ihr euch einig seit, müsst ihr zu zweit mit seiner Schwester sprechen. Sie muss verstehen, dass die Ex in der Gegenwart nicht zu suchen hat. Sie kann sie sehen wann sie will aber garantiert nicht wenn ihr dabei seit. So viel respekt muss sie vor euch haben.

Noch dazu die Ex behauptet sie könne so nicht leben, tut es aber trotzdem? Hast du sie gefragt warum sie es dann macht?
Also ich würde mich echt fragen ob sie damit abgeschlossen hat, denn wenn ich mit jemanden nicht mehr zusammen bin, hänge ich nicht überall dort rum wo er und seine neue ist.

Ich glaube sie macht das nicht ganz unbewusst. Irgendwas ist da dahinter. Sprich sie einfach darauf an, egal was andere sagen. Die sollen mal mit so einer Situation leben, dann können sie mit reden.

Also schau bitte auf dich und nicht was die anderen sagen. DU MUSST DICH WOHL FÜHLEN!!

Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen

lg

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9. Juli 2015 um 10:40
In Antwort auf angel10136

Sei einfach ehrlich
du hast geschrieben, dass dein Mann sich mit der Situation auch sehr unwohl fühlt, also sollte das Gespräch keine großes Problem werden. Drücke es halt vorsichtig aus und sag ihm gleich im vorhinein dass das alles nicht persönlich gemeint ist. Sondern dass du dir einfach Gedanken darum machst und du gerne seine Sichtweise wissen möchtest.

Und naja das mit der Ex könnte ich ehrlich gesagt nicht, da hätte ich schon früher auf den Tisch gehaut

Das Problem dabei ist dass du dich auch noch mit ihr angefreundet hast und somit passt das alles nicht mehr zusammen. Ich weiß warum du dich mit ihr angefreundet hast, aber es war definitiv die falsche Lösung. Somit fragt sich dein Mann, warum hat sie ein Problem damit? Immerhin ist sie ja mit ihr befreundet.

Deswegen würde ich ihm auch die hintergründe von eurer Freundschaft erklären, damit er das ganze besser versteht.

Und dann wenn ihr euch einig seit, müsst ihr zu zweit mit seiner Schwester sprechen. Sie muss verstehen, dass die Ex in der Gegenwart nicht zu suchen hat. Sie kann sie sehen wann sie will aber garantiert nicht wenn ihr dabei seit. So viel respekt muss sie vor euch haben.

Noch dazu die Ex behauptet sie könne so nicht leben, tut es aber trotzdem? Hast du sie gefragt warum sie es dann macht?
Also ich würde mich echt fragen ob sie damit abgeschlossen hat, denn wenn ich mit jemanden nicht mehr zusammen bin, hänge ich nicht überall dort rum wo er und seine neue ist.

Ich glaube sie macht das nicht ganz unbewusst. Irgendwas ist da dahinter. Sprich sie einfach darauf an, egal was andere sagen. Die sollen mal mit so einer Situation leben, dann können sie mit reden.

Also schau bitte auf dich und nicht was die anderen sagen. DU MUSST DICH WOHL FÜHLEN!!

Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen

lg

Salut angel
Danke für deine Antwort - hm, ja es ist alles so furchtbar kompliziert. Am Anfang war es mit ihr wirklich ganz schlimm und ich kam überhaupt nicht mit der Situation zurecht. Irgendwann, wie du wohl vermutet hast, habe ich für mich entschlossen, möglichst Frieden mit der Situation zu schliessen.
Sie ist halt immer und überall dabei - wirklich überall. Das liegt vielleicht daran, dass sie selbst keine Freunde hat, halt nur die, die sie durch meinen Mann kennt. Sie hatte auch keine Beziehung mehr seither - ich denke, das würde die Sache etwas entschärfen, weil sie dann eine "eigene" Schwiegerfamilie hätte zum reinkuscheln.

Sie will überall dabei sein, weil sie die Kinder so liebt. Damals, als sie sich getrennt haben, mein Mann und sie, hat sie totale Panik bekommen, aus Angst, die Kleinen nicht mehr sehen zu dürfen.

Was ich alles verstehe - was nicht heisst, dass ich damit einfach so klarkomme, bzw. es toll finde. Ich bin eben auch hin- und hergerissen. Einerseits empfinde ich meine Gefühle als kleinlich und doof - andererseits sind sie halt einfach da und ich denke, sie werden auch immer da sein.

Sie ist halt so immer omnipräsent und ich fühle mich damit einfach nicht wohl. Natürlich macht es die Freundschaft zwischen ihr und mir nicht leichter, zu begründen. Aber ich merkte damals einfach, dass Frieden in die Situation muss. Wenn ich mich weiterhin quergestellt hätte, dann wäre es für mich, aber auch für meinen Mann unaushaltbar gewesen.

Bei uns hat die Patenfunktion (oder eben Götti/Gotte-Funktion) eben schon noch eine grosse Bedeutung. Ich möchte mit der Schwester meines Mannes einfach nicht mehr Kontakt als nötig haben - es isch einfach komisch zwischen uns, vor allem eben dadurch, aber nicht nur - ich kanns einfach nicht.
Wenn sie Patin ist, dann gibt es umso mehr Gründe, sie zu sehen. Und ich möchte sie eigentlich nicht noch näher um mich haben - am Schluss feiern wir noch alle zusammen (inkl.Ex) und darauf hätte ich nun wirklich keine Lust.

Aber ich komme nicht darum herum. Schlussendlich muss ich es meinen Mann einfach wohl genauso erklären und hoffen, dass er es irgendwie versteht. Bisher war es eben leider nicht wirklich so bei solchen Themen. Er fühlt sich immer gleich angegriffen.

merci für eure Tipps und fürs Differenzieren






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9. Juli 2015 um 10:47

Was heisst "dagegen haben"
Salut

Danke fürs Aufschlüsseln Ja, es ist eben genau das. Ich habe nichts "dagegen". In 90% der Zeit komme ich damit klar. Eben nur nicht, wenn wieder so eine Feier ansteht und ich dann hin muss und es so komisch ist. Ansonsten fühle ich mich einfach komisch damit - mache mir aber nicht viele Gedanken, weil ich weiss, dass es halt einfach so ist und Punkt.

Ich wünsche mir halt nur, dass es einfacher wäre - dass ich mich mit ihr gut verstehen würde und es keine solche Barriere zwischen uns gäbe.

Zum zweiten Punkt:
Ja, mein Mann hat es seiner Schwester ja auch schon gesagt. Aber irgendwie, keine Ahnung, begreift sie es nicht oder will es nicht begeifen oder wie auch immer. Ich fühle mich einfach eingesperrt damit. Ich weiss genau, wenn wir dann als Familie zu dritt sind, mein Mann, mein Sohn und ich, dann werde ich gar keine Chance mehr haben, mich aus dem Ganzen zurückzuziehen. Die Familie meines Mannes findet es komisch, wenn ich nicht auftauche, weil es mir einfach zu viel ist.

Zum dritten Punkt: Siehe oben, die Antwort von Angel.

Liebe Grüsse

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